Liebe Parteifreundinnen und Parteifreunde,

nachdem der Bundesrat am 22.03.2013 dem Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften zugestimmt hat, soll es in Kürze von Bundespräsident Joachim Gauck unterzeichnet werden und damit Rechtskraft erlangen. Das vorliegende Gesetz ist in vielen Punkten nicht mit der Europäischen Menschenrechtskonvention vereinbar.

Rechtsanwalt Dominik Storr hat im Namen von zahlreichen betroffenen Grundstückseigentümern in Deutschland einen Offenen Brief an Bundespräsident Joachim Gauck geschrieben, in dem er den Bundespräsidenten bittet, dieses Gesetz, das zweifelsohne ein Geschenk an die Jagdlobby darstellt, nicht zu unterzeichnen.

(Das Schreiben an Bundespräsident Gauck finden Sie hier.)

Machen Sie mit: Schreiben auch Sie an Bundespräsident Gauck und bitten Sie ihn, das Gesetz nicht zu unterschreiben oder schließen Sie sich der Online-Aktion von Rechtsanwalt Dominik an: (hier)

Kino-Hinweis zum Film “Unter Menschen”

“Am äußersten Ende Österreichs, direkt an der tschechischen Grenze befindet sich einer der besonderen Orte dieser Welt. Wie unter einem Brennglas treffen sich hier die moralischen Herausforderungen unserer Zivilisation: Schuld, Verantwortung und Wiedergutmachung. In einem verwilderten ehemaligen Safaripark, hermetisch von der übrigen Welt abgeschottet, leben 40 Schimpansen aus dem ehemaligen Versuchslabor des Pharmakonzerns Immuno. Infiziert mit HIV- und Hepatitisviren. Traumatisiert, verstört, hochaggressiv. Sie hassen Menschen und haben allen Grund dazu. Mit ihnen leben vier Pflegerinnen. Zwei davon waren schon im Versuchslabor als Betreuerinnen der Affen tätig.”

Im Münchener Kino „Monopol“ in der Schleißheimerstraße 127, läuft noch bis zum 02.04. diese sehr sehenswerte Dokumentation zum Thema Tierversuche, der Film „Unter Menschen“.

Alle Termine in München (hier)

Die bundesweiten Termine + Trailer zum Film: (hier)

Schadstoffbelastung der Ozeane

Warum wird Atom-Müll ausgeblendet?

Bei Spiegel-online erschien am 26.03.2013 ein Artikel über die Schadstoffbelastung der Ozeane mit PCB (polychlorierte Biphenyle) und DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan). „Schadstoffe, die einmal in die Tiefsee gelangen, sind mitnichten auf Nimmerwiedersehen verschwunden: Sie können noch nach Jahrzehnten nach oben und in die menschliche Nahrung gelangen“, wurde von Spiegel-online berichtet.

Leider wurde nichts über die drohende Gefahr geschrieben, die durch die Jahrzehnte lange Entsorgung von Atom-Müll in den Weltmeeren wie ein Damoklesschwert über der Menschheit schwebt.

Radioaktive Abfälle wurden seit Beginn der Atomnutzung legal im Meer entsorgt, bis diese selbstmörderische Vorgehensweise zumindest für Feststoffe 1994 von der „International Maritime Organisation“ verboten wurde. Mehr als 100.000 Tonnen radioaktiven Abfalls wurde im Meer versenkt. Davon stammten aus Großbritannien rund 80 Prozent, gefolgt von der Schweiz, die bis 1982 schwach- und mittelaktive Abfälle aus Industrie, Medizin und Forschung in den Nordatlantik kippen ließen. Die USA haben gegenüber der Internationalen Atomenergiebehörde eingeräumt, von 1946 bis 1970 über 90.000 Container mit radioaktivem Abfall vor ihren Küsten entsorgt zu haben. Aus Deutschland wanderten einige hundert Tonnen Atommüll ins Meer.

