9. Lauf für das Leben in Pforzheim

Am vergangenen Samstag, 16. Juli, startete eine selbstorganisierte Läufergruppe der Tierschutzpartei beim 9. Lauf für das Leben in Pforzheim.

Im Vorfeld suchten wir uns über mehrere Wochen hinweg Gruppensponsoren und konnten eine Summe von 1150€ Sponsorengeldern generieren. Diese Gelder fließen nun direkt in Hilfsprojekte in Sierra Leone.

9. Lauf für das Leben in PforzheimInsgesamt starteten wir mit 12 Läufern, welche insgesamt 203 km liefen und somit unseren gesamten Geldtopf ausschöpften.

Wir möchten uns auf diesem Wege nochmals bei all unseren Läufern und natürlich auch unseren Sponsoren wie dem Hundeleben Heimtierbedarf, dem Körle und Adam – veganes Restaurant, dem Frohköstlich Schlosscafe – rohvegane Speisen, dem Mamma Mia – großes veganes Angebot, Ebner – Innendeko – Systeme und der Sehnsuchtsküche – Deutschlands ältestes veganes Restaurant in Mühlacker, bedanken, ohne diese ein Gruppenstart durch die Partei Mensch Umwelt Tierschutz nicht möglich gewesen wäre.

Wir freuen uns bereits jetzt schon auf die nächste Teilnahme in zwei Jahren, wenn es heißt: 10. Lauf für das Leben in Pforzheim.

Patricia Kopietz

3. Treffen der europäischen Tierschutzparteien

Den Haag, 14. – 17. Juli 2016

Auch die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (vertreten durch Horst Wester, Matthias Ebner und Martin Buschmann) ist der Einladung der Animal Politics Foundation (APF) nach Den Haag natürlich sehr gerne gefolgt. Die APF ist eine Organisation, die von der niederländischen Partij voor de Dieren gegründet wurde und das Ziel verfolgt, politische Tierschutzthematik europaweit zu fördern.

Neben unserer Partei waren unter anderem führende Repräsentanten der Gastgeber, der spanischen PACMA, der portugiesischen PAN, der Animal Welfare Party (Großbritannien) oder auch unsere Kollegen der frisch gegründeten EOP aus Finnland anwesend. Nähere Informationen zu den einzelnen Parteien unter: http://www.partyfortheanimals.nl/de/parties-for-animals-worldwide/

Dabei wurde in diversen Workshops und Diskussionsrunden ein intensiver Gedanken- und Erfahrungsaustausch betrieben. Positive Entwicklungen wurden genauso thematisiert, wie politische Dilemmata, in denen alle unsere Schwesterparteien stecken. Für unsere Delegation war es natürlich extrem wichtig, die europäischen Kollegen kennenzulernen, Anregungen für eine weitere positive Entwicklung in Deutschland mitzunehmen und ein Teil einer europa- und weltweiten politischen Bewegung zu sein, die das Ziel hat, den Tieren eine echte Stimme zu geben.

Sehr interessant war natürlich auch der Besuch und Vortrag von Anja Hazekamp, der niederländischen Vertreterin (MEP) im europäischen Parlament. Neben ihren aktuellen Informationen aus Brüssel und Straßburg war es für uns ausgesprochen wertvoll zu wissen, dass wir in ihr  einen direkten Ansprechpartner in Brüssel haben. Diesen Kontakt werden wir natürlich pflegen, bis wir wieder selbst in Europa ein Mandat haben. Wir wünschen Anja weiterhin viel Erfolg und gratulieren ihr zu dem „Animal Welfare Award 2016“, den sie parlamentsintern errungen hat.

Das Fazit aller Teilnehmer fiel geschlossen aus: Die europäische Tierschutzbewegung rückt immer näher zusammen, das Verständnis und die Kooperation untereinander wächst. Das ist allerdings auch unabdingbar in einer Zeit, in der Gesetze großteils in Brüssel gemacht werden. Die Tierschutzpartei ist ein allseits respektierter und anerkannter Teil dieser Gemeinschaft.

Nähere Informationen zu dem Meeting in Den Haag wird es in Kürze hier auf unserer Website und in unserem kommenden MUT-Magazin geben.

Horst Wester, Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Mahnwache am Schlachthof Kempten mit unseren Freunden von Animals United am 01.07.2016

Unsere Regionalgruppe aus dem Allgäu in Aktion

Es war eine wirklich bedrückende Aktion und es ist nach so einem Tag immer sehr schwierig, wieder in den Alltag überzugehen. Das Brüllen der Tiere und die angstvollen Augen, mit denen sie aus den Transportern schauen, bleiben noch lange im Gedächtnis.

