Mensch Umwelt Tierschutz in Aktion – Demo in Salzgitter-Üffingen gegen die geplante Hähnchenmastanlage

Am 8.5.2010 fand eine Demonstration gegen die Errichtung einer Hähnchenmastanlage in Salzgitter-Üffingen statt. In Niedersachsen sollen nach neuestem Stand 400 Hähnchenmastanlagen entstehen, gegen die sich in fast jedem der betroffenen Orte Bürgerinitiativen gebildet haben. An der Demonstration am 8. Mai nahmen 150 Personen teil. Der Landesverband Niedersachsen war durch die stellvertretende Landesvorsitzende und Bundesschriftführerin Sabine Pankau vertreten. Noch ist es möglich, die geplanten Hähnchenmastanlagen durch Proteste und Eingaben zu verhindern. Finanzielle Interessen dürfen nicht weiterhin Vorrang vor Tierschutz haben! Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz kämpft mit um diese Anlagen zu verhindern!

Landesverband Bayern in Aktion

Info-Stand auf der Heimtiermesse in Fürstenfeldbruck

Am 1. und 2. Mai 2010 fand in Fürstenfeldbruck, nahe München, eine der größten Heimtiermessen Deutschlands statt. Wie bereits im Jahr zuvor, waren auch wir mit einem Info-Stand unserer Partei vertreten. Die Partei-Mitglieder Inge Kandl, Ingeborg Ressner, Thomas Tröscher, Dorit Funhoff , Magrit-Szu Volosinovsky, Barbara Nauheimer sowie eine Partei-Interessentin, Diane Wagner, betreuten den Stand, verteilten einige hundert Flugblätter und führten viele aufklärende Gespräche zum Thema Tierschutz und den Zielen unserer Partei.

 

Besondere Beachtung fand neben unserem neuen Banner “Manche nur zum Fressen gern”, auch unser Plakat mit den schockierenden Zahlen der verbrauchten / getöteten Tiere in Deutschland und Europa. Etliche Besucher der Messe nahmen Aufnahme-Anträge unserer Partei mit und am zweiten Messetag konnten wir sogar einen direkten Partei-Beitritt verbuchen.

Mensch Umwelt Tierschutz in Aktion – 24. April: 120 Kilometer Menschenkette zwischen den AKWs Brunsbüttel und Krümmel

Ein besonderes Anliegen unserer Partei ist natürlich auch der Ausstieg aus der Atomwirtschaft. Daher nutzte die stellvertretende Bundesvorsitzende, Margret Giese, die Gelegenheit, sich an der Großdemonstration gegen Atomkraft zu beteiligen. Sie ist von den negativen Auswirkungen der Kernenergie selbst betroffen, da sie in der Nähe des Skandal-Atommüllschachtes Asse wohnt.

 

Wie Margret Giese dachten offenbar viele aus der Gegend Braunschweig, Wolfenbüttel, Salzgitter: 15 voll besetzte Busse und ein Sonderzug mit 1000 Atomkraftgegnern hatten sich auf den Weg zum Kernkraftwerk Brokdorf in Schleswig-Holstein gemacht. Dieser Ort ist in besonderem Maße ein Symbol für die Anti-Atomkraft-Bewegung. Er geriet erstmals in die Schlagzeilen während der Bauphase in den 70er und 80er Jahren, als es bereits heftige Proteste von Atomkraftgegnern gab. Nach einem erzwungenen vierjährigen Baustopp wurde weitergebaut und das AKW am 28. Februar 1981 in Betrieb genommen, was zu der bis dahin größten Demonstration gegen Kernkraft führte. 100.000 DemonstrantInnen aus allen Teilen Deutschlands begaben sich damals in die Wilstermarsch, um ihrer Empörung lautstark Luft zu machen. 10.000 Polizisten waren vor Ort, und es gab über hundert Verletzte auf beiden Seiten.

 

Die aktuelle Demonstration im Norden der BRD mit weit über 100.000 TeilnehmerInnen erinnerte eindrucksvoll an die damaligen Proteste – diesmal jedoch friedlicher und weniger lautstark, aber nicht minder kraftvoll.

