Ausblick für 2016

Der Vorstoß gegen den Umzug des Riesenrads in Düsseldorf, die Mahnwache gegen den geplanten Neubau eines Halal-Schlachthofes in Neuss, sowie die Klage gegen die letzten beiden Gänsereitervereine in Bochum, die sich vehement gegen den Einsatz einer Attrappe wehren, haben das neue Jahr für uns eingeläutet.

Es stehen viele Themen und Aktionen auf der Agenda 2016.

Einen Auszug unserer Arbeit und geplanter Aktionen möchten wir hier präsentieren:

  • Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt am 13.03.2016: Antritt durch erfolgreiches Sammeln von genügend Unterstützungsunterschriften gesichert, in Baden-Württemberg Zulassung in einer Rekordanzahl an Wahlkreisen
  • Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern im September 2016
  • Senatswahlen in Berlin am 18.09.2016
  • Bundesweite Abdeckung der Veggie-Messen, Teilnahme an verschiedenen CSDs
  • Urteil Verfassungsklage wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz durch die Behörde LANUV NRW
  • Weiteres juristisches Vorgehen gegen das Gänsereiten
  • Eingabe zur paritätischen Besetzung der Tierschutzkommissionen, konkrete Beschwerden an die EU-Kommission durch den BAK Tierversuche, Aufarbeitung des Themas Xenotransplantation, sowie eine geplante Ausstellungs- und Vortragsreihe
  • Stadttauben-Flyer nach dem Augsburger Modell, sowie Vortrags- und Diskussionsabende des BAK Stadttauben, erweiterte Info-Veranstaltungen, Plakat- und Bannerentwicklung
  • Fachtag mit öffentlicher Einladung des BAK Veganismus/Tierrechte/Ethik
  • Demonstrationen und Infoveranstaltungen des BAK Jagd & Angeln
  • gleichzeitig auch hier Entwicklung eigener Anti-Jagd-Flyer, Plakate, Banner, etc…
  • Ausarbeitungen des BAK Hochschulen
  • Ausarbeitung eines Positionspapiers zur Wirtschafts- und Finanzpolitik
  • Verschiedene Newsletter-Projekte, z.B. MUTig Aktiv (bereits gestartet) und Vegane Einstiegshilfe
  • Teilnahme an der Konferenz der Animal Politics Foundation des BAK Internationaler Tierschutz / Tierschutzparteien
  • Schriftliche Forderung und Informationsveranstaltungen zum Thema Katzenkastrations- und Kennzeichnungspflicht bundesweit, Vorstoß gegen die Hundesteuer, sowie belegbare Statistiken zum zunehmenden Wohnungsmangel für Tierhalter durch den BAK Heimtiere
  • Unterstützung der Klagen einzelner Bürger_innen und Parteimitglieder wegen Verstößen gegen das Informationsfreiheitsgesetz
  • Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen im Bereich der Obdachlosen- und Flüchtlingshilfe
  • Unterstützung eines Benefizkonzerts zu Gunsten lokaler Tierschutzvereine
  • Wiederetablierung der kommissarisch geleiteten Landesverbände
  • Bundesweiter Aufbau von Stadt- bzw. Regionalgruppen
  • Sommerfest

Angemeldete Veranstaltungen:

  • Demonstration gegen das Bochumer Gänsereiten am 08.02.2016
  • Demonstration vor Europas größter Jagdmesse in Dortmund am 14.02.2016
  • Demonstration vor dem Schweinehochhaus in Halle/Saale am 18.06.2016

Selbstverständlich können wir nicht alles aufzählen, was unsere Bundesarbeitskreise und aktiven Mitglieder in diesem Jahr bearbeiten werden, wir informieren jedoch immer und aktuell auf unserer Website.

Über Anregungen und tatkräftige Unterstützung freuen wir uns sehr.

Ihre / Eure Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Syrischer Integrationsverein Essen bedankt sich für Willkommenskultur

Der Syrische Integrationsverein Essen hatte am Dienstag, den 02.02.2016, mit Unterstützung der Partei Mensch Umwelt Tierschutz eine tolle Aktion geplant.

Mit 25 syrischen Flüchtlingen verteilten sie im und am Limbecker Platz weiße Rosen und Karten, um sich bei den Bürgern für die Willkommenskultur zu bedanken.

