Antibiotika in der Massentierhaltung

Resistente Keime in Hähnchenfleisch entdeckt

Anfang der Woche teilte die Umweltschutzorganisation BUND mit, dass bei Untersuchungen von Hähnchenfleisch aus Supermärkten und Discountern jede zweite Probe mit antibiotika-resistenten Keimen belastet sei. Laut Bund fanden sich die Keime auf zehn von zwanzig Stichproben von Hähnchenfleisch, die in Berlin, Hamburg, Köln, Nürnberg und im Raum Stuttgart gekauft wurden.

Es ist nicht neu, dass Antibiotika ein lebenswichtiges Mittel im Kampf gegen viele Infektionskrankheiten ist. Aber aufgrund falscher und zu häufiger Verwendung in der Humanmedizin entwickeln sich immer mehr antibiotika-resistente Erreger. Dazu kommt, dass darüber hinaus in der Massentierhaltung riesige Mengen von Antibiotika eingesetzt werden (allein in Deutschland kommen rund 750 Tonnen Antibiotika pro Jahr in der Massentierhaltung zum Einsatz – etwa doppelt so viel wie für die medizinische Behandlung bei Menschen verwendet wird).

Dagegen will jetzt die Bundesregierung Maßnahmen ergreifen. Verbraucherministerin Ilse Aigner legte einen Entwurf für ein verschärftes Arzneimittelgesetzt vor. „Der Einsatz von Antibiotika werde auf das zur Behandlung von Tierkrankheiten notwendige Mindestmaß beschränkt,“ so ihr Sprecher Holger Eichele. Ziel ist es, die Anwendung von Antibiotika in der Tierhaltung auf ein Minimum zu beschränken. Die Behörden der einzelnen Länder sollen den Einsatz der Medikamente überwachen und Verstöße – z.B., wenn Antibiotika illegal als Wachstumsförderer eingesetzt wird – ahnten.

Wenn Verbraucherministerin Ilse Aigner diese Missstände beseitigen will, dann muss sie früher oder später das ganze System Massentierhaltung in Frage stellen. Es ist typisch, dass erst gehandelt wird, wenn es schon zu spät ist. Verbraucherschutz sieht anders aus!

Stell dir vor, es gibt ein Legebatterie-Verbot und keiner merkt es…

Ab dem 01. Januar 2012 sind herkömmliche Legebatterien in der EU verboten; dies wurde im Juli 1999 per Richtlinie beschlossen. Dieses Verbot wird aber nicht verhindern, dass geschätzte 100 Millionen (!) Hennen auch nach dem 01. Januar 2012 weiterhin ein Leben in absoluter Enge, unter tierschutzwidrigen Verhältnissen werden fristen müssen, um billige Eier für Massentierhalter zu produzieren. Diese Zahl veröffentlichte jetzt die „Tageszeitung“ in einem Bericht vom 28.12.2011 als “brancheninterne Schätzung”. Tatsächlich wird das Legebatterie-Verbot laut EU-Verbraucherschutzkommissar John Dalli in Frankreich, Polen, Portugal, Rumänien, Belgien, Bulgarien und Zypern zum Stichtag nicht umgesetzt sein. Italien, Spanien, Griechenland, Ungarn und Lettland haben dem Bericht zufolge nicht einmal ausreichende Daten nach Brüssel geschickt.

Dies wird für die genannten Länder ein sog. Vertragsverletzungsverfahren zur Folge haben. Konkret bedeutet dies, dass Inspektoren der EU Beweise sammeln werden, die die Nichtumsetzung des Legebatterie-Verbotes belegen sollen. Bis zum Ende dieses Verfahrens dürfen keine Eier aus den betroffenen Ländern den jeweiligen nationalen Markt verlassen. Nun ist Papier ja geduldig, deshalb fordert der Deutsche Tierschutzbund eine Kennzeichnungspflicht nach Herkunft der Eier. Das aber würde auch wieder gegen EU-Recht verstoßen, und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat sich auch schon dagegen ausgesprochen. Wie dann allerdings der Import dieser “verbotenen Eier” verhindert werden soll, darüber erfährt man nichts.

Für ein Legebatterie-Verbot haben Tierschutzorganisationen jahrelang hart gekämpft. Es ist schon erschreckend zu erfahren, dass dieses Engagement keinerlei Wertschätzung erfährt – von der Fortsetzung der Qualen der Hühner in den Legebatterien ganz zu schweigen.

