Donnerstag ist “Veggiday”

Jetzt auch in Braunschweig

Die Idee des “Veggidays” setzt sich immer weiter durch: So hat jetzt auch die Stadt Braunschweig den Donnerstag zum “Veggiday” erklärt. Die Initiatoren wurden dabei vom BUND, der AOK und von “SLOW FOOD Braunschweig” unterstützt. Der Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, hat die Schirmherrschaft übernommen. Ab sofort wird in Großküchen der Region um Unterstützung geworben und die Idee auch in einer der Braunschweiger Gesamtschulen vorgestellt.

Damit reiht sich Braunschweig in die – mittlerweile weltweite – Liste der Veggie-Städte ein (Gent, Sao Paulo, Bremen, Magdeburg und etliche andere).

Es bleibt zu hoffen, dass noch weitere Städte folgen, die die Zusammenhänge von Klimawandel, Tierleid, Welthunger einerseits und „Fleischproduktion“ andererseits nicht nur verstanden haben, sondern sie auch umsetzen!

Mit „schwerem Gerät“ gegen Tierrechtler!

Landwirte greifen zur Selbstjustiz…

Laut Berichten der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft haben Großmäster in Teplingen (bei Lüchow) die friedliche Besetzung eines Bauplatzes einer geplanten Hähnchenmastanlage in einem Akt der Selbstjustiz gewaltsam geräumt.

Nachdem Tierrechtsaktivisten in Teplingen (Wendland) den Bauplatz für eine Mastanlage für ca. 40.000 Hühner und Hähne besetzt hatten, die ein Zulieferbetrieb für die Schlachtfabrik von „Rothkötters Celler Land Frischgeflügel GmbH“ in Wietze werden soll, und die Polizei bislang keine Räumung vornahm, erfolgte in der Nacht zum 28. Juni 2011 ein brutaler Angriff auf die friedlichen Demonstranten durch lokale Landwirte. Dabei kamen Bagger, Trecker und Schlagstöcke gegen die meist jugendlichen Tierrechtler/innen zum Einsatz. Tripods (Plattformen) und Zelte wurden ohne Rücksicht und ohne Überprüfung, ob sich Demonstranten in ihnen befanden, mit dem „schweren Gerät“ niedergewalzt. Dabei sollen einige Tierrechtler laut Internet-Meldungen sogar verletzt worden sein.

Dieses aggressive Vorgehen zeigt, dass es von der Anwendung von Gewalt gegen Tiere nur ein kleiner Schritt zur Gewalt gegen Menschen ist.

„Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz verurteilt die Selbstjustiz der Landwirte aufs Schärfste“, so Bettina Jung, Vorsitzende des Landesverbandes Hamburg, „denn das Ziel der Demonstranten, diese tierquälerischen Mastanlagen zu verhindern, ist ebenso das erklärte Ziel unserer Partei.“

Wir waren dabei!

“WUZZDOG” – Rock für Tiere

Am 25. Juni 2011 fand das WUZZDOG-Festival in der Feierabendhalle Viernheim statt. Veranstalter war das Tierheim Viernheim, unterstützt in der Organisation von “pro iure animalis”. Der Bundesvorsitzende Stefan Bernhard Eck, Udo Dautermann, Harald Hoos und Christine Simon (Landesverband Rheinland-Pfalz) sowie Kristine Conrad und Rene Hartje (Landesverband Hessen) waren vor Ort.

 

In seiner Rede appellierte Stefan Bernhard Eck an das Publikum, die Stimme zu Gunsten der Tiere und der Umwelt zu erheben und den Schritt vom Wut- zum Mutbürger zu gehen.

Weitere Informationen mit Bildergalerie: www.pro-iure-animalis.de

Wir, die Wegwerfgesellschaft

Fakten, für die wir uns schämen sollten

Laut Freie Presse vom 28. Juni 2011 hat eine Studie der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ergeben, dass Verbraucher in den Industriestaaten jedes Jahr mehr als 220 Millionen Tonnen Lebensmittel wegwerfen.

Durchschnittlich wirft jeder Bürger somit jährlich 95 bis 115 Kilogramm Nahrung in den Müll; in Deutschland wandern rund 20 Millionen Tonnen Nahrungsmittel in den Abfall. In der Gastronomie werden jährlich 2 Millionen Tonnen Lebensmittel entsorgt, bei Bäckereien beträgt der Überschuss an Backwaren 20 Prozent.

Die traurigen Fakten: in Deutschland und in der Schweiz werden schätzungsweise bis zu 25 Prozent der gesamten Lebensmittelproduktion entsorgt; in der USA sollen es sogar 50 Prozent der Lebensmittel sein.

„Jedes fünfte Brot, jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel, die Hälfe des in EU-Gewässern gefangenen Fisches landen im Müll“, so die Freie Presse.

