Im Stern – ein hoffnungsvoller Artikel: “Esst weniger Fleisch!”

Ein Schritt, der in die richtige Richtung geht…

Der Stern thematisiert in der aktuellen Ausgabe Nr. 22 den hohen Fleischkonsum in Deutschland. Dabei macht man dem Verbraucher schonungslos und unmissverständlich klar, welche Gefahren vom fleischlichen Massenkonsum auf Menschen, Tiere und Umwelt ausgehen. Ein Umdenken der Nahrungsgewohnheiten wird gefordert: Qualität statt Quantität. König Kunde sollte sich wie ein König verhalten, denn Könige essen keinen Dreck! Und: würden Hunde und Katzen behandelt wie das “Vieh”, das wir essen, die Nation würde Sturm laufen.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz dankt dem Stern für die aufklärende Berichterstattung, die wieder einmal klar macht, dass wir mit unserer progressiven und ganzheitlichen Politik auf dem richtigen Weg sind. Wir empfehlen allen Lesern und Leserinnen sich den Stern zu kaufen, zu lesen und an Nachbarn und Freunde zur Anregung einer Diskussion und zum Handeln weiterzugeben.

Landesverband Bayern in Aktion

“Partei-Stammtisch”

Nach längerer Unterbrechung fand am 21. Mai wieder der “Partei-Stammtisch” des Landesverbandes Bayern statt, an dem neun Mitglieder und drei Interessentinnen teilnahmen. Neben dem geselligen Beisammensein nahmen die Anwesenden die Gelegenheit wahr, über die Partei im allgemeinen und über Ziele und Aktivitäten des Landesverbands Bayern im speziellen zu diskutieren und Ideen und Pläne für zukünftige Aktionen einzubringen.

So einigte man sich darauf, im Juli 2010 am Münchener Tierschutztag mit einem Info-Stand am Marienplatz anzutreten. Daneben wurde geplant, im September beim “street-life-day” auf der stark frequentierten Leopoldstraße im Universitätsviertel der Stadt München mit einem Info-Stand Flagge zu zeigen. Ferner wurde ins Auge gefasst, für den Welttierschutztag am 4. Oktober diesen Jahres ein Aktionskonzept zu entwickeln und möglichst viele andere Landesverbände zu motivieren, an diesem Tag unsere Partei in allen Bundesländern in geeigneter Form der Öffentlichkeit präsentieren.

Das nächste Zusammentreffen ist für den 04.06.2010 angesetzt. Die anwesenden Parteimitglieder und Gäste waren sich am Ende darüber einig, sich von nun an jeden ersten Freitag im Monat zu treffen. Die Organisatoren des Treffens würden sich freuen, wenn sich weitere Parteimitglieder und Interessierte von dem “Partei-Stammtisch” angesprochen fühlen und beim nächsten Mal dabei sind.

Mensch Umwelt Tierschutz in Aktion – Demo in Salzgitter-Üffingen gegen die geplante Hähnchenmastanlage

Am 8.5.2010 fand eine Demonstration gegen die Errichtung einer Hähnchenmastanlage in Salzgitter-Üffingen statt. In Niedersachsen sollen nach neuestem Stand 400 Hähnchenmastanlagen entstehen, gegen die sich in fast jedem der betroffenen Orte Bürgerinitiativen gebildet haben. An der Demonstration am 8. Mai nahmen 150 Personen teil. Der Landesverband Niedersachsen war durch die stellvertretende Landesvorsitzende und Bundesschriftführerin Sabine Pankau vertreten. Noch ist es möglich, die geplanten Hähnchenmastanlagen durch Proteste und Eingaben zu verhindern. Finanzielle Interessen dürfen nicht weiterhin Vorrang vor Tierschutz haben! Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz kämpft mit um diese Anlagen zu verhindern!

Landesverband Bayern in Aktion

Info-Stand auf der Heimtiermesse in Fürstenfeldbruck

Am 1. und 2. Mai 2010 fand in Fürstenfeldbruck, nahe München, eine der größten Heimtiermessen Deutschlands statt. Wie bereits im Jahr zuvor, waren auch wir mit einem Info-Stand unserer Partei vertreten. Die Partei-Mitglieder Inge Kandl, Ingeborg Ressner, Thomas Tröscher, Dorit Funhoff , Magrit-Szu Volosinovsky, Barbara Nauheimer sowie eine Partei-Interessentin, Diane Wagner, betreuten den Stand, verteilten einige hundert Flugblätter und führten viele aufklärende Gespräche zum Thema Tierschutz und den Zielen unserer Partei.

 

Besondere Beachtung fand neben unserem neuen Banner “Manche nur zum Fressen gern”, auch unser Plakat mit den schockierenden Zahlen der verbrauchten / getöteten Tiere in Deutschland und Europa. Etliche Besucher der Messe nahmen Aufnahme-Anträge unserer Partei mit und am zweiten Messetag konnten wir sogar einen direkten Partei-Beitritt verbuchen.

Vom Regen in die Traufe?

