Zweite „Jahrhundertflut“ in 11 Jahren

Schlägt die Natur zurück?

Nach nur 11 Jahren stehen wieder in weiten Teilen Süd- und Ostdeutschlands ganze Landstriche unter Wasser; aber auch in Tschechien und Österreich heißt es „Land unter“. In manchen Regionen erreichte die Niederschlagsmenge bis zu 400 Liter pro Quadratmeter in nur 90 Stunden; das ist die Hälfte der Gesamtjahresmenge an Regen. Kein Wunder also, dass diese Wassermassen die Flüsse und Bäche über die Ufer treten lassen und Städte, Dörfer und Straßen überfluten.

Aber der tagelange Dauerregen und die ungewöhnliche Wetterlage mit zwei Tiefdruckgebieten sind nur der Auslöser der Katastrophe, die Ursache ist menschengemacht.

Die globale Klimaerwärmung mit einem Anstieg der Meerestemperatur trägt dazu bei, dass immer mehr Wasser aus den Ozeanen verdunstet und die Niederschlagsmengen ansteigen lässt. Daneben sind die Versiegelung von Flächen, die zunehmende Bebauung von natürlichen Flussauen sowie die Begradigung und Vertiefung der Flüsse für die zweite „Jahrhundertflut“ in nur 11 Jahren mit verantwortlich.

Durch die zunehmende Bebauung und Versiegelung der Böden kann der Regen nicht mehr auf natürlichem Wege in den Boden eindringen. Laut dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung sind etwa 13 Prozent der Flächen Deutschlands Siedlungs- und Verkehrsflächen, die Hälfte davon ist versiegelt, das heißt, dass ein Versickern im Erdreich unmöglich ist. Täglich kommen laut WWF rund 100 Hektar dazu. Außerdem wurden die natürlichen Flusslandschaften mit großflächigen Auen, die bei einer Flut wie ein Rückhaltebecken wirken, in Agra-, Siedlungs- und Verkehrsflächen umgewandelt und viele Flüsse begradigt und vertieft.

„Die Natur schlägt zurück, weil der Mensch in sie eingriffen hat. Wir sollten aus solchen Katastrophen lernen“, so Bundesvorsitzender Stefan Eck, „und der Natur zukünftig nicht mehr ins Handwerk pfuschen. Ob die politisch Verantwortlichen jedoch aus dieser zweiten „Jahrhundertflut“ lernen werden, ist zu bezweifeln.“

Kriegführung mit Drohnen

Wie auch noch der letzte Rest von Ethik zu Grabe getragen wird

Der tödliche Einsatz von sog. Drohnen, unbemannten Aufklärungsflugzeugen, gehört zweifellos zu den abscheulichsten Arten der Kriegführung, liegt es doch in der Natur der Sache, dass die Ziele nicht völlig eingegrenzt werden können. Umso schlimmer, wenn es sich bei den „Kollateralschäden“ um Menschenleben handelt! So wurden bei US-Drohnen-Einsätzen drei amerikanische Bürger im Ausland „unbeabsichtigt eliminiert“, wie es in gefühlsentleerter Sprache heißt – eine lange geheim gehaltene Tatsache, die dem Friedensnobelpreisträger Barack Obama nicht gerade zur Ehre gereicht. Unter seiner Präsidentschaft wurde der Drohnen-Einsatz sogar verdreifacht.

Deutschland investierte in das Projekt „Euro Hawk“ bereits 508 Millionen Euro; hinzu kommen noch 158 Millionen Euro für vertragliche Verpflichtungen, was sich zu 566 Millionen Euro summiert. Angesichts dieser Größenordnung ist das Verhalten von Verteidigungsminister Thomas de Maiziere umso unverständlicher, dass er die bereits 2009 aufkommenden Probleme verschwieg und das Parlament erst Ende 2011 mit den Tatsachen konfrontierte. Schon 2009 zeichnete sich ab, dass es massive Probleme bei der Zulassung des „Euro Hawk“ für den europäischen Luftraum geben würde.

