Unsere Position zur Pferdesteuer 01/2016

2013 wurde in der nordhessischen Stadt Bad Sooden-Allenberg erstmals die kommunale Aufwandssteuer für die Haltung von Pferden eingeführt.Verschiedene Kommunen in mehreren Bundesländern beraten aktuell darüber, dem gleich zu tun, um ihre Haushaltsdefizite aufzubessern.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz spricht sich als Deutschlands politischer Vertreter für den Tierschutz strikt gegen eine solche Besteuerung aus, da die Pferdehaltung, wie die Heimtierhaltung generell, keinen Luxus darstellen darf. Ähnlich der Hundesteuer, soll hier die Liebe zu seinem Tier besteuert werden, was schon allein aus ethischer Sicht nicht vertretbar ist.

Die Besteuerung eines Tieres, auch wenn sie lediglich die Haltung betrifft, widerspricht dem Staatsziel Tierschutz, welches seit 2002 im Grundgesetz verankert ist (1) , denn mit der Pferdesteuer, sowie auch der Hundesteuer, reduziert der Staat unsere Mitgeschöpfe auf einen Gegenstand, was wiederum §90a BGB widerspricht. (2)

Aus politischer Sicht und aus Tierschutzsicht ist in erster Linie zu gewährleisten, dass ein Pferdehalter sein Tier ordnungsgemäß im Sinne des Tierschutzgesetzes halten kann, also gesetzeskonform. Dies bedeutet in Worten, der Halter kann für eine tiergerechte Unterbringung, ausreichend Futter und eine umfassende Betreuung Sorge tragen.

Die Unterbringung in einem Pensionsstall kann einen Pferdehalter zwischen 250 und 450 Euro kosten, hinzu kommen Futterkosten, Tierarzt und Hufschmied. Manche Gemeinden rufen bereits eine Art „Wegesteuer“ auf, eine kostenpflichtige Reitlizenz für die Nutzung öffentlicher Wege.

Da die weit verbreitete Meinung, alle Pferdehalter seien reich, ein Irrtum ist, stoßen bereits jetzt viele Halter an ihre finanziellen Grenzen. Die Erhebung einer zusätzlichen Aufwandssteuer könnte bewirken, dass bei finanziell schwachen Tierhaltern an anderer Stelle eingespart würde und der Halter somit eine tiergerechte Unterbringung und Betreuung im Sinne des Tierschutzgesetzes nicht mehr gewährleisten kann.

In Folge dessen könnten viele Halter außerdem zu der Entscheidung gelangen, besonders ältere und nicht mehr reitbare Pferde abzustoßen, sei es durch privaten Weiterverkauf, oder die Abgabe an Gnadenhöfe. Die erhöhte Zuführung an Schlachtbetriebe ist zu befürchten, ebenfalls das illegale Aussetzen von Tieren, wenn der Halter sich diese nicht mehr leisten kann.

Mit Blick auf das Aussetzen von Pferden ist hier das Beispiel Irland anzuführen: Die Situation nach der Finanzkrise zeigt, welche Wirkung eine übermäßige finanzielle Belastung bei Tierhaltern haben kann. So berichteten die Medien, dass Pferde von zahlungsunfähigen Haltern ausgesetzt wurden und in vielen Fällen von einem qualvollen Hungertod bedroht waren.

Abgesehen davon, dass es eine solche Lage aus Tierschutzsicht zu vermeiden gilt, könnte im Umkehrschluss die Einführung der Pferdesteuer also gar dazu führen, dass staatliche Einfangaktionen und Unterbringung ausgesetzter Tiere die öffentlichen Kassen belasten. Darüber hinaus wird auch der Verwaltungsaufwand für Kontrollen und Erfassung der Steuertatbestände keineswegs gering sein.

Weiterhin zeigen sich erste negative Auswirkungen der Pferdesteuer. Ein Reitstall beklagt finanzielle Einbußen, da Pferdehalter ihre Einsteller künftig in benachbarten Kommunen unterbringen, um die Aufwandssteuer im bereits genannten Bad Sooden-Allendorf zu umgehen. Der Verlust von Arbeits- und Ausbildungsplätzen könnte die Folge sein. (3)

Bekanntlich sichern drei bis vier Pferde einen Arbeitsplatz. Bei mehr als einer Million Pferde in Deutschland sind das über 300.000 Arbeitsplätze. Die „Industrie rund ums Pferd“ hat ca. 5 bis 6 Mrd. Euro Jahresumsatz. Die „Mehreinnahmen“ durch eine Pferdesteuer könnten somit unter Umständen nur marginal entgegen des wirtschaftlichen Verlustes sein.

