Merkel und Schulz – Tierschutz ein Thema?

Merkel und Schulz genießen immer noch viel Sympathie in der Bevölkerung. Dem unendlichen Tierleid gegenüber sind beide völlig gleichgültig. Deshalb und aus vielen anderen Gründen am 24. September die Tierschutzpartei wählen!

Und damit wir überall auf den Wahlzettel kommen, bitte für uns unterschreiben hier.
(Dort findet ihr auch unser umfassendes Wahlprogramm.)

So wird Gänsestopfleber hergestellt. So werden Ferkel unbetäubt kastriert.

Offener Brief an den Zoo Hannover

An den Geschäftsführer Herrn Casdorff, dem zoologischen Leiter Herrn Brunsing und dem Regionspräsident Jagau

Der Zoo Hannover besteht seit über 150 Jahren und ist nun Gegenstand eines medialen Shitstorms. Die Recherche von Peta und die Videoaufnahmen, die Gewalt gegen Elefanten zeigen sind ein PR-GAU und ein Desaster für das Marketing des Zoos.

Der Zoo wurde in den 1860ern gegründet und auch im 21. Jahrhundert kann man in Hannover immer noch exotische Tiere in kleinen Gefängnissen betrachten. Was hat sich über all die Jahre eigentlich geändert? Nun die Deko ist jetzt modischer und ahmt die natürlichen Habitate nach, die Gehege sind etwas größer und auch die neuen Masterplanprojekte legen Wert darauf, dass bei der Gestaltung von Gehegen „einer emotionalen Inszenierung und der Liebe zum Detail viel Aufmerksamkeit geschenkt werden“ (siehe Geschäftsbericht 2015, S. 29). Außerdem gibt es ein umfangreiches Event-Marketing und gastronomische Angebote vor Ort.

Gegenstand des Unternehmens ist „der Betrieb eines Zoologischen Gartens als Bildungs- und Erholungsstätte für alle Bevölkerungskreise zur Erhaltung von Tierarten, insbesondere Wildtierarten, sowie die Förderung der Erweiterung von Kenntnissen über die Biologie von Tieren, insbesondere über die Tiergartenbiologie von Wildtierarten durch Auswertung des Materials, das von den gehaltenen Tieren gewonnen wurde“. Nach nun über 150 Jahren Studienmaterial zum Thema Tiergartenbiologie im Zoo Hannover, dazu noch Material aus anderen Zoos in Deutschland, Europa und weltweit, könnte man meinen, dass alles zum Thema Tiergartenbiologie bekannt sein müsste. Lässt sich hiermit das Betreiben einer zoologischen Anlage rechtfertigen?

Wie lässt sich im 21. Jahrhundert eine zoologische Anstalt mit den heutigen Tierschutzgesetzen in Einklang bringen? Gar nicht! Nehmen wir doch mal die Elefanten als Beispiel: die Weibchen haben in ihrem natürlichen Habitat einen Aktionsradius von mehreren hundert Quadratkilometern und sie leben in afrikanischen oder süd-asiatischen Gebieten mit warmen Klima. Also wie artgerecht ist ein kleines Betongehege in einem oft verregneten, kalten Norddeutschen Zoo? Glauben die Verantwortlichen wirklich, dass eine neue Dschungellandschaft, eine neue Halle und eine Dusche für den Elefantenbullen ein artgerechtes Leben ermöglichen? Worum geht es wirklich, um das Wohl der Tiere oder das Wohl der Besucher? Der Geschäftsbericht liefert eine Antwort: „Gerade die Mensch-Tier-Begegnungen in den Erlebniswelten gepaart mit den themenbezogene Gastronomie und Souvenirs machen den Erlebnis-Zoo Hannover aus. So stehen diese Geschäftsfelder im besonderen Fokus der stetigen Weiterentwicklung. Daher sind auch hier weitere Investitionen geplant, um das hohe Niveau an Shows, kommentierten Fütterungen, Blicken hinter die Kulissen, Scout-Führungen oder dem Gäste-Service noch weiter zu verbessern.“ Und wie geht es den Tieren dabei?

