16. Oktober 2010: Welternährungstag

Seitens der “großen Politik” wird viel gesprochen, aber nicht gehandelt und vor allem viel verschleiert. Die tatsächliche Ursache der globalen Hungerkrise wird verschwiegen. Obwohl laut UN täglich 24 000 Menschen an den Folgen des Hungers sterben, wird der größte Teil der weltweit erzeugten Getreide- und Sojaernte als Tierfutter in den Mastanlagen – vor allem der reichen Länder der Welt – verwendet. Durch den stetig steigenden Fleischkonsum sind die “Nutztiere” zu einem Nahrungskonkurrenten für die Hungernden geworden.

Durch eine vegetarische oder vegane Ernährungsweise würden riesige Mengen an Getreide und Soja als Nahrungsmittel für den Menschen zur Verfügung stehen und das Welthungerproblem wäre gelöst. Der Schweizer Politiker Jean Ziegler (von 2000-2008 Sonderberichterstatter der UNO für das Recht auf angemessene Ernährung) erklärte vor einiger Zeit: “Ein Kind, das heute am Hunger stirbt, … wird ermordet.”

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz schließt sich dieser Meinung voll und ganz an.

Stefan Bernhard Eck
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Landesverband Bayern zum Welttierschutztag in Aktion

Am 04.Oktober, zum Welttierschutztag, war der Landesverband Bayern wieder aktiv. Sechs Mitglieder informierten in der Münchener Innenstadt die Passanten über die Missstände in der Tierhaltung, die trotz unzähliger Proteste weiter Bevölkerungskreise von der Politik hingenommen werden. Zahlreiche Flugblätter zum Thema wurden verteilt und viele Gespräche über die Ziele unserer Partei ergaben sich mit den BürgerInnen.

Partei Mensch Umwelt in Aktion – Grundstein für Tierversuchslabor gegen Bürgerwillen gelegt

Am 05.10.2010 wurde in Hannover der Grundstein für das Tierversuchslabor von Boehringer Ingelheim gesetzt. Zu diesem Anlass hatten sich zwecks einer “Grabsteinlegung” verschiedene Tierschutz- und Tierrechtsgruppen vor dem Gelände versammelt. Während drinnen das kalte Buffet und der Champagner für die geladenen Gäste serviert wurden, demonstrierte unsere Partei gemeinsam mit den “Ärzten gegen Tierversuche”, Hannover-vegan und der “Bürgerinitiative gegen Boehringer” gegen diese Anlage, in der künftig Impfstoffe an Schweinen getestet werden, um Epidemien in der Massentierhaltung vorzubeugen. Dabei geht es natürlich nicht um die Gesundheit des einzelnen Tieres, sondern darum, die Ausbeutung der Tiere noch profitabler und effizienter zu gestalten.

 

Dass auch auf die berechtigten Interessen der Bürgerinitiative gegen Boehringer, die das Projekt zwar nicht primär aus Tierschutzgründen ablehnen, keine Rücksicht genommen wurde, zeigt wieder einmal, dass Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen und die Bürgerinnen und Bürger “im Regen stehen”.

Die Demokratie – die Herrschaft des Volkes – bleibt immer öfter auf der Strecke: Atomvertrag, “Stuttgart 21” und nun Boehringer Ingelheim…

Grundstein für umstrittenes Tierimpfstoffzentrum gelegt

Artikel lesen: www.kreiszeitung.de

Getrennt marschieren, gemeinsam schlagen!

“pro iure animalis”, “Natur ohne Jagd e.V.” und die Partei gemeinsam in Aktion

Am 02. und 03.10.2010 waren “pro iure animalis”, “Natur ohne Jagd e.V.” und der LV Rheinland-Pfalz der Partei Mensch Umwelt Tierschutz in Aktion, um sich Seite an Seite für die Rechte der Tiere einzusetzen.

 

Am ersten Aktionstag veranstalteten “pro iure animalis” und unsere Partei Infostände in Landau / Rheinland-Pfalz. Man nutzte diese Gelegenheit, zu der auch der Bundesvorsitzende Stefan Bernhard Eck und der stellv. Landesvorsitzende von Rheinland-Pfalz, Udo Dautermann, sowie die neuen Parteimitglieder Harald Hoos und Christine Simon angereist waren, um Unterstützungsunterschriften für die im März 2011 anstehende Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zu sammeln.

Am zweiten Aktionstag, den 03. Oktober 2010 demonstrierten Mitglieder von “Natur ohne Jagd e.V.” gemeinsam mit Udo Dautermann, Harald Hoos und Stefan Bernhard Eck anlässlich der “Jagd- und Naturtage” auf dem Linslerhof im Saarland für die Abschaffung der Jagd. Sie verteilten an die geschätzten tausend Besucher hunderte von Antijagd-Faltblättern, Tierschutz- und Parteibroschüren.

