Stellungnahme zum Peter-Singer-Preis

PRESSEMITTEILUNG / 18.05.2015

Vollständige Distanzierung von Preisträger Peter Singer und dem für diesen Preis initiierten Verein

Die Ablehnung des Peter-Singer-Preises durch die Parteibasis führte zum Austritt des EU-Parlamentariers Stefan Bernhard Eck am 31.12.2014.

Der 33. Bundesparteitag der Tierschutzpartei am 08.11.2014 sollte die vorweg wochenlang äußerst umstrittene Installierung eines “Peter-Singer-Preises” beinhalten, den unser damaliger Europa-Parlamentarier Stefan Bernhard Eck mit einigen Mitgliedern des Bundesvorstands, die inzwischen ebenfalls aus- und zurückgetreten sind, gemeinsam durchsetzen wollte.

Die verbliebenen Mitglieder des alten Bundesvorstandes erwirkten durch Einbindung der Parteibasis mittels eines Initiativ-Antrages während des Parteitages die Ablehnung dieses Preises!

Die überwältigende Mehrheit des Plenums sprach sich gegen den Peter-Singer-Preis aus, der inhaltlich in vollem Umfang unserem Grundsatzprogramm zuwider gelaufen wäre! Die Konsequenz war der einen Monat später erfolgte Rücktritt des MEP Stefan Bernhard Eck und Gleichgesinnter aus der Partei. Auch der Laudator Dr. W. Neussel, seines Zeichens Initiator des Preises, erklärte seinen Austritt.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz/Tierschutzpartei distanziert sich ausdrücklich von Peter Singer und dem Förderverein “Peter-Singer-Preis”!

Dies geschieht aus folgenden Gründen:

Peter Singer spricht von “nicht-unterstützenswertem Leben” und meint damit Menschen mit Behinderungen (explizit Neugeborene) und lehnte auch in einem aktuellen Interview deren Lebenserhaltung durch öffentliche Mittel ab. Außerdem spricht er sich für die Tötungs-Möglichkeit von schwerstbehinderten Neugeborenen in den ersten Lebenstagen aus. Diese lebensverachtende Haltung ist unter keinen Umständen vereinbar mit dem Grundsatzprogramm und der Überzeugung der Partei Mensch Umwelt Tierschutz/Tierschutzpartei.

Peter Singer ist ein Verfechter des “Utilitarismus”.

Er erteilt Tierversuchen eine Absolution, da es seiner Auffassung nach ethisch vertretbar ist, dass zum Wohle vieler Menschen einer vergleichsweise kleinen Anzahl von Tieren Leid widerfährt! Auch dies widerspricht massiv unserem Grundsatzprogramm, da wir rigoros die Abschaffung sämtlicher Tierversuche fordern!

Wir werden als Partei Mensch Umwelt Tierschutz/Tierschutzpartei an der Gegendemonstration zur Preisverleihung teilnehmen, die am 26.5.2015 ab 17 Uhr an der Urania in Berlin stattfinden wird und rufen zu reger Beteiligung auf!

Stellungnahmen auf unserer Website

Statement zum Austritt von Stefan Eck
Zusammenfassung des bezeichneten Bundesparteitags im November 2014

Yes! We care! – Großdemo in Berlin

Am 16.05.2015 hatte Berlin zur vierten Yes! We Care! – Veranstaltung aufgerufen. Es ging um das Töten der Streunerhunde in Rumänien.
Diesmal sind wir über den Kurfürstendamm gelaufen und konnten die Zuschauer lautstark über die Zustände der Straßenhunde in Rumänien aufklären.

Fast das ganze MUTige Berliner Team war vor Ort. Unterstützung kam von Horst Wester, der extra einen weiten Weg auf sich genommen hatte, um eine Rede zu halten; vielen Dank dafür!

Es gab tolle Musikacts, emotionale Reden und wir konnten eine Menge Infomaterial an interessierte Passanten verteilen. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung.