Der Zoo Hannover nennt als Ziel ganz klar den Artenschutz! Sehen wir uns hierzu noch mal das Beispiel der Elefanten im Zoo Hannover an: Laut IUCN Liste sind die Populationen von Elephas maximus in ihren natürlichen Lebensräumen seit Jahrzehnten im Sinkflug. Was hat der Zoo denn hier zum Erhalt und Schutz dieser Art beigetragen? Oder meinen die Verantwortlichen mit Artenschutz den Erhalt der Elefantenpopulation im Zoo? Nun wissenschaftlich gesehen ist das kein Artenschutz, sondern der Erhalt einer Population in einer habitatfremden Umgebung unter gefängnisähnlichen Zuständen. Was hat das mit Artenschutz zu tun? Nichts. Effektiver Artenschutz kann nur bedeuten, dass man Arten als funktionellen Bestandteil ihrer Ökosysteme erhält. Untersuchungen von Franz Essl und seinem Team an der Uni Wien haben gezeigt, dass aussterbende Arten über direkte und indirekte Effekte auch andere Arten und die Funktionalität ganzer Ökosysteme beeinflussen können. Was bedeutet das? Nun wenn Elefanten in ihren natürlichen Lebensräumen aussterben, beeinflusst ihr Ableben auch die Überlebenschancen anderer Arten und des gesamten Ökosystems vor Ort. Und was bringt es uns jetzt, wenn ein paar letzte Elefanten noch in europäischen Zoos vor sich hinvegetiert? Nun dem Erhalt der Artenvielfalt in Afrika bringt das nichts und wenn die Ökosysteme erst einmal verschwunden sind, wird es auf Dauer keine freien Elefanten in der afrikanischen Wildnis mehr geben. Auch die Populationen in Zoos werden schwer zu erhalten sein, da es früher oder später zu Inzucht kommen wird.

Züchtet der Zoo eigentlich für den Artenschutz oder für den Erhalt seines Geschäftsmodells, weil die süßen Tierbabys so viele Besucher anlocken? Der Beteiligungsbericht 2015 gibt hier ganz klar eine Antwort: “Hinzu kam weiterer Nachwuchs bei den Elefanten. So konnte im ersten Quartal der zweithöchste Besucher-Wert bezogen auf einen 10-Jahresvergleich erzielt werden. In diesem Zeitraum wurden fünf Tage mit über 10.000 Besuchern erreicht. Das eher unbeständige Wetter in den folgenden Monaten führte jedoch zu einem stetigen Abschmelzen des Besucherplus. Weitere Tiergeburten und neu entwickelte Programmangebote konnten letztlich die Besucherentwicklung auf Planniveau konsolidieren.“ Offensichtlich spülen Tierbabys eine Menge Geld in die Kasse, aber von Artenschutz war hier keine Rede.

Der Zoo Hannover nennt als Ziel ganz klar die „Erhaltung von Tierarten“, aber was ist mit der gesetzlich verankerten Wiederansiedelung von Arten in ihren Biotopen (Bundesnaturschutzgesetz §42 (7b))? Warum wildert man Elefanten nicht wieder in der Freiheit aus oder bringt sie in Naturreservate ihrer Ursprungsländer, damit sie dort als Teil des Ökosystems erhalten bleiben? Die einzigen Tierarten, die der Zoo Hannover in Gefangenschaft aufgezogen und dann in ihren natürlichen Lebensraum entlassen hat, sind laut dem Geschäftsbericht 2015: Moorenten und Weißstörche. Exotische Tiere wurden an andere Zoos weitergegeben und für die Zoohaltung gezüchtet, aber es werden keine weiteren Auswilderungen genannt.

