Mitgliederversammlung LV Ba-Wü 2015

Am 13.06.2015 fand in Stuttgart die jährliche Mitgliederversammlung des Landesverbandes Baden-Württemberg statt. Auf dieser standen neben einer Nachwahl auch die Vorbereitungen für die Teilnahme an der Landtagswahl 2016 auf der Tagesordnung.

Die Teilnahme an der Landtagswahl wurde mit fast allen Stimmen beschlossen. Das bereits im Vorfeld von Mitgliedern des amtierenden Vorstandes sowie einzelnen weiteren aktiven Mitgliedern des Landesverbandes ausgearbeitete Wahlprogramm wurde teilweise ausführlich diskutiert. Insbesondere bei den Forderungen zu einer geplanten Schulreform gab es Gesprächsbedarf. Über einzelne Punkte wurde separat abgestimmt, sodass eine klare Mehrheit diese nun befürwortet. Alles in allem wurden jedoch keine großen Änderungen mehr gemacht und schlussendlich wurde es einstimmig beschlossen. In Kürze wird es auch hier veröffentlicht.

Weiterhin wurden über Strategien und Formalitäten bzgl. des Wahlantritts gesprochen und Fragen geklärt.

Bei der anstehenden Nachwahl wurden folgende Personen gewählt:

Schatzmeisterin: Sonia-Ellen Hoesl
Stellv. Schatzmeisterin: Patricia Kopietz
Stellv. Schriftführerin: Dr. Jessica Frank
Beisitzer: Dr. Katrin Wiegand, Maren Simko-Zoffer, Michael Haas

Der Landesvorstand sieht nun so aus:

Der neue Landesvorstand Ba-Wü
Der neue Landesvorstand Ba-Wü

Wir gratulieren allen Gewählten und freuen uns auf den anstehenden, gemeinsamen Wahlkampf.

Im nächsten Schritt finden nun die Mitgliedsversammlungen zur Aufstellung der Kandidierenden in den Wahlkreisen statt. Welche hierfür bereits geplant sind, wird immer aktuell auf der Seite des Landesverbandes veröffentlicht.

Zirkus-Elefant tötet Spaziergänger – Tierverbot im Zirkus gefordert

Seit Jahren fordert neben etlichen Tierschutzvereinen auch die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ein Verbot zur Haltung von (Wild-)Tieren im Zirkusbetrieb. Wie am 13.06.2015 die schrecklichen Ereignisse in Buchen im Odenwald bewiesen, sind diese Forderungen mehr als berechtigt. Ein unbeteiligter Mensch musste sterben, weil die Elefantenkuh Benjamin (“Baby”) ihrer nicht artgerechten Haltung entkommen konnte. Immer wieder ist sie in der Vergangenheit auffällig geworden und hat Menschen verletzt. Und somit endete dieser letzte Vorfall in einem sinnlosen Tod, der hätte vermieden werden können, und den wir zutiefst bedauern! Unser Mitgefühl gilt der Familie des Opfers.

Es ist nicht normal, dass ein Elefant Handstand macht, ein Tiger durch einen brennenden Reifen springt oder ein Affe Fahrrad fährt. Zu diesen Dingen werden die Tiere gezwungen, mit Schmerz und Futterentzug. Für die kurze Belustigung eines Publikums müssen die Tiere in nicht artgerechter Haltung und unter unvorstellbarem Zwang leben. Lehnt sich dann eines dieser Tiere dagegen auf, endet es für das gequälte Geschöpf meistens tödlich. So geschehen mit der Elefantenkuh Tyke, die 1994 ihren Zuchtmeister tötete und wenig später im Kugelhagel starb.

Benjamin/Baby darf leben. Sie ist auf dem Weg in einen Tierpark, in dem sie hoffentlich friedlich ihr restliches Dasein fristen darf. Der Plan, das Tier in den “Serengeti-Park” in der Lüneburger Heide zu verbringen, wo man sie möglicherweise für ein Zuchtprogramm missbrauchen wollte, scheint abgewendet. Es ist zu hoffen, dass auch an offizieller Stelle, der Politik, dieses furchtbare Ereignis ein Umdenken auslöst und es zu dem längst überfälligen Verbot von Tieren in der Unterhaltungsbranche kommt.

