Neues hessisches Landesjagdgesetz bleibt rückschrittlich

Haustier-Abschuss und Fallenjagd bleiben… und es wird noch schlimmer!

Das neue hessische Landesjagdgesetz soll laut Walter Arnold, dem jagdpolitischen Sprecher der CDU, „die Interessen von Wild, Wald und Flur“ ausgleichen. Gemeint hatte er wohl eher, „die Interessen der Jäger“.

Der Haustierabschuss und die Fallenjagd bleiben im neuen Gesetz erhalten. Darüber hinaus ist für manche Tierarten zusätzlich eine Verschlechterung eingetreten, da Schonzeiten gekürzt und das Nachtjagdverbot gelockert wurde.

Ziel einer Gesetzesänderung sollte es eigentlich sein, alle Gesellschaftsschichten, die durch dieses Gesetz betroffen sind, zu beachten. Doch die Mehrheit im hessischen Landtag besteht nun mal aus CDU und FDP, und somit wurden deren Änderungen des Landesjagdgesetzes auch unverändert beschlossen. Es beinhaltet bedauerlicherweise im Wesentlichen nur die einseitigen Forderungen des Landesjagdverbandes Hessen.

Diese Gesetzesnovellierung seitens der Fraktionen von CDU und FDP kommt der Staatsaufgabe „Tierschutz“ in absolut unzureichender Form nach, da die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Grundgesetzes sowie des Tierschutzgesetzes keinerlei Berücksichtigung fanden.

Die Anträge der Grünen und der SPD sowie die Stellungnahmen von Tierschutzorganisationen fanden keine Beachtung, und auf Wild- und Haustiere wurde bei diesem neuen Gesetz keine Rücksicht genommen. Im Gegensatz dazu müsste der Gesetzgeber – im Hinblick auf das gesellschaftlich steigende Bedürfnis nach Naturschutz und den sich allmählich in unserer Gesellschaft schärfenden Blick auf das Leid unserer Wild- und Haustiere – endlich davon Abstand nehmen, Gesetze nach den Forderungen von Interessenvertretern, die sich Sonderrechte anmaßen, auszurichten.

Insgesamt dient das Gesetz den Jagdausübungsberechtigten und drängt darüber hinaus die Tierschutzbelange noch weiter zurück. Das hessische Landesjagdgesetz war schon vor der Novellierung nicht zeitgemäß und hat in den letzten 60 Jahren keine wichtigen Änderungen in Bezug auf aktuelle biologische, wildbiologische oder andere wissenschaftliche Erkenntnisse sowie bezüglich des geltenden Tierschutzgesetzes erfahren. In der neuen Fassung stellt es nun einen erneuten Rückschritt dar und stellt alle Tierrechtler auf eine harte Geduldsprobe.

Die heutige Form der Jagd findet in der breiten Bevölkerung immer weniger Akzeptanz. Diese zunehmende Ablehnung der Jagd ist auch wesentlich auf die Aufklärung einer Vielzahl von Organisationen und Initiativen zurückzuführen – sowohl über die heute praktizierte Jagd als auch über die zunehmende Verrohung der jagdlichen Sitten sowie der Jägerschaft selbst.

Was bleibt, ist das Warten auf die nächste Landtagswahl – in der Hoffnung, dass die dann gewählte Landesregierung ihre Aufgaben in Bezug auf den Tierschutz ernst nimmt!

Meeresspiegel steigt schneller als je zuvor

Laut Freie Presse vom 21. Juni 2011 steigt der Meeresspiegel infolge der Erderwärmung heute schneller als je zuvor in den vergangenen 2000 Jahren.

Gestern erklärte des Institut für Klimaforschung in Potsdam: „Seit Beginn der Industrialisierung gehe die Kurve „steil nach oben.“ Ein internationales Expertenteam hat demnach herausgefunden, dass der Meeresspiegel seit Ende des 19. Jahrhunderts um rund 20 Zentimeter gestiegen sei. Dieser Anstieg sei „um ein Mehrfaches schneller als alles, was es in den vorangegangenen 2000 Jahren gegeben hat.“

Hier weitere Informationen: www.zeit.de

Die Ursachen für den Klimawandel sind hinlänglich bekannt – allen voran die Massentierhaltung, der Verkehr, die Industrie, die Kohlekraftwerke und die Zerstörung der Wälder. Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz macht dabei aufmerksam, dass jeder Einzelne sein Konsumverhalten überdenken und ändern sollte.

Der Ausgang der Krise ist ungewiss…

Auch heute demonstrieren wieder Zehntausende gegen den Sparkurs von Ministerpräsident Georgios Papandreou. Sie beschimpfen ihre Politiker mit Worten wie „Diebe“ und „Verbrecher“, Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy werden als Nazis tituliert.

Das Land befindet sich im Aufruhr! Die Griechen haben die Nase voll von dem harten Sparkurs, der ihnen von der EZB, dem IWF und der EU zur Bedingung weiterer Hilfskredite in Milliardenhöhe gemacht wird und sie geben Deutschland stellvertretend für die „Troika“ EU, IWF und EZB die Schuld an der griechischen Misere.