Du siehst sie im 5-Minuten-Takt an Dir vorüberfahren und weißt, Du kannst ihnen nicht helfen. Du kannst nur hoffen, dass Du Menschen erreichst, die endlich zum Umdenken anfangen, damit das Leiden für diese armen Tiere endlich ein Ende hat. Dafür werden wir immer und immer wieder da sein – in Gedenken an all die Milliarden getöteten Tiere.

Elisa Hanusch

Demo vor dem Circus Montana

Mit der Aktionsgruppe Animals United Kempten vor Circus Montana am 11.06., 14.06. und 18.06.2016. In aller Lautstärke haben wir demonstriert, vor allem wegen der Kamelbabytaufe. So laut, dass die Zirkusleute Lautsprecher in unsere Richtung aufstellten, die wir fleißig übertönten. Welch Kompliment! Vielen Dank an ALLE!

Erfolgreiches Volksbegehren gegen Massentierhaltung in Brandenburg

Kampf gegen den Neubau von Megaställen geht dennoch weiter

Immer wieder entstehen in Brandenburg Mastbetriebe mit unzähligen Tieren auf engstem Raum.

So planen zwei Investoren in Oranienburg OT Zehlendorf und Wensickendorf den Bau von 4 Ställen für insgesamt 84.000 Legehennen. Angeblich sollen Bio-Eier produziert werden, obwohl in einem Bio-Stall nur 3.000 Hennen gehalten werden dürfen.

Die Investoren sind die Agrarunternehmer Josef Vortallen aus dem Emsland und der Niederländer Hendrik Jan Roest.

Mit der Aufsplittung in 4 Ställe soll die öffentliche Beteiligung bei der Umweltverträglichkeit umgangen werden, die ab 40.000 Hühnern vorgeschrieben ist. Ein Mitspracherecht für Bürger und Stadt gäbe es dann nicht.

Am 10. Juni gründete sich daher die Bürgerinitiative „Contra Eierfabrik Oranienburg“, da die Bewohner Geruchsbelästigung und Verschmutzung befürchten und der Erholungsort Zehlendorf an Attraktivität verlieren würde. Zudem sei diese Art der Massentierhaltung keineswegs mehr zeitgemäß.

In der Mitgliederversammlung des Landesverbandes Brandenburg wurde am 26.06.2016 beschlossen, die neu gegründete Bürgerinitiative „Contra Eierfabrik Oranienburg“ nach Kräften zu unterstützen.

Birgit Enke und Silvia Dreyer nehmen Kontakt zur Bürgerinitiative „Wittstock Contra Industriehuhn“ auf, die im November 2013 gegründet wurde und bereits über einschlägige Erfahrungen verfügt. So konnte z. Bsp. der Bau einer Mastanlage mit 450.000 Plätzen in Alt Daber verhindert und eine weitere mit 328.000 Plätzen in Groß Haßlow gestoppt werden.

Zur Zeit liegt beim Landesumweltamt seitens des Investors Josef Vortallen nur eine Voranfrage vor, nach welchem Verfahren die Pläne für die Legehennenanlage beantragt werden müssen. Aber wie heißt es so schön: „Wehret den Anfängen“.

Silvia Dreyer / Landesverband Brandenburg

Gesundheitspflege und MUT-Werbung auf der Insel Sylt

Vom 22.-28.06.2016 weilte ich auf der Insel Sylt, um meine Pollenallergie geplagte Haut in der Asklepios-Klinik zu kurieren. Mit im Gepäck: MUT-Demomaterial, wie Plakate, Flyer, Magazine und eine Fahne, so dass die Abende -bzw. ein Sonntagvormittag- von mir für MUT-Parteiwerbung genutzt werden konnten.

Meine Stationen waren: Westerland, List, Wenningstedt, Hörnum, Keitum (Sonntagvormittag) und Morsum.

Meine Erfahrungen:

Die Menschen waren zumeist in relaxter Urlaubsstimmung und blieben z.T. längere Zeit vor den Plakaten stehen. Gespräche ergaben sich v.a. mit älteren, Hunde ausführenden Passant*innen. Eine junge Spanierin, die derzeit auf der Insel in Hörnum (Bild mit dem Leuchtturm im Hintergrund) jobbt/wohnt, erzählte von ihrem Tierschutzengagement in ihrem Heimatland. Sie nahm für sich und ihre Schwester je ein MUT-Magazin mit, und wir wünschten uns weiterhin alles Gute für unsere jeweiligen Tierschutzprojekte.