Indes verletzt diese Aufwandssteuer das Gleichheitsprinzip empfindlich. Gewerbetreibende und Nutzpferde sollen regelmäßig von der Besteuerung ausgenommen werden, ebenso professionelle Sportreiter, wohingegen beispielsweise gemeinnützigen Organisationen und sogenannten Hobbyreitern Mehrkosten durch die Steuer entstehen würden.

Aus Tierschutzsicht ist ganz besonders die Steuerbefreiung gewerblicher Haltung von Tieren zu verurteilen. Während Landwirte sogar Fördergelder vom Staat, bzw. der EU für ihre kommerzielle Tierhaltung erhalten, soll der normale Tierhalter, zu dem bereits hohen Kostenaufwand für sein Pferd, zusätzlich bestraft werden. Das Prinzip der Gleichbehandlung würde eine Besteuerung für alle Pferdehalter oder einen Verzicht auf diese Form der Steuer nahelegen.

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Bildquelle: morguefile.com

Aus Tierschutzsicht ist allenfalls die Einführung einer Turniersteuer vertretbar. Für diese spricht die Partei Mensch Umwelt Tierschutz sich vehement aus. Die Nutzung eines Tieres als kommerzielles Sportgerät ist aus Tierschutzsicht nicht vertretbar. Ganz besonders im professionellen und profitorientierten Pferdesport sollte, unserer Auffassung nach, eine Steuer die Ausbeutung, Missbrauch und Zucht der Tiere regulieren und reduzieren.

So vermeldet beispielsweise PETA: Allein zwischen 2011 und 2013 mussten insgesamt 735 Pferde für den Galopp- und Trabrennsport ihr Leben lassen. Davon wurden 46 Tiere auf Galopprennbahnen getötet, wobei die Dunkelziffer laut Meinung von Insidern deutlich höher liegen dürfte. Und auch im Trabrennsport sind die Zahlen erschreckend: 152 Pferde waren erst 7 Jahre oder jünger. (4)

Im Grundsatz gilt: Die Ausbeutung unsere Mitgeschöpfe gilt es zu vermeiden, eine tierschutzgerechte Betreuung hingegen zu sichern.

Fazit: Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz lehnt die Pferdesteuer ab und setzt sich dafür ein, dass die Städte und Gemeinden in Deutschland sich aufgrund der oben aufgeführten Argumente ebenfalls dagegen aussprechen.

(1)Grundgesetz Artikel 20a:
Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.

(2)Bürgerliches Gesetzbuch, Buch 1 Abschnitt 2, §90a:
Tiere sind keine Sachen. Sie werden durch besondere Gesetze geschützt. Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist.

(3)http://www.hna.de/lokales/witzenhausen/bad-sooden-allendorf-ort83103/pferdesteuer-gewerbebetrieb-spuert-bereits-auswirkungen-4549939.html

(4)http://www.peta.de/faktenpferdesport#.VppgHfnhDMg

IG gegen Rasselisten: Mitzeichnen der Petition 62756

Petition

Der Bundesarbeitskreis Heimtiere begrüßt und unterstützt die Bundestagspetition der „IG gegen Rasselisten“ mit der Forderung, dass das Gesetz zur Beschränkung des Verbringens oder der Einfuhr gefährlicher Hunde in das Inland (HundVerbrEinfG) abgeschafft wird, bzw. die darin enthaltene Liste gefährlicher Hunderassen (Rasseliste) gestrichen wird.

Bitte unterzeichnen und weitläufig verbreiten!

Unser Flugblatt Rasselisten_NEU_IG_A5_1mm „Gegen die Diskriminierung von Hund und Halter – Beendet die rassespezifische Hundegesetzgebung! zum Verteilen kann in der Bundesgeschäftsstelle (sekretariat (at) tierschutzpartei.de) unter Angabe von Adresse und Stückzahl bestellt werden!

 

Die 21. Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin

Die 21. Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin – Eine Perspektive für Tierschutz/Tierrechte? Was können wir daraus lernen?

Ein Bericht von Martin Buschmann (stellv. Generalsekretär)

Zur 21. Rosa-Luxemburg-Konferenz am 09. Januar war ich als Pressevertreter eingeladen worden. Meiner Meinung nach sollten sich viele von uns dieses Ereignis nicht entgehen lassen. Warum? Zumindest finden sich jedes Jahr über 2.000 Menschen hier ein. Alle aus dem linken Lager. Dort gibt es Büchertische, die DKP steht neben der KPD, die neben der Roten Hilfe, Solidaritätskampagnen, SDAJ, Freidenker etc. auf diversen Etagen. Nicht alle sind sich einig, stehen sogar im Wahlkampf gegeneinander, aber es geht gut.

