Tote Vögel fallen vom Himmel

Laut Freie Presse vom 05./06.01.2011 sind im US-Bundesstaat Arkansas in der Kleinstadt Beebe nach Silvester 5000 Vögel gestorben. „Ein Einwohner habe vor dem Vorfall eine Reihe lauter Explosionen gehört, die womöglich von einem Feuerwerk oder einer von Bauern eingesetzten Vorrichtung zur Abschreckung von Vögeln gestammt hätten“, sagte der Vertreter des Veterinärmedizinischen Dienstes von Arkansas. Nach der Explosion sein eine große Zahl von Vögeln orientierungslos gegen Hindernisse geflogen. Bei den toten Vögeln handelte es sich zum größten Teil um Rotschulterstärlinge. Die untersuchten toten Vögel litten weder an Krankheiten noch seinen sie vergiftet worden.

Wie Behörden mitteilten, fand man auch im US-Bundesstaat Louisiana 500 tote Vögel.

In der Nacht zum 05.01.2011 ist ein ähnlicher Fall des rätselhaften Vogelsterbens in Schweden aufgetreten. Zwischen 50 und 100 tote Vögel fand man im Südwesten des Landes. Bei den Tieren handelte es sich um Dohlen. Die Todesursache sei auch hier unklar. Wie in Beebe wurde in der Nähe des Fundortes ein Feuerwerk entzündet.

Ob Feuerwerke tatsächlich die Ursachen für das mysteriöse Vogelsterben sind, bleibt abzuwarten…

Rekordsumme für Blauflossenthunfisch

Konkrete Anzeichen für das baldige Aussterben einer Tierart

Auf dem weltgrößten Fischmarkt in Japan ist am 05.01.2011 ein Blauflossenthunfisch mit einem Gewicht von 340 Kilogramm für umgerechnet 300.000 Euro verkauft worden. Ein Kilo kostet demnach 860 Euro. Die Japaner verzehren 80 Prozent des im Atlantik und Pazifik gefangenen Blauflossenthuns allein. Diese Thunfischart ist vom Aussterben bedroht. Vielleicht könnte den Japanern auch bald der Appetit vergehen. Laut einer US-Studie wurde auch bei diesem Fisch ein hoher Quecksilbergehalt nachgewiesen, der über der gesundheitlich unbedenklichen Norm liegt.

Dioxin-Skandal

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz verurteilt aufs Schärfste, dass Tausende von Puten, Hühnern und Schweinen notgeschlachtet und verbrannt werden sollen, weil ihnen dioxinverseuchtes Futter verabreicht wurde. Es ist eine Schande, empfindungsfähige Lebewesen wie Müll zu behandeln!

Mit diesem blinden Aktionismus, der nur zur Beruhigung der Verbraucher dient, werden maximal die Symptome einer verfehlten Agrarpolitik bekämpft, nicht aber die Ursachen. Zudem wird durch die Notschlachtung Tausender unschuldiger Tiere gegen §17 des Tierschutzgesetzes, nachdem kein Wirbeltier in Deutschland ohne vernünftigen Grund getötet werden darf, verstoßen, denn eine objektive Prüfung der Notwendigkeit dieser Maßnahmen liegt unseres Wissens nicht vor.

Futtermittel- und Fleischskandale müssen mit nachhaltigen Lösungen begegnet werden: permanente und konsequente Kontrollen und ein Verbot der industriellen „Tierfabriken“. Die optimale Lösung – für Mensch und Tier – wäre allerdings eine drastische Reduktion des Fleischkonsums oder eine Ernährungsweise ohne tierische Produkte.

Stefan Bernhard Eck
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Klimagipfel in Cancún

Außer Spesen nichts gewesen.