Baby im Glück!

Baby lebt jetzt im Zoo Safaripark Stukenbrock; der Park hat am 16.06. ein Video veröffentlicht. Es sind bewegende und erleichternde Bilder; Baby tobt gemeinsam mit drei weiteren afrikanischen Elefantinnen in der großen Freianlage herum.

 

March against Monsanto 2015 in Stuttgart

Am Samstag, 23.05.2015, dem internationalen Aktionstag gegen Monsanto, demonstrierte der Landesverband Baden-Württemberg in Stuttgart gegen skrupellose Konzerne wie Monsanto, die unseren Planeten mit Gift und Gentechnik zerstören sowie Menschen ausbeuten und gegen hinter verschlossenen Türen unterzeichnete Handelsverträge.

Dem Aufruf waren leider nur wenige gefolgt, so dass nur eine kleine, jedoch fest entschlossene Gruppe durch die Innenstadt marschierte und die Aufmerksamkeit der Passanten auf diese brisanten Themen zog. Dabei wurden auch zahlreiche Flyer verteilt. Zudem machten wir an 2 Plätzen Stopp, um u.a. die folgende Rede zu halten:

Am Infostand wurden viele Unterschriften für die europäische Bürgerinitiative gegen TTIP gesammelt sowie einige gute Gespräche geführt.

Wir stellten fest, dass sich immer mehr Menschen über die Gefahren solcher Abkommen bewusst sind. Auch wenn manchmal eine gewisse Resignation zu spüren war, ist eins klar:
Die Freihandelsabkommen TTIP, CETA und TISA treffen auf den breiten Widerstand der Menschen und müssen (zumindest in der derzeit geplanten Form) unbedingt gestoppt werden.

Herzlichen Dank an die Demonstrierenden, die teilweise von weit her angereist waren.

Die Landesvorsitzenden
Coryn Weber-Castoldi und Matthias Ebner

Mach against Monsanto 2015 in Stuttgart

Flyern gegen Monsanto

Bahnstreik durch die Deutsche Bahn AG selbst verschuldet

Pressemitteilung / 23.04.2015

Die Deutsche Bahn AG wird bestreikt. Am 17.04.2015 endeten die Tarifgespräche zwischen dem Unternehmen und der Gewerkschaft GDL ergebnislos, als Folge wurden für den heutigen Mittwoch, den 22.04.2015 Streiks angekündigt. Gegenstand der Verhandlungen sind unter anderem 5% mehr Lohn sowie eine Verkürzung der Arbeitszeit um eine Stunde für die Arbeitnehmer. Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz unterstützt diese Forderungen der GDL.

Das Problem der Deutschen Bahn AG besteht nicht in den Forderungen der gewerkschaftlich in der GDL organisierten Lokführer, sondern viel mehr in Fehlinvestitionen und, auf Grund dessen, überhöhten Fahrpreisen. Continue reading “Bahnstreik durch die Deutsche Bahn AG selbst verschuldet”

Vortrag zu Tierversuchen bei Stammtisch in Freiburg

Stammtisch am 10. Februar 2015 im Restaurant „Vegetage“ in Freiburg mit öffentlichem Filmvortrag von Diplom-Biologin Silke Bitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Pressesprecherin vom Verein Ärzte gegen Tierversuche zum Thema

„Tierversuche – Medizinische Notwendigkeit oder sinnlose Quälerei?“

Der Vortrag von Diplom-Biologin Silke Bitz vom Verein Ärzte gegen Tierversuche, der im Rahmen des Stammtisches unserer Freiburger Regionalgruppe organisiert worden war, war erwartungsgemäß sehr gut und informativ.

Sachlich und unter Verzicht auf grausame Bilder wurden den Zuhörern die traurigen Fakten präsentiert: Deutschland ist nach Frankreich im EU-weiten Vergleich auf Platz 2 der Negativrangliste, was den „Verbrauch“ von Tieren angeht (2013 wurden rund 3 Millionen Tiere im Namen von Forschung und Wissenschaft gequält und getötet, darunter über 3000 Hunde und Katzen in EINEM JAHR allein in Deutschland! Dabei sind viele der Tiere, die im Vorfeld „verbraucht“ wurden, z. B. zur Züchtung, nicht mit eingerechnet).

