Auch unsere Düsseldorfer Ratsgruppe spricht sich gegen die Hetze aus, die von Pegida und ihren Nachahmern betrieben wird. Hier zum Artikel
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Presse-Mitteilung von Tasso e.V. vom 22.01.2015 – Was tun beim Autounfall mit einem Tier
Leben retten von Mund zu Schnauze
Der Winter birgt durch Matsch, Schnee und Glätte auf den Straßen sowie eine oft schlechte Sicht ein erhöhtes Verkehrsunfallrisiko. Auch unsere Haustiere können so in lebensgefährliche Situationen geraten und benötigen Erste Hilfe. In diesem Fall ist schnelles Handeln gefragt – vor allem aber Ruhe bewahren.
Zuerst müssen Atmung und Herzschlag überprüft werden. Ist trotz freier Atemwege keine Atmung erkennbar, muss das Tier künstlich beatmet werden. Das heißt: einatmen und dem Tier die Luft pro Minute zehn Mal durch seine Nase zuführen, bis sich der Brustkorb hebt. Bei ausgesetztem Herzschlag braucht das Tier eine Herzmassage. Auf einem festen Untergrund gelagert und auf seine rechte Körperseite gelegt, wird 100 Mal pro Minute Druck auf den Brustkorb ausgeübt, zehn Mal pro Minute unterbrochen von künstlicher Beatmung. Ein Trick hilft, die richtige Position des Herzens zu finden: Das linke Vorderbein wird leicht angewinkelt, sodass es auf das linke untere Viertel des Brustkorbs deutet. Der Ansatzpunkt für die Herzmassage ist direkt unter dem Ellenbogen.
Blutende Wunden müssen gesäubert werden. Durch das Entfernen des Fells wird der Zugang zur Wunde erleichtert. Verschmutzungen müssen ausgespült werden. Mit einer fusselfreien Gaze wird die verletzte Stelle trocken getupft und ein Verband angelegt. Lässt sich die Blutung nicht stillen, muss ein Druckverband angelegt werden. Hierzu wird ein Päckchen Verbandmull auf die Wunde gedrückt und mit einer elastischen Binde, notfalls auch mit einem Gürtel oder Schal, fixiert. Achtung: Bleibt ein Druckverband länger als eine Stunde liegen, können Gewebeschädigungen aufkommen. Egal, zu welcher Maßnahme Sie greifen müssen: In der Regel reicht die Ausstattung des Erste-Hilfe-Sets, das Sie in Ihrem Fahrzeug haben.
Apathisches Verhalten, sinkende Körpertemperatur und eine erhöhte Atem- und Herzfrequenz können Anzeichen für einen Schock sein. Die normale Körpertemperatur von Hund und Katze liegt zwischen 38 und 39 Grad Celsius. Kritisch wird es bei Werten unter 36 Grad Celsius und mehr als 40,5 Grad Celsius. Besonders Unterkühlung muss entsprechend versorgt werden.
Leider passiert es immer wieder, dass Hunde und Katzen nach einem Autounfall panikhaft die Flucht ergreifen und nicht mehr auffindbar sind. „Wichtig ist, dass das Tier gechippt und zum Beispiel bei TASSO registriert ist. Im Schnitt vermitteln wir alle 10 Minuten ein vermisstes Tier zurück – etwa 60.000 Tiere pro Jahr“, erklärt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., die mit knapp 7,6 Millionen registrierten Tieren das größte Haustierzentralregister in Europa betreibt.
Pegida-Chef bezeichnete Flüchtlinge als „Viehzeug“ und „Dreckspack“
Laut Freie Presse vom 21.01.2015 hetzte Pegida-Chef Lutz Bachmann in einer geschlossenen Facebookgruppe im September 2014, wenige Wochen vor der Pegida-Gründung, gegen Flüchtlinge und bezeichnete sie als „Viehzeug“ und „Dreckspack“.
Als die „Freie Presse“ ihn mit den Aussagen konfrontierte, lehnte er jede Stellungnahme ab und die Zeilen wurden zeitgleich aus Facebook gelöscht.
Nachdem die Medien über Bachmanns ausländerfeindlicher Facebook-Einträge berichtet hatten, gab er gestern in Dresden seinen Rücktritt von allen seinen Vorstandsämtern des islam- und asylkritischen Pegida-Vereins bekannt. In einer Pressemitteilung „entschuldigte er sich bei den Bürgern, die sich angegriffen fühlen.“
Wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt nun die Staatsanwaltschaft in Dresden gegen Bachmann.
