Unsere Direktkandidierenden zur Bundestagswahl 2021

Wir treten zur Bundestagswahl 2021 in allen Bundesländern mit Landeslisten an! Zudem in vielen Wahlkreisen mit Direktkandidierenden.

Hier findet ihr die Übersicht über alle unsere Kandidierenden in den Bundestagswahlkreisen. Sie können mit der Erststimme gewählt werden. Continue reading “Unsere Direktkandidierenden zur Bundestagswahl 2021”

Berliner Wahlprogramm 2021 – Deine Ideen sind gefragt!

Für die Wahlen zum Ber­li­ner Ab­ge­ord­ne­ten­haus und zu den Be­zirks­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lun­gen, welche im Herbst 2021 stattfinden, führen wir – die Tier­schutz­par­tei Berlin – derzeit eine Umfrage durch, um von unseren Mit­glie­dern sowie po­ten­zi­el­len Wäh­ler*in­nen An­re­gun­gen zu bekommen, welche For­de­run­gen wir in unser Wahl­prog­ramm aufnehmen sollen.

Es ist uns wichtig, bei der Auf­stel­lung unseres Wahl­prog­ramms die In­te­res­sen unserer Mitglieder und po­ten­zi­el­len Wäh­ler*in­nen zu be­rück­sich­ti­gen und ihre Anliegen ernst zu nehmen.

Deshalb bist auch Du gefragt, uns nach­fol­gend Deine Ideen und An­re­gun­gen zum Wahl­prog­ramm mit­zu­tei­len! Wir werden Deine An­re­gun­gen prüfen, intern dis­ku­tie­ren und – sofern sie mit unseren Werten im Einklang und aus unserer Sicht sinnvoll sind – mit guter Wahr­schein­lich­keit in unser Wahl­prog­ramm mit aufnehmen.

Wir danken Dir für deinen Beitrag!

Hier geht es zur Umfrage.

Illegale Hundehändlerin aufgeflogen

Das Problem mit den leidenden Wühltischwelpen steht schon lange im öffentlichen Fokus und dennoch fehlt es an politischen Maßnahmen, sich diesem Thema entsprechend anzunehmen. Wer kennt sie nicht, die putzigen Hundewelpen mit Knopfaugen, die jedes Herz erweichen lassen und oftmals an Straßenecke oder gar Autobahn-Rasthöfen angeboten werden? Da vergisst man schnell schon mal die Hintergründe dieses tierausbeuterischen Geschäftszweigs.

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Black Lives Matter: Der Kern des Problems liegt tiefer

Am 6. Juni 2020 fand eine „Black Lives Matter“-Demonstration in Berlin statt mit ca. 15 000 Teilnehmer*innen. Die Menschen trafen sich in großer Zahl, um für die Rechte von farbigen Menschen und gegen die Diskriminierung und Polizeigewalt, die ihnen widerfährt, zu demonstrieren.

Dies ist ohne jeden Zweifel ein sehr wichtiges Anliegen. Die Forderung nach einer vollständigen Gleichberechtigung von farbigen Menschen ist absolut gerechtfertigt. Es ist wichtig, sich aktiv gegen jede Art der Diskriminierung und Ungerechtigkeit einzusetzen. Gleichwohl möchten wir auf die Grundursache der Diskriminierung anderer Menschen aufmerksam machen.

In unserer Gesellschaft lernen die meisten von uns bereits als Kleinkinder, dass es in Ordnung ist unterschiedliche Maßstäbe anzulegen, wenn es darum geht, wie wir unsere Mitgeschöpfe behandeln. Um nur einige Beispiele zu nennen:

