Brauchen wir eine PKW-Maut?

Oder brauchen wir eine Verkehrswende?

Die CSU setzt sich für die Einführung der PKW-Maut ein. Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer möchte es sie schon länger, nun zieht sein Parteikollege Peter Ramsauer als Bundesverkehrsminister nach: “Alles spricht für die PKW-Maut”, lässt er sich in den Medien zitieren. Und: “Wir haben unsere Straßen-Infrastruktur regelrecht auf Verschleiß gefahren.” Tatsächlich warnen Experten davor, dass der sogenannte Modernitätsgrad deutscher Straßen nur noch bei 67 Prozent liege. Dieser Grad besagt, wie viel Prozent der Straßen noch nicht abgenutzt sind. In den 70er-Jahren lag dieser Grad noch bei 85 Prozent. Demnach müssen auch knapp 10 000 Brücken auf Bundesfernstraßen (von insgesamt 38 700) in den nächsten 10 Jahren saniert oder erneuert werden. Das wird geschätzte 10 Mrd. Euro kosten.

Ramsauer hofft, ab 2013 jährlich 4 Mrd. Euro durch die PKW-Maut einzunehmen. Aktuell sind 5 Mrd. Euro im Bundeshaushalt für die Straßen eingeplant. Die Hälfte davon für geplante Neubauten, die andere Hälfte für die Sanierung bestehender Strecken. Wie genau die PKW-Maut aussehen soll, das hat der Bundesverkehrsminister noch nicht gesagt. Er hat mehrere Modelle erstellen lassen, demzufolge es zu Mehrbelastungen der Bürger von bis zu 365,- Euro pro Jahr kommen kann. Horst Seehofer sprach von 100,- Euro jährlich.

“Reine Abkassiernummer” (SPD) und “Abzocke” (Die Linke), schallt es gleich aus der Opposition. Die FDP stößt ungefähr ins gleiche Horn, wenn sie über ihren Verkehrsexperten Döring darauf hinweisen lässt, dass der Staat durch Mineralölsteuer, Kfz-Steuer… bereits Milliarden von den Autofahrern einsammelt. Das Argument mit den zusätzlichen Kosten für die Bürger ist natürlich reiner Populismus! Es geht hier nicht um eine neue Einnahmequelle, sondern um den Verkehr der Zukunft! Das Auto in seiner heutigen Form, das mit fossilen Brennstoffen betrieben wird, wird mittelfristig die Mobilität, wie wir sie heute kennen, nicht mehr gewährleisten können! Die Erdölvorkommen auf dieser Erde sind begrenzt. Wir können so lange fahren, bis auch das letzte Ölfeld ausgebeutet ist und die dazugehörigen Schadstoffe in der Atmosphäre unser Klima schädigen.

Wir brauchen nicht nur eine Energiewende, sondern auch eine Verkehrswende! Die Frage ist hier nicht: Können wir den Bürgern mehr Ausgaben zumuten? Die Frage lautet: Schaffen wir es, Konzepte zu entwickeln, die auch in Zukunft einen Grad an Mobilität sicherstellen, den eine globalisierte Welt benötigt? Auf die Straße und damit den Individualverkehr zu setzen, ist aus Sicht der Partei Mensch Umwelt Tierschutz der falsche Weg! Eine strikte Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs, Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene und eine zukunftsorientierte Mobilitätsforschung – das sind unserer Antworten. Die Einführung einer PKW-Maut löst langfristig keine Probleme, sondern schafft nur welche!

Positivnachricht: Berliner Zoo will Eisbärenzucht einstellen!

In der Berliner Zeitung „B.Z.“ wird der Direktor des Berliner Zoo- und Tierparks Dr. Blaszkiewitz mit den Worten zitiert: „Wir wollen keine Eisbären mehr im Zoologischen Garten züchten“.

Hier weiter lesen: www.tierschutznews.ch

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz begrüßt die Entscheidung des Berliner Zoos, weil Eisbären in Gefangenschaft ihre artspezifischen Verhaltensweisen nicht ausleben können.

Aigners neuer Entwurf zu “Mindestanforderungen an die Haltung von Kaninchen”

Aktion in Berlin: „Nicht Tiere, sondern Betrüger gehören hinter Gitter“

Am 30.09.2011 haben Aktivisten des Tierschutzbündnisses „Kaninchenmast, nein danke“ vor dem Verbraucherschutzministerium gegen die tierquälerischen Haltungsbedingungen in der Kaninchenmast demonstriert. Symbolisch sperrten sie die verantwortliche Bundesministerin Aigner in einen Kaninchenkäfig.