Im Zusammenhang mit Bachmanns Bezeichnung Flüchtlinge seinen „Viehzeug“ sei es erlaubt die Frage zu stellen:
Warum bedienen sich Menschen gerne des tierlichen Vergleichs, wenn sie meinen mit der tierlichen Bezeichnung positive oder negative Eigenschaften von Menschen besonders hervorheben zu müssen? Nicht nur, dass Bachmann Flüchtlinge zutiefst beleidigt, gedemütigt und herabgewürdigt hat, sondern es wird schnell klar, welchen niedrigen Stellenwert auch Tiere dabei haben. Die Soziologin Birgit Mütherich bringt das Phänomen im Sprachgebraucht auf den Punkt: Menschen werden, um sie “abzuwerten”, als Ratten oder Ungeziefer etikettiert…
Theodor W. Adorno – neben Max Horkheimer sicher der bekannteste Vertreter der Kritischen Theorie der “Frankfurter Schule” – hat dieses Phänomen bereits im Hinblick auf gruppenbezogenen Menschenhass beschrieben. Adorno behauptete, die “stets wieder begegnende Aussage, Wilde, Schwarze, Japaner glichen Tieren, etwa Affen”, enthalte “bereits den Schlüssel zum Pogrom.” Dies ist als Warnung um erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber dem Zeitgeschehen zu verstehen. Sprache schafft Wirklichkeit, mehr als dass sie sie abbildet. Also hören wir aufmerksam zu und schauen wir aufmerksam hin, und wo es uns notwendig erscheint, als unsere Pflicht, erheben wir unsere Stimme, für die, die oftmals nicht sprechen können.
Und hier im Fall Bachmann werden Menschen als „Viehzeug“ tituliert, um sie „abzuwerten“… und wie immer werden dabei auch Tiere verunglimpft, die absolut schuldlos menschlichen Abgründen ausgesetzt sind.
Hinweis auf: PETA Aktionswoche für Wildtiere vom 19. bis 23.Januar 2015
In dieser Woche kann jeder helfen, gegen das Leid von Wildtieren zu kämpfen!
Peta hat einige Vorschläge vorbereitet, die genutzt werden können, um sich aktiv gegen das Leid einzusetzen und Wildtieren zu helfen, die gejagt, getötet, gequält und ausgebeutet werden.
Nehmen auch Sie an der Aktionswoche teil!
17.01.2015: Demo In Berlin „Wir haben es satt!“
Partei Mensch Umwelt Tierschutz vor Ort
Am Rande der Grünen Woche demonstrierten zu der Agrar-Demo „Wir haben es satt!“ rund 50 000 Aktivisten/innen. 90 Traktoren begleiteten den Demozug vom Potsdamer Platz in Berlin-Mitte zum Bundeskanzleramt. Die Demonstranten/innen reisten aus der gesamten Bundesrepublik extra an und forderten fairen Handel, artgerechte Haltung von Nutztieren, gerechte Preise für die Güter von Landwirten und eine gentechnikfreie Saatgut-Vielfalt.
Auch Funktionsträger/innen und Mitglieder aus unserer Partei waren vor Ort und forderten die Abschaffung der Massentierhaltung als ersten Schritt auf dem langen Weg zu einer Landwirtschaft ohne „Nutztiere“!
Wir sagen:
Schluss mit den Tierfabriken!
Schluss mit dem Fleischwahnsinn!
Wir machen uns stark für eine vegetarisch/vegane Ernährung!
Die Demonstration fand bereits zum fünften Mal in Berlin statt; im vergangenen Jahr waren rund 30 000 Menschen dabei.
Partei Mensch Umwelt Tierschutz setzt Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit
Landesverband Hamburg, Baden-Württemberg und Sachsen in Aktion
Am Abend des 5.1.2015 haben drei Mitglieder des Landesvorstandes Baden-Württemberg zusammen mit 8000 weiteren Menschen in Stuttgart ein überaus deutliches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, Hass, Hetze und Unmenschlichkeit sowie für unsere Verpflichtung, Bedürftigen Asyl zu gewähren und für eine multikulturelle Gesellschaft gesetzt.
Gleichzeitig haben in Hamburg mehrere Mitglieder unseres Hamburger Landesverbandes zusammen mit 5000 weiteren Menschen ebenfalls gegen Pegida demonstriert.
Auch am Abend des 12.1. fanden bundesweit Demonstrationen gegen Pegida statt. So waren auch in Dresden Mitglieder des Landesverbands Sachsen unterwegs, um unter anderem an der von Künstlern und Kulturschaffenden organisierten “Kehraus”-Aktion teilzunehmen.
10.01.2015: Mahnwache gegen Tierversuche in Stuttgart
Landesverband Baden-Württemberg in Aktion
Am Samstag, 10.01.2015, haben wir mit mehreren unserer Aktiven aus dem Landesverband Baden-Württemberg an einer Mahnwache von insgesamt ca. 90 Menschen gegen Tierversuche in Stuttgart teilgenommen.
Es war eine schöne Zusammenarbeit mehrere Tierrechtsvereine und unserer Partei mit zahlreichen Schildern, Bannern, Plakaten und Transparenten und einem Infostand der Veranstalter, der durchgängig gut besucht war, sodass viele Menschen informiert und über die Unsinnigkeit und Grausamkeit von Tierversuchen aufgeklärt werden konnten. Als Tierschutzpartei ist die Forderung nach einem ausnahmslosen Verbot jeglicher Tierversuche bereits seit unserer Gründung eines unserer zentralen Anliegen.