Wer vor Ort war, dem wurde angesichts des Gegensatzes von friedlicher Nordsee-Idylle – mit weidenden Schafen auf dem Deich einerseits und dem lebensfeindlichen Stahlkoloss mitten in der Landschaft andererseits – zutiefst bewusst, dass der Kampf gegen den “scharz-gelben Irrsinn”, erst 2050 das letzte AKW vom Netz zu nehmen, unvermindert fortgesetzt werden muss. Es ist nicht hinnehmbar und spottet jeder Beschreibung, wenn sich eine Regierung zum Handlanger der Atomlobby macht, anstatt sich für das Wohl ihrer Bürgerinnen und Bürger einzusetzen. Wenn nicht anders, muss durch zunehmenden öffentlichen Druck eine Wende herbeigeführt werden.

Für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz nahmen neben Margret Giese auch andere Parteimitglieder aus dem Landesverband Berlin an der Menschenkette teil.

Mensch Umwelt Tierschutz in Aktion – Großdemonstration “Deine Stimme den Stimmlosen” am 17. April 2010 in Hannover

Am Samstag, den 17. April fand in Hannover die von Sabine Pankau, der stellvert. Landesvorsitzenden Niedersachsens, federführend organisierte Großdemonstration (zusammen mit Mira Riedinger) für Tierrechte und Tierschutz statt.

Über 400 Menschen nahmen bei strahlendem Sonnenschein daran teil, ein überwältigender Erfolg!

 

Neben einer großen Zahl von Mitgliedern unserer Partei hatten sich viele bekannte Tierrechts- und Tierschutzorganisationen mit Infoständen in der Hannoveraner Innenstadt auf dem Steintorplatz eingefunden, so z.B. “Vier Pfoten e.V.”, der Vegetarierbund Deutschland (VEBU), verschiedene Bürgerinitiativen gegen Massentierhaltung, die Kaninchenhilfe Hannover, die Katzenhilfe Hannover, der Verein “Tier-Time: Zeit zu Handeln”, der Verein “Tierfreunde e.V.” , Ärzte gegen Tierversuche e.V., die Partei ödp und einige andere Organisationen sowie der Verein “Natur ohne Jagd”, der die Veranstaltung mit seinem technischen Equipment tatkräftig unterstützte.

 

Während der Demonstrationszug durch die Innenstadt von Hannover zog, wurden Reden gehalten, Zitate berühmter Persönlichkeiten verlesen und Musik von Harry Harper und anderen Interpreten abgespielt.

Der Demonstrationszug endete wieder am Steintorplatz, wo die Anwesenden durch Redebeiträge von Vertretern des Vereins “Natur-ohne “Jagd”, des VEBU, der “Bürgerinitiative gegen Massentierhaltung” über die Situation der Tiere informiert wurden. Für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz sprach unser Vorsitzender Stefan Bernhard Eck.

Rede des Bundesvorsitzenden lesen…

Unser Flugblatt zur Aktion

Viele Parteimitglieder hatten eine lange Anreise auf sich genommen, um zum Gelingen dieser außergewöhnlichen Demonstration beizutragen. Vertreten waren die Landesverbände Berlin, Brandenburg, Bayern, Niedersachsen, NRW, Schleswig-Holstein und Saarland.

 

Mit dieser Kundgebung wurde ein wichtiges Zeichen gesetzt, ein Zeichen der Gemeinsamkeit im Kampf gegen die Ausbeutung der Tiere. Dass so viele Menschen und verschiedene Organisationen gekommen waren, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind!