Die Opposition verlangt nun Aufklärung darüber, ob es ein generelles Problem mit der Zulassung von Drohnen gebe. Falls ja, so heißt es, sei es vor dem Steuerzahler nicht zu vertreten, weiter Hunderte Millionen in das Projekt „Euro Hawk“ zu stecken.

Die finanzielle Seite ist ein Aspekt der skandalösen Angelegenheit – immerhin wurden viele Millionen Steuergelder für nichts und wieder nichts in den Sand gesetzt, die an anderen Stellen dringend gebraucht würden.

Die andere Seite ist ethischer Natur: In der Kriegsführung mit Drohnen ist die Menschenverachtung zweifellos auf die Spitze getrieben! Zu allem Überfluss ist Deutschland auch noch mehr daran beteiligt, als bisher bekannt: Von dem Stützpunkt Ramstein aus werden, als sei es das Selbstverständlichste von der Welt, US-Drohnen abgefeuert! Ist es zu fassen, dass die Regierungskoalition behauptet, sie habe nichts davon gewusst? Dies glaube, wer will.

Man fragt sich, wie viele Flecken sich unsere Volksvertreter noch auf der schwarz-gelben Weste meinen erlauben zu können, bevor sie gänzlich unglaubwürdig werden. Aber da haben sie wohl selbst schon den Überblick verloren.

DROHNEN-KAMPAGNE

Gegen die Etablierung von Drohnentechnologie für Krieg, Überwachung und Unterdrückung. (Hier unterstützen!)

01.06.2013: Tag der Milch

Vom Leiden der Kühe und wie gesund ist Milch tatsächlich…

Der Weltmilchtag wird am 1. Juni jährlich organisiert, um international für den Konsum von Milch zu werben. Er wurde von den Vereinten Nationen (FAO) und dem Internationalen Milchwirtschaftsverband (IDF) ins Leben gerufen und in über 30 Ländern veranstaltet. Milch soll als natürliches und gesundes Nahrungsmittel beworben werden. Aber wie steht es wirklich um die Milch und ihre „Produzentinnen“?

Damit eine Kuh Milch gibt, muss sie ein Kalb gebären. Sie wird im Alter von knapp zwei Jahren zum ersten Mal künstlich besamt und ist dann während ihres kurzen, leidvollen Lebens fast ohne Unterbrechung trächtig – auch während ihrer Trächtigkeit wird sie, bis auf einen kurzen Zeitraum vor der Geburt ihres nächsten Kalbes, gemolken. Ihre Milch bekommt aber nicht das Kalb, sondern der Mensch.

Während ein Kalb ca. 8 Liter Milch pro Tag trinkt, sind Kühe heutzutage so gezüchtet, dass sie 30 Liter Milch und mehr pro Tag in ihrem Organismus bilden. Diese enorme Milchleistung bei gleichzeitiger Trächtigkeit beansprucht den Körper der „Milchkuh“ in so hohem Maße, dass sie ihr natürliches Alter von ca. 20 Jahren nicht erreicht.

Durch Euterprobleme, Klauen- und Gelenkerkrankungen, Lähmungserscheinungen aufgrund von Kalziummangel, Labmagen-Verlagerungen und andere Gesundheitsprobleme lässt ihre Milchleistung oft schon nach dem dritten oder vierten Kalb nach und sie verlässt den Hof als „Schlachtkuh”.

„Milchkühe“ leiden doppelt: Jedes Jahr erleben sie, wie man ihnen ihr Kalb wegnimmt; viele Kühe schreien tagelang nach ihren Kälbern, bevor sie sich in ihr Schicksal ergeben.

Braucht der Mensch Milch?

