Die “Tierquäler-Parteien” haben sich geoutet!

Bei den kommenden Wahlen gehören “Tierquäler-Parteien” abgestraft!

Der Antrag von Bündnis90/Die Grünen für eine deutliche Verbesserung der Haltungsbedingungen von Mastkaninchen wurde von den Ausschussmitgliedern von CDU/CSU, SPD und FDP mit fadenscheinigen Begründungen und Vertröstungen auf die nächste Legislaturperiode abgelehnt.

Das Maß ist damit voll – diese Parteien nehmen ihre politische Verantwortung in Sachen Tierschutz nicht wahr!

Die LINKE hatte Wort gehalten und für die Annahme des Antrages gestimmt. (Der Bundesvorsitzende Stefan Bernhard Eck der Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei – hatte diesbezüglich Anfang des Jahres das Büro von Eva Bulling-Schröter, umweltpolitische Sprecherin der Linkspartei und stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, kontaktiert und um Unterstützung gebeten. Die LINKE hatte ihm ohne Zögern zugesagt, die Initiative zu unterstützen.)

Gleichzeitig wurden die Anträge von Bündnis90/Die Grünen für konkrete Verbesserungen der Haltungsbedingungen von Zirkustieren und für die Abschaffung von Delfinarien und einem Importverbot von Delfinen von den Vertreter/innen der CDU/CSU und SPD vom Tisch gefegt.

Es ist eine Schande, dass die Große Koalition sich nach wie vor sträubt, auf dem Gebiet des Tierschutzes aktiv zu werden, obwohl der Schutz der Tiere seit dem Jahr 2002 mit Artikel 20a GG zur Staatszielbestimmung erklärt wurde. Diese Regierung verschließt ihre Augen vor dem unermesslichen Leiden der Tiere; sie setzt sich geradezu skandalös über Artikel 20a GG hinweg und begeht damit de facto Verfassungsbruch.

Unter der schwarz-roten Regierung ist der Tierschutz zu einer Farce verkommen! CDU/CSU und SPD haben zwar durch die Wähler die Legitimation, in Berlin zu regieren, ihre fachliche und moralische Legitimation haben sie unserer Meinung nach durch diese Abstimmung endgültig verspielt!

Es wurde wieder einmal deutlich, dass unter Schwarz-Rot der Tierschutz wahrscheinlich auch in den kommenden Jahren nicht auf der politischen Agenda stehen wird. Damit wird auch klar, dass die Europawahl am 7. Juni und die Wahl zum 17. Deutschen Bundestag „Wahlen pro oder contra Tierschutz“ sein werden.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ruft deshalb alle Wähler auf, denen das Leiden und Sterben von Millionen von Tieren in unserem Land nicht egal ist, bei der Europawahl und der Bundestagswahl den “Tierquäler-Parteien” die Rote Karte zu zeigen. Jetzt muss endlich ein klares Signal gesetzt werden!

Ein gutes Wahlergebnis für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz wäre ein solches Signal.

Trotz der negativen Entscheidung des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bedanken wir uns ganz herzlich bei Undine Kurth, Ulrike Höfken, Dr. Torsten Ehrke und allen anderen Mitgliedern der grünen Fraktion für den Versuch, eine Verbesserung der Haltungsbedingungen von Mastkaninchen zu erzielen und für die gute punktuelle Zusammenarbeit mit uns. Diese tierschutzpolitischen Bemühungen der grünen Politiker/innen sollten dadurch honoriert werden, dass wir Bündnis90/Die Grünen bei der Bundestagswahl im Herbst in all jenen Bundesländern die Erststimme geben, in denen die Partei Mensch Umwelt Tierschutz keine eigenen Kandidat/innen aufstellt. Damit erweisen wir der Demokratie und vor allem den Tieren den besten Dienst.

Stefan Bernhard Eck

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Video-Dokumentation geht an den Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Die Haltungsbedingen der Mast- und Zuchtkaninchen sind in Deutschland und anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union noch prekärer als die der Masthühner, da noch nicht einmal Mindestvorschriften für die Haltung existieren. Dies ist gerade für unser Land mit der Staatszielbestimmung Tierschutz (Artikel 20a GG) ein Skandal.