Reiner Bent, Mitglied des Landesverbandes NRW: „Wir haben heute ein Zeichen der Nächstenliebe gesetzt. Erfreut waren wir über die durchweg positive Resonanz der Bürger. Entgegen der negativen Berichterstattungen der vergangenen Tage waren die Menschen offen für die kleine Aufmerksamkeit der Geflüchteten und für ausgiebige Gespräche. Keine Anzeichen von Misstrauen oder Fremdenfeindlichkeit. Einfach wunderbar!“

Mario Ewers, Vorsitzender des syrischen Integrationsvereins: „Die Menschen sind unglaublich dankbar für die Hilfe und Sicherheit, die sie nach all den Strapazen ihrer Flucht hier in Essen erfahren haben. Sie wollten nur eine Kleinigkeit zurückgeben. Dabei haben wir ihnen heute geholfen.“

Und das ist dem Verein gelungen! 1000 Blumen wurden innerhalb nur einer Stunde verteilt.

Einziger Wermutstropfen: Das Management des Limbecker Platzes machte nach nur wenigen Minuten von seinem Hausrecht Gebrauch und geleitete die Aktivisten vor die Tür. „Das Verschenken von Rosen sei nicht erwünscht, schließlich müsse man danach eine Extra-Reinigung durchführen.“ so Parteimitglied Reiner Bent, der sich im Büro der Verantwortlichen erklären musste.

Die Betreiber der Geschäfte auf der Limbecker Straße waren da wesentlich toleranter und haben sich umso mehr gefreut, dass auch sie ein kleines Dankeschön erhalten haben.

Tierschutzpartei bei der Landtagswahl 2016 in Sachsen-Anhalt zugelassen

Wir haben es geschafft!

Am vergangenen Freitag wurde die Tierschutzpartei (voller Name: PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ) zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 13.03.2016 zugelassen.

Dank der Unterstützung zahlreicher fleißiger Helfer konnten wir weit über 1.000 Unterschriften beim Landeswahlamt (siehe: Pressemeldung) einreichen. Ein besonderes Dankeschön gilt Reinhold und seinem Team. Durch Ihr beispielloses Engagement, Bereitschaft und Arbeit haben wir einen Großteil der Zulassungsvoraussetzungen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt geschafft. Ein weiterer Dank geht an Christiane vom Katzenschutzverein in Halle und an Mario vom Tierheim Quedlinburg. Sie haben tatkräftig mitgeholfen Unterstützungsunterschriften zu sammeln, genauso wie Anette, Conni und unser Mitglied Kathy aus Halle.

Ein ganz lieber Dank geht an unsere Helfer für Text, Format und Bild- Matthias, Thomas und Jan für die jederzeit verlässliche Zuarbeit. Auch in last-minute-Situationen und zu später Stunde konnten wir uns auf Ihre Unterstützung verlassen.

Auf dem Wahlzettel findet man die Tierschutzpartei ganz einfach: ganz unten (Platz 15).

Bei der letzten Teilnahme der PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ an der Landtagswahl konnte sie 1,6 % erzielen und war damit die achtstärkste Kraft. Dieses Ergebnis will der sachsen-anhaltinische Landesverband der ersten Tierschutzpartei weltweit bei der kommenden Wahl nun weiter verbessern.

Nancy Streit, Andreas Döring, Lothar Tietge
Die Vorsitzenden des Landesverbandes Sachsen-Anhalt

16.01.2016: Großdemo in Berlin

„Wir haben es satt“

Am 16. Januar 2016 nahmen viele Parteimitglieder im Rahmen zur „Internationen Grünen Woche“ an der Großdemonstration „Wir haben es satt“ in Berlin teil.

Wie in den letzten Jahren auch war die Veranstaltung laut und bunt und sie wurde von den Medien wieder wahrgenommen; berichtet wurde u.a. darüber in der Tagesschau im Abendprogramm.

Tausende Tier-, Natur- und Verbraucherschützer/innen aus dem gesamten Bundesgebiet kamen nach Berlin und forderten die Agrarwende jetzt! Vom Biobauern bis hin zum Veganer waren Menschen mit den unterschiedlichsten Auffassungen über das Nutzen von Tieren vertreten. Die einen befürworten das Nutzen von “artgerecht” gehaltenen Tieren, sprich, weil Tiere zum Essen da sind, und die anderen setzen sich für die Unversehrtheit von Tieren ein, sprich, weil Tiere nicht zum Essen da sind. Jedoch in einem Punkt waren sich aber alle einig: Die Massentierhaltung muss ohne wenn und aber abgeschafft werden!