Besorgniserregend sind auch die Mengen an atomaren Müll, die von der russischen Marine stammen. Bis 1993 hatte die Sowjetunion nach eigenen Angaben Atom-Müll mit einer Strahlung von insgesamt 2,4 Millionen Curie (89 Billiarden Becquerel) in den Ozeanen versenkt, darunter 18 Reaktoren aus U-Booten und einem Eisbrecher: 16 Reaktoren in die Karasee, davon noch sechs bestückt und 2 Reaktoren im Japanischen Meer. Nicht berücksichtig in diesen Zahlen sind die gesunkenen russischen U-Boote: die atomgetriebene K-219 sank 1986 mit Reaktoren und 30 Atomsprengköpfen auf den Meeresgrund, die atomgetriebene K-278 Komsomolez sank 1989 mit atomaren Sprengköpfen.

Meeresbiologen haben herausgefunden, dass freigesetzte Isotope über die Nahrungskette auch aus einer Tiefe von mehr als 5.000 Metern hinauf in Fischfangzonen gelangen können. Spätestens seit 2011 ist bekannt, dass inzwischen in den Versenkungsgebieten u.a. Plutonium 238 in Wasserproben, im Sediment und in Fischen nachgewiesen werden können. Die Halbwertzeit von Plutonium 238 liegt bei 87,7 Jahren. Wenige Millionstel Gramm Plutonium sind für den Menschen bereits tödlich.

In nicht allzu ferner Zukunft werden wir „strahlende Ozeane“ haben, wenn die Fässer, Reaktorwände und Raketensprengköpfe durchgerostet sind. Aber das ist nur einer von vielen „Mega-Crashs“, die auf die Menschheit zukommen werden. Und über „Mega-Crashs“ redet man nicht gerne…

Achtung: Igel!

Alle Jahre wieder im Frühling und Herbst…

Beim Verbrennen von Reisighaufen im Herbst und Frühjahr und beim Anzünden von Osterfeuern unbedingt beachten:

Falls man das vorhat, unmittelbar vor dem Verbrennen den Haufen unbedingt umschichten, um sicherzustellen, dass keine Igel und Blindschleichen usw. darin schlafen. Unzählige Igel verbrennen grausam, weil sie im Frühling oft noch im Winterschlaf liegen oder das ganze Jahr über ihren täglichen Schlaf dort halten und das Feuer nicht bemerken. Sie können nicht flüchten! Die Igel nutzen Holz- und Laubhaufen tagsüber als Schlafquartier, denn sie sind nachtsaktive Insektenfresser…

Viele Informationen findet man bei pro-igel (hier)

Trinkwasser – Gefahr durch Chemikalien?

Was weiß der Fisch von dem Wasser, in dem er sein Leben lang schwimmt?

Das Zweite Deutsche Fernsehen berichtete am 17.03.2013 um 13.30 Uhr in der Reihe „planet e“ über Chemikalien im Trinkwasser. Obwohl Grenzwerte eingehalten werden, was durch ständige Überprüfungen belegt ist, finden sich toxische Chemikalien in minimalen Konzentrationen.

Für viele dieser Chemikalien sind keine Grenzwerte festgelegt. Beunruhigender jedoch, dass diese Einzelbausteine Verbindungen eingehen, die überhaupt noch nicht erforscht sind, da nicht bekannt und in den unterschiedlichsten Gewässern selbst höchst variabel. Oder frei nach Albert Einstein: Was wissen wir von dem Wasser, das wir unser Leben lang trinken?

Besonders bedenklich in diesem Zusammenhang sind sogenannte Umwelthormone, deren Mikrovorkommen in Flüssen und Seen bereits ausreicht, Entwicklungsverzögerungen, Deformationen, Organschäden und Gewebserkrankungen hervorzurufen. Afrikanische männliche Frösche in mit Ethinylestradiol (einem Bestandteil der Antibabypille) kontaminiertem Wasser in hierzulande möglichen Konzentrationen veränderten binnen Stunden ihren Balzruf und wurden für Weibchen nachgewiesen sexuell unattraktiv.

Auch für menschliche Körperfunktionen lebenswichtige Schilddrüsenhormone werden beeinflusst.

Während in Deutschland und Mitteleuropa stark auf die Gewässerqualität geachtet wird, zumindest im wissenschaftlich möglichen und finanzierbaren Rahmen, gelten andernorts laschere Bestimmungen. In Indien wurden in den Flüssen nahe auch deutscher pharmazeutischer Industrien Antibiotikakonzentrationen gemessen, die höher sind als die Blutwerte eines Patienten, der gerade mit Antibiotika behandelt wird.