Vom 29.11. bis 10.12.2010 fand in Cancún/Mexiko die 16. UN-Klimakonferenz statt, an der mehr als 15.000 Teilnehmer aus 194 Staaten vertreten waren. Grundlage der Verhandlungen ist das 1997 beschlossene und 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll, welches völkerrechtlich verbindliche Werte für den Ausstoß von Treibhausgasen festlegt. Von 1995 bis 2010 kam es jedoch zu keiner Reduktion des Ausstoßes, im Gegenteil: Die Kohlendioxid-Emissionen haben inzwischen einen weltweiten Höchststand erreicht!

Nach dem desaströsen und ergebnislosen UN-Klimagipfel in Kopenhagen 2009 erweisen sich auch in Cancún wieder einmal nationale ökonomische Interessen als Verhandlungs- und Ergebnisbremse. Vollmundig ist von einem „überraschend umfangreichen Klimaschutzpaket“ die Rede: Als „Erfolg“ wird die wiedererlangte Handlungsfähigkeit der Vereinten Nationen sowie die beschlossene Verlängerung des Kyoto-Protokolls über 2012 hinaus gewertet. Die Entscheidung über die Fortführung des Kyoto-Protokolls ist nur eine Farce und verpflichtet zu nichts. Die beiden größten Klimagas-Verursacher USA und China sind davon nicht betroffen. Die USA hat als einziges Industrieland das Kyoto-Protokoll nie ratifiziert. China gilt gemäß diesem Protokoll noch als Entwicklungsland, ist weitgehend von Klimaschutzverpflichtungen freigestellt und daher nicht zur drastischen Reduzierung der CO2-Emissionen verpflichtet, obwohl es mittlerweile eine der größten Wirtschaftsnationen der Erde ist. Als weiteres Ergebnis wurde die Erderwärmung auf maximal zwei Prozent begrenzt, dem zum Schluss auch die USA und China zustimmten.

Weitere Vereinbarungen sind schwammig formuliert und enthalten viele Schlupflöcher. Unverständlich ist vor allem, dass das Thema weltweite exzessive Massentierhaltung als Klimakiller Nr. 1 keinerlei Berücksichtigung in Cancún fand.

Als einziger Teilnehmerstaat stimmte Bolivien gegen die Abschlussdokumente, weil die Vorschläge zu lasch und nicht weitgehend genug seien, die Erderwärmung zu bremsen. Diese Besorgnis wurde als Eklat gesehen und von Umweltminister Röttgen gar als Blockade eines einzelnen Landes gegen einen großen Klimafortschritt bezeichnet. Konferenzleiterin Espinosa erklärte die Beschlussfassung dennoch für angenommen. Wäre ein Widerstand z. B. der USA gegen eine Entscheidung auch einfach beiseite gewischt worden?

Bundesaußenminister Westerwelle sieht Deutschland als Vorreiter in den Bemühungen zum Klimaschutz. Laut Aussage des FDP-geführten Wirtschaftsministeriums wird Klimaschutz jedoch hintangestellt, wörtlich: „Eine Überhöhung umweltpolitischer gegenüber konkurrierenden Belangen ist nicht zielführend“.

Bei der fatalen Einstellung „Klimaschutz versus Wirtschaftswachstum“ werden die alljährlichen Klima-Gipfel zu einer Hülle ohne Inhalt verkommen. Insbesondere die Industrieländer schleichen sich mit vagen Versprechungen und Absichtserklärungen aus der Verantwortung.

Wie viele Klimakonferenzen kann der Planet Erde noch vertragen? – Zukünftig sollten die Verhandlungen nicht in Luxushotels, sondern an den Schauplätzen des Geschehens stattfinden – in bedrohten Regenwäldern und Pazifikinseln, an verseuchten Flüssen und in Slums. Das brächte die Delegierten auf den Boden der Tatsachen und führte sicherlich zu effektiveren Klimaschutzergebnissen. Oder haben die Delegierten noch eine zweite Erde im Gepäck?