Tierversuche sind in der Regel nicht nur sinnlos (z. B. interessierten sich Experimentatoren dafür, was im Gehirn von genmanipulierten Mäusen passiert, die beim Geruch von Fuchskot vor Schreck erstarren), sondern in höchstem Maße gefährlich (z. B. kommen 92 % der im Tierversuch „erfolgreich“ getesteten Medikamente nicht auf den Markt, weil sie sich in der klinischen Prüfung (Menschenversuch) als wirkungslos oder gefährlich erweisen. Von den übrigen 8 % muss bis zur Hälfte der Präparate aufgrund von schweren, zum Teil tödlichen Nebenwirkungen vom Markt genommen werden).

Ein fiktives Beispiel aus einem Satire-Magazin vor 30 Jahren, wonach Forscher herausgefunden haben, dass Rauchen bzw. Nikotin bei Fischen keinen Lungenkrebs (Fische haben keine Lunge) und kein Raucherbein (Fische haben keine Beine) hervorruft, steht stellvertretend für die heute noch immer vielfach absurde Praxis der Tierversuche.

Man kann im Umkehrschluss davon ausgehen, dass viele Wirkstoffe nicht entdeckt werden, so dass – entgegen der im allgemeinen gebetsmühlenartig postulierten Behauptung der Tierversuchslobby – Tierversuche tatsächlich den wissenschaftlichen Fortschritt und die Behandlung von Erkrankungen behindern! Es ist an der Zeit, dieser sinnlosen und für den Menschen im höchsten Maße gefährlichen Praxis der Tierversuche endlich Einhalt zu gebieten!

Die Informationsveranstaltung war sehr gut besucht und endete mit einer regen Diskussion der Teilnehmer. Unter den Gästen befand sich auch Reinhold Pix (MdL und tierschutzpolitischer Sprecher der Grünen), der bei dieser Gelegenheit auch Rede und Antwort zu Fragen bzgl. der politischen Position der Grünen sowie der aktuellen Situation im Landtag zum Thema Tierversuche und Tierschutz stand. Dabei wurde schnell klar: Konsequenten und 100prozentigen Tierschutz gibt es nur mit der Tierschutzpartei!

Weitere Demo gegen Tierversuchstransporte von Air France / KLM in Stuttgart

Landesverband Baden-Württemberg in Aktion

Auch gestern haben wir wieder einmal mit ca. 10 Aktiven gegen die Tiertransporte von Air France / KLM zu Versuchslaboren demonstriert und zahlreiche (potenzielle) Passagiere am Stuttgarter Flughafen mittels Banner, Plakaten und Flyern darüber aufgeklärt, dass Air France als letzte große Passagierfluglinie immernoch dieses grausame Geschäft betreibt.

Einige Menschen waren schockiert, als sie zum ersten Mal davon erfuhren. Andere waren bereits informiert und gaben an nicht mit KLM zu fliegen. Viele haben die Protestaktion unterschrieben.

In einem vor kurzem neueröffneten veganen Deli in Stuttgart ließen wir die Aktion bei leckerem Essen und Gesprächen über die Partei und die drängenden Probleme unserer Zeit ausklingen. Dort wurde auch bereits über weitere Aktionen gesprochen.

Stellungnahme des Bundesvorstandes zum Rück- und Austritt Stefan B. Ecks und weiterer Vorstandsmitglieder

Viele mögen im Moment geschockt oder zumindest überrascht sein, dass Stefan Eck (und einige weitere Partei- und Vorstandsmitglieder, die sich solidarisch mit ihm gezeigt haben) zum Jahreswechsel seinen Rücktritt von seinen Parteiämtern und seinen gleichzeitigen Austritt aus der Partei bekannt gegeben hat. Dies ist natürlich auch für den noch amtierenden Bundesvorstand überraschend gekommen, obwohl sich ideologische und strukturelle Differenzen im Bundesvorstand bereits seit der EU-Wahl gezeigt und im Laufe der letzten Zeit manifestiert hatten.