Jeder Gast hat die Möglichkeit, sich von jedem Stand Informationen zu holen, obwohl man sich teils nicht wirklich einig ist, was Kommunismus oder Sozialismus bedeutet. Jeder definiert das für sich. Auch das war kein Problem. Auch die Reden waren international: Referenten aus der Türkei, Österreich, der Ukraine und Kuba. Alles wurde simultan über Kopfhörer für alle Zuhörer übersetzt.

Was hat das mit unserer Partei zu tun? Letztendlich wäre so ein Kongress „Tierschutz/Tierrechte International“ ein riesiger Erfolg, aber leider ist die Tierschutz-/Tierbefreier-/Vegetarier-/Veganer-Szene eine Welt, die sich gegenseitig nicht achtet. Warum nicht? Habe und werde ich nie verstehen.

Warum würde so eine Konferenz niemals mit Tierbefreiern/Tierschützern/Tierrechtlern funktionieren? Wir bekämpfen und missachten uns gegenseitig und geben uns keinen Deut an Toleranz. Jeder will im Fokus stehen und der bessere Tierrechtler sein …

Ich postuliere über die „Schlacht“ beim Catering … Bio-Bratwurst neben vegetarischem Sandwich und veganem Angebot … Das würde (selbst wenn sich alle auf dem Kongress einig sind!) sogar die Besucher in einen Krieg stürzen … „Was, du isst Käse …“ oder gar Fleisch? Schade eigentlich, wir könnten zusammen mit allen Tierschützern und Tierrechtlern so viel erreichen, wenn man sich nicht gegenseitig ausgrenzen würde.

Bei meiner Teilnahme der „Animals Politics Foundation“ in Belgrad 2014 und in Tirana 2015 auf internationaler Ebene gab es auch keine Differenzen. Toleranz und voneinander Lernen stehen dort immer im Fokus. Warum haben die Tierschutzparteien in anderen Ländern (Australien, den Niederlanden, Spanien, Portugal etc.) Erfolg und in Deutschland werden wir uns nicht einig? Warum wird immer kritisiert und ausgegrenzt? Warum nicht alle mitnehmen, die sich für Tierrechte und Tierschutz einsetzen? Egal, woher sie/er kommt und wie man sich ernährt? Können wir nicht alle zusammen (Tierschützer/Tierrechtler/Pescarier/Frutarier/Ovo-Vegetarier/Flexitarier etc.) endlich mal zusammenarbeiten? Das Ziel ist doch klar: Tierleid zu verhindern und/oder zu minimieren!

Die „Partej voor de Dieren“ in den Niederlanden hat aufgerufen „Esst weniger Fleisch!“ („Eat less meat!“). Auch sie steht für das vegane Ziel, hat aber nie vergessen, die Wähler, die noch nicht so weit sind, immer mitzunehmen.

Mein Traum für die Zukunft ist, einen Tierschutz-Kongress in Deutschland zu besuchen, wo wirklich jeder kommen kann, auch internationale Referenten auftreten und mehr als 2.000 Besucher kommen. Und alle begegnen sich friedlich auf einer gleichen Plattform.

Warum das nicht möglich ist, kann ich einfach nicht verstehen.

Liebe Grüße
Martin Buschmann

Hilfe für Vögel im Winter

Bitte füttere mich!

Eisige Temperaturen, Schnee und Frost, setzen auch unserer heimischen Vogelwelt stark zu.

Peta gibt Tipps zur tiergerechten Fütterung, damit unsere gefiederten Gesellen gut und bestens ernährt über die kalte Jahreszeit kommen. Außerdem erfahren Sie, wie Sie Ihren Garten ganzjährig „Vogelfreundlich“ gestalten können.

 

Zulassung der Tierschutzpartei zur LTW Ba-Wü in Rekord-Anzahl

PRESSEMITTEILUNG / 20.01.2016

Gestern wurde die Tierschutzpartei (voller Name: PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ) in 20 von 21 Wahlkreisen zugelassen, in denen der Landesverband Baden-Württemberg Kandidierende zur Landtagswahl aufgestellt hatte. Dies ist ein neuer Rekord. Bei der letzten Teilnahme der Partei an der Landtagswahl 2006 waren es nur 17 Wahlkreise. 2011 war die Tierschutzpartei aufgrund des extrem undemokratischen Wahlrechts in Baden-Württemberg gar nicht angetreten.

