ÖDP und Tierschutzpartei im Bezirkstag Oberbayern zu Ausschussgemeinschaft zusammengeschlossen.

Die Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP) und die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – LV Bayern im neu gewählten Bezirkstag von Oberbayern haben sich am 29.10.2018 um 21:15 Uhr offiziell zu einer Ausschussgemeinschaft zusammengeschlossen. Wir wünschen den Mitgliedern Dr. Susanne Wittmann (Partei Mensch Umwelt Tierschutz – LV Bayern), Rolf Beuting – Bürgermeister für Murnau (ÖDP) und Markus Raschke – ÖDP-Bezirksrat in Oberbayern viel Glück und Erfolg bei ihrer Zusammenarbeit für ein blühendes Oberbayern!

Die Ärztin (Psychiaterin) Susanne Wittmann sitzt künftig für die “Fraktion” u. a. im Sozial- und Gesundheitsausschuss sowie im Werkausschuss des Kultur- und Bildungszentrums Kloster Seeon. Für die Ausschüsse “Bau, Umwelt, Energie” und “Kultur, Schulen, Museen” sowie für den Personalausschuss des Bezirks Oberbayern ist die ÖDP zuständig – wobei sich die drei Bezirksrät*innen in den Ausschüssen gegenseitig vertreten.

Sprecher der dreiköpfigen Ausschussgemeinschaft ist Bezirksrat Markus Raschke (München; Volksbegehren Artenvielfalt, Raus aus der Steinkohle) von der ÖDP, seine Stellvertreterin ist Bezirksrätin Susanne Wittmann (München) von der Tierschutzpartei. Drittes Mitglied ist Bezirksrat Rolf Beuting, Erster Bürgermeister der Gemeinde Murnau am Staffelsee (ÖDP/Bürgerforum) sowie ÖDP-Kreisrat im Kreistag von Garmisch-Partenkirchen.

Der Bezirkstag von Oberbayern tritt am 6. November um 09:30 Uhr in München zu seiner konstituierenden (öffentlichen) Sitzung zusammen.

Die Sitzverteilung sieht aktuell so aus:

CSU-Fraktion 26
Fraktion DIE GRÜNEN 18
Fraktion FREIE WÄHLER 10
SPD-Fraktion 8
AfD-Fraktion 7
FDP-Fraktion 5
Fraktion DIE LINKE 3
Ausschussgemeinschaft ÖDP/Tierschutzpartei 3
Bayernpartei 2

Text: Michael Krämer (Partei Mensch Umwelt Tierschutz – LV Bayern)

Greta Thunberg in Berlin

Mit Musik von der Band Berge startete heute eine Kundgebung in Berlin von Fridays for Future im Invalidenpark. Neben anderen Rednern wie Prof. Dr. Christian Thomsen, Präsident TU Berlin, der bekannt gab, dass sich die TU hinter die Forderungen von Fridays for Future stelle und Rednerinnen, wie Luisa Neubauer, die auf den Kipppunkt Permafrost aufmerksam machte, richtete auch Greta Thunberg das Wort an die Menschen. Sie wird nicht aufgeben und hofft, dass auch wir nicht aufgeben werden, auch wenn es ein langer Kampf sein wird.

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Peta: Pferde – von der Rennbahn ins Schlachthaus

O-Ton Peta: “Wussten Sie, dass Pferde nicht nur als „Sportgeräte“ auf Rennbahnen dienen müssen, sondern in vielen Ländern auch geschlachtet werden? Außerdem fristen viele Pferde als „Kutschpferde“ oder in Pferdeshows ein Leben geprägt von Zwang und Schmerz.

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Stammtisch NRW immer erfolgreicher

Neue Regionalgruppen – neue Stammtische!

NRW wächst weiter an

 

Erster Stammtisch der Regionalgruppe Aachen

Am 16. Juli 2019 fand der erste Stammtisch unserer noch recht jungen Regionalgruppe Aschen statt.
In gemütlicher Runde trafen sich die Mitglieder zu veganem Döner und gekühlten Getränken im PZ – Pfannenzauber Aachen.

Kennenlernen und persönlicher Austausch standen im Vordergrund, aber auch die Kommunalwahlen 2020 waren selbstverständlich ein Thema.
Der Aufbau in NRW schreitet stetig voran, mit vielen neuen und erfreulicherweise aktiven Mitgliedern sind wir seit einiger Zeit auch wieder der größte Landesverband.

