Weihnachtsmenü „Foie Gras“

Partei Mensch Umwelt Tierschutz appelliert an Ihr Herz

Unser Appell an ein Wellness-Hotel, dass zu Weihnachten für die Gäste des Hauses „Foie Gras“ als besonderes Spezialmenü auf den Tisch bringen möchte. Wir haben an das Management geschrieben…

Sehr geehrtes Management!

Uns wurde zugetragen, dass in Ihrem Hause, das durch Naturverbundenheit und ein ganz besonderes Wohlfühl- Flair besticht, wie ich auf Ihrer Homepage wahrnehmen konnte, das Tierqualprodukt Gänsestopfleber angeboten werden soll. Dieses in Form einer “Foie Gras-Terrine” als Weihnachts- Special.

Wir gehen davon aus, dass Sie nicht wissen, welch unerträgliches lebenslanges Leid die Gänse, die eine derartige Mästung häufig gar nicht erst überleben, durchstehen müssen. Mit einem Stahlrohr werden die Tiere einzeln und unter furchtbaren Schmerzen mehrmals täglich mit einem Mastbrei zwangsgefüttert, der derart ungesund ist, dass die Gänse eine krankhaft vergrößerte Fettleber entwickeln- das Konsumprodukt Gänsestopfleber- oder eben “feiner” ausgedrückt: “Foie Gras”.

Mit schockierenden Videos aus Mastbetrieben, die Sie bei Interesse jedoch im Netz finden, möchte ich Sie nicht belasten.

Die Herstellung einer der vermutlich grausamsten aller Delikatessen ist Gott sei Dank nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich, Finnland, Dänemark, England, Holland, Italien und Tschechien inzwischen verboten- und das aus wirklich gutem Grund!

Wir appellieren eindrücklich an Ihr Haus (und Ihre Herzen!): Nehmen Sie diese “Delikatesse” von Ihrer Karte und machen Sie sich nicht mitschuldig am Leid der Tiere.

Wahren Sie den besonderen Charakter Ihres Wellness-Hotels und entscheiden Sie sich für ein friedvolles Weihnachtsmenü zum Verwöhnen Ihrer Gäste.

Ein Vorschlag, der ganz besonders zu dem Konzept Ihres Managements passen würde- ein veganes Menü!
Seien Sie sich der Begeisterung Ihrer Gäste sicher!

Mit herzlichen und hoffnungsvollen Grüßen

Bettina Jung / Bundesvorsitzende

 

Hier lesen und ansehen: Foie gras: Delikatesse der Verzweiflung

Die Weihnachtsgans-Tragödie

TV-Tipp: 3 SAT / Freitag, den 04.12.2015 / 20:15 Uhr

Bei den meisten Deutschen steht zum “friedvollen” Weihnachtsfest “leckerer” Gänsebraten auf dem festlich geschmückten Tisch. Sage und schreibe 25 000 Tonnen Gänsefleisch essen deutsche Bürger/innen zu Weihnachten. Nur 10 Prozent der Gänse werden in Deutschland „produziert“, die restlichen 90 Prozent werden nach Deutschland importiert.

3 SAT geht der Frage nach: „Wie werden die Gänse gehalten und wie ergeht es ihnen in ihrem kurzen Leben?“

Falls bei Ihnen zu Weihnachten eine Gans auf dem Speiseplan stehen sollte, dann möchten wir Ihnen diesen TV-Tipp ans Herz legen. Wir hoffen natürlich, dass sich Ihr Appetit auf Gans legen wird. Habt endlich MUT, mal eingefahrene Wege zu verlassen, denn Frieden beginnt bereits auf dem Teller!

Allen, die zu Weihnachten und allen anderen Tagen im Jahr, ein großes Herz für Tiere haben, empfehlen wir unser veganes Rezept auf Seite 32 im MUT-Magazin Ausgabe 3/Nr. 48

Allen, die durch die Sendung an Erfahrung reicher geworden sind, danken wir und empfehlen selbstverständlich auch unser veganes Rezept!

11. November: Das St. Martinsfest

Alle Jahre wieder. Alle Jahre wieder dieses unsinnige und gedankenlose Blutvergießen an unseren mitfühlenden Mitgeschöpfen. Und das nur für einen kurzen Genuss im Mund: “Oh man, wie lecker.”

