Verraten und verkauft: Mastkaninchen

Kein Thema für die “Tierquäler-Parteien!”

Die Bundesregierung, vertreten durch die Mitglieder von CDU/CSU und FDP des Agrarausschusses, die von Anfang an durch ihre ignorante und von Lobbyisten gesteuerte Politik der Tierquälerei Vorschub leistet, zeigte wieder einmal ihr wahres Gesicht. Die Damen und Herren der Koalitionsclique haben am 07.07.2010 erneut – wie bereits am 13.05.2009 – gegen eine bundesweit verbindliche Mastkaninchen-Haltungsverordnung gestimmt. Hierzu lagen drei unterschiedliche Anträge von Bündnis90/Die Grünen, von SPD und der Partei DIE LINKE vor, die zu einer signifikanten Verbesserung der Haltungsbedingungen von Mastkaninchen geführt hätten.

 

Die Koalitionsparteien, die blind und taub gegenüber dem Leiden der Tiere sind, haben es zu verantworten, dass die Haltungsart in der kommerziellen Kaninchenmast, die weder artgemäß noch tiergerecht ist, beibehalten wird. Das Vegetieren und Sterben der hochsensiblen “Langohren” geht damit unvermindert weiter!

Es ist nichts weniger als ein Akt der Schamlosigkeit und Tierverachtung, dass CDU/CSU und FDP ihre Stimmenmehrheit im Agrarausschuss missbrauchten, um die Anträge der drei Oppositionsparteien mit fadenscheinigen Begründungen auszuhebeln.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz hatte zu einer Mahnwache im Vorfeld der Abstimmung vor dem Deutschen Bundestag aufgerufen, der knapp über 30 Personen aus unterschiedlichen Organisationen gefolgt waren. Neben Mitgliedern unserer Partei nahmen Vertreter/innen von ödp, Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., Berlin Vegan, Tierversuchsgegner Berlin-Brandenburg, Deutsches Tierschutzbüro und Tierschutzbündnis “Mastkaninchen, nein danke!” teil, verteilten Flugblätter und machten die Passanten durch Transparente und Gespräche auf das Anliegen der Mahnwache aufmerksam.

 

Es ist wieder einmal ein trauriger Tag für den Tierschutz und für unsere Partei, die sich seit ihrer Gründung 1993 für die Abschaffung der tierquälerischen Haltungsbedingungen von Mastkaninchen einsetzt.

Wir rufen hiermit alle Tierfreundinnen und Tierfreunde auf, Merkel und Westerwelle für ihre schändliche und tierfeindliche Politik beim nächsten Urnengang (Landtagswahlen im Jahr 2011 in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg) die Quittung zu präsentieren.

Wer kein Herz für Tiere hat, hat auch kein Herz für Menschen!

“greenpeace magazin” – Essen Spezial

Hier ein paar Artikel-Beispiele aus dem Magazin:

– Vegetarier: Immer mehr Menschen sind fleischlos glücklich
– Esskultur: Warum die Deutschen bei Lebensmitteln so geizen
– Bauernlobby: Reformbremse Gerd Sonnleitner
– Ich klage an: Ein Plädoyer gegen Massentierhaltung
– Zappelphillipp: Farbstoffe machen Kinder krank
– Bodybuilder: Tierlieber Weltmeister
– Veganer Restaurant-Geheimtipp in Leipzig
– Bio-Supermärkte: Alnatura-Chef Götz Rehn über sein Erfolgsrezept
– Gentechnik-Bilanz: Lauter leere Versprechungen
– Schmerz: Wie wir Tiere leiden lassen

Zum Magazin und zur Magazin-Bestellung… www.greenpeace-magazin.de

Washington DC verkündet einen vegetarischen Wochentag

Laut einer aktuellen Meldung des VEBU erteilt auch Washington DC Fleisch einmal die Woche eine Absage. Der Stadtrat von Washington DC fordert die Einwohner dazu auf, montags “von Tierprodukten Abstand zu nehmen”.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz begrüßt den Beschluss von Washington DC und hofft, dass sich auch andere amerikanische Städte der Initiative anschließen.

Artikel lesen… www.donnerstag-veggietag.de

Es ist gut, dass Wulff jetzt in Berlin ist!

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz gratuliert Christian Wulff zu seiner Wahl zum Bundespräsidenten. Wir erwarten, dass er in diesem neuen Amt nicht parteigefärbt agiert, sondern das Vertrauen in die “Institution Bundespräsident” gewährleistet.

Dass sich Wulff erst im dritten Wahlgang gegen den parteilosen Joachim Gauck durchsetzen konnte, ist ein Beweis für den desolaten Zustand der Koalition.

Als CDU-Ministerpräsident von Niedersachsen versagte Wulff in seiner Regierungskoalition mit der FDP total im Bereich des Umwelt- und Tierschutzes. Er trat unter anderem für die risikoreiche Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken ein und förderte die massive Ansiedlung riesiger Agrarfabriken. Insoweit ist sein Ausscheiden als Ministerpräsident zu begrüßen.

Es bleibt zu hoffen, dass sich sein Nachfolger durch mehr Verantwortung für die Staatszielbestimmung Umwelt- und Tierschutz auszeichnen wird.

Marita Adler
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Grünes Licht für Tierexperimentatoren

Wieder einmal wird der profitorientierten Pharma- und Tierquallobby Tür und Tor geöffnet. Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim hat vom Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Hannover die gentechnische Baugenehmigung für den Bau eines Tierversuchslabors in Hannover erhalten. Somit gilt auch die Genehmigung des Städtischen Bauamts für das 35 – 40 Millionen-Euro-Projekt als erteilt. Eine aufschiebende Wirkung dieser Genehmigungen wäre nur durch bis Mitte August einzureichende Klagen der Anwohner gegeben.