Diese Differenzen waren so schwerwiegend, dass einige Vorstandsmitglieder anscheinend nur noch den Rücktritt als mögliche Option gesehen haben.

Sehr bedauerlich ist die Tatsache, dass Herr Eck und einige andere Personen nun meinen, sie müssten, um selbst möglichst vorteilhaft dazustehen, die Partei, die sie selbst durch ihr Vorstandsamt getragen und mitgeführt haben, nun mit Schmutz bewerfen und dadurch gezielt in ihrem Ansehen zu beschädigen. Im Zuge dessen werden ungeheuerliche Vorwürfe (allerdings sehr allgemein und pauschal gehalten) erhoben, auf die wir im Folgenden kurz eingehen möchten. Wichtig ist dabei aber vor allem die Tatsache, dass die Verantwortlichen in der Partei seit jeher alles Erdenkliche unternehmen, um einer Unterwanderung von rechts massiv entgegenzutreten.

Von großer Bedeutung für die Entwicklung bis zum heutigen Tage sind aber auch zwei Faktoren: Zum einen ist ein EU-Mandat ein Fulltime-Job und Stefan Eck hätte möglicherweise schon früher die Zügel im Parteivorstand abgeben müssen. Dies hätte natürlich bedeutet, dass sein direkter Einfluss auf die Vorstandsarbeit verringert worden wäre. Dies hat er bis zuletzt vehement verhindert. Dadurch hätte die Partei aber schon in den letzten Monaten die Chance gehabt, sich weiterzuentwickeln. Und Stefan Eck hätte sich, wie er jetzt selbst feststellt, intensiver um die Tierschutzbelange in Brüssel kümmern können.
Zum Zweiten wäre auch eine strikte Trennung zwischen seinem persönlich ausgeübten Mandat (das er nun auch parteilos weiter ausüben darf und wird, wie er selbst betont hat) und der politischen Arbeit in der Bundespartei nötig gewesen (Stichwort: Trennung von Amt und Mandat, wie dies etwa in anderen Parteien verpflichtend geregelt ist.). Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz muss sich in der politischen Arbeit ganz gezielt auf ihre Kernthemen konzentrieren und darf sich nicht davon leiten lassen, ob es bspw. eine gezielte Einflussnahme seitens der Linksfraktion aus Brüssel gibt. Diese war aber zuletzt bereits deutlich erkennbar und hat ebenfalls zu sehr starken Spannungen geführt. Die Partei hat sehr viele Mitglieder und Unterstützer, die weder dem linken noch dem rechten Spektrum zuzuordnen sind, denn das Hauptanliegen der Partei muss der Kampf für die Tiere sein. Dafür wurde die Partei gegründet und in diesem Punkt muss sie auch konsequent bleiben.

Nun zur Stellungnahme bez. der erhobenen Vorwürfe in der Begründung von Herrn Eck auf seiner persönlichen Facebook-Seite.

Zitat von Stefan Eck:

1. Im Bundesvorstand gibt es eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Mitgliedern, bei denen weder die Einsicht noch der Wille vorhanden ist, sich von Parteimitgliedern oder Personen in ihrem politischen Umfeld mit rechtspopulistischer oder sogar rechtsextremer Vergangenheit konsequent zu distanzieren und jedwede Kooperation mit ihnen abzulehnen. Ich kann aufgrund meiner innersten Überzeugung und als überzeugtes Mitglied der Fraktion GUE/NGL keiner Partei angehören, die dies duldet.