Das heißt nun allerdings nicht, dass die bereits im Jahre 2010 in Deutschland umgesetzten EU-Vorgaben den Hühnern hierzulande wirklich helfen. Die Tiere haben lediglich ein paar Quadratzentimeter mehr Platz in den Käfigen, die schönfärberisch als „ausgestaltet“ bezeichnet werden – genau genommen eine arglistige Täuschung. Die natürliche Umgebung kann auch nicht ansatzweise ersetzt werden, denn die bedauernswerten Hennen leben schließlich nach wie vor in Gefängnissen. Die praktisch nur minimal veränderte Haltung ist nur eine tierschutzpolitische Augenwischerei, die das einzelne Individuum Huhn in keiner Weise von seinen Qualen erlöst.

In der sog. Bodenhaltung sind die Hennen teilweise zu Tausenden in Hallen untergebracht. Ideal ist dies nicht, zumal die Voraussetzung dafür fehlt, dass sie ihrem angeborenen Bedürfnis nachgehen können, einen Sozialverband von 8-10 „Mittieren zu bilden; zumindest haben sie aber bei der Bodenhaltung eine gewisse Bewegungsfreiheit. Besser ist zweifellos die Freilandhaltung; sie hat jedoch ebenfalls den Nachteil, dass sich die Tiere aufgrund der riesigen Zahl nicht in kleinen Gruppen zusammenfinden können. Ein Problem stellt auch die Tatsache dar, dass sie sich bei „Weidehaltung“ nicht vor Beutegreifern verstecken können.

Bei beiden genannten Haltungsformen sind Rangkämpfe vorprogrammiert, die Krankheiten und Verletzungen zur Folge haben können.

Den wirksamsten Tierschutz kann jeder von uns noch immer dadurch erreichen, dass keine Eier konsumiert werden! Die Produktion von Eiern ist immer mit Leid verbunden, wenn sie einen wirtschaftlichen Nutzen für den Tierhalter bringen soll. Viel Leid entsteht auch deshalb, weil auf jedes weibliche Küken ein „unbrauchbares“ männliches kommt, das nach seiner Geburt wegen seines Geschlechts „zermust“, zerhackt oder sonst wie getötet wird. Diese Grausamkeit ist ein wichtiger Grund mehr, warum Eier vom Speiseplan gestrichen werden sollten.

Klimavergleichsstudie mit Fleischalternativen

95 Prozent weniger Klimagase durch Fleischalternativen

Die Klimastudie des Vebu vergleicht acht verschiedene Soja- und Seitanprodukte mit Fleisch und kommt zu folgendem Schluss: Allein durch den Ersatz von Fleischalternativen, könnten in Deutschland jedes Jahr über sieben Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. (Hier weiter lesen…)

Filmvorführung „Meat the Truth“ mit Podiumsdiskussion in Bamberg

Redebeiträge des Bundesvorsitzenden überzeugten das Publikum

Am 25.11.2011 wurde der Film „Meat the Truth“ im großen Saal des Gasthofes „Kunigundenruh“ in Bamberg / Litzendorf vorgeführt. Der Einladung waren mehr als 80 interessierte Bürger/innen aus Bamberg und Umgebung gefolgt, die sich über die Auswirkungen der globalen Fleischproduktion auf die Klimaerwärmung informierten.

Anschließend diskutierten Vertreter aus Politik, Landwirtschaft und Tierschutz sowie ein Vertreter der protestantischen Amtskirche über das brisante Thema.

 

Für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz war der Bundesvorsitzende Stefan B. Eck vor Ort, der das Publikum mit seinen Redebeiträgen begeisterte und die Anwesenden von der Notwendigkeit einer politischen Offensive bez. der Ernährungsgewohnheiten überzeugte. Unterstützt wurde Stefan B. Eck durch die Referentin des Vebu, Silke Bott, die vor allem die gesundheitlichen Aspekte der vegetarischen Ernährung ins Feld führte.

Neben den ausführlichen Informationen über Vegetarismus und Veganismus hatten die anwesenden Gäste am veganen Buffet die Gelegenheit, sich auf angenehme Art und Weise mit veganen Lebensmitteln vertraut zu machen.

Mensch, Umwelt und Tier bezahlen die Rechnung…

Im Jahr 2010 wurden bundesweit 1000 Tonnen Antibiotika in Tiermastbetrieben verfüttert

Wie die WAZ auf ihrem Online-Medium www.derwesten.de am 20.09.2011 berichtete, wurden laut Schätzungen der Bundesregierung im Jahr 2010 bundesweit rund 1000 Tonnen Antibiotika in Tiermastbetrieben verfüttert. Das erstaunt, ist doch der Einsatz dieses Medikaments zur Leistungssteigerung seit dem Jahr 2006 EU-weit verboten. Der Einsatz als Arzneimittel ist aber weiterhin erlaubt, so das man davon ausgehen kann, dass das Verbot von den Massentierhaltern so umgangen wird.