Wir danken allen Mitgliedern aus unserer Partei, die in Berlin anwesend waren und für unser gemeinsames Ziel antraten:

„Massentierhaltung abschaffen und bio-vegane Landwirtschaft fördern“!

 

Unser Mitglied Simone (3. von rechts mit roter Pudelmütze) aus Niedersachsen, freute sich, dass sie im Bus vom BUND ganz kostengünstig nach Berlin mitfahren konnte. Eine schöne Geste der Zusammenarbeit, denn nur gemeinsam sind wir stark!

16.01.2016SimoneBUNDbus

Unsere Position zur Pferdesteuer 01/2016

2013 wurde in der nordhessischen Stadt Bad Sooden-Allenberg erstmals die kommunale Aufwandssteuer für die Haltung von Pferden eingeführt.Verschiedene Kommunen in mehreren Bundesländern beraten aktuell darüber, dem gleich zu tun, um ihre Haushaltsdefizite aufzubessern.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz spricht sich als Deutschlands politischer Vertreter für den Tierschutz strikt gegen eine solche Besteuerung aus, da die Pferdehaltung, wie die Heimtierhaltung generell, keinen Luxus darstellen darf. Ähnlich der Hundesteuer, soll hier die Liebe zu seinem Tier besteuert werden, was schon allein aus ethischer Sicht nicht vertretbar ist.

Die Besteuerung eines Tieres, auch wenn sie lediglich die Haltung betrifft, widerspricht dem Staatsziel Tierschutz, welches seit 2002 im Grundgesetz verankert ist (1) , denn mit der Pferdesteuer, sowie auch der Hundesteuer, reduziert der Staat unsere Mitgeschöpfe auf einen Gegenstand, was wiederum §90a BGB widerspricht. (2)

Aus politischer Sicht und aus Tierschutzsicht ist in erster Linie zu gewährleisten, dass ein Pferdehalter sein Tier ordnungsgemäß im Sinne des Tierschutzgesetzes halten kann, also gesetzeskonform. Dies bedeutet in Worten, der Halter kann für eine tiergerechte Unterbringung, ausreichend Futter und eine umfassende Betreuung Sorge tragen.

Die Unterbringung in einem Pensionsstall kann einen Pferdehalter zwischen 250 und 450 Euro kosten, hinzu kommen Futterkosten, Tierarzt und Hufschmied. Manche Gemeinden rufen bereits eine Art „Wegesteuer“ auf, eine kostenpflichtige Reitlizenz für die Nutzung öffentlicher Wege.

Da die weit verbreitete Meinung, alle Pferdehalter seien reich, ein Irrtum ist, stoßen bereits jetzt viele Halter an ihre finanziellen Grenzen. Die Erhebung einer zusätzlichen Aufwandssteuer könnte bewirken, dass bei finanziell schwachen Tierhaltern an anderer Stelle eingespart würde und der Halter somit eine tiergerechte Unterbringung und Betreuung im Sinne des Tierschutzgesetzes nicht mehr gewährleisten kann.

In Folge dessen könnten viele Halter außerdem zu der Entscheidung gelangen, besonders ältere und nicht mehr reitbare Pferde abzustoßen, sei es durch privaten Weiterverkauf, oder die Abgabe an Gnadenhöfe. Die erhöhte Zuführung an Schlachtbetriebe ist zu befürchten, ebenfalls das illegale Aussetzen von Tieren, wenn der Halter sich diese nicht mehr leisten kann.

Mit Blick auf das Aussetzen von Pferden ist hier das Beispiel Irland anzuführen: Die Situation nach der Finanzkrise zeigt, welche Wirkung eine übermäßige finanzielle Belastung bei Tierhaltern haben kann. So berichteten die Medien, dass Pferde von zahlungsunfähigen Haltern ausgesetzt wurden und in vielen Fällen von einem qualvollen Hungertod bedroht waren.

Abgesehen davon, dass es eine solche Lage aus Tierschutzsicht zu vermeiden gilt, könnte im Umkehrschluss die Einführung der Pferdesteuer also gar dazu führen, dass staatliche Einfangaktionen und Unterbringung ausgesetzter Tiere die öffentlichen Kassen belasten. Darüber hinaus wird auch der Verwaltungsaufwand für Kontrollen und Erfassung der Steuertatbestände keineswegs gering sein.