Daran angepasste resistente Keime, die keine Grenzen und Passkontrollen kennen, sind die Folge. Es wird immer schwieriger, bakteriellen Erkrankungen mit Antibiotika beizukommen.

Doch so weit muss man gar nicht reisen: Im Hochsauerland wurden im letzten Jahrzehnt 80.000 t mit perfluorierten Tensiden (PFT) belastetes Düngemittel ausgebracht. Nach Anwohnerbeschwerden wurde, ohne eine einzige Probe zu entnehmen, von amtlicher Seite geraten, den Dünger unterzupflügen, damit es nicht so stinkt. 2006 haben die Tenside Ruhr und Möhne erreicht, die Trinkwasserreservoirs für 4 Millionen Menschen in der Region.

Als Verursacher dieser chemischen Cocktail-Zutaten werden die Landwirtschaft und die Industrie genannt. Medikamente, deren nicht benötigte Bestandteile vom Menschen ausgeschieden werden, oder die bei Nichtgebrauch in der Toilette entsorgt werden statt im Hausmüll und der Müllverbrennung, sowie Rückstände von Reinigungsmitteln und Kosmetika tragen weiterhin zur Gewässerverseuchung bei.

Läuft es weiter so wie bisher, zahlen die klammen Kommunen und ihre Wasserversorger die immensen Kosten einer unbedenklichen Wasserqualität. Jede molekulare Struktur muss entdeckt und analysiert werden und erfordert im schlechtesten Falle eine eigene Ausfilterung.

Doch nicht die Verbraucher und Steuerzahler sollten zahlen. Die Verursacher müssen in die Pflicht genommen werden, die chemische und die Pharmaindustrie!

Im Filmbeitrag wird gefordert, nachhaltige bzw. „Grüne Chemie“ einzusetzen: Wenn der Entwicklungsprozess einer wirksamen Substanz abgeschlossen ist, ist es zu spät zu erforschen, wie sich diese aus dem Trinkwasser herausfiltern lässt. Gleich am Anfang einer Produktentwicklungskette sollen vollständig abbaubare Bestandteile getestet und eingesetzt werden, das macht den Cocktail am Ende weniger brisant.

Zypern: Staatsbankrott vorerst abgewendet!

Aber zu welchem Preis?

Alles spricht dafür, dass der drohende Banken- und Staatsbankrott Zyperns vorerst abgewendet ist. Aber zu welchem Preis?

Die Meldungen über den Rettungsplan der zyprischen Regierung und der Eurogruppe sind verwirrend; niemand weiß so recht, was in dem gestrigen Krisentreffen in Brüssel genau ausgehandelt wurde.

Fest steht bisher, dass die Laiki-Bank, zweitgrößtes Geldinstitut des Mittelmeerstaates, „abgewickelt“ werden soll, aber die Guthaben bis zu 100.000 Euro nicht angetastet werden. Wie mit Guthaben über diesem Betrag verfahren wird, ist im Detail nicht bekannt; sie sollen „eingefroren“ werden, was immer dies auch bedeuten mag. Das Bankensystem Zyperns soll darüber hinaus bis 2018 „zurechtgestutzt“ werden. Auch bei der Bank of Cyprus dürfen nach unbestätigten Verlautbarungen Anlagen von über 100.000 Euro nicht ins Ausland transferiert werden. Ob Teile der Rentenfonds im Rettungsplan noch eine Rolle spielen, ist ebenso unklar wie die Frage, ob der Mittelmeerstaat Maßnahmen für einen längeren Zeitraum gegen den Geldabfluss internationaler Anleger ins Auge gefasst hat. Mit einem Wort: Die Lage ist undurchsichtig! Die Laiki-Bank zahlt nur noch Beträge von 100 Euro pro Tag am Geldautomaten aus, die Bank of Cyprus 20 Euro mehr. Wann beide Banken wieder ihre Pforten öffnen, ist auch noch ungewiss, denn wie will man sich gegen einen „Bank-Run“ schützen. Im Gespräch ist, dass morgen die Banken wieder offen sein sollen.

