Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Pressemitteilung / 08.05.2015

Trotz GDL Streik demonstrierten am 05. Mai 2015 etwa 1500 Menschen unter dem Motto „Aufzug statt Auszug“ zum europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.

Auch Mitglieder des Landesverbands Berlin und des Bundesarbeitskreises Gesundheits- und Sozialwesen der PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ demonstrierten für mehr Inklusion und Barrierefreiheit mit.

In erster Linie wird eine konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gefordert, aber auch Forderungen nach barrierefreiem bezahlbarem Wohnraum und einem Ende der Anrechnung von Einkommen und Vermögen wurden laut. Jeder Mensch sollte das Recht haben wohnen und arbeiten zu können wo er oder sie es möchte. Dazu sollte die nötige Assistenz in ausreichendem Maße (in der Schule, in der Ausbildung, beim Studium, im Beruf und bei der Bewältigung der Alltagsaufgaben) zur Verfügung stehen.

Jacqueline Neubert

Vorsitzende im Landesvorstand Berlin

Verwirrspiel um angekündigte Einstellung der Primatenversuche am MPI Tübingen

Pressemitteilung des LV Hamburg der Partei Mensch Umwelt Tierschutz / 06.05.2015

Nikos Logothetis kündigte an, nach Beendigung der derzeit genehmigten Versuche an Affen künftig “nur” noch an Nagetieren zu forschen.

Was heißt das im Klartext?

Jahrelang wurde uns weisgemacht, dass die Versuche, die Hirnforschung betreffend, am Max- Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen ausschließlich an Makaken durchgeführt werden können. Jahrelang berief man sich auf den Nutzen, den diese Forschung für die Menschheit haben würde.

Ist dies auf einmal nicht mehr wahr?

Auf einmal sind die qualvollen Tests im Primatenstuhl unter vorangegangenem Flüssigkeitsentzug für die Tiere gar nicht mehr notwendig? Geht es also auch mit Nagern, oder verlegt sich Herr Logothetis von seinem Fachgebiet der Hirnforschung auf einen ganz anderen Forschungsbereich? Sollte dies nicht der Fall sein, enttarnen die Forscher selbst die Unwahrheit ihrer Behauptungen. Hier wäre eine seriöse Informationspolitik des MPI gefragt.

So sehr auch die geplante Einstellung der Affenversuche zu begrüßen ist, die zeigt, wie erfolgreich Protest Veränderungen herbeiführen kann, so sehr wird auch die weitere Forschung an Nagern und anderen Tieren als sinnlos und gefährlich verurteilt.

Der Landesverband Hamburg der Partei Mensch Umwelt Tierschutz / Tierschutzpartei fordert den sofortigen Einsatz und Ausbau schon bestehender Alternativmethoden und das Ende jeglicher Versuche an Tieren.

Wird sich überhaupt etwas in Tübingen ändern?

Derzeit werden die Tierställe, in denen die Makaken untergebracht sind, saniert und teilweise neu gebaut. Tierrechtler machten immer wieder darauf aufmerksam, dass die Unterbringung der Tiere dort nicht artgerecht sei. Durch die begonnenen baulichen Maßnahmen kann man darauf schließen, dass auch in Zukunft an den Primaten geforscht werden soll. Nicos Logothetis will nun mit Nagetieren weiterarbeiten. Dass hierbei eine wesentlich höhere Anzahl an Tieren benötigt wird, liegt in der Natur der Sache. Es werden also künftig nicht weniger, sondern mehr Tiere für den “wissenschaftlichen Anspruch” der Forscher leiden und sterben müssen.

Für Tierrechtler sowie für den Landesverband Hamburg der Partei Mensch Umwelt Tierschutz / Tierschutzpartei bedeutet diese Planänderung keinen Fortschritt: Tierqual ist Tierqual- egal, welche Spezies diese Qual erleiden muss!

Dementsprechend werden wir nicht darin nachlassen, ein Ende der Tierversuche zu fordern, bis auch diese Forderung erfüllt ist! Die Max- Planck- Gesellschaft kündigt inzwischen an, dass man die Versuche an Primaten nicht einstellen werde, vielmehr soll die Forschung an nicht-humanen Primaten weiter betrieben werden.

Bürgerschaftswahl in Bremen

So stehen die Parteien zu Tierversuchen

Anlässlich der am 10. Mai anstehenden Bürgerschaftswahl in Bremen hat der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche Parteien zu Tierversuchen befragt, und kritisiert deren im Ergebnis großteils tierfeindliche Einstellung.

Auszug aus dem Artikel:

“Weder die SPD noch die CDU sehen sich veranlasst, einen Ausstieg aus dem Tierversuch voranzutreiben, Steuergelder umzuwidmen oder das unzureichende Tierschutzgesetz zu überarbeiten. Die SPD spricht sich immerhin für ein Tierschutzverbandsklagerecht auf Bundesebene und ein Ende der seit Jahren strittigen Bremer Affenhirnforschung aus. Die Bremer Grünen und die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fahren einen klaren Kurs in Richtung einer ethischen und modernen Forschung. So lehnen beide Parteien neben den Affenversuchen die Genmanipulation und Patentierung von Tieren ab, treten für eine Novellierung des Tierschutzgesetzes und eine stärkere Förderung tierversuchsfreier Verfahren ein und verfolgen letztlich das Ziel, Tierversuche abzuschaffen. Die Linke unterstützt alle Forderungen zur Stärkung der tierversuchsfreien Forschung, spricht sich jedoch nicht explizit für ein vollständiges Verbot der Tierversuche aus.”