 

1. Film zur Demo: www.youtube.de

2. Film zur Demo: www.youtube.de

Mensch Umwelt Tierschutz in Aktion – Demo gegen Entwurf des europäischen Parlaments zur Richtlinie zu Tierversuchen

Am 24.03.2010 wird im Bundestag über einen Entwurf des europäischen Parlaments zur Richtlinie zu Tierversuchen abgestimmt. In diesem Entwurf ist keine ethische Bewertung von Tierversuchen vorgesehen, Alternativmethoden werden nicht gefördert und weitergehende Maßnahmen zur Verringerung von Tierversuchen durch die einzelnen Mitgliedsstaaten erschwert bzw. diesen ganz verwehrt. Diese Richtlinie widerspricht sowohl dem Staatsziel “Tierschutz” als auch der im Lissabon-Vertrag hervorgehobenen rechtlichen Wertung von Tieren als “fühlende Wesen”.

Deshalb haben wir uns entschlossen, am 24.03.2010 vor dem Paul-Löbe-Haus (gegenüber dem Deutschen Bundestag) eine Mahnwache / Demonstration zu veranstalten, um gegen diesen tierfeindlichen Entwurf des Europäischen Parlamentes zu protestieren und um die Parteien und unsere Regierung nachdrücklich aufzufordern, dieser Richtlinie nicht zuzustimmen.

Demobeginn: 8:00 Uhr, Ort: Paul-Löbe-Haus, Konrad-Adenauer-Str. 1, Berlin.

Unserem Aufruf haben sich schon verschiedene Organisationen angeschlossen und ihre Teilnahme angekündigt. So haben Mitglieder der Tierversuchsgegner Berlin-Brandenburg, der öpd, des VEBU, Mitglieder von Berlin vegan und viele Einzelpersonen zugesagt, an der Demonstration teilzunehmen.

Bitte kommen auch Sie am 24. März für die Millionen gequälter Versuchstiere nach Berlin!

Unser Flugblatt zur Aktion

Offener Brief an die im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien CDU/CSU, SPD, FDP und Linke / 18.03.2010

Mensch Umwelt Tierschutz in Aktion – “Schwarz-Gelb”: wie immer tierfeindlich!

Unsere Partei organisiert Widerstand…

Für den 24. März organisierte Sabine Pankau im Namen unserer Partei eine Demonstration in Berlin anlässlich der Abstimmung im Bundestag über die tierfeindliche EU-Tierversuchsrichtlinie (Antrag mit Verbesserungsvorschlägen seitens Bündnis90/Die Grünen). Um dem Antrag eine Chance einzuräumen, waren nur die eher zustimmungsfähigen Punkte des ursprünglichen EU-Kommissionsentwurfs in den Antrag aufgenommen worden, wie z.B. die ethische Bewertung von Tierversuchen, die umfassende Förderung tierversuchsfreier Methoden und die Ermöglichung nationaler positiver Alleingänge; dennoch brachte die schwarz-gelbe Bundestagsmehrheit den Antrag zu Fall.

 

Angesichts der kurzen Einladungsfrist war es ein großer Erfolg, dass sich ca. 70 Demonstrant/innen zusammenfanden! Vom LV Niedersachsen waren vertreten Margret Giese, Sabine Pankau und Harald Piltz, vom LV Berlin Sabrina Bacholke, Maria Luise Bätz und Michael Bode, vom LV Bayern Barbara Nauheimer; ferner verschiedene andere Organisationen wie Berlin vegan und Tierversuchsgegner Berlin-Brandenburg sowie Vertreter/innen des DTB und der ödp (Ökologisch Demokratische Partei). Seitens der Albert-Schweitzer-Stiftung wurden 5000 Unterschriften, die innerhalb kürzester Zeit gesammelt worden waren, an die Bundestagsabgeordnete Undine Kurth übergeben.

 

Es war offensichtlich, dass sich Frau Kurth und die sie begleitenden MitarbeiterInnen über eine so engagierte Unterstützung sehr freuten, zumal auf mitgebrachten Plakaten und Transparenten unmissverständlich zum Ausdruck gebracht wurde, dass Tierversuche schändlich sind und umgehend der Vergangenheit angehören müssen – auch wenn dies gegenwärtig in Anbetracht der Übermacht der Tier-Ausbeuter unrealistisch erscheint.

Es steht nun zu befürchten, dass nach Inkrafttreten der Richtlinie Tierversuche noch ausgeweitet werden. Daher ist es umso wichtiger weiterzukämpfen und die Bevölkerung über diese Kulturschande aufzuklären!