Weiterhin zeigen sich erste negative Auswirkungen der Pferdesteuer. Ein Reitstall beklagt finanzielle Einbußen, da Pferdehalter ihre Einsteller künftig in benachbarten Kommunen unterbringen, um die Aufwandssteuer im bereits genannten Bad Sooden-Allendorf zu umgehen. Der Verlust von Arbeits- und Ausbildungsplätzen könnte die Folge sein. (3)

Bekanntlich sichern drei bis vier Pferde einen Arbeitsplatz. Bei mehr als einer Million Pferde in Deutschland sind das über 300.000 Arbeitsplätze. Die „Industrie rund ums Pferd” hat ca. 5 bis 6 Mrd. Euro Jahresumsatz. Die „Mehreinnahmen“ durch eine Pferdesteuer könnten somit unter Umständen nur marginal entgegen des wirtschaftlichen Verlustes sein.

Indes verletzt diese Aufwandssteuer das Gleichheitsprinzip empfindlich. Gewerbetreibende und Nutzpferde sollen regelmäßig von der Besteuerung ausgenommen werden, ebenso professionelle Sportreiter, wohingegen beispielsweise gemeinnützigen Organisationen und sogenannten Hobbyreitern Mehrkosten durch die Steuer entstehen würden.

Aus Tierschutzsicht ist ganz besonders die Steuerbefreiung gewerblicher Haltung von Tieren zu verurteilen. Während Landwirte sogar Fördergelder vom Staat, bzw. der EU für ihre kommerzielle Tierhaltung erhalten, soll der normale Tierhalter, zu dem bereits hohen Kostenaufwand für sein Pferd, zusätzlich bestraft werden. Das Prinzip der Gleichbehandlung würde eine Besteuerung für alle Pferdehalter oder einen Verzicht auf diese Form der Steuer nahelegen.

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Bildquelle: morguefile.com

Aus Tierschutzsicht ist allenfalls die Einführung einer Turniersteuer vertretbar. Für diese spricht die Partei Mensch Umwelt Tierschutz sich vehement aus. Die Nutzung eines Tieres als kommerzielles Sportgerät ist aus Tierschutzsicht nicht vertretbar. Ganz besonders im professionellen und profitorientierten Pferdesport sollte, unserer Auffassung nach, eine Steuer die Ausbeutung, Missbrauch und Zucht der Tiere regulieren und reduzieren.

So vermeldet beispielsweise PETA: Allein zwischen 2011 und 2013 mussten insgesamt 735 Pferde für den Galopp- und Trabrennsport ihr Leben lassen. Davon wurden 46 Tiere auf Galopprennbahnen getötet, wobei die Dunkelziffer laut Meinung von Insidern deutlich höher liegen dürfte. Und auch im Trabrennsport sind die Zahlen erschreckend: 152 Pferde waren erst 7 Jahre oder jünger. (4)

Im Grundsatz gilt: Die Ausbeutung unsere Mitgeschöpfe gilt es zu vermeiden, eine tierschutzgerechte Betreuung hingegen zu sichern.

Fazit: Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz lehnt die Pferdesteuer ab und setzt sich dafür ein, dass die Städte und Gemeinden in Deutschland sich aufgrund der oben aufgeführten Argumente ebenfalls dagegen aussprechen.

(1)Grundgesetz Artikel 20a:
Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.

(2)Bürgerliches Gesetzbuch, Buch 1 Abschnitt 2, §90a:
Tiere sind keine Sachen. Sie werden durch besondere Gesetze geschützt. Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist.

(3)http://www.hna.de/lokales/witzenhausen/bad-sooden-allendorf-ort83103/pferdesteuer-gewerbebetrieb-spuert-bereits-auswirkungen-4549939.html

(4)http://www.peta.de/faktenpferdesport#.VppgHfnhDMg

Die 21. Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin

Die 21. Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin – Eine Perspektive für Tierschutz/Tierrechte? Was können wir daraus lernen?

Ein Bericht von Martin Buschmann (stellv. Generalsekretär)

Zur 21. Rosa-Luxemburg-Konferenz am 09. Januar war ich als Pressevertreter eingeladen worden. Meiner Meinung nach sollten sich viele von uns dieses Ereignis nicht entgehen lassen. Warum? Zumindest finden sich jedes Jahr über 2.000 Menschen hier ein. Alle aus dem linken Lager. Dort gibt es Büchertische, die DKP steht neben der KPD, die neben der Roten Hilfe, Solidaritätskampagnen, SDAJ, Freidenker etc. auf diversen Etagen. Nicht alle sind sich einig, stehen sogar im Wahlkampf gegeneinander, aber es geht gut.