Zu 1.) Leider gibt es immer wieder – gerade im Bereich des Tierschutzes – Probleme mit rechtslastiger Unterwanderung. Dieser Problematik versucht die Partei Mensch Umwelt Tierschutz seit längerer Zeit (gerade auch massiv auf das Bestreben der jetzt mit Vorwürfen überzogenen Vorstandsmitglieder hin) dadurch Herr zu werden, dass man versucht, Neueintritte in die Partei sorgfältig zu prüfen und gegebenenfalls Anträge eher abzulehnen, wenn es Bedenken bez. der Gesinnung der Antragssteller gibt. Ein Parteimitglied kann und sollte aber nur dann zur Rechenschaft gezogen werden, wenn es die Grundsätze der Partei bewusst verletzt oder ignoriert oder gegen die Parteisatzung verstößt. Konkret gab es in der Vergangenheit einige wenige Beispiele dafür, dass bei Parteimitgliedern der Verdacht der Rechtslastigkeit aufkam. Gegen diese wurde dann selbstverständlich konsequent – im Rahmen der Möglichkeiten des Parteiengesetzes – vorgegangen.

Zitat von Stefan Eck:

2. Es ist in der Partei Mensch Umwelt Tierschutz – dies ist nicht nur meine Wahrnehmung, sondern auch diejenige vieler wichtiger Funktionsträger und aktiver Parteimitglieder – zu einer inakzeptablen “Rechtsoffenheit” und einer leichtfertigen Integration von Personen mit rechtspopulistischem, anti-emanzipatorischem oder sogar faschistischem Gedankengut gekommen. In einem Fall kam es bereits zu einer Annäherung und Kooperation mit einer politischen Vereinigung (Freie Wähler Düsseldorf), bei der ein Teil der wichtigsten Funktionsträger eine eindeutig rechtspopulistische / rechtsextreme Vergangenheit hat. Aus meiner Sicht haben sich diese Personen, die angeblich mit ihrer rechtsextremen / rechtspopulistischen Vergangenheit abgeschlossen haben, nicht genügend von ihrer Ideologie und ihrem ehemaligen rechten Umfeld entfernt. Mit solchen Menschen möchte ich nicht zusammenarbeiten.

Zu 2.) Hier soll auch wieder der Eindruck erweckt werden, es gäbe viele Fälle von Parteimitgliedern, die rechtspopulistisches, anti-emanzipatorisches oder faschistisches Gedankengut vertreten und dass es viele Funktionsträger gäbe, die dies auch noch unterstützen. Solche pauschalen Aussagen sind armselig! Da sich Stefan Eck wahrscheinlich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen möchte, um nicht evtl. wegen Falschaussage oder Verleumdung verklagt zu werden, werden hier einfach Pauschalvorwürfe erhoben, die jeder Grundlage entbehren. Zu dem Fall „Ratsgruppe Düsseldorf“ ist Folgendes zu sagen: Claudia Krüger, unsere Ratsfrau im Düsseldorfer Stadtrat ist ein Bündnis mit der Ratsfrau der Freien Wähler, Frau Chomicha El Fassi (gebürtige Marokkanerin und Muslimin) eingegangen und macht nunmehr gemeinsam mit ihr eine sehr gute Tierschutz-, Umwelt- und Integrationsarbeit im Düsseldorfer Stadtrat – im übrigen ganz im Sinne der Parteigrundsätze. Nicht zu verleugnen ist, dass Jürgen Krüger, Claudia Krügers Ehemann, früher einmal Republikaner war. Alleine dies als Grund für Parteimaßnahmen gegen sie ins Feld zu führen, wäre aber eine Art Sippenhaftung, speziell nachdem es aufgrund der Arbeit in Düsseldorf keinerlei Vorwürfe gibt. Zudem engagiert sich die Ratsgruppe seit Gründung aktiv gegen rechte Bewegungen in Düsseldorf und für die multikulturelle Gesellschaft.
Torsten Lemmer, der als Angestellter die Geschäfte der Ratsgruppe führt, hat zwar eine rechte Vergangenheit, mit dieser aber schon seit nunmehr 8 Jahren öffentlich abgeschlossen und nimmt keinerlei negativen Einfluss auf die inhaltliche Arbeit der Ratsgruppe. Dies wird der Bundesvorstand natürlich auch weiterhin intensiv beobachten und im Bedarfsfall reagieren.

