Totalangriff gegen die herkömmliche anthropozentrische Philosophie

Das TV-Duell im ZDF Precht gegen Spaemann: “Dürfen wir Tiere essen?”

Zu Anfang ein großes Lob für den Philosophen Richard David Precht, der in seiner am 09.12.2012 ausgestrahlten Philosophie-Sendung im ZDF unter dem Titel “Precht: Dürfen wir Tiere essen?” uns vor Augen führte, was wir von der Philosophie eines Herrn Robert Spaemann zu halten haben: durch und durch anthropozentrisch, speziesistisch und tierfeindlich.

Durch gekonnte Fragestellungen entlockte ihm Precht Aussagen, die eines Philosophen nicht würdig sind. Ein Ratschlag an Herrn Spaemann unsererseits: „Si tacuisses, philosophus mansisses.“ („Hättest Du geschwiegen, wärst Du ein Philosoph geblieben.“)

Wir empfehlen allen Mitgliedern und Lesern dieser Homepage, sich diesen philosophischen Schlagabtausch anzusehen: (Sendung hier ansehen)

Bundesumweltminister Altmaier spricht von Erfolg – unserer Meinung nach eine glatte Lüge

Der Klimagipfel in Doha ist gescheitert!

Die Klimakonferenz in Doha ist nach zwei Wochen zäher Verhandlungen am 08. Dezember 2012 zu Ende gegangen. Ursprünglich sollte bei dem Gipfel, an dem knapp 200 Staaten teilnahmen, ein Welt-Klimavertrag vorbereitet werden, der nach einer Beschlussfassung im Jahr 2015 dann 2020 in Kraft treten sollte. Das Ergebnis der diesjährigen Klimakonferenz bestand jedoch nur in einem Minimal-Kompromiss, der in der letzen Minute erzielt wurde und ein totales Scheitern des Gipfels verhinderte.

Die wichtigsten Beschlüsse von Doha auf einen Blick:

1. Das derzeit geltende Kyoto-Protokoll wurde bis zum Jahr 2020 verlängert. 37 Industrieländer verpflichten sich dadurch über 2012 hinaus auf eine Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes. Wie hoch die Verringerung jedoch sein soll, bleibt allerdings weiterhin offen. Die USA sind dem Protokoll nie beigetreten. Kanada, Russland und Japan sind in den vergangenen Jahren ausgestiegen.

2. Ein Welt-Klimavertrag soll bis 2015 ausgehandelt werden, ab 2020 in Kraft treten und für alle Staaten gelten.

3. Die Entscheidung, mehr finanzielle Mittel für Klimaschutz in Entwicklungsländern bereitzustellen, wurde auf das kommende Jahr vertagt.

Fazit: Das Klima geht uns alle an. Allein die politisch Verantwortlichen scheinen sich dieser Tatsache nicht bewusst zu sein. Ihnen geht es wie immer um Wirtschaftswachstum um jeden Preis und nationale Interessen. Das ist heute so und wird auch in Zukunft so bleiben. Das Kyoto-Protokoll bleibt nach wie vor ein „Papiertiger“. Wer an einen Weltklima-Vertrag glaubt, und daran, dass alle Staaten diesen Vertrag unterzeichnen werden, und die Unterzeichner ihn auch einhalten, muss als grenzenloser Optimist bezeichnet werden.

Bereiten wir uns also auf die kommende Katastrophe vor und überlegen uns heute schon Ausreden, um unseren Kindern und Kindeskindern zu sagen, wir hätten alles getan, um ihnen einen lebenswerten und intakten Planeten zu hinterlassen.

Wie immer: Viel heiße Luft, aber keine Erfolge

Halbzeit beim Klimagipfel in Doha – eine Analyse

Wie zu erwarten war, traten die Regierungsvertreter der 194 Teilnehmerstaaten zur Halbzeit in Doha auf der Stelle.

Das vernichtende Urteil von Umweltminister Peter Altmaier (CDU): „Seit Tagen wird in Doha über die Rettung des Weltklimas verhandelt, bislang ohne jeden Erfolg.“

Die Beobachterin Anne-Kathrin Schneider vom BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland) spricht schon jetzt von einer gescheiterten Konferenz.