Die Aktion wurde tatkräftig von Artur Kalka und Bernhard Utzschneider aus dem Landesverband Berlin unterstützt, zusammen mit unserem Vorsitzenden Stefan Bernhard Eck und Sabine Jedzig aus dem Vorstandssekretariat.

 

Im Februar d.J. hat die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner, eine scharfe Haltungsverordnung für Mastkaninchen angekündigt. Diese Ankündigung wurde mit Freude vom Tierschutzbündnis “Kaninchenmast, nein danke” aufgenommen.

Vor einigen Wochen wurde dann vom Bundesverbraucherschutzministerium der Entwurf eines Eckpunkte-Papiers zu „Mindestanforderungen an die Haltung von Kaninchen“ vorgestellt. Für Stefan Klippstein, Sprecher des Bündnisses „Kaninchenmast, nein danke“ ein klarer Betrug am Verbraucher: „Dieser Entwurf hat nichts mit einer artgerechten Kaninchenhaltung zu tun und erst recht nichts mit den im Februar getroffenen Ankündigungen von Frau Aigner.“

Den Kaninchen soll auch zukünftig nur eine Fläche von etwa einer DIN-A-3-Zeitungsseite zur Verfügung stehen. Die Tiere müssen mit ihren empfindlichen Pfoten immer noch auf einem Käfigboden stehen, ein Aufrichten soll zwar möglich sein, doch das vorgeschriebene Platzangebot lässt dies nur schwer zu. Auch sollen die Tiere weiterhin in einem Käfig gehalten werden. Tageslicht, frische Luft, ungestörtes Hoppeln und Graben, all das, was für Kaninchen ein Grundbedürfnis darstellt, ist auch weiterhin nicht vorgesehen.

 

Um darauf aufmerksam zu machen, dass Bundesministerin Aigner ihrem Versprechen, den Mastkaninchen zu helfen, keine Taten folgen lässt, sperrten die Tierschützer des Tierschutzbündnisses „Kaninchenmast, nein danke“ sie am 30.09. symbolisch in einen Käfig und entrollten ein Spruchband mit der Aufschrift: „Nicht Tiere, sondern Betrüger gehören hinter Gitter“.

Zusätzlich wurden hunderte Flugblätter zum Thema Kaninchenmast verteilt.

 

Als Frau Aigner mit einem strahlendem Lächeln das Landwirtschaftsministerium im Auto verließ, gab sie zu verstehen, dass sie im Herbst die Kaninchen frei lassen werde.

Wer´s glaubt, wird selig. Denn wer einmal lügt, dem glaubt man nicht mehr und wer andauernd lügt, dem glaubt man überhaupt nichts mehr!

 

 

Video zur Aktion in Berlin

Welttierschutztag – LV Rheinland-Pfalz und LV Hessen in Aktion

Anlässlich des Welttierschutztages 2011 präsentierte sich an einem Informationsstand das “Aktionsbündnis jagdfreie Natur”, vertreten durch die Anti-Jagd-Allianz e.V., pro iure animalis und die Partei Mensch Umwelt Tierschutz, am 01.10.2011 von 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr in Landau auf dem Obertorplatz. Der LV Rheinland-Pfalz wurde durch Udo Dautermann, Harald Hoos und Christine Simon vertreten, und vom LV Hessen waren aus Kassel Kristine Conrad und René Hartje angereist, um über krankhafte Jagd-Leidenschaft der Jäger aufzuklären.

Darüber hinaus konnten die Passanten veganen Käse und Aufschnitt probieren und sich über Themen wie Akkordschlachten und das Schächten informieren. Bei sonnigem Wetter blieben viele Besucher stehen, um sich ausgiebig und in aller Ruhe über die unterschiedlichen Themenfelder der Partei Mensch Umwelt Tierschutz zu informieren und sich das reichhaltige Informationsmaterial des Aktionsbündnis jagdfreie Natur anzusehen und erklären zu lassen.

Welttierschutztag 04. Oktober 2011

Dem eigenen Leben eine neue Richtung geben…

Dieser wichtige Gedenktag ist auch für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz Anlass, hinsichtlich des Umgangs des Menschen mit den Tieren Bilanz zu ziehen. Wie sieht es damit in der Bundesrepublik aus? Seit ihrem Antritt im Jahr 2009 hat die schwarz-gelbe Regierung auf dem Gebiet des Tierschutzes ausschließlich Negativposten vorzuweisen. So gibt es bisher auf dem Gebiet der „Nutz“tier-Haltung keine Fortschritte. Nach wie vor werden Hennen und Puten die Schnäbel beschnitten, den Ferkeln werden durch unbetäubte Kastration massive Schmerzen zugefügt, sog. Mastkaninchen müssen weiterhin in viel zu engen Käfigen ihr Leben fristen.