In Wenningstedt fanden sich u.a. drei Restaurant-Angestellte* zu einem Gespräch an meinem Stand ein.

Mein Resumee nach diesen Tagen:

Das Ziel, die Partei auf dem nördlichsten Fleckchen unseres Landes bekannt werden zu lassen, sehe ich als erreicht an. Da die Menschen oftmals aus unterschiedlichen Bundesländern kamen, verteilen sich die Eindrücke bez. der Partei, deren Ziele -sowie der damit verbundene Tier-und Umweltschutzgedanke überhaupt- letztlich auch in viele andere Teile unserer Republik. Besonders erfreut bin ich darüber, dass es ausschließlich positive, ermutigende Bemerkungen zu der Partei und den von ihr vertretenden Werte/Zielen gab.

Auch weiterhin werden diese kleinen Demos, die ich unangemeldet und spontan in Eckernförde, Kiel, Rendsburg, Schleswig und ländlicher Umgebung dieser Städte durchführe, mein”Steckenpferd” in der Parteiarbeit sein. Dabei freue ich mich auch stets über die Unterstützung durch meine nur drei Km von mir entfernt wohnende Parteikameradin Nicole Döhring.

Olaf Zeuch (LV S-H)

Mitglieder der Tierschutzpartei bei Wolfsexperten Jos de Bruin

Am vergangenen Samstag, 09. Juli, waren mehrere Mitglieder der Tierschutzpartei und die Leiterin des Bundesarbeitskreises gegen Jagd und Angeln der Tierschutzpartei bei Jos de Bruin und seinen Wölfen zu Gast.

Jos nahm sich 4 Stunden für uns Zeit, erklärte uns viel und natürlich durften wir auch in die verschiedenen Gehege der Wölfe um mit ihnen in Kontakt zu kommen.

Die interessanteste und zudem auch frustrierendste Information war jedoch, dass Wölfe alte und kranke Tiere bejagen, wenn diese für die Reproduktion keinen Wert mehr haben. Menschen, bzw. Jäger, bejagen die Tiere allerdings genau und vor allem mit Vorliebe in genau der Zeit, in der es am Wichtigsten wäre, den Tieren Zeit für eine gute und gesunde Reproduktion zu bieten. Jäger arbeiten damit vollständig gegen die Natur. Nicht zuletzt aufgrund von Trophäen, die errungen und an die Wand genagelt werden.

Hierdurch entsteht eine Art unnatürlicher Selektion, bei der die fitten Tiere und somit diese mit genetisch besseren Bedingungen und dadurch Überlebenschancen, dieses Erbgut weitergeben würden.

Jäger bejagen genau die Tiere, die für einen gesunden Bestand und ein gutes Erbgut für die Natur und das Leben von Wildtieren wichtig ist. Dadurch werden Wildtierbestände nachhaltig geschwächt. In der Grafik ist dies ganz deutlich zu erkennen- schlicht ein Fakt!

WolfKill

Das Highlight des Tages war der Wolfswelpe, welcher momentan von Jos aufgezogen und geliebt wird. Kiba ist momentan 12 Wochen alt und ein kleines flauschiges Wollknäuel.

Die Teilnehmer dieses tollen und erfahrungsreichen Tages, bedanken sich bei Jos de Bruin und freuen sich auf ein Wiedersehen!

Patricia Kopietz / BAK Jagd und Angeln

Protest gegen Circus Krone in Ravensburg

Am Sonntag, 10. Juli, waren wir in Ravensburg, um vor dem “Circus Krone” eine weitere Demo abzuhalten.

Insgesamt waren rund 35 Aktivisten vor Ort, welche den Tieren mit uns zusammen, ihre Stimme verliehen. Allerdings war es, von der örtlichen Polizei von Ravensburg, uns den zugeteilten Platz als einzige Möglichkeit zur Veranstaltung einer Demo zuzuweisen, mehr als unbefriedigend.

