20. Deutscher Fleischkongress am 29. 02. 2012 in Bonn – Bundesvorsitzender Eck war eingeladen und forderte mehr Mitverantwortung für Mensch, Tier und Umwelt

Veggieworld2012Die Diskussionsrunde auf diesem Fleischkongress verlief sicherlich anders als in früheren Jahren, denn die Fleischproduzenten hatten sich einen Kontrahenten in der Person des Bundesvorsitzenden eingeladen. Zur Überraschung der Anwesenden verlief der „Schlagabtausch“ anders, als man es sich wahrscheinlich vorgestellt hatte. Dies lag daran, dass Stefan Eck keine Maximalforderungen stellte, mit denen man sicher gerechnet hatte, sondern in konzilianter Art und Weise auf seine Gesprächspartner zuging und an ihre Mitverantwortung für Mensch, Tier und Umwelt appellierte.

Er wies die Interessenvertreter der Fleischwirtschaft auch darauf hin, dass sehr wohl mit einer Produktion vegetarisch/veganer „Ersatz“-Produkte zweistellige Gewinnmargen zu erzielen seien und – auch was den Profit betrifft – das Leben den bestraft, der zu spät kommt.

Die Botschaft des Bundesvorsitzenden, dass sich hinsichtlich der Fleischwirtschaft etwas ändern müsse, besonders im Hinblick auf einheitliche Tierschutzstandards, wurde von den anwesenden Fleischproduzenten sogar offen und recht positiv aufgenommen.

Es ist vorgesehen, in der kommenden Ausgabe der ZeitenWENDE ausführlich über den Kongress zu berichten.

Steigende Ölpreise

Mobilität wird zunehmend eine soziale Frage

Nach seinem Allzeithoch im Jahr 2008 steigt der Preis für ein Barrel Öl an den internationalen Märkten weiter an. Dies kann jeder Autofahrer an den Preistafeln der Tankstellen sehen und in seinem Portemonnaie spüren. Die Gründe für die Preissteigerungen sind vielfältig. Insbesondere das Öl-Embargo gegen den Iran sorgt aktuell für einen massiven Preisdruck. Langfristig gesehen muss der Preis für ein Liter Benzin ansteigen – es ist nicht erst seit gestern bekannt, dass es sich bei Öl um einen nicht nachwachsenden Rohstoff handelt! Das Öl wird knapp und damit steigt der Preis; um das zu verstehen, muss man nicht Betriebswirtschaft studiert haben. Es ist auch keine neue Erkenntnis, dass unsere Volkswirtschaft von diesem immer knapper werdenden Rohstoff abhängig ist. Die verantwortlichen Politiker in Bundestag und Bundesregierung ziehen daraus allerdings keine nennenswerten Konsequenzen!

Bundesumweltminister Röttgen und Bundeswirtschaftsminister Rösler streichen die Solar-Förderung zusammen, Bundesverkehrsminister Ramsauer will neue Straßen bauen, und Bundeskanzlerin Merkel vertritt die deutsche Autolobby in Brüssel „vorbildlich“! Diese unsägliche Lobbypolitik orientiert sich nach wie vor an den kurzfristigen Gewinnen der Autoindustrie. Logischerweise soll nun die Pendlerpauschale erhöht werden, damit das Autofahren erschwinglich bleibt.

Die Automobilindustrie ist nicht in der Lage, die Preissteigerungen durch Effizienzsteigerungen der Motoren zu kompensieren. Dies bedeutet, dass Autofahren und damit die Mobilität, wie sie heutzutage vielfach gelebt wird, auf Dauer für einen Großteil der Bevölkerung nicht mehr finanzierbar sein wird. Wir brauchen also nicht nur eine Energiewende, die diesen Namen verdient, sondern auch eine Mobilitäts- oder Verkehrswende.

Unsere Partei fordert eine Mobilitätsgarantie – unabhängig vom Einkommen – für die ganze Gesellschaft. Die weitere Zerstörung der Natur muss dabei unter allen Umständen so weit wie möglich vermieden werden. Dies sind Forderungen, die zweifellos nicht leicht zu erreichen sind; die schwarz-gelbe Bundesregierung macht aber auch nicht ansatzweise den Eindruck, sie erfüllen zu wollen!

Notwendige Kontrollen…

…oder leben wir im Überwachungsstaat?

Wer schon immer mal wissen wollte, womit sich die IT-Experten des Bundesnachrichtendienstes (BND) beschäftigen, hat jetzt zu diesem Thema wertvolle Hinweise aus einem Bericht des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKG) bekommen: Mit Daten-Müll! Der BND erfasst bei der sog. „strategischen Fernmeldeaufklärung“ stichprobenartig Mails, Faxe und Telefongespräche mit dem Ausland, wenn diese bestimmte Stichwörter, wie z.B. „Bombe“ oder „Atom“ enthalten. Das PKG ist das Kontrollgremium des Bundestages, welches diese Maßnahmen / Aktivitäten des BND kontrollieren und nachträglich genehmigen soll. Einmal jährlich muss ein Bericht geschrieben werden; der aktuelle liegt der Tageszeitung (taz) vor.