Jedes Jahr werden rund um den Martinstag vermehrt unzählige Gänse verspeist. Wir von der Tierschutzpartei schließen uns den Ausführungen der Tierrechtsorganisation Peta an, weil Gänse ganz bezaubernde und intelligente Vögel sind und wir appellieren deshalb an Ihr Mitgefühl: Sei barmherzig, denn Gänse gehören nicht auf den Tisch!

Mutige Mitglieder aus dem Landesverband Baden-Württemberg haben das Martinsfest zum Anlass genommen und haben in der Pforzheimer Zeitung eine Traueranzeige geschaltet, um auf das Leid der sogenannten „Martinsgans“ hinzuweisen. Wir finden, dass diese gelungene Aktion mit gutem Beispiel vorangehen sollte und Nachahmer finden möge. Gerade die kommende Zeit, das Weihnachtsfest, ist für solche Anzeigenschaltungen sehr geeignet, um den Menschen bewusst zu machen, was sie essen.

 

Ich bin Martin

 

O-Ton Bettina Jung, Bundesvorsitzende, Adoptantin von zwei wunderschönen Gänsen (siehe Foto): „Es ist wieder soweit – Martinstag! Neben dem Weihnachtsfest der schlimmste Tag im Jahr für die Gänse! Lasst sie nicht im Regen stehen! Beteiligt Euch nicht an ihrem Leid und esst sie nicht! Herzlichen Dank im Namen der Gänse!“

 

Bettinas Gänse erfreuen sich ihres Lebens
Bettinas Gänse erfreuen sich ihres Lebens!

Hühnerrettung der besonderen Art

RTL-TV-Beitrag

Stefanie Laab hat sich mit ihrer Freundin Jenny der Befreiung von Hühnern im ganz großen Stil verschrieben. Sie berichten im RTL-TV-Beitrag von ihrer zeitintensiven und befriedigenden Arbeit als Hühnerretterinnen.

Es ist ein ganz emotionaler Moment, wenn sich für die Hühner zum ersten Mal das Tor zur Freiheit öffnet. Sehen Sie hier.

Wir werden in der kommenden Herbstausgabe unseres MUT-Magazins ausführlich über den Verein „Rettet das Huhn“ berichten. Vielleicht haben Sie ja dann auch Lust, selbst einmal Hühner zu adoptieren, wie es unsere Bundesvorsitzende Bettina Jung schon mehrmals getan hat.

 

Hört endlich auf, die Enten zu füttern!

Argumente von Wildtierexperten und Zoologien überzeugen

Es gibt wohl kaum jemanden unter uns, der nicht schon mal im Park Enten, Schwäne oder Gänse mit trockenem Brot oder Brötchen gefüttert hat. Dabei sind wir überzeugt davon, dass wir den Tieren etwas Gutes tun. Fehlanzeige! Das Brotfüttern ist für die Tiere schädlich und ungesund. Warum, erfahren Sie hier.

Rettet das Huhn

Tierrettung

„Rettet das Huhn“ schenkte am 13.06.2015 1600 Hühnern das Leben. „Alle Hühner verbringen gerade ihre erste Nacht in einem liebevollen Zuhause,“ so Steffi von „Rettet das Huhn“.

10 der malträtierten Wesen aus der Massentierhaltung haben davon auch einen Lebensplatz auf dem Gnadenhof unserer Bundesvorsitzenden Bettina Jung gefunden.

Kleines Video von Bettinas Neuankömmlingen.

Wir wünschen allen 1600 geretteten Hühnern und ihren neuen Besitzern alles Gute!

Die ersten Bilder von den Hühnern auf Bettinas Hof – schön zu sehen, wie die Tiere unter freiem Himmel auf Entdeckungsreise gehen. Auch soziale Kontakte werden schon ganz sanft geschlossen mit den Vierbeinern im Vordergrund…

 

Aschenbrödel

Aus der Eierfabrik gerettet

Das Deutsche Tierschutzbüro macht in seiner aktuellen Undercoverrecherche sichtbar, was der Verbraucher nicht sehen soll.

