Wie Politiker Milliarden versenken

Was haben Euro-Hawk und die Jahrhundertflut gemeinsam?

Der Schuldenturm Deutschlands wächst in unermessliche Höhe (der Schuldenstand der Bundesrepublik Deutschland betrug am 31. Dezember 2012 2.072 Milliarden, davon entfielen 1.289 Mrd. Euro auf den Bund, 649 Mrd. Euro auf die Länder und 134 Mrd. Euro auf die Kommunen.). Etwa die gleiche Summe oder sogar etwas mehr kann man für Pensionsansprüche an den deutschen Staat dazu addieren, was jedoch absichtlich nicht in der Statistik erwähnt wird. Die politisch Verantwortlichen glänzen weder mit einer sparsamen Haushaltspolitik, noch sind sie fähig, aus gemachten Fehlern zu lernen.

Zwei aktuelle Beispiele für diese unerfreuliche Tatsache sind der „Euro-Hawk-Skandal“ und die finanziellen Auswirkungen der „Jahrhundertflut“.

Verteidigungsminister De Maiziére hat das Euro-Hawk-Projekt auf die leichte Schulter genommen und mit seiner Oberflächlichkeit und dafür gesorgt, dass ein Betrag von etwa 600 Millionen Euro – unsere Steuergelder – versenkt wurde. Die endgültigen Kosten dieses Projektes dürften aber die Milliardengrenze erreichen, weil das Verteidigungsministerium mit aller Wahrscheinlichkeit nicht aus den Verträgen mit dem Konzern Northrop Grumman so einfach herauskommen wird.

Hätte Verteidigungsminister De Maiziére sich verantwortungsvoll seiner Aufgabe gewidmet, so hätte er ein Projekt in dieser Größenordnung von Anfang an zur Chefsache gemacht, um die finanziellen Risiken so gering wie möglich zu halten. Was erfolgte, war aber eine Vogel-Strauß-Politik!

Ebenso verhielt es sich bei der Wasserschutzpolitik bei der von der Flutkatastrophe 2002 betroffenen Länder und Kommunen. Trotz der Vorwarnung vor rund 11 Jahren versäumten es die verantwortlichen Politiker, geeignete Maßnahmen zu treffen, um eine solche Katastrophe zu verhindern, die wahrscheinlich Schäden in Milliardenhöhe verursachen wird. Im Jahr 2002 kostete die Flutkatastrophe 21 Milliarden Euro, im Jahr 2013 dürfte die gleiche Höhe erreicht werden oder sogar noch mehr.

Die Länder und Kommunen hätten nach 2002 alles unternehmen müssen (einschließlich der finanziellen Mittel), um Deiche und sonstige Hochwasserschutzanlagen zu verstärken.

Aber auch hier glänzten die Verantwortlichen – wie De Maiziére – mit einer Vogel-Strauß-Politik, die nun für die finanzielle Belastung der Staatskasse und hunderttausender privater Haushalte verantwortlich ist.

Hochwasser 2013

Wer kann helfen?

Auf der Homepage von “Vergessene Vierbeiner” werden wegen des derzeitigen Hochwassers aktuelle Hilfs-Gesuche vorgestellt. Wer helfen möchte, kann sich an die entsprechenden Stellen wenden. Viele Tierheime benötigen fleißige Helfer für Aufräumarbeiten, Sachspenden, Futterspenden, wie Heu und Stroh für Pferde z.B. werden gesucht. (Hier geht es zu den Hilfs-Gesuchen)

Interessante Studie zur Fleischreduktion

Was Fleischverzicht wirklich bringt

Laut Informationszentrum für die Landwirtschaft “Proplanta” wären einer aktuellen Studie der Universitäten Hohenheim und Göttingen 60 Prozent der Deutschen zu einer Einschränkung ihres Fleischkonsums bereit. Im Vordergrund ihrer Überlegungen stehen hauptsächlich die eigene Gesundheit und der Tierschutz.

Bereits 20 Prozent weniger Fleischkonsum in den Industrieländern würden sich spürbar positiv auf Agrarpreise und die Ernährungssicherung armer Menschen in Entwicklungsländern auswirken. (Hier lesen)

Zweite „Jahrhundertflut“ in 11 Jahren

Schlägt die Natur zurück?

Nach nur 11 Jahren stehen wieder in weiten Teilen Süd- und Ostdeutschlands ganze Landstriche unter Wasser; aber auch in Tschechien und Österreich heißt es „Land unter“. In manchen Regionen erreichte die Niederschlagsmenge bis zu 400 Liter pro Quadratmeter in nur 90 Stunden; das ist die Hälfte der Gesamtjahresmenge an Regen. Kein Wunder also, dass diese Wassermassen die Flüsse und Bäche über die Ufer treten lassen und Städte, Dörfer und Straßen überfluten.

Aber der tagelange Dauerregen und die ungewöhnliche Wetterlage mit zwei Tiefdruckgebieten sind nur der Auslöser der Katastrophe, die Ursache ist menschengemacht.

Die globale Klimaerwärmung mit einem Anstieg der Meerestemperatur trägt dazu bei, dass immer mehr Wasser aus den Ozeanen verdunstet und die Niederschlagsmengen ansteigen lässt. Daneben sind die Versiegelung von Flächen, die zunehmende Bebauung von natürlichen Flussauen sowie die Begradigung und Vertiefung der Flüsse für die zweite „Jahrhundertflut“ in nur 11 Jahren mit verantwortlich.

Durch die zunehmende Bebauung und Versiegelung der Böden kann der Regen nicht mehr auf natürlichem Wege in den Boden eindringen. Laut dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung sind etwa 13 Prozent der Flächen Deutschlands Siedlungs- und Verkehrsflächen, die Hälfte davon ist versiegelt, das heißt, dass ein Versickern im Erdreich unmöglich ist. Täglich kommen laut WWF rund 100 Hektar dazu. Außerdem wurden die natürlichen Flusslandschaften mit großflächigen Auen, die bei einer Flut wie ein Rückhaltebecken wirken, in Agra-, Siedlungs- und Verkehrsflächen umgewandelt und viele Flüsse begradigt und vertieft.

„Die Natur schlägt zurück, weil der Mensch in sie eingriffen hat. Wir sollten aus solchen Katastrophen lernen“, so Bundesvorsitzender Stefan Eck, „und der Natur zukünftig nicht mehr ins Handwerk pfuschen. Ob die politisch Verantwortlichen jedoch aus dieser zweiten „Jahrhundertflut“ lernen werden, ist zu bezweifeln.“

Kriegführung mit Drohnen

Wie auch noch der letzte Rest von Ethik zu Grabe getragen wird

Der tödliche Einsatz von sog. Drohnen, unbemannten Aufklärungsflugzeugen, gehört zweifellos zu den abscheulichsten Arten der Kriegführung, liegt es doch in der Natur der Sache, dass die Ziele nicht völlig eingegrenzt werden können. Umso schlimmer, wenn es sich bei den „Kollateralschäden“ um Menschenleben handelt! So wurden bei US-Drohnen-Einsätzen drei amerikanische Bürger im Ausland „unbeabsichtigt eliminiert“, wie es in gefühlsentleerter Sprache heißt – eine lange geheim gehaltene Tatsache, die dem Friedensnobelpreisträger Barack Obama nicht gerade zur Ehre gereicht. Unter seiner Präsidentschaft wurde der Drohnen-Einsatz sogar verdreifacht.

Deutschland investierte in das Projekt „Euro Hawk“ bereits 508 Millionen Euro; hinzu kommen noch 158 Millionen Euro für vertragliche Verpflichtungen, was sich zu 566 Millionen Euro summiert. Angesichts dieser Größenordnung ist das Verhalten von Verteidigungsminister Thomas de Maiziere umso unverständlicher, dass er die bereits 2009 aufkommenden Probleme verschwieg und das Parlament erst Ende 2011 mit den Tatsachen konfrontierte. Schon 2009 zeichnete sich ab, dass es massive Probleme bei der Zulassung des „Euro Hawk“ für den europäischen Luftraum geben würde.

Die Opposition verlangt nun Aufklärung darüber, ob es ein generelles Problem mit der Zulassung von Drohnen gebe. Falls ja, so heißt es, sei es vor dem Steuerzahler nicht zu vertreten, weiter Hunderte Millionen in das Projekt „Euro Hawk“ zu stecken.

Die finanzielle Seite ist ein Aspekt der skandalösen Angelegenheit – immerhin wurden viele Millionen Steuergelder für nichts und wieder nichts in den Sand gesetzt, die an anderen Stellen dringend gebraucht würden.

Die andere Seite ist ethischer Natur: In der Kriegsführung mit Drohnen ist die Menschenverachtung zweifellos auf die Spitze getrieben! Zu allem Überfluss ist Deutschland auch noch mehr daran beteiligt, als bisher bekannt: Von dem Stützpunkt Ramstein aus werden, als sei es das Selbstverständlichste von der Welt, US-Drohnen abgefeuert! Ist es zu fassen, dass die Regierungskoalition behauptet, sie habe nichts davon gewusst? Dies glaube, wer will.

Man fragt sich, wie viele Flecken sich unsere Volksvertreter noch auf der schwarz-gelben Weste meinen erlauben zu können, bevor sie gänzlich unglaubwürdig werden. Aber da haben sie wohl selbst schon den Überblick verloren.

DROHNEN-KAMPAGNE

Gegen die Etablierung von Drohnentechnologie für Krieg, Überwachung und Unterdrückung. (Hier unterstützen!)

01.06.2013: Tag der Milch

Vom Leiden der Kühe und wie gesund ist Milch tatsächlich…

Der Weltmilchtag wird am 1. Juni jährlich organisiert, um international für den Konsum von Milch zu werben. Er wurde von den Vereinten Nationen (FAO) und dem Internationalen Milchwirtschaftsverband (IDF) ins Leben gerufen und in über 30 Ländern veranstaltet. Milch soll als natürliches und gesundes Nahrungsmittel beworben werden. Aber wie steht es wirklich um die Milch und ihre „Produzentinnen“?

Damit eine Kuh Milch gibt, muss sie ein Kalb gebären. Sie wird im Alter von knapp zwei Jahren zum ersten Mal künstlich besamt und ist dann während ihres kurzen, leidvollen Lebens fast ohne Unterbrechung trächtig – auch während ihrer Trächtigkeit wird sie, bis auf einen kurzen Zeitraum vor der Geburt ihres nächsten Kalbes, gemolken. Ihre Milch bekommt aber nicht das Kalb, sondern der Mensch.

Während ein Kalb ca. 8 Liter Milch pro Tag trinkt, sind Kühe heutzutage so gezüchtet, dass sie 30 Liter Milch und mehr pro Tag in ihrem Organismus bilden. Diese enorme Milchleistung bei gleichzeitiger Trächtigkeit beansprucht den Körper der „Milchkuh“ in so hohem Maße, dass sie ihr natürliches Alter von ca. 20 Jahren nicht erreicht.

Durch Euterprobleme, Klauen- und Gelenkerkrankungen, Lähmungserscheinungen aufgrund von Kalziummangel, Labmagen-Verlagerungen und andere Gesundheitsprobleme lässt ihre Milchleistung oft schon nach dem dritten oder vierten Kalb nach und sie verlässt den Hof als „Schlachtkuh”.

„Milchkühe“ leiden doppelt: Jedes Jahr erleben sie, wie man ihnen ihr Kalb wegnimmt; viele Kühe schreien tagelang nach ihren Kälbern, bevor sie sich in ihr Schicksal ergeben.

Braucht der Mensch Milch?

Ja – als Säugling die Milch seiner Mutter, Muttermilch. Später verursacht artfremde (!) Milch eine ganze Reihe von Gesundheitsstörungen. Dies wird von der Milchbranche gezielt verschwiegen! Die Werbung lässt uns glauben, dass uns Milch und Milchprodukte stark und leistungsfähig machen. Das Gegenteil ist der Fall:

1.Osteoporose

Milch verhindert nicht das Entstehen einer Osteoporose, sondern erhöht sogar das Risiko für Knochenbrüche (Gesundheitsstudie der Harvard-Universität/USA)

2. Kardiovaskuläre Erkrankungen

Milchprodukte – hierzu gehören Käse, Milch, Butter, Joghurt und Eis – sorgen für bedeutende Mengen an Cholesterin und Fett in der Nahrung und erhöhen das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen.

3. Krebs

Brust- und Prostatakrebs stehen in Verbindung mit einer erhöhten Menge an insulinähnlichen Wachstumsfaktoren (IGF-I). In wissenschaftlichen Untersuchungen wurde festgestellt, dass sich IGF-I in erhöhten Mengen im Blut von Personen befindet, die regelmäßig Milchprodukte zu sich nehmen. In einer aktuellen Studie zeigte sich, dass bei Männern, die die höchste Menge an IGF-I aufwiesen, ein vierfach erhöhtes Risiko besteht, an Prostatakrebs zu erkranken.

4. Diabetes

Epidemiologische Studien in verschiedenen Ländern zeigen einen starken Zusammenhang zwischen dem Konsum von Milchprodukten und dem Vorkommen von insulinabhängiger Diabetes.

5. Laktose-Intoleranz

Laktose-Intoleranz ist bei vielen Menschen verbreitet. Symptome können Magen-Darm-Verstimmungen, Durchfall und Blähungen sein.

6. Kontaminierung

Synthetische Hormone, wie beispielsweise das Rinder-Wachstumshormon BGH, werden bei Milchkühen weit verbreitet angewendet, um die Milchproduktion zu erhöhen. Dies führt häufig zu Euterentzündungen, deren Behandlung den Einsatz von Antibiotika erfordert. Spuren hiervon sowie Spuren des Wachstumshormons befinden sich – neben Pestiziden und anderen Medikamenten – in vielen Milchprodukten.

7. Gesundheit von Babys und Kindern

Milchprotein, Milchzucker, Fett und gesättigte Fettsäuren in Milchprodukten können ein Gesundheitsrisiko für Kinder darstellen und zur Entwicklung chronischer Krankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes und Arterienverkalkung beitragen. Dazu treten beim Konsum von Milchprodukten häufig Koliken auf. Auch die Babys, deren Mütter Kuhmilch zu sich nehmen, können an Koliken leiden. Hinzu kommt, dass die an Kühe verabreichten Antibiotika durch das Blut der Mutter in ihre Brustmilch und dann zum Baby gelangen. Auch die Verbreitung von Lebensmittelallergien ist auf den Konsum von Milchprodukten zurückzuführen, insbesondere bei Kindern. Eine aktuelle Studie bringt Aufschluss über Verstopfung bei Kindern. Die Forscher vermuten, dass der Konsum von Milchprodukten Darmentzündungen und starke Schmerzen beim Stuhlgang verursacht, was dann zu Verstopfung führt. (Quelle: PETA)

Es ist ein gesundheitspolitischer Skandal ersten Ranges, dass auf der Website von Ministerin Ilse Aigner Milch als gesundes Nahrungsmittel propagiert wird.

Für mehr Demokratie – Gegen eine 3% – Klausel bei der Europawahl

Unterzeichnen Sie unsere Petition!

Im November 2011 hatte das Bundesverfassungsgericht festgestellt, dass die 5%-Hürde bei den Europawahlen verfassungswidrig sei und daher für nichtig erklärt wird. Begründung: Die Sperrklausel sei ein „schwerwiegender Eingriff in die Grundsätze der Wahlrechtsgleichheit und Chancengleichheit.“ Und: „dass die Stimme eines jeden Wahlberechtigten grundsätzlich den gleichen Zählwert und die gleiche Erfolgschance haben muss.“.

Die im Bundestag vertretenden Parteien CDU/CSU/SPD/FDP/Bündnis90/Grüne haben nun vor, gegen das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vorzugehen und eine 3-%-Sperrklausel bei den Europawahlen einzuführen. Das neue Europawahlgesetz soll im Juni beschlossen werden.

Dieses absolut undemokratische Vorhaben ist sehr durchsichtig, da es den „etablierten Parteien“ offenbar lediglich um die gesicherten Sitze im EU-Parlament geht. Da heute bereits 162 verschiedene Parteien im EU-Parlament sitzen, ist die Begründung einer „Zersplitterung“ nicht zu halten. Eine demokratische Entscheidung der Wähler für eine Partei unter 3% würde somit das Recht beschnitten, an der politischen Willensbildung im Europaparlament teilzuhaben. Zudem gibt es in der weit überwiegenden Mehrheit der EU-Länder keine Sperrklausel.

Bei den letzten Europawahlen sind aufgrund der Sperrklausel ca. 2,8 Millionen Wählerstimmen „unter den Tisch“ gefallen. Das hat mit Demokratie nichts gemein.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz würde bereits im EU-Parlament sitzen, hätte es bei den Europawahlen 2009 die Sperrklausel nicht gegeben. Ebenso würde eine relativ große Anzahl von Wählern abgehalten werden, eine an sich bevorzugte kleinere Partei zu wählen.

Bitte helfen sie mit, die demokratischen Rechte für ALLE Wähler zu stärken, auch für Wähler der kleinen Parteien. Bitte sorgen Sie dafür, dass wirklich „jede Stimme zählt“! (Klicke hier, um mehr zu erfahren und zu unterzeichnen)

Martin Buschmann, Beisitzer im Bundesvorstand der Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Landesverband NRW – Neue Spitze gewählt

Am 28.05.2013 wurde in Düsseldorf auf der Mitgliederversammlung des Landesverbandes NRW am vergangenen Sonntag zum ersten Mal eine 3er-Spitze in den Vorsitz gewählt. Nachdem der Landesvorsitz im April vakant wurde, entschied sich die Mitgliederversammlung mit herausragender Mehrheit für Antonietta Tumminello, Andrea Müller-Epp und Detlef Döbele. Weitere Ämter konnten ebenfalls besetzt werden. Somit ist der Vorstand des Landesverbandes NRW mit Hedi Müller (Schatzmeisterin), Vera Boltersdorf (Schriftführung) und den Beisitzern Angelika Schwab, Andreas Oeser, Madlen Reulecke und Britta Brock-Hackbarth vollständig.

Mit Gästen, die an der Arbeit der Partei Mensch Umwelt Tierschutz interessiert sind, führte die Versammlung eine Diskussion über die Ziele der weiteren Parteiarbeit. Orientierung hierfür bieten die zu Beginn des Jahres gegründeten Landesarbeitsgruppen, die das thematische Spektrum der Partei abdecken sollen: Sozial- und Gesundheitspolitik, Aufklärungsarbeit zum Thema Ernährung, Klima und Umwelt und natürlich der Schwerpunkt Tierrechte und Tierschutz. “Wichtig für die Verbandsarbeit ist die Zusammenarbeit mit den Mitgliedern, weshalb wir im Vorstand einen Mitgliederservice einrichten und ausbauen wollen”, so Andrea Müller-Epp.

Regen Zuspruch in der Versammlung findet die Teilnahme des Landesverbandes NRW an der Veranstaltung “Deine Stimme den Stimmlosen” in Köln, die am 01.06.2013 auf Initiation von tier-time.ev stattfindet. “Wir freuen uns über das Engagement der Mitglieder, uns in den Landesarbeitsgruppen und am Infostand in Köln zu unterstützen. Die Einbindung aller Mitglieder in die Arbeitsgruppen und Regionalgruppen Düsseldorf und Düren ist für die Partei Voraussetzung, um mit der Parteibasis in Kontakt zu bleiben und die Partei auch noch bekannter zu machen”, erklärt die Vorsitzende Müller-Epp.

Ein weiterer Schritt für die Schaffung einer klaren Struktur in der Verbandsarbeit wird auf der anstehenden Klausurtagung im Juli sein, zu der alle Mitglieder in NRW herzlich willkommen sind. Hierüber wird der Vorstand rechtzeitig informieren.

Neue Sperrklausel für EU-Wahl

Demokratieverständnis bei etablierten Parteien: Fehlanzeige!

Nun ist es fast „amtlich“. Die etablierten Parteien – mit Ausnahme der Partei Die Linke – wollen eine 3 %-Sperrklausel für die Europa-Wahl beschließen. Das neue Wahlgesetz dürfte auch die Hürde Bundesrat spielend nehmen – man ist sich ja einig, wenn es um die Mandate in Brüssel geht. Da machen auch die Grünen keine Ausnahme!

Dass es schlecht um das Demokratieverständnis der etablierten Parteien bestellt ist, hat sich damit wieder einmal bewahrheitet!

Für die kleinen Parteien ist eine neue Sperrklausel ein herber Rückschlag, denn die Hürde von 3 % ist aller Voraussicht nach für sie kaum zu schaffen. Aber wer weiß, vielleicht zeigen viele Wählerinnen und Wähler den „Etablierten“ die rote Karte für ihr seltsames Demokratieverständnis und geben ihre Stimmen den kleinen Parteien.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz wird bei der EU-Wahl trotzdem einen harten Wahlkampf führen, um einerseits die Wählerinnen und Wähler dieses Landes über die vielen „Baustellen“ in der Politik der etablierten Parteien aufzuklären und um unsere eigene Sichtweise einer ethisch fundierten EU-Politik deutlich zu machen.

Der schöne Schein trügt

Wie sich die Reichen an den Armen bereichern

Wir leben offenbar im Zeitalter der Entzauberung! Da rühmt sich zum Beispiel die Deutsche Bank der „Leistung aus Leidenschaft“, betreibt aber wohl eher illegale Transaktionen „aus Leidenschaft“! Der Hoeneß Uli mutiert vom Vorzeigepräsidenten zum Steuerbetrüger und stürzt sich damit selbst vom Sockel. Und nun, wer hätte das gedacht, entpuppt sich Daimler aus der superreichen Nobelkarosserie-Branche als mieser Ausbeuter von Leiharbeitern und betreibt Lohndumping.

Drei Beispiele aus der „feinen Gesellschaft“, die mühelos fortgesetzt werden könnten.

Offenbar kann man heutzutage nur durch „Undercover-Recherche“ die Wahrheit hinter den glitzernden Kulissen erkunden! Wie in der Dokumentation „Hungerlohn am Fließband“ (13. 05, ARD) zu erfahren war, nahm der Journalist Jörg Rose – im Stil von Günter Wallraff – die Identität eines einfachen Schichtarbeiters an, bewarb sich, als Vater von vier Kindern, bei Daimler und wurde von der Leiharbeitsfirma Preymesser unter Vertrag genommen. Die aber fährt offenbar mittlerweile doppelgleisig: Nachdem für Leiharbeit höhere Löhne erstritten worden waren, erfand man den an Billigkeit kaum zu unterbietenden „Werksvertrag“, eingeführt auch vom raffgierigen Daimler-Konzern.

Mit versteckter Kamera dokumentierte Rose seinen Arbeitsalltag: Bis an den Rand der täglichen Erschöpfung hatte er ohne Ende superschwere Zylinderköpfe aus- und wieder einzupacken – für 8,19 Euro die Stunde. Lohndumping in Reinkultur! Entgegen den gesetzlichen Vorschriften arbeitete er als „Billiglöhner“ eng mit der – die gleiche Arbeit verrichtenden – Stammbelegschaft zusammen, laut Gesetz eine „unerlaubte Arbeitnehmer-Überlassung“ und damit Sozialversicherungsbetrug, so der renommierte Arbeitsmarktforscher Professor Stefan Sell. Der Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ – hier wird er zur Farce.

Billiglöhner als Arbeiter zweiter Klasse: So behandelt z. B. der Betriebsarzt nur bei der Stammbelegschaft die gravierenden Rückenprobleme aufgrund der schweren Arbeit, denn nur mit ihnen werden Leistungsvereinbarungen getroffen. Sparen auf Teufel komm raus! Und dies auf dem (kaputten) Rücken der billig Entlohnten (hier passenderweise im Wortsinne…).

Ein besonderes Kapitel ist die äußerst unterschiedliche Entlohnung. So verdient eine junge Frau mit einer 35-Stunden-Woche 3 577,- Euro monatlich; dazu kommen noch etliche Zuschläge. Dem „armen Schlucker“ mit Werksvertrag bleiben gerade einmal netto 991,- Euro von seinem Lohn. Die Folge: Analog dem Harz-IV-Aufstockermodell zahlt der Staat (= der Steuerzahler!) jeweils 1 550,- Euro monatlich drauf. Mit anderen Worten: Daimler lässt sich vom Steuerzahler subventionieren! Ein Skandal der Extraklasse.

Die Politik beteiligt sich also an solch anrüchigen Geschäften und unterstützt die Lohndumping-Strategie (und damit ihre Ausweitung) mit sage und schreibe 8,7 Milliarden Euro Steuergeldern. Wen wundert´s, wenn die berühmte Schere zwischen Arm und Reich dank Schwarz-Gelb immer weiter auseinandergeht!

Das soziale Gefüge gerät auf diese Weise mehr und mehr ins Wanken und droht auseinanderzubrechen, wenn auf der einen Seite die Gewinne gigantische Höhen erreichen und auf der anderen die Löhne immer weiter gedrückt werden. Die Folge ist modernes Tagelöhnertum, ist die Versklavung eines großen Teils der Bevölkerung.

Daimler will seinen Gewinn von 8 Milliarden Euro auf 9 Milliarden steigern. Der Stolz des Steuerzahlers, dass er einem Nobelkonzern dabei zu Diensten sein darf, dürfte sich in Grenzen halten.