Landesverband Niedersachsen in Aktion

Am 14. Juni 2014 nahmen drei Mitglieder des LV Niedersachsen, Ivo Feizelmeier, Harald Piltz und Margret Giese, in Braunschweig mit einem Info-Stand an der Veranstaltung „Tierrechtslauf“ des Vereins „Tier-Time“ teil. Damit ergab sich eine gute Gelegenheit, mit interessierten Passanten über die vergangene Europawahl zu sprechen. Häufig wurde Anerkennung und Freude über die guten Stimmenergebnisse (633 303 = 1,2%) und die Tatsache geäußert, dass sich nun unser Spitzenkandidat Stefan Bernhard Eck, zusammen mit der Delegierten der Schwesterpartei „Partej voor de Dieren“, in Brüssel für die Rechte der Tiere einsetzen kann.

In Form eines Kurzvortrags erläuterte die Vorsitzende des Landesverbandes vor sehr aufmerksamen ZuhörerInnen einige Details im Zusammenhang mit der Teilnahme der Partei an der EU-Wahl. An der erkennbaren Zustimmung wurde deutlich, dass man froh ist, endlich „Licht am Horizont“ im – auch seitens der EU sträflich vernachlässigten – Bereich Tierschutz/Tierrechte zu sehen.

Unser Bundesarbeitskreis “Heimtiere” informiert…

Gewissenhafte Urlaubsplanung für Tierfreunde – das richtige Hotel wählen

Steht bei Ihnen diesen Sommer ein Strandurlaub am Mittelmeer an? Gerade in den Mittelmeerländern ist das Leid der Straßentiere groß. Was können Sie tun?

Achten Sie schon bei der Hotelbuchung darauf, Hotels zu unterstützen, die Kastrationsprogramme und Katzenhäuser fördern. Oft werden streunende Hunde und Katzen, über die sich Hotelgäste beschweren, getötet oder in abgelegene Gegenden gebracht, wo sie qualvoll verhungern und verdursten. Dieses sinnlose Leid ließe sich vermeiden, wenn man die Tiere konsequent kastrieren und wieder freilassen würde. Darum achten Sie bitte bei der Buchung auf Hotels, die Tierschutzprojekte betreiben oder unterstützen. Wenn Ihr Stammhotel noch nicht in diesem Bereich tätig ist, sprechen Sie den Betreiber darauf an!

Hier gibt es eine Liste mit Hotels im beliebten Urlaubsland Türkei, die Katzenhäuser unterhalten: (Hier)

16.06.2014: Kurzmeldung aus Brüssel

Bundesvorsitzender und Mitglied des Europäischen Parlamentes Stefan B. Eck ist an diesem Wochenende (14. und 15.06.2014) in Brüssel geblieben, um wichtige Fragen bezüglich der Fraktion GUE/NGL durchzuarbeiten.

In verschiedenen Bereichen stehen in dieser Woche eine Reihe von Entscheidungen an – insbesondere solche hinsichtlich der Mitarbeit in Ausschüssen und Delegationen.

Zwischenzeitlich wurden auch viele vertrauensbildende Gespräche – fraktionsintern, aber auch über die Fraktion hinaus – geführt.

Weitere Schritte hinsichtlich der Personalplanung werden sich innerhalb der nächsten 14 Tage konkretisieren.

13.06.2014: Offizielle Aufnahme in die Gruppe der Vereinten Europäischen Linken / Nordische Grüne Linke

Am Mittwoch, dem 11.06.2014, wurde der Europa-Abgeordnete Stefan Bernhard Eck der Partei Mensch Umwelt Tierschutz als eigenständige Delegation in die Fraktion GUE/NGL aufgenommen.

Die GUE/NGL nahm – ebenfalls als eigenständige Delegation – die EU-Abgeordnete Anja Hazekamp unserer holländischen Schwesterpartei “Partij voor de Dieren” in ihre Fraktion auf.

Durch die Aufnahme der Tierschutzpartei-Delegationen und anderer Delegationen kam es zu einem doppelten historischen Ereignis für die GUE/NGL:

Zum ersten Mal sind in der Gruppe der Vereinten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke Tierschutzparteien vertreten (gleich zweimal!).

Durch die Aufnahme anderer Delegationen hat die GUE/NGL somit 52 Mandatsträger!