Ja – als Säugling die Milch seiner Mutter, Muttermilch. Später verursacht artfremde (!) Milch eine ganze Reihe von Gesundheitsstörungen. Dies wird von der Milchbranche gezielt verschwiegen! Die Werbung lässt uns glauben, dass uns Milch und Milchprodukte stark und leistungsfähig machen. Das Gegenteil ist der Fall:

1.Osteoporose

Milch verhindert nicht das Entstehen einer Osteoporose, sondern erhöht sogar das Risiko für Knochenbrüche (Gesundheitsstudie der Harvard-Universität/USA)

2. Kardiovaskuläre Erkrankungen

Milchprodukte – hierzu gehören Käse, Milch, Butter, Joghurt und Eis – sorgen für bedeutende Mengen an Cholesterin und Fett in der Nahrung und erhöhen das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen.

3. Krebs

Brust- und Prostatakrebs stehen in Verbindung mit einer erhöhten Menge an insulinähnlichen Wachstumsfaktoren (IGF-I). In wissenschaftlichen Untersuchungen wurde festgestellt, dass sich IGF-I in erhöhten Mengen im Blut von Personen befindet, die regelmäßig Milchprodukte zu sich nehmen. In einer aktuellen Studie zeigte sich, dass bei Männern, die die höchste Menge an IGF-I aufwiesen, ein vierfach erhöhtes Risiko besteht, an Prostatakrebs zu erkranken.

4. Diabetes

Epidemiologische Studien in verschiedenen Ländern zeigen einen starken Zusammenhang zwischen dem Konsum von Milchprodukten und dem Vorkommen von insulinabhängiger Diabetes.

5. Laktose-Intoleranz

Laktose-Intoleranz ist bei vielen Menschen verbreitet. Symptome können Magen-Darm-Verstimmungen, Durchfall und Blähungen sein.

6. Kontaminierung

Synthetische Hormone, wie beispielsweise das Rinder-Wachstumshormon BGH, werden bei Milchkühen weit verbreitet angewendet, um die Milchproduktion zu erhöhen. Dies führt häufig zu Euterentzündungen, deren Behandlung den Einsatz von Antibiotika erfordert. Spuren hiervon sowie Spuren des Wachstumshormons befinden sich – neben Pestiziden und anderen Medikamenten – in vielen Milchprodukten.

7. Gesundheit von Babys und Kindern

Milchprotein, Milchzucker, Fett und gesättigte Fettsäuren in Milchprodukten können ein Gesundheitsrisiko für Kinder darstellen und zur Entwicklung chronischer Krankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes und Arterienverkalkung beitragen. Dazu treten beim Konsum von Milchprodukten häufig Koliken auf. Auch die Babys, deren Mütter Kuhmilch zu sich nehmen, können an Koliken leiden. Hinzu kommt, dass die an Kühe verabreichten Antibiotika durch das Blut der Mutter in ihre Brustmilch und dann zum Baby gelangen. Auch die Verbreitung von Lebensmittelallergien ist auf den Konsum von Milchprodukten zurückzuführen, insbesondere bei Kindern. Eine aktuelle Studie bringt Aufschluss über Verstopfung bei Kindern. Die Forscher vermuten, dass der Konsum von Milchprodukten Darmentzündungen und starke Schmerzen beim Stuhlgang verursacht, was dann zu Verstopfung führt. (Quelle: PETA)

Es ist ein gesundheitspolitischer Skandal ersten Ranges, dass auf der Website von Ministerin Ilse Aigner Milch als gesundes Nahrungsmittel propagiert wird.