Die Besucher stürmten das Zirkusgelände von der anderen Seite, während wir in einer völlig leeren und beinahe ausgestorbenen Straße festsaßen. Glücklicherweise waren sehr engagierte und mutige Leute unter den Teilnehmern, und wir beschlossen, eine Spontan-Demo auf der anderen Seite zu veranstalten, um Besucher erreichen zu können. Unserer Meinung nach wurden wir bei der Platzvergabe, mehr als nur vereppelt und dies werden wir auch noch an die Exekutive weitergeben.

Wir lassen uns jedoch nicht durch Behörden-Willkür abhalten und kommen wieder!

Patricia Kopietz / BAK Tiere in der Unterhaltungsbranche

CircusKrone2

2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Nepal

Eine glückliche Fügung: Vom 13. bis zum 19. März diesen Jahres fand die 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Nepal statt. Kurzfristig teilte Shannon Lück, Tochter unserer stellvertretenden Bundesschriftführerin, ihre Anmeldung für die Teilnahme in Kathmandu mit.

Als Menschen- und Frauenrechtlerin zögerte sie keinen Moment, ihre Reise auf Rückfrage als Delegierte der Partei Mensch Umwelt Tierschutz anzutreten und im Anschluss folgenden ausführlichen Bericht zur Verfügung zu stellen:

„Frauen erklimmen die höchsten Berge!“

Unter diesem Motto stand die 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen, die vom 13. bis zum 19. März 2016 in Kathmandu/Nepal stattgefunden hat. 1.300 TeilnehmerInnen, hauptsächlich Frauen, aus 48 Ländern kamen hierfür in der ehemaligen Academy Hall in Kathmandu und drumherum zusammen. Darunter eine Delegierte der Partei Mensch Umwelt Tierschutz.

Was ist die Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen?

Seit 2001 hatte es einen Aufschwung an neuen, internationalen und frauenpolitischen Zusammenschlüssen der Gewerkschaften und anderen Organisationen gegeben. So kamen bei diversen Foren, an denen man sich beteiligte, Vertreterinnen und Repräsentantinnen der kämpferischen Frauenbewegung aus verschiedensten Ländern zusammen. Bald erkannte man die Notwendigkeit und Chance, die sich hier auftat: Die weltweite Vernetzung der fortschrittlichen und freiheitlichen Frauenbewegung.

Natürlich fehlte es an Struktur, gemeinsamen Inhalten, und Organisation. Es dauerte noch einmal lange, bis der Frauenpolitische Ratschlag in Deutschland 2006 letzten Endes den Vorschlag einer Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen lieferte. Sie soll an die Traditionen der Frauen- und Arbeiterbewegung anknüpfen, ohne sich an veralteten Denkmustern festzuhalten.

Auch wenn der Aufschwung einer internationalen Frauenbewegung in den 1970er und 1980er Jahren noch so berechtigt und notwendig war, stand die damals entstehende UN-Frauenkonferenz schon derzeit vor dem Hintergrund, dass eine formaljuristische Gleichstellung der Frau inzwischen zu einem Interesse der Wirtschaft, und somit auch der Regierungen geworden war. Man hatte mittlerweile erkannt, dass die Arbeitskraft der Frauen so viel optimaler ausgeschöpft werden konnte. Wenn man diese Hintergründe bei der Entstehung der ersten „UNFrauendekade“ 1975 bedenkt, erscheint es bemerkens- und erwünschenswert, dass die Entstehung von Foren der Nichtregierungsorganisationen bei den Folgenden UN-Frauenkonferenzen drastisch wuchs. Doch bald wurden die NGOs von Parteien, Stiftungen, Kirchen etc.aus den westlichen und imperialistischen Ländern finanziert – und so gesteuert und instrumentalisiert. Es dauert also nicht lange um festzustellen, dass die UN-Frauenkonferenz und ihre Nachfolgekonferenzen der UNO kein Knotenpunkt der selbstbestimmten Frauenbewegung sein konnte und auch niemals sein wird.

Was bleibt ist die Notwendigkeit der Frauen, sich selbstbestimmt und unabhängig zu organisieren. In Zeiten der endlosen Globalisierung müssen auch die Unterdrückten anfangen, global zu denken und sich zu vernetzen, an einem Strang zu ziehen. Gleichzeitig sind viele feministische Frauenbewegungen an ihrer Nieschenpolitik gescheitert. Sie hatten den Bezug zur betroffenen Masse verloren. Die Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen erhebt den Anspruch, eine Plattform für die proletarische Frauenbewegung zu bieten, die die Bedürfnisse und Probleme der Unterdrückten eint statt sie gegeneinander ausspielen zu lassen.