150 000 Legehennen fristen unter unwürdigen Bedingungen in einer Bodenhaltungsanlage ein trauriges Dasein. Ihr einziger Zweck: auf der Welt zu sein, um Eier zu legen. Glänzendes und dichtes Gefieder, ein Indiz für Wohlbefinden und Gesundheit: auch bei der Bodenhaltung Fehlanzeige!

Machen Sie sich ein Bild davon, wie Aschenbrödel gelebt hat, bevor sie von den Aktivisten/innen des Deutschen Tierschutzbüros neben weiteren Legehennen aus der Bodenhaltung gerettet wurde.

Hühnerstaubsauger

Unfassbar, aber Tiere werden wie Müll behandelt

Peta hat wieder recherchiert und tierquälerische Missstände in mehreren Hühnermastbetrieben aufgedeckt: „Bei der neuesten Recherche haben die Peta- Ermittler mehrere Hühnermastbetriebe des Plukon-Konzerns geprüft, dessen Fleisch- und Wurstprodukte in Deutschland unter der bekannten Marke „Friki“ vertrieben werden. Im Rahmen dieser Ermittlungen wurde neben den katastrophalen Haltungsbedingungen erstmals auch das brutale Ausstallen mit sogenannten Fangmaschinen dokumentiert.” Hier lesen und ansehen.

Anmerkung der Redaktion:

Was können Sie tun? Wir können es gar nicht oft genug sagen: Tiere sind fühlende Lebewesen, die vom Menschen versklavt werden, und für einen kurzen Gaumenkitzel von der Geburt bis zu ihrem Tod unerklärlichen Qualen ausgeliefert sind. Bitte versuchen Sie vegan zu werden!

Aus Erfahrung wissen wir, dass das meist nicht von heute auf morgen umzusetzen ist, aber zeigen Sie sich aufgeschlossen, wenn es um das Leid von Tieren geht. Machen Sie sich Gedanken darüber, wo das Fleisch, die Wurst, die Milch und die Eier herkommen. Hinterfragen Sie die Produktionsmethoden und beschäftigen Sie sich mit dem, was Sie essen. Gehören Sie zu den Menschen, die die Dinge nicht einfach so hinnehmen, mit dem Argument: es sind ja nur Tiere, es war schon immer so.

Hinterfragen Sie die Lebensmittelherstellung, stellen Sie Fragen und schauen Sie Tieren in die Augen und berühren Sie die, die Sie essen. Und dann stellen Sie sich selbst die Frage: Könnte ich dieses Tier töten / schlachten?

Wenn Sie diese Offenheit an den Tag legen, dann sind Sie auf dem richtigen Weg, in kleinen, aber richtigen Schritten, die sich gut anfühlen. Und kleine Schritte sind oft einfacher umzusetzen, als große, wenn es um eine Ernährungsumstellung geht. Sie schaffen das, wenn Sie offen und willig sind, sich von althergebrachten Einstellungen und Meinungen freizuschwimmen! Kleine Schritte führen zum Ziel, wenn Sie wollen…

Hühnerrettung in Spanien

Eine Aktivistin berichtet

Wir möchten Ihnen heute die deutsche Tierschützerin Caroline Waggershauser, die seit nunmehr 26 Jahren in Spanien lebt und dazu beiträgt, dass Leid der Tiere in Spanien zu mindern, vorstellen.

Caroline bleibt, so schreibt sie, eigentlich mehr wider Willen wegen dem unendlichen (S)tierleid in diesem Land. Aber gerade dieses bindet sie wiederum an Spanien. Caroline hat es sich zur Aufgabe gemacht, kranken und misshandelten Hühnern aus privater Haltung zu helfen, sie gesund zu pflegen und artgerecht bis ans Lebensende zu halten. Dabei scheut Caroline keine Kosten und Mühen, erhält auch Unterstützung von Tierfreunden, um diesen armen „Wegwerftieren“ in Spanien ein glückliches und friedvolles Leben zu ermöglichen.

Auch wenn Hühner nicht gerade als salonfähiges Thema gelten und man eigentlich nur über sie spricht, wenn es um die schrecklichen Mast- und Legehallen geht, so die Tierfreundin, glauben wir als Partei Mensch Umwelt Tierschutz, dass unsere Mitglieder und Sympathisanten sich auch für misshandelte Hühner aus privater, spanischer Haltung interessieren werden.