Einziger Lichtblick: Der perfiden Absicht von Frau Aigner & Co., die Hennen bis zum Jahr 2035 weiterhin der drangvollen Enge in Käfigen auszusetzen, hat der neu zusammengesetzte Bundesrat einen Riegel vorgeschoben. Welch peinliches Armutszeugnis für eine Landwirtschaftsministerin, die nicht Lobbyisten das Wort reden, sondern sich für das Wohl der Tiere einsetzen sollte!

Ein Skandal ist die Ausweitung von Tierversuchen um eine Million in den letzten Jahren auf mehr als 2,8 Millionen Tiere. Neue Heilsversprechen der Tierausbeuter, durch gentechnische Versuche an Tieren bestehe Aussicht, menschlichen Krankheiten zu begegnen, haben Konjunktur – und dienen doch nur dem Profit. Eine nicht unwesentliche Rolle spielt dabei die Politik, die sich bei der Vergabe von Forschungsgeldern nicht lange lumpen lässt. Dabei spricht für sich, dass tierversuchsfreie Forschungsmethoden nach wie vor ein Schattendasein führen!

Die Liste der notwendigen Änderungen auf dem Gebiet Tierschutz / Tierrechte ist lang: Das nur scheinbare Tier“schutz“gesetz muss dringend grundlegend geändert werden, ist es doch aufgrund der geradezu zynischen Ausnahmeregelungen in Wahrheit ein Tiernutzgesetz. Besonders fatal ist, dass diese sich sogar auf das Schächten erstrecken. Es ist höchste Zeit, dass dieser Paragraf entfällt! Überfällig ist auch das Streichen der durch nichts zu rechtfertigenden Privilegien für die Jäger!

Dem seit 2002 als Staatsziel im Grundgesetz verankerten Tierschutz-Paragrafen ist endlich – durch die Genehmigung der Verbandsklage für seriöse Tierschutzorganisationen – die Möglichkeit der Anwendung bei kritischen Auseinandersetzungen mit der sog. Forschungsfreiheit zu geben.

Der Mensch hat die Wahl: Entweder er schlägt sich auf die Seite derer, die die Wehrlosigkeit unserer Mitlebewesen ausnutzen und sie ausbeuten, oder er übernimmt ein Stück Verantwortung und tut ihnen Gutes.

Wir laden dazu ein, sich uns anzuschließen, um gemeinsam für die Rechte der Tiere und ebenso für eine lebenswerte Umwelt zu kämpfen. Jeder Einzelne kann zum Beispiel durch sein Konsumverhalten (weniger oder, besser noch, gar kein Fleisch auf dem Teller) dazu beitragen, dass der Klimawandel nicht zur Klimakatastrophe ausufert. Man tut gut daran, den heutigen Welttierschutztag zum Anlass zu nehmen, auch dem eigenen Leben eine neue Richtung zu geben!

Ohrfeige für Aigner

Bundesrat stimmt vorgelegten Gesetzesentwurf zur Hennenhaltung nicht zu!

Am vergangenen Freitag lehnte der Bundesrat eine vom Bundeslandwirtschaftsministerium vorgelegte Verordnung über Kleingruppenkäfige für Legehennen ab. Diese müssen nun nicht wie vorgesehen bis 2035 geduldet werden. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck von der SPD sprach von einem “guten Tag für den Tierschutz in Deutschland”. Bundesagrarministerin Ilse Aigner solle nun zügig weitere Verhandlungen mit den Ländern aufnehmen, damit eine Neuregelung bis Ende März 2012 gefunden wird.

Die Entscheidung des Bundesrates war eine Ohrfeige für Aigner und die tierfeindliche Politik der CDU, aber für die Tiere ein kleiner Sieg auf dem langen Weg zu ihrer Befreiung.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz begrüßt die Entscheidung der Länderkammer, weil Kleingruppenkäfige für Legehennen mit dem Tierschutzgedanken nicht zu vereinbaren sind. Wir fordern ein Gesetz, dass sich am Wohl der Tiere orientiert und nicht nach den wirtschaftlichen Interessen der Agrarindustrie.

Landesverband Rheinland-Pfalz in Aktion – Kundgebung gegen Tierausbeutung und Massentierhaltung in Mainz

Am 24.09.2011 fand bei schönem Wetter die angekündigte Kundgebung gegen Tierausbeutung und Massentierhaltung als Gegenveranstaltung zu der Ausstellung “Der mobile Erlebnis Bauernhof” in Mainz statt.

