Brasilianische Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten in der Defensive

Wie Multikonzerne und die neoliberale Regierung die Zivilgesellschaft angreifen

Martin Buschmann als Teilnehmer in Berlin

Die Veranstaltung war der Auftakt für die Jahrestagung der Kooperative Brasilien( KoBra), die auf ihr 25-jähriges Bestehen zurückblicken konnte.

Seit der Machtübernahme der Regierung Temer durch ein umstrittenes Amtsenthebungsverfahren ist in Brasilien die Lage für zivilgesellschaftliche Akteure deutlich schwieriger geworden. Die neoliberale Sparpolitik der amtierenden Regierung, die soziale Errungenschaften der letzten Jahrzehnte kassiert, verstößt gegen Menschenrechte und internationale Verpflichtungen, die Brasilien eingegangen ist. Wer Großprojekte kritisiert oder gegen soziale Missstände und Rechtsverletzungen protestiert, wird kriminalisiert und von neuen rechten Bewegungen angegriffen. In die Defensive gedrängt sind nicht nur brasilianische Umwelt- und Menschenrechtsaktivist/innen: Weltweit gehen Regierungen – unabhängig vom Regierungstyp – so massiv gegen zivilgesellschaftliche Akteure vor wie seit 25 Jahren nicht mehr.

Wie gehen die sozialen Bewegungen und Organisationen mit der reaktionären Offensive um? Wie verteidigen sie die hart erkämpften sozialen Fortschritte, welche die Regierung nun in Frage stellt oder gar demontiert?

Unter der Leitung von Luciano Wolff (Leiter des Referats Südamerika, Brot für die Welt, Deutschland) diskutierten Kelli Mafort (Bundeskoordination Landlosenbewegung MST, Brasilien), Verena Glass (Journalistin, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Brasilien) und Barbara Unmüßig (Vorstand, Heinrich-Böll-Stiftung, Deutschland). Die Beiträge waren teils in portugiesischer Sprache und wurden simultan übersetzt.

„Die Situation in Brasilien ist zurzeit recht schwierig“ kommentiert Martin Buschmann (Stellv. Generalsekretär und Leiter des BAK Internationaler Tierschutz). „Allein durch die Rinderzucht (es gibt in Brasilien mehr Rinder als Einwohner!) entsteht ein riesiger Schaden für die Umwelt und letztendlich auch für die Menschen, die dort leben. Diese werden durch die Expansion der Zuchtgebiete permanent aus ihrem Lebensraum verdrängt. Die Hauptabnehmer der Fleischprodukte sind in den USA und in der EU zu finden und zumeist in den Fastfood-Ketten. Auch hier entscheidet letztendlich der Verbraucher, ob er diese Produkte konsumiert“ schließt Martin Buschmann sein Resümee ab.

Ein Herz für Straßentiere – Tierschutzpartei weiter aktiv am Hamburger Gabenzaun

Am Dienstag, den 25. April haben Mitglieder der Tierschutzpartei ca. 180 kg Hundefutter sowie Leinen und Hundespielzeug am Hamburger Gabenzaun angebracht. Vor einigen Wochen wurden diese und weitere Anlieferungen mit Günter Steitz (65) besprochen. Herr Steitz lebt seit mittlerweile 53 Jahren auf der Straße. Für die Obdachlosen am Hamburger Hauptbahnhof ist er “Zaunbeauftragter”.

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Hamburger Dom – Tierleid trübt positive Bilanz

Veranstalter, Schausteller und Wirtschaftsbehörde ziehen positive Bilanz. Das Tierleid geht leider weiter.

Knapp 2,5 Millionen Menschen haben den diesjährigen Frühlingsdom vom 24. März bis 23. April besucht. Die Besucherzahl ist im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Vertreter der Wirtschaftsbehörde und des Schaustellergewerbes freuen sich über die stabile Besucherzahl trotz des wechselhaften Wetters. Weniger erfreulich ist die Tatsache, dass das unsägliche und tierquälerische Ponyreiten weiter geht. An jedem Sonntag hatten engagierte Tierschützer und Tierrechtler unter dem Motto “Vergnügen ohne Tierleid” am Ausgang der U-Bahn St. Pauli (Glacischaussee) protestiert. Artikel lesen.