Diese strategische Fernmeldeaufklärung wurde einmal eingeführt, um einen Angriffskrieg des Warschauer Paktes zu verhindern. Seit 1994 nun wird dieses geheimdienstliche Mittel auch gegen Terroristen und die organisierte Kriminalität eingesetzt – aber es fragt sich, ob Aufwand und Erfolg in einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander stehen!

Im Jahr 2010 wurden gut 37 Millionen Nachrichten überprüft; nach eigenen Angaben des BND waren rund 90 Prozent davon sog. Spams, also Werbe-Müll! Erstmals wurden auch Nachrichten bezüglich illegaler Schleusungen registriert. Von den überprüften 45000 Fällen waren ganze 4 für den BND interessant. Im Bereich organisierte Kriminalität bzw. Terrorabwehr wurden ca. 10 Millionen Nachrichten unter die Lupe benommen – die „Ausbeute“: 29 Fälle. Von den bereits genannten 37 Millionen überprüften Nachrichten waren ganze 213 Nachrichten für den BND dann tatsächlich von Bedeutung. Angesichts dieser Zahlen fragt man sich als Bürger, ob die ausufernde Kontrollwut und der riesige Aufwand in einem gesunden Verhältnis zum Ertrag stehen und ob die eingesetzten Beamten nicht sinnstiftender in anderen Bereichen hätten eingesetzt werden können.

Wenn man sich dann daran erinnert, dass bei den „Antifa“-Protesten 2011 im sächsischen Dresden millionenfach Handydaten von den Polizeibehörden anhand der sog. Funkzellenüberwachung erfasst wurden, könnte man es langsam mit der Angst zu tun bekommen! Und das umso mehr, als diese Art der Überwachung bei den Strafverfolgungsbehörden immer beliebter wird.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz hat gänzlich andere Vorstellungen von Bürgerrechten und davon, wie der Staat sie zu schützen hat! Wir werden jedenfalls auch zukünftig unseren Beitrag dazu leisten, dass die Republik nicht zum Überwachungsstaat mutiert!

Ric O’Barry in Deutschland

Laut WDSF-Newsletter vom 28.02.2012 stehen große Ereignisse für den Delfinschutz an. Für Freitag, den 30. März 2012, hat der WDSF vor dem Haupteingang des Duisburger Zoos (Mühlheimer Str. 273) ab 13:00 Uhr eine Demonstration gegen die Gefangenhaltung der Delfine im Duisburger Zoo angemeldet.

Auf Einladung des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) wird der bekannte Delfinschützer Richard O’Barry aus den USA an der Veranstaltung teilnehmen. Insbesondere nach der Oscar-Verleihung für seinen Kinofilm „Die Bucht“ und nach der Bambi-Verleihung (Kategorie „Unsere Erde“) im November 2011 gehört Ric O’Barry zu den bekanntesten Persönlichkeit der Welt, die sich für den Tierschutz aktiv einsetzen.

Bitte nehmen auch Sie an der Demonstration in Duisburg teil; sollten Sie Fragen haben, dann wenden Sie sich bitte an Jürgen Ortmüller, E-Mail: wds-forum (at) t-online.de

Fleischwirtschaft – Mäster haben den Turbo eingeschaltet

Mit Praktiken, die Tierschützer entsetzen

Harrie van Gennip will in Deutschland ganz groß ins Schweinegeschäft einsteigen, weil in den Niederlanden Wachstum kaum noch möglich ist. Die Niederländer ersaufen in Gülle.

Millionenfache Tierquälerei findet täglich in deutschen Schweineställen statt; Ferkel werden unbetäubt kastriert, Ringelschwänze werden mit einem heißen Messer abgeschnitten, und die Eckzähne werden mit einer Schleifmaschine bearbeitet.

Für Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner ist hingegen jeder neue Stall ein Erfolg. Die CSU-Politikerin will aus Deutschland eine führende Fleischexportnation machen, die es mit Anbietern wie Brasilien und den USA aufnehmen kann. (Hier lesen…)

Teilnahme der Partei Mensch Umwelt Tierschutz bei der „VeggieWorld“-Messe in Wiesbaden

Veggieworld2012Vom 24.02.-26.02.2012 fand in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden wieder die Messe “Veggie-World” statt. Weit über 23 000 Menschen waren diesmal dort, um sich über die vegetarische/vegane Lebensweise zu informieren. Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz war mit einem Informationsstand vertreten, um die Arbeit der Partei bekannt zu machen. Dabei wurden viele Schwerpunkte der Partei thematisiert, so z.B. die vegane Ernährung, Agrarpolitik und Raumenergie. Mehrere tausend Infoblätter wurden verteilt und viele interessante Gespräche geführt.

Außerdem sammelten wir für unsere “Kampagne gegen Schächten und Akkordschlachten” über 400 Unterschriften.

Neben Informations- und Essenständen gab es Vorträge, Diskussionen und Kochshows.