Beeindruckend war die herzliche Aufnahme in die Fraktion und die angenehme Atmosphäre während der ersten Sitzungen.

Stefan Eck ist davon überzeugt, mit dieser Fraktion konstruktiv für die Rechte der Tiere und für konsequenteren Umweltweltschutz die nächsten fünf Jahre arbeiten zu können.

12.06.2014: Bericht aus Brüssel

Ende letzter Woche nahm Stefan Bernhard Eck seine Arbeit als Mitglied des Europäischen Parlamentes in Brüssel auf.

Zunächst galt es, die umfangreichen bürokratischen Formalien zu erfüllen, die für die Akkreditierung und eine geregelte Parlamentsarbeit notwendig sind. Daneben standen Gespräche mit der Fraktion Europäische Grüne und der Fraktion GUE/NGL (Europäische Linke/Nordische Grüne) hinsichtlich der Fraktionszugehörigkeit auf dem vollgepackten Arbeitsprogramm.

Höhepunkt dieser ersten Arbeitswoche war eine Vorstellungsrede vor dem Plenum der Fraktion der Europäischen Linken (GUE/NGL), in der Stefan Bernhard Eck die programmatischen Zielsetzungen der Partei Mensch Umwelt Tierschutz und seine persönlichen europapolitischen Schwerpunkte den mehr als 150 Anwesenden darlegte.

Bei der Terminplanung sowie bei der Bewältigung der bürokratischen Arbeiten wurde “unser Mann in Brüssel” durch Parteimitglied Sandra Gabriel unterstützt, die ihm schon während seiner Wahlkampfaktivitäten in NRW zur Seite stand.

Es ist bereits jetzt klar zu erkennen, dass Stefan B. Eck noch eine arbeitsreiche Zeit bis zur Konstituierung des Europäischen Parlamentes am 1. Juli 2014 in Strassburg bevorsteht.

Negativtrend bei Rüstungsexporten hält an

Deutsche Waffenexporte in Drittländer auf Rekordhoch

Laut dem aktuellen Rüstungsexportbericht stieg der Wert der Rüstungsexporte 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Milliarden auf 5,8 Milliarden Euro und erzielte damit einen Rekordwert. Weil die Nachfrage nach deutschen Rüstungsgütern anhält, ist die Bundesrepublik nach den USA und Russland zum drittgrößten Waffenexporteur geworden. Geliefert wird jedoch auch in viele Länder, die für Menschenrechtsverletzungen bekannt sind, wie Algerien, Katar, Saudi-Arabien, Indonesien und Israel. (Bericht von Freie Presse hier lesen)

Rebellisches Musikfestival

LV Sachsen-Anhalt in Aktion

Zum ersten Mal fand im Thüringer Wald das rebellische Musikfestival vom 06.06.2014 bis zum 08.06.2014 statt. Es ist ein Festival im Zeichen der Rebellion gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Hier wurde erstmalig für die Rettung der Umwelt und der Tiere, gegen einen ungerechten Krieg – für unsere Zukunft getanzt. Das Festival wurde selbstfinanziert und selbstorganisiert durch ehrenamtliche Arbeit und selbstlosen Einsatz der Besucher und vieler Helfer.

Gleich am Eingang befand sich ein Einsatzplan. Hier konnte man sich für eine ehrenamtliche Arbeit eintragen. Entweder hat man für eine bestimmte Zeit Essen verkauft, hat Zeitungen verteilt, hat Müll aufgesammelt oder war verantwortlich für die Unterkünfte. In der riesigen Festivalanlage war überall Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft zu spüren. Die Besucher halfen sich untereinander beim Zeltaufbau und saßen beim Lagerfeuer mit Gitarren und tanzten zusammen.

Gleich nach unserer Ankunft bot man uns Hilfe bei dem Aufbau des Pavillons an. Bereits am Freitag spielten Newcomer Bands, wie Noihaus, LPG,NH3, Yza Ya und Destroyline. Im großen Frühstückszelt gab es ab 9 Uhr Frühstück. Mein Pausenbrot und meine veganen Soyabratwürstchen habe ich auf den Grill von nebenan legen dürfen. Viele Besucher wollten meine rein pflanzlichen Würstchen probieren, deshalb wurden sie kurz um alle durchgeteilt. Ich war glücklich einen Teil der letzten Soyawurst abzubekommen.