An die „Tafeln“ für Bedürftige werden jährlich in Deutschland mehr als 100.000 Tonnen Lebensmittel gespendet. Diese gespendete Menge ist im Vergleich zu den 20 Millionen Tonnen an Lebensmitteln, die jedes Jahr bei uns weggeworfen werden, nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Es ist unbestreitbar, dass wir eine Wegwerfgesellschaft sind, die jeglichen Respekt vor der Natur und fleißiger Hände Arbeit verloren hat. Und auf der anderen Seite leidet fast eine Milliarde Menschen Hunger…

Der Welthunger wird zunehmen!

Weltbank prognostiziert katastrophale Folgen des Klimawandels

Der Präsident der Weltbank, Jim Yong Kim, warnt eindringlich vor den Folgen des Klimawandels. „In 20 oder 30 Jahren werden wir Dinge sehen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können”, so Kim. Nach einem am vergangenen Mittwoch vorgelegten Bericht der Weltbank müssen sich die ärmsten Länder auf Ernährungskatastrophen einstellen. Dem Bericht zufolge werde bis zum Jahr 2030 in Afrika südlich der Sahara rund 40 Prozent der Ackerfläche durch Trockenheit vernichtet sein, auf der heute noch Mais angebaut wird. In Südasien sei mit einer Zunahme von Flutkatastrophen zu rechnen, die sich ebenfalls auf die Agrarproduktion negativ auswirke.

Im Jahr 2000 hatte die Staatengemeinschaft “Millenniums-Ziele” beschlossen, unter anderem die Armut vor allem in den Ländern der sogenannten Dritten Welt bis 2015 zu halbieren. Diese Ziele, die in einem indirekten Zusammenhang mit dem Klimawandel stehen, wurden nicht erreicht. Die Weltbank will nun bis 2030 den Anteil der Armen, denen weniger als 1,25 Dollar am Tag zur Verfügung steht, unter 3 Prozent der Weltbevölkerung drücken.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz macht seit Jahren auf den Zusammenhang von Wirtschaftswachstum und Klimaerwärmung aufmerksam und fordert einen grundlegenden Werte- und Systemwandel. Die Menschen in den reichen Industrienationen müssen ihren Lebensstandard zurückschrauben und Konsumverzicht üben; dazu gehört auch die Änderung der Ernährungsweise. Die nutzbaren Agrarflächen, die durch die Klimaerwärmung immer kleiner werden, dürfen nicht zur direkten und indirekten Fleischproduktion verwendet werden!

Deutschland bremst!

Brüssel will Autobranche umweltfreundlicher machen

Für Neuwagen sollen ab 2020 neue Höchstgrenzen für den Ausstoß von Kohlendioxid gelten, aber konkrete Werte wurden nicht beschlossen. Die Autohersteller und die EU-Politiker haben sich lediglich darauf geeinigt, irgendwann in der Zukunft ein „Co2-Sparziel“ ausgehandelt. Bis 2020 soll der Durchschnittswert auf 95g CO2 pro Kilometer sinken, was rund 4 Liter Benzinverbrauch pro 100 km entspricht. Autohersteller, die besonders schadstoffarme Fahrzeuge produzieren, erhalten dafür sogenannte „Subcredits“, die ihnen bei der Produktion von Automobilen mit höheren Schadstoffemissionen gutgeschrieben werden.

Diese neue Regelung ist nichts anderes als ein Schlupfloch, um dem CO2-Spardruck auf konventionelle Modelle zu entgehen, den gerade deutsche Autobauer haben mit ihrem Oberklasse-Wagen Probleme, die von Brüssel geforderten Werte einzuhalten.

Umweltorganisationen bewerten das Ergebnis der Brüssler Verhandlungen als schwachen Kompromiss, der unter dem Druck Deutschlands zustande kam.

Für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ist die Sache klar: Klimawandel ist für Merkel & Co. – trotz aller bedrohlicher Anzeichen, wie z.B. die zweite Jahrhundert-Flutkatastrophe – nach wie vor Nebensache; was einzig zählt, ist der Profit der deutschen Automobil-Branche.

Schreckliche, leider topaktuelle Bilder Schweine-Kastenstände

Ein RespekTiere-Sternenhof-Rechercheteam war dieser Tage unterwegs und hat diese Bilder in Deutschland aufgenommen. Unsere Partei bedankt sich ganz herzlich bei RespekTiere für die Genehmigung, die Bilder verwenden und veröffentlichen zu dürfen!

Jeder Kommentar erübrigt sich beim Betrachten der Bilder. Nur auf eins sei hingewiesen: Wie lässt sich die Haltung der Schweine mit dem deutschen Tierschutzgesetz und mit dem Tierschutz in der Verfassung vereinbaren?