2011 wurde dann zur ersten Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen nach Caracas/Venezuela aufgerufen. Diese beschloss am 7. März 2011, einen Tag vor dem 100. Jahrestag des Frauenkampftages, ihre eigene Resolution „Über die Zukunft der kämpferischen Weltfrauenbewegung!“

Hier sei ein Punkt aus dieser Zitiert: „Viele von uns arbeiten für eine sozialistische Alternative als Antwort auf die Wünsche und Träume von einer besseren Welt. Doch die Vorstellungen davon sind sehr unterschiedlich. Deswegen halten wir eine große Perspektivdiskussion für notwendig in den vielfältigen Kämpfen der Frauen: gegen die sexuelle Ausbeutung, Frauen-/Kinderhandel, für gleiche Löhne und das Recht auf würdige und sichere Arbeit, soziale Rechte, den Schutz der Umwelt, gegen Rassismus und Ausländerhass, für das Recht auf gleichberechtigte politische Beteiligung etc.“

5 Jahre später, in Kathmandu

Und auf eine solche Resolution arbeitete auch die 2. Konferenz hin, 5 Jahre später und auf einem anderen Kontinent. Am 17. März 2016 wurde sie dann in Kathmandu beschlossen, die Resolution „Frauen werden die höchsten Berge erobern!“. Doch dem voraus gingen Tage der inhaltlichen Auseinandersetzung, des kulturellen Austausches, und des gemeinsamen Kampfes.

Eine kämpferische Demonstration durch Kathmandu eröffnete die Konferenz am 13. März. Rund 2.000 Frauen und etliche Männer beteiligten sich an ihr. Zurück am Veranstaltungsort, hielt die Sprecherin des nepalesischen Parlaments Frau Onsari Gharti Magar die Festrede der Eröffnungszeremonie. Sie erzählte unter anderem von dem Entstehen der „gender equality constitution“, die besagt, dass ein nepalesischer Präsident eine Vizepräsidentin haben muss, sowie eine Präsidentin einen Vizepräsidenten. Diese wurde als Maßnahme gegen Frauen-Diskriminierung und für eine Balance zwischen den Geschlechtern eingeführt.

Daraufhin hielt die Initiatorin der Idee der Weltfrauenkonferenz, Monika Gärtner Engel, eine Rede. Sie sprach über die Entstehungder Idee vor zehn Jahren, die allgemeinpolitische Situation zu diesem Zeitraum und die Schwierigkeiten, vor die so eine Internationale Koferenz gestellt ist.

Am 14. und 15. März fanden insgesamt zehn Workshops statt, die die verschiedenen zentralen Themen der Frauenbewegung behandelten. 560 Frauen beteiligten sich an diesen.

Die Delegierte der Partei Mensch Umwelt Tierschutz beteiligte sich am sechsten Workshop, „Women fighting to save mother earth“. Hier präsentierten afrikanische Frauen Projekte, in denen sie Recycling, die Stärkung der eigenen Wirtschaft und die Schaffung von Arbeitsplätzen für Frauen verbinden. Nepalesiche Frauen erzählten von dem Potenzial, was in den natürlichen Recourcen Nepals steckt und deutsche Frauen wiesen auf, dass der Kampf der arbeitenden Bevölkerung mit dem Kampf um den Schutz der Umwelt einhergehen kann und muss.

Die erarbeiteten Standpunkte der Workshops wurden letzten Endes der Gesamtversammlung vorgestellt, abgestimmt und in die Forderungen der Weltfrauenkonferenz aufgenommen.

Am 16. und 17. März fand dann die Generalversammlung statt. 74 delegierte Frauen aus 40 Ländern diskutierten öffentlich auf dem Podium. Sie repräsentierten 13 Länder Afrikas, 8 Länder Asiens, 13 Länder Europas, 4 Länder aus dem nahen und mittleren Osten und 2 Länder Lateinamerikas.

Sie lieferten die Delegierten Kontinentalberichte, verknüpften die Themen der Frauenbewegung mit den allgemeinpolitischen Situationen und Krisen, erzählten von dem Stand der Frauenbewegung in ihren Regionen.