 

In dem Zusammenhang sei daran erinnert, dass der Versuchstier-Gedenktag (24. April) nunmehr bezeichnet wird als “Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche”. Es wird angestrebt, den Begriff “Abschaffung” als unübersehbares Signal weltweit zu verbreiten.

Bereits am 17. April wird das Thema Tierversuche bei einer Großdemonstration in Hannover mit einbezogen.

Mensch Umwelt Tierschutz in Aktion – Bitte unterstützen Sie den LV NRW und protestieren Sie gegen das Robbenschlachten in Kanada / 08.03.2010

Seit Jahren gehen die gleichen erschütternden Bilder vom kanadischen Eis aus um die Welt. Wieder sieht man Robbenbabys , wie sie auf brutale Art und Weise erschlagen werden. Oft noch lebend wird ihnen das Fell abgezogen und blutüberströmt bleiben sie auf dem Eis liegen. Seit Jahren protestieren Tierschützer/innen in aller Welt gegen dieses barbarische Robbenschlachten. Diese Proteste haben dazu geführt, dass z.B. die Europäische Union inzwischen ein Einfuhrverbot von Robbenprodukten aus Kanada erlassen hat.

Das hält die kanadischen Behörden aber nicht davon ab, auch dieses Jahr eine “Tötungsquote” von 50.000 Tieren freizugeben. Das sind zwar wesentlich weniger Tiere als in den vergangenen Jahren, aber unserer Meinung nach immer noch 50.000 Tiere zu viel! Der Landesverband NRW hat deshalb eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen, um auf den kanadischen Botschafter in Berlin einzuwirken, sich für ein Verbot des Robbenschlachtens einzusetzen.

Bitte senden Sie Ihre ausgefüllten Unterschriften-Listen bis zum 15. April 2010 an die Partei Mensch Umwelt Tierschutz, Volmerswertherstr. 386, 40221 Düsseldorf. Danke!

Unterschriften-Liste zum Ausdrucken

Mensch Umwelt Tierschutz in Aktion – “Gemeinsam sind wir stark” – Der Kampf niedersächsischer Bürgerinitiativen gegen die Flut von geplanten “Hähnchen” – Mastanlagen

Unter dem Thema “Bäuerliche Landwirtschaft statt Agrarfabriken” fand am 05. März 2010 im Landtag in Hannover ein Fachgespräch mit anschließender Diskussion statt, zu dem Bündnis 90/Die Grünen eingeladen hatten. Thematisiert und diskutiert wurden die zu erwartenden Auswirkungen von über 400 geplanten “Hähnchen”-Mastanlagen in Ostniedersachsen, für die der emsländische Investor Rothkötter Landwirte als Lohnmäster anheuern will. In Wietze (Raum Celle) ist eine riesige Schlachtanlage geplant, in der jährlich ca. 135 Millionen (!) “Hähnchen” geschlachtet werden sollen.

Der Einladung in den Landtag waren zahlreiche Besucher gefolgt, darunter auch die Vorsitzende des LV Niedersachsen, Margret Giese. Viele der Zuhörer/innen waren Angehörige von Bürgerinitiativen, die sich an immer mehr Orten bilden, um die Pläne von Rothkötter zu durchkreuzen. Inzwischen findet eine immer größere Vernetzung der verschiedenen Bürgerinitiativen statt, und man unterstützt sich gegenseitig bei den – an wechselnden Orten stattfindenden – Demonstrationen.

Im Folgenden eine Übersicht über die Referenten und – in gekürzter Form – die Inhalte ihrer Beiträge:

1. Moderator: Christian Meyer, Bündnis 90/Die Grünen (MdL), Sprecher für Landwirtschaft, Ländlichen Raum, Natur- und Tierschutz. In seinem Beitrag teilte er u.a. mit, dass es im Emsland bereits 20 Millionen “Masthähnchen” gebe und darüber hinaus Anlagen für weitere 10 Millionen beantragt seien. Wie bekannt, wehrt sich die dortige Bevölkerung gegen eine weitere Ausbreitung von Mastanlagen, daher die Absicht Rothkötters, sein “Geflügel-Imperium” großflächig in andere Gebiete Niedersachsens auszudehnen. Nicht auszuschließen ist, dass ihm seine Konkurrenten Wiesenhof und Stolle noch folgen.