Fakt ist, dass Großanleger, Gläubiger und Anteilseigner der maroden Banken sich auf erhebliche Verluste einstellen müssen, was dazu führen dürfte, dass zukünftig das internationale Kapital einen großen Bogen um Zypern machen wird. Zigtausende Arbeitsplätze im Bankensektor werden mittelfristig verloren gehen und die Binnenwirtschaft wird durch dies und andere geplante Sparmaßnahmen des Staates – ähnlich wie in Griechenland – massiv einbrechen.

Die große Frage ist nun, wie sich die um ihre „Spargroschen“ betrogene zyprische Bevölkerung in den kommenden Tagen verhalten wird. In der Nacht zum Montag ging laut einer Pressemeldung in Limassol bereits eine Brandbombe in einer Bankfiliale hoch. Der Preis für die Abwendung des Staats- und Bankenbankrotts könnte höher ausfallen, als die Eurogruppe und die zyprische Regierung veranschlagt haben.

Web-Redaktion: 25.03.2013

Unsere bisherige Berichterstattung zur Zypern-Krise:

22.03.2013: Die Zypern-Krise spitzt sich weiter zu

Zyperns Regierung setzt auf „Plan B“

Nachdem Russland die Verhandlungen über Finanzhilfen für Zypern für gescheitert erklärte und die Vorschläge des zyprischen Finanzministers Michalis Sarris zurückgewiesen hat, einigten sich die politischen Parteien Zyperns am Donnerstag auf die Bildung eines Solidarfonds zur Abwendung des Staatsbankrotts und der Bankenpleite.

Zuvor hatte die Regierung in Nikosia nun endgültig Zwangsabgaben auf Sparguthaben und sonstige Anlageformen ausgeschlossen, nachdem in den vergangenen Tagen dieses Vorhaben zu massiven Protesten der verängstigen Bevölkerung geführt hatte.

„Plan B“ sieht angeblich vor, dass ein Rettungsfonds Staatsanleihen ausgeben soll, die von der Rentenkasse und der zyprischen Kirche sowie anderen staatlichen Institutionen gekauft werden sollen. Auch die Goldreserven der zyprischen Zentralbank will man angeblich zum Kauf der jetzt schon mehr als bedenklichen Anleihen anzapfen.

Um eine massive Kapitalflucht aus dem Krisenland zu verhindern, bereitet die Europäische Zentralbank einem „Handelsblatt“-Bericht zufolge massive Beschränkungen des Kapitalverkehrs vor. Auch Zyperns Regierung plant inoffiziellen Verlautbarungen zufolge, dass die Banken des Landes für längere Zeit nur einen begrenzten Bargeldbetrag auszahlen dürfen, Spareinlagen eingefroren werden sollen und Überweisungen ins Ausland nur mit einer vorherigen Genehmigung der Zentralbank erlaubt sind. Als zusätzliche Rettungsmaßnahme sollen die maroden Banken die Möglichkeit erhalten, ihre wertlosen Ramschpapiere in eine Bad-Bank auszulagern.

Ob „Plan B“ von der Eurogruppe akzeptiert wird, weiß heute noch niemand, denn damit würde das Systemproblem Zyperns nicht behoben. “Plan B” ist nichts anderes als eine oberflächliche Kosmetik, die das eigentliche Problem der Banken-Insolvenz verschleiern soll.

Durch die Schließung der Banken ist die wankende Wirtschaft auf der Mittelmeerinsel noch mehr ins Straucheln geraten; in vielen Geschäften bleibt die Kundschaft aus, es wird nur noch das Notwendigste zum täglichen Leben gekauft, denn viele Supermärkte akzeptierten seit Donnerstag keine Kreditkarten mehr. Größere Anschaffungen werden aus Mangel an Bargeld überhaupt nicht mehr getätigt.

Wo das hinführen wird, kann sich jeder selbst ausrechnen…

20.03.2013: Zypern am Abgrund

Und die Demonstranten Jubeln in Nikosia

Die 36 zyprischen Parlamentarier haben am Dienstagabend in Nikosia die Gesetzesvorlage der Regierung, die eine Zwangsabgabe von 6,75 Prozent für Guthaben ab 20.000 Euro und bei Guthaben von über 100.000 Euro 9,9 Prozent betragen sollte, abgelehnt. Erstaunlich dabei ist, dass selbst die Abgeordneten der Regierungsparteien ihrer eigenen Gesetzesvorlage nicht mehr zustimmten, sondern geschlossen mit Enthaltung votierten.