Landesverband NRW – Neue Spitze gewählt

Am 28.05.2013 wurde in Düsseldorf auf der Mitgliederversammlung des Landesverbandes NRW am vergangenen Sonntag zum ersten Mal eine 3er-Spitze in den Vorsitz gewählt. Nachdem der Landesvorsitz im April vakant wurde, entschied sich die Mitgliederversammlung mit herausragender Mehrheit für Antonietta Tumminello, Andrea Müller-Epp und Detlef Döbele. Weitere Ämter konnten ebenfalls besetzt werden. Somit ist der Vorstand des Landesverbandes NRW mit Hedi Müller (Schatzmeisterin), Vera Boltersdorf (Schriftführung) und den Beisitzern Angelika Schwab, Andreas Oeser, Madlen Reulecke und Britta Brock-Hackbarth vollständig.

Mit Gästen, die an der Arbeit der Partei Mensch Umwelt Tierschutz interessiert sind, führte die Versammlung eine Diskussion über die Ziele der weiteren Parteiarbeit. Orientierung hierfür bieten die zu Beginn des Jahres gegründeten Landesarbeitsgruppen, die das thematische Spektrum der Partei abdecken sollen: Sozial- und Gesundheitspolitik, Aufklärungsarbeit zum Thema Ernährung, Klima und Umwelt und natürlich der Schwerpunkt Tierrechte und Tierschutz. “Wichtig für die Verbandsarbeit ist die Zusammenarbeit mit den Mitgliedern, weshalb wir im Vorstand einen Mitgliederservice einrichten und ausbauen wollen”, so Andrea Müller-Epp.

Regen Zuspruch in der Versammlung findet die Teilnahme des Landesverbandes NRW an der Veranstaltung “Deine Stimme den Stimmlosen” in Köln, die am 01.06.2013 auf Initiation von tier-time.ev stattfindet. “Wir freuen uns über das Engagement der Mitglieder, uns in den Landesarbeitsgruppen und am Infostand in Köln zu unterstützen. Die Einbindung aller Mitglieder in die Arbeitsgruppen und Regionalgruppen Düsseldorf und Düren ist für die Partei Voraussetzung, um mit der Parteibasis in Kontakt zu bleiben und die Partei auch noch bekannter zu machen”, erklärt die Vorsitzende Müller-Epp.

Ein weiterer Schritt für die Schaffung einer klaren Struktur in der Verbandsarbeit wird auf der anstehenden Klausurtagung im Juli sein, zu der alle Mitglieder in NRW herzlich willkommen sind. Hierüber wird der Vorstand rechtzeitig informieren.

Der schöne Schein trügt

Wie sich die Reichen an den Armen bereichern

Wir leben offenbar im Zeitalter der Entzauberung! Da rühmt sich zum Beispiel die Deutsche Bank der „Leistung aus Leidenschaft“, betreibt aber wohl eher illegale Transaktionen „aus Leidenschaft“! Der Hoeneß Uli mutiert vom Vorzeigepräsidenten zum Steuerbetrüger und stürzt sich damit selbst vom Sockel. Und nun, wer hätte das gedacht, entpuppt sich Daimler aus der superreichen Nobelkarosserie-Branche als mieser Ausbeuter von Leiharbeitern und betreibt Lohndumping.

Drei Beispiele aus der „feinen Gesellschaft“, die mühelos fortgesetzt werden könnten.

Offenbar kann man heutzutage nur durch „Undercover-Recherche“ die Wahrheit hinter den glitzernden Kulissen erkunden! Wie in der Dokumentation „Hungerlohn am Fließband“ (13. 05, ARD) zu erfahren war, nahm der Journalist Jörg Rose – im Stil von Günter Wallraff – die Identität eines einfachen Schichtarbeiters an, bewarb sich, als Vater von vier Kindern, bei Daimler und wurde von der Leiharbeitsfirma Preymesser unter Vertrag genommen. Die aber fährt offenbar mittlerweile doppelgleisig: Nachdem für Leiharbeit höhere Löhne erstritten worden waren, erfand man den an Billigkeit kaum zu unterbietenden „Werksvertrag“, eingeführt auch vom raffgierigen Daimler-Konzern.

