27.09.2014 / Kurzbericht aus Bukarest (Yes! We care 3)

Stefan B. Eck – der Hoffnungsträger für rumänische Tierfreunde

Auf dem “Siegesplatz” in Bukarest, gegenüber dem Regierungssitz, versammelten sich am frühen Abend des 27.09.2014 schätzungsweise ca. 500 Tierfreunde, darunter auch Bürger verschiedener europäischer Länder, um gegen die fortgesetzte Tötung der rumänischen Straßenhunde zu demonstrieren.

Der absolute Höhepunkt dieser Kundgebung war die Rede von Stefan Bernhard Eck, die von dem Tierschützer Claudiu Dimitriu simultan vom Englischen ins Rumänische übersetzt wurde.

Neben Stefan Eck sprach auch der Abgeordnete des rumänischen Parlamentes, Remus Cernea, und bedankte sich bei MEP Eck für seinen außergewöhnlichen politischen Einsatz. Die Bekanntgabe, dass die GUE/NGL-Fraktion auf seine Initiative hin einige Tage zuvor eine offizielle Protestnote bezüglich der skandalösen Hundetötungen an die wichtigsten politischen Persönlichkeiten Rumäniens versendet hatte und damit die Streunerhunde nun auch offiziell auf der politischen Agenda des EU-Parlaments stehen, löste Stürme der Begeisterung aus.

Am Ende der mitreißenden, fast 30-minütigen Rede bedankten sich die Demonstranten mit einem nicht enden wollenden Applaus, einer Sinfonie mit Trillerpfeifen und Vuvuzelas, Skandieren, Händeschütteln und Umarmungen, oft mit tränennassen Augen.

Nach dieser Demonstration und der im Mittelpunkt stehenden Ansprache von Stefan B. Eck ist der EU-Abgeordnete für die Tierschützer Rumäniens die größte und letzte Hoffnung, das unsagbare Leiden der Straßenhunde zu beenden.

MEP Eck versprach den Demonstranten, sich weiterhin für die Streunerhunde einzusetzen und bald wiederzukommen, um den Druck auf die politischen Verantwortlichen zu erhöhen. (Viele weitere Bilder aus Bukarest hier)

25.09.2014 / Kurzmeldung

Nachricht von Stefan Eck aus Bukarest

Am 25.09. trafen sich auf dem Flughafen in Bukarest MEP Stefan Bernhard Eck und der rumänische Abgeordnete Remus Cernea. Der EU-Abgeordnete Eck kam nach Rumänien, um sich für den Schutz der Tiere einzusetzen. (Zur Facebookseite von Remus Cernea)

Beide werden am Samstag, dem 27.09.2014 an dem Protest am Victoria Square, Bukarest, gegen die Massentötung von streunenden Hunden teilnehmen. Auch sprachen MEP Eck und der rumänische Abgeordnete Cernea über andere Tierschutzaspekte – und eine gute Zusammenarbeit ist absehbar.

Zum ersten Mal trafen sich die beiden Tierrechtsaktivisten in Frankfurt am Main, vor den EU-Wahlen zum Europäischen Parlament, während einer Demonstration gegen die Massaker an den rumänischen Straßenhunden.

Weitere, ausführliche Berichte über Stefan Ecks Reise nach Bukarest/Rumänien werden folgen.

 

23.09.2014 / Statement

Vage Absichtserklärungen für Klimaschutz

Angesichts des neuen Rekordwertes der CO2-Emissionen für das Jahr 2013 (mit 35,1 Milliarden Tonnen) ist der Mini-Konsens, beim Weltklimagipfel 2015 in Paris ernsthafte Zusagen von China und den USA zu erhalten, geradezu ein politischer Skandal. China und die USA, beide die größten Klimasünder, wollen eine Vorreiterrolle übernehmen, werden sich aber voraussichtlich nicht maßgeblich an der Bekämpfung der Erderwärmung beteiligen.

Gründe dafür dürften die Profitgier der Konzerne, die Nichtbereitschaft der Verbraucher, ihren Lebensstandard auf ein angemessenes Maß zu reduzieren, und die Kurzsichtigkeit der politischen Führung sein.

Zum Abschluss des eintägigen Treffens in New York wurde vereinbart, die Zerstörung der Regenwälder bis 2030 zu beenden, die Lebensmittelproduktion “klimafreundlicher” zu gestalten und mehr Elektrofahrzeuge in Städten zu verwenden.