Das Bundesernährungsministerium musste nun auf eine Anfrage der Bündnisgrünen folgende erschreckende, von ihr geschätzte Zahlen, bestätigen: Kälber werden jährlich 2,3x mit Antibiotika „behandelt„, Rinder 2,5x und Schweine gar 5,9x. Masthähnchen werden auch 2,3x auf diese Weise „keimfrei„ gehalten, sie leben in der Massentierhaltung allerdings auch lediglich im Durchschnitt 32 Tage.

Diese ganzen Antibiotika im Futter der Tiere werden natürlich über deren Fleisch an den Teil der Bevölkerung weitergegeben, der sich mit Fleischprodukten ernährt. Das ist deshalb schlecht, weil dies zu einer zunehmenden Antibiotikaresistenz der Bevölkerung führt. Im Zusammenhang mit der Suche nach dem EHEC-Erreger wurde darüber noch heiß diskutiert. Nach offiziellen Angaben sterben jährlich bis zu 7000 Menschen an dem sog. Resistenz-Keim MRSA. Die Bundesanstalt für Risikobewertung ermittelte in Studien, dass 32 Prozent der im Jahr 2010 entnommenen Putenfleisch-Proben, mit diesem MRSA-Keim versetzt waren. Im Jahr 2009 registrierte diese Behörde, dass in 52% von 290 untersuchten Schweinemastbetrieben in deren Stallstaub auch MRSA-Bestandteile gefunden wurden. Die Antibiotika einsetzenden Landwirte werden dabei auch nicht verschont. Denn 86 Prozent von ihnen waren ebenfalls mit MRSA-Keimen infiziert.

Dies alles sind alarmierende Zahlen und sollten einer Bundesregierung und insbesondere einer Bundesverbraucherministerin Aigner zu Denken geben. Geben sie aber nicht, das System Massentierhaltung, mit all seinen negativen Folgen für die Tiere, für die Umwelt und auch für den Menschen wird weiterhin für den Profit nach Kräften der schwarz-gelben Bundesregierung gefördert. Man fragt sich, was noch alles passieren muss, damit die Unionsparteien und die FDP endlich ihre Lobbypolitik aufgeben?

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert schon lange eine Abkehr von der Massentierhaltung, hin zu einer bio-veganen Landwirtschaft. Lebensmittel sind für uns Mittel zum Leben und keine Objekte kurzfristiger Gewinnerwartungen. Und wer jetzt meint, das in Deutschland gar nicht genug bio-vegane Lebensmittel hergestellt werden können, der möge bedenken, dass bei der Produktion z.B. einer Kalorie Schweinefleisch 4 Kalorien pflanzlicher Nahrung verbraucht werden müssen. Beim Rind ist das Verhältnis 1:7 und bei Hühnern gar 1:12.

Weitere Informationen hier: www.derwesten.de

Report-Mainz” Film-Beitrag berichtet zum Thema…

Wissenschaftler vom Robert Koch Institut warnen vor antibiotikaresistenten Eiterkeimen (MRSA) auf Geflügelfleisch. Wenn der Keim in den menschlichen Körper eindringt, kann es zu schweren Infektionen bis hin zum Tod kommen.

Zum Film-Beitrag: www.ardmediathek.de

Unter dem Kreuz: Spanferkel gegrillt und gefressen

Im Rahmen eines Handwerkerfestes ließ der Hildesheimer Bischof Trelle letzten Donnerstag vier Spanferkel im Dom aufspießen und grillen.

Der Kommentar des Bistums nach eingegangenen Protestbriefen in der “Hildesheimer Zeitung” gibt Aufschluss über den Stellenwert, den die Kirche einem Schwein einräumt. Darin heißt es, dass man keine religiösen Gefühle verletzten wollte.

Die Gottähnlichkeit des Menschen als “Krone der Schöpfung” fordert Distanz gegenüber den vierbeinigen Verwandten: “Man darf Tieren nicht die Liebe zuwenden, die einzig dem Menschen gebührt”, heißt es im Katechismus der katholischen Kirche aus dem Jahr 1993. Die evangelisch Kirche spricht von Tieren als “nicht-personale Kreaturen” und zieht daraus die Rechtfertigung, ihr Lebensrecht zu missachten.

Damit ist alles über die Stellung der Amtskirchen zum Tierschutz gesagt. Amen!