Regionalgruppe Zwickau mit Beitrag im regionalen Fernsehen

Am Freitag, den 21.04.2017, wurde der 1. Beitrag der Regionalgruppe Zwickau im regionalen Fernsehen tv westsachsen (Region Zwickau und Plauen) veröffentlicht. Beginn Beitrag ab min. 15:45.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz setzt sich deutschlandweit für die Kastration von Freigängerkatzen ein, um Tierleid zu minimieren. Unsere Regionalgruppe machte das im TV-Beitrag deutlich und appellierte dabei an alle Katzenhalter in Zwickau und Plauen, ihre Freigängertiere kastrieren und kennzeichnen zu lassen.

Tierschutzpartei appelliert an Hundebesitzer – “Leinenpflicht im Wald beachten!”

Jahr für Jahr werden in den Wäldern Hamburgs Rehkitze und andere Jungtiere, aber auch Elterntiere von freilaufenden Hunden gerissen. Die Tierschutzpartei appelliert an Hamburgs Hundebesitzer ihre Vierbeiner unbedingt an die Leine zu nehmen, sobald sie sich in einem Wald oder Naturschutzgebiet aufhalten.

Auch das Landeswaldgesetz Hamburg, §11 Abs. 4 „Verhalten im Wald“, spricht eine deutliche Sprache:

(1) Waldbesucher haben sich so zu verhalten, dass die Ruhe und Ordnung im Walde nicht gestört wird, insbesondere ist es verboten,

Abs.4: Hunde umherlaufen zu lassen oder anders als kurz angeleint zu führen oder sie auf Walderholungsplätze mitzubringen, soweit nicht dienstliche oder jagdliche Gründe es erfordern oder der Waldbesitzer es besonders erlaubt hat.

Gerade in der Brut- und Setzzeit sind vor allem die Jungtiere leichte Beute für Hunde. Rehkitze und junge Hasen laufen nicht weg. Sie bleiben ruhig liegen, um nicht gesehen zu werden. Auch weibliche Rehe, die kurz vor dem Setzen ihrer Kitze sind, können nicht so schnell flüchten und fallen häufig freilaufenden Hunden zum Opfer. Vögel, die am Boden brüten, sowie unerfahrenen Jungtiere aller Arten sind durch unkontrolliert freilaufende Hunde ebenfalls gefährdet. Vielen Hundebesitzern ist nicht bewusst, dass Verstöße gegen dieses Gesetz keine Ordnungswidrigkeit sind, sondern Wilderei und damit ein Straftatbestand. Selbst die besterzogensten Hunde hören kein Kommando, wenn der natürliche Jagdinstinkt zum Tragen kommt. Die durch den Hund bejagten Tiere flüchten oft panisch. Häufig endet diese Flucht auf Straßen, wo die Wildtiere dann von Autos erfasst werden. Eine Gefahr für Wildtier, Hund und Mensch. Deshalb appelliert die Tierschutzpartei an Hundehalter und deren Tierliebe, sich an die Anleinpflicht zu halten.

Jan Zobel, Spitzenkandidat zur Bundestagswahl Hamburg dazu: „Es gibt Freilaufflächen für Hunde, in denen sie sich austoben können. Die Tierschutzpartei hat bereits in der Vergangenheit kritisiert, dass diese Flächen zunehmend vom Hamburger Senat verkleinert, oder ganz geschlossen werden, trotzdem ist dies keine Rechtfertigung Hunde in den Wäldern abgeleint laufen zu lassen.“

„Jeder Hundehalter dessen Hund ein Tier reißt sollte danach verpflichtet werden, das oft schwer verletzte Tier zu erlösen. Ebenso sollte über die Gründung einer städtischen Kontrollstelle nachgedacht werden, um präventiv gegen diese Form der Tierquälerei und den Eingriff in die Natur vorzugehen“, so Patricia Kopietz, Leiterin des Bundesarbeitskreises gegen Jagd und Angeln.