  • Menschen sind die „Krone der Schöpfung“. Ihre Würde ist unantastbar und ihr Leben ist wertvoll (außer sie leben in armen, unbedeutenderen Ländern)
  • Insekten sind Schädlinge (auch wenn sie unser Ökosystem aufrechterhalten)
  • Hunde und Katzen sind geliebte „Haustiere“ (wenn sie süß und pflegeleicht sind)
  • Wölfe dürfen frei leben und stehen unter „Artenschutz“ (soweit sie den Menschen dabei nicht belästigen)
  • Fische sehen komisch aus, schmecken aber gut; daher sind sie auch für nichts anderes gut als zum Essen oder, um sie an andere „Nutztiere“ zu verfüttern
  • Tauben sind eine „Plage“, denn sie machen nur Dreck (auch wenn sie ihre Ausbreitung in den Städten dem Menschen zu verdanken haben)
  • Pferde sind Arbeits- und Freizeittiere, auf denen man reitet (ob sie es wollen oder nicht)
  • Schweine, Hühner und Rinder sind „Nutztiere“, denn ihre einzige Daseinsberechtigung besteht darin, dass sie dem Menschen nützen; ihre individuellen Interessen und Bedürfnisse spielen keine Rolle, ganz zu schweigen von ihrer Leidensfähigkeit.

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Im Verhältnis Mensch – Tier gilt nach wie vor erbarmungslos das Recht des Stärkeren. Die Interessen und Bedürfnisse der nichtmenschlichen Tiere werden dabei in den seltensten Fällen berücksichtigt. Im Gegenteil, zu einem ordentlichen Festmahl gehört ein gutes Stück totes Fleisch und dann kann gefeiert werden. Dabei denken die wenigsten daran, dass dafür ein Tier unsägliche Schmerzen erleiden und sterben musste. Es ist normal in unserer Gesellschaft. Jeder macht es, warum sollte also etwas falsch daran sein.

Diese Geisteshaltung der menschlichen Überlegenheit ist momentan so sehr in unserem kollektiven Denken verankert, dass so gut wie niemandem mehr auffällt, an was für einer unsäglichen Diskriminierung, Ungerechtigkeit und Gewalt wir uns praktisch täglich beteiligen. Das Ausblenden jeglicher moralischen Werte und Grundsätze, die wir im Verhältnis Mensch – Mensch als ganz selbstverständlich anerkennen, scheint bei Tieren auf einmal keinerlei Relevanz mehr zu haben. Diese Art der Diskriminierung nennt man Speziesismus – vereinfachend ausgedrückt die Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer anderen Spezies.

Es zeugt von einer gewissen Paradoxie, wenn jemand, der andere Lebewesen aufgrund ihrer Andersartigkeit diskriminiert, sich darüber empört, dass Menschen andere Menschen aufgrund deren Andersartigkeit diskriminieren. Denn müsste man nicht, wenn man eine spezielle Art von Diskriminierung bekämpfen will, konsequenterweise alle Arten von Diskriminierung bekämpfen?

Wer an dieser Stelle nun empört aufschreit und erklärt, dass dies impliziere, farbige Menschen seien „auf einer Stufe mit Tieren“ und dass dies beleidigend und rassistisch sei, der sollte nochmals genauer nachdenken. Denn dieser Gedanke zeugt in sich bereits wieder von einer elitären Geisteshaltung nach dem Motto „wir Menschen sind mehr wert als die Tiere“. Das ist das Grundprinzip, nach dem jede Diskriminierung funktioniert. Wenn es gelänge, dieses Denkmuster aufzulösen, würde Rassismus überhaupt kein Thema mehr sein. Er würde im Nu von alleine verschwinden. Andersherum wird es aber nicht möglich sein, dem Rassismus ein Ende zu bereiten, solange der Speziesismus in unserer Gesellschaft weiterhin omnipräsent ist, ohne dass er offen zur Sprache gebracht wird.

Sich für eine gerechte Sache einzusetzen ist gut und richtig. Aber bitte belassen Sie es nicht bei einem Lippenbekenntnis! Jeder kann aktiv etwas dafür tun, dass unsere Welt gerechter und diskriminierungsfreier wird. Dazu ist es wichtig, sich auch über Speziesismus und Veganismus zu informieren und nicht weiter wegzuschauen, wenn Tiere misshandelt und diskriminiert werden, sondern aktiv zu werden.

„Wer die Opfer nicht schreien hören, nicht zucken sehen kann, dem es aber, sobald er außer Seh- und Hörweite ist, gleichgültig ist, dass es schreit und zuckt, der hat wohl Nerven, aber – Herz hat er nicht.“ (Bertha von Suttner, österreichische Pazifistin und Schriftstellerin, 1843 – 1914)

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Vögeln in Berlin begegnet man immer seltener!