Ein Rahmenprogramm bildeten kulturelle Beiträge aus verschiedensten Ländern und Kontinenten und die kollektive Gestaltung der freien Zeit. Das Kennenlernen. Das Zusammenrücken von Frauen, die so weit voneinander entfernt sind, trotzdem so viel teilen und sich gemeinsam daran bereichern: Sorgen, Probleme, Hoffnungen. Wie elementar und bedeutend dieser Aspekt für alle Beteiligten war und auch in Zukunft sein wird, zeigt ein wichtiger Ausschnitt aus der nun entstandenen, neuen Resolutuion:

„Wir haben uns zu einer internationalen Bewegung der Weltfrauen auf Grundlage unserer Prinzipien entwickelt! Wir arbeiten überparteilich! Wir entscheiden demokratisch! Wir sind unabhängig, aber kapseln uns nicht von anderen Bewegungen ab! Wir stärken unsere eigene finanzielle Basis! Wir lernen, stets wie Internationalistinnen zu denken und zu arbeiten! Wir praktizieren eine demokratische Streitkultur! Der wichtigste Maßstab an unsere Arbeit ist, ob es gelingt, die Frauenbewegung nachhaltig zu stärken!“

Warum wir uns als Partei Mensch Umwelt Tierschutz beteiligten

Menschenrechte müssen, unabhängig von ihrer Geschlechtszugehörigkeit für alle Menschen gelten. Auch heute ist die Diskriminierung des weiblichen Geschlechts noch immer ein Thema. Wir als Partei fordern die Partizipation im öffentlichen und politischen Leben. Wir stehen für ein Gebot der Nichtdiskriminierung und der Gleichbehandlung der Geschlechter auf nationaler, sowie internationaler Ebene ein.

Die vollständigen Resolutionen der 1. und 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen, sowie andere Berichte, Bild und Videomaterial sind zu finden unter: http://conferenciamundialdemujeres.org

Shannon Lück

Schandfleck LPT Mienenbüttel und Neugraben

Demoaufrufe

“Human Animal Rights” rufen gemeinsam mit den Landesverbänden Niedersachsen und Hamburg der Tierschutzpartei zur den Demonstrationen vor dem Tierversuchslaboren des LPT Mienenbüttel und Neugraben auf.

Unser Ehrenmitglied Ingrid van Bergen hat uns ihre Unterstützung für Mienenbüttel zugesagt.

Hier Artikel lesen.

 

23.07.2016 Mahnwache gegen das Folterlabor Mienenbüttel!

Die Versammlung beginnt um 14.00 Uhr.

Wir bitten alle Teilnehmer, sich zum „Am Felde“ zu begeben (ca. 400 Meter vor dem LPT)

Um ca. 14:30 Uhr beginnen wir mit dem Demozug zum LPT. Gegenüber dem LPT wird jeder Teilnehmer die Möglichkeit haben, am Straßenrand Blumen und Grablichter abzulegen. Dann erfolgen diverse Ansprachen (ca. 30 Minuten). Nach den Reden werden wir wieder zurück zum Sammelplatz „Am Felde“ zurückkehren.

Da diese Veranstaltung unter dem Motto “Friedhof der Kuscheltiere” steht, werden wir als Mahnmal einen solchen hinterlassen. Stofftiere, die nicht mehr benötigt werden, Grablichter und selbstgebastelte Kreuze sollen ein eindruckvolles Bild hinterlassen.

Eine zusätzliche Email-Aktion ist in Arbeit und wird in Kürze hier vorgestellt.

Veranstalter und verantwortlich ist Human Animal Rights e.V., Mitveranstalter und Unterstützer dieser Aktion ist die Tierschutzpartei.

Weitere Organisationen sind herzlich willkommen, denn nur gemeinsam sind wir stark!

UNTIL EVERY CAGE IS EMPTY!

 

24.07.2016 Trauermarsch zum Folterlabor Neugraben!

Wir treffen uns um 13.00 Uhr am Marktplatz Neugraben. Dort beginnen wir mit einer kleinen Kundgebung und Info-Veranstaltung.

Um 14.00 Uhr beginnen wir unseren stillen Trauermarsch in Gedenken für die gefolterten Tiere zum LPT.

Wir bitten um passendes Zubehör – Grablichter, selbstgebastelte Kreuze, Mahnschilder.

Danach ca. 30 Minuten Kundgebung mit Reden und die Möglichkeit, Blumen vor dem LPT abzulegen.

Da die Veranstaltung unter dem Motto “Friedhof der Kuscheltiere” läuft, wollen wir diesen am LPT auch hinterlassen. Wenn ihr also noch ausrangierte Stofftiere besitzt, bringt diese gern mit.

Danach ab 15:00 Uhr Rückkehr zum Marktplatz in Neugraben.