Mit versteckter Kamera dokumentierte Rose seinen Arbeitsalltag: Bis an den Rand der täglichen Erschöpfung hatte er ohne Ende superschwere Zylinderköpfe aus- und wieder einzupacken – für 8,19 Euro die Stunde. Lohndumping in Reinkultur! Entgegen den gesetzlichen Vorschriften arbeitete er als „Billiglöhner“ eng mit der – die gleiche Arbeit verrichtenden – Stammbelegschaft zusammen, laut Gesetz eine „unerlaubte Arbeitnehmer-Überlassung“ und damit Sozialversicherungsbetrug, so der renommierte Arbeitsmarktforscher Professor Stefan Sell. Der Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ – hier wird er zur Farce.

Billiglöhner als Arbeiter zweiter Klasse: So behandelt z. B. der Betriebsarzt nur bei der Stammbelegschaft die gravierenden Rückenprobleme aufgrund der schweren Arbeit, denn nur mit ihnen werden Leistungsvereinbarungen getroffen. Sparen auf Teufel komm raus! Und dies auf dem (kaputten) Rücken der billig Entlohnten (hier passenderweise im Wortsinne…).

Ein besonderes Kapitel ist die äußerst unterschiedliche Entlohnung. So verdient eine junge Frau mit einer 35-Stunden-Woche 3 577,- Euro monatlich; dazu kommen noch etliche Zuschläge. Dem „armen Schlucker“ mit Werksvertrag bleiben gerade einmal netto 991,- Euro von seinem Lohn. Die Folge: Analog dem Harz-IV-Aufstockermodell zahlt der Staat (= der Steuerzahler!) jeweils 1 550,- Euro monatlich drauf. Mit anderen Worten: Daimler lässt sich vom Steuerzahler subventionieren! Ein Skandal der Extraklasse.

Die Politik beteiligt sich also an solch anrüchigen Geschäften und unterstützt die Lohndumping-Strategie (und damit ihre Ausweitung) mit sage und schreibe 8,7 Milliarden Euro Steuergeldern. Wen wundert´s, wenn die berühmte Schere zwischen Arm und Reich dank Schwarz-Gelb immer weiter auseinandergeht!

Das soziale Gefüge gerät auf diese Weise mehr und mehr ins Wanken und droht auseinanderzubrechen, wenn auf der einen Seite die Gewinne gigantische Höhen erreichen und auf der anderen die Löhne immer weiter gedrückt werden. Die Folge ist modernes Tagelöhnertum, ist die Versklavung eines großen Teils der Bevölkerung.

Daimler will seinen Gewinn von 8 Milliarden Euro auf 9 Milliarden steigern. Der Stolz des Steuerzahlers, dass er einem Nobelkonzern dabei zu Diensten sein darf, dürfte sich in Grenzen halten.

Menschen lernen nur aus Katastrophen – oder auch nicht…

Auf dem Weg zur Fair-Trade-Kleidung

Nach dem Einsturz eines Fabrikgebäudes in Bangladesch mit mehr als 1100 Toten wollen jetzt führende Handelskonzerne der Textilbranche ihre bisherige Einkaufsstrategie überdenken. Unter dem Eindruck der Katastrophe schlossen sich die meisten der großen Handelsketten – darunter H&M, C&A, Tschibo, Primark, Aldi, Zara, Benetton und Abercrombie & Fitch – einem Abkommen an, das Mindeststandards hinsichtlich Brandschutz und Sicherheit in den Fabriken von Bangladesch zum Inhalt hat.