So konnte auch die Regionalgruppe Ruhr beim vergangenen Stammtischtreffen im Cafe Fleischlos Essen einen Teilnehmerrekord verzeichnen und gleich 4 neue Mitglieder begrüßen
und auch die Regio Gelsenkirchen war beim monatlichen Treffen im Cookie’s Veggie Dorsten so erfolgreich, wie immer 🙂

Am Sonntag trifft sich die Regio Mönchengladbach auf dem CSD in Rheyd, im August die Regio Düsseldorf und die Regionalgruppe Dortmund.

Dienstagsangebot im veganen Treff “Pfannenzauber Aachen”

 

 

Weitere Termine sind im Kalender einsehbar.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit euch!

Ursula von der Leyen wurde gewählt – warum wir dagegen stimmten

Gerade wurde das ausgezählte Ergebnis der kandidierenden Kommissionspräsidentin bekannt gegeben: Um gewählt zu werden, brauchte man die absolute Mehrheit mit mindestens 376 der 751 Stimmen. Frau von der Leyen wurde mit 383 DAFÜR- Stimmen und 327 DAGEGEN- Stimmen gewählt.

Meine Fraktion, die GUE/NGL hatte sich nach dem vergangenen Treffen und den damit verbundenen Antworten auf unsere Fragen, gegen eine Wahl für sie entschieden, Continue reading “Ursula von der Leyen wurde gewählt – warum wir dagegen stimmten”

Tierwohllabel in der Kritik

Das von der Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) im Februar auf den Weg gebrachte „Tierwohllabel“ steht nun wenige Monate später vor dem Aus. Auf der Tagesordnung der Sitzung des Kabinetts vergangene Woche war das Gesetz jedenfalls nicht zu finden. Es gebe noch in verschiedenen Punkten Nachbesserungsbedarf.

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Überblick Mandat im Bezirkstag Oberbayern

Am 14.10.2018 wurde Susanne Wittmann für uns in den Bezirkstag Oberbayern gewählt. Seit November 2018 besteht zusammen mit zwei Vertretern der ÖDP die Ausschussgemeinschaft ÖDP/Tierschutzpartei. Susanne Wittmann ist Mitglied in den folgenden Ausschüssen und gibt im Folgenden einen kleinen Einblick in ihre Arbeit:

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Ist der Konsum von Fleisch und tierischen Produkten noch zeitgemäß?

 

 

Tierqual stoppen!

Massentierhaltung beenden

Ist der Konsum von Fleisch und tierischen Produkten noch zeitgemäß?

 

 

 

 

Wenn man auf den Klimawandel und Klimaschutz zu sprechen kommt, wird meist sofort harsche Kritik gegenüber Ölkonzernen laut. Das sicherlich zurecht, schließlich ist deren Ausstoß an Treibhausgasen mit 1700 Megatonnen CO2-Äquivalent für 5% der globalen Emissionen verantwortlich.

Gerne übersehen wird der ebenso verheerende ökologische Fußabdruck der industriellen Massentierhaltung. Die größten fünf Konzerne der Branche stoßen beinahe 578 Megatonnen Treibhausgas aus, mehr als Exxon-Mobil (577 MT), Shell (508 MT) oder BP (448 MT). Die Top-20 der Fleisch- und Milchproduzenten bringen es sogar auf 933 Megatonnen, etwas mehr als Deutschland in einem Jahr an Treibhausgasen produziert. Besonders gefährlich ist das ausgestoßene Methan, das als 25 Mal klimaschädlicher gilt als CO2. 60% der Methan-Emissionen Deutschlands stammen aus der Landwirtschaft.

Neben dem Klima belastet die Viehhaltung auch die Umwelt schwer. Der Luftschadstoff Ammoniak stammt zu 95% aus der Landwirtschaft (52% Rinder-, 20% Schweine-, 9% Geflügelhaltung). Der Feinstaub-Anteil unserer Atemluft würde um 10% sinken, wenn die Ammoniak-Emissionen halbiert werden könnten.