 

15. Mai 2015: Infoabend für Tierfreunde über die „Hunde Rumäniens“

Der rumänische Tierarzt und Gründer des Vereins ANIMED ARAD, Dr. Vet. Claudiu Iosim berichtet über die aktuelle Situation der rumänischen Straßenhunde!

Ort / Beginn: Hotel Fuchs in 21256 Handeloh, Hauptstr. 35, um 19:00 Uhr

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Bettina Jung: Handy 0170 38 24 947

Missstände bei Tierversuchen an der Heine-Uni in Düsseldorf

Claudia Krüger (Tierschutzpartei) in der Presse

Die Rheinische Post mit einem weiteren Artikel zu der Anfrage unserer Ratsfrau Claudia Krüger im Rat der Stadt Düsseldorf:

“Das städtische Amt für Verbraucherschutz hat das Gebäude der Heinrich-Heine-Universität in den vergangenen neun Jahren 34 Mal kontrolliert und dabei teils gravierende Missstände festgestellt. Das sagte die zuständige Beigeordnete Helga Stulgies (Grüne) auf Anfrage der Ratsgruppe Tierschutzpartei / Freie Wähler im Stadtrat.”

Ohne die Anfrage wären diese Ungeheuerlichkeiten nicht an die Öffentlichkeit gelangt.

Petition: Glyphosat muss vom Tisch!

Wir unterstützen die Petition von Campact; bitte unterschreiben auch Sie!

Die Weltgesundheitsorganisation warnt: Glyphosat verursacht wahrscheinlich Krebs. Jetzt muss Agrarminister Christian Schmidt dafür sorgen, dass die EU den Unkrautvernichter von Monsanto und Co. verbietet. Schon am Donnerstag, den 07.05.2015, geben die Verbraucherschutzminister/innen der Bundesländer in Osnabrück ihr Votum ab.

 

Trabrennsport: Acht Monate Haft für Eugenio S., der sein Pferd zu Tode prügelte

Am 30.04.2015 hat ein Gericht in Palma de Mallorca den Pferdebesitzer Eugenio S. zu acht Monaten Gefängnisstrafe verurteilt. Außerdem erteilte ihm der Richter ein dreijähriges Berufsverbot mit Tieren.

Der Angeklagte hatte am 30.12.2012 nach einer Rennniederlage seines Pferdes Sorky massiv auf den Kopf des Pferdes eingeschlagen, bis es zu Boden fiel und an einem Genickbruch verstarb.

Dieses Gewaltverbrechen an Pferd Sorky sorgt öffentlich für Empörung an den kaltblütigen Methoden im Trabrennsport.

Gemessen an den ethischen Grundsätzen ist nicht nur der Besitzer und Mörder des Pferdes Sorky ein Täter, der hinter Gitter gehört, um zur Einsicht zu gelangen, sondern jeder einzelne, der Pferde für dieses grausame Wettspiel des Pferderennsports einsetzt und züchtet. Allein das unsensible Einsetzen von Peitschen und anderer Ausrüstungsgegenstände wie Zungenbänder und Scheuklappen sind ein erheblicher Missbrauch an Pferden.

In Deutschland sterben jährlich dutzende sogenannter Rennpferde an den Folgen ihres Einsatzes auf Rennbahnen an Beinbrüchen, Erschöpfung und Lungenbluten. Weitestgehend im Dunklen bleibt in Deutschland immer noch die Zahl der gezüchteten Rennpferde, die ausselektiert und geschlachtet werden.

In Australien haben verdeckte Tierschutzaktivisten heimlich Videoaufnahmen in einem Schlachthof in Melbourne gedreht, die zeigen, wie ausselektierten Rennpferden mit einem Gewehr in den Kopf geschossen wird. Kenner der australischen Rennsportindustrie gehen davon aus, dass in diesem Land jährlich mehr als 10.000 gezüchtete Rennpferde, die für den Sport unbrauchbar und zu langsam sind, geschlachtet und zu Pferdefleisch verarbeitet werden.

Es ist ganz sicher ein großer gesellschaftlicher Fortschritt, dass ein Gericht auf Mallorca einen Pferdebesitzer, der sein Pferd wegen einer Niederlage brutal zu Tode prügelte, zu einer Gefängnisstrafe verurteilt hat. Doch leider hat die weltweite Justiz noch nicht erkannt, dass jeder, der den Reit- und Rennsport aktiv und mit Berechnung betreibt, ein Pferdeschänder und Straftäter ist.

Das Geld, welches Zuschauer durch das Setzen auf ein Siegerpferd gewinnen, ist Blutgeld.

Quellen: Mallorca Magazin, ABC News Australia