Nachtijal, ick hör dir trapsen!!! Denn: Alle Vögel sind schon lange nicht mehr da! Die Gründe? Vielfältig: Humane Wohnraumverdichtung, insektenvernichtende Pestizide oder die Schrecken erregende Silvesternacht.

Aber zuerst die gute Nachricht: Dem Berliner Spatz geht es ausgezeichnet. Trotz des fiesen Virus, der vor einigen Jahren viele Sperlinge hernieder raffte. Und auch trotz der Tatsache, dass der Haussperling bundesweit zu den bedrohten Arten gehört und bereits seit 2002 auf die roten Vorwarnliste der deutschen Brutvögel gesetzt wurde. Städte wie Hamburg, Köln oder Münster sind wesentlich spatzenärmer. Warum nur? Der Berliner Spatz lebt in meist friedlicher Symbiose mit Fritten- und Backwarenessern, die gerne mal etwas fallen lassen. Wenn das Portmonee im Straßen-Café gezückt wird, das lernen die Spatzenküken von ihren Eltern, heißt es: Losfliegen und Reste verwerten. Auch die nicht übermäßig gepflegten Parks findet der Berliner Spatz super, weil sich hier viel mehr Insekten tummeln als im barocken Garten mit englischen Rasenflächen.
Doch die Idylle wird immer mehr geschunden: Löchrige, morsche Dächer von Abrisshäusern, die dem Spatz als Unterschlupf dienten, werden rigoros abgerissen und weichen neuen Wohnbauten. Morsche Fassaden mit für den Spatz gemütlichen Löchern werden saniert und durch Kunststofffassaden versiegelt. Auch Brandschutzwände mit bröseligen Putz-Löchern wurden gerne für den Nestbau genutzt. Die urbane Wohnraumverdichtung lässt ebenso diesen Lebensraum in Berlin schwinden. Daher wünschen wir uns die Schaffung von Brutgelegenheiten!

Einen weiteren Grund für das massive Vogelschwinden in den letzten Jahren kennt wohl ein jeder: Durch den vermehrten Gebrauch von Pestiziden, etwa in der Landwirtschaft, Parkanlagen oder auch in privaten Gärten oder auf Balkonen, sterben die Insekten – beliebtes Futter der meisten Vögel. Keine Insekten = keine Vögel, aber auch: Keine Bestäubung der Obstbäume, was nebenbei erwähnt ja mancherorts schon zum großen Problem geworden ist. Maja Lunde beschreibt in ihrem dystopischen Roman „Die Geschichte der Bienen“, was aus der Menschheit und auch aus der Artenvielfalt aller anderen Lebewesen dieser Erde wird, wenn nützliche Insekten spurlos verschwinden. Die Insektenknappheit macht auch den Berliner Vögeln zu schaffen. Daher wird es schon lange empfohlen, nicht nur im Winter Vogelfutter anzubieten, sondern auch in den wärmeren Jahreszeiten.

Silvester: Man stelle sich vor, man sei ein Vogel. Pünktlich ab Anbruch der Dunkelheit beginnt das Böllern und Knallen in der ganzen großen Stadt. Der Vogel verfällt in Panik, denn er weiß nicht, wo und wann das nächste Geschoss in die Luft geht. Was tun? Viele Vögel fliehen Richtung oben. Sie fliegen aber nicht wie normalerweise in eine Höhe von 100 Metern über dem Erdboden. Nein – genau in dieser Höhe lauert die unberechenbare Gefahr. Der Vogel fliegt höher und höher, bis zu 1000 Meter hoch. Dort hat er Ruhe. Aber: Die gesamte Stadt zu überfliegen, die ja den Knallfreunden uneingeschränkte Freiheiten bietet, bedeutet einen enormen Kraftaufwand. Selten schaffen es die aufgeschreckten Vögel bis in die dünner besiedelten Randgebiete Berlins. Während ihrer Flucht schwinden ihre Reserven, die im Winter sowieso schon mager sind. Die Folge: Vor Erschöpfung können die Tiere nicht mehr weiterfliegen und stürzen in den Tod.