Ungeachtet jahrelanger massiver Bürgerproteste will Boehringer ein Forschungszentrum für „Nutztier“-Impfstoffe bauen, das zudem mitten in einem Wohngebiet errichtet werden soll. An dort in einer Mastanlage gehaltenen Schweinen und später auch Rindern werden Tierimpfstoffe entwickelt, die zu noch exzessiverer Massentierhaltung beitragen sollen. Die Kosten für diese Impfstoffe werden Gewinne in riesiger Millionenhöhe in Boehringers Kassen spülen.

Zuvor scheiterte der Pharmakonzern Ingelheim mit diesem Bauvorhaben in Tübingen. Dort hatten Ende 2006 Bürgerproteste die Ansiedlung des Tierversuchslabors verhindert. Bürgerproteste in Hannover richten sich auch hier nicht nur gegen derartige Tierversuche, sondern sehen auch unkalkulierbare Gefahren durch Experimente mit genmanipulierten Viren vorprogrammiert.

Es ist nicht zu verstehen, dass die Politik ihre Verpflichtung zum Schutze von Mensch und Tier nicht ernst nimmt. Sie sollte nun endlich einer wissenschaftlich sinnvolleren tierversuchsfreien Forschung den Vorrang einräumen.

Marita Adler
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Gesponsert – Anthony Liverpool / Wohl und Wehe Tausender Wale hängen nicht zuletzt von ihm ab

Die Redensart, der Fisch stinke vom Kopf her, rückt in bedrohliche Nähe zum Kalauer, wenn es bei dem monierten Vorgang tatsächlich um Wassertiere geht. Doch das Leben zeigt sich krasser als jeder Kalauer und so ist es ausgerechnet der Verhandlungsführer der in Agadir (Marokko) tagenden Internationalen Walfangkommission (IWC), der vom Waljagdland Japan bestochen worden sein soll.

Artikel lesen… www.neues-deutschland.de

IWC: Faules Kompromisspapier gescheitert

Die IWC – Internationale Walfangkommission -, der 88 Mitgliedsstaaten angehören, entpuppt sich zunehmend als Papiertiger. Ein sage und schreibe drei Jahre lang von der IWC ausgearbeitetes “Kompromisspapier” wurde im Februar dieses Jahres vorgelegt und sollte die konträren Interessen von Walschutz- und Walfangländern berücksichtigen. Es sah vor, das bestehende Verbot des kommerziellen Walfangs für zehn Jahre aufzuheben. Dieses internationale Walfangverbot wurde bereits 1986 ausgesprochen. Von Norwegen und Island wurde dieses Verbot gar nicht erst anerkannt; von Japan wurde es umgangen mit der Begründung, man fange Wale nur zu Forschungszwecken, was gemäß internationalem Recht erlaubt ist.

Seit 1986 wurden von diesen drei Nationen illegal weit über 30.000 Großwale getötet, obwohl es inzwischen kaum noch Abnehmer für Walfleisch gibt. Walfleisch gilt als stark belastet mit PCB, Quecksilber und weiteren giftigen Rückständen.

Gemäß Kompromisspapier sollte das bestehende Walfangverbot für die kommenden zehn Jahre außer Kraft gesetzt werden mit der Maßgabe, den Ländern Japan, Norwegen und Island jährliche Fangquoten zu gestatten, teilweise sogar im Antarktis-Schutzgebiet. Auf der IWC-Konferenz am 23. Juni 2010 in Agadir/Marokko ist dieses faule Kompromisspapier nun gescheitert und vorerst vom Tisch. Das illegale Abschlachten von Walen wurde somit nicht legalisiert. Zum Abstimmungsverhalten der Mitgliedsstaaten haben sicherlich auch das weltweite Engagement von Tierschützern und der Druck von Bürgerbewegungen beigetragen.

Pikantes Detail: Ausgerechnet der IWC-Vizepräsident und Verhandlungsführer in Agadir, Anthony Liverpool, soll vom Walfangland Japan bestochen worden sein. Sein Aufenthalt im Luxushotel sowie die Flüge seien von japanischer Seite gesponsert worden. Liverpool ist Botschafter des Inselstaates Antigua und Barbuda in Japan. Es ist bekannt, dass sich Japan mit Millionenbeträgen meist klamme Kleinstaaten für seine Walfangzwecke geneigt macht, um seinen Einfluss in der Kommission zu vergrößern.

Immerhin hat Deutschland nicht für den Kompromissvorschlag gestimmt. Besonders erfreulich und von Bedeutung: In seltener Einigkeit hatten die Fraktionen von Union, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen zuvor am 10. Juni 2010 einen gemeinsamen Antrag in den Bundestag eingebracht. In der Beschlussforderung soll die Bundesregierung dem IWC-Kompromiss nur zustimmen, wenn der sog. “wissenschaftliche” Walfang beendet und der kommerzielle Walfang zum Ende einer zehnjährigen Übergangszeit ganz eingestellt wird.

Bisher versteht sich die IWC eher als WalFANGkommission. Es ist an der Zeit, als WalSCHUTZkommission nun endlich Schutzmaßnahmen für die Meeressäuger konsequent umzusetzen, zumal auch Hunderttausende von Kleinwalen, Delphinen und Robben jährlich als Beifang der Fischerei verenden. Großer Handlungsbedarf besteht auch gegen die Verschmutzung und Verlärmung der Meere zu Lasten der Meeressäuger.