Rede von Horst Wester, hier ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=O2aYI1qq3MA&feature=youtu.be

Auch in Hamburg aktiv

Bettina Jung, eine unserer Bundesvorsitzenden, war mit ihren Kollegen/innen in Hamburg aktiv, hier ansehen: https://www.facebook.com/jan.zobel/videos/o.792964907468055/10204236349850586/?type=2&theater

An diesem Tag wurde in ganz Europa demonstriert; hier ansehen: https://www.facebook.com/727284917351416/videos/830317537048153/?pnref=story

Foto: Mitglied Robert Goldbach mit unseren Rumänischen Freunden Daniela Vlad, Ruxandra Dumitrache und Sascha Michael
Foto: Mitglied Robert Goldbach mit unseren Rumänischen Freunden Daniela Vlad, Ruxandra Dumitrache und Sascha Michael

Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie am 17.05.2015

PRESSEMITTEILUNG / 18.05.2015

Die Weltgesundheitsorganisation WHO entfernte am 17.05.1990 Homosexualität als psychische Erkrankung aus ihrem Diagnoseschlüssel. Seit 2005 wird dieser Tag international mit KissIns, Händchenhalten und RainBowFlashs begangen.

Das Datum 17.05. könnte fälschlicherweise auf den unseligen Paragraphen 175 aus dem Jahr 1935 deuten, der erst 1994 ersatzlos aus dem deutschen Strafgesetzbuch gestrichen wurde. Homosexuelle Männer wurden auf Grund dessen unter Strafe gestellt, insgesamt etwa 140.000 Männer strafrechtlich verfolgt. Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert Wiedergutmachung für die Opfer, die bis heute als vorbestraft gelten und somit kriminalisiert werden.

Noch 2009 war Homosexualität in etwa 70 Ländern strafbar, in einigen wird dieses “Vergehen” nach wie vor mit der Todesstrafe geahndet. Doch auch in Deutschland ist Toleranz gegenüber Homosexuellen noch lange nicht an der Tagesordnung. Ausgrenzung und Diskriminierung finden im sozialen Umfeld, in Schule und Beruf, und manchmal leider in der eigenen Familie statt.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert daher in ihrem Grundsatzprogramm die vollständige Gleichstellung im Ehe- und Adoptionsrecht, Aufhebung der Diskriminierung bei kirchlichen Arbeitgebern, die Zulassung von Blut- und Knochenmarkspenden, sowie Maßnahmen im Bildungsbereich, damit auch Kindern schon vermittelt werden kann, dass Homosexualität etwas völlig Normales ist.

Luise Wenkheimer, Mitglied im Bundesvorstand der Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Informationsfreiheitsgesetz für Baden-Württemberg

PRESSEMITTEILUNG des LV Baden-Württemberg der Partei Mensch Umwelt Tierschutz / 15.05.2015

Am 01. Januar 2006 trat auf Bundesebene das Informationsfreiheitsgesetz oder vollständig „Gesetz zur Regelung des Zugangs zu Informationen des Bundes“ in Kraft. Dieses gilt jedoch nicht für die einzelnen Bundesländer. Wer bislang der Meinung war, dass Bundesgesetz Landesgesetz bräche (Art. 31 GG), der irrt in diesem Zusammenhang. Für einige Bundesländer gilt diese Möglichkeit der Informationsbeschaffung nicht. Unter anderem trifft dies auf Baden-Württemberg zu. Warum dies so ist, schreibt §1 des IFG vor – in für Laien kaum verständlicher Form.

Fakt ist, dass es damit unmöglich ist, an Informationen von Behörden zu gelangen.

Dies betrifft beispielsweise das dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz untergeordnete und für die Genehmigung von Tierversuchen zuständige Regierungspräsidium. Weder über die Herkunft, Anzahl und Art der verwendeten Tiere, die Dauer des Forschungsvorhabens und ggf. Verlängerungen, Beschreibung der Versuche noch über den Forschungszweck und angestrebten Nutzen wird Auskunft erteilt. Auch die Steuersumme, die für die Versuche an Tieren aufgewandt wurde, muss nicht offen gelegt werden.

Petitionen als einziges mögliches Rechtsmittel werden abschlägig beschieden, wie jüngst im Zusammenhang mit den Tübinger Affenversuchen geschehen. Behörden und Tierversuchslobby können somit in Baden-Württemberg völlig ohne Kontrolle der Öffentlichkeit schalten und walten. Den Bürger/innen ist jegliche Möglichkeit verwehrt, gegen Beschlüsse von Behörden vorzugehen oder deren Vorgehen nachzuverfolgen.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert daher, dass das Bundesgesetz der Informationsfreiheit durch ein gleichlautendes oder sogar weitergehendes Landesgesetz für Baden-Württemberg ergänzt wird! Es muss den Bürger/innen möglich sein, Einsicht in die Vorgehensweise der Behörden zu erhalten.