Ein Bündnis formiert sich

Getrennt marschieren, gemeinsam agieren: “Aktionsbündnis jagdfreie Natur”

Am 12. Dezember 2010 fand in Kassel ein Treffen von Jagdgegnern und Jagdkritikern statt, zum dem die Partei Mensch Umwelt Tierschutz eingeladen hatte und zu dem Vertreter/innen von insgesamt 10 Vereinen bzw. Organisationen – darunter Natur ohne Jagd e.V., Tier-Time e.V., Pro iure animalis, PAKT e.V., Witas e.V., ARGUS e.V., Jagd-aber-fair, Tierfreunde Fulda, Animal Alliance – trotz schlechter Witterungsverhältnisse gekommen waren.

Das primäre Ziel dieser Veranstaltung, eine enge Kooperation verschiedener Vereine und Organisationen durch ein Bündnis sicherzustellen, wurde nach sieben Stunden eingehender Beratungen und Diskussionen erreicht. Das neue Bündnis will im kommenden Jahr zwei Themen – Fallenjagd und Haustierabschuss – bearbeiten und der Öffentlichkeit nahe bringen und darüber hinaus versuchen, weitere Bündispartner für konzertierte Aktionen zu gewinnen.

Späte Retourkutsche für Seehofer

Bundesverfassungsgericht untersagt erneut Käfighaltung von Hühnern

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat am 02.12.2010 die von Ex-Landwirtschaftsminister Horst Seehofer propagierte Kleingruppenhaltung von Legehennen mit der Begründung, der Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz ausdrücklich untersagt. Bereits 1999 wurde durch die Verfassungsrichter die damals weit verbreitete Käfighaltung von Legehennen verboten. Dieses Urteil wurde jedoch von dem damaligen Landwirtschaftsminister Seehofer ausgehebelt, indem er die tierquälerische Käfighaltung in “Kleingruppenhaltung” umbenannte, die pro Henne 800 Quadratzentimenter Platz vorsieht. Diese Lobby-gesteuerte Verordnung trat 2006 in Kraft, wurde aber durch eine Normenkontrollklage des Landes Rheinland-Pfalz angefochten.

Veganer Weihnachtsmarkt in Hannover

Am 27.11.2010 fand in Hannover der erste vegane Weihnachtsmarkt statt, der von der Bundesschriftführerin Sabine Brigitte Pankau gemeinsam mit anderen Mitgliedern von “Tierrecht Hannover” organisiert worden war.

Bei schönem Winterwetter fanden sich über 1000 Menschen nach und nach auf dem Steintorplatz ein, um dort bei verschiedenen Anbietern wie vegan wonderland, dem Muffin-Mann, Vefeba, pureraw und anderen viele vegane Köstlichkeiten zu probieren: Kakao, Glühwein, Waffeln, Crepes, Kuchen, Muffins, Döner sowie Linsensuppe und Gulasch, das an unserem Parteistand ausgegeben wurde.

 

Ergänzt wurde das Angebot durch Infostände von Natur-ohne-Jagd, dem Kuhaltersheim, unserem Parteistand, ethice und dem Verein Tier-Time. “Echte” Weihnachtsengel verkauften Tombolalose und eine Tierpyramide symbolisierte 1 Milliarde jedes Jahr allein in Deutschland für Nahrungsmittel getöteten Tiere. Vorab hatten viele Zeitungen wie die Hannoversche Allgemeine, die taz und auch Radiosender wie Antenne Niedersachsen über das Event berichtet.

Viele Besucher kamen von weit her, aus Berlin, Hamburg, NRW, München und sogar aus der Schweiz! Im nächsten Jahr wird diese Aktion wiederholt werden, soviel war allen Beteiligten klar.

Warum Mitleid keine Grenzen haben darf

Über die Dialektik der alltäglichen Gewalt gegen Tiere und Menschen

Auszug: Es geht vor allem um strukturelle Gewalt gegen Millionen und Milliarden Tiere – eine Gewalt, die aufgrund ihrer Legalität und Alltäglichkeit zur Abstumpfung führt, nicht nur gegenüber Tieren, sondern auch gegenüber Menschen.

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