Hier zum Bericht, den Caroline extra zur Veröffentlichung für unsere Partei und für Sie, verfasst hat:

„August 2014 rutschte ich rein zufällig in die Hennenrettung hinein: Ich beobachtete, wie ein Bauer meines Dorfes einer weißen Henne das Bein brach und sie dann achtlos mitten in den Dreck des seit Jahren nicht gesäuberten Hühnerstall warf. Empört warf ich ihm seine Grobheit vor und forderte von ihm, dass, wenn die Henne schon sterben müsse, er sie wenigstens sofort töten und sie nicht langsam verenden lassen solle. Er winkte müde mit den Worten „die verreckt schon von allein“ ab.

Ich rauschte wütend in den Hühnerstall hinein, wobei ich fast bis zu den Knöcheln im Hennendreck versank, nahm das vor Schreck und Schmerzen steife Tier auf und fuhr mit ihm zur nächsten Tierklinik. Wenn die Henne schon sterben musste, dann wenigstens durch eine Spritze und nicht über Tage hinweg sich selbst überlassen unter Schmerzen und Angst.

Die Tierärztin entschied, dass wir es versuchen sollten, denn die Henne wies außer dem gebrochenen Bein nur Mangelernährung und enormen Endo- und Extoparasitenbefall auf. Sie schiente dem Huhn das Bein und ich nahm es mit nach Hause, wo ich das verstörte Hennchen erst einmal badete und dann in einen gewärmten Käfig setzte.

Ab da begann ich, alle Hühnerställe, an denen ich vorbeikam, mit kritischeren Augen zu betrachten. Dass es nicht bei der sich zur Alphahenne entwickelnden Othilie blieb, war irgendwie logisch. Bald kamen Clothilde, Kunigunde, Sieglinde und viele mehr dazu. Alle aus unzumutbaren Zuständen gerettet.

Einige waren „nur“ vollkommen unterernährt und voller Parasiten, andere hatten Krankheiten, die mir völlig unbekannt waren. So wie den Tierärzten in meiner Umgebung, die auf Katz und Hund spezialisiert waren. Ratlos stand ich vor den offensichtlich leidenden Hennen und wusste nicht, wie ich helfen konnte.

Erst suchte ich bei Hühnerhaltern vor Ort Rat, deren Lösung und Heilung des Huhns darin bestand, demselben doch den Kopf abzuschlagen. Dann machte ich mich auf ins Internet und nach vielem Herumsurfen im Netz und einigen Fehlversuchen in Sachen Heilung, stieß ich auf das Forum der Webseite Hühner-Info.de.

Von dort überhäufte man mich nicht nur mit guten Ratschlägen zur Behandlung der kranken Hühner und wertvollen Tipps zur Hühnerhaltung, sondern bald kamen auch Päckchen mit Medikamenten und Futterzusatzmitteln für die Tiere bei mir Zuhause an. Etwas später sogar persönliche Besuche. Vollbeladen mit lieben Grüssen von den „Foranern“ und mit Geschenken für die Hennen und mich selbst. Ich war und bin noch immer vollkommen überwältigt von dieser Anteilnahme und dem Interesse an den geretteten Hühnern und meiner Person. Dank ihnen konnte ich so manche misshandelte und kranke Henne retten. Sogar Kosten für Analysen und Tierarzt wurden für die Hühner übernommen.

Seit Jahrzehnten bewege ich mich im Tierschutz, in denen ich mich den „üblichen“ Tieren widme: Katzen, Hunden, Pferden und Kampfstieren. Natürlich wusste ich, dass Nutztieren unermessliches Leid angetan wird (deshalb verzichte ich so gut ich kann auf tierische Produkte, vor allem auf Fleisch), aber man kann nicht auf allen Hochzeiten tanzen.