Welche Zukunft hat der Zoo Hannover? Die Leitung des Zoos geht bestimmt davon aus, dass sich die Aufregung bald legen wird und mit einem neuen Elefantengehege, der die Tiere vor ihren Pflegern schützt, wird wohl die Kritik verstummen. Dieser Annahme werden Tierschützer widersprechen und sie werden auch weiterhin gegen die Haltung von Tieren in zoologischen Anlagen protestieren. Die Welt hat sich seit der Gründung des Zoos sehr verändert und auch die Art und Weise, wie wir über Tiere denken, hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Bei einigen Konzernen, wie Sea World oder Ringling Bros. And Barnum & Bailey Circus ist dieser Wandel bereits angekommen und die Firmen mussten sich verändern und auf diese neuen gesellschaftlichen Werte eingehen. Leider ist die Zoo Hannover GmbH noch nicht so weit, aber die Verantwortlichen dieses Konzerns müssen nun zur Kenntnis nehmen, dass die Öffentlichkeit Gewalt gegen Tiere nicht weiter duldet. Das Geschäftsmodell Zoo ist ein Auslaufmodel und wird in der Gesellschaft zunehmend kritisch betrachtet. Das kann die Leitung des Zoos nicht ignorieren, denn es kommen auch weniger Besucher, wie der Geschäftsbericht 2015 zeigt: „Dennoch blieben trotz des umfangreichen Jubiläumsprogramm und einer hohen Vermarktungsintensität die Besucherzahlen in 2015 gesamthaft deutlich unter den Erwartungen.“ Dieser Trend wird sich fortsetzen, denn wer sein Herz für Tiere entdeckt hat, wird dies nicht wieder aufgeben und es gibt immer mehr Menschen, denen Tierschutz wichtig ist.

Hat der Zoo Hannover eine Zukunft? Hier ist mein Vorschlag für eine nachhaltige Entwicklung: bringt alle nichtheimischen Tiere nach Hause, sodass sie in ihren natürlichen Lebensräumen leben können. Schützt die heimische Artenvielfalt, in dem Tierarten vermehrt, anschließend ausgewildert und die Bevölkerung über die heimische Artenvielfalt informiert werden! Das wäre eine sinnvolle, tierfreundliche Nutzung der Ressourcen!

Quellen:
https://www.zoo-hannover.de/de/tiere/tier-lexikon/asiatischer-elefant
https://www.zoo-hannover.de/dam/jcr:5c8b3103-a49d-4af3-ad61-3d3b506dc924/Zoo-Hannover-Gesch%C3%A4ftsbericht-2015.pdf
https://en.wikipedia.org/wiki/Ringling_Bros._and_Barnum_%26_Bailey_Circus
http://www.sanctuaryasia.com/resources/ngo-profiles/10177-biodiversity-and-elephant-conservation-trust.html
http://www.iucnredlist.org/details/7140/0
Essl, F., Dullinger, S., Rabitsch, W., Hulme, P.E., Pysek, P., Wilson, J.R.U., Richardson, D.M., 2015. Historical legacies accumulate to shape future biodiversity in an era of rapid global change. Diversity and Distributions, Volume 21, Issue 5, Pages 534-547.

Susanne Berghoff / Landesverband Niedersachsen

 

Rindertransport per Schiff: Tierschutz über Bord?

TV-Tipp: Heute, den 18.04.2017, NDR „Panorama 3“, 21:15 Uhr

Kühe u.a. aus Niedersachsen werden nach Ägypten transportiert. Die EU und die EU-Mitgliedsstaaten versagen mal wieder. Die Tierexporte per Schiff sind geprägt durch korrupte Strukturen und fehlende Kontrollmöglichkeiten. Tausende Tiere sterben an Bord und werden ins Meer entsorgt, genauso wie Gülle und Exkremente. Hier Beitrag lesen.

 

Rasentrimmer – Gefahr für Igel

Update

Karin Oehl, die seit vielen Jahren eine private Igelstation für kranke und verletzte Igel betreibt, hatte kürzlich zur Vorsicht beim Einsatz mit Gartengeräten in Anlagen und Gärten aufgerufen. Kaum zeigt der Frühling seine ersten Vorboten wird auch wieder gewerkelt im Grünen und es sind schon wieder die ersten stacheligen Gartenbewohner zu beklagen.