Die meisten kommerziellen Kaninchenmast-Betriebe orientieren sich an den unzureichenden Empfehlungen der World Rabbit Science Association. Die empfohlene Käfiggrundfläche wird mit lediglich 0,2 bis 0,4 Quadratmetern (das entspricht einer Fläche eines DIN A4 Blattes, denn bis zu 16 Kaninchen pro Quadratmeter sind die Regel) bei einer Käfighöhe von bis zu 40 Zentimetern als ausreichend angegeben.

Nach diesen tierquälerischen Empfehlungen vegetieren Millionen Kaninchen auf Gitterstäben ohne Heu, Tageslicht, Auslauf, eng zusammengepfercht oder in Einzelhaft in zentimeterhoch verkoteten Buchten. Die Mortalitätsrate ist extrem hoch, jedes zehnte Kaninchen stirbt vorzeitig durch diese Haltungsbedingungen.

Der Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wird voraussichtlich am 13. Mai über einen Antrag zur Kaninchenmast der Fraktion Bündnis90/Die Grünen beraten und abstimmen.

Um die Realität in der Mastkaninchen-Haltung zu verdeutlichen, hat die Partei Mensch Umwelt Tierschutz eine authentische Video-Dokumentation mit schockierenden Aufnahmen aus Kaninchenmast-Betrieben allen 31 Ausschussmitgliedern zukommen lassen, um damit die Politiker von CDU/CSU, SPD und FDP von der Notwendigkeit einer tiergerechten Haltungsverordnung von Mast- und Zuchtkaninchen zu überzeugen.

Stefan Bernhard Eck

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

EU beschließt am 05.05.2009 europaweites Handelsverbot für Robbenprodukte

Mit großer Erleichterung begrüßt die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei – das EU-Einfuhrverbot von Robbenerzeugnissen, auf das schon lange gedrängt wurde und das viel zu lange auf sich warten ließ. Vielen Tausenden von Robben wäre bei einer schnelleren Entschlossenheit der EU ein grausamer Tod erspart geblieben. Vor allem die Bundesregierung “glänzte” mit ihrer Verschleppungstaktik. Bereits zu Beginn des vergangenen Jahres verkündete Horst Seehofer, es solle ein Robbenhandelsverbot in Deutschland erlassen werden – notfalls in einem “nationalen Alleingang”! Den vollmundigen Versprechungen folgten allerdings keine Taten, denn die meisten Vorbehalte zeigten sowohl seine eigenen Fraktionskollegen von der CSU sowie auch die der CDU.

Aber auch durch das jetzige Verbot werden wieder einmal Hintertürchen offen gelassen. Nicht nur, dass das Verbot erst 2010 zur Anwendung kommt, so sollen auch Ausnahmen gelten für Inuits und andere indigene Volksgruppen, die die Robbenjagd angeblich aus Traditions- und Lebensunterhaltsgründen betreiben. “Da Kontrollen, wie auch in anderen Tierschutzbereichen, nicht durchgeführt werden und auch kaum möglich sind”, so Ingeborg Holst, Bundesvorstandsmitglied der Tierschutzpartei, “führen Ausnahmen früher oder später immer zur Aushöhlung von Verbots-Vorgaben”. Es wird sich zeigen, inwieweit diese Schlupflöcher zur illegalen Aufweichung des Handelsverbots beitragen werden. Unsere Partei Mensch Umwelt Tierschutz wird sich jedenfalls auch weiterhin für ein lückenloses Verbot einsetzen, um die entsetzliche Robbenvernichtung in Kanada zu stoppen.

Ebenfalls wird unser Einsatz und Protest auch gegen die Robbenfängernationen Russland und Norwegen fortgesetzt werden. Nachdem wir mit unserer Protest-Kampagne Ende 2008 / Anfang 2009 mit einer Mahnwache vor der Russischen Botschaft in Berlin und mit Tausenden von Online-Protesten (www.tierschutzpartei.de/Kampagnen.htm), auch in Zusammenarbeit mit anderen Tierschutzorganisationen einen ersten Teilerfolg erzielt hatten, wonach in Russland Sattelrobben unter einem Jahr ab 18. März 2009 gesetzlich nicht mehr getötet werden dürfen, werden wir im kommenden Herbst eine weitere Protestaktion starten. “Unser Ziel ist der Schutz aller Robben”, bekräftigt die Initiatorin der Aktion, Ingeborg Holst, “wir werden unsere russischen Tierfreunde nicht im Stich lassen”.