Wir danken allen, die dabei waren und v. a. der AG Karlsruhe der Ärzte gegen Tierversuche für die tolle Organisation und eindrucksvollen Zeichens gegen sinnfreie, nicht zu rechtfertigende Tierquälerei!
“Rettet das Huhn” sagt danke!
Wir hatten am 07.01.2015 einen Hilfeaufruf von “Rettet das Huhn” eingestellt; hier nun ein großer Dank an alle, die dem Aufruf tatkräftig gefolgt sind
Liebe Leserinnen und Leser,
wir möchten uns an dieser Stelle herzlich bei allen Menschen bedanken, die uns seit dem Aussenden unseres Notrufes so spontan und hilfsbereit unterstützt haben! Es erreichte uns eine wahre Flut an Platzangeboten und wir konnten innerhalb weniger Tage genügend Plätze für alle 1600 Hennen finden! Ende Januar können wir sie so aus der Hölle der Bodenhaltung befreien und ihnen ein behütetes und friedliches wahres Hühnerleben schenken ! Das wäre ohne die Unterstützung so vieler tierlieber Menschen nicht möglich gewesen!
Wir denken dabei natürlich an die restlichen der 45 Millionen Legehennen, die jährlich allein in Deutschland in dem tierverachtenden System der Eierproduktion ausgebeutet und nach einem Jahr getötet werden. Sie haben nie die Sonne gesehen und sterben nach dem grausamen Jahr in Gefangenschaft ungesehen und ungehört von unserer Gesellschaft einen furchtbaren und einsamen Tod. Ebenso wie ihre 45 Millionen Brüder bereits am ersten Tag ihres Lebens…. Jahr für Jahr.
Trotzdem macht uns die Reaktion, die uns erreicht hat, Hoffnung, dass immer mehr Menschen aufstehen für die Rechte der Tiere, und dass immer mehr Menschen aufhören, mit ihrem Konsumverhalten die Ausbeutung wehrloser fühlender Lebewesen zu unterstützen.
Ein Tier zu retten verändert leider noch lange nicht die ganze Welt…. Für unsere geretteten Hühner aber bedeutet es ein ganzes Leben!
Danke im Namen des gesamten Teams von Rettet das Huhn!
Stefanie Laab
Jane Goodall äußert sich im Interview zum Bevölkerungswachstum
Jane Goodall, international vielfach geehrte Primatologin und 2002 von Kofi Annan zur UN-Friedensbotschafterin ernannt, sagt in einem Interview 2007: sie sieht im Bevölkerungsdruck das Problem, dass allen Klima- und Umweltproblemen zugrunde liegt und trotzdem in den internationalen Debatten tabuisiert wird. Religion(en) und Tradition stehen dieser einfachen Einsicht entgegen. Auch im Nationalpark Gombe (Tansania) schwindet der Lebensraum der Primaten.
In der westlichen Welt herrsche die Ansicht vor, die Menschen in den Entwicklungsländern empfänden Vorschläge zur Geburtenkontrolle als Bevormundung. Jane Goodall selbst habe die Erfahrung gemacht, dass in Afrika vor allem einheimische Familienplanungsteams sehr willkommen sind, wenn man den Leuten ganz konkret vor Ort die Folgen vieler Kinder für ihr eigenes Leben klar macht: früher bedeuteten viele Kinder Reichtum, da sie alle Land bewirtschaften und die Eltern versorgen konnten; heute bedeutet das Armut und Hunger, da nicht mehr genug Land vorhanden ist, um immer mehr Menschen zu ernähren. In ihrem Projekt „Tacare“ in Gombe spielt Familienplanung und Frauenbildung eine wichtige Rolle für ein Zusammenleben von Menschen, Tieren und Umwelt.
Paul Watson über Charlie Hebdo
Je suis Charlie!
Kaptiän Paul Watson von “Sea Shepherd” schreibt auf facebook über den Tod der Charlie Hebdo-Cartoonisten:
“Der Verlust von Charlie Hebdo ist auch ein Schlag für die Rechte der Tiere: Die Tierrechtsbewegung verlor vier große und talentierte Aktivisten mit dem Mord an den Karikaturisten John Cabut, Stéphane Charbonnier, Bernard Verlhac und Georges Wolinski. …. Charlie Hebdo ist auch die einzige französische Zeitung, die klar Stierkämpfe, die Versklavung der Delfine und die Großwildjagd verurteilt. Das Magazin hatte auch ein wöchentliches Tierrechts-Cartoon….
Einer der Bewaffneten brüllte: “Wir haben Charlie Hebdo getötet.” So weit ich die Franzosen kenne, bezweifle ich aber, daß sie jetzt Charlie Hebdo sterben lassen werden. Wenn überhaupt, dann wird es die freie Meinungsäußerung sogar noch stärken. Die Freiheit darf sich niemals der Tyrannei durch fanatisch-religiöse Intoleranz unterwerfen!”
Auf www.peta.org findet man die besten 10 Tierrechts-Cartoons von Charlie Hebdo.