Kein Wunder, dass im Vorfeld des UN-Klimagipfels am 23. September in New York 675. 000 Menschen in über 150 Staaten der Erde für ein effektives Klimaschutz-Abkommen demonstriert haben, um den Druck auf die Politiker zu verstärken. Neben New York fanden unter anderem in Delhi, Jakarta, Paris, London, Lagos, Johannesburg, Rio de Janeiro, Sao Paulo und Berlin Großdemonstrationen statt. In Berlin waren 10 000 Menschen auf die Straße gegangen, in New York haben sich fast 400 000 Menschen an dem Protestmarsch beteiligt, darunter berühmte Persönlichkeiten wie UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, Hollywood-Star und Umweltaktivist Leonardo di Caprio, der EX-US-Vizepräsident Al Gore und New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio.

Nach Schätzungen der Hilfsorganisation Oxfam richteten Unwetterkatastrophen infolge der steigenden Erderwärmung seit dem gescheiterten Klimagipfel von 2009 Schäden von fast einer halben Billion Dollar an. Mehr als 650 Millionen Menschen seien seither von klimatischen Extremereignissen betroffen gewesen, 112 000 seien durch diese gestorben.

Doch trotz dieser Horrorbotschaften sind bislang alle internationalen Bemühungen um den Klimaschutz erfolglos geblieben.

“Die Klimaerwärmung ist durch lapidare Absichtserklärungen nicht aufzuhalten. Vor allem werden auch nicht die klimaschädlichen Effekte der globalen Fleischproduktion konsequent in die Klimaschutzpolitik einbezogen, obwohl Fleisch der “Klimakiller Nr. 1″ ist. Als Vollmitglied im Umweltausschuss werde ich nichts unversucht lassen, bis dieses Thema auch auf der Agenda steht”, so der EU-Abgeordnete Eck.

Eine Nachricht für die Demonstranten von „Yes! We care! 3“.

Am 27.09.2014 wird Stefan Bernhard Eck, Mitglied des Europäischen Parlamentes, auf dem Platz Piata Victoriei in Bukarest sein.

Er kommt nach Bukarest, um ein deutliches Signal für das Ende der Straßenhunde-Massaker zu setzen.

16.09.2014 / Zwischenmeldung aus Straßburg

Solidarität mit griechischen “Cleaning Ladies”

Der EU-Abgeordnete Stefan Bernhard Eck hat anlässlich einer Demonstration einer Delegation von 30 griechischen Putzfrauen, die aufgrund der Troika-Sparmaßnahmen am 18. September 2013 entlassen wurden, seine Solidarität zum Ausdruck gebracht. Die Delegation wurde von der GUE/NGL nach Straßburg eingeladen.

In den Ministerien Griechenlands wurden vom griechischen Finanzministerium insgesamt 595 Putzfrauen entlassen, die angesichts der hohen Arbeitslosigkeit nur noch wenig Chancen haben, ins Berufsleben eingegliedert zu werden.

Seit ihrer Entlassung protestierten sie gegen die unfaire Vorgehensweise der griechischen Behörde. Ein griechisches Gericht beurteilte die Entlassung der Reinigungsfrauen als ungerechtfertigt. Das Finanzministerium forderte daraufhin die Außerkraftsetzung des Urteils, das bis heute Geltung hat. Am 23. September soll der Griechische Bundesgerichtshof nun darüber befinden.

Abgeordnete der Fraktion GUE/NGL stehen hinter dem Anliegen der 595 Cleaning Ladies.

“Wenn man einen Staatshaushalt sanieren will, dann darf es nicht die Bezieher unterer und mittlerer Einkommen treffen. Griechenland sollte beispielsweise bei seinen Militärausgaben den Rotstift anlegen, nicht aber bei seinen Reinigungsfrauen. Die Sparmaßnahmen der Troika haben bisher dem Land nicht geholfen, sondern den öffentlichen Schuldenstand in Prozent zum BIP (Ende 2013) noch anwachsen lassen.”, so MEP Stefan Eck.

18.09.2014 / Bericht aus Straßburg

Wahl des Präsidenten und der Vizepräsidenten der Intergroup for animals

Am 18.09.2014 wurde der Präsident und die sechs Vizepräsidenten der Intergroup for animals im Europäischen Parlament in Straßburg gewählt.

Nach einem knappen Wahlausgang gewann Janusz Wojciechowski und wurde Präsident der Intergroup.

Einer der sechs Vizepräsidenten wurde Stefan Bernhard Eck.

Diesem hatten sich spontan zwei weitere Mitglieder seiner Fraktion, der GUE/NGL, nach seiner Rede für die Rumänischen Straßenhunde angeschlossen und sind der Intergroup for animals beigetreten.