Erschienen im Hamburger Wochenblatt

Offener Brief an den Zoo Hannover

An den Geschäftsführer Herrn Casdorff, dem zoologischen Leiter Herrn Brunsing und dem Regionspräsident Jagau

Der Zoo Hannover besteht seit über 150 Jahren und ist nun Gegenstand eines medialen Shitstorms. Die Recherche von Peta und die Videoaufnahmen, die Gewalt gegen Elefanten zeigen sind ein PR-GAU und ein Desaster für das Marketing des Zoos.

Der Zoo wurde in den 1860ern gegründet und auch im 21. Jahrhundert kann man in Hannover immer noch exotische Tiere in kleinen Gefängnissen betrachten. Was hat sich über all die Jahre eigentlich geändert? Nun die Deko ist jetzt modischer und ahmt die natürlichen Habitate nach, die Gehege sind etwas größer und auch die neuen Masterplanprojekte legen Wert darauf, dass bei der Gestaltung von Gehegen „einer emotionalen Inszenierung und der Liebe zum Detail viel Aufmerksamkeit geschenkt werden“ (siehe Geschäftsbericht 2015, S. 29). Außerdem gibt es ein umfangreiches Event-Marketing und gastronomische Angebote vor Ort.

Gegenstand des Unternehmens ist „der Betrieb eines Zoologischen Gartens als Bildungs- und Erholungsstätte für alle Bevölkerungskreise zur Erhaltung von Tierarten, insbesondere Wildtierarten, sowie die Förderung der Erweiterung von Kenntnissen über die Biologie von Tieren, insbesondere über die Tiergartenbiologie von Wildtierarten durch Auswertung des Materials, das von den gehaltenen Tieren gewonnen wurde“. Nach nun über 150 Jahren Studienmaterial zum Thema Tiergartenbiologie im Zoo Hannover, dazu noch Material aus anderen Zoos in Deutschland, Europa und weltweit, könnte man meinen, dass alles zum Thema Tiergartenbiologie bekannt sein müsste. Lässt sich hiermit das Betreiben einer zoologischen Anlage rechtfertigen?

Wie lässt sich im 21. Jahrhundert eine zoologische Anstalt mit den heutigen Tierschutzgesetzen in Einklang bringen? Gar nicht! Nehmen wir doch mal die Elefanten als Beispiel: die Weibchen haben in ihrem natürlichen Habitat einen Aktionsradius von mehreren hundert Quadratkilometern und sie leben in afrikanischen oder süd-asiatischen Gebieten mit warmen Klima. Also wie artgerecht ist ein kleines Betongehege in einem oft verregneten, kalten Norddeutschen Zoo? Glauben die Verantwortlichen wirklich, dass eine neue Dschungellandschaft, eine neue Halle und eine Dusche für den Elefantenbullen ein artgerechtes Leben ermöglichen? Worum geht es wirklich, um das Wohl der Tiere oder das Wohl der Besucher? Der Geschäftsbericht liefert eine Antwort: „Gerade die Mensch-Tier-Begegnungen in den Erlebniswelten gepaart mit den themenbezogene Gastronomie und Souvenirs machen den Erlebnis-Zoo Hannover aus. So stehen diese Geschäftsfelder im besonderen Fokus der stetigen Weiterentwicklung. Daher sind auch hier weitere Investitionen geplant, um das hohe Niveau an Shows, kommentierten Fütterungen, Blicken hinter die Kulissen, Scout-Führungen oder dem Gäste-Service noch weiter zu verbessern.“ Und wie geht es den Tieren dabei?