Tausende Demonstranten vor dem Parlament jubelten und skandierten nach dem Nein ihrer Volksvertreter: “Zypern gehört seinem Volk!”, “Ein einiges Volk wird niemals besiegt!”

Noch in der gleichen Nacht wurden Verhandlungen mit Moskau aufgenommen. Präsident Anastasiades telefonierte nur wenige Minuten nach der Abstimmung mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin und der zyprische Finanzminister Michael Sarris, der sich eiligst auf den Weg nach Moskau gemacht hatte, versuchte den Totalzusammenbruch des geteilten Inselstaates durch Gespräche mit seinem russischen Amtskollegen Anton Siluanow noch abzuwenden. Sarris hatte Siluanow um die Verlängerung eines existierenden Kredits im Volumen von 2,5 Milliarden Euro um fünf Jahre sowie um einen Zinsnachlass gebeten. Möglicherweise wurden aber hinter verschlossenen Türen auch ganz andere Optionen zur Verhandlung gestellt: Erdgasförderrechte für Russland in den Küstengewässern Zyperns gegen „Bares“.

Mit dem Parlamentsvotum ist die Voraussetzung für die Zusage der Eurogruppe vom Wochenende, Zypern mit einem Kredit von bis zu zehn Milliarden Euro unter die Arme zu greifen , hinfällig geworden, denn als Bedingung dafür wurde die Teilenteignung der Bankkunden eingefordert, die dem Land rund 5,8 Milliarden Euro einbringen sollte.

Es herrscht Chaos im Land. Die Banken bleiben geschlossen und sollen nach letzten Informationen erst am Donnerstag wieder geöffnet werden. Ob dies ohne Hilfe der Eurogruppe oder Russlands möglich ist, steht in den Sternen, denn die beiden führenden Geldinstitute – die Laiki-Bank und die Bank of Cyprus – sind quasi insolvent, nachdem sie sich total „verzockt“ haben.

Die europäischen Regierungschefs, die mehrheitlich die Beteiligung der zyprischen Bankkunden zur Vermeidung des drohenden Staatsbankrotts forderten, stehen jetzt vor dem Scherbenhaufen ihrer Politik, weil sie Hunderttausende Kleinsparer für die Spekulationssucht und „Zockerei“ der zyprischen Banker in Mithaftung nehmen wollten. Damit haben sie weltweit das Vertrauen in eine solide Finanzpolitik der EU verspielt. Davon abgesehen, ist eine solche Maßnahme, die vor allem den Kleinsparer hart trifft, alles andere als sozial. Die Kleinen bluten für die Gier der Banker und Politiker, die den Inselstaat durch ihr Geschäftsmodell – gute Zinsen, wenig Steuern, keine Bankenkontrolle – ins Verderben geführt haben.

Natürlich wandern die Manager der Bank of Cyprus und der Laiki Bank, die eine Summe so hoch wie die jährliche Wirtschaftsleistung Zyperns verspielt haben, nicht ins Gefängnis – ebenso wenig wie die zyprischen Zentralbanker und Politiker, die ihre Aufsichtspflicht nicht wahrnahmen und den Banken alles erlaubten, was mutmaßlich „Kohle“ bringt.

Jetzt heißt es „rien ne va plus“ – nichts geht mehr, ausgespielt…

Auch Merkel und Schäuble tragen Mitschuld an der Situation, denn beide habe zugelassen, dass erstmals in der Euro-Krise Kontoinhaber „faktisch teilenteignet“ werden sollen.

Kommt innerhalb der nächsten Wochen keine tragfähige Lösung zustande und fließen keine Milliarden aus der Eurogruppe oder aus Russland, dürfte sich Zypern wieder zum idyllischen „Olivenländle“ zurückentwickeln.

Aber da ist ja auch noch China! Vielleicht sollte man dort einmal anklopfen. Vielleicht lässt sich Zypern als geostrategischen Wirtschaftsvorposten des Reichs der Mitte verkaufen…

Das chinesische Großkapital ist schon seit geraumer Zeit auf der Sonneninsel zu Hause und kauft riesige Areale für chinesische Luxuswohnviertel zusammen.