2. Tilman Uhlenhaut, BUND Niedersachsen, stellte die Auswirkungen der Mastanlagen auf die Umwelt (Wasser, Luft, Boden) dar.

Wasser: Hohe Gewässerbelastung, dabei Überschreitung der Grenzwerte insbesondere durch Stickstoffe. Jährlich werden 19.000 Tonnen Nitrat allein in Niedersachsen in die Gewässer eingeleitet, wobei per se ein hoher Eintrag legalisiert wurde. Sondergenehmigungen für das Ausbringen von Gülle auf die Felder!

Boden: Ebenfalls große Belastung durch Schadstoff-Einträge. Antibiotika sind zwar seit 2006 offiziell (als Wachstumsförderer) verboten, werden aber gleichwohl zur “Gesunderhaltung” der Tiere eingesetzt. Über Mengen ist nichts in Erfahrung zu bringen!

Thematisiert wurde darüber hinaus der in Niedersachsen weit fortgeschrittene sog. Grünlandumbruch (Umwandlung von Moor- und Weideflächen in Ackerflächen zwecks Anbau vor allem von Mais zur Biogas-Gewinnung). Gefahr für das Klima: Grünland speichert riesige Mengen von CO2; bei der Umwandlung in Ackerland setzt der Boden daher Treibhausgase in großem Umfang frei. Der Referent im Hinblick auf die geplanten Mastanlagen und deren Auswirkungen auf das Klima: Eigentlich dürfte keine einzige mehr gebaut werden!

Luft: 550 000 Tonnen Ammoniak sind von der EU als Obergrenze in Deutschland vorgegeben. Insbesondere aufgrund der großen Anzahl von Schweinemastanlagen werden in Niedersachsen die Grenzwerte weit überschritten, was von der Landesregierung wie selbstverständlich in Kauf genommen wurde. Sie steht mittlerweile stark unter Druck. Auch in NRW breiten sich die Hühnerbarone mehr und mehr aus, wie ein Herr Ostendorf (MdB) mitteilte. Er wies auf eine Tagung zu dem Thema am 19. April hin.

3. Vera Steder, Landesvorsitzende Niedersachsen des DTB, beschrieb anhand einer umfassenden Bildsequenz die Auswirkungen der tierquälerischen Haltung auf die Tiere in den Mastanlagen: Aufgrund der hohen Besatzdichte und der schnellen Mast plötzlicher Herztod, Wassersucht, “Brustblasen”, Bein-Deformationen mit der Folge, dass keine Fortbewegung mehr möglich ist, durchweg Entzündungen unter den Füßen, Qual durch stechenden Ammoniak-Gestank usw. In weit mehr als 50 % aller Betriebe werden 50.000 bis 200.00 Tiere gehalten – bei künstlichem Dämmerlicht, in qualvoller Enge: Bis “39 kg Tiere” pro qm2 sind erlaubt.

4. Dipl.-Ing. Knut Haverkamp, Sachverständiger für Immissionsschutz, zum Thema “Gerüche, Emissionen und Einwendungen – Rechtliche Fragen von Bürgerinitiativen gegen Agrarfabriken”:

Beeinträchtigungen für die Bevölkerung: Geruchsbelästigung, Schädigung der Gesundheit (Staub, Bakterien, Pilze, Sporen), Wertminderung der Immobilien u.v.m.