Der Zoo Hannover nennt als Ziel ganz klar den Artenschutz! Sehen wir uns hierzu noch mal das Beispiel der Elefanten im Zoo Hannover an: Laut IUCN Liste sind die Populationen von Elephas maximus in ihren natürlichen Lebensräumen seit Jahrzehnten im Sinkflug. Was hat der Zoo denn hier zum Erhalt und Schutz dieser Art beigetragen? Oder meinen die Verantwortlichen mit Artenschutz den Erhalt der Elefantenpopulation im Zoo? Nun wissenschaftlich gesehen ist das kein Artenschutz, sondern der Erhalt einer Population in einer habitatfremden Umgebung unter gefängnisähnlichen Zuständen. Was hat das mit Artenschutz zu tun? Nichts. Effektiver Artenschutz kann nur bedeuten, dass man Arten als funktionellen Bestandteil ihrer Ökosysteme erhält. Untersuchungen von Franz Essl und seinem Team an der Uni Wien haben gezeigt, dass aussterbende Arten über direkte und indirekte Effekte auch andere Arten und die Funktionalität ganzer Ökosysteme beeinflussen können. Was bedeutet das? Nun wenn Elefanten in ihren natürlichen Lebensräumen aussterben, beeinflusst ihr Ableben auch die Überlebenschancen anderer Arten und des gesamten Ökosystems vor Ort. Und was bringt es uns jetzt, wenn ein paar letzte Elefanten noch in europäischen Zoos vor sich hinvegetiert? Nun dem Erhalt der Artenvielfalt in Afrika bringt das nichts und wenn die Ökosysteme erst einmal verschwunden sind, wird es auf Dauer keine freien Elefanten in der afrikanischen Wildnis mehr geben. Auch die Populationen in Zoos werden schwer zu erhalten sein, da es früher oder später zu Inzucht kommen wird.

Züchtet der Zoo eigentlich für den Artenschutz oder für den Erhalt seines Geschäftsmodells, weil die süßen Tierbabys so viele Besucher anlocken? Der Beteiligungsbericht 2015 gibt hier ganz klar eine Antwort: “Hinzu kam weiterer Nachwuchs bei den Elefanten. So konnte im ersten Quartal der zweithöchste Besucher-Wert bezogen auf einen 10-Jahresvergleich erzielt werden. In diesem Zeitraum wurden fünf Tage mit über 10.000 Besuchern erreicht. Das eher unbeständige Wetter in den folgenden Monaten führte jedoch zu einem stetigen Abschmelzen des Besucherplus. Weitere Tiergeburten und neu entwickelte Programmangebote konnten letztlich die Besucherentwicklung auf Planniveau konsolidieren.“ Offensichtlich spülen Tierbabys eine Menge Geld in die Kasse, aber von Artenschutz war hier keine Rede.

Der Zoo Hannover nennt als Ziel ganz klar die „Erhaltung von Tierarten“, aber was ist mit der gesetzlich verankerten Wiederansiedelung von Arten in ihren Biotopen (Bundesnaturschutzgesetz §42 (7b))? Warum wildert man Elefanten nicht wieder in der Freiheit aus oder bringt sie in Naturreservate ihrer Ursprungsländer, damit sie dort als Teil des Ökosystems erhalten bleiben? Die einzigen Tierarten, die der Zoo Hannover in Gefangenschaft aufgezogen und dann in ihren natürlichen Lebensraum entlassen hat, sind laut dem Geschäftsbericht 2015: Moorenten und Weißstörche. Exotische Tiere wurden an andere Zoos weitergegeben und für die Zoohaltung gezüchtet, aber es werden keine weiteren Auswilderungen genannt.

