Tierversuche abschaffen! LPT Schließen!

Am 23.07.2016 war ein erfolgreicher Tag in Sachen Tierrechte im hohen Norden. Knappe 30 Aktivisten_innen versammelten sich vor dem LPT Mienenbüttel. Ein Ort des Schreckens und des tausendfachen Tierleids.

Die Veranstaltung der Tierschutzpartei Hamburg, in enger Kooperation mit den Landesverbänden Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie dem Verein Human Animal Rights e.V. und tatkräftiger Unterstützung aus NRW und Baden-Württemberg war ein voller Erfolg und ein gelungener Startschuss der Kampagne “Schandfleck Deutschland”.

Ein riesiges “Dankeschön” geht an Jocelyne Lopez, Sandra Lück, Patricia Kopietz und Team, der Albert Schweizer Stiftung, der Tierrechtsinitiative Hamburg, der Initiative LPT Schliessen und allen anderen Unterstützern! Wir machen unser Versprechen und unsere Drohung wahr! Keine Ruhe bis das LPT endlich schließt. Kein Vergeben, kein Vergessen!

Landesverband Hamburg

Kurzbericht von Simone Oppermann, Schriftführerin LV Niedersachsen

Unter dem Motto „Friedhof der Kuscheltiere“ fanden sich Mitglieder der Tierschutzpartei MUT, des Tierrechtsvereins Human Animal Rights e.V. sowie Bewohner des Ortes zusammen, um der Tiere zu gedenken, die in diesem Labor in Tierversuchen gequält und letztlich getötet werden.

Auch ich nahm die Gelegenheit wahr, um dort meine Kuscheltiere abzulegen und gegen die Durchführung von Tierversuchen zu protestieren.

Das gepflegte und unauffällige Gelände ist durch massive Zäune, dicke Mauern und Stacheldrahtrollen bestens gesichert. Hochgewachsenes Grün behindert die Sicht. Zusammen mit den anderen stelle ich mich schweigend vor das Grundstück. Trotz der dicken Mauern höre ich pausenlos das Bellen und Fiepen der Hunde, welches nur durch die alle 20 Minuten ertönende Sirene unterbrochen wird. Erlösend, als eine Teilnehmerin das Megafon zur Hand nimmt und „shame,… shame,… shame on you“ schreit. Wir schreien mit. Etwas anderes fällt mir in diesem Moment auch nicht ein. Ich muss hilflos hinnehmen, dass es nun mal so ist.

Persönlich achte ich darauf, tierversuchsfreie Produkte zu kaufen; der Verbraucher hat ja auch die Macht. So sagt man. Letztlich steht hinter der legalisierten Tierquälerei jedoch eine noch einflussreichere und finanzstarke Tierversuchslobby, die viel mächtiger ist und sogar den Gesetzgeber beeinflussen kann. Näheres unter https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/infos/eu/550-eu-tierversuchsrichtlinie-hintergrundinfos

Zum Glück gibt es auf der anderen Seite auch die Tierschutzlobby und all die Menschen, die nicht die Augen davor verschließen, was hinter dicken Mauern passiert.

Schandfleck LPT Mienenbüttel und Neugraben

Demoaufrufe

“Human Animal Rights” rufen gemeinsam mit den Landesverbänden Niedersachsen und Hamburg der Tierschutzpartei zur den Demonstrationen vor dem Tierversuchslaboren des LPT Mienenbüttel und Neugraben auf.

Unser Ehrenmitglied Ingrid van Bergen hat uns ihre Unterstützung für Mienenbüttel zugesagt.

Hier Artikel lesen.

 

23.07.2016 Mahnwache gegen das Folterlabor Mienenbüttel!

Die Versammlung beginnt um 14.00 Uhr.

Wir bitten alle Teilnehmer, sich zum „Am Felde“ zu begeben (ca. 400 Meter vor dem LPT)

Um ca. 14:30 Uhr beginnen wir mit dem Demozug zum LPT. Gegenüber dem LPT wird jeder Teilnehmer die Möglichkeit haben, am Straßenrand Blumen und Grablichter abzulegen. Dann erfolgen diverse Ansprachen (ca. 30 Minuten). Nach den Reden werden wir wieder zurück zum Sammelplatz „Am Felde“ zurückkehren.