Die Aussteller, zu denen der Deutsche Bauernverband, die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft, QS-Qualität, Amtsveterinäre und McDonald’s gehörten, zeigten den Besuchern eine verträumte Bauernhof-Idylle, die mit der heutigen systemrelevanten Massentierhaltung, bei der es nur noch um Profit geht, nichts gemein hat.

Bei der Begrüßung wurde neben der üblichen gegenseitigen Aufwertung trendgerecht viel Grün bei den Infoständen präsentiert. Für die Mutterschafe, die unter Dauerstress ihre Jungen vor den schaulustigen Besuchern zu schützen suchten oder die beiden Kälbchen, die zusammengekauert einen völlig verängstigen Eindruck hinterließen, war diese Ausstellung sicher kein Vergnügen.

Den Gipfel der Einfältigkeit erreichte eine Tierbetreuerin von der FH Bingen, die die Trennung von Mutter und Kalb mit einem Kindergarten verglich.

Bei unserer Kundgebung trafen wir viele besorgte Verbraucher, die sich durch Sendungen wie “System Wiesenhof” nicht mehr so leicht von Politikern, Fleisch- und Pharmalobbyisten manipulieren lassen und mehr Transparenz fordern. Unsere Flugblätter fanden daher großes Interesse.

 

Die Kundgebung wurde tatkräftig von unserem Bundesvorsitzenden Stefan Eck unterstützt, der bereits im Vorfeld, zusammen mit Horst Wester, Plakate und Flugblätter entworfen hatte.

Der LV Rheinland-Pfalz wurde durch Udo Dautermann und Petra Kuppinger vertreten, der LV Hessen durch Frau Erna Mayer.

Zu unseren Unterstützern gehörten neben PETA, VEBU und dem Arbeitskreis Tierschutz die Tierschutzorganisation Animals Angels, die mit Christian und seinem unwiderstehlichen vierbeinigen Assistenten, dem Hund Karlson, auch personell vertreten waren. Vielen Dank an Nina Franz und ihre Familie, die aus Frankfurt anreisten und andere, die für uns die “Werbetrommel” geschlagen haben.

Wir können mit solchen ehrenamtlichen Aktionen nur hoffen, dadurch unseren Teil zur Beseitigung des Tierleides beizutragen, indem wir unsere Mitmenschen darüber aufklären, dass durch ihr Verhalten Lebewesen gequält und getötet werden. (Petra Kuppinger)

TV-Sendung auf 3sat: Überbevölkerung

Leben heißt verbrauchen

Derzeit bevölkern knapp sieben Milliarden Menschen die Erde. Bis zum Jahre 2050 werden es voraussichtlich bis zu zehn Milliarden Menschen sein. Aber die Erde hat nur begrenzte Ressourcen. Scrobel diskutiert mit der Ethnologin Shalini Randeria und dem Bevölkerungswissenschaftler Rainer Münz, welche Folgen diese Zunahme der Bevölkerung für unsere Erde und die Menschen haben wird.

Zur TV-Sendung: www.3sat.de

Asylbewerberleistungsgesetz abschaffen – das gleiche Existenzminimum für Alle

Bundesvorstand unterstützt Initiative des LV NRW

Im November 1993 trat das Asylbewerberleistungsgesetz in Kraft. Dies war Ausfluss des sog. “Asylkompromisses” zwischen den damaligen Regierungsparteien CDU/CSU/FDP auf der einen und der SPD auf der anderen Seite. Ein anderes Ergebnis dieses Kompromisses war die faktische Abschaffung des Asylrechts in Deutschland. Das Asylbewerberleistungsgesetzes wurde seinerzeit von den beteiligten Parteien völlig ungeniert als “Mittel zur Abschreckung” bezeichnet.

Asylbewerber, geduldete Flüchtlinge und vollziehbar zur Ausreise verpflichtete Ausländer in Deutschland erhalten seit diesem Beschluss einen gekürzten Sozialhilfesatz. Aktuell beträgt dieser 224,97 € im Monat für Alleinstehende und dem sog. Haushaltsvorstand, Kinder im Alter von 5 Jahren z.B. erhalten 132,93 € und ist nach Alter gestaffelt. Eine Anpassung/Erhöhung gab es kein einziges mal, trotz einer rund 25 prozentigen Kostensteigerung im Vergleich zu heute. Im Gegensatz zu den bis zum 31.12.2010 gültigen Hartz-IV-Regelsätzen betragen die Kürzungen zwischen 28,71 Prozent und 47,04 Prozent! Eine transparente Berechnung gab und gibt es nicht, die Kürzungen erscheinen nicht nur willkürlich, sie sind es! Die “krummen” Beträge kommen einzig und allein dadurch zustande, dass es sich noch um umgerechnete DM-Beträge handelt!