 

Mit großer Betroffenheit und Verärgerung reagierten alle Demonstrationsteilnehmer, aber auch eine Vielzahl von Besuchern auf dem Linslerhof auf die Tatsache, dass bei der abgehaltenen Hubertusmesse ein erlegter Hirsch als Dekorationsmaterial vor dem Altar diente.

Erfreulicherweise wurden aber auch an diesem Tage Kontakte zu verschiedenen Tierschutzorganisationen (z.B. “Wildtier & Artenschutz e.V.”) geknüpft und bereits Gesprächstermine für einen baldigen Gedankenaustausch vereinbart.

Zum Weltvegetariertag in Aktion

Gemeinsam die Notwendigkeit des Vegetarismus / Veganismus verbreiten…

Am 01. Oktober 2010 fand in Braunschweig anlässlich des Weltvegetariertages eine Gemeinschaftsveranstaltung von “Tier-Time e.V.” und der Partei Mensch Umwelt Tierschutz statt. Auch die “Ärzte gegen Tierversuche e.V.” und “Braunschweig-vegan” hatten einen Stand. Die Veranstaltung wurde von der stellv. Vorsitzenden des Landesverbandes Niedersachsen unserer Partei, Sabine Pankau, organisiert. In der Braunschweiger Innenstadt wurden reichlich Informationen zum Thema verteilt; auch an das leibliche Wohl der Passanten wurde mit veganem Chili und veganem Kuchen gedacht, was sehr gut ankam und Anlass zu intensiven Gesprächen über die vegetarische und vegane Lebensweise gab. Neben Sabine Pankau waren auch die Parteimitglieder Harald Piltz und Danny Picken mit von der Partie.

Der 04. Oktober ist Welttierschutztag

Der Welttierschutztag, der jedes Jahr am 04. Oktober begangen wird, erinnert an den Heiligen Franz von Assisi, Schutzpatron der Tiere. Er sollte uns auch heute Vorbild sein, denn er liebte die Tiere und achtete sie zutiefst als Mitgeschöpfe!

Seit 2002 ist der Tierschutz im Grundgesetz verankert, aber nach wie vor steht er mehr oder weniger nur auf dem Papier! Während sich die Tierausbeuter durch alle Instanzen klagen können, wird den anerkannten Tierschutzorganisationen immer noch das Verbandsklagerecht vorenthalten – das entscheidende Instrument zur Durchsetzung des betr. Grundgesetzartikels und damit zur Einhaltung tierschutzrechtlicher Vorschriften und grundlegender Tierschutzstandards.

Tiere werden nach wie vor nicht als Lebewesen mit arteigenen Bedürfnissen angesehen: Massentierhaltung auf engstem Raum, tagelange “Nutztier”-Transporte, Mastkaninchenhaltung in Gitterkäfigen von der Größe eines Schuhkartons, Legehennen in Käfigen, irreführend und vollmundig als “Kleinvolieren” tituliert, Tierversuche statt tierversuchsfreier Forschung – diese Reihe quälerischer Ausbeutung ließe sich endlos fortsetzen. Aber auch beim Schutz von sog. Heimtieren gibt es große Defizite, zumal nicht einmal ein Heimtierschutzgesetz existiert. Dringend notwendig ist auch die Änderung der überholten Jagdgesetze – gegen den erbitterten Widerstand der Jäger.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert, dass der Staat seiner verfassungsgemäßen Verpflichtung endlich nachkommt, für den Schutz der Tiere zu sorgen, anstatt mit den Tierausbeutern nur allzu oft gemeinsame Sache zu machen!

Tierschutz geht uns alle an – zunächst um der Tiere selbst willen; aber er ist auch für den Menschen wichtig, da er soziale Kompetenzen fördert, zur Gewaltprävention beiträgt und vieles mehr. Insofern ist Tierschutz auch Menschenschutz und sollte einen wichtigen Platz in unserer Gesellschaft einnehmen.

Marita Adler
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Der 01. Oktober ist Weltvegetariertag

Gäbe es den Weltvegetariertag nicht schon seit 33 Jahren, müsste man ihn ins Leben rufen angesichts der drängenden weltweiten Tier- und Klimaschutzprobleme.

Erfreulich ist aber, dass das Bewusstsein für gesunde Ernährung kontinuierlich steigt. Die vegetarische Lebensweise ist inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Deutschland verzeichnet bereits 6 – 8 Millionen Vegetarier. Dabei ist in zunehmendem Maße festzustellen, dass – über die eigene Gesundheit hinaus – auch das Wohl von Tier, Klima und Umwelt eine wichtige Rolle spielt.