Wir erhielten heute eine Mail mit folgender Zeile: „Igelchen – schon wieder diese Rasentrimmer. Bilder ohne Worte – gestern Abend kam das Tierchen noch lebend. Der Tierarzt hat zum Glück sehr schnell reagiert und es nicht mehr lange warten lassen.“

Das Tier hatte Glück im Unglück, wenn man das so sagen darf, wurde gefunden und konnte von seinen Qualen erlöst werden. Fraglich ist, wie viele dieser wehrlosen Tiere lebensbedrohlich verletzt und nicht gefunden werden und still und leise ungeachtet von Aufmerksamkeit und Fürsorge qualvoll versterben. Darum appellieren wir zum Schutz der Igel und anderer Tiere, die in den Grünanlagen und Gärten ihr Zuhause haben: Bitte seid behutsam und umsichtig, wenn ihr mit elektrischen Geräten unter Sträuchern und uneinsehbaren Stellen hantiert. Danke!

Ihre / eure BGSt.

Nachtrag

Nach dem Onlinestellen dieses Textes gingen mir die Bilder nicht mehr aus dem Kopf und ich habe bei Karin per E-Mail angefragt, ob das Gesichtchen des Igels zertrennt wurde. Kurze Zeit später erhielt ich folgende Antwort von ihr: “Die gesamte Haut wurde abgetrennt, die Nase hing vor dem Gesicht und die Nasennebenhöhlen waren offen und der Oberkieferknochen kaputt.

Keine Chance! Jeder Atemzug muß schmerzhaft gewesen sein und die Wunde war schon mindestens einen Tag alt , sie war schon infiziert. Wenn ich sowas zu sehen kriege, wird mir anders. Ich kann viel verknacken, aber die Wut über solches Leiden, was nicht nötig wäre, treibt mich um.”

Petition Schluss mit Pferdefuhrwerken auf dem Oktoberfest / CSU spricht sich für Tierqual aus

Update

Tierschützerin Julia Maier hatte im vergangenen Jahr eine Petition mit der Forderung “Schluss mit Pferdefuhrwerken auf dem Oktoberfest” gestartet, die wir natürlich mit unserer Unterschrift unterstützt hatten. Am 31. März 2017 teilte uns Julia mit, dass die CSU sowie andere Parteien im Bayerischen Landtag weiter an diesem tierfeindlichen Brauch festhalten und somit die Tierqual unterstützen. Ebenso wird von den Politikern fahrlässig in Kauf genommen, dass Menschen, wenn Pferde im Trubel in Panik geraten, verletzt werden können.

Lest aber selbst, was Julia uns geschrieben hat:

Betreff: Petition Schluss mit Pferdefuhrwerken auf dem Oktoberfest / CSU spricht sich für Tierqual aus

Sehr geehrte Damen und Herren,

am gestrigen Tage wurde im Landtag das traurige Schicksal der Wiesnpferde besiegelt. CSU, die FW sowie Bündnis90/dieGrünen sprachen sich gegen die Petition aus. Jedoch gleichte der gestrige Tag einem Gruselkabinett der Absurdität, denn zu einem Faktencheck oder einer objektiven Diskussion kam es erst gar nicht.

Abgeschmettert mit der Begründung der CSU: “Ach, dies ist doch nur ein Aprilscherz” wurde jede Möglichkeit eines objektiven Austausches im Keim erstickt. Die Grünen sagten, trotz vorheriger Unterstützung auf FB durch diverse Posts, aus: “Wir haben uns die Petition jetzt (!) genauer angesehen und die Formulierung der Petition können wir so nicht unterstützen.

Eine Forderung von 40.000 Bürgern derart mit Füssen zu treten sucht Seinesgleichen.

Ungeachtet dieser Entscheidung wird der Kampf für eine tierleidfreie dennoch traditionell gehaltene Wiesn weitergehen.