Laut Emissionsschutzverordnung ist eine Bürgerbeteiligung nur möglich bei der Haltung bis 15.000 und jenseits von 40.000 Tieren. Bei Anlagen mit 15.000 bis 40.000 Tieren bleibt die Bevölkerung völlig außen vor und erfährt erst davon, wenn die Vorhaben realisiert werden. Vom 01. März d. J. an erfahren auch die Naturschutzverbände nichts von irgendwelchen Bauvorhaben. Politisch also gewollt: Die Beteiligung der Bevölkerung wird immer mehr eingeschränkt! Rückblick auf das entscheidende Jahr 2007: Wachstumsbeschleunigungsgesetz mit massiver Verschlechterung im Tierschutz; hingegen Ausweitung der Privilegien für die Investoren hinsichtlich neuer Agrarfabriken.

Ein Beschluss am 28. Januar d. J. dokumentiert, dass die Kniefälle vor den Hühnerbaronen sich mehr und mehr ins Absurde steigern: Bei der gewünschten Ausweitung der Mastanlagen stehen die Wälder im Wege, denn es ist von Gesetzes wegen ein größerer Abstand einzuhalten als bei Wohngebieten. Wichtig: Wälder können beklagt werden, was natürlich lästig ist. Daher der preiswürdige Einfall, der das Problem der Landesregierung in Kumpanei mit den Hühner-Mästern löst: Wenn bei Einhaltung der Grenzwert-Vorgaben des Emissionsschutzgesetzes die theoretische (!) Abholzung eines Waldes möglich ist, dann kann man ihn als nicht vorhanden betrachten – und hat freie Bahn. So funktioniert Demokratie!

5. Dr. Klischat, Unternehmensberater, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, zum Thema “Chance oder Risiko? Zukunftsperspektive Hähnchenmast für die Landwirte?” Anhand vieler Zahlen, bezogen auf die Verdienstmöglichkeiten der Betreiber von Mastanlagen durch die “Geflügel-Produktion”, wurde dem Zuhörer glasklar und emotionslos vor Augen geführt, worum es geht: Die “Ware Tier” muss möglichst gewinnbringend vermarktet werden. Wobei seitens des Referenten nicht verschwiegen wurde, dass gerade die “Hähnchen-Produktion” mittlerweile – vor allem aufgrund des Sättigungsgrades – nicht gerade viel Gewinn abwirft: 7 Cent pro Tier. Sowohl national als auch EU-weit liegt die Marktsättigung bei über 100 %.

6. Eckehard Niemann – Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, AbL: Vor 30 Jahren Loslösung vom Deutschen Bauernverband, der nach wie vor die Interessenvertretung der Halter von Masttierställen darstellt (Enge Verflechtung mit den Konzernen, z. B. Aufsichtsratsposten; Werbeveranstaltungen, bei denen trotz bestehender Überproduktion für mehr Fleischkonsum geworben wird). In der AbL sind viele verschiedene Verbände vertreten. Angesichts der gegenwärtig drohenden Agrarindustrialisierung Ostniedersachsens soll ein wirksames Gegengewicht geschaffen werden, indem die bäuerliche Landwirtschaft mit einer als artgerecht bezeichneten Tierhaltung umfassend gestärkt wird. Es geht um nichts weniger als die Verhinderung eines “Flächenbrandes”.

Das Programm: Freilandhaltung von Legehennen, Nutzung von Photovoltaikanlagen und Biogas, Biolandbau, Direktvermarktung. Kein Export von Überschüssen in arme Länder, wo die Märkte ruiniert werden. Keine Subventionen für Agrarfabriken.

Das Konzept: eine neue Agrarpolitik mit neuen Bündnispartnern – Bürgerinitiativen, Kirchen, Tourismusverbänden etc. Eckehard Niemann, der selbst Landwirt war, koordiniert das alternative Netzwerk und ist ein begehrter Diskussionspartner bei sämtlichen Veranstaltungen, in denen es darum geht, sich gegen die agrarindustrielle Übermacht durchzusetzen. Am Erfolg versprechendsten sind nicht nachlassende Bürgerproteste, bei der die potentiellen Lohnmäster (= Landwirte) isoliert werden. Nachdem bereits zwei von ihnen in der Nähe Salzgitters von ihrem Vorhaben Abstand genommen haben, wird auf weitere Erfolge in dieser Richtung hingearbeitet.