Der im 17. Jahrhundert lebende Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal beschrieb religiöse Übel sehr präzise: “Nie tut man vollkommener das Böse als wenn man es mit gutem Gewissen tut oder genauer‚ um Gottes und des Guten willen.”

Der „Wiesenhof-Skandal“

Tier- und Menschenausbeutung unter dem Label des idyllischen Bauernhofs

Der Unternehmer Paul-Heinz Wesjohann, Chef der PHW-Gruppe, die mit einer „Produktionsmenge“ von mehr als 270 Millionen Hühnern pro Jahr Milliarden Gewinne einfährt, lässt jede Woche etwa 4,5 Millionen “Hähnchen” schlachten. Das Unternehmen Wiesenhof, das dem Konzern angehört, wirbt mit hohen Qualitätsstandards und mit der Herstellung hochwertiger Produkte “im Einklang mit Mensch, Tier und Natur”.

Die Wahrheit sieht anders aus: Unermessliches Tierleid, sadistischer Umgang mit hilflosen Tieren, mangelnde Hygiene und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen (mit Billiglöhnen durch Subunternehmer) beim Marktführer der deutschen „Geflügelbranche“.

Das Fazit der erschütternden Reportage “ARD-exclusiv” ist vernichtend: „Das System Wiesenhof funktioniert nur, weil der Konzern Umwelt, Tiere und Menschen ausbeutet“, schreibt der Sender in seiner Pressemitteilung.

Schauen Sie sich die erschütternde ARD-Dokumentation “Das System Wiesenhof” an und handeln Sie bitte!

Hier geht es zum Film: www.ardmediathek.de

Gerichte, Verbraucher und Tierfreunde können handeln!

– Verfahren bzw. Anzeigen wegen Tierquälerei oder Begünstigung von Tierquälerei

– Total-Boykott sämtlicher Wiesenhof-Produkte

– Beschwerden bei Anbietern von Wiesenhof-Produkten

– Beschwerden bei TV-Sendern und Print-Medien bei Werbung für Wiesenhof-Produkte

– Protest-Mails, Faxe und Telefonanrufe: E-Mail: info (at) phw-gruppe.de, Tel.: 04445 89 10, Fax: 04445 89 12 50

Es liegt in unser aller Händen, ob das „Wiesenhof-System“ weiterhin Mensch, Tier und Natur mit Füßen tritt…

Unser Protestschreiben an die PHW-Gruppe / 02.September 2011

PHW-Gruppe
LOHMANN & CO. AG
z.H. Paul-Heinz Wesjohann
Paul-Wesjohann-Str. 45
49429 Visbek

Betr. ARD-Reportage über Wiesenhof

Sehr geehrter Herr Wesjohann,

die ARD-Sendung am 31. August 2011 über Ihr Unternehmen hat unsere schlimmsten Erwartungen hinsichtlich Tierquälerei, Umweltzerstörung und menschenunwürdiger Arbeitsbedingungen übertroffen.

Die Wahrheit über das „System Wiesenhof“ ist nun endlich der breiten Öffentlichkeit bekannt: In der Firmenphilosophie der PHW-Gruppe existieren Verbrauchertransparenz und Tierschutz nicht – angefangen vom irreführenden Firmennamen „Wiesenhof“ über das Logo, das niedersächsische bäuerliche Kultur assoziieren soll, bis hin zu der heuchlerischen Behauptung, dass „in Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt“ produziert würde. Tatsächlich wird aber eklatant gegen das Tierschutzgesetz verstoßen.

Es ist der ARD-Sendung zu verdanken, dass die wahren Geschäftsgebaren der PHW-Gruppe nun endlich bekannt sind. Nicht ohne Grund versuchte Ihr Unternehmen im Vorfeld, die Ausstrahlung auf Biegen oder Brechen zu unterbinden, denn das Kaufverhalten der Bevölkerung wird sich zweifellos nach der Sendung verändern, und dies umso mehr, als auch über mangelnde Hygiene berichtet wurde; auch Ihre Großkunden werden – so hoffen wir – die Geschäftsverbindung mit der PHW-Gruppe aus diesem Grunde überdenken.

Eins ist sicher: Lügengebäude müssen zum Einsturz gebracht werden, und die Partei Mensch Umwelt Tierschutz wird, das versichern wir Ihnen, alles in ihrer Macht Stehende tun, die ARD-Sendung und die darin gezeigte Wahrheit über Ihr Unternehmen unters Volk zu bringen.