Indem wir Fleisch genießen, sind wir alle Komplizen der an Tieren verübten Grausamkeiten beim Transport, auf den Märkten und in den Schlachthäusern, und wer weiß, ob dieses gemarterte Fleisch, das wir uns einverleiben, uns nicht seinerseits zu neuen Brutalitäten und Grausamkeiten fähig macht.
(Mahatma Gandhi)

Neues hessisches Landesjagdgesetz bleibt rückschrittlich

Haustier-Abschuss und Fallenjagd bleiben… und es wird noch schlimmer!

Das neue hessische Landesjagdgesetz soll laut Walter Arnold, dem jagdpolitischen Sprecher der CDU, „die Interessen von Wild, Wald und Flur“ ausgleichen. Gemeint hatte er wohl eher, „die Interessen der Jäger“.

Der Haustierabschuss und die Fallenjagd bleiben im neuen Gesetz erhalten. Darüber hinaus ist für manche Tierarten zusätzlich eine Verschlechterung eingetreten, da Schonzeiten gekürzt und das Nachtjagdverbot gelockert wurde.

Ziel einer Gesetzesänderung sollte es eigentlich sein, alle Gesellschaftsschichten, die durch dieses Gesetz betroffen sind, zu beachten. Doch die Mehrheit im hessischen Landtag besteht nun mal aus CDU und FDP, und somit wurden deren Änderungen des Landesjagdgesetzes auch unverändert beschlossen. Es beinhaltet bedauerlicherweise im Wesentlichen nur die einseitigen Forderungen des Landesjagdverbandes Hessen.

Diese Gesetzesnovellierung seitens der Fraktionen von CDU und FDP kommt der Staatsaufgabe „Tierschutz“ in absolut unzureichender Form nach, da die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Grundgesetzes sowie des Tierschutzgesetzes keinerlei Berücksichtigung fanden.

Die Anträge der Grünen und der SPD sowie die Stellungnahmen von Tierschutzorganisationen fanden keine Beachtung, und auf Wild- und Haustiere wurde bei diesem neuen Gesetz keine Rücksicht genommen. Im Gegensatz dazu müsste der Gesetzgeber – im Hinblick auf das gesellschaftlich steigende Bedürfnis nach Naturschutz und den sich allmählich in unserer Gesellschaft schärfenden Blick auf das Leid unserer Wild- und Haustiere – endlich davon Abstand nehmen, Gesetze nach den Forderungen von Interessenvertretern, die sich Sonderrechte anmaßen, auszurichten.

Insgesamt dient das Gesetz den Jagdausübungsberechtigten und drängt darüber hinaus die Tierschutzbelange noch weiter zurück. Das hessische Landesjagdgesetz war schon vor der Novellierung nicht zeitgemäß und hat in den letzten 60 Jahren keine wichtigen Änderungen in Bezug auf aktuelle biologische, wildbiologische oder andere wissenschaftliche Erkenntnisse sowie bezüglich des geltenden Tierschutzgesetzes erfahren. In der neuen Fassung stellt es nun einen erneuten Rückschritt dar und stellt alle Tierrechtler auf eine harte Geduldsprobe.

Die heutige Form der Jagd findet in der breiten Bevölkerung immer weniger Akzeptanz. Diese zunehmende Ablehnung der Jagd ist auch wesentlich auf die Aufklärung einer Vielzahl von Organisationen und Initiativen zurückzuführen – sowohl über die heute praktizierte Jagd als auch über die zunehmende Verrohung der jagdlichen Sitten sowie der Jägerschaft selbst.

Was bleibt, ist das Warten auf die nächste Landtagswahl – in der Hoffnung, dass die dann gewählte Landesregierung ihre Aufgaben in Bezug auf den Tierschutz ernst nimmt!

Meeresspiegel steigt schneller als je zuvor

Laut Freie Presse vom 21. Juni 2011 steigt der Meeresspiegel infolge der Erderwärmung heute schneller als je zuvor in den vergangenen 2000 Jahren.

Gestern erklärte des Institut für Klimaforschung in Potsdam: „Seit Beginn der Industrialisierung gehe die Kurve „steil nach oben.“ Ein internationales Expertenteam hat demnach herausgefunden, dass der Meeresspiegel seit Ende des 19. Jahrhunderts um rund 20 Zentimeter gestiegen sei. Dieser Anstieg sei „um ein Mehrfaches schneller als alles, was es in den vorangegangenen 2000 Jahren gegeben hat.“

Hier weitere Informationen: www.zeit.de

Die Ursachen für den Klimawandel sind hinlänglich bekannt – allen voran die Massentierhaltung, der Verkehr, die Industrie, die Kohlekraftwerke und die Zerstörung der Wälder. Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz macht dabei aufmerksam, dass jeder Einzelne sein Konsumverhalten überdenken und ändern sollte.