Die Veranstaltung in Hannover war außerordentlich wichtig, weil so etwas wie ein “Wir-Gefühl” entwickelt werden konnte, obgleich man aus vielen verschiedenen Orten zusammengekommen war und sich kaum gegenseitig kannte. Anhand des reichhaltigen Prospektmaterials hat man die Möglichkeit, sich im Nachhinein noch näher mit den Anliegen der anderen Bürgerinitiativen vertraut machen.

Die Abwendung des geplanten “Flächenbrandes” ist zweifellos eine Herkules-Aufgabe; umso mehr gilt das bekannte Mut machende Wort: “Gemeinsam sind wir stark!”

Margret Giese

Partei Mensch Umwelt Tierschutz demonstriert gegen Großschlachterei

In Wietze bei Celle ist eine Großschlachterei für “Hähnchen” geplant. 1 Million Tiere sollen dort pro Woche geschlachtet werden. Dafür sind in der Region Salzgitter-Wolfenbüttel-Braunschweig-Peine-Goslar-Hildesheim-Gifhorn rund 200 Mastanlagen geplant, damit sich die Schlachtanlage rentiert.

Bei Berel /Burgdorf sind zwei Mastanlagen mit einer Bestandsdichte von jeweils 80.000 Hähnchen geplant; bereits Hunderte von Einsprüchen sind beim Landkreis Wolfenbüttel eingegangen, um die Tierfabriken zu verhindern.

Da es bei einer “Besatzdichte” von 40. 000 Tieren keine gesetzlichen Einspruchsmöglichkeiten gibt, bleiben Bürgerproteste der einzige Weg, den Hühnerbaronen Paroli zu bieten.

Die geplanten Mastanlagen sind tierquälerisch, umweltbelastend und zerstören Arbeitsplätze auf kleinen Bauernhöfen!

Deshalb hat die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – gemeinsam mit ortsansässigen Bürgerinitiativen an einer Reihe von Protestaktionen teilgenommen: nach Teilnahme Fackelzügen in Cramme, in Berel und Groß Denkte im Dezember 2009 demonstrierten wieder Vertreterinnen des Landesverbandes Niedersachsen am 12. Januar 2010 anlässlich einer Veranstaltung der CDU pro Mastanlagen vor der Lindenhalle in Wolfenbüttel.

Die Cellische Zeitung gab am 10.02.2010 bekannt

“Die Firma Celler Land Frischgeflügel GmbH, Haren-Hüntel begehrt die Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb eines Geflügelschlachthofes (Schlachtung und Zerlegung von Hähnchen) am Standort …Wietze.

In der geplanten Anlage sollen in 2 Schlachtlinien insgesamt:
27.000 Hähnchen in der Stunde
432.000 Hähnchen täglich
2.592.000 Hähnchen wöchentlich
134.784.000 Hähnchen im Jahr geschlachtet werden.”

 

Parteimitglieder nehmen teil an Demo in Celle

Am 20. 02. nahmen 2 Mitglieder des LV Niedersachsen, Sabine Pankau und Margret Giese, an einer Demonstration in Celle teil, zu der die Bürgerinitiative Wietze (Aller) – dem Ort des geplanten gigantischen Schlachthofes – aufgerufen hatte. Der Anlass war die erste Bürgersprechstunde der SPD-Bundestagsabgeordneten und SPD-Kreistagsvorsitzenden, Kirsten Lühmann, die öffentlich aufgefordert wurde, sich endlich gegen die ungeheure (zuvor geheim gehaltene) Zahl von geplanten ca. 420 “Hähnchen”-Mastanlagen im 100 km-Radius rund um Wietze zu wenden.

 

Am 27. 02. fand in Burgdorf bei Salzgitter eine Demonstration vor dem Anwesen eines der beiden ortsansässigen Landwirte statt, die je eine 80.000 “Hähnchen” umfassende Mastanlage planen.Ca. 300 Teilnehmer/innen selbst von weiter entfernten Bürgerinitiativen waren zusammengekommen; auch die Vorsitzende des LV Niedersachsen, Margret Giese, sowie Mitglied Ulf Kreth aus Salzgitter, schlossen sich den Demonstrant/innen an.