Jetzt gibt es “gepanschten Fisch”

Es stinkt zum Himmel…

Fisch, des Bürgers letzte Hoffnung auf eine einigermaßen gesunde Ernährung, ist ins Gerede gekommen. Wer glaubte, dass die alltäglichen Lebensmittelskandale nur auf die Tierarten wie Rind, Schwein, Huhn oder Puten beschränkt bleiben, sieht sich getäuscht. Fische sind die nächsten Opfer der Profitgier der Lebensmittelkonzerne geworden – und die fischessenden Verbraucher ebenso.

Vor einigen Tagen wurde nämlich bekannt, dass Heringe beim Konsumenten landen, die mit Wasser „gepanscht“ wurden. Aus Profitgründen werden sie nach dem Fang einer besonderen „Behandlungsart“ unterzogen, damit sie prall und proper auf dem Teller des Konsumenten liegen. Das Pfund Seelachs, das um ein Drittel in der Pfanne schrumpfte, weil das Wasser verdampft ist, bewerten viele Menschen als glatten Betrug. Sie haben für Seelachs und nicht für eine stinkende Fischbrühe ihr Geld ausgegeben. Ministerin Aigner wäre nun gefragt, aber sie wird wie immer schweigen oder sich herausreden. Die Verbraucherschutzpolitik á la Aigner stinkt genauso zum Himmel wie der aufgeblähte, verwässerte Hering…

Fazit: Der Hering wäre besser in der Nordsee aufgehoben und Frau Aigner auf einem weniger verantwortungsvollen Posten.

TV-Tipp: Beitrag über Tierversuche in “Hund-Katze-Maus”

Samstag, den 20. April 2013, um 18:00 Uhr, VOX

Anlässlich des “Internationalen Tages zur Abschaffung der Tierversuche” sendet das VOX – Hund-Katze-Maus-Team am 20. April, um 18 Uhr einen Beitrag über Tierversuche. Frank Weber greift das traurige Kapitel Tierversuche auf und war zu Besuch bei der Initiative gegen Tierversuche “Lobby pro Tier – Mienenbüttel”. Vor den Beagle-Zwingern des LPT (Laboratorium für Pharmakologie und Toxikologie) in Mienenbüttel informierte sich Frank Weber über die Versuche, die beim LPT und in hunderten anderer Labore allein in Deutschland an Tieren vorgenommen werden. (Zur Homepage von “Lobby pro Tier – Mienenbüttel”)

Mit dabei ist Bettina Jung, Landesvorsitzende der Partei Mensch Umwelt Tierschutz Hamburg und Mitglied von “Lobby pro Tier – Mienenbüttel”.

Bundesgerichtshof hebt generelles Verbot von Hunden und Katzen in Mietwohnungen auf

Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs dürfte viele Mieter, denen bisher die Haltung eines Hundes oder Katze durch den Mietvertrag untersagt war, in dieser Woche gefreut haben: Vermieter dürfen das Halten von Hunden und Katzen in Mietwohnungen nicht generell verbieten. Derartige Klauseln in den Verträgen stellen nach Ansicht des Bundesgerichtshofs eine unangemessene Benachteiligung der Mieter dar, heißt es in dem Urteil. Erforderlich sei im Einzelfall eine Abwägung der Interessen. Ganz anders beurteilt es die Rechtssprechung bei der Haltung von Kleintieren; Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel usw. dürfen ohne Erlaubnis des Vermieters gehalten werden.

„Jetzt besteht Klarheit. Ein generelles Hunde- oder Katzenverbot ist unwirksam. Gleichgültig, ob die Frage der Hunde- oder Katzenhaltung im Mietvertrag geregelt ist oder nicht, ob die Vertragsklausel zur Hundehaltung im Mietvertrag wirksam ist oder nicht – immer muss eine umfassende Abwägung der Interessen der Mietvertragsparteien und der Nachbarn erfolgen”, kommentierte der Direktor des Deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten, in seiner Pressemitteilung vom 20.03.2013.