Alle Besucher waren so hilfsbereit, dass ich alle mitgenommenen Zettel einer Petition für die Einführung von Mindeststandards bei der Haltung von Milchkühen schnell voll bekam. Mit dem Einen oder Anderen konnte man sich stundenlang unterhalten. Es war wunderschönes warmes Wetter, so dass man sich auch im Schwimmbecken mal abkühlen konnte und die Nächte warm waren. Viele schliefen in selbst mitgebrachten Zelten unter freiem Himmel. Es gab aber auch Wohnwagen und Hütten. Andreas mochte die Band Leningrad wegen dem guten Tanz-Rhythmus sehr. Mir gefiel die Band Strom & Wasser. Der Sänger war sehr unterhaltsam und die Band setzt sich für den Schutz der Frauen in Flüchtlingslagern ein. Wir konnten viele Kontakte knüpfen und haben insbesondere vielen Jugendlichen den Tierschutz und die Tierrechte näher bringen können. Besonders wichtig erscheint uns die Zusammenarbeit mit der neu gegründeten Umweltgewerkschaft. Wir freuen uns auf die noch folgenden Festivals dieser oder der gleichen Art und bedanken uns bei allen Helfern und Besuchern des Festivals. Ihr seid super – macht weiter so!

Buchvorstellung – Larissa Hartkopf: “Was Sie über Reitsport und Turnierpferde wissen sollten”

Die Turniersaison hat begonnen, das Weltfest des Pferdesports, der CHIO in Aachen, und die diesjährigen Weltreiterspiele in Frankreich stehen vor der Tür. Vor wenigen Wochen hat “Wunderpferd” Totitals (Kaufpreis ca. 10.000.000 Euro) sein Comeback antreten müssen. Unmittelbar vor dem Einreiten in das Prüfunfsviereck wurde das Pferd von seinem Reiter vor laufender Kamera mit Sporentritten traktiert.

Der Reit- und Pferdesport ist ein Milliardengeschäft und hat nichts mit Liebe zu tun. Pferde sind keine selbstbestimmten Athleten, das muss man sich immer vor Augen halten. Bei vielen Reitern und Trainern sind die üblichen Vorgehensweisen, Pferde durch Zwang und Drill zum Sporttier abzurichten, so offensichtlich wie oben beschrieben, bei anderen Reitern siegt der Schein von Harmonie. Doch wahre Harmonie zwischen Reiter und Pferd gibt es in diesem vermeintlichen Sport nicht, die treffende Beschreibung lautet: Gehorsam und Unterwerfung des Pferdes durch Dominanz und Einwirkung des Reiters.

Der Pferdemarkt in Deutschland ist riesig. Mehrere zehntausend Pferde werde über große Internetmärkte und Zeitschriften zum Verkauf angeboten. Rechtsanwälte spezialisieren sich auf das “Pferderecht” und die sie sogenannte Beweislastumkehr. Wenn ein Pferd nach dem Kauf innerhalb einer bestimmten Frist einen gesundheitlichen Schaden aufweist, möchten die neuen Besitzer dieses Pferd nicht mehr haben, da es ihrem Nutzungsanspruch nicht entspricht. Die Pferderückgabe an den Vorbesitzer (oder ein Umtausch des Pferdes), wird mit Hilfe eines fachkundigen Juristen vor Gericht versucht durchzusetzen. Die aktuelle Gesetzesgrundlange für den Tier- und Pferdehandel ist erschreckend. Menschenhandel gilt als kriminell, Pferdehandel hingegen als schick.

Neben dem häufig unvorstellbaren Leid der Sport- und Schulpferde, handelt es sich in diesem umstrittenen Gewerbe ebenso um die Geringschätzung von Menschen. Denn für “untergeordnete” Arbeiten, wie dem tägliche Misten der Pferdeboxen, werden Arbeiter oft ausgenutzt und ausgebeutet. Es werden Hungerlöhne gezahlt, es herrscht ein rauher Umgangston. Wer nicht spurt, der fliegt. Akkordarbeit mit Pferden lautet der Arbeitsalltag in den meisten Reit- und Ausbildungsställen.