Welche Zukunft hat der Zoo Hannover? Die Leitung des Zoos geht bestimmt davon aus, dass sich die Aufregung bald legen wird und mit einem neuen Elefantengehege, der die Tiere vor ihren Pflegern schützt, wird wohl die Kritik verstummen. Dieser Annahme werden Tierschützer widersprechen und sie werden auch weiterhin gegen die Haltung von Tieren in zoologischen Anlagen protestieren. Die Welt hat sich seit der Gründung des Zoos sehr verändert und auch die Art und Weise, wie wir über Tiere denken, hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Bei einigen Konzernen, wie Sea World oder Ringling Bros. And Barnum & Bailey Circus ist dieser Wandel bereits angekommen und die Firmen mussten sich verändern und auf diese neuen gesellschaftlichen Werte eingehen. Leider ist die Zoo Hannover GmbH noch nicht so weit, aber die Verantwortlichen dieses Konzerns müssen nun zur Kenntnis nehmen, dass die Öffentlichkeit Gewalt gegen Tiere nicht weiter duldet. Das Geschäftsmodell Zoo ist ein Auslaufmodel und wird in der Gesellschaft zunehmend kritisch betrachtet. Das kann die Leitung des Zoos nicht ignorieren, denn es kommen auch weniger Besucher, wie der Geschäftsbericht 2015 zeigt: „Dennoch blieben trotz des umfangreichen Jubiläumsprogramm und einer hohen Vermarktungsintensität die Besucherzahlen in 2015 gesamthaft deutlich unter den Erwartungen.“ Dieser Trend wird sich fortsetzen, denn wer sein Herz für Tiere entdeckt hat, wird dies nicht wieder aufgeben und es gibt immer mehr Menschen, denen Tierschutz wichtig ist.

Hat der Zoo Hannover eine Zukunft? Hier ist mein Vorschlag für eine nachhaltige Entwicklung: bringt alle nichtheimischen Tiere nach Hause, sodass sie in ihren natürlichen Lebensräumen leben können. Schützt die heimische Artenvielfalt, in dem Tierarten vermehrt, anschließend ausgewildert und die Bevölkerung über die heimische Artenvielfalt informiert werden! Das wäre eine sinnvolle, tierfreundliche Nutzung der Ressourcen!

Quellen:
https://www.zoo-hannover.de/de/tiere/tier-lexikon/asiatischer-elefant
https://www.zoo-hannover.de/dam/jcr:5c8b3103-a49d-4af3-ad61-3d3b506dc924/Zoo-Hannover-Gesch%C3%A4ftsbericht-2015.pdf
https://en.wikipedia.org/wiki/Ringling_Bros._and_Barnum_%26_Bailey_Circus
http://www.sanctuaryasia.com/resources/ngo-profiles/10177-biodiversity-and-elephant-conservation-trust.html
http://www.iucnredlist.org/details/7140/0
Essl, F., Dullinger, S., Rabitsch, W., Hulme, P.E., Pysek, P., Wilson, J.R.U., Richardson, D.M., 2015. Historical legacies accumulate to shape future biodiversity in an era of rapid global change. Diversity and Distributions, Volume 21, Issue 5, Pages 534-547.

Susanne Berghoff / Landesverband Niedersachsen

 

Vorankündigung zur Einladung zur Hauptversammlung der Mitglieder des Landesverbandes NRW

Liebe Mitglieder des Landesverbandes NRW,

aufgrund diverser unglücklicher Vorfälle in Bezug auf die Mitgliederversammlungen in jüngster Vergangenheit sowie schwerwiegender Verstöße gegen die Ordnung der Partei, hat der Bundesvorstand sich gezwungen gesehen, den zuletzt amtierenden Landesvorstand NRW des Amtes zu entheben.

Das Ziel und der Zweck einer jeden Partei ist die flächendeckende Teilnahme an Wahlen auf allen Ebenen, denn nur so ist eine Verfestigung unserer Forderungen und politisches Wirken zu realisieren.

Wie unserer öffentlichen Stellungnahme vom 29.März 2017 zu entnehmen war, wurde von ehemaligen Mitgliedern der Tierschutzpartei aus dem Düsseldorfer Umfeld der Ratsfraktion Tierschutzpartei / Freie Wähler eine neue Partei geründet, welche inzwischen für die Teilnahme an der Landtagswahl NRW zugelassen wurde, während zeitgleich die Teilnahme der Tierschutzpartei verhindert wurde, unter anderem durch eine unvollständige Einreichung der Wahlunterlagen und Unterschlagung der Unterstützerunterschriften.