Jeder Gast hat die Möglichkeit, sich von jedem Stand Informationen zu holen, obwohl man sich teils nicht wirklich einig ist, was Kommunismus oder Sozialismus bedeutet. Jeder definiert das für sich. Auch das war kein Problem. Auch die Reden waren international: Referenten aus der Türkei, Österreich, der Ukraine und Kuba. Alles wurde simultan über Kopfhörer für alle Zuhörer übersetzt.

Was hat das mit unserer Partei zu tun? Letztendlich wäre so ein Kongress „Tierschutz/Tierrechte International“ ein riesiger Erfolg, aber leider ist die Tierschutz-/Tierbefreier-/Vegetarier-/Veganer-Szene eine Welt, die sich gegenseitig nicht achtet. Warum nicht? Habe und werde ich nie verstehen.

Warum würde so eine Konferenz niemals mit Tierbefreiern/Tierschützern/Tierrechtlern funktionieren? Wir bekämpfen und missachten uns gegenseitig und geben uns keinen Deut an Toleranz. Jeder will im Fokus stehen und der bessere Tierrechtler sein …

Ich postuliere über die „Schlacht“ beim Catering … Bio-Bratwurst neben vegetarischem Sandwich und veganem Angebot … Das würde (selbst wenn sich alle auf dem Kongress einig sind!) sogar die Besucher in einen Krieg stürzen … „Was, du isst Käse …“ oder gar Fleisch? Schade eigentlich, wir könnten zusammen mit allen Tierschützern und Tierrechtlern so viel erreichen, wenn man sich nicht gegenseitig ausgrenzen würde.

Bei meiner Teilnahme der „Animals Politics Foundation“ in Belgrad 2014 und in Tirana 2015 auf internationaler Ebene gab es auch keine Differenzen. Toleranz und voneinander Lernen stehen dort immer im Fokus. Warum haben die Tierschutzparteien in anderen Ländern (Australien, den Niederlanden, Spanien, Portugal etc.) Erfolg und in Deutschland werden wir uns nicht einig? Warum wird immer kritisiert und ausgegrenzt? Warum nicht alle mitnehmen, die sich für Tierrechte und Tierschutz einsetzen? Egal, woher sie/er kommt und wie man sich ernährt? Können wir nicht alle zusammen (Tierschützer/Tierrechtler/Pescarier/Frutarier/Ovo-Vegetarier/Flexitarier etc.) endlich mal zusammenarbeiten? Das Ziel ist doch klar: Tierleid zu verhindern und/oder zu minimieren!

Die „Partej voor de Dieren“ in den Niederlanden hat aufgerufen „Esst weniger Fleisch!“ („Eat less meat!“). Auch sie steht für das vegane Ziel, hat aber nie vergessen, die Wähler, die noch nicht so weit sind, immer mitzunehmen.

Mein Traum für die Zukunft ist, einen Tierschutz-Kongress in Deutschland zu besuchen, wo wirklich jeder kommen kann, auch internationale Referenten auftreten und mehr als 2.000 Besucher kommen. Und alle begegnen sich friedlich auf einer gleichen Plattform.

Warum das nicht möglich ist, kann ich einfach nicht verstehen.

Liebe Grüße
Martin Buschmann

Erfolg für das Volksbegehren gegen Massentierhaltung in Brandenburg

Das Volksbegehren gegen Massentierhaltung hat die notwendige Stimmenzahl erreicht!

Nach Angaben des Landeswahlleiters wurden laut vorläufigem Endergebnis rund 104 000 gültige Stimmen abgegeben, fast 25 000 mehr als erforderlich. „Das ist ein sehr guter Tag für das Tierwohl und die bäuerliche Landwirtschaft in Brandenburg“, betonte der Sprecher des Aktionsbündnisses Agrarwende, Michael Wimmer.

Die größte Zustimmung fand das Volksbegehren in der Landeshauptstadt Potsdam. Insgesamt war die Zustimmung in allen an Berlin grenzenden Landkreisen deutlich höher als in den berlinfernen Regionen.

Am 27. Januar wird das endgültige Ergebnis zusammengestellt und dann veröffentlicht. Nach der Veröffentlichung des Ergebnisses muss sich innerhalb von 2 Monaten das Parlament erneut mit den Forderungen des Volksbegehrens auseinandersetzen.