Mit freundlichen Grüßen,

Julia Maier

Ihre / eure BGSt.

Abschlachten der Robbenbabys beginnt in Kanada

Eilmeldung von Peta

Laut Mitteilung von Peta werden seit einigen Wochen ausgewachsene männliche Robben an der kanadischen Ostküste abgeschlachtet. Seit gestern ist es ganz offiziell erlaubt, dass die Robbenjäger auch Babyrobben umbringen dürfen. Die Robben werden auf barbarische Weise getötet und teils sogar lebendig gehäutet. Die meisten dieser Tiere sind erst zwischen 3 Wochen und 3 Monaten alt.

O-Ton Peta: “In vielen Ländern weltweit konnten wir von PETA und unsere Partnerorganisationen entscheidend dazu beitragen, dass es einen so lauten öffentlichen Aufschrei gegen das Massaker gab. Die Schweiz ist aktuell das jüngste Land, das den Import von Robbenprodukten verboten hat. Alle Versuche, in China – wo sich PETA Asia für die Tiere stark macht – einen Markt für diese Produkte zu finden, sind gescheitert. Und auch die Europäische Union, Russland und die USA haben Robbenprodukte bereits verboten. Aus diesen Gründen wird das blutige Robbenschlachten mittlerweile nur noch mit kanadischen Steuergeldern am Leben erhalten. Deshalb müssen wir genau jetzt alles tun, um dem ein Ende zu setzen!

Schon seit einigen Wochen schlachten die Robbenjäger ausgewachsene männliche Robben. Doch ab jetzt dürfen sie ganz offiziell mit dem Abschlachten von Babyrobben beginnen, die so jung sind, dass sie noch nicht einmal feste Nahrung zu sich genommen haben.

Die Robben können getötet werden, sobald sie ihr berühmtes weißes Fell verlieren. Das geschieht, wenn die Tiere einige Wochen alt sind. Würde man sie in Frieden lassen, könnten sie in freier Natur in einer großen sozialen Kolonie über 30 Jahre alt werden.

Dieses idyllische Leben wird jedoch auf grausame Weise verkürzt: Die Robbenjäger gehen mit Schusswaffen und barbarischen Keulen genannt Hakapiks aufs Eis. Hakapiks sind dicke Holzschläger mit einem spitzen Metallhaken am Ende. Viele Robben erliegen nicht direkt dem ersten Schlag. Dann werfen sich die Tiere wie wild hin und her und schreien vor Schmerzen. Andere völlig verängstigte Robben, denen das gleiche schreckliche Ende bevorsteht, müssen dabei zusehen.”

Wie Sie helfen können, erfahren Sie bei Peta.

 

Quo Vadis Türkei? – Diskussion/Vortrag mit dem türkischen Oppositionellen Hatip Dicle

Der langjährige kurdische Oppositionspolitiker Hatip Dicle sowie weitere Experten waren am 7. April 2017 von der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin eingeladen und haben einen Einblick in die politischen Entwicklungen in der Türkei jenseits der Schlagzeilen geboten.

Das Referendum am 16. April 2017 in der Türkei wird über die Einführung des Präsidialsystems wird einen Wendepunkt der türkischen Geschichte entscheiden. Es geht dabei um nicht weniger als die Etablierung einer Autokratie. Im türkischen Präsidialsystem ist weder eine Gewaltenteilung noch ein System von konkurrierenden Machtblöcken und Institutionen vorgesehen, mit der eine Alleinherrschaft verhindert werden kann. Der Staatspräsident Erdogan könnte ohne Einflussnahme von anderen Akteuren Dekrete mit Gesetzeskraft erlassen. Damit ist die legislative Kompetenz des Parlaments ausgehebelt. Der Staatspräsident kann das Parlament zu jedem Zeitpunkt auflösen und ebenso freihändig den Ausnahmezustand ausrufen.