Dabei ist selbst “unsere” Bundesregierung der Meinung, dass die Sätze des Asylbewerberleistungsgesetzes verfassungswidrig sind. Im Februar 2010 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass die Regelsätze für Hartz-IV-BezieherInnen nicht nach deren tatsächlichem Bedarf berechnet werden. In einer parlamentarischen Fragestunde meinte seinerzeit Arbeitsministerin von der Leyen, dass die Leistungen im Asylbewerberleistungsgesetz “auf der Grundlage von Kostenschätzungen” erfolgt seien. Und “Das entspricht nicht den Anforderungen des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes”. Seitdem rechnet das Bundesarbeitsministerium und will sich nun erst einmal bis Ende des Jahres mit den Ländern beraten. Alles wohl eine Frage der Lobby! Würde es sich z.B. um die Frage nach Steuersätzen für Banken handeln, so steht doch sehr stark zu vermuten, dass binnen Monatsfrist eine Lösung gefunden würde, für einen verfassungswidrigen Zustand!

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert deshalb die ersatzlose Streichung des Aslybewerberleistungsgesetzes! Dieses Gesetz stellt für uns eine Diskriminierung für die Betroffenen dar, denen vielfach auch der Zugang zum Arbeitsmarkt verwehrt wird und sie auf diese Art Sozialleistungen zwangsläufig angewiesen sind.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Tierschutzpartei LV NRW

Wenn Sie sich den Forderungen der Partei Mensch Umwelt Tierschutz anschließen, dann drucken Sie sich bitte die Unterschriftenliste aus. Ausgefüllte Listen bis zum 20. November 2011 senden an Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Tierschutzpartei NRW, c/o Claudia Drechsler-Stieglitz, Auf der Emst 241, 58638 Iserlohn

Hier Unterschriftenliste ausdrucken…

„TASTE THE WASTE“

Ein Film, der zum Nachdenken anregt…

Wie eine Studie der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ergeben hat, landen in den reichen Industrieländern mehr als 220 Millionen Tonnen Lebensmittel auf dem Müll. Durchschnittlich werden jährlich 95 bis 115 Kilogramm Nahrungsmittel pro Kopf weggeworfen.

In Deutschland werden schätzungsweise bis zu 25 Prozent der gesamten Lebensmittelproduktion entsorgt, dass entspricht rund 20 Millionen Tonnen. In den USA sollen es sogar 50 Prozent sein.

Dieses brisante Thema wurde von den beiden Autoren Stefan Kreutzberger und Valentin Thurn aufgegriffen. Sie schrieben das Buch „Die Essensvernichter – Warum die Hälfte aller Lebensmittel im Müll landet und wer dafür verantwortlich ist“.

Ihre Aussage: „Massenproduktion und ein schneller Warendurchlauf sichern der globalisierten Ernährungsindustrie und dem Handel Milliardengewinne. Ein Überangebot und daraus folgender Müll sind eingeplant und die Kosten in die Warenpreise eingerechnet. Der Konsument zahlt die Rechnung. Diese Verschwendung verschärft den weltweiten Hunger und steigert den Verbrauch von Energie, Wasser, Land und Arbeitskraft. Würden wir weniger wegwerfen, bräuchten wir weniger einkaufen und könnten so helfen, Ressourcen zu schonen; es stünde genug Nahrung zur Verfügung, um den Hunger in der Welt mehrfach zu besiegen.“

Das Buch kann (hier) bestellt werden. Es enthält unter anderem viele Anregungen, was jeder Einzelne tun kann, um umweltschonend einzukaufen.

Die Autoren kommen zu dem Fazit: „Weniger ist mehr. Unser Konsum ist politisch und unsere Ernährungsweise kann die Welt verändern. Dafür bedarf es aber Taten statt Warten!“

Seit dem 08. September 2011 läuft der Dokumentarfilm von Valentin Thurn „Taste the Waste“ bundesweit im Kino, der die globale Lebensmittelverschwendung aufzeigt. Die Kinotermine in allen deutschen Städten finden Sie (hier).

Wer bis zum Kinotermin nicht warten will, kann sich auf (You Tube) den Film-Trailer ansehen.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz weist seit Jahren auf die zunehmende Lebensmittelvernichtung und ihre negativen Folgen hin. Sie kritisiert die „Vogel-Strauß-Politik“ der etablierten Parteien zu diesem brisanten Thema und fordert endlich ein Umdenken!