✊🏻 Tag der Befreiung

Heute ist Tag der Befreiung – vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg mit der Kapitulation Nazi-Deutschlands.

In Berlin ist dieser Tag anlässlich des 80. Jahrestags wieder Feiertag – ein wichtiges Zeichen. Denn der 8. Mai erinnert an die Befreiung vom nationalsozialistischen Terror, an das Ende von Faschismus, Krieg und Vernichtung.

Wir gedenken der Millionen Menschen, die verfolgt, entrechtet und ermordet wurden: jüdische Menschen, Sintizze und Romnja, queere Menschen, Menschen mit Behinderung – und all jene, die Widerstand leisteten oder nicht in das menschenverachtende Weltbild der Nationalsozialisten passten.

Wir danken den Befreienden und den Mutigen inmitten der Diktatur, die für die Freiheit kämpften.

Der 8. Mai ist ein Tag des Innehaltens: Denn Antisemitismus, Rassismus und autoritäres Denken erstarken wieder. Die Erinnerung an die Verbrechen von damals ist auch eine Mahnung für heute.

Der 8. Mai ist also nicht nur ein Tag der Erinnerung, er ist ein Auftrag – zu Solidarität, Demokratie und Antifaschismus. ✊🏻

Putzaktion Stolpersteine am 9. November

Vor 85 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, standen in ganz Deutschland Synagogen in Flammen. Anlass war eine mit Zustimmung Hitlers von Propagandaminister Josef Goebbels durch eine Hetzrede ausgelöste Aktion. Auch weitere Geschäfte, Gotteshäuser und andere Einrichtungen des jüdischen Lebens in Deutschland wurden am 9. November von organisierte Schlägertrupps in Brand setzten. Dieser Tag, an dem Tausende Jüdinnen und Juden misshandelt, verhaftet oder getötet wurden, sollte zum offiziellen Beginn des größten Völkermords der Geschichte werden.

Mit Stolpersteinen in Gehwegen erinnert der Kölner Künstler Gunter Demnig an die Opfer des Nationalsozialismus. Mehr als 90.000 Gedenksteine hat seine Initiative bereits in Europa verlegt, davon auch zahlreiche in Nordrhein-Westfalen. Auf den im Bürgersteig eingelassenen Messingplatten sind die Namen und Daten von Verfolgten und Ermordeten eingraviert. Doch das Messing der unscheinbaren Mahnmale wird mit der Zeit matt und die Steine sind dadurch nur noch schlecht lesbar. Stolpersteine von den Spuren der Witterung zu befreien bedeutet auch, den Staub des Vergessens von den schrecklichen Ereignissen zu wischen, für die sie symbolisch stehen. Dies wollen wir in Dortmund und an vielen anderen Stellen machen.

Datum/Uhrzeit: Donnerstag, 09. November ab 17:15 Uhr
Treffpunkt: Reinoldikirche, Dortmund-City

Meldet euch gerne unter nrw@tierschutzpartei.de kurz an, wenn ihr dabei sein möchtet.

Die „Putzanleitung“ für alle:

1. Entfernt zunächst den gröberen Schmutz mithilfe des angefeuchteten Tuches.
2.
Tragt nun das Messingputzmittel direkt auf den Schwamm auf und reibt Sie die Oberfläche gründlich damit ein. Lasst das Mittel anschließend kurz einwirken.
3. Schrubbt jetzt die Reste mit dem Schwamm weg und spült Sie mit Wasser nach.
4. Trocknet den Stein gut ab und entfernt eventuelle Putzmittelreste auf dem umliegenden Straßenbelag.