Ingeborg Holst

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche”

Mit der bewusst gewählten neuen Bezeichnung des heutigen Gedenktages – “Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche” – will die Partei Mensch Umwelt Tierschutz unterstreichen, dass ein Ende der Brutalforschung “Tierversuch” überfällig ist. Insbesondere durch die Tatsache, dass pro Jahr ca. 60.000 Menschen an den tödlichen Nebenwirkungen von Arzneimitteln sterben, die bei Tieren als unschädlich erkannt wurden, werden Tierversuche ad absurdum geführt!

Wer nach derartigen Medikamenten-Attacken wenigstens sein Leben behält, muss oft den Rest seines Lebens als Gezeichneter verbringen, wie zum Beispiel einer der sechs jungen Männer, an denen im Jahre 2006 in London das Arzneimittel TGN1412 der Würzburger Firma TeGenero getestet wurde. Sie alle entgingen nur knapp dem Tod; einen von ihnen aber traf es besonders hart: Er verlor mehrere Finger und Zehen. Damit entpuppte sich erneut ein – in diesem Fall als Wundermittel z.B. gegen Multiple Sklerose angepriesenes – Produkt aus dem Pharmalabor als menschenverachtende Waffe.

Vor diesem Hintergrund kann man nur mit Empörung zur Kenntnis nehmen, dass sowohl der deutsche Bundesrat als auch der Agrarausschuss des EU-Parlaments zwei wichtige Änderungsvorschläge der EU-Kommission zur “Richtlinie 86/609 zum Schutz von Versuchstieren” so gut wie vollständig ablehnten: zum einen die umfassende Veröffentlichung von Tierversuchsergebnissen, zum andern die Forderung, Tierversuche auf ihren Wert für Therapien am Menschen zu überprüfen. Offenbar soll die Öffentlichkeit nicht erfahren, dass die Milliarden von Steuergeldern, die in die Tierversuchsindustrie gepumpt werden, nicht dem kranken Menschen zugute kommen, sondern allein der Gewinnmaximierung zahlreicher Profiteure dienen!

“Gerade in der gegenwärtigen zugespitzten Finanzsituation ist es an der Zeit, die Milliarden-Zuwendungen an die nutzlose Tierversuchs-Forschung einzustellen, und zwar zugunsten von tierversuchsfreien Methoden, die über den ethischen Wert hinaus preisgünstiger und Erfolg versprechend sind,” so die 1. stellvertretende Vorsitzende der Partei, Margret Giese. Und weiter: “Wir werden die Bevölkerung über den sträflichen Umgang mit Unsummen von Steuergeldern aufklären, bei dem – ein Skandal ohnegleichen – der Nachweis hinsichtlich Sinn oder Unsinn von Tierversuchen verweigert wird!”

Margret Giese

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
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“Wendehals-Politik” am Beispiel des Genmais-Verbotes

Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat am 14. April 2009 den Anbau von Genmais “MON 810” in Deutschland verboten. Bei der CDU sorgte diese Entscheidung für Missmut. Grüne, Linke, Naturschützer, Landwirte und selbstverständlich die Partei Mensch Umwelt Tierschutz begrüßen hingegen das Anbauverbot des umstrittenen Saatprodukts, das gegen den Schädling Maiszünsler immun ist und deshalb einen höheren Ernteertrag verspricht, aber auch Risiken für Mensch, Tier und Umwelt in sich birgt.

Seltsam ist in diesem Zusammenhang der politische Wandel von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), der als Landwirtschaftsminister den gentechnisch veränderten Mais für Deutschland zugelassen hatte und erst im vergangenen November zum leidenschaftlichen Gegner von “MON 810” mutierte – genau in dem Augenblick – als er als neuer CSU-Chef und Ministerpräsident nach Bayern zurückkehrte und die Wut der bayerischen Landwirte auf die Genmais-Versuche zu spüren bekam.

Die “Wendehals-Politik” kam nicht überraschend, denn die Landwirte in Oberbayern gehören zur Kernwählerschaft der CSU und die dramatischen Wahlverluste der christlich-sozialen Partei bei der bayerischen Landtagswahl (minus 20 Prozent) waren sicherlich die überzeugenden Argumente, die zu Seehofers Kehrtwende führten.