Die weltweite exzessive Tierhaltung mit 98 % Massentierhaltung ist der Klimakiller Nr. 1. Für die ungeheure Belastung der Erdatmosphäre und den drohenden Klimakollaps durch CO2-äquivalente Gase (Methan!) ist laut dem unabhängigen „Worldwatch Institut“ zu über 50 % die Massentierhaltung verantwortlich. Ferner wird durch die Fleischproduktion eine ungeheure Menge an Wasser vergeudet: Für 1 kg Fleisch werden 15500 Liter Wasser benötigt! Ein weiterer Skandal ist, dass mehr als die Hälfte der Weltgetreideernte an die Tiere in der Massentierhaltung verfüttert wird. Das Welthungerproblem ist damit vorprogrammiert.

Zum Vegetarismus gehört auch, was oft vergessen wird, dass man auch das Essen von Fisch vermeidet. Aber auch aus gesundheitlichen Gründen sollte man davon Abstand nehmen, denn Fische sind durch die Schadstoffbelastungen der Meere wie Arsen, Blei, Quecksilber und Pestizide verseucht.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass der Fleischverzehr für eine Vielzahl von menschlichen Krankheiten verantwortlich ist. Vegetarier haben nachweislich eine höhere Lebenserwartung, da sie seltener an Krebs, Gicht, Diabetes und Herz- und Kreislaufproblemen erkranken.

Fleischkonsum ist kein unbeherrschbarer Naturtrieb, sondern nur eine Angewohnheit, die man – eine entsprechende Bewusstseinsveränderung vorausgesetzt – mühelos wieder “verlernen” kann.

Marita Adler
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Die neue Hartz-IV-Regelung: Sekt für “die da oben”, Selters für “die da unten”

Nun wissen wir es endgültig: Diese Regierung hat mit der lächerlichen “Aufstockung” des bisherigen Hartz-IV-Satzes um gerade einmal 5 Euro – von 359 Euro auf 364 Euro – einen sozialpolitischen Offenbarungseid geleistet, wie er deutlicher nicht hätte ausfallen können.

6,7 Millionen Menschen werden öffentlich verhöhnt, wenn die “Lobbyisten-Kanzlerin” Merkel diesen Skandal auch noch als “sehr, sehr großen Schritt” verkauft und verkündet, man habe damit einen Anreiz für die Hartz-IV-Empfänger geschaffen, sich wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern.

Und Guido Westerwelle verkündet mit einer Schamlosigkeit, die ihresgleichen sucht, dass die Bedürftigen nun eine ausreichende Unterstützung hätten, so dass sie “ein menschenwürdiges Leben” führen könnten.

Fakt ist, dass Hartz-IV Stigmatisierung und soziale Ausgrenzung bedeutet – zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel: ca. 4,20 Euro pro Tag für Nahrungsmittel, also 1,43 Euro pro Mahlzeit.

Geradezu Stammtisch-Niveau hat Westerwelles populistische Aussage: “Wir wollen auch die Interessen der Steuerzahler nicht vergessen”, womit er jenen Teil der arbeitenden Bevölkerung bedient, welcher auch die große Zahl der unverschuldet in Not geratenen Langzeitarbeitslosen pauschal als Drückeberger bezeichnet.

Wenn es um die eigene Klientel geht, wird weder gespart noch an den Steuerzahler gedacht; laut Volkswirten der Deutschen Bank musste der deutsche Steuerzahler allein für die Finanzkrise 25 Milliarden Euro berappen und mehr als 140 Milliarden Euro würde es kosten, wenn die Staatsgarantien für die marode Hypo Real Estate fällig würden, die erst kürzlich mit Erlaubnis der Regierung – trotz “Krise und Miese” – 25 Millionen Euro an Boni ihren Bankern zahlte.

Die Schröpfung des Steuerzahlers ist für die schwarz-gelbe Regierung zur Selbstverständlichkeit geworden – man denke nur an die Steuervergünstigungen für Reiche, an den Dauer-Kotau vor Pharmakonzernen, Atom-Lobby usw.

Mit dem Statistischen Bundesamt als “unanfechtbare” Instanz im Rücken wurden die Vorgaben des BVG – genaue Berechnung der Sätze insbesondere für Kinder- angeblich erfüllt. Unter dem Strich keine Erhöhung des Regelsatzes zwischen 215 und 287 Euro und darüber hinaus nur “Bezugsscheine” für Mittagessen, Schulausflüge, Zoobesuche etc.

Kein Zweifel: Diese Regierung hat es geschafft, den Sozialstaat endgültig an die Wand zu fahren. Wer derartig rücksichtslos mit denjenigen umgeht, die ein Leben im Schatten des Wohlstandes führen müssen, hat das Recht verwirkt, den Beinamen “Volksvertreter” für sich in Anspruch zu nehmen.

Margret Giese
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main