Bitte Appell von der “Albert Schweitzer Stiftung” unterzeichnen!

Am 28. November 2014 soll in Nepal das Gadhimai-»Schlachtfest« beginnen – das größte Tieropferfest der Welt. Unter grausamen Bedingungen sollen 500.000 Tiere enthauptet werden. (Unterzeichnen Sie hier den Appell)

Kurzmeldung

Tiermediziner fordert Mindestpreis für Fleisch

Thomas Blaha, Professor der Tierärztlichen Hochschule Hannover und Vorsitzender der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz, fordert einen gesetzlichen Mindestpreis für Fleisch, damit das Wohl der Tiere in den Ställen verbessert werden kann. Er wünscht sich mehr Engagement vom Staat, weil man dem Staatsziel Tierschutz verpflichtet sei.

Tiermediziner fordert Mindestpreis für Fleisch

Thomas Blaha, Professor der Tierärztlichen Hochschule Hannover und Vorsitzender der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz, fordert einen gesetzlichen Mindestpreis für Fleisch, damit das Wohl der Tiere in den Ställen verbessert werden kann. Er wünscht sich mehr Engagement vom Staat, weil man dem Staatsziel Tierschutz verpflichtet sei. (hier)

Interessante Studie zur Fleischreduktion

Was Fleischverzicht wirklich bringt

Laut Informationszentrum für die Landwirtschaft “Proplanta” wären einer aktuellen Studie der Universitäten Hohenheim und Göttingen 60 Prozent der Deutschen zu einer Einschränkung ihres Fleischkonsums bereit. Im Vordergrund ihrer Überlegungen stehen hauptsächlich die eigene Gesundheit und der Tierschutz.

Bereits 20 Prozent weniger Fleischkonsum in den Industrieländern würden sich spürbar positiv auf Agrarpreise und die Ernährungssicherung armer Menschen in Entwicklungsländern auswirken. (Hier lesen)

Lebensmittelskandale reißen nicht ab

20 Tonnen Putenfleisch mit Reserve-Antibiotika verseucht

Die Lebensmittelskandale reißen nicht ab: Pferdefleischskandal, Bio-Eier-Betrug, Schimmelmilch – und jetzt wurde publik, dass in den vergangenen Monaten rund 20 Tonnen mit Reserve-Antibiotika belastetem Putenfleisch aus Rumänien in den deutschen Handel gelangte. Der erlaubte Grenzwert wurde um das 27-fache überschritten.

Die tiefgefrorene Ware eines rumänischen Exporteurs war bereits Mitte vergangenen Jahres nach Nordrhein-Westfalen geliefert worden und gelangte danach in den Handel.

Das Landwirtschaftsministerium versuchte die Konsumenten zu beruhigen und behauptete, dass eine akute Gesundheitsgefährdung durch den Verzehr nach derzeitigem Wissensstand nicht bestehe. Fakt ist jedoch, dass Reserve-Antibiotika nur bei schweren Infektionen eingesetzt wird und Putenfleisch oft mit resistenten Keimen belastet ist – auch MRSA-Keime, auf die fast alle Antibiotika nicht mehr ansprechen.

Das Risikopotential für die menschliche Gesundheit durch die Verwendung von Antibiotika in der Massentierhaltung wächst von Jahr zu Jahr. Aber dies scheint die politisch Verantwortlichen nicht zu interessieren. Die Gesetze und staatlichen Kontrollmaßnahmen sind – so kann man aus den letzten Lebensmittelskandalen schließen – nicht mehr als bloße Augenwischerei.

Verbraucherschutz in Deutschland: Fehlanzeige! So lange die Interessen der Wirtschaft für Merkel & Co. Vorrang haben, sind keine greifenden Maßnahmen zu erwarten, mit denen die Verbraucher vor den Auswirkungen der tierquälerischen industriellen Massentierhaltung geschützt werden.

UNO empfiehlt dringend Fleisch-Reduktion

Eine aktuelle Studie des UNO-Umwelt-Programmes (Unep) rät dringlich zu einer drastischen Reduktion des Fleischkonsums um mindestens 50 Prozent in den wohlhabenden Industrienationen. Der Pferdefleischskandal habe die “dunkle Seite” der Billig-Fleisch-Produkion in Europa gezeigt. Die Gesundheit des gesamten Öko-Systems sei durch den steigenden Fleischkonsum akut bedroht, in den Ozeanen entstehen riesige Todeszonen. Derzeit verbraucht die Fleischproduktion 80 Prozent aller Nitrogene und Phosphate (Düngemittel) sowie Unmengen Pestizide und Herbizide und viel Energie. Eine zunehmende Verschmutzung des Bodens, der Gewässer und der Atemluft sei als Folge der Emissionen zu erwarten. Klima und Artenvielfalt sind bedroht.

Zudem wird auf die unglaublichen Qualen der Tiere in der sich ausweitenden Massentierhaltung hingewiesen.

Die UNO-Wissenschaftler raten, in den reichen Staaten mehrpflanzliche Nahrungsmittel zu verzehren. (Erste Quelle) (Zweite Quelle)

Pferdefleisch: Der wahre Skandal

Verbraucher- und Tierschutz ein einziges Desaster

Der Pferdefleisch-Skandal zieht immer weitere Kreise. Nicht nur Deutschland ist betroffen – europaweit werden Fertigprodukte verkauft, die falsch deklariert sind und Pferdefleisch enthalten.