Der US-Konzern Gap und Walmart – das weltgrößte Einzelhandelsunternehmen – hat sich bislang geweigert, dem Abkommen beizutreten. Die Konzern-Bosse scheinen nichts aus der Katastrophe in Bangladesch gelernt zu haben und bleiben ihrem profit-orientiertem Denken verhaftet: „Money makes the world go around.“

Bis man jedoch bei uns wirkliche Fair-Trade-Kleidung in den führenden Handelskonzernen kaufen kann, wird es wohl noch ein weiter Weg sein. Aber der Anfang ist gemacht…

Jugendarbeitslosigkeit steigt weltweit

Fatale Folgen…

Arbeitslosigkeit kann jeden treffen. Wer schon einmal arbeitslos war, kann ein Lied davon singen, wie es sich anfühlt, am Rande der Gesellschaft zu stehen, und mit welchen alltäglichen Herausforderungen man zu kämpfen hat.

Derzeit sind vor allem Jugendliche in den Euro-Krisenländern wie Griechenland und Portugal von der steigenden Arbeitslosigkeit betroffen. Laut Angaben der Vereinten Nationen nimmt die Jugendarbeitslosigkeit weltweit zu – allerdings nicht überall so dramatisch wie in oben genannten Ländern.

Wie das Statistische Amt (Elstat) in Piräus in diesem Monat mitteilte, sind in Griechenland 64 Prozent der jungen Menschen unter 24 Jahren erwerbslos; mit anderen Worten – nur etwa jeder dritte Jugendliche hat eine Arbeitsstelle. Auch in Portugal waren von Januar bis März 2013 rund 42 Prozent der unter 24-Jährigen arbeitslos gemeldet.

Laut einem gerade veröffentlichen Bericht der Internationale Arbeitsorganisation (ILO) liegt die Jugendarbeitslosigkeit 2013 weltweit bei durchschnittlich 12,6 Prozent nach 12,4 Prozent im Vorjahr. 73,4 Millionen der 15- bis 24-Jährigen sind demnach 2013 arbeitslos. Verglichen mit Griechenland und Portugal steht Deutschland noch „gut“ da. Bei uns liegt die Jugendarbeitslosigkeit unter 10 Prozent.

Trotzdem darf die deutsche Regierung das Problem der zunehmenden Jugendarbeitslosigkeit in den Krisenländern Europas nicht auf die leichte Schulter nehmen und durch restriktive Forderungen nach Schuldenabbau in diesen Ländern sogar noch vergrößern.

Die zunehmende Zahl von Jugendlichen, die ohne Einkommen und Zukunftsperspektiven sind, birgt einen immensen sozialen Zündstoff. Abgesehen von Massendemonstrationen mit bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Demonstranten, besteht die Gefahr, dass sich die arbeitslose Jugend rechtspopulistischen Parteien zuwendet. Damit bedroht die Arbeitslosigkeit der jungen Menschen in Europa auch die Grundfeste unserer Demokratie! Und abgesehen davon, beschleunigt sie den wirtschaftlichen Niedergang der betroffenen Länder, denn wie soll der Binnenmarkt sich stabilisieren, wenn ein Großteil der Bevölkerung zunehmend verarmt.

Die wirtschaftliche Abwärtsspirale wird weitergehen, solange man den Weg des Sparens „um jeden Preis“ zum Abbau der Staatsschulden beibehält.

Unfassbar grausam: Neues Zirkus-Video zeigt die systembedingte Tierquälerei

Diesmal veröffentlicht die russische Tierschutzorganisation VITA verdeckte Aufnahmen aus dem “Sankt Petersburg Staatscircus“, die zwischen November 2011 und Januar 2013 erstellt wurden. Ein Dompteur prügelt äußerst brutal und wiederholt auf kleine Affen ein, damit sie bestimmte Verhaltensweisen ausführen. (Hier lesen)

Taubenwettflüge: ein unfaires Hobby – kein Spiel

Das Leid der sogenannten Brieftauben

In Deutschland betreiben schätzungsweise 50.000 Menschen die Zucht von Tauben, die als sogenannte Brieftauben zu Wettflügen ausgenutzt werden: bundesweit betroffen sind ca. 2,5 Millionen Tiere. Im Rahmen der Taubenwettflüge werden den Tieren Höchstleistungen abverlangt, die ihre Kräfte häufig übersteigen. (Hier lesen)