Dabei hatte Griechenland im vergangenen Jahr schon Finanzhilfen in Höhe von 110 Milliarden Euro gewährt bekommen. Im Gegenzug hatte die griechische Regierung einem Sparprogramm zugestimmt, dass unter anderem zusätzliche Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen vorsieht. Der rigide Sparkurs bringt aber einen Großteil der Bevölkerung an den Rand des Ruins. Verständlich, dass die Betroffenen Ministerpräsident Papandreou dafür verantwortlich machen und seinen Rücktritt fordern.

Kommt es zum Staatsbankrott, fehlt Griechenland auch das Geld, seine Fleischimporte aus der EU zu zahlen – rund 1 Milliarde Euro jährlich; für die Griechen, die sich schon per Gesetz (Vegetarier / Veganer dürfen keine Kinder adoptieren) gegen eine fleischfreie Ernährungsweise stark machen, kommt das einer nationalen Katastrophe gleich. Ein Griechenland mit weniger Gyros und Souflaki – noch bis vor kurzem undenkbar – wird immer wahrscheinlicher.

Wie die Krise ausgehen wird, ist ungewiss. Sicher ist aber, dass der deutsche Steuerzahler wieder zur Kasse gebeten wird, denn für einen Großteil der Kredite muss Deutschland aufkommen.

Meat The Truth – Die Wahrheit über die Klimakatastrophe

Parteiveranstaltung im Metropolis-Kino Hamburg

Am 18. Juni 2011 wurde der Film Meat The Truth im Metropolis-Kino in Hamburg vorgeführt; es war eine gemeinsame Veranstaltung des Landesverbandes Hamburg und des Bundesverbandes.

Ca. 60 Zuschauer waren gekommen, um den Film zu sehen, der auf die wahren Ursachen der Klimakatastrophe aufmerksam macht: Die globale Massentierhaltung und die extrem hohe Fleischproduktion weltweit.

Nachdem die erste Vorsitzende des LV Hamburg, Bettina Jung, die Gäste offiziell im Namen der Partei begrüßt hatte und der Film vorgeführt wurde, übernahm Regina Nickelsen (Mitglied im LV Hamburg) die weitere Moderation des Abends.

In einer Podiumsdiskussion mit der Schauspielerin, Buchautorin und ehemalige Alterspräsidentin des Bayerischen Landtages, Barbara Rütting, Bettina Jung (erste Vorsitzende des LV Hamburg) und Stefan Eck (Bundesvorsitzender der Partei Mensch Umwelt Tierschutz) wurde über das Thema diskutiert, die Partei vorgestellt und auf die Notwendigkeit einer Konsumveränderung hingewiesen.

Im Foyer des Kinos konnten sich die Besucher am Infostand, der von Martin Buschmann, Moja Voß, Sabine Pankau und Oliver Dempwolf betreut wurde, mit Informationen über unsere Partei und über unsere Schwerpunktthemen versorgen.

Insgesamt eine gelungene Veranstaltung für die Partei in Hamburg!

„Berliner Frühstück“ mit Daniel Bahr am 08. Juni 2011 (ARD)

Die Fleisch-Lobby wird´s gefreut haben

Daniel Bahr – mit seinen 35 Jahren der „jüngste Gesundheitsminister aller Zeiten“, wie man im Interview mit ARD-Korrespondent Werner Sonne erfuhr. Der smarte Polit-Jungstar ist bekannt als „Mann der flotten Sprüche“ und nutzt, wie es hieß, jede Gelegenheit, die ihm Aufmerksamkeit garantiert.

Nach seinen Hobbys befragt – wen wundert´s: Er kocht gerne! (Da wird es wohl nicht lange dauern, und wir erleben auch ihn in einer der unsäglichen Kochshows…). Ja was kocht er denn? Eher geht es ums Braten: Bei der Antwort schwelgt er förmlich in der Beschreibung der von ihm und seiner Frau zubereiteten „kulinarischen Genüsse“ in Form von Steaks, Wiener Schnitzeln und Westfälischem Schinken. Letzterer zusammen mit Spargel: ein „Muss“ für einen Sohn des Münsterlandes!

Diese fatale Werbung für den Fleisch-Verzehr disqualifiziert ihn, dies Urteil sei erlaubt, von vornherein als Gesundheitsminister! Angesichts der fortschreitenden Klimakatastrophe, die in engem Zusammenhang mit dem Fleischkonsum steht, sowie in Anbetracht der Kostenexplosion im Gesundheitswesen aufgrund der – im Wesentlichen auf den Fleischverzehr zurückzuführenden – Zivilisationskrankheiten, erwartet man von einem Gesundheitsminister keine Werbung für die Fleisch-Lobby, sondern mahnende Worte an die übergewichtige Bevölkerung, ihren Fleisch-Konsum zu drosseln.

Nein, Herr Bahr, Sie sind nicht der richtige Mann auf dem richtigen Posten – darüber können auch Ihre glatt gebügelten Reden nicht hinwegtäuschen!