Um die Teilnahme an der Bundestagswahl im einwohnerstärksten Bundesland NRW nicht ebenfalls zu gefährden und um wieder eine homogene Einheit bilden zu können, deren gemeinsames Ziel es ist, diese Partei zum Erfolg zu führen und den Stimmlosen eine Stimme zu verleihen, wollen wir in einer erneuten Mitgliederversammlung schnellstmöglich einen neuen Vorstand wählen, der den Landesverband künftig tatkräftig repräsentieren und neu ausrichten soll.

Ebenfalls ist ein erneuter Beschluss zur Bundestagswahlteilnahme und einer neuen Kandidierendenliste notwendig, um mit der Wahl von zuverlässigen Vertrauenspersonen zu gewährleisten, dass die Einreichung aller geforderten Wahlunterlagen zügig und vollständig erfolgt.

Der Bundesvorstand lädt somit also zu einer Mitgliederhauptversammlung ein:

Termin: Sonntag, der 23. April 2017

Vorschläge/ für geeignete Kandidaten /innen für Vorstandsposten, sowie auch für die Landesliste zur Bundestagswahl können vor Ort genannt oder auch schriftlich per Post oder E-Mail bei der Bundesgeschäftsstelle – Sabine Jedzig – Schreiersgrüner Straße 5, 08233 Treuen, sekretariat@tierschutzpartei.de eingereicht werden.

Die vorläufige Tagesordnung entnehmen Sie bitte der beiliegenden Anlage dieser Einladung.

Aufgrund der Dringlichkeit bitten wir um Verständnis für die kurze Ladungsfrist und hoffen auf zahlreiches Erscheinen und eine rege Beteiligung an den Kandidaturen.

Herzliche Grüße,

im Auftrag des Bundesvorstandes

Sandra Lück (Bundesvorsitzende) Matthias Ebner (Bundesvorsitzender)

“Landesverband Brandenburg mit neu gewähltem Vorstand wieder aktiv”

Erfolgreicher Tag für die Tierschutzpartei Brandenburg

Auf einer gut besuchten Mitgliederversammlung im brandenburgischen Oranienburg wurde am Samstag, den 08. April 2017 ein neuer siebenköpfiger Landesvorstand der Partei Mensch Umwelt Tierschutz gewählt.

Bereits am 12. März hatte die Partei ihre Kandidaten für die Bundestagswahl 2017 aufgestellt. Zur ersten Vorsitzenden wurde die bekannte Tierschützerin Silvia Dreyer aus Oranienburg gewählt. Silvia Dreyer ist neben dem Engagement für die Tierschutzpartei besonders im aktiven Tierschutz für Fundkatzen und verwilderte oder ausgesetzte Hauskatzen tätig, sie ist Begründerin der Oranienburger Gruppe des Freundeskreises Katze und Mensch e.V. Zur zweiten Vorsitzenden wurde Birgit Enke aus Wittstock gewählt. Mit Silvia Stoffels, Olaf Netzel, Susanne Seidler, Max Mogk und Karin Rother ist der Landesvorstand komplett.