Sumpfiges Gelände

Über Steuerhinterziehung und Korruption

Immerhin – auf diese uns regierende Koalition kann man sich verlassen, denn sie verfolgt konsequent den einmal eingeschlagenen Weg: Wer seine „Geld-Schäfchen“ ins Trockene bringt, seien es Steuerhinterzieher wie Zumwinkel, Hoeneß und Zigtausend andere, seien es Abgeordnete, die korruptionsanfällig sind – sie alle genießen den Schutz der schwarz-gelben Regierung.

Zum Tatbestand der Korruption: Zwar unterzeichnete die Bundesrepublik im Jahr 2003 zusammen mit 165 anderen Staaten die UN-Antikorruptions-Konvention, Union und FDP aber verweigern nach wie vor die Ratifizierung – mit der mehr als durchsichtigen Begründung, dies widerspreche dem Grundsatz des freien Mandats.

So versucht man zu verschleiern, dass alles unterlassen werden soll, was die hierzulande zu laxen Strafvorschriften zur Abgeordnetenbestechung verschärfen könnte!

Man fragt sich, wie viele „schwarz-gelbe Leichen“ da wohl im Keller liegen und mit wie vielen noch gerechnet wird. Es muss wohl ziemlich viel zu verbergen sein, nimmt man doch zum Beispiel in Kauf, dass man sich in der „feinen Gesellschaft“ von Saudi-Arabien, Sudan, Syrien und Nordkorea befindet – den einzigen Staaten, die ebenfalls die Ratifizierung der Konvention verweigern!

Aber es wird noch mehr in Kauf genommen: Schon 2012 klagten Chefs von 26 Dax-Konzernen – international tätigen Unternehmen – in einem Brandbrief an das Parlament, dass durch die Blockade des UN-Abkommens das Ansehen Deutschlands Schaden nehme! Kein Wunder, wenn unter den gegebenen Umständen das Vertrauen in die Integrität der deutschen Regierung weltweit leidet!

Auf dem oben geschilderten Hintergrund ist auch der Fall Hoeneß zu sehen. Sein Konzept, sich die politische Weichenstellung zunutze zu machen – Steuerhinterzieher bleiben per Selbstanzeige anonym und straffrei – ging nicht auf, und der vielerorts Hofierte steht nun als Betrüger da. Pech für ihn, gut für die Gesellschaft, dass über Steuerhinterziehung (und im Zusammenhang damit auch die laxe Haltung zur Abgeordnetenbestechung) nicht länger der Mantel des Schweigens gebreitet werden kann. Die Enttäuschungsbekundungen deutscher Politiker im Fall Hoeneß wirken angesichts des eigenen Umgangs mit beiden miteinander verwandten Themen wie blanker Hohn.

Die Opposition hat kürzlich die Gunst der Stunde genutzt und einen fraktionsübergreifenden Gruppenantrag zur Verschärfung der Korruptionsregeln eingebracht. Man darf nun auf die Reaktion von Union und FDP gespannt sein!

Nachtrag: Der Steuerbetrug des Herrn Hoeneß erhält für Tierrechtler noch dadurch besonderes Gewicht, als die von ihm betriebene Wurstfabrik zweifellos keine geringe Rolle bei seiner Gier nach Profitmaximierung spielte und mutmaßlich noch spielen wird.

Mit anderen Worten: An seinen milliardenfachen Profiten klebt das Blut unzähliger gequälter sogenannter Nutztiere. Hier liegt das eigentliche unentschuldbare Verbrechen beim Tatbestand der Steuerhinterziehung des endlich entzauberten Zeitgenossen Hoeneß! Mit der totalen Missachtung der Rechte leidensfähiger Mitlebewesen leistete er nichts weniger als einen ethischen Offenbarungseid. Man sollte ihm keine Träne nachweinen.