Warum muss es jedem Berliner freistehen, wo auch immer, den gesamten Silvester-Abend über zu knallen? Betrachtet man die pompösen Silvester-Feuerwerke anderer Städte, wie etwa Sydney oder Dubai, fällt auf, dass das Show-Spektakel immer nur auf einen kleinen Teil der Stadt beschränkt ist. Die in den Städten lebenden Tiere danken es! Eine territoriale Beschränkung der Silvesterfeuerwerke sollte uns Berlinern nicht schaden – der Vögel-Vielfalt zuliebe!

https://www.tagesspiegel.de/politik/serie-auf-der-faehrte-8-choere-sind-nach-ihm-benannt-sein-geschilpe-ist-eher-monoton/12221720-2.html
https://www.morgenpost.de/web-wissen/article104660338/In-Deutschland-gibt-es-immer-weniger-Spatzen.html
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/artenvielfalt-zahl-der-voegel-in-deutschland-stark-gesunken-a-73985b1a-f4c9-4a86-b467-dab088ab48bb

Gegen Panda-Diplomatie im Berliner Zoo

Sea Life, der Tierpark und der Berliner Zoo sind beliebte Ausflugsziele für Familien und Besucher in Berlin. Allein im Berliner Zoo werden nach eigenen Angaben über 19 400 Individuen zur Schau gestellt. Manche dieser teilweise exotischen Tiere wurden im Käfig aufgezogen und haben ihren natürlichen Lebensraum nie kennengelernt. Kein Gehege, egal wie groß und luxuriös, kann die Weiten der Arktis oder der Savanne ersetzen. Wir von der Tierschutzpartei finden das nicht in Ordnung.

Aber gibt es nicht noch wichtigere Probleme, um die wir uns kümmern sollten? Die Verwirklichung von Menschenrechten zum Beispiel? Wir von der Tierschutzpartei setzen uns auch dafür ein.

Im Berliner Zoo leben zwei Pandas, die von der chinesischen Regierung für ca. 920 000 Euro im Jahr zur Verfügung gestellt werden. Sie werden instrumentalisiert, nicht nur um die Einnahmen des Zoos zu steigern, sondern auch um die diplomatische Beziehung zwischen Deutschland und China zu verfestigen. Was wie eine Verschwörungstheorie klingt, ist leider Realität. Schon seit Jahrhunderten tauschen Herrscher untereinander exotische Tiere aus, um ihre diplomatischen Beziehungen zu pflegen. Die chinesische Panda-Diplomatie ist nur der Gipfel dieser Praxis. Die Tiere werden nicht verschenkt oder verkauft, sondern verliehen. China kann sie jederzeit zurückfordern. Dies setzt die deutsche Außenpolitik unter Druck. Schließlich wäre die Öffentlichkeit enttäuscht über eine Rücknahme der Pandas. Etablierte Parteien drücken gerne ein Auge zu, wenn es um Menschenrechtsverletzungen in China geht: Nach Schätzungen von Amnesty International werden in der Volksrepublik China jährlich tausende Menschen hingerichtet. Menschenrechtsaktivisten werden eingesperrt und freie Meinungsäußerung ist praktisch nicht möglich. Minderheiten wie die tibetischen Buddhisten und uigurischen Muslime werden massiv unterdrückt. All dies sollte in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Stattdessen freuen sich alle gemeinsam über die Pandas im Berliner Zoo.

Wir setzen uns für Menschen und Tiere ein – hier in Berlin und überall. Deshalb fordern wir die schrittweise Verkleinerung des Berliner Zoos und die Rückgabe der Pandas, als deutliches Zeichen für eine unbestechliche Politik.