Auch die Partei Mensch Umwelt Tierschutz begrüßt das Urteil, weil damit die Interessen von Tierfreunden nicht von vornherein zum Scheitern verurteilt sind. Das Urteil ist eine gute Verhandlungsbasis auf der berechtigte Interessen beider Vertragsparteien erörtert werden können. Grundsätzlich sollten Mieter die Erlaubnis zum Halten von Tieren bekommen, wenn Haustiere in einer für die Tiere selbst und für die Mitbewohner akzeptablen Weise gehalten werden.

Haustiere bereichern das Familienleben, sie lehren Kinder, Verantwortung zu übernehmen und stellen einen wichtigen Bezug zur Natur dar. Besonders für ältere Menschen ist ein Hund oder eine Katze oft der einzige Sozialpartner, der über Einsamkeit und Kummer hinweghelfen kann, wenn Familienangehörige fehlen.

Armenhaus Deutschland?

Bericht über die Verteilung der Vermögen in Deutschland und der Eurozone

Wer hätte das gedacht, nach dem schöngefärbten Armuts- und Reichtumsbericht der Koalitionsregierung, der vor nicht einmal 14 Tagen veröffentlicht wurde, bringt es nun eine Studie, an der alle 17 nationale Notenbanken des Eurosystems beteiligt waren, an den Tag: Die Vermögen der Deutschen sind im internationalen Vergleich absolut ungleich verteilt!

Die Ergebnisse der Umfrage der Deutschen Bundesbank unter gut 3500 Haushalten belegen, dass die meisten Haushalte in Deutschland deutlich weniger Vermögen besitzen, als etwa diejenigen in Frankreich, Spanien oder Italien. Das Nettovermögen hierzulande – dazu zählen unter anderem Geld, Immobilien und sonstige Sachwerte abzüglich der Schulden – beträgt im Durchschnitt 195.000 Euro. In Spanien, das sich Milliarden Euro bei seinen europäischen Nachbarn über den „ESM-Rettungstropf“ gepumpt hat, liegt dieser Wert bei 285.000 Euro und in Frankreich bei 229.000 Euro.

Der deutsche Normalbürger kann von solchen Vermögenswerten ohnehin nur träumen. Denn wegen der besonders ungleichen Verteilung zwischen Arm und Reich verfügt ein typischer deutscher Haushalt nur gerade einmal über 51.400 Euro, was sich aus dem sogenannten Medianwert ergibt, der die Bevölkerung in zwei Gruppen aufteilt: die eine Hälfte ist reicher, die andere Hälfte ist ärmer. In Frankreich liegt dieser Wert bei rund 114.000 Euro, in Italien bei rund 164.000 Euro, also weit über dem Wert der „reichen Deutschen“.

Alle Ergebnisse der Studie hat die Europäische Zentralbank bisher noch nicht veröffentlicht, obwohl die Daten bereits vorliegen sollen. Aus Notenbankkreisen wurde bekannt, dass die brisanten Daten unter Verschluss bleiben sollen, bis das Stabilisierungsprogramm für Zypern unter Dach und Fach sei. Denn wie soll man beispielsweise dem deutschen Steuerzahler, der den größten Anteil an der Rettung Zyperns zu schultern hat, erklären, dass er zwar Zahlmeister der Eurozone ist, andererseits aber die privaten Vermögen in den südlichen Schuldenländern viel höher als in Deutschland sind.

Die Bundesbank scheint sich der Brisanz der Studie bewusst zu sein, denn die Daten etwa aus Zypern oder Portugal sind erst gar nicht Teil der Analyse. Man kann erahnen, was dahinter steckt! In Deutschland liegt beispielsweise der Anteil der Immobilienbesitzer (eigenes Haus oder eigene Wohnung) bei 44 Prozent, in Frankreich bei 57,9 Prozent und in Spanien gar bei rund 82 Prozent.

Die ungleiche Vermögensverteilung in Deutschland zeigt auch, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft. Die reichsten zehn Prozent der Deutschen verfügen über 58 Prozent der Nettovermögen. Die Bundesregierung hatte in ihrem Bericht vor 14 Tagen einen Wert von 53 Prozent angegeben.

Aber was sind schon läppische 5 Prozent Differenz mehr oder weniger…