Die bisher dramatischste Verlautbarung aus Doha: Bis zum Ende dieses Jahrhunderts könnte die durchschnittliche Temperatur auf der Erde um 5 Grad Celsius ansteigen. Die Folgen einer solchen Erderwärmung würden wohl dann die schlimmsten Schreckensszenarien übertreffen.

Klimaexperte Prof. Dennis Meadows glaubt, dass es für die Rettung der Erde bereits zu spät sei. Vor 40 Jahren veröffentlichte er zusammen mit seiner Frau und anderen Forschern den Bericht: „Die Grenzen des Wachstums“, die Bibel der damaligen Umweltbewegung.

Der Planet Erde und all seine Bewohner müssen sich, so wie es aussieht, auf viel heiße Luft einstellen…

Alle Jahre wieder…

Feinschmecker konsumieren Tierquälerei

Laut proplanta vom 27.11.2012 lag die französische Enten- und Gänseleberproduktion mit 19.900 Tonnen 2011 etwa ein Prozent über der des Vorjahres. Fast 70 Prozent der Produktion gehen dabei zu Weihnachten über die Ladentheke.

Spanien hat 2011 im Wert von 29,4 Millionen Euro französische Leberprodukte importiert, gefolgt von Belgien, Japan und der Schweiz. Deutschland steht an vierter Stelle und importierte Foie gras im Wert von 4,6 Millionen Euro.

Wegen Tierquälerei ist in Deutschland und vielen anderen Staaten in der EU das Stopfen von Gänsen und Enten verboten, aber wegen des freien EU-Binnenmarkts muss der Import und Verkauf von Foie gras in diesen Ländern weiter zugelassen werden. (Artikel lesen)

Unterschreiben Sie bitte den Protest von Peta: „Stoppt den Verkauf von Stopfleber in Deutschland“ und informieren Sie sich, wie Enten- und Gänse unter der Tierquälerei des Stopfens leiden. (Protest hier unterschreiben)

Animal Equality präsentiert eine neue Recherche in spanischen Stopfleberbetrieben. Diese neue Recherche wurde in der Anlage von Caracierzos, dem zweitengrößten Stopfleberbetrieb mit Hauptproduktion in Spanien, durchgeführt. Die dort entstandenen Bilder zeigen nicht nur Regelverstöße auf, sondern dokumentieren weiterhin Szenen schrecklichen Tierleids. (Zur Recherche von Stopfleber vom 23. November 2012)

Tierversuchszahlen steigen unaufhörlich

3 Millionen Tiere leiden in deutschen Labors

Knapp drei Millionen Tiere wurden im Jahr 2011 in deutschen Labors getötet, 55.000 mehr als im Vorjahr. Die heute vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Statistik zeigt einen Anstieg der Tierversuchszahlen um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Verein Ärzte gegen Tierversuche ist schockiert, dass seit 1997 Jahr für Jahr mehr Tieropfer zu beklagen sind.

Rund 70 Prozent der Tiere sind Mäuse, 14 Prozent Ratten. Aber auch etwa 200.000 Fische, 106.000 Vögel, 87.700 Kaninchen, 15.800 Schweine, 2.474 Hunde, 1.796 Affen und 585 Katzen wurden Opfer der Wissenschaft. Ein Anstieg ist vor allem bei den Mäusen und Fischen zu verzeichnen.

Eine Ursache der unaufhörlichen Zunahme ist im Bereich der Gentechnik zu suchen. Der Anteil der genmanipulierten Tiere macht inzwischen 25 Prozent aus. Gegenüber dem Vorjahr wurden 2011 fast 9.000 transgene Tiere mehr, insgesamt 731.678, verwendet.

Hauptsächlich werden Mäuse für diesen Forschungszweig herangezogen. In ihrem Erbgut werden Gene an- und abgeschaltet, angeblich, um menschlichen Krankheiten auf die Spur zu kommen. »Die meisten Krankheiten des Menschen sind aber nicht genetisch bedingt, sondern großenteils durch unsere Lebensweise wie Rauchen, fleischreiche Ernährung, Stress und Bewegungsmangel beeinflusst«, erklärt Dr. med. vet. Corina Gericke, Vizevorsitzende der Ärzte gegen Tierversuche. So wurden genmanipulierte Krebsmäuse schon millionenfach »geheilt«, aber am Menschen erprobt, versagten alle potentiellen Mittel.