Bis mich dann Othilie mit der Nase auf die Pein ihrer Artgenossen stieß. Als ich zufällig von einem Tiermarkt in meiner Gegend erfuhr, konnte ich nicht umhin, mich dort umzuschauen. Viele Hennen und wenige Hähne verschiedener Rassen wurden in enge Käfige gesperrt, feilgeboten. Hasen, Rebhühner und Tauben teilten das gleiche Schicksal. Mein Auge fiel auf einen Stand, in dessen Käfigen recht zerzauste, ausgemergelte und fast nackte Hennen zu sehen waren. Zum Erbarmen sahen sie aus.

Auf meine Frage nach dem Aussehen dieser Tiere, erklärte man mir, dass dies ausgediente Legehennen seien, die man nun für 2,50 € das Stück als Suppenhennen verkaufen würden. Diese Tiere waren erst ein Jahr alt, blutjung also noch. Dennoch wurden sie als „alt“ ausrangiert, weil sie nicht mehr die Legeleistung brachten, die man ihnen genetisch auferlegt hatte.

Immer wieder fuhr ich Sonntags dorthin und rettete ein paar Hennen vor dem Suppentopf. Ich wollte wenigstens einigen wenigen nach einem versklavten Dasein noch ein schönes Leben bescheren. Mit einer Spende der Oberstufenklasse O7b aus Beverstadt konnte ich vor Monaten gleich 5 Suppenhennen auf einmal vor dem grausamen Schicksal, das sie erwartete, retten.

Sie tummeln sich nun mit den zwischenzeitlich um die 40 Hennen auf meinem Gelände. Und dass sich noch so junge Menschen für ein doch so unscheinbares Tier wie es ein Huhn ist, interessieren, hat mich sehr berührt. Sind Hühner doch nichts weiter als stets zur Verfügung stehende Eierautomaten und billige sowie bequeme Fleischlieferanten. Weltweit millionenfach unter grausamen Bedingungen versklavt.

Legehennen werden nach nur einem Jahr wegen sinkender Legefähigkeit „ausgesondert“. Meist enden sie noch jung im Futter für unsere Katzen und Hunde. Von den Millionen von ausgemusterten Hennen gibt es keinen Platz auf dieser Welt. Tierschützer können nur wenige dieser Tiere in gute Hände vermitteln. Der Grossteil von ihnen wird einfach „verarbeitet“.

Auch ich kann nicht alle retten. Zu gerne würde ich jeden Sonntag zum Tiermarkt fahren, um mit einigen Suppenhühnern unter dem Arm wieder nach Hause zu fahren. Doch das würde meine Kapazitäten übersteigen.

Wenigstens konnte ich einigen die Möglichkeit geben, artgerecht, bestens ernährt, mit einem vom Hühnerforum gespendeten Hühnerstall, der sogar eine „Chill-out“Zone hat: mit Wärmelampen und dicker Strohschicht versehen, zu leben. Und wird eines der Mädels krank, stehen mir sofort die „Foraner“ mit Rat und Medikamenten zur Seite. Zwischenzeitlich habe ich eine bestens sortierte Hühnerapotheke, die bei jedem Tierarzt blanken Neid hervorrufen würde.

Der Ernährung der Hennen muss spezielle Aufmerksamkeit gewidmet werden. Von wegen nur Küchenabfall und ein bisschen gebrochener Mais. Weit gefehlt. Eine Henne gleicht einem Hochleistungsathleten, wird aber ernährt wie ein Bettler. Nun, in Spanien wenigstens.

Das häufige Eierlegen verlangt von der Henne viel Kraft, zieht ihr Mineralien, Vitamine und Proteine aus dem Körper, die durch entsprechende Futteraufnahme wieder ersetzt werden müssen.

Daher kümmere ich mich mit viel Sorgfalt um die Ernährung meiner Damen, damit sie nach einem Leben voller Misshandlung, Entbehrung und falscher Fütterung schnell auf die Beine kommen. Nicht nur wegen der Nährstoffe, die sie brauchen, um trotz des täglichen Eierlegens weiter in Form zu bleiben. Auch, weil so gut wie alle Hennen fürchterlich kupierte Schnäbel haben. Manche haben gerade noch ein paar Millimeterstumpen, mit denen es unmöglich ist, Stücke aus größeren Happen wie Äpfeln oder Kohlblättern zu reißen.