Luise Wenkheimer, Mitglied des Bundesvorstandes

i. A. des Landesvorstandes von Baden-Württemberg

Trauermarsch für die Toten an den EU-Außengrenzen

Partei Mensch Umwelt Tierschutz in Aktion

Es war uns eine Herzensangelegenheit, am 9. Mai am “Trauermarsch für die Toten an den EU-Außengrenzen” in Düsseldorf teilzunehmen.

Deshalb schlossen sich nicht nur der Landesverband NRW und Mitglieder unserer Düsseldorfer Ratsgruppe, sondern auch unsere Delegierten des Bundespräsidiums den knapp 200 Trauernden an.

Wir trugen symbolische Leichensäcke und zündeten in einer Installation Grabkerzen an. Wir danken für die tief bewegende Aktion, die vom Zentrum der Flüchtlingshilfe Düsseldorf, Occupy Düsseldorf und u.a Amnesty International Düsseldorf organisiert wurde.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert: “Menschliche Asylpolitik statt Festung Europa!”

Flüchtlinge brauchen Schutz, Sicherheit, das Recht auf Leben und das Recht auf Rechte!

Landesverband Sachsen der Tierschutzpartei wählt neuen Vorstand

Mit neuer Kraft voraus…

Am 09.05.2015 hat der Landesverband Sachsen einen neuen Vorstand gewählt. Zuerst möchten wir uns jedoch beim alten Vorstand für die bisher geleisteten Dienste herzlich bedanken und wünschen euch für die Zukunft alles Gute.

Bedanken wollen wir uns auch bei den anwesenden Mitgliedern, welche sich an diesem Tag in Dresden eingefunden haben. Es war eine sehr entspannte, freundliche und gesellige Veranstaltung. Erfreuen würde es uns, wenn wir zum nächsten Treffen wieder in ähnlicher Runde zusammen kommen könnten. Zu besetzen waren die Positionen des Vorstandsvorsitzenden, des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, des Schatzmeisters und die des Schriftführers. Alle Kandidaten wurden von den Wahlberechtigten einstimmig gewählt und nahmen ihre Wahl an, um die Partei weiter voran zu bringen. Continue reading “Landesverband Sachsen der Tierschutzpartei wählt neuen Vorstand”

Öffentliche Anhörung von “Stop Vivisection” am 11. Mai 2015 im Europaparlament

Bundesvorsitzende Bettina Jung berichtet aus Brüssel

“Stop Vivisection” ist eine von 3 europäischen Bürgerinitiativen. Ihr Ziel ist die Aufhebung der Directive 2010/63 EU, die eigentlich den Schutz der Tiere in der wissenschaftlichen Forschung garantieren soll und dabei total versagt, um eine neue Verordnung im Sinne des Tierschutzes und der Gesundheit der Europäischen Bürger zu schaffen.

Dazu gab es am 11. Mai 2015 ein öffentliches Hearing im Europäischen Parlament in Anwesenheit von Prof. Claude Reiss, Dr. Andre Menache und Gianni Tamino für “Stop Vivisektion” und 4 Ausschüssen des Europäischen Parlaments.

Der Ausschuss für Umwelt, Öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, der Ausschuss für Industrielle Forschung und Energie, der Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung und der Petitionsauschuss, dem zur Zeit zwei wichtige Petitionen vorliegen, eine davon die Petition “Tierversuche für REACH zu stoppen”, von Gisela Urban und Gabriele Menzel (Tierfreunde ohne Grenzen e.V.) mit dem Ziel, Tierversuche abzuschaffen.

Das Hearing dauerte etwa dreieinhalb Stunden. In dieser Zeit kamen sowohl die Sprecher von “Stop Vivisektion” zu Wort, Sachverständige, Vertreter der Kommission und offensichtliche Befürworter der Vivisektion.

Geleitet wurde das Hearing vom Vize- Präsident der Europäischen Kommission Herr Jyrki Katainen.