Hirnlose Hennen

Bislang nur Kunstobjekte auf einer britischen Ausstellung

Der Londoner Student André Ford hat bei der Kunstausstellung der School of Architecture eine Installation gezeigt, die, als das, was sie sein will, in Ordnung ist: eine Provokation. Seine Idee ist eine vertikal gebaute Hühnerfarm, in der möglichst viele Tiere auf engstem Raum zusammengepfercht werden könnten. Angeblich „artgerechter“ würde diese Haltungsform dadurch, dass den Tieren Teile des Gehirns entfernt würden (um keinerlei Sinneswahrnehmungen mehr zu ermöglichen) und die Füße zur Platzoptimierung. Versorgt würden die Tiere durch ein Schlauchsystem, die Muskeln würden durch Stromschläge angeregt. Hintergrund der Idee ist die Tatsache, dass sich laut Schätzungen der FAO (Welternährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) der Bedarf an Fleisch pro Kopf weltweit bis 2050 verdoppeln wird. (Artikel hier)

Eigentlich müsste bei so einer Aktion die Provokation gelingen und ein Aufschrei der Empörung durch die Bevölkerung gehen. Wer Tiere als Lebewesen betrachtet, die um ihrer selbst Willen ein Recht auf arttypisches Leben haben sollten, dem dreht es bei solchen Ideen schlicht den Magen um. Aber es wird ja anscheinend heute schon ernsthaft diskutiert, ob es ethisch vertretbar sei, blinde Hühner zu züchten, da diese unter den grausamen Haltungsbedingungen in der Massentierhaltung weniger leiden sollen. Das ist wohl die Perversion unserer Zeit, in der es nur um „mehr“, „besser“ und „größer“ geht. Anstatt darauf einzuwirken, dass der Pro-Kopf-Verbrauch an Fleisch reduziert wird, geht es nur noch darum, wie immer mehr und billiger produziert werden kann. Und das geht nur dadurch, dass Tiere wie Produktionseinheiten betrachtet werden. Einer Sache kann man Teile des Körpers skrupellos entfernen, kann sie gentechnisch so verändern, dass sie unseren Gaumenansprüchen genügt. Vielleicht sollte sich die Spezies Mensch mal ernsthaft darüber Gedanken machen, ob sie noch zur Natur passt!

Claudia Ludwig von “Tiere suchen ein Zuhause” soll gehen

Wir Protestieren!

Laut TASSO e.V. soll die beliebte Moderatorin Claudia Ludwig von “Tiere suchen ein Zuhause” gehen, angeblich wegen gesunkener Einschaltquoten und einem neu geplanten Konzept. Claudia Ludwig hatte seit ihrer ersten Sendung vor mehr als 20 Jahren jeden Sonntag für die Sendung vor der Kamera gestanden und Tausenden von Tieren zu einem neuen Zuhause verholfen und dabei auch noch Millionen Zuschauer über wichtige Themen kompetent informiert sowie gut unterhalten.

Nicht nur unter Tierfreunden stößt die Kündigung des WDR auf harsche Kritik.

“Claudia Ludwig versteht es wie kaum jemand anderes, das Publikum “niederschwellig” auch für andere große Themen des Tierschutzes zu sensibilisieren, wie Massentierhaltung, Tierversuche, Pelze und vieles andere. Ist vielleicht gerade das der Grund, dass viele einschlägige “Branchen” und Lobbys ihre Interessen gefährdet sehen? Das wäre der GAU des freien Journalismus und natürlich eine Katastrophe für den praktischen und politischen Tierschutz”, so Franziska Gerhardt, Beisitzerin im Bundesvorstand der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, zu der Entscheidung des WDR. (Hier Protestieren beim WDR)

Schockierende Statistik

2011: Die Fleischproduktion boomt wie nie zuvor!

(Diese Zahlen resultieren aus dem rapide gestiegenden Fleisch-Export, der in zehn Jahren um 250 Prozent auf 3,7 Millionen Tonnen (2010) gestiegen ist.)

Die Produktionsmenge an Fleisch kletterte gegenüber dem Vorjahr um 119.000 Tonnen oder 1,5 Prozent auf den neuen Höchststand von 8,2 Millionen Tonnen, so das Statistische Bundesamt in Wiesbaden.

Im Jahr 2011 wurden in Deutschland 59,3 Millionen Schweine geschlachtet und 3,7 Millionen Rinder. Bei Geflügel wird die Zahl der geschlachteten Tiere nur noch in Tonnen angegeben; in den Schlachthöfen stieg die Produktion von Hühner-, Enten- und Putenfleisch auf 1,4 Millionen Tonnen.

“Kaum” ins Gewicht fielen Schaf-, Ziegen- und Pferdefleisch mit einem Anteil an der Gesamterzeugung von zusammen 0,3 Prozent; es wurden 81.000 Lämmer, 25.000 Ziegen und 11.200 Pferde geschlachtet.

Diese schockierenden Zahlen müssen für uns Ansporn sein, noch härter als bisher gegen das Mega-Leid der Tiere zu kämpfen! Das Unrecht und der Fleischwahnsinn muss ein Ende haben…