Auf Stefan Ecks Antrag hin wurde das Thema gesamteuropäische Kaninchenhaltungsverordnung in die Agenda für die neue Legislaturperiode aufgenommen. Allein in Deutschland werden jährlich 30 Millionen Kaninchen geschlachtet; es gibt keine artspezifische und ausreichende Haltungsverordnung, so dass die meisten Kaninchen immer noch in Batteriekäfigen gehalten werden dürfen und bis zu ihrem Tod extrem leiden.

Es war MEP Eck einerseits eine Verpflichtung, der Intergroup for animals beizutreten, andererseits eine Ehre als Vizepräsident gewählt zu werden.

Vorstellungsrede Stefan B. Eck vor der Intergroup for Animals

Anlässlich der Wahl des Präsidenten und der Vizepräsidenten für die Intergroup for Animals stellte sich MEP Stefan Bernhard Eck mit einem kurzen Redebeitrag den Anwesenden vor, und benannte einige seiner Schwerpunktthemen für die jetzige Legislaturperiode im Bereich des Tierschutzes. (Zum Video)

15.09.2014 / Bericht aus Straßburg

Projekt “Rumänienhunde” – historischer Meilenstein erreicht

Am 15. September 2014 gab Stefan Bernhard Eck als Referent vor dem Plenum der GUE/NGL-Fraktion einen detaillierten Bericht über die Massaker an den Straßenhunden ab. Seine bewegende Rede (Video folgt in Kürze) wurde durch eine Powerpoint-Präsentation mit schonungslosem Bildmaterial und einer in der letzten Woche erstellten Informationsbroschüre von den anwesenden Abgeordneten noch intensiver wahrgenommen.

Das Ziel dieser Initiative war, einen Konsens in der GUE/NGL-Fraktion darüber zu erreichen, dass seitens der Fraktion ein offizieller “Letter of protest” mit der Aufforderung der sofortigen Einstellung der Hundetötungen an die Regierung Rumäniens ergeht.

Nach einer kurzen Debatte, in der sich Takis Hadjigeorgiou (Akel, Zypern) und Cornelia Ernst (Die Linke, Deutschland) mit eigenen Wortmeldungen voll hinter die Initiative von Stefan Eck stellten, wurde der Antrag angenommen.

Damit wurde der erste Meilenstein des “Projekts Rumänienhunde” erreicht, denn es ist das erste Mal, dass eine Fraktion des Europäischen Parlamentes geschlossen an der Vorgehensweise der rumänischen Regierung bezüglich der Populationsverminderung der Straßenhunde Kritik übt.

Nun ist damit zu rechnen, dass sich auch andere Fraktionen überzeugen lassen, dem Projekt des EU-Abgeordneten Eck und der GUE/NGL anzuschließen…

Rede Stefan Eck in GUE/NGL-Fraktion “Streunerhunde Rumänien”

Bewegende Rede von MEP Stefan Bernhard Eck über die rumänischen Straßenhunde in der Gruppe GUE/NGL (Fraktion der Vereinten Europäischen Linken / Nordische Grüne Linke) im Europäischen Parlament. (Zum Video)

10.09.2014 / Kurzmeldung aus Brüssel (Pressemeldung)

PACMA-Petition “Toro de la Vega” im Europäischen Parlament überreicht

Eine Delegation aus der spanischen Partei für die Tiere (PACMA) hat heute in Brüssel der Präsidentin des Petitionsausschusses des Europäischen Parlaments eine Petition mit 65 000 Unterschriften übergeben.

Silvia Barquero, PACMA Vorsitzende, machte in ihrer Rede darauf aufmerksam, dass die überwiegende Mehrheit der spanischen Bürger dieses Blutvergießen ablehnt.

In der Petition wird die EU aufgefordert, der Tradition “Toro de la Vega”, der grausamsten Art des Stierkampfes, ein Ende zu setzen. Frau Barquero überreichte die Petition der Präsidentin des Petitionsausschusses, Frau Cecilia Wikström, im Europäischen Parlament nach einer Pressekonferenz, die von ihr, Stefan Bernhard Eck (Partei Mensch Umwelt Tierschutz) und Anja Hazekamp (Partij voor de Dieren, Holland) organisiert wurde. Stefan Eck und Anja Hazekamp sind Mitglieder der Fraktion der Vereinten Europäischen Linken (GUE/NGL) im Europäischen Parlament.