Bei den letzten Wahlen im November 2015 hat die AKP in Deutschland 59,7% der Stimmen gewinnen können. Für die Verfassungsänderung und die Einführung des Präsidialsystems ist eine einfache Mehrheit von über 50% nötig. Umfragen zeigen, dass etwa 52% der Wähler zurzeit vorhaben, mit „Nein“ und somit gegen die Einführung des Präsidialsystems zu stimmen. Insofern könnten die Stimmen der Wahlberechtigten in Deutschland eine Schlüsselrolle spielen.

Flagge Deutsch-Türkische Freundschaft

„Mir ist es wichtig, die deutsch-türkischen Beziehungen und die damit verbundene Freundschaft beizubehalten“ kommentiert Martin Buschmann (Stellv. Generalsekretär und Leiter des BAK Internationaler Tierschutz). „Um die Türkei nicht in eine quasi Diktatur zu verwandeln, sind gerade jetzt Gespräche mit unseren türkischen Mitbürgern wichtig. Es gilt aufzuzeigen, wohin eine Alleinherrschaft führen kann.“, so Buschmann weiter.

 

Vorankündigung zur Einladung zur Hauptversammlung der Mitglieder des Landesverbandes NRW

Liebe Mitglieder des Landesverbandes NRW,

aufgrund diverser unglücklicher Vorfälle in Bezug auf die Mitgliederversammlungen in jüngster Vergangenheit sowie schwerwiegender Verstöße gegen die Ordnung der Partei, hat der Bundesvorstand sich gezwungen gesehen, den zuletzt amtierenden Landesvorstand NRW des Amtes zu entheben.

Das Ziel und der Zweck einer jeden Partei ist die flächendeckende Teilnahme an Wahlen auf allen Ebenen, denn nur so ist eine Verfestigung unserer Forderungen und politisches Wirken zu realisieren.

Wie unserer öffentlichen Stellungnahme vom 29.März 2017 zu entnehmen war, wurde von ehemaligen Mitgliedern der Tierschutzpartei aus dem Düsseldorfer Umfeld der Ratsfraktion Tierschutzpartei / Freie Wähler eine neue Partei geründet, welche inzwischen für die Teilnahme an der Landtagswahl NRW zugelassen wurde, während zeitgleich die Teilnahme der Tierschutzpartei verhindert wurde, unter anderem durch eine unvollständige Einreichung der Wahlunterlagen und Unterschlagung der Unterstützerunterschriften.

Um die Teilnahme an der Bundestagswahl im einwohnerstärksten Bundesland NRW nicht ebenfalls zu gefährden und um wieder eine homogene Einheit bilden zu können, deren gemeinsames Ziel es ist, diese Partei zum Erfolg zu führen und den Stimmlosen eine Stimme zu verleihen, wollen wir in einer erneuten Mitgliederversammlung schnellstmöglich einen neuen Vorstand wählen, der den Landesverband künftig tatkräftig repräsentieren und neu ausrichten soll.

Ebenfalls ist ein erneuter Beschluss zur Bundestagswahlteilnahme und einer neuen Kandidierendenliste notwendig, um mit der Wahl von zuverlässigen Vertrauenspersonen zu gewährleisten, dass die Einreichung aller geforderten Wahlunterlagen zügig und vollständig erfolgt.

Der Bundesvorstand lädt somit also zu einer Mitgliederhauptversammlung ein:

Termin: Sonntag, der 23. April 2017

Vorschläge/ für geeignete Kandidaten /innen für Vorstandsposten, sowie auch für die Landesliste zur Bundestagswahl können vor Ort genannt oder auch schriftlich per Post oder E-Mail bei der Bundesgeschäftsstelle – Sabine Jedzig – Schreiersgrüner Straße 5, 08233 Treuen, sekretariat@tierschutzpartei.de eingereicht werden.

Die vorläufige Tagesordnung entnehmen Sie bitte der beiliegenden Anlage dieser Einladung.