Daher wird alles schnabelgerecht geschnitten, gerieben oder leicht vorgegart, um den verstümmelten Hennen die Nahrungsaufnahme zu erleichtern. Was den Vorteil hat, dass die abgemagerten Tiere schnell wieder ihr Normalgewicht erreichen und ein dichtes, glänzendes Federkleid bekommen.

Und ja, Hennen machen ordentlich Arbeit, auch, weil es doch recht schmutzige Tiere sind was die Verrichtung ihrer Bedürfnisse angeht. Dennoch ist es eine Freude ihnen zuzusehen, wie sie ihr Leben genießen. Daran teilzunehmen, wie sie sich langsam erholen und dann vielleicht sogar zu einer Alphahenne aufsteigen, ist ein regelrechtes Erlebnis für mich.

Nach und nach lerne ich ihre verschiedenen Laute zu unterscheiden und zu deuten, ihre Körperhaltung zu interpretieren. Auch durfte ich schon hautnah erleben, wie Küken aus Eiern schlüpfen und wie sie von der Glucke großgezogen wurden. Es ist eine wunderschöne Erfahrung, zuzusehen, wie die Mutterhenne ihre Küken in die Geheimnisse eines Hühnerlebens einweiht.

Tja, so schnell kann es gehen. Vom Kampfstier auf´s Huhn gekommen.

Von hier aus möchte ich allen „Foranern“ des Hühner-Info.de von Herzen für all die Unterstützung und Anteilnahme danken.

Ganz besonders Angelika Gruner, ohne deren wertvollen Ratschläge und deren unermüdlichen Versorgung mit allen wichtigen Medikamenten viele der geretteten, aber kranken Hennen sich jetzt nicht des Lebens erfreuen würden.“

 

Wenn Sie mehr über Carolines Engagement zur Hühnerrettung in Spanien erfahren möchten, dann klicken Sie auf ihren neuen Blog. Noch mehr Details zur Hühnerrettung in Spanien gibt es auf ihrer Facebookseite und jede Menge Fotos von ihren gesundgepflegten Tieren.

Die Tierrechtsaktivistin hat auch ein Buch geschrieben mit dem Titel „Wenn der Himmel seine Augen verschließt – Die Hölle der Tiere unter Spaniens blutiger Sonne“, einzusehen und zu bestellen auf dieser Seite.

 

“Rettet das Huhn” sagt danke!

Wir hatten am 07.01.2015 einen Hilfeaufruf von “Rettet das Huhn” eingestellt; hier nun ein großer Dank an alle, die dem Aufruf tatkräftig gefolgt sind

Liebe Leserinnen und Leser,

wir möchten uns an dieser Stelle herzlich bei allen Menschen bedanken, die uns seit dem Aussenden unseres Notrufes so spontan und hilfsbereit unterstützt haben! Es erreichte uns eine wahre Flut an Platzangeboten und wir konnten innerhalb weniger Tage genügend Plätze für alle 1600 Hennen finden! Ende Januar können wir sie so aus der Hölle der Bodenhaltung befreien und ihnen ein behütetes und friedliches wahres Hühnerleben schenken ! Das wäre ohne die Unterstützung so vieler tierlieber Menschen nicht möglich gewesen!

Wir denken dabei natürlich an die restlichen der 45 Millionen Legehennen, die jährlich allein in Deutschland in dem tierverachtenden System der Eierproduktion ausgebeutet und nach einem Jahr getötet werden. Sie haben nie die Sonne gesehen und sterben nach dem grausamen Jahr in Gefangenschaft ungesehen und ungehört von unserer Gesellschaft einen furchtbaren und einsamen Tod. Ebenso wie ihre 45 Millionen Brüder bereits am ersten Tag ihres Lebens…. Jahr für Jahr.

Trotzdem macht uns die Reaktion, die uns erreicht hat, Hoffnung, dass immer mehr Menschen aufstehen für die Rechte der Tiere, und dass immer mehr Menschen aufhören, mit ihrem Konsumverhalten die Ausbeutung wehrloser fühlender Lebewesen zu unterstützen.

Ein Tier zu retten verändert leider noch lange nicht die ganze Welt…. Für unsere geretteten Hühner aber bedeutet es ein ganzes Leben!

Danke im Namen des gesamten Teams von Rettet das Huhn!

Stefanie Laab