Viel skandalöser als diese kriminelle Verbrauchertäuschung sind jedoch die tierquälerischen Zustände bei der Haltung, dem Transport und dem Umgang mit den Pferden bei der Schlachtung. Was im Zuge der Ermittlungen von Journalisten und Tierschützern offenkundig wurde, ist geeignet, den Glauben an den Menschen als moralisches Wesen vollends zu verlieren.

Kranke und verletzte Pferde – oft mit Beinbrüchen – bleiben sich selbst überlassen und „krepieren“ elendig. Es werden ungeeignete Transportfahrzeuge – oft ohne Futter und Wasser – eingesetzt und die Tiere von ungeschultem Personal unter Einsatz von Knüppeln, Peitschen und Hunden in die Fahrzeuge getrieben. In den Schlachthöfen ist die Betäubung vor dem Schlachtvorgang oft unzureichend.

All dies findet statt, weil das Produkt Pferdefleisch vom Verbraucher nachgefragt wird, weil die Profitgier vieler Lebensmittelhersteller keine Grenzen kennt, die Strafen viel zu leicht sind und unsere Regierung bisher kein Gesetz erlassen hat, das die Einfuhr von „Produkten“ aus nachweislich tierquälerischer Haltung / „Erzeugung“ einfach untersagt. Der Pferdefleisch-Skandal hat wieder einmal gezeigt, dass der Verbraucher- und Tierschutz von Ministerin Ilse Aigner ein einziges Desaster ist.

(Zum Beitrag von Stern-TV)

(Zum Beitrag: Pferdefleischimporte in die Schweiz)

Petition: Stoppt den grausamen Pferdemarkt in Skaryszew/Polen!

Das Schreien und angstvolle Wiehern der Pferde ist schon von Weitem zu hören. Kommt man näher, so kann man die blanke Angst in ihren Augen sehen. Jährlich findet an einem Wochenende im Februar in Skaryszew/Polen der größte und grausamste Pferdemarkt statt. Hunderte von Pferden (im Jahr 2012 waren es ca. 2000) werden dort jedes Jahr regelrecht verscherbelt, danach quer durch Europa nach Italien, Frankreich und andere Länder transportiert, wo sie meist auf der Schlachtbank landen. Auf dem Markt und bei den Transporten herrschen furchtbare Bedingungen. (Hier Petition unterzeichnen)

Petition: Wir fordern einen humanen Umgang mit Pferden in Rumänien!

Senden Sie eine Protestmail an den Landwirtschaftsminister von Rumänien und den zuständigen EU-Kommissar! (Hier Petition unterzeichnen)

Psychologie des Fleischkonsums: Warum wir Rinder, aber keine Hunde essen

US-Psychologin Melanie Joy: Die moderne Tierproduktion ist eine der brutalsten Praktiken der Menschheitsgeschichte

Die meisten Menschen glauben: Fleischessen ist normal, natürlich und nützlich. Nur wenn das falsche Tier auf dem Teller liegt, regen sie sich auf. US-Psychologin Melanie Joy erklärt, wie sie das rechtfertigen und was Fleischkonsum mit der Ausbeutung von Menschen zu tun hat. (Interview mit Melanie Joy hier lesen)

Der Pferdefleisch-Skandal

Jede Münze hat zwei Seiten

Wieder einmal wurden die Verbraucher/innen betrogen und ein Aufschrei geht durch die Medien. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner reagierte empört über die Beimischung von Pferdefleisch in Lasagne-Packungen: „Das ist `ne echte Sauerei“. (Anmerkung der Redaktion: Welch gekonnte Wortwahl!)

Es steht außer Frage, dass die Verbraucher/innen ein Recht auf Transparenz und eine verbindliche Deklarierung der Inhaltsstoffe in Lebensmitteln haben, denn was auf der Packung drauf steht, muss auch drin sein. Die Schuldigen des Etikettenschwindels müssen gefunden und bestraft werden.

Aber jede Münze hat auch zwei Seiten: Der Pferdefleisch-Skandal ist auch ein „Verbraucher-Skandal“. Auf der Jagd nach immer billigeren Lebensmitteln, denkt er kaum darüber nach, wie die einzelnen Produkte hergestellt wurden. Fleisch vom Rind oder Schwein oder Huhn wird in Lebensmitteln akzeptiert – er kauft, genießt und schweigt, wendet sich aber angewidert ab, wenn das Produkt Pferdefleisch enthält.

Über die Frage, was der eigentliche Unterschied zwischen Rind, Schwein, Huhn oder Pferd ist, sollte der Verbraucher mal ernsthaft nachdenken. Alle genannten Tierarten leiden und landen nach ihrem kurzen und qualvollen Dasein irgendwann einmal im Schlachthaus.

Einer Statistik zufolge verbraucht ein Deutscher in seinem Leben im Schnitt 1 094 Tiere, darunter 4 ganze Rinder, 4 Schafe, 12 Gänse, 37 Enten, 46 Schweine, 46 Puten und 945 Hühner. Alles fühlende und schmerzempfindliche Lebewesen, die kommentarlos vom Verbraucher verspeist werden.

Es sind ja nur die üblichen „Nutztiere“…