Für die 20 Wahlkreise haben die Aktiven des Landesverbands nun ca. 4.000 Unterstützungsunterschriften (inkl. ungültigen und Puffern) gesammelt, um auf den Wahlzettel zu kommen. Zum Vergleich: Um bei der Europawahl teilnehmen zu dürfen, muss eine Partei, die noch nicht im Europaparlament vertreten ist, genauso viele Unterstützungsunterschriften sammeln, allerdings für ganz Deutschland.

Für die anstehende Wahl steht die PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ nun in folgenden Wahlkreisen auf dem Stimmzettel:

  • Breisgau
  • Emmendingen
  • Enzkreis
  • Freiburg I & II
  • Freudenstadt
  • Karlsruhe I & II
  • Kirchheim
  • Konstanz
  • Lahr
  • Offenburg
  • Pforzheim
  • Schorndorf
  • Stuttgart I – IV
  • Tuttlingen
  • Vaihingen

Die 10 wichtigsten Ziele der Partei zur Landtagswahl sind:

  • Mehr Volksentscheide auf Landesebene, Abschaffung oder deutliche Reduzierung der Quoren bei Bürgerentscheiden
  • Einführung eines Gesundheits- und Ernährungsunterrichts
  • Informationsfreiheitsgesetz für Baden-Württemberg
  • Verbesserung des Mitwirkungs- und Verbandsklagerechts in Baden-Württemberg
  • Abschaffung von Tierversuchen, insbesondere in der Lehre an baden-württembergischen Hochschulen und Universitäten sowie der Primatenversuche in Baden-Württemberg
  • Massentierhaltung bekämpfen, bio-vegane Landwirtschaft fördern
  • Tötung frisch geschlüpfter männlicher Küken verbieten
  • Stärkere Kontrollen bei der Einhaltung des Tierschutzgesetzes
  • Ausbau und bessere Vernetzung des öffentlichen Personenverkehrs
  • Ausbau und Förderung von erneuerbaren Energien wie Solarenergie, Wasser- und Windkraft, nicht nur für Großanlagen, sondern auch insbesondere im Bereich der regionalen Energieerzeugung direkt am Wohnort

Das komplette Wahlprogramm der Tierschutzpartei finden Sie auf unserer Website.

Pressekontakt:

Matthias Ebner
Bundesvorsitzender
Vorsitzender im Landesvorstand Ba-Wü
Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Tel.: 07234 94 83 23
Mobil: 0160 90 15 33 20
matthias-ebner@tierschutzpartei.de

Erfolg für das Volksbegehren gegen Massentierhaltung in Brandenburg

Das Volksbegehren gegen Massentierhaltung hat die notwendige Stimmenzahl erreicht!

Nach Angaben des Landeswahlleiters wurden laut vorläufigem Endergebnis rund 104 000 gültige Stimmen abgegeben, fast 25 000 mehr als erforderlich. „Das ist ein sehr guter Tag für das Tierwohl und die bäuerliche Landwirtschaft in Brandenburg“, betonte der Sprecher des Aktionsbündnisses Agrarwende, Michael Wimmer.

Die größte Zustimmung fand das Volksbegehren in der Landeshauptstadt Potsdam. Insgesamt war die Zustimmung in allen an Berlin grenzenden Landkreisen deutlich höher als in den berlinfernen Regionen.

Am 27. Januar wird das endgültige Ergebnis zusammengestellt und dann veröffentlicht. Nach der Veröffentlichung des Ergebnisses muss sich innerhalb von 2 Monaten das Parlament erneut mit den Forderungen des Volksbegehrens auseinandersetzen.

Das wichtigsten Forderungen des Volksbegehrens waren:

  • ausschließlich nur noch artgerechte Haltung von Tieren finanziell zu fördern,
  • das Abschneiden ( „Kupieren“ ) der Schwänze von Schweinen sowie der Schnäbel von Hühnern zu verbieten und ebenso die Aufstallung von kupierten Tieren,
  • Berufung eines unabhängigen Landestierschutzbeauftragten,
  • den Tierschutzverbänden ein Mitwirkungs- und Klagerecht zum Wohle der Tiere einzuräumen.

Mit diesem Volksbegehren gegen die Massentierhaltung ist Brandenburg jetzt Vorbild für andere Bundesländer.