Als bayerischer Ministerpräsident wird Seehofer an den Wahlergebnissen der CSU bei der Europa-Wahl im Juni gemessen. Will er nicht das Gesicht verlieren, muss er eigene Abgeordnete ins Europa-Parlament entsenden – und dafür braucht die CSU mehr als 42 Prozent der Stimmen in Bayern.

All dies zeigt einmal wieder, dass es in der Politik nicht um verantwortungsvolle Sachentscheidungen geht, sondern einzig und allein um Machterhalt und Wählerstimmen.

Armes Deutschland!

Stefan Bernhard Eck

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
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“Robben-Massaker in Kanada”

Zweifellos kann sich kein Land auf der Welt rühmen, mit Tieren human umzugehen. Was aber das jährliche kanadische Massaker an Robben betrifft, so ist es schwerlich an Grausamkeit zu überbieten, wird doch beim Erschlagen der wehrlosen Tiere sogar in Kauf genommen, dass sie, halbtot, noch stunden- oder tagelang unendliche Qualen erleiden, bis sie der Tod erlöst. Man kann so etwas nur als Gipfel der Niedertracht bezeichnen, ebenso das Häuten der Tiere bei lebendigem Leib.

Unfassbar, mit welcher Abgebrühtheit die kanadische Regierung die jährlichen weltweiten Proteste zurückweist und nicht davor zurückschreckt, die Tötungsquoten noch zu erhöhen Über 338.000 Tiere müssen in diesem Jahr ihr Leben lassen, und damit 55.000 mehr als im Vorjahr.

Erst durch massive wirtschaftliche Einbußen wird man bereit sein einzulenken; daher ist zu hoffen, dass der Plan des EU-Parlaments, ein Einfuhr- und Handelsverbot für Robbenprodukte zu erlassen, nicht – wie schon oft geschehen – durch Ausnahmen verwässert wird!

Was Deutschland betrifft, so ist daran zu erinnern, dass man bereits im Jahr 2006 – nach der Übergabe von 20 000 Unterschriften an die Bundesregierung – mit einem Gesetz zum Verbot von Robbenprodukten Vorreiter hätte sein können. Aber im Tierschutz wurde die Bundesrepublik mehr und mehr zum Schlusslicht.

Mittlerweile liefen uns die USA, die Niederlande und Belgien mit Einfuhrembargos den Rang ab – eine Tatsache, die Herr Dr. Peter Jahr, tierschutzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, unterschlägt, wenn er in seiner Presseerklärung zum Thema behauptet, die Bundesregierung ginge – aufgrund der Absprache Herrn zu Guttenbergs und Frau Aigners – mit ihrem nationalen Gesetzesvorhaben in der EU mit gutem Beispiel voran! Weder in diesem Fall noch in irgendwelchen anderen tierschutzrelevanten Bereichen kann sie sich zugute halten, beispielhaft vorangegangen zu sein.

“Herr Jahr versucht”, so der Vorsitzende der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, Stefan Bernhard Eck, “auf billigem Wege das desolate Image der Bundesregierung – zumal der CDU/CSU – in Sachen Tierschutz aufzupolieren. Wer jedoch gleichzeitig zulässt, dass auf Druck von Lobbyisten, allen voran Hühnerbaronen und anderen Profiteuren von Tierausbeutung, der heimische Tierschutz verraten wird, sollte bei den beiden diesjährigen Wahlen abgestraft werden.”

Margret Giese

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

“Es darf geschächtet werden – Verwaltungsgericht Giesen in der Kritik?”

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz übt Kritik an der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Giesen: “Eine Entscheidung, die für den Tierschutz ein Schlag ins Gesicht ist, denn betäubungsloses Schächten ist legalisierte Tierquälerei”, so der Bundesvorsitzende, Stefan Bernhard Eck, der kleinen Partei, die sich stark für Tier- und Umweltschutz einsetzt. Das Gericht hatte am 24.02.09 einem Eilantrag des muslimischen Metzgers Rüstem Altinküpe aus Aßlar-Werdorf stattgegeben. Er darf ab sofort pro Woche 2 Rinder und 30 Schafe unter bestimmten Auflagen Anwesenheit eines Veterinärs, Bedarfsnachweis durch eine eidesstattliche Erklärung der potentiellen Käufer des geschächteten Fleisches) betäubungslos schächten.