Gezeichnet: Stefan Bernhard Eck

Einer packt aus…

Und die Staatsmacht schlägt zurück!

Am 19. Juli 2011 findet im Freiburger Arbeitsgericht die Hauptverhandlung Schlachthofprüfer, „Whistleblower“ Wehrlin von Regierungspräsidium Freiburg statt. Verhandlungsgegenstand ist seine fristlose Kündigung durch das Regierungspräsidium Freiburg.

Wehrlin wurden nach und nach die Kompetenzen für die Eierkontrolle und die Geflügelwirtschaft entzogen, zuletzt bekam er die Kündigung. Er hatte massive Missstände, Tierquälerei, schlimmste hygienische Mängel in den Schlachthöfen, Betrug an den Bauern aufgedeckt; Rinder wurden vor der Schlachtung durch heftiges Schlagen Blutergüsse beigebracht, um ihren Verkaufswert zu mindern. Zudem kam durch Wehrlin die lobbyistische Verflechtung der Fleischindustrie ins Gerede. Ein angeprangerter Geflügelhof gehört dem Bruder des ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel.

Der „Nestbeschmutzer“ Wehrlin war massivem Mobbing ausgesetzt, das manchmal lebensbedrohlich anmutete.

Der „Spiegel“12/2011 und der Südwestfunk berichteten im März darüber.

Wehrlin hat nun die Kündigung offiziell deshalb erhalten, weil er diese Medien, Spiegel und SWR informiert habe. Wehrlin bestreitet dies. Die Medien hatten selbst recherchiert und waren somit nicht auf Wehrlin als Informant angewiesen.

Web-Redaktion: 12.07.2011

Fleischkontrolleur scheitert mit Mobbingklage

Die Klagen des Fleischkontrolleurs Wehrlin gegen das Regierungspräsidium Freiburg vor dem Arbeitsgericht Freiburg wegen Mobbing und gegen seine fristlose Kündigung sind vorerst gescheitert. Die Mobbing-Klage wurde „mangels Beweisen“ abgewiesen. Bei der Klage gegen die fristlose Kündigung wurde Herrn Wehrlin ein fragwürdiger Vergleich vorgeschlagen.

Aus der Vorgeschichte, den Äußerungen Herrn Wehrlins und anderer sowie aus einigen Fakten (Betrug mit der Bezeichnung „Freilandeier“) kann nur vermuten, dass das Regierungspräsidium Freiburg beste Beziehungen zur Fleischlobby hat und dass die Rechtssprechung da nicht stören will.

Web-Redaktion: 25.07.2011

 

Donnerstag ist “Veggiday”

Jetzt auch in Braunschweig

Die Idee des “Veggidays” setzt sich immer weiter durch: So hat jetzt auch die Stadt Braunschweig den Donnerstag zum “Veggiday” erklärt. Die Initiatoren wurden dabei vom BUND, der AOK und von “SLOW FOOD Braunschweig” unterstützt. Der Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, hat die Schirmherrschaft übernommen. Ab sofort wird in Großküchen der Region um Unterstützung geworben und die Idee auch in einer der Braunschweiger Gesamtschulen vorgestellt.

Damit reiht sich Braunschweig in die – mittlerweile weltweite – Liste der Veggie-Städte ein (Gent, Sao Paulo, Bremen, Magdeburg und etliche andere).

Es bleibt zu hoffen, dass noch weitere Städte folgen, die die Zusammenhänge von Klimawandel, Tierleid, Welthunger einerseits und „Fleischproduktion“ andererseits nicht nur verstanden haben, sondern sie auch umsetzen!

Schreckliche, leider topaktuelle Bilder Schweine-Kastenstände

Ein RespekTiere-Sternenhof-Rechercheteam war dieser Tage unterwegs und hat diese Bilder in Deutschland aufgenommen. Unsere Partei bedankt sich ganz herzlich bei RespekTiere für die Genehmigung, die Bilder verwenden und veröffentlichen zu dürfen!

Jeder Kommentar erübrigt sich beim Betrachten der Bilder. Nur auf eins sei hingewiesen: Wie lässt sich die Haltung der Schweine mit dem deutschen Tierschutzgesetz und mit dem Tierschutz in der Verfassung vereinbaren?

Indem wir Fleisch genießen, sind wir alle Komplizen der an Tieren verübten Grausamkeiten beim Transport, auf den Märkten und in den Schlachthäusern, und wer weiß, ob dieses gemarterte Fleisch, das wir uns einverleiben, uns nicht seinerseits zu neuen Brutalitäten und Grausamkeiten fähig macht.
(Mahatma Gandhi)