Veranstalter ist Human Animal Rights e.V., Unterstützer und Mitveranstalter ist die Tierschutzpartei.

Wir freuen uns über Unterstützung anderer Organisationen/vereine!

Im Vorfeld wird es noch eine Emailaktion geben, weitere Informationen folgen in dieser Veranstaltung.

UNTIL EVERY CAGE IS EMPTY!

Zoo Zajac – Offener Brief an SAT.1

Brief 1

SAT.1 SatellitenFernsehen GmbH
Medienallee 7
D-85774 Unterföhring
Kontakt@ProSiebenSat1Digital.de

 

z.Hd. der Geschäftsführung: Kaspar Pflüger

 

Sehr geehrte Sat1-Redaktion, sehr geehrter Herr Pflüger!                                               Essen, den 05.07.2016

Ende September soll Norbert Zajac, Inhaber des weltgrößten Zoofachgeschäftes, einen eigenen Sendeplatz bei Ihnen erhalten.

Als Leiterin des Bundesarbeitskreises Heimtiere der Partei Mensch Umwelt Tierschutz / Tierschutzpartei möchte ich Sie mahnend darauf aufmerksam machen, dass Sie in Zeiten, in denen massenhaft Tierheime aufgrund finanzieller Notstände schließen müssen, einem „Vermehrer“ eine Plattform bieten, welche den Anschein erwecken wird, dass es noch heute gesellschaftsfähig sei, niedliche Hunde- und Katzenbabys wie Möbelstücke zu erwerben!

Gleichzeitig weise ich Sie darauf hin, dass Sie in Ihrer Sendung Akte 20.16 mit Berichterstattung über Zoo Zajac bereits im Mai einen Verstoß gegen §11 Abs.1 Nr.8b des Tierschutzgesetzes durch Zajac gefördert haben:

1.1 Allgemeine Anforderungen (…)Der Verkauf von Tierarten, deren Haltung aufgrund spezieller Ansprüche erhebliche Sachkunde voraussetzt und/oder aufgrund der Größe oder Gefährlichkeit der Tiere für den Nichtspezialisten kaum möglich ist, sollte im Sinne einer freiwilligen Selbstbeschränkung unterbleiben bzw. nur nach eingehender Beratung und Überprüfung der Eignung des Kunden erfolgen (…)

In besagter Sendung
http://www.sat1.de/tv/akte/video/2016-ueber-3000-tiere-unter-einem-dach-clip

wird entgegen der oben genannten Anforderung einer Kundin, die unter einer Katzenallergie leidet, ein Bengal-Kätzchen verkauft, da diese Rasse angeblich besonders für Katzenallergiker geeignet sei.

Schon die Tatsache, dass Katzenkinder ohne zu zögern und ohne weitreichende Aufklärung in eine Einzelhaltung verkauft werden, stellt einen Verstoß dar. Die Haltung einer Katze als Einzeltier ist NICHT artgerecht! Katzen sind keine Einzelgänger. Der soziale Kontakt zu Artgenossen ist ein Grundbedürfnis der Katze, die Einzelhaltung kann zu Verhaltensstörungen (beispielsweise Aggressivität, Depressionen oder Zerstörungswut) führen.

Sollte diese Kundin aus Ihrer Reportage das „Produkt“ Tier also nicht kurzfristig in ein (hoffentlich noch liquides)Tierheim abschieben, weil ein Bengalkätzchen eben doch nicht besonders für Allergiker geeignet ist, dann könnte die zerstörte Couch aufgrund der seelischen Verkümmerung durch Vorenthaltung eines Artgenossen ein Grund dafür sein.

1990 bestimmt §90a BGB, dass Tiere keine Sachen mehr sind. Dennoch wird der kommerzielle Handel nicht verboten.

Während sich dennoch immer mehr kleine Geschäfte aufgrund investigativer Berichterstattungen über „Zuchtfabriken“ und das Leid von Vermehrertieren vom Verkauf lebender Tiere absehen, entschließen Sie sich also, morgens im Sat1 Frühstücksfernsehen über Fälle von Tierquälerei (ausgesetzte und vernachlässigte Tiere) zu berichten und künftig abends den Verkauf von Tieren zu propagieren… Das ist an Zynismus kaum zu überbieten!

Dem geneigten Leser meines Briefes dürfte diese Doppelmoral ebenfalls nicht entgehen.