Bei der Anhörung ging es weniger um das Leiden der Tiere in den Versuchen, als vielmehr darum, ob das Tier ein taugliches Modell für menschliche Erkrankungen ist oder ob der Versuch, die Ergebnisse von Tierversuchen auf den Menschen zu übertragen vielmehr fahrlässig und gefährlich ist, was die steigenden sog. Zivilisationskrankheiten eindrücklich zeigen.

Die Standardkommentare der Politiker, die sich zu Wort meldeten, drückten in erster Linie Bedauern und auch Kritik an der hohen Zahl der Tierversuche in der Europäischen Union aus, insgesamt fast 12 Millionen pro Jahr.

Mehrfach hörte man die Frage, ob es zum jetzigen Zeitpunkt genügend Alternativen gäbe, um schon aus dem Tierversuch auszusteigen. Das sei zurzeit nicht möglich und deshalb begrüße man die Directive und äußerte Befürchtungen, dass die Forschung in Länder außerhalb der Union abwandere und dort die Tiere ohne den großartigen Schutzschirm der Union noch mehr gequält würden.

Die Directive schreibe zwingend das Prinzip der 3R vor, replace (ersetzen), reduction, (reduzieren) und refine (verfeinern).

Dazu argumentiert “Stop Vivisection”: Die Berufung auf die 3R als Mittel, um den Tierschutz und die Tierversuche zu verbessern, hat sich als Sackgasse erwiesen. Seit ihrer Gründung vor 56 Jahren, sind die 3R Prinzipien keineswegs in der Lage gewesen, um Tierversuche zu reduzieren, noch machen sie sie respektabel oder wissenschaftlich ausreichend. Im Gegenteil: durch die unkontrollierte Verwendung von genetisch veränderten Tieren gab es einen deutlichen Anstieg der Nutzung von Tieren.

Weitere Kommentare während dieses Hearings:

Tierversuche = Unlauterer Wettbewerb gegenüber der Alternativforschung

Es sind nur Behauptungen, dass Tierversuche auf den Menschen erfolgreich übertragen werden können – genießen sie diese Behauptungen mit Vorsicht.

Tiermodelle schaden den Menschen und der seriösen Wissenschaft

Die Grundlage dieser Behauptung muss grundlegend geändert werden, sonst hätten wir nicht 12 Millionen Tierversuche jährlich. Es müssen deshalb dringend Arbeitsgruppen gebildet werden, die die Umsetzung des EU Tierschutzgesetzes in allen EU Ländern überwachen.

Die Argumente der Pharmaindustrie und deren Befürworter, man müsse mit Tierversuchen auf andere Länder ausweichen, die keine strengen Tierschutzgesetze kennen muss man entgegensetzen das diese Medikamente bzw. Produkte nicht auf den europäischen Markt gelangen dürfen.

Die Ethikkommissionen werden dominiert von Firmen, die Interesse an den Tierversuchen haben.

Francoise Barre-Sinoussi, forscht seit 30 Jahren an Primaten. Nannte sich selbst eine “AIDS” Frau.

Erwiderung auf die Rede von Francoise Barre-Sinoussi von Prof Reiss: „Ich möchte hierzu wissenschaftliche Daten vortragen. Die Affen tragen den Virus SIV, der Mensch den Virus HIV, diese sind grundverschieden. Dr. Barre-Sinoussi, angeblich Sprecherin der Pharmaindustrie, macht seit 30 Jahre vergebliche Versuche an Primaten.

Er zitierte einen Pharmavertreter, der sagte: Aidsforschung ist für uns jährlich ein 36 Milliarden Dollar Geschäft: Wir sägen uns nicht den Ast ab, auf dem wir sitzen.“

Eine Sprecherin der Human Society E. Mc Ivor, führte aus:

„Die Entwicklung von Medikamenten steckt in der Krise, weil Tiermodelle mit menschlichen Krankheiten die künstlich hervorgerufen werden, nicht funktionieren. 2% der 11.5 Millionen Tierversuche gelten als schwerwiegend. Es gibt eine lange Liste: Elektroschocks, komplette Isolation, Herzstress, Schwimmstress, menschliche Depressionen werden durch Isolation simuliert, deshalb müssen TV vollständig ersetzt werden. Es muss überprüft werden, ob die Ziele erreicht wurden. Man sollte ein Europäisches Referenzlabor einrichten, um Tierversuche vollständig zu ersetzen, damit die EU Bürger wissen, was hinter den hermetisch abgeriegelten Laboren passiert. Hier herrschen große Probleme mit der Transparenz.“