Zitat von Stefan Eck:

3. Gleichzeitig wurde von derselben Gruppe im Bundesvorstand geduldet, dass ein hier nicht näher betitelter Verein mit äußerst fragwürdigen „Arbeitsmethoden“ die Partei Mensch Umwelt Tierschutz dazu benutzt, im Kielwasser von Tierschutz- oder Parteiveranstaltungen Vereinsspenden und neue Vereinsmitglieder zu werben. Ich kann diese Vorgehensweise des Bundesvorstandes nicht mittragen, da dies dem Ansehen der Partei und ihren Mitgliedern abträglich ist.

Zu 3.) Auf die Arbeitsmethoden des „nicht näher betitelten Vereins“ einzugehen verbietet sich alleine schon wegen der Nichtbetitelung und fehlender Beweise für diese Vorwürfe. Das sind lediglich populistische Aussagen, die jeglicher faktischer Grundlage entbehren. Die Verantwortlichen im Bundesvorstand würden keinerlei Ungereimtheiten in Bezug auf den Umgang mit Spenden und bei der Mitgliederwerbung in der Partei dulden.

Zitat von Stefan Eck:

4. Wichtige Informationen bezüglich rechtslastiger und menschenverachtender Verlautbarungen verschiedener Funktionsträger und Parteimitglieder wurden mit Absicht einem Teil des Bundesvorstandes über Monate verschwiegen oder heruntergespielt, wodurch ein zeitnahes Handeln unterblieben ist.

Zu 4.) Auch dies sind leider Behauptungen, die völlig aus der Luft gegriffen sind. Sämtliche verfügbaren Informationen wurden immer dem gesamten Bundesvorstand zur Kenntnis gebracht. Wenn manche (ehemaligen) Vorstandsmitglieder nicht genügend Zeit oder Kapazität hatten, um diese zu lesen und/oder sich ausreichend selbst über Sachlagen zu informieren, dann sollten diese sich das selbst ankreiden.

Zitat von Stefan Eck:

5. Die permanenten Auseinandersetzungen bezüglich der oben genannten Punkte führte auch dazu, dass meine parlamentarische Arbeit als EU-Abgeordneter darunter gelitten hat, was ich meinen Wählerinnen und Wählern gegenüber nicht länger verantworten kann. Die divergierenden Sichtweisen innerhalb des Bundesvorstandes zu diesen Themen sind dermaßen eskaliert, dass ein Teil des Bundesvorstandes und ihre Mitläufer sogar nicht davor zurückschreckten, mit gezielten Diskreditierungen und Unterstellungen gegen mich in der Öffentlichkeit zu agieren. Ich möchte nicht mit Personen zusammenarbeiten, die jegliche Achtung gegenüber anderen Menschen aus parteistrategischen Gründen verloren haben.

Zu 5.) Leider zielt Stefan Eck hier aus seiner persönlichen Frustration heraus sehr tief unter die Gürtellinie mit seinen pauschalen und ebenfalls nicht näher betitelten Anschuldigungen. Viele Vorstands- und Parteimitglieder sind gleichfalls vom Verhalten des Herrn Eck seit Monaten zutiefst frustriert und haben trotzdem während dieser ganzen Zeit keinerlei öffentliche Kritik geübt, weil die Einigkeit einer Partei nach außen sehr wichtig ist. Da Herr Eck aber anscheinend seit geraumer Zeit mehr sein EU-Mandat und weniger die Partei im Blick hatte, kann man den internen Widerstand einiger Vorstandsmitglieder durchaus verstehen. Wahrscheinlich ist eine Trennung unter diesen Gesichtspunkten für alle Seiten die beste Lösung.