Anlässlich der gestrigen Vereidigung von Astrid Grotelüschen zur Niedersächsischen Landwirtschaftsministerin im Zuge einer Kabinettsumbildung zeigt sich die Partei Mensch Umwelt Tierschutz besorgt über ihre Ernennung.

War der nun abgelöste umstrittene Vorgänger Hans-Heinrich Ehlen mit seiner Stärkung der agrarindustriellen Konzernstrukturen kaum zu toppen, ist seine Nachfolgerin von noch mehr Nähe zur mächtigen Agrarlobby geprägt.

Mit der Berufung von Astrid Grotelüschen erteilt Niedersachsens CDU-Regierung der bäuerlichen Landwirtschaft eine deutliche Absage. Interessenkonflikte werden beiseite gewischt sowie profitablem Eigeninteresse der Vorzug gegeben. Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit werden mit der neuen Landwirtschaftsministerin auf der Strecke bleiben – ebenso Verbraucher- und Tierschutz, den Grotelüschen betreibt mit ihrem Familienunternehmen den zweitgrößten Putenbrut- und Mastbetrieb Deutschlands. Durch ihre Tätigkeit im Familienbetrieb ist sie persönlich mitverantwortlich für die unsägliche Qualaufzucht und -haltung der Mastputen. Deshalb werden von ihr artgerechte Haltungsformen wohl kaum gefördert werden und ein Ausstieg aus der industriellen Massentierhaltung ist demnach nicht zu erwarten sein.

Die Bundestagswahl 2009 bescherte Frau Grotelüschen ein Bundestagsmandat. Während des vorangegangenen Wahlkampfes war über das Familienunternehmen “Putenmastbetrieb” nichts zu vernehmen, wohl wissend, dass die Wähler dies kaum durch ihre Stimme honoriert hätten. Nach ihrer Ernennung zur Landwirtschaftsministerin spricht Grotelüschen über ihre entsprechende Befähigung mit dem Hinweis “ich habe etwas Stallgeruch”. Es bleibt abzuwarten, ob durch die Verbandelung mit der Agrarlobby dieser “Stallgeruch” nicht bald zum Himmel stinken wird!

Marita Adler
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Mensch Umwelt Tierschutz in Aktion – 24. April: 120 Kilometer Menschenkette zwischen den AKWs Brunsbüttel und Krümmel

Ein besonderes Anliegen unserer Partei ist natürlich auch der Ausstieg aus der Atomwirtschaft. Daher nutzte die stellvertretende Bundesvorsitzende, Margret Giese, die Gelegenheit, sich an der Großdemonstration gegen Atomkraft zu beteiligen. Sie ist von den negativen Auswirkungen der Kernenergie selbst betroffen, da sie in der Nähe des Skandal-Atommüllschachtes Asse wohnt.

 

Wie Margret Giese dachten offenbar viele aus der Gegend Braunschweig, Wolfenbüttel, Salzgitter: 15 voll besetzte Busse und ein Sonderzug mit 1000 Atomkraftgegnern hatten sich auf den Weg zum Kernkraftwerk Brokdorf in Schleswig-Holstein gemacht. Dieser Ort ist in besonderem Maße ein Symbol für die Anti-Atomkraft-Bewegung. Er geriet erstmals in die Schlagzeilen während der Bauphase in den 70er und 80er Jahren, als es bereits heftige Proteste von Atomkraftgegnern gab. Nach einem erzwungenen vierjährigen Baustopp wurde weitergebaut und das AKW am 28. Februar 1981 in Betrieb genommen, was zu der bis dahin größten Demonstration gegen Kernkraft führte. 100.000 DemonstrantInnen aus allen Teilen Deutschlands begaben sich damals in die Wilstermarsch, um ihrer Empörung lautstark Luft zu machen. 10.000 Polizisten waren vor Ort, und es gab über hundert Verletzte auf beiden Seiten.

 

Die aktuelle Demonstration im Norden der BRD mit weit über 100.000 TeilnehmerInnen erinnerte eindrucksvoll an die damaligen Proteste – diesmal jedoch friedlicher und weniger lautstark, aber nicht minder kraftvoll.

Wer vor Ort war, dem wurde angesichts des Gegensatzes von friedlicher Nordsee-Idylle – mit weidenden Schafen auf dem Deich einerseits und dem lebensfeindlichen Stahlkoloss mitten in der Landschaft andererseits – zutiefst bewusst, dass der Kampf gegen den “scharz-gelben Irrsinn”, erst 2050 das letzte AKW vom Netz zu nehmen, unvermindert fortgesetzt werden muss. Es ist nicht hinnehmbar und spottet jeder Beschreibung, wenn sich eine Regierung zum Handlanger der Atomlobby macht, anstatt sich für das Wohl ihrer Bürgerinnen und Bürger einzusetzen. Wenn nicht anders, muss durch zunehmenden öffentlichen Druck eine Wende herbeigeführt werden.

Für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz nahmen neben Margret Giese auch andere Parteimitglieder aus dem Landesverband Berlin an der Menschenkette teil.