Greta Thunberg in Berlin

Mit Musik von der Band Berge startete heute eine Kundgebung in Berlin von Fridays for Future im Invalidenpark. Neben anderen Rednern wie Prof. Dr. Christian Thomsen, Präsident TU Berlin, der bekannt gab, dass sich die TU hinter die Forderungen von Fridays for Future stelle und Rednerinnen, wie Luisa Neubauer, die auf den Kipppunkt Permafrost aufmerksam machte, richtete auch Greta Thunberg das Wort an die Menschen. Sie wird nicht aufgeben und hofft, dass auch wir nicht aufgeben werden, auch wenn es ein langer Kampf sein wird.

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Steht die Berliner Tiertafel vor dem Aus?

„Die Bundesrepublik Deutschland ist ein sozialer und demokratischer Bundesstaat“
Dieses Zitat findet sich im Artikel 20 des Grundgesetzes. Dass unsere derzeitigen politischen Vertreter es mit der Sozialstaatlichkeit jedoch nicht immer so ernst nehmen, wie sie es eigentlich sollten, zeigt die Tatsache, dass der Bezirk Treptow-Köpenick die Berliner Tiertafel zum Ende des Jahres vor die Tür setzt, da der Mietvertrag gekündigt wurde. Angemietet wurde das Objekt in der Mörikestraße 15 und ist in Berlin die einzige Anlaufstelle für Tierhalter, die Probleme haben, eigenständig für die Kosten des Tierfutters oder tierärztlicher Behandlung aufzukommen.

Seit vielen Jahren leistet die Berliner Tiertafel nun schon eine unverzichtbare Arbeit für die wirtschaftlich schwachen Tierhalter durch die Ausgabe von Futter und anderen Tierutensilien, die alle zwei Wochen von etwa 300 Hilfsbedürftigen in Anspruch genommen werden.

Wir kritisieren die Entscheidung des Bezirks Treptow-Köpenick aufs Schärfste und verstehen nicht, dass bei politischen Entscheidungen abermals die Interessen der Schwächsten unserer Gesellschaft zu kurz kommen. Die Tierschutzpartei Berlin spricht sich für ein soziales Miteinander aus, indem auch die Stimmenlosen nicht vergessen werden dürfen.

Niemand von uns ist davor sicher, in eine wirtschaftlich schwere Situation zu geraten. Armut macht oft einsam und das geliebte Haustier ist nicht selten das Einzige, das den Betroffenen Halt gibt.

Wir feiern einen Erfolg vor Gericht

Tierschutzpartei-Mitglied Angelika Sänger bekam aufgrund der Teilnahme an einer nicht angemeldeten Aktion von Direct Action Everywhere Berlin gegen ein kostenloses Konzert im Tiergarten, das sich über den Verkauf von Putenfleisch finanziert hatte, zunächst einen Strafbefehl über 1800 EUR. Dagegen setzte sie sich zur Wehr. Evgueni Kivman aus unserer Partei hat sie am Montag als Verteidiger vor Gericht vertreten und wurde trotz fehlenden Jurastudiums zugelassen.

Zahlreiche Aktivist*innen haben Angelika im Gerichtssaal mit ihrer Anwesenheit den Rücken gestärkt und Angelika konnte die Verhandlung nutzen, um den Tierrechtsgedanken vor den Anwesenden deutlich zu machen. Selbst der Besitzer des Restaurants, dem der Protest galt, zeigte nach dem Prozess Bereitschaft, sein Essensangebot zu überdenken.

Während des Prozesses hat sich schnell herauskristallisiert, dass nicht genug Beweise dafür vorliegen, dass Angelika diese Versammlung geleitet hätte oder dass die Versammlung über einen längeren Zeitraum geplant gewesen wäre (es kam somit auch eine Spontanversammlung in Betracht). Daher wurde das Verfahren eingestellt und die vorher festgesetzte Strafe ist wieder entfallen. Wir gratulieren allen Beteiligten zu diesem Erfolg!

Foto: See Behind Walls Photography

Demo “Wir haben es satt” – Der Protest reißt nicht ab

Nach Angaben der Veranstalter waren am Samstag, den 20. Januar, 33.000 Tier-, Natur- und Umweltschützer auf der Straße in Berlin unterwegs. Unter dem Motto „Wir haben es satt“ forderten die Demonstranten*innen von der kommenden Bundesregierung eine umgehende Agrarwende.

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