»Über eine Million Tiere (35 %) mussten für die zweckfreie Grundlagenforschung ihr Leben lassen«, kritisiert Tierärztin Gericke. In diesem Bereich werden seit Jahren die meisten Tiere, vor allem genmanipulierte, »verbraucht«. Auf die Arzneimittelentwicklung entfielen 16 Prozent und auf Giftigkeitsprüfungen 6 Prozent.

Der Verein Ärzte gegen Tierversuche hält das erneute Hoch der Tierversuchszahlen für eine fatale Fehlentwicklung und ein Armutszeugnis für Wissenschaft und Politik. Der Verein fordert ein gesetzliches Verbot von Tierversuchen, da auf eine Einsicht und Selbstbeschränkung der Forschung nicht zu hoffen ist, wie die aktuellen Statistiken belegen. »Anstatt in Mäusegenen zu stochern, müssen endlich die wahren Ursachen unserer Krankheiten erforscht werden und moderne Testmethoden mit menschlichen Zellkulturen und Mikrochips zum Einsatz kommen«, so Gericke abschließend.

Ausnahmezustand

Die Ausnahme ist die Regel. Wenn es einen Satz gibt, der in Sachen Tierschutz in Europa und seinen Staaten ausnahmslos passt, dann ist es dieser.

Beispiel 1 (Tierversuche): Nach jahrzehntelangem Kampf von Tierschützern wurde es im März 2009 in der EU verboten, Kosmetik an Tieren zu testen. Im März kommenden Jahres soll die letzte Stufe des Vermarktungsverbots in Kraft treten, die auch solche Produkte erfasst, für die außerhalb der Union Versuchstiere “verbraucht” werden. Doch die EU-Kommission plant bereits jetzt Ausnahmemöglichkeiten, damit die Hersteller von Schönheitsmitteln den ohnehin nicht mehr überschaubaren Markt weiterhin unablässig mit “innovativen” Artikeln überschwemmen können. In der grausamen Konsequenz bedeutet das Leid und Tod für Zigtausende Kaninchen, Meerschweinchen, Mäuse und Ratten. (Artikel hier weiterlesen)

Freiburg: Pferdeschänder noch immer auf freiem Fuss

Betroffene und Pferdeliebhaber fordern höhere Strafen für Tierschänder

Seit dem der Pferdeschänder im Raum Freiburg umgeht, haben Besitzer von Stuten keine ruhige Minute mehr. Nicht nur der Alltag rund um die Pferde gerät dabei durcheinander. Lesen Sie, was der Pferdeschänder bei den Tieren und Menschen wirklich anrichtet hat: (Artikel lesen)

Heimtierhaltung: Tiere sind kein Spielzeug!

Freund oder Gefangener?

Käfighaltung, Einsamkeit und Langeweile bedeuten für Kaninchen Qual und Leid.

Kaninchen gelten als pflegeleichte Tiere, die aufgrund ihres niedlichen Aussehens und ihrer Wehrlosigkeit als Spielgefährten für Kinder missverstanden werden. Welche Bedürfnisse Kaninchen wirklich haben, erfahren Sie von Peta e.V. (Zum Artikel)

Good luck, Mr. President!

Unsere Gratulation an den neuen und alten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika

Der Bundesvorstand der Partei Mensch Umwelt Tierschutz gratuliert hiermit Präsident Barack Obama zur gewonnenen Präsidentschaftswahl!

Das Ergebnis war erfreulicherweise eindeutig: Barack Obama erreichte 303 Wahlmännerstimmen, sein Kontrahent Mitt Romney 206 Wahlmännerstimmen. Unerfreulich in unseren Augen war jedoch die Tatsache, dass dieser Wahlkampf der teuerste in der Geschichte der USA war (6 Milliarden US-Dollar).

Nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses in den frühen Morgenstunden beteuerte der neue und alte Präsident – wie schon so oft – seine Liebe zu seiner Frau Michel, ohne die er nicht das erreicht hätte, was er heute ist.

Wir würden uns vom Präsident Obama wünschen, dass in den nächsten 4 Jahren sein Potenzial an Liebe auch unseren „Mitgeschöpfen“, den Tieren, zugute kommt, denn im Bereich Tierschutz und Tierrechte hat die USA einen immensen Nachholbedarf.

Mr. President, we wish good luck for your second term!

Der Bundesvorstand der Partei Mensch Umwelt Tierschutz