Der Landesverband Brandenburg der Partei Mensch Umwelt Tierschutz hat das Volksbegehren nach Kräften unterstützt und freut sich besonders über diesen Erfolg.

Auch unsere kleinen Tierschützer haben sich bei diesem Volksbegehren aktiv mit eingebracht. Siehe: http://schule-schlieben.de/aktivitaeten-grundschule/jahrgaenge-5-6/bist-du-tierschuetzer/index.html

Silvia Dreyer / 1. Vorsitzende LV Brandenburg der Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Mehr Intelligenz beim Kaufen! Kein Tierleid für Mode!

Petition

Wir veröffentlichen die von Frau Rau erstellte Petition „Mehr Intelligenz beim Kaufen! Kein Tierleid für Mode!“ mit der Bitte um Unterzeichnung und Verbreitung; danke!

Unser Flugblatt „Anti-Pelz“ zum Verteilen können Sie gerne in der Bundesgeschäftsstelle: sekretariat (at) tierschutzpartei.de unter Angabe von Stückzahl und Ihrer Adressdaten kostenlos bestellen.

Doku: „Cowspiracy – Das Geheimnis der Nachhaltigkeit“

Wir wurden gebeten, den Umwelt-Dokumentarfilm „Cowspiracy – Das Geheimnis der Nachhaltigkeit“ (DVD-VÖ: 18. März 2016; polyband Medien) vorzustellen:

„Womöglich der wichtigste Film, um uns aufzufordern, den Planeten zu retten.“ (Oscar-Preisträger Louie Psihoyos, Regisseur von Die Bucht)

„Dieser Film wird Aufsehen erregen und die Umweltschutzbewegung befeuern.“ (Darren Aronofsky, Regisseur von Noah, The Wrestler und Black Swan)

Industriell betriebene Viehzucht und Agrarwirtschaft sind unser Klimakiller Nummer Eins und damit hauptsächlich für die globalen Umweltprobleme verantwortlich. Dies geht aus einem offiziellen Bericht des Worldwatch Institutes hervor. Demzufolge werde weltweit mindestens 51 Prozent aller in die Erdatmosphäre freigesetzten Treibhausgas-Emissionen durch Nutztiere verursacht, während lediglich 13 Prozent auf den vielgeschmähten Transportsektor entfallen. Aber warum wird diese wichtige Tatsache selbst von namhaften Umweltorganisationen wie Greenpeace, Sierra Club, Surfrider Foundation oder dem Rainforest Action Network mehrheitlich ausgeblendet?

Genau das wollten die Dokumentarfilmer Kip Andersen und Keegan Kuhn herausfinden, als sie mit ihren Recherchen zu diesem wichtigen und wegweisenden Film begannen und eben erwähnte Umweltschutzorganisationen mit unbequemen Fragen konfrontierten. Enthüllend wie „Blackfish“, inspirierend wie Al Gores „Eine unbequeme Wahrheit“: „Cowspiracy“ deckt die verheerenden Auswirkungen der industriellen Viehwirtschaft auf unseren Planeten auf und bietet nachhaltige Alternativen an, mit dem Ziel, Mutter Erde vor dem Kollaps zu bewahren.

Die engagierten Filmemacher Andersen und Kuhn präsentieren erschreckend aufschlussreiche Zahlen und unglaubliche Fakten: So wird z. B. für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch über 15.000 Liter Wasser (für 1 Kilo Reis sind es 2.500 Liter) benötigt; 91 Prozent der Rodung des Amazonas-Regenwaldes geht auf das Konto der Nutztierhaltung; 30 Prozent des anbaufähigen Bodens wird weltweit für die Fleischproduktion, d. h. für Weideland und den Anbau von Futtermittel, verwendet. Doch der einerseits schockierende, andererseits sympathisch und durchaus humorvoll erzählte Dokumentarfilm beinhaltet nicht nur trockenes Zahlenwerk, sondern auch interessante Interviews und anschauliche Vergleiche: 2 Monate Duschen verbraucht beispielsweise ca. 2.500 Liter Wasser – die gleiche Wassermenge wie bei der Erzeugung eines Burgers! Eine Farm mit 2.500 Milchkühen produziert genauso viel Müll wie eine Stadt mit 411.000 Einwohnern!

„Cowspiracy“ wurde mit dem Publikumspreis auf dem Südafrikanischen Eco Film Festival 2015 bedacht und mit dem Preis für den „besten ausländischen Film“ beim zwölften Festival de films de Portneuf sur l’environnement prämiert.

Trailer hier ansehen!