Aufgrund der Dringlichkeit bitten wir um Verständnis für die kurze Ladungsfrist und hoffen auf zahlreiches Erscheinen und eine rege Beteiligung an den Kandidaturen.

Herzliche Grüße,

im Auftrag des Bundesvorstandes

Sandra Lück (Bundesvorsitzende) Matthias Ebner (Bundesvorsitzender)

“Landesverband Brandenburg mit neu gewähltem Vorstand wieder aktiv”

Erfolgreicher Tag für die Tierschutzpartei Brandenburg

Auf einer gut besuchten Mitgliederversammlung im brandenburgischen Oranienburg wurde am Samstag, den 08. April 2017 ein neuer siebenköpfiger Landesvorstand der Partei Mensch Umwelt Tierschutz gewählt.

Bereits am 12. März hatte die Partei ihre Kandidaten für die Bundestagswahl 2017 aufgestellt. Zur ersten Vorsitzenden wurde die bekannte Tierschützerin Silvia Dreyer aus Oranienburg gewählt. Silvia Dreyer ist neben dem Engagement für die Tierschutzpartei besonders im aktiven Tierschutz für Fundkatzen und verwilderte oder ausgesetzte Hauskatzen tätig, sie ist Begründerin der Oranienburger Gruppe des Freundeskreises Katze und Mensch e.V. Zur zweiten Vorsitzenden wurde Birgit Enke aus Wittstock gewählt. Mit Silvia Stoffels, Olaf Netzel, Susanne Seidler, Max Mogk und Karin Rother ist der Landesvorstand komplett.

Der Bundesgeschäftsführer der Tierschutzpartei, Jan Zobel aus Hamburg, leitete die Versammlung und richtete die herzlichsten Grüße des Bundesvorstandes an die Teilnehmer der Versammlung im Kultur- und Kreativstandort Oranienwerk. In einer kurzen Ansprache unterstrich Zobel die Wichtigkeit der Wahlteilnahmen für die Tierschutzpartei. Er begrüßte außerordentlich, dass der neue Landesvorstand die vordringlichste Aufgabe in der Mitgliedergewinnung und Wahlteilnahme sieht. Zobel bemängelte, dass die Bundespartei jahrelang offensichtlich die Europawahl als wichtigste Wahl erachtet hat – dabei funktioniere Politik genau anders herum. Über die Städte, Kreise und Gemeinden müsse die Partei verankert und bekannt sein, um dann auf Landes- oder Bundesebene erfolgreich sein zu können. Entsprechend positiv war die Resonanz auf die Ankündigung Silvia Dreyer, im Jahre 2019 für die Stadtverordnetenversammlung Oranienburg zu kandidieren und mit dem Landesverband im Herbst 2019 an der Landtagswahl teilzunehmen. Zobel untermauerte die Richtigkeit dieser Strategie und verwies auf seine eigenen politischen Ambitionen, im Frühjahr 2019 mit der Tierschutzpartei an der Hamburger Bezirksversammlungswahl und im Winter 2020 an der Bürgerschaftswahl teilzunehmen. “Brüssel ist weit weg, Politik für die Stimmlosen fängt vor der eigenen Haustür an” so Zobel. Die Spitzenkandidatin, Silvia Dreyer, verwies auf zahlreiche Initiativen der Tierschutzpartei zum Thema Katzenkastration. Dies sei ein wichtiges Thema der Tierfreunde in Brandenburg. Auch die Massentierhaltung, Tierversuche, Jagd, Tierquälerei seien wichtige Themen, die es vor Ort anzupacken gelte.

Der Landesverband Brandenburg benötigt nun 2.000 Unterstützungsunterschriften von Brandenburger Wahlberechtigten, damit er zur Bundestagswahl zugelassen wird.

“Diese Herausforderung ist aber nur mit Hilfe aller Brandenburger Tierfreunde und Engagierten zu schaffen. Bitte unterstützen Sie uns beim Sammeln der Unterschriften” appellierte die frisch gewählte Vorsitzende Silvia Dreyer an die anwesenden Mitglieder.