Nach meinem eigenen Ausstieg aus dem Reitsport habe ich einige Jahre in einem Turnierstall einfache Dienstleistungen angeboten, wie das tägliche Rausbringen der Pferde auf die Weide/ Paddock (viele Pferde durften gar nicht raus, andere nur für 30 bis 60 Minuten wegen Verletzungsgefahr). Es war Normalität, wenn mir eine Pferdebesitzerin heute sagte, dass sie ihren Wallach übermorgen in einen anderen Stall bringt, wo er zum Verkauft vorbereitet wird, da sie selber ein neues, “viel besseres” Pferd erworben hat. Dementsprechend hatte ich nie eine tiefere Beziehung zu den Pferden der Fremden aufgebaut, es war ein Kommen und Gehen. Sportpferde sind Nummern, abgestempelt mit hochkarätigen Namen wie “Society Lady”, “Statesman” oder “Diamant”.

In meinem Buch “Was Sie über Reitsport und Turnierpferde wissen sollten – Aussteiger decken auf”, erschienen im Reichel Verlag, berichte ich offen und ehrlich über die Hintergründe und Praktiken im Turniersport. Ich selber war viele Jahre Anhängerin der Reitsportszene – ehrgeizig, überheblich und unbelehrbar was Kritik anging. Doch ich musste durch äußere Umstände vom hohen Ross absteigen und habe den Ausstieg geschafft, so wie einige andere auch, die im Buch zu Wort kommen. Früher oder später wird der Reit- und Pferdesport der Vergangenheit angehören, davon bin ich überzeugt. Jeder kann es schaffen, sich der Unterdrückung von Pferden, Tieren und Menschen abzuwenden.

Weitere Informationen dazu gibt es auch bei Peta: “Pferderennen sind Tierquälerei” (Hier lesen)

TV-Tipp: Vegetarier gegen Fleischesser – Das Duell

Heute, Dienstag, den 10.06.2014, 20:15 – 21:00 Uhr im ZDF

“ZDFzeit” macht die Probe aufs Exempel: Vier leidenschaftliche Fleischesser und vier überzeugte Vegetarier müssen gegeneinander antreten. Sie werden betreut – und bekocht – von zwei der besten Köche Deutschlands: vom Fleischliebhaber Alfons Schuhbeck und vom Shooting-Star der veganen Küche, Attila Hildmann. (ZDF-Infos hier lesen…)

Attila Hildmann +++ VEGAN FOR YOUTH +++ DER WEG (Zum Trailer)

In der Doku kam u.a. der Mythos vom “Fleisch gibt Kraft” gehörig ins Schwanken: Es wurde nachgewiesen, dass die Veganer im Ausdauersport besser abschnitten als die Fleischesser. Fazit: körperliche Leistung braucht kein Fleisch. In der ZDF-Mediathek können Sie sich die Sendung vom 10.06.2014 ansehen und selbst ein Urteil darüber bilden: (Zur Sendung)

Demo über die Doku “Earthlings”

LV Baden-Württemberg in Aktion

Am Samstag, den 07.06.2014 fand in Stuttgart eine Earthlings-Demo statt, an der auch einige Mitglieder des Landesverbandes Baden-Württemberg teilnahmen. Dabei wurde bewusst darauf geachtet, dass die Demo nicht klarmachte, worum es geht, sondern lediglich der Titel dieses hervorragenden Tierrechtsfilms und seine Domain earthlings.de kommuniziert wurden. Um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erregen, wurde die Demo als Hochzeitsumzug gestaltet. Die Außenwirkung war grandios. Die Menschen haben uns teilweise sogar zu sich hergewunken, um Flugblätter zu bekommen. Wir hoffen nun, dass möglichst viele davon sich den Film tatsächlich ansehen und die einzige logische Konsequenz daraus ziehen und Tierausbeutung nicht weiter unterstützen. In aller Regel ist der Film darin sehr erfolgreich.

 

Earthlings

“Earthlings” ist eine Filmdokumentation über die absolute Abhängigkeit der Menschheit von Tieren (als Haustiere, Nahrung, Kleidung, zur Unterhaltung und in der wissenschaftlichen Forschung).

Der Film veranschaulicht aber auch unsere Geringschätzung gegenüber diesen “nicht-menschlichen Versorgern”. “Earthlings” ist mit Abstand die umfassendste jemals produzierte Dokumentation zum Verhältnis zwischen Natur, Tieren und menschlichen Wirtschaftsinteressen. Es existieren viele gute Tierrechtsfilme, aber dieser Film geht über das Bisherige hinaus.

Zum Video: www.veg-tv.de