Der amtierende Bundesvorstand möchte abschließend zum Ausdruck bringen, dass die derzeitige Entwicklung weder für die Tiere noch für die weitere Entwicklung der Partei Mensch Umwelt Tierschutz negativ sein muss – im Gegenteil! Stefan Eck kann sich unabhängig und ganz gezielt auf die Möglichkeiten konzentrieren, im EU-Parlament möglichst viel für die Menschen, die Tiere und die Umwelt zu erreichen und die Partei kann einen Weg der Modernisierung beschreiten, der in mancher Hinsicht notwendig und überfällig ist. Gerade die verstärkte Einbeziehung der Parteibasis ist dem Bundesvorstand ein ganz besonderes Anliegen. So hatte diese auf dem vergangenen Bundesparteitag mit großer Mehrheit einen Initiativantrag aus den Reihen derer, die Stefan Eck nun zu diffamieren versucht, angenommen, der verhinderte, dass die Partei den Philosophen Peter Singer als Namensgeber für einen Preis verwendet, der an Menschen ausgegeben wird, die sich für Tierrechte stark machen. Dies war wichtig, da Peter Singer Tierversuche rechtfertigt, wenn diese mehr Menschen helfen, als Tiere dafür “verwendet” werden, was gegen eines der zentralen Ziele der Partei seit ihrer Gründung verstößt. Wir fordern die Abschaffung jeglicher Tierversuche ohne Wenn und Aber. Stefan Eck hatte auf diesem Parteitag der Basis bereits gedroht: “Wenn die Partei diesen Preis ablehnt, muss ich mir überlegen, ob das noch meine Partei ist“.
Dennoch danken wir allen ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für alles Positive, das sie in der Vergangenheit für die Partei geleistet haben.

Wir wünschen allen Parteimitgliedern, Unterstützern und Interessierten ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2015 und garantieren weiterhin, alles zu tun, um unseren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Dies bedeutet, dass wir verstärkten Wert auf Basisdemokratie und Transparenz legen werden. Wir laden Euch ein, diesen Weg der Erneuerung gemeinsam mit uns zu gehen.

gez. der Bundesvorstand der Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Rede Stefan Eck Ratsgruppe Tierschutzpartei / Freie Wähler

Am 24.10.2014 hielt MEP Stefan Bernhard Eck im Düsseldorfer Rathaus, bei einer Sondersitzung der Ratsgruppe Tierschutzpartei / Freie Wähler, zum Thema “Tierschutz bis in die Kommune” eine enthusiastische Rede über seine Arbeit als Abgeordneter im Europarlament, bisherige Erfolge, Massentierhaltung, über die rumänischen Streunerhunde, die Wichtigkeit politischer Arbeit und vieles mehr… (hier zur Rede)

ZDF / Sonntag, 02.11.2014, 14:45 – 15:10 / Doku: Vorsicht Pelz

“planet e.”-Filmautor Manfred Karremann ist für seine entlarvende Dokumentation auf Märkten und Farmen in Nordchina und in den Gerbereien von Bangladesch unterwegs. Was er entdeckt, ist erschütternd. Tierhäute für die Lederproduktion werden massiv mit Chemikalien behandelt. Das belastet die Arbeiter, die Umwelt und die Produkte. Was wir dann im Laden kaufen, bringt oftmals das Gift direkt auf unsere Haut.

Die Zuchttiere haben ein kurzes und qualvolles Leben. Für die Pelzapplikationen werden vor allem Marderhunde gehalten, rund zehn Millionen sind es in China. (hier zur Sendung)

NDR / 22:00 Uhr / Vorschau auf die kommenden Wochen

3. November: 45 Min – Zeitbombe Zucker
Süß und verführerisch – vielleicht auch gefährlich: Mehr als 34 Kilogramm Zucker nehmen wir jährlich zu uns. Welche Folgen hat das? Macht Zucker süchtig oder gar krank?

10. November: 45 Min – Die Wahrheit über Pelz
Kein Tabu mehr: Heute ist Fell wieder angesagt. Oft denken die Kunden, was sie an der Jacke tragen, sei Kunstfell oder nur ein Abfallprodukt. Aber das ist falsch. Es geht zudem um viel mehr als nur den Tierschutz: nämlich um Verbraucherschutz, Arbeitsschutz und, nicht zuletzt, auch um die Gesundheit.

17. November: 45 Min – Kinderleben mit Behinderung
Die meisten nichtbehinderten Menschen haben eine große Scheu gegenüber Kindern mit Behinderung. Für die behinderten Kinder und ihre Familien bedeutet das oft auch Isolation. Wie gestalten sie ihren Alltag und wie meistern sie dessen Herausforderungen?