Da diese Veranstaltung unter dem Motto “Friedhof der Kuscheltiere” steht, werden wir als Mahnmal einen solchen hinterlassen. Stofftiere, die nicht mehr benötigt werden, Grablichter und selbstgebastelte Kreuze sollen ein eindruckvolles Bild hinterlassen.

Eine zusätzliche Email-Aktion ist in Arbeit und wird in Kürze hier vorgestellt.

Veranstalter und verantwortlich ist Human Animal Rights e.V., Mitveranstalter und Unterstützer dieser Aktion ist die Tierschutzpartei.

Weitere Organisationen sind herzlich willkommen, denn nur gemeinsam sind wir stark!

UNTIL EVERY CAGE IS EMPTY!

 

24.07.2016 Trauermarsch zum Folterlabor Neugraben!

Wir treffen uns um 13.00 Uhr am Marktplatz Neugraben. Dort beginnen wir mit einer kleinen Kundgebung und Info-Veranstaltung.

Um 14.00 Uhr beginnen wir unseren stillen Trauermarsch in Gedenken für die gefolterten Tiere zum LPT.

Wir bitten um passendes Zubehör – Grablichter, selbstgebastelte Kreuze, Mahnschilder.

Danach ca. 30 Minuten Kundgebung mit Reden und die Möglichkeit, Blumen vor dem LPT abzulegen.

Da die Veranstaltung unter dem Motto “Friedhof der Kuscheltiere” läuft, wollen wir diesen am LPT auch hinterlassen. Wenn ihr also noch ausrangierte Stofftiere besitzt, bringt diese gern mit.

Danach ab 15:00 Uhr Rückkehr zum Marktplatz in Neugraben.

Veranstalter ist Human Animal Rights e.V., Unterstützer und Mitveranstalter ist die Tierschutzpartei.

Wir freuen uns über Unterstützung anderer Organisationen/vereine!

Im Vorfeld wird es noch eine Emailaktion geben, weitere Informationen folgen in dieser Veranstaltung.

UNTIL EVERY CAGE IS EMPTY!

„100 Prozent faire Tierhaltung“ – Was die Grünen als Ausweg ansehen

Ein Eindruck der Podiumsdiskussion in Hannover

Am Samstag, den 18.06.2016, fand in Hannover eine von der Grünen Bundes- und Landtagsfraktion organisierte Podiumsdiskussion zu dem Thema „faire Tierhaltung“ statt. Sowohl Abgeordnete der Partei, wie z. B. Anton Hofreiter und Christian Meyer, als auch Bauern, Tierschützer, Experten und viele Interessierte fanden ihren Weg zu der Diskussionsrunde.

Teilgenommen haben die Landesvorsitzende Niedersachsens, Lena Zebbedies, die Schriftführerin Simone Oppermann sowie vom Bundesvorstand der stellv. Generalsekretär Martin Buschmann.

Nach einer Einleitung des Fraktionsvorsitzenden Anton Hofreiter und Landwirtschaftsminister des Landes Niedersachsen, Christian Meyer, wurden in Expertengesprächen und Podiumsdiskussionen mit stets wechselnden Diskutanten umfassende Unterhaltungen geführt. Es wurden hauptsächlich die Oberpunkte Wirtschaftlichkeit, Tierwohl und deren Alternativen besprochen.

Besonders wurde deutlich, dass sich das Kaufverhalten des Verbrauchers ändern muss. Konsumierten diese teuere und qualitativ hochwertigere Produkte, würde dies einen Gesamtanstieg des Marktpreises und einen Rückgang der Billigprodukte bedeuten. Außerdem wurde erwähnt, dass eine Umschichtung von Mitteln in der Agrarindustrie von der ersten Säule (Flächenförderung) in die zweite Säule (Tierwohlförderung) viel bewirken kann. Besonders ein Anstieg der Lebensmittelqualität und „gehobener“ Lebensbedingungen für die Tiere seien das Ergebnis.