Der Marbuger Bundestagskandidat Wolfgang Penzler des Landesverbandes Hessen der Partei Mensch Umwelt Tierschutz hält sich die Option offen, zusammen mit nordhessischen Tierschutzvereinen und Tierschützern/innen durch gezielte Aufklärung der Öffentlichkeit und Protest-Aktionen gegen die Gerichtsentscheidung vorzugehen. “Nur durch ein klares NEIN der Bürgerinnen und Bürger Nordhessens”, so Penzler, “kann der seit mehr als zehn Jahren andauernde Rechtsstreit zwischen Altinküpe und den Gerichten im Sinne des Tierschutzes beendet werden. Was jetzt in Aßlar wieder geschieht, ist ein klarer Verstoß gegen § 18 Absatz 1 Nr. 6 des deutschen Tierschutzgesetzes!”

Stefan Bernhard Eck

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
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“Aus für die Hühner-Käfighaltung?”

In verschiedenen Pressebeiträgen ist augenblicklich zu lesen, das Aus für die Hühner-Käfighaltung sei beschlossene Sache. Schön wär´s, ist die spontane Reaktion angesichts dieser Behauptung! Die Wahrheit sieht leider anders aus: Wir haben es hier mit einem groß angelegten Täuschungsmanöver zu tun, denn die Hennen sind nach wie vor in nichts anderem als Käfigen zusammengepfercht, bis zu ca. 50 an der Zahl. Ein Ablenkungsmanöver übelster Art ist die Bezeichnung “Kleinvoliere” für diese Art Käfige, denn damit wird Wohlbefinden der Tiere assoziiert. Wahr ist: Die Tiere können in keiner Weise ihre arteigenen Bedürfnisse ausleben – wie auch, bei einem “Lebensraum” von etwas mehr als einer DIN-A-4-Seite pro Henne! Durch die bedrückende Enge kommt es zu Kannibalismus und Federpicken und sogar zum Töten schwächerer Leidensgenossinnen – Tatsachen, die seitens der Geflügelwirtschaft tunlichst verschwiegen werden.

An Dreistigkeit kaum zu überbieten ist in diesem Zusammenhang die Behauptung, Deutschland sei “Eu-weiter Vorreiter” beim Verbot der Käfighaltung! Wahr ist vielmehr, dass unser Nachbarland Österreich am 31. Dezember 2008 tatsächlich die Käfighaltung von Legehennen aufgegeben hat!

Es wird vermutet, dass “drastische Preiserhöhungen” angekündigt werden, weil man beabsichtigt, die betreffende Art von Käfigeiern als “tierschutzgerecht” zu deklarieren, um sie teurer in den Handel bringen zu können. Motto: Profit geht über Tier- und Verbraucherschutz! Es besteht aber Aussicht, dass den Käfig-Lobbyisten “die Suppe versalzen wird”: Etliche Handelsketten wie Aldi, Edeka, Lidl, Plus usw. haben erklärt, sie würden keine Eier mehr mit der Ziffer “3” – damit auch die aus den alternativen Käfigen – anbieten. Sollten übrigens Eier mit der Ziffer 4 in den Handel kommen, so sind sie Teil des Täuschungsmanövers!

Es liegt nun am Verbraucher, beim Kauf von Eiern wachsam zu sein und die betreffenden Handelsketten beim Wort zu nehmen!

(Mehr dazu unter http://www.tierschutzbund.de/03343.html).

Margret Giese

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Solidaritätsbekundung für “campact – Demokratie in Aktion”

Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) berät bis 10. Januar 2009 über die Zulassung der gentechnisch veränderten Maispflanze MON810. Die Verbraucher- und Landwirtschaftsminister der EU, unter ihnen Ministerin Ilse Aigner, entscheiden dann über Verbot oder Zulassung der Pflanze.

MON810 produziert das Gift des Bazillus thuringiensis, sein eigenes Pestizid, gegen das die Maispflanze selbst resistent ist. Dieses Pestizid soll vor dem Befall mit dem Maiszünsler, einem kleinen Schmetterling, schützen. Der jedoch wird inzwischen selbst resistent! Die sonstigen Risiken für die Umwelt – für Honigbienen, Regenwürmer, Schmetterlinge usw. – sind unkalkulierbar. Daher sollte man davon Abstand nehmen und die bewährte Methode einer vielfältigen Fruchtfolge nutzen, welche die Maispflanzen schützt, ohne zu schaden.