Die Menschen, die teils jeden Cent und jede freie Minute in den Tierschutz investieren, haben Sie mit der geplanten Sendung jedenfalls bereits erzürnt.

Ich appelliere an Ihre Redaktion, die Pläne rund um Herrn Zajac wieder zu verwerfen und sich stattdessen an Art.20a des Grundgesetzes zu orientieren: Dem Staatsziel Tierschutz!

Setzen Sie sich GEGEN den gewerblichen Handel mit Lebewesen ein und klären Sie Ihre Zuschauer auf, statt gegen uns Tierschützer zu arbeiten!

Mit freundlichen Grüßen,

Sandra Lück

Brief 2

SAT.1 SatellitenFernsehen GmbH
Medienallee 7
D-85774 Unterföhring

 

z.Hd. der Geschäftsführung: Kaspar Pflüger                                                          Essen, den 12.07.2016

 

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Pflüger!

Leider habe ich auf meine Anfrage betreffend Ihrer geplanten Sendung über Norbert Zajac lediglich eine Standard-Mail erhalten, welche unverschämter weise belegt, dass mein Schreiben nicht ausreichend beachtet, geschweige denn gelesen wurde.

Ich bezog mich im ersten Anschreiben auf die bereits ausgestrahlte Sendung von Mai 2016, in der ihr Sender – entgegen der Empfehlung laut Tierschutzbestimmung – den Verkauf eines Katzenbabys an eine Allergikerin in Einzelhaltung durch Zoo Zajac propagierte.

Eine ausführliche Auslegung der artgerechten Haltung von Katzen habe ich Ihnen folgend geschildert.

Ihre vorgefertigte Antwort auf meine Anfrage lautete, Sie hätten bereits im Mai 2016 über Zajac berichtet – tatsächlich?

Eine erneute Anfrage meinerseits mit der Bitte um Stellungnahme zu besagter Reportage haben Sie bislang erfolgreich ignoriert.

Ist dies die übliche Art und Weise, wie Sie mit Ihren Zuschauern umgehen? Oder ist dies lediglich die Art und Weise, wie Sie auf Kritik reagieren?

Als Leiterin des Bundesarbeitskreises Heimtiere der Partei Mensch Umwelt Tierschutz / Tierschutzpartei weise ich Sie erneut mahnend darauf hin, dass viele Menschen (ja, auch IHRE Zuschauer!) tagtäglich dafür kämpfen, Tieren eine Lobby zu verschaffen und das Leid ausgesetzter, vernachlässigter, misshandelter, … Tiere einzudämmen.

Der kommerzielle Handel mit Tieren muss eingedämmt und langfristig verboten werden, Sie jedoch bieten diesem eine Werbeplattform und zerstören die jahrelange Arbeit von Tierschützern, die mit winzigen Schritten kleine Erfolge im Kampf gegen Vermehrer und Zuchtfabriken zu verzeichnen haben, wenn Sie die geplante Sendung im Herbst tatsächlich ausstrahlen.

Ich frage Sie: Was folgt dann?? Heute das Profil Herrn Zajacs und morgen eine Undercover-Recherche über die Qualzuchten für Zooabteilungen bei Obi, Praktiker & Co?

Die erste Staffel über Zajac soll bereits abgedreht sein und nur noch auf einen Sendetermin warten. Vielleicht drehen Sie im Anschluss eine Sendung über Züchter und zeigen Ihren Zuschauern und begeisterten Zoohandlungsbesuchern das Leid der Vermehrertiere , oder gar den Umgang mit unbrauchbaren Würfen, die skrupellose Entsorgung von Tierbabys, die Schönheitsmakel aufweisen und somit als unverkäuflich gelten und klären über die physischen und psychischen Qualen der eingepferchten Tiere auf.

Vielleicht berichten Sie auch mal über den alltäglichen Horror, dem sich Tierschützer aussetzen, wenn sie Bilder wie diese ertragen müssen:

http://www.br.de/nachrichten/inhalt/tierhandlung-noerdlingen-schwaben-100.html

DAS fördert Ihre Sendung mit Verharmlosung und Lobpreisung der weltgrößten Zoohandlung. Tiere sind keine Ware!!

Ich bitte Sie erneut freundlich um eine Stellungnahme. Gern stehe ich Ihnen auch für ein aufklärendes Gespräch zur Verfügung, um Ihnen die Dringlichkeit auf emotionaler und politischer Ebene nahezubringen.

Eine Antwort erwarte ich selbstverständlich umgehend.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen,
Sandra Lück