Besonders von den Bauern wurde bei diesem Thema eingehend der Verlass auf eine Planungssicherheit eingeworfen. Die meisten Landwirte seien einer tierwohlorientierten Veränderung des Betriebes zugeneigt. Aufgrund von sehr hohen Investitionen und fehlender, langfristiger und zukunftsorientierter Planungssicherheit fehle jedoch ein wichtiger Schritt, um diesen Umbau zu wagen. Die Landwirte betonten häufig, dass der Wohlstand der eigenen Familie und des Hofes auf dem Spiel stehe und der Vorschlag ohne ausreichende staatliche Unterstützung nicht möglich sei. Es wurde mit Nachdruck an die anwesenden Politiker appelliert, einen Plan für ausreichend unterstützende Mittel aufzustellen und die Landwirte die folgenden Jahre nicht alleine zu lassen.

Des Weiteren wurde oft angesprochen, dass sich viele Verbraucher mehr Durchsichtigkeit im Einkauf wünschen, um das Kaufen zu erleichtern. Momentan gäbe es besonders in der Fleischproduktion nur zwei Möglichkeiten, auf die sich der Käufer einlassen kann. Diese sind die „gute“ Bio-Variante oder die weniger „gute“ Qualität aus dem Billigfleischsektor. Menschen, die viel Fleisch essen, sich aber nicht immer die gute Qualität leisten können, würden gerne auf eine bessere Alternative als das Billigfleisch, aber günstigere als die Bio-Qualität ausweichen. Dies sei bereits besonders bei den Eiern ersichtlich. Diese Durchsichtigkeit wünschten sich viele Teilnehmer der Veranstaltung bei allen tierischen Produkten. Dies gilt auch für Ware aus dem Ausland. Würde der Standard der Agrarindustrie in Deutschland gehoben, könnte der Markt von Billigfleisch aus dem Ausland überschwemmt werden. Dies befürchten besonders die betroffenen Landwirte. Allerdings könnte man durch eine verlässliche Kennzeichnung den Konsumenten die Möglichkeit geben, „Deutsche Qualität“ zu kaufen. Experten vermuteten, dass dieses Siegel erfolgreicher als das Billigfleisch aus dem Ausland sein würde und sprachen sich allesamt für diesen Kompromiss aus.

Leider wurde nur von einem Teilnehmer der Veranstaltung der ethische Gedanke angesprochen und der Titel „100 Prozent faire Tierhaltung“ in Frage gestellt. Wir haben uns das gleiche gefragt: Was bedeutet die Ethik in diesem Fall, wenn sich die „100 Prozent“ hauptsächlich auf das Endprodukt und somit auf das Wohl des Konsumenten beziehen, als vielmehr auf das Lebewesen hinter dem Produkt? Wieso wird nicht einmal ein Weg angesprochen, den Fleisch- und Milchproduktkonsum zu minimieren und dem gesättigten Markt ein wenig an Spannung und unnötigem Tierleid zu nehmen? So viele Tiere werden am Ende weggeschmissen, landen wiederum in Futtermitteln oder zerstören in Westafrika die Märkte. In Brasilien wird eine unvorstellbare Fläche an Regenwald gerodet, damit die Vielzahl an „Nutztieren“ in Deutschland und der EU ausreichend Futtermittel erhalten, in Deutschland wird die EU ausgenutzt, um noch wirtschaftlicher zu produzieren, die geringen Tierschutzgesetze lassen Tiertransporte bis in die Türkei zu und die Menschen, die von den „Resten“ des europäischen Fleischkonsums leben, nämlich die Westafrikaner, verspüren eine deutliche Veränderung des eigenen Marktes – und das keineswegs in eine positive Richtung.