“Toro de la Vega ist eine legalisierte Perversion und eine Schande für Spanien und Europa”, so Stefan B. Eck in der Pressekonferenz. “Ich respektiere Traditionen, aber keine Tradition sollte Grausamkeiten beinhalten. Ich verurteile Grausamkeiten gegen Tiere ebenso sehr wie ich Grausamkeiten gegen Menschen verurteile. Jedes Jahr unterstützt die EU den Stierkampf indirekt durch Agrarsubventionen. Das muss ein Ende haben – es ist inakzeptabel, dass Stierkämpfe mit Geldern der europäischen Steuerzahler finanziert werden.”

“Es gibt keine Entschuldigung für Europa, bei dieser Grausamkeit wegzuschauen”, betonte Anja Hazekamp in ihrer Rede.

Die Einreichung der Petition des “Toro de la Vega” ist ein erster Schritt im Gesetzgebungsverfahren, das mit einem EU-Verbot der grausamen Tradition in Tordesillas, Spanien, enden könnte.

Video von der Pressekonferenz (hier)

04.09.2014 / Kurzmeldung aus Brüssel

Zusammenarbeit zwischen der spanischen Tierschutzpartei (PACMA) und den EU-Abgeordneten Stefan B. Eck und Anja Hazekamp

Am 10. September findet eine Pressekonferenz im Europäischen Parlament in Brüssel statt, mit der auf die skandalöse Tradition der “Fiesta Toro de la Vega” aufmerksam gemacht werden soll.

Zu dieser Pressekonferenz lädt Silvia Barquero, die Vorsitzende der spanischen Tierschutzpartei, in Zusammenarbeit mit den EU-Abgeordneten Stefan B. Eck (Partei Mensch Umwelt Tierschutz) und Anja Hazekamp (Partij voor de Dieren) ein.

Die “Fiesta Toro de la Vega” ist eine grausame und gewalttätige Tradition in Tordesillas (Spanien), die jedes Jahr stattfindet. Hunderte von Männern drangsalieren einen Stier mit ihren Lanzen, bis das Tier stark blutend nicht mehr weiterkann. Wenn es zusammenbricht, wird ihm ein Dolchstoß hinter den Kopf versetzt und als letzter Akt diesen perversen Schauspiels die Hoden abgeschnitten. Dies geschieht oft, während der Stier noch lebt.

“Keine Tradition rechtfertigt solch einen monströsen und inhumanen Akt, eine Grausamkeit ohne jeglichen Grund und ohne Mitgefühl; es handelt sich hierbei um eine legalisierte Perversion und ist eine Schande für Spanien und Europa!”, so Stefan Bernhard Eck, der sich seit vielen Jahren gegen jede Art von Stierkampf einsetzt.

Letzten Juni akzeptierte der Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments formell eine Anfrage durch PACMA, die darauf abzielte, die Vereinbarkeit zwischen der Tradition “Toro de la Vega” mit den europäischen Gesetzen zu überprüfen. Die Anfrage wurde der Europäischen Kommission für eine Voruntersuchung übersandt.

Für mehr Informationen zu “Toro de la Vega”: (hier)

04.09.2014 / Kurzmeldung aus Brüssel

Wichtiges Thema im Umweltausschuss behandelt

Am 04.09.2014 stand unter anderem das Thema der Verminderung und des Verbots des Anbaus von gentechnisch veränderten Organismen auf der Agenda des ENVI-Ausschusses.

Als Vollmitglied dieses Komitees begrüßt EU-Abgeordneter Stefan Bernhard Eck, der von seinen parlamentarischen Assistentinnen Alexandra Lobao (Portugal) und Sandra Gabriel (Deutschland) in die Sitzung begleitet wurde, diesen Vorschlag für eine neue Richtlinie als Schritt in die richtige Richtung, bemängelt aber dabei, dass der Vorschlag nicht weit genug geht, um die Verbraucher und die Tier- und Pflanzenwelt vor den Risiken dieser nachweislich hochbrisanten “Technologie” zu schützen.

“Um die Weltbevölkerung zu ernähren, bedarf es keiner gentechnisch veränderten Organismen, sondern lediglich der Einsicht und des Willens, den globalen Fleischkonsum signifikant zu vermindern und die vorhandenen Nahrungsmittel gerechter zu verteilen”, so Stefan B. Eck. Seiner Meinung nach können auf dieser Welt genügend Lebensmittel erzeugt werden, um alle Menschen zu ernähren, ohne dass dafür ein einziges Tier sein Leben lassen oder gentechnisch verändertes Saatgut verwendet werden muss. Bisher fehle es am Willen der Politiker und Verbraucher, eine ethisch fundierte “Agrar- und Ernährungswende” anzugehen.