 

Der Norddeutsche Rundfunk filmte vor Ort; der Beitrag wurde abends im “Nordschau-Magazin” gesendet.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz setzt sich weiterhin zusammen mit den Bürgerinitiativen und dem BUND mit aller Kraft gegen die tierquälerischen Mastbetriebe ein!

Partei Mensch Umwelt Tierschutz gegen Erweiterung des Flughafens Braunschweig/Wolfsburg

Bei der geplanten Verlängerung der Start- und Landebahn des Flughafens Braunschweig/Wolfsburg sollen rund 60.000 Bäume eines zum Teil über 200 Jahre alten Eichen- und Hainbuchenwaldes in dem EU-Vogelschutzgebiet Querumer Forst der Motorsäge zum Opfer fallen. Es geht um eine riesige Fläche von 900.000 qm, was etwa 126 Fußballfeldern entspricht.

Unsere Partei spricht sich entschieden gegen diese Startbahnverlängerung aus mehreren Gründen aus: Fast ein Quadratkilometer wertvollen alten Waldes würde unwiederbringlich vernichtet werden. Unzählige Tiere würden ihren angestammten Lebensraum verlieren. Auch Menschen sind betroffen, wenn der Flugverkehr zunimmt: durch Abgase und Fluglärm!

Der Ausbau wird vor allem vom VW-Konzern forciert, der 35 % der Gesellschaftsanteile des Flughafens hält.

Auf der einen Seite rühmt sich VW als “grüner Konzern” und lässt z.B. in Emden 40 ha Wald anpflanzen, um sein Image aufzupolieren. Auf der anderen Seite steht der Umweltfrevel im Braunschweiger Forst!

Wo bleibt da die Glaubwürdigkeit? Finanzielle Interessen dürften bei der Entscheidung des Automobilkonzerns eine Rolle spielen.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz setzt sich zusammen mit mehreren Organisationen wie Robin Wood, BIBS (Bürgerinitiative Braunschweig), NABU etc. vor Ort dafür ein, dass diese Flughafenerweiterung vielleicht doch noch zu verhindern ist.

Leider wurden bisher sämtliche Klagen der örtlichen Bürgerinitiativen von den Gerichten abgeschmettert. Auch mit der Abholzung wurde bereits begonnen. Dennoch werden die Proteste weiter fortgesetzt.

Zur Petition: www.thepetitonssite.com

Aktueller Artikel zum Thema aus der Braunschweiger Zeitung vom 30.01.2010

Am Freitag waren 180 Demonstranten am Flughafengelände in Braunschweig/Wolfsburg, das Gelände wurde aber geräumt und es wurden 11 Ordnungswidrigkeiten und 2 Straftatbestände aufgenommen, die von Demonstranten begangen worden sein sollen. Bisher wurden 16.000 Bäume gefällt, die restlichen Bäume (insgesamt 60.000) werden bis zum 15.Februar gefällt sein. Die Rodungsarbeiten bezüglich der Wurzeln und Baumstümpfe sollen bis Juni andauern.

Wir waren vor Ort

Am 7.02.2010 demonstrierten wieder über 100 Bürgerinnen und Bürger am Braunschweiger Flughafen gegen die Startbahnverlängerung, für die 60.000 Bäume gefällt werden müssen. Mit dabei die Bürgerinitiative Braunschweig, Mitglieder von Robin Wood, Mitglieder der Partei Mensch Umwelt Tierschutz und viele Anwohner. Bisher wurden am Flughafen nach Aussage der Bürgerinitiative BIBS 17.000 Bäume gefällt (etwas abweichend von den Zahlen der Braunschweiger Zeitung), wobei die älteren Bäume am Rand des Waldes und die Hohlbäume bisher zum großen Teil verschont geblieben sind. Zurzeit läuft gerade eine Beweissicherung bezüglich der Hohlbäume, deren Fällung seit 1.1.2010 nicht mehr erlaubt ist.