Das wichtigsten Forderungen des Volksbegehrens waren:

  • ausschließlich nur noch artgerechte Haltung von Tieren finanziell zu fördern,
  • das Abschneiden ( „Kupieren“ ) der Schwänze von Schweinen sowie der Schnäbel von Hühnern zu verbieten und ebenso die Aufstallung von kupierten Tieren,
  • Berufung eines unabhängigen Landestierschutzbeauftragten,
  • den Tierschutzverbänden ein Mitwirkungs- und Klagerecht zum Wohle der Tiere einzuräumen.

Mit diesem Volksbegehren gegen die Massentierhaltung ist Brandenburg jetzt Vorbild für andere Bundesländer.

Der Landesverband Brandenburg der Partei Mensch Umwelt Tierschutz hat das Volksbegehren nach Kräften unterstützt und freut sich besonders über diesen Erfolg.

Auch unsere kleinen Tierschützer haben sich bei diesem Volksbegehren aktiv mit eingebracht. Siehe: http://schule-schlieben.de/aktivitaeten-grundschule/jahrgaenge-5-6/bist-du-tierschuetzer/index.html

Silvia Dreyer / 1. Vorsitzende LV Brandenburg der Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Positionspapier zur aktuellen Flüchtlingssituation

Gestern hat der Bundesvorstand beschlossen, anlässlich der Ereignisse in Köln (aber auch generell), unser Thesenpapier zur Asylpolitik um folgende Absätze zu ergänzen:

“Alle Flüchtlinge, Frauen und Kinder wie Männer, müssen innerhalb der ersten Woche ihres Aufenthaltes in staatlich kontrollierten Flüchtlingsunterkünften, über unsere wichtigsten Gesetze aufgeklärt werden. Hierzu zählen insb.:

– jegliche grundlegende Menschenrechte die für alle gleich gelten im Detail
– Verbot der Tierquälerei und Tiertötung
– zu erwartende Strafen bei Vergehen gegen diese Gesetze

Nach dieser Aufklärung muss jeder Flüchtling unterschreiben, dass er diese zur Kenntnis genommen hat und achten wird.
Diese Maßnahmen sollen der Prävention dienen, um sicherzustellen, dass sich Flüchtlinge an unsere Regeln und Gesetze halten sowie die Bevölkerung vor Gewalt (insb. gegen Frauen, Homosexuelle, Kinder und Tiere) schützen helfen.”

Ergänzend sei angemerkt, dass die derzeit von verschiedenen Seiten geäußerten Forderungen nach schnelleren/einfacheren Abschiebungen, etwa von unserer Bundeskanzlerin, größtenteils nichts als rechtspopulistischer Unsinn sind, denn aufgrund der international anerkannten Genfer Flüchtlingskonvention kann niemand abgeschoben werden, in dessen Heimatland Krieg herrscht, und man somit damit rechnen muss, dass er dort nach der Abschiebung zu Tode kommen wird. Diese Forderung ist natürlich nachvollziehbar, muss jedoch zurückgewiesen werden.

Wir haben es satt!

Bitte kommt am 16.01.2016 nach Berlin zur Großdemo!

Das Programm beginnt um 11:30 Uhr am Potsdamer Platz, die Auftaktkundgebung ist um 12 Uhr. Der Protestmarsch startet um 12:30 Uhr und endet am Kanzleramt.

“Während der letzten „Internationalen Grünen Woche“ im Januar 2015 waren rund 50.000 Menschen auf der Straße, um gemeinsam gegen Tierleid in Megaställen Dioxinskandale und Gentechnik im Essen zu protestieren. Auch im Rahmen der „Internationalen Grünen Woche“ 2016 wollen wir wieder in Berlin ein Zeichen setzen: Wir haben Agrarindustrie satt!”

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz wird ebenfalls wieder mit dabei sein und ein Zeichen gegen die Massentierhaltung setzen! Wir freuen uns auf viele unserer Parteimitglieder. Bitte bringt Eure Plakate und Fahnen mit!

MUT-Magazin Ausgabe 1/2016 Nr. 49 erschienen

Liebe Mitglieder,

es freut uns Euch mitteilen zu können, dass Ihr unser MUT-Magazin Ausgabe 1/2016 ab heute im Briefkasten vorfinden werdet!

Viel Spaß beim Lesen! Über Euer Feedback freuen wir uns wie immer…

Interessenten/innen der Tierschutzpartei können unter Angabe ihrer Adressdaten ein kostenloses Probeexemplar bei der Bundesgeschäftsstelle anfordern: bundesgeschaeftsstelle (at) tierschutzpartei.de