Doch wenn es um Gewinnmaximierung geht, zählen keine ökologischen Bedenken – und diese sind gravierend, denn die Biodiversität und das gesamte ökologische Gleichgewicht sind bedroht, falls die Pflanze zum Einsatz kommt. So ist z. B. die Kontaminierung anderer Pflanzen vorprogrammiert, wie sich in Kanada gezeigt hat. In mehreren EU-Ländern, u. a. in Frankreich, Österreich, Griechenland und Ungarn ist der Anbau von MON810 daher verboten. In Deutschland (neue Bundesländer) hingegen ist der Anbau erlaubt!

Ein Fall für die Verbraucherschutz-Ministerin: Über die Futtermittel gelangt MON810 in Form tierischer Lebensmittel auf die Teller der Verbraucher! Es wird im Übrigen spekuliert, dass die Tiere unfruchtbar werden.

Die großen Pharma- und Chemieriesen, allen voran Monsanto, die 90 Prozent des Weltmarktes für gentechnisch veränderte Pflanzen kontrollieren, erhoffen sich von dem Projekt MON18 nicht nur riesige Profite, sie wollen auch mittelfristig die gesamte Produktion von Nahrungsmitteln von sich abhängig machen, mithin die Weltbevölkerung bezüglich Ernährung unter ihre Kontrolle bringen! Die Bauern sind gezwungen, sich für jede Aussaat neues Saatgut bei dem jeweiligen Konzern zu kaufen, da die ausgesäten Pflanzen dank des eingebauten “terminator-Gens” nicht fortpflanzungsfähig sind.

Seit Jahrzehnten versucht die einschlägige Lobby, der Bevölkerung die “grüne Gentechnik” schmackhaft zu machen, indem sie behauptet, diese sei notwendig, um dem Hunger in der Welt entgegenzuwirken. Offensichtlich ist das Gegenteil der Fall.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz unterstützt daher aus Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt die Kampagne der Organisation campact, Demokratie in Aktion, mit der Landwirtschaftsministerin Aigner aufgefordert wird, mit NEIN zu stimmen, wenn am 10. Januar in Brüssel erneut über die europaweite Zulassung von MON810 abgestimmt wird.

Franziska Ute Gerhardt

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Dioxin in irischem Schweinefleisch

Die Chronik der Fleischskandale der letzten dreißig Jahre wird mit der gegenwärtigen Lebensmittelkrise aufgrund von Dioxin-verseuchtem irischen Schweinefleisch um ein weiteres Debakel verlängert. Es ist immer nur eine Frage der Zeit, und eine erneute Katastrophe bricht herein, in Form von Hormon- oder Antibiotika-verseuchtem Fleisch von vergifteten Tieren, von Futtermittelskandalen (Stichworte BSE, Nitrofen) oder von Tierseuchen wie Schweinepest, Geflügelpest, Maul- und Klauenseuche etc. Dies ist wahrlich ein Schrecken ohne Ende, der mit grausiger Regelmäßigkeit jeweils Hunderttausende von Tieren in apokalyptisch anmutenden Keulungsaktionen das Leben kostet.

Es stellt sich die Frage, wie lange die politisch Verantwortlichen noch einen Kurs weiterverfolgen wollen, der – objektiv betrachtet – gegen alle Vernunft spricht und für unsere “Nutztiere” und die Bevölkerung katastrophale Folgen nach sich zieht.

Aber in Krisen liegen auch Chancen: Irgendwann dämmert es wohl auch dem letzten Konsumenten, dass er sich durch das Fleisch auf seinem Teller, ohne es zu ahnen, schwere gesundheitliche Schäden zufügen kann. Von einer solchen Kehrtwende der Menschen würde außer den betroffenen Tieren und den Menschen selbst auch das Weltklima profitieren, das ja laut FAO zu etwa 18 Prozent durch die Methangase aus dem Verdauungstrakt von Milliarden von Wiederkäuern beeinträchtigt wird.

Damit der Paradigmenwechsel schneller vorankommt, empfiehlt die Partei Mensch Umwelt Tierschutz, in Anlehnung an die Anti-Rauch-Kampagnen, Warnschilder wie diese: „Fleischessen schadet Ihrer Gesundheit!“ oder wahlweise „Fleischessen kann tödlich sein!“ Sicher ungewohnt, aber den Realitäten angemessen!

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Margret Giese
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main