Ein Interview mit Paul R. Ehrlich, Professor für Biologie an der amerikanischen Universität Stanford

“Das führt zum Untergang der Menschheit”

Wie hoch ist die Chance, dass die Menschheit die Bevölkerungsexplosion überlebt? Zehn Prozent, sagt Paul R. Ehrlich. Seit drei Jahrzehnten warnt der Amerikaner vor der Apokalypse – bislang ist sie ausgeblieben. Er rät, zuerst “die Idioten” an der Regierung abwählen. Und uns ein Beispiel an Bhutan nehmen. (Artikel lesen…)

Landesverband Bayern in Aktion – Demonstration in München

Am Samstag, den 11.06.2011, fand eine Demonstration gegen Fleischkonsum und eine geplante Mastanlage in Freising statt, an der auch Vertreter/innen des Landesverbandes Bayern teilnahmen. Es ging vom Stachus durch die Münchner Innenstadt, um möglichst viele Menschen auf das Unrecht, das Tieren für unsere Ernährungsweise angetan wird, aufmerksam zu machen. Es war zwar nur eine kleine Demonstration, aber steter Tropfen höhlt den Stein…

Australien schockiert Tierschützer

Geplanter Massenmord an Kamelen soll zur Klimarettung beitragen – Wie bitte?

Australiens Regierung will Hunderttausende wilde Kamele töten lassen, um so den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases Methan zu senken. Das hat das Amt für Klimaschutz- und Energieeffizienz vorgeschlagen. Darüber will das Parlament in dieser Woche diskutieren.

Hier geht es zum Protest gegen das Vorhaben der australischen Regierung: www.tasso.net

Das Rätselraten geht weiter…

Bisher nur Vermutungen!

36 Menschen sind bisher an der EHEC-Infektion gestorben. Die Zahl der Infizierten wird offiziell mit 3228 Personen angegeben. Die Warnung des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vor dem Verzehr roher Sprossen bleibt weiterhin bestehen. Aber auch andere Salat- und Gemüsearten könnten den Erreger tragen, denn in Bayern wurden erneut EHEC-Bakterien auf einem Salat entdeckt.

Mittlerweile werden Vermutungen laut, dass nicht “Nutztiere” (Kühe, Schafe, Ziegen) für das aggressive Virus verantwortlich sind, sondern Menschen die Hauptwirte und Überträger sein könnten.

Das Rätselraten geht also weiter.

Die EHEC-Epidemie hat auch gezeigt, dass zwischen Bund und Ländern, dem Gesundheitsministerium und dem Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ein Kompetenz-Wirrwarr herrscht. Sowohl der Informationsfluss als auch die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern und den zuständigen Ministerien geben Anlass für Kritik. Mittlerweile werden Forderungen nach einer neuen Behörde für ein effizientes Krisenmanagement laut.

Die „unbequeme Wahrheit“ über den Klimawandel – Vorführung des Films MEAT THE TRUTH, Podiumsdiskussion mit Barbara Rütting, Karen Soeters und Stefan Bernhard Eck

Al Gore hat mit seinem Film “Die unbequeme Wahrheit“ deutlich gemacht, dass der Mensch der Verursacher der globalen Erderwärmung ist. Doch den Klimakiller Nr. 1 „vergaß“ Al Gore zu erwähnen: die Massentierhaltung, die mehr Treibhausgas-Emissionen verursacht als alle PKW, LKW, Züge, Schiffe und Flugzeuge zusammen.

Die niederländische Nicolaas G. Pierson Foundation holt mit dem Dokumentarfilm „MEAT THE TRUTH“ das Versäumnis Al Gores nach und zeigt darin die unbequemen Fakten auf, die von den Politikern und den meisten Verbrauchern nur allzu gern verdrängt werden.

Durch die weltweite Tierzucht entstehen die drei Klimagase Kohlendioxid (aufgrund der Abholzung von Regenwäldern für Weiden und Ackerflächen), Methan (wird bei der Fermentation im Rindermagen freigesetzt und ist 23-mal so aggressiv wie Kohlendioxid) und Stickoxide (u.a. durch Düngemittel bei Futterpflanzen, 296-mal so aggressiv wie Kohlendioxid). Zusammen stellen diese Treibhausgase den größten Faktor für das Fortschreiten des Klimawandels dar.

Der Film MEAT THE TRUTH zeigt die vielleicht unbequemste Wahrheit für den Konsumenten von Fleisch- und Milchprodukten auf, nämlich den Zusammenhang zwischen unserer Ernährungsweise und dem Klimawandel. Gleichzeitig wird durch den Film und die nachfolgende Podiumsdiskussion mit Barbara Rütting (Schauspielerin, Autorin, Ex-Alterspräsidentin im Bayerischen Landtag), Karen Soeters (Vorsitzende der “Nicolaas G. Pierson Foundation“) und Stefan Bernhard Eck (Vorsitzender der Partei Mensch Umwelt Tierschutz) deutlich, dass der Mensch es in der Hand hat, den Klimawandel aufzuhalten.

Die Veranstaltung findet statt am Samstag, dem 18. Juni um 19:00 Uhr im Hamburger Metropolis-Kino, Steindamm 54.

Regina Nickelsen
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main