„Traurig ist, dass Themen wie Tierrechte und Bio-Vegane Landwirtschaft gar nicht aufgekommen sind“, resümiert Martin Buschmann. „Die Grünen bieten zwar Lösungen an, Tierleid in der Massentierhaltung zu mindern, gehen damit aber nur die Symptome an. Wer sich für Tierrechte einsetzt, sollte sich gründlich überlegen, ob diese Partei die richtige ist. Wir, als Partei Mensch Umwelt Tierschutz, werden uns unbeirrbar und klar für die Abschaffung der grausamen Massentierhaltung einsetzen“, so Buschmann.

 

Quo Vadis Südamerika – Gesprächskreis in der Botschaft von Venezuela

Nachdem die meisten Länder Südamerikas militaristisch-/konservative Regierungen haben, sorgte Venezuela mit dem Versuch, einen Sozialstaat zu errichten, international für Furore. Das sollte bedeuten: Zugang zu sauberem Wasser, ausreichende Ernährung (durch Subvention der Grundnahrungsmittel), freie Entfaltung der Persönlichkeit sowie das Grundrecht, in Frieden leben zu können.Die Regime in Argentinien sowie Brasilien handeln im Sinne der Konzerne und der Korruption. Das wird zwangsläufig zu Unruhen führen.

S.E. Herr Orlando Maniglia, Botschafter der Bolivarischen Republik Venezuela in der Bundesrepublik Deutschland, und Herr Wolfgang Gehrcke, MdB und Sprecher für Außenpolitik und Internationale Zusammenarbeit der Partei Die Linke sowie Gründungsmitglied der Partei Europäische Linke, führten die Diskussion an. Auch der Botschafter von Kuba sowie der stellv. Generalsekretär, Martin Buschmann, waren anwesend.

Der Welt sollte bewusst sein, dass Lateinamerika eine atomwaffenfreie Welt ist und gerade in Venezuela viel gegen den Klimawandel unternommen worden ist, so der Botschafter Orlando Maniglia. Durch die Beendung der Amtszeit von Präsident Maduro wird wohl ein anderer Kurs gefahren werden. Die Probleme des Landes müssen nun gemeinsam gelöst werden, um Venezuela nicht wieder in die Hände multinationaler Ölkonzerne zu treiben.

Der Titicacasee – eine Lebensgrundlage wird zerstört!

Am 12. April 2016 hat das Lateinamerikaforum in Berlin zu einer Veranstaltung eingeladen, an der auch der stellv. Generalsekretär Martin Buschmann teilgenommen hat.

Der Titicacasee birgt viele Geheimnisse, die bisher noch nicht in ihrer Gesamtheit dargestellt wurden: Geschichte, soziale Beziehungen und Kontamination. Bis heute steigt die Zahl der Touristen stetig an, zur gleichen Zeit steigt aber auch die Verschmutzung.

Der vor Ort gezeigte Kurzfilm beschäftigt sich mit dem Prozess der Umweltvergiftung. Er zeigt, wie die Zuflüsse in den Titicacasee fließen. Da es kaum einen Ausfluss des Sees gibt, sammeln sich Müll und Schwermetalle (Quecksilber, Arsen und Blei) im See, die von den umliegenden Städten, Bergbaufirmen etc. kommen. Der See wird von ihnen sozusagen als Müllhalde genutzt.

Besonders gefährdet sei der seltene Titicaca-Riesenfrosch (Telmatobius culeus), der nur hier vorkommt und mit einem Gewicht von bis zu einem Kilogramm zu den größten Froscharten der Welt zählt. Ihm drohe im schlimmsten Fall die Ausrottung. Auswirkungen sind Fischsterben, soziale Konflikte sowie schwerwiegende Krankheiten innerhalb der peruanischen und bolivianischen Bevölkerung.

Auch der Tourismus sowie Einleitung von Exkrementen wird der See belastet.

Martin Buschmann: „ Als Umweltschützer und Leiter des BAK Internationaler Tierschutz war diese Veranstaltung eine Verpflichtung. Dort sind sogar Menschenleben in Gefahr. Als Menschenrechtler, Umwelt- und Tierschützer kann man diese Problematik nicht ignorieren!“

Flüchtlingssituation: Wie schaffen wir das?

Ein Bericht von der Konferenz des Bündnisses für Demