Klarstellung

Liebe Mitglieder der Partei Mensch Umwelt Tierschutz,

liebe Sympathisantinnen und Sympathisanten,
liebe Wählerinnen und Wähler,

wie die einen oder anderen von Ihnen/euch schon mitbekommen haben, kursieren derzeit Gerüchte über eine angebliche „rechte Gesinnung“ innerhalb der Partei Mensch Umwelt Tierschutz.

Mit diesem Schreiben möchten wir ausdrücklich klar stellen, dass wir in keiner Weise mit der rechten Szene in Verbindung stehen.

Unsere Partei steht für progressive, freiheitliche, demokratische Politik und ist im politischen Spektrum links einzuordnen.

Die Anschuldigungen, die gegenüber zwei unserer Parteimitglieder erhoben wurden, wurden geprüft. Die entsprechenden Anträge zum Ausschluss dieser Personen aus unserer Partei wurden mittlerweile gestellt. Der Bundesvorstand erwartet nun die Entscheidung des Bundesschiedsgerichts.

Unser Bundesgeschäftsführer, Herr Jan Zobel, war tatsächlich Mitglied bei der NPD. Das ist allerdings kein und war auch noch nie ein Geheimnis. Herr Zobel ist bereits 1997 aus der NPD ausgetreten und leistet seit 2001 hervorragende Aufklärungsarbeit gegen Rechtsextremismus in Deutschland. Jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient, wenn er seine Ernsthaftigkeit und Kompetenz unter Beweis gestellt hat. Jan Zobel hat dies mehrfach getan.

Die Gerüchte, mit denen zur Zeit versucht wird unsere Partei über das Internet zu diffamieren, werden von ehemaligen Parteimitgliedern verbreitet, welche beim Versuch ihre Ideologien in den Bundesvorstand zu tragen, gescheitert sind und sich bereits während ihrer Mitgliedschaft durch hochgradig parteischädigendes Verhalten hervorgetan haben.

Wir hoffen, dass dieses Schreiben zur Klärung eventuell entstandener Unsicherheiten bezüglich unserer politischen Haltung beitragen konnte.

Wie Mahatma Gandhi einst sagte: „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

In diesem Sinne und mit besten Grüßen

Euer/Ihr Bundesvorstand

Unsere politischen Forderungen werden nun endlich gestärkt

Ärzte fordern Abkehr von Massentierhaltung

Nach Informationen von NDR starten jetzt Ärzte in Hannover eine bundesweite Kampagne und fordern erstmals eine Abkehr von der Massentierhaltung: „Ärzte stehen zunehmend vor dem Problem, dass verabreichte Medikamente nicht wirken. Das liegt an sogenannten multiresistenten Keimen, die immer mehr Menschen in sich tragen. Keime, die gegen Antibiotika resistent sind. Diese Resistenzen bilden sich auch dort, wo massenhaft Antibiotika bei Tieren verabreicht werden – in der industriellen Landwirtschaft. Aus diesem Grund fordern jetzt erstmals auch Humanmediziner eine Abkehr von der Massentierhaltung.“ (Weiter lesen…)

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz freut sich natürlich über die Initiative der Ärzte, weil wir uns schon seit Jahren vehement gegen die Massentierhaltung mit dem hohen Einsatz von Antibiotika aussprechen und in diesem Zusammenhang auf die Gesundheitsrisiken für Menschen und Tiere hinweisen, so auch aktuell in unserem EU-Wahlprogramm: „Der Einsatz von riesigen Mengen Antibiotika in der Massentierhaltung und die daraus resultierenden Resistenzen haben erhebliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Hier besteht noch ein enormer Informationsbedarf in der Bevölkerung. Wenn die negative Entwicklung in diesem Bereich nicht gestoppt wird, sind bald keine einsatzfähigen Antibiotika mehr vorhanden, was einer Katastrophe gleichkäme. Schon heute sterben in Deutschland rund 25 000 Menschen pro Jahr an den antibiotikaresistenten MRSA-Keimen. Tendenz steigend! Die EU hat es in der Hand, dieser Gefahr durch eine entsprechende Verordnung entgegenzuwirken, die den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung strikter als bisher limitiert.“

Zusammenstellung Wahlergebnisse aller bei der Europawahl angetretenen Tierschutzparteien

Unsere schwedische Schwesterpartei, die Djurens parti, hat die Wahlergebnisse aller bei der Europawahl angetretenen Tierschutzparteien zusammengestellt. Auch in den anderen 6 EU-Ländern, in denen Tierschutzparteien angetreten sind, wurden gute Ergebnisse erzielt. Leider hat es aber neben Deutschland nur in den Niederlanden zu einem Sitz gereicht. Doch auch 2 Tierrechtler/innen im EU-Parlament sind bereits ein großer Schritt in die richtige Richtung. Zusammen mit Anja Hazekamp wird Stefan Eck für die Tiere, die Menschen und die Umwelt kämpfen. (EU-Tierschutzparteien-Wahlergebnisse)

“Veganer Markt” in Ahrweiler

Landesverband Saarland in Aktion

Am 31.05.2014 fand zum ersten Mal der von den “Veganen Powerfrauen und Männer” & “Tier Time” ins Leben gerufene “Vegane Markt” in Ahrweiler statt.

Neben einem bunten Bühnenprogramm (beispielsweise Jan Peifer, Marsili Cronberg ua.), waren verschiedenste Tierschutz/rechtsorganisationen mit Ständen vertreten, und auch das kulinarische Angebot vor Ort begeisterte viele Teilnehmer/innen.

Extra aus dem Saarland angereist war der Listenkandidat unserer Partei für die Europawahl 2014 Peter Jung – um am Parteistand unsere programmatischen Ziele zu erklären. Desweiteren führte er spannende Zaubertricks vor.

Wir bedanken uns bei den Veranstaltern!

Unser Spitzenkandidat Stefan Eck zieht ins EU-Parlament ein

Hier einige Pressemitteilungen…

 

Saarbrücker Zeitung: “Saarländischer Tierrechtler zieht in EU-Parlament ein” (Zum Bericht)

taz.de: “Der Wachrüttler” (Zum Bericht)

Der Postillon (Satire): “Tierschutzpartei schickt Hund nach Brüssel” (Zum Bericht)

Die Welt: “Tierschutzpartei” (Zum Bericht)

Der Westen: Siegreicher Tierschützer ist im Europaparlament nicht allein” (Zum Bericht)

SR-online: “Zwei Saarländer ziehen ins EU-Parlament” (Zum Bericht)

Deutschlandfunk: “Bahn frei für die Kleinstparteien” (Zum Bericht)

Die Welt: “Die Neuen ergreifen Partei für den Ruf der Ratte” (Zum Bericht)

Politik-Kommmunikation: “Welcher Fraktion schließen Sie sich jetzt an, Herr Eck?” (Zum Bericht)

SR-Mediathek: “Interview mit Stefan Eck im SR 3 vom 25.05.2014” (Zum Interview)

Europawahl 25. Mai 2014

Unser harter Wahlkampf, der sich gelohnt hat: Mit einem Mandat in Brüssel!

 

Liebe Wähler/innen, Parteimitglieder, Sympathisanten,

ich möchte mich – auch im Namen der Mitglieder des Bundesvorstandes – für das uns entgegengebrachte Vertrauen ganz herzlich bedanken.

Ich werde im Europäischen Parlament hart arbeiten, um diesem Vertrauen gerecht zu werden. Aber auch in Brüssel und Straßburg braucht man einen langen Atem, wenn es um signifikante Verbesserungen für die Tiere oder die Umwelt geht.

366.303 Wähler/innen gaben uns ihre Stimme (das sind 26 % mehr, als noch vor fünf Jahren) – das ist ein klarer Wählerauftrag, den ich mit Stolz annehme und umzusetzen versuche.

An dieser Stelle möchte ich mich auch bei allen im Wahlkampf aktiv gewordenen Parteimitgliedern und Sympathisanten, die sich dabei beteiligten, ganz herzlich bedanken; es war eine grandiose Leistung und ohne diese Unterstützung hätten wir kein Mandat im EU-Parlament eingeholt. Die Mitglieder des Bundesvorstandes und die Vorstandsmitglieder in den Landesverbänden haben ihr Äußerstes gegeben, und sind bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit in der “Wahlschlacht” gegangen. Somit haben wir alle dazu beigetragen, Geschichte zu schreiben – eine deutsche Partei, die sich die Rechte der Tiere auf ihre Fahnen geschrieben hat, zieht in das weltgrößte supranationale Parlament ein.

Ich werde dort alles daran setzen, um die in mich gesetzten Hoffnungen zu erfüllen.

Euch allen nochmals herzlichen Dank und viele Grüße

Euer frisch gewählter EU-Abgeordneter Stefan Bernhard Eck.

Wir haben 1 Mandat für Brüssel bekommen!

Der Bundeswahlleiter hat am 26. Mai 2014 um 2:40 Uhr das vorläufige amtliche Ergebnis der achten Direktwahl der 96 Abgeordneten des Europäischen Parlaments aus der Bundesrepublik Deutschland vom 25. Mai 2014 bekannt gegeben: Die Tierschutzpartei hat 1,2 Prozent und zieht mit einem Sitz ins Europaparlament ein!

Vorläufiges Endergebnis der Europawahl: Wir haben 366.303 Stimmen bekommen (1,2 %). 2009 waren es 289.694 (1,1 %). Das bedeutet, wir haben 76.609 und damit 26 % mehr Stimmen geholt als letztes Mal. Vielen Dank!

Stefan Eck wird uns, Euch und die Tiere damit in Brüssel vertreten.

Außerdem haben es Lothar Tietge in den Magdeburger und Claudia Krüger in den Düsseldorfer Stadtrat geschafft.

Wir danken Euch allen für diesen grandiosen Wahlkampf! Ohne Euch alle wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen!

Bundesvorstand gratuliert: Partij voor de Dieren mit einem Mandat in Brüssel!

Unsere niederländische Schwesternpartei, die Partij voor de Dieren (Partei für die Tiere), hat mit 4,2 % den Einzug ins Europaparlament geschafft! Herzlichen Glückwunsch von allen Mitgliedern des Bundesvorstandes an die niederländischen Kollegen/innen und insbesondere an Anja Hazekamp, die Spitzenkandidatin!

Wir drücken den Tierschutzparteien in Großbritannien, Portugal, Schweden, Spanien und Zypern natürlich weiterhin die Daumen für den kommenden Sonntag.

Vor allem in Portugal und Spanien könnten es unsere Kollegen/innen schaffen, die notwenigen Wählerstimmen für ein Mandat im EU-Parlament zu erreichen.

Unser Ziel heißt: Mindestens 2 Sitze in Brüssel. Wir zählen auf Euch!

Gemeinsames Kommuniqué der “7 Euro Animal Parties”

Strategiemeeting in Amsterdam am 07. Mai 2014 – Die „Euro Animal Parties“ auf dem Weg nach Brüssel

Man könnte über den wirtschaftlichen Problemen in der EU fast vergessen, dass das Projekt Europa weiter voranschreitet. Im letzten Jahr schloss sich Kroatien der Union als 28. Mitgliedstaat an; eine weitere Beitrittskonferenz wurde für Montenegro abgehalten. Die Verhandlungen mit Serbien sind in vollem Gange, und außer der Türkei wartet Albanien – neben weiteren Ländern – auf einen Beitritt zur EU. Diese geografische Erweiterung lenkt jedoch die Aufmerksamkeit weg von einer anderen Erweiterung, die vom ethischen Standpunkt aus inhaltlich von größerem Interesse und dringlicher ist: die politische und juristische Integration nicht-menschlicher Bewohner des europäischen Kontinents bzw. derjenigen, die im Vertrag von Lissabon als „fühlende Wesen“ bezeichnet werden – Lebewesen mit Gefühlen und Bewusstsein. Im üblichen Sprachgebrauch: die Tiere.

Das Verbot konventioneller Käfigbatterien für Hennen, das im Jahr 2012 in Kraft trat, und das Verbot von Kastenständen für trächtige Mutterschweine, das im letzten Jahr durchgesetzt wurde, sind konkrete Beispiele für diese Integration. Dazu zählt auch das Verbot von Tierversuchen für Kosmetika. Die Absicht der 2. Europäischen Tierschutz-Strategie (2012-2015), Haustiere in einen allgemeinen europäischen Tierschutz-Vertrag einzubinden, zeigt, dass der Bereich von Tieren, die in Betracht gezogen werden, immer mehr ausgeweitet wird.

Aber wenn man diese Entwicklung genauer betrachtet, ist man einerseits betroffen von der Dringlichkeit der Angelegenheit und andererseits von dem Vorankommen, das sich im Schneckentempo vollziehen. Die Anzahl der in Europa lebenden Tiere, die unter der Grausamkeit des Menschen leiden, hat astronomische Ausmaße. Zum Beispiel werden jährlich 5 Milliarden Hühner (besser gesagt Küken) für den Fleischverzehr geschlachtet. Diese Tiere entstammen weitgehend der Inzucht, was ihr Wohlergehen in hohem Maße beeinträchtigt. Die Anzahl von Tieren, die Opfer barbarischer Praktiken werden, wie Zwangsfütterung, analer Stromschlag, Aushungern, Tod durch Folter, Ertränken etc., beläuft sich auf mindestens mehrere 10 Millionen.

Fast ebenso signifikant ist die Langsamkeit der Mitgliedstaaten, allein oder gemeinsam, mit der der erforderliche Schutz dieser nichtmenschlichen Mitbürger in Gang gesetzt oder erhöht wird. Nachdem der Untragbarkeit von Batteriekäfigen ein solides wissenschaftliches Fundament gegeben wurde, dauerte es noch fast ein halbes Jahrhundert, bevor ein Verbot tatsächlich durchgesetzt wurde – und die Alternative zu Batteriekäfigen bestand nur in einer geringfügigen Verbesserung.

Umfang und Art dieser Probleme lassen erkennen, dass sich Europa nicht nur in einer ökonomischen, sondern auch in einer moralischen Krise befindet. Mitgliedstaaten, Antragsteller und EU-Institutionen sollten diese Probleme ernster nehmen, als dies bisher der Fall war. Betroffene Bürger/innen werden sie ohne jeden Zweifel drängen, sich zunehmend zu engagieren. Dabei steht die deutsche Tierschutzpartei nicht allein da: Sieben Tierschutzparteien (zusammen die „Euro Animal 7“) nehmen in diesem Monat an der Europawahl teil. Und dies nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Niederlanden, in Portugal, Spanien, Schweden, Zypern und Großbritannien. Die Zeit ist gekommen für eine internationale Koalition von Tierschutzparteien! Wir werden Europa neu denken, mit der Perspektive, dass Tiere auch Mitglieder der Union sind und dass sie dementsprechend gerecht und mitfühlend behandelt werden müssen.

Die Unterzeichner / Die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten der Tierschutzparteien:
-Laura Duarte, PACMA, Spanien
-Stefan B. Eck, Tierschutzpartei, Deutschland
-Orlando Figueiredo, PAN, Portugal
-Anja Hazekamp, Partij voor de Dieren, Niederlande
-Vanessa Hudson, Animal Welfare Party, Großbritannien
-Kyriakos Kyriacou, APC, Zypern
-Jeanette Thelander, Djurens Parti, Schweden

und

-Prof. Will Kymlicka, Lehrstuhl für Politische Philosophie, Queen´s University in Kingston, Kanada,
-Claudia Linssen, Präsidentin der Animal Politics Foundation, Niederlande
-Ingrid Newkirk, Präsidentin und Mitbegründerin von PETA, People for the Ethical Treatment of Animals

Die europäischen Tierschutzparteien hielten kürzlich ein Strategie-Treffen ab, bei dem über die Teilnahme an der Europawahl beraten wurde.

Ziele der “7 Euro Animal Parties”: (Zum Video).