Auch die anfallenden Güllemengen sind zum Problem geworden. Weil die Bauern zu viel davon auf ausbringen, sind unsere Böden und zunehmend auch das Grundwasser mit Nitrat belastet. Schon 40% der deutschen Messstellen vermelden Werte nahe der Grenze von 50 Milligramm pro Liter. Die von der Allgemeinheit zu tragenden Mehrkosten für die Aufbereitung des Wasser liegen bei bis zu 767 Mio. Euro pro Jahr.

 

Noch mehr Fleisch wäre eine Katastrophe, nicht nur für Deutschland oder Europa, sondern weltweit. Um den globalen Temperaturanstieg auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, muss der Fleischkonsum in den nächsten zehn Jahren auf 22 Kilogramm pro Person sinken. Bis 2050 sollten wir einen Wert von 16 Kilogramm pro Kopf erreicht haben. Aktuell ist genau das Gegenteil der Fall: für 2030 wird ein Fleischkonsum von mindestens 48 Kilogramm pro Kopf prognostiziert.

Der Verbrauch in Deutschland scheint allerdings die Trendwende geschafft zu haben und nahm zuletzt auf unter 60 Kilogramm ab (dabei zu beachten: 7% der jährlichen Fleischeinkäufe wandern in den Müll). Weniger Fleisch bedeutet nicht, dass der Mensch zukünftig auf eine gesunde Ernährung verzichten müsste. Im Gegenteil, weniger Fleisch zu konsumieren beugt vielen Erkrankungen vor. Gerade verarbeitetes Fleisch sollte wegen des krebserregenden Potenzials nur in moderaten Mengen genossen werden. Schon 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche sind für einen Erwachsenen vollkommen ausreichend. Dies entspricht 15 bis 30 Kilogramm pro Jahr. Freitags Fisch und ein Sonntagsbraten wären ein passendes Konzept.

Eine ausgewogene vegetarische Ernährung fördert die Gesundheit noch weiter. Vegetarier sind meist besser mit Kalium, Magnesium, Folsäure, Vitamin C, E und Ballaststoffen versorgt. Das Risiko für Diabetes Typ II oder Bluthochdruck sinkt. Beim Übergang zu einer veganen Ernährungsweise sollte allerdings darauf geachtet werden, ausreichend Eiweiß und Aminosäuren auf dem Speiseplan zu haben.

 

Für viele entscheidend bei der Umstellung der eigenen Ernährung ist neben Erwägungen zum Klima- und Umweltschutz und gesundheitlichen Überlegungen die ethische Komponente. In der industriellen Massentierhaltung wird den bewirtschafteten Tieren unermessliches Leid zugefügt. Milliarden Geschöpfe leiden ihr gesamtes Leben von der Geburt bis zur Schlachtung, um die Profitgier der Konzerne und die fehlgeleiteten Konsumwünsche der Menschen zu befriedigen. Auch hier setzt inzwischen ein Umdenken ein. Eine konsequente Durchsetzung des Tierschutzes wird gefordert sowie eine Verschärfung der geltenden Gesetze. Am Ende wird die Erkenntnis stehen, dass für alle empfindungsfähigen Lebewesen unverbrüchliche Rechte garantiert werden müssen.

 

Die massenhafte Produktion von Fleisch hat keine Zukunft. Sie steht im Gegensatz zu Umwelt- und Klimaschutz, beeinträchtig negativ die Gesundheit der Menschen und kommt organisierter Tierquälerei gleich. Eine grundlegende Agrarwende und ein Ende der Landwirtschaftskonzerne ist daher unausweichlich.

 

Jörg Etgeton, UG / Tierschutzpartei NRW

(ein Artikel des Bündnisses Umweltgewerkschaft/Tierschutzpartei NRW)

Katastrophale Ignoranz

Laut Klimaforschern haben wir noch 11 Jahre, um den danach unaufhaltsam eintretenden Kollaps unseres Klimas zu verhindern. Während die Jugend – weltweit – zu Zehntausenden für eine Abwendung der Klimakrise und damit für ihre Zukunft auf die Straße geht, interessiert es den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro herzlich wenig, was aus unser aller Zukunft wird und ob wir gerade am Scheideweg stehen: Wüstenplanet – ja oder nein?! Seit er an der Macht ist, wird der (noch) größte Regenwald der Erde gnadenlos vernichtet. Continue reading “Katastrophale Ignoranz”