Der Bundesgeschäftsführer der Tierschutzpartei, Jan Zobel aus Hamburg, leitete die Versammlung und richtete die herzlichsten Grüße des Bundesvorstandes an die Teilnehmer der Versammlung im Kultur- und Kreativstandort Oranienwerk. In einer kurzen Ansprache unterstrich Zobel die Wichtigkeit der Wahlteilnahmen für die Tierschutzpartei. Er begrüßte außerordentlich, dass der neue Landesvorstand die vordringlichste Aufgabe in der Mitgliedergewinnung und Wahlteilnahme sieht. Zobel bemängelte, dass die Bundespartei jahrelang offensichtlich die Europawahl als wichtigste Wahl erachtet hat – dabei funktioniere Politik genau anders herum. Über die Städte, Kreise und Gemeinden müsse die Partei verankert und bekannt sein, um dann auf Landes- oder Bundesebene erfolgreich sein zu können. Entsprechend positiv war die Resonanz auf die Ankündigung Silvia Dreyer, im Jahre 2019 für die Stadtverordnetenversammlung Oranienburg zu kandidieren und mit dem Landesverband im Herbst 2019 an der Landtagswahl teilzunehmen. Zobel untermauerte die Richtigkeit dieser Strategie und verwies auf seine eigenen politischen Ambitionen, im Frühjahr 2019 mit der Tierschutzpartei an der Hamburger Bezirksversammlungswahl und im Winter 2020 an der Bürgerschaftswahl teilzunehmen. “Brüssel ist weit weg, Politik für die Stimmlosen fängt vor der eigenen Haustür an” so Zobel. Die Spitzenkandidatin, Silvia Dreyer, verwies auf zahlreiche Initiativen der Tierschutzpartei zum Thema Katzenkastration. Dies sei ein wichtiges Thema der Tierfreunde in Brandenburg. Auch die Massentierhaltung, Tierversuche, Jagd, Tierquälerei seien wichtige Themen, die es vor Ort anzupacken gelte.

Der Landesverband Brandenburg benötigt nun 2.000 Unterstützungsunterschriften von Brandenburger Wahlberechtigten, damit er zur Bundestagswahl zugelassen wird.

“Diese Herausforderung ist aber nur mit Hilfe aller Brandenburger Tierfreunde und Engagierten zu schaffen. Bitte unterstützen Sie uns beim Sammeln der Unterschriften” appellierte die frisch gewählte Vorsitzende Silvia Dreyer an die anwesenden Mitglieder.

Ostern – Denkt an die Tiere!

Die Tierschutzpartei Hamburg appelliert an alle Tierfreunde und Tierschützer, gerade zu Ostern an die Tiere zu denken.

In den Supermärkten stapeln sich schon seit Wochen bunt gefärbte Eier, Kaninchen- und Lammfleisch. Was sich dahinter an Tierleid verbirgt, wird von der Industrie geschickt verborgen und hinter niedlichen Bildern von Küken, Häschen oder Lämmchen versteckt. In Wirklichkeit ist Ostern für die Tiere das Fest des Todes.

Am Osterwochenende, wenn vielerorts die Osterfeuer entfacht werden, werden wieder unzählige Tiere qualvoll verbrannt.

Artikel im Hamburger Wochenblatt lesen.

 

 

 

 

 

Das “Blaue Wunder” auf dem Lindener Berg

Das “Blaue Wunder” ist eigentlich der Blumenpracht der Scilla-Blüte, die auf dem alten Friedhof des Lindener Berges jedes Jahr Scharen von Besuchern anlockt, geschuldet. Und wie immer findet zeitgleich ein verkaufsoffener Sonntag mit zahlreichen kulturellen Höhepunkten statt.

Rund um den Lindener Markt locken zudem verschiedene Stände und Gruppen zu einem kurzen Stelldichein. Natürlich dürfen dabei auch die Parteien nicht fehlen. Gelegenheit für die MUT-Partei, bei wirklich schönem Wetter Unterstützungsunterschriften für Bundestags- und Landtagswahl zu sammeln.

Und wir erlebten wirklich unser “ganz persönliches Blaues Wunder”. Der Tag war ein voller Erfolg, denn so zahlreiche Unterstützer wie diesmal haben wir noch auf keiner Veranstaltung sammeln können. Viele aufgeschlossene Menschen, wirklich gute Gespräche und einen “Alt-Hippie” dessen geschenkte Kastanie (neben seiner Unterschrift) uns tatsächlich noch mehrere Unterstützer bescherte, haben den heutigen Tag zu einem Erfolg gemacht. Danke an unsere Unterstützer Sarah, Beate, Yvonne und Simone. Hat wirklich Spass gemacht!

Markus Schlottig / LV Niedersachsen