Der EU Parlamentarier Stefan Bernhard Eck verwies darauf, dass Tiere fühlende Lebewesen sind und keine Produktionseinheiten. Den Wählern wird vor jeder Wahl versprochen, etwas gegen die Tierversuche zu unternehmen. Die Bürger sind mehrheitlich gegen Tierversuche. Wenn die EU Kommission den Bürgerwillen ignoriert, wird die Kluft zwischen Politikern und Wählern immer größer. Die Politik-Verdrossenheit nimmt immer weiter zu. Die Europäische Union sollte eine Wertegemeinschaft sein, deshalb muss die EU Directive dringend reformiert werden. Denn sie hilft den Pharmakonzernen und Vivisektoren, nicht den Tieren.
Forschung ja – Tierversuche nein. Es fehlt am politischen Willen, Schwachstellen zu beseitigen.

Kommentare von Zuhörern:

Die Bundesvorsitzende der deutschen “Tierschutzpartei” Bettina Jung: „Ich glaube, ich habe heute in den seelischen Lobbyisten- Abgrund in Brüssel gespäht. Sicher 20 internationale “STOP VIVISECTION”-Supporter waren bei der Hearing dabei. Wir haben auch gute Parlamentarier-Reden gehört. Sehr gute sogar. Aber, will man dem Rest glauben, sind wir schon im Tierrechtshimmel. Das Schlimmste, da nun die Macht der Petition erkannt wird….

Zwei Aussagen von Parlamentariern ins Mikro!!!

1. TTIP könnte helfen, Tierversuche zu verringern. (wegen der Kontrollfunktion, nämlich, …)
2. Der belgische EU Abgeordnete Marc Tarabello sagte, man müsse aufpassen, wohin diese Form des Volksbegehrens führt…Nachher kommt noch einer auf die Idee, eine Petition zur Wiedereinführung der Todesstrafe zu starten!!! …und bekommt 1 Million Stimmen zusammen. Sollen wir die dann einführen?

Am Ende des Hearings fragten wir Prof. Reiss: Wie sind sie mit dem Ergebnis des heutigen Hearings zufrieden? Er fand es enttäuschend, weil er gemerkt hat, dass der größte Teil der EU Parlamentarier wahrscheinlich das Bürgerbegehren ablehnen wird, da sie von der Pharmalobby beeinflusst sind.

Prof. Claude Reiss erklärte, dass offensichtlich geforscht wird um des Forschens Willen und dafür, dass man inzwischen derart fundierte Kenntnisse der Tiere und spezielle Stämme entwickelt hat, dass man nahezu jedwede Unschädlichkeit von Substanzen gezielt nachweisen kann! Es werden einfach beispielsweise Mäusestämme eingesetzt, die eben NICHT auf eine zu erforschende Substanz reagieren! Das ist ein Skandal, der an Tragweite seinesgleichen sucht!

Mein persönliches Fazit: „Wenn alle Befürworter wie Gegner des Tierversuches- sich in einer Frage einig waren, dann ist es die, dass es leider immer noch zu wenig vermeintliche Alternativen zum Tierversuch gibt. Dann frage ich mich aber, in welchem vertretenen Land die Mittel für die Alternative Forschung auch nur annähernd derer für Tierversuche entsprechen! Das Ringen um echte Alternativen stellt sich mir entsprechend als reine Behauptung dar! Es gibt viel zu tun…… wir lassen nicht nach!

Es ist ein leichtes Zittern der Landesvertreter zu spüren, das wir nach Kräften verstärken werden! Für verantwortliche Wissenschaft und Labore ohne Tiere!“

Baden-Württemberg führt Tierschutzverbandsklage ein – Meilenstein oder Mogelpackung?

PRESSEMITTEILUNG des LV Baden-Württemberg der Partei Mensch Umwelt Tierschutz / 11.05.2015

Der Landtag von Baden-Württemberg hat am 06.05.2015 das Mitwirkungs- und Verbandsklagerecht für Tierschutz beschlossen.

Dies ist zunächst ein Schritt in die richtige Richtung, nur leider hat das Gesetz (Drucksache 15/6593) deutliche Schwächen und Einschränkungen. So gelten die Mitwirkungs- und Informationsrechte für Tierschutzverbände beispielsweise bei der Haltung von landwirtschaftlichen Nutztieren erst ab sehr großen Tierplatzzahlen (z.B. bei Mastgeflügel ab 30.000).

Bundesweit einmalig ist zudem, dass die anerkannten Tierschutzverbände in Baden-Württemberg ein gemeinsames Büro einrichten müssen, um als zentraler Ansprechpartner den Behörden die Arbeit zu erleichtern. Dieser organisatorische und finanzielle Mehraufwand macht den Tierschutzorganisationen, die oft am Rande ihrer Belastbarkeit operieren, das Leben unnötig schwer.

Absolut fatal ist, dass das Gesetz bei Tierversuchen anstelle der üblichen Anfechtungs- und Verpflichtungsklage nur die Feststellungsklage vorsieht, welche erst nach der Genehmigung des Tierversuchs möglich ist, wodurch dieser nicht mehr verhindert werden kann.

Diese erhebliche Einschränkung im Bereich der Tierversuche erfolgte nicht zuletzt auf Druck des grünen Wissenschaftsministeriums. Laut Bund gegen Missbrauch der Tiere und Ärzte gegen Tierversuche stellte die grüne Wissenschaftsministerin Theresia Bauer kürzlich in Frage, ob die Verbandsklage überhaupt vereinbar sei mit den Interessen der Wissenschaftler. Forschende Institutionen hätten zahlreiche Wünsche an sie herangetragen, wofür nun Regelungen gefunden worden seien, unter anderem durch Reduktion des Klagerechts auf die Feststellungsklage.

Dieser tierversuchsfreundliche Kurs der grünen Ministerin überrascht nicht. In ihrer Pressemitteilung vom 04.05.2015 gab sie beispielsweise bekannt, die Entscheidung von Nikos Logothetis, die Versuche mit Primaten am MPI Tübingen einzustellen, zu bedauern. Sie fügte sogar hinzu: „Trotz aller Bemühungen um die Etablierung von Alternativmethoden (…) ist es unstreitig, dass wir auf absehbare Zeit nicht auf tierexperimentelle Forschung – auch an nichthumanen Primaten – verzichten können“.

Im Gegensatz zu den Grünen fordert die Partei Mensch Umwelt Tierschutz, Tierversuche generell zu verbieten und durch moderne Alternativmethoden zu ersetzen. Zudem werden wir uns für eine konsequente Verbesserung des Mitwirkungs- und Verbandsklagerechts in Baden-Württemberg einsetzen. Wie die überwiegende Zahl der Tierschutzverbände lehnen wir die Verpflichtung zur Einrichtung eines gemeinsamen Büros ab und fordern die Streichung der Schwelle großer Tierplatzzahlen bei der Haltung von Nutztieren. Wir verlangen zudem, dass Tierschutzverbände mittels einer Anfechtungsklage gegen bereits genehmigte Tierversuche vorgehen können.

Dr. Jessica Frank, Mitglied im Bundesvorstand der Partei Mensch Umwelt Tierschutz,

i.A. des Landesvorstands von Baden-Württemberg

Bitte erteilen Sie Auskunft über Tierversuche in Hamburg gemäß Hamburger Transparenzgesetz

Petition – Bitte unterzeichnen und weitergeben!

Bettina Jung: ” Wir haben uns neu aufgestellt und werden mit MUT, den Tierversuchsgegnern BRD e.V. und der engagierten Tierrechtlerin Ingrid van Bergen nun richtig loslegen. Unsere Petition soll am Welt Tierschutztag überreicht werden und wird die Grundlage für weiteres Vorgehen bilden. Bitte beteiligt Euch rege, unterschreibt selbst und verbreitet die Petition auf allen Wegen, auch über Facebook hinaus.”

Herzlichen Dank im Namen der Tiere sagen heute schon:

Bettina Jung
Gisela Urban
Ingrid van Bergen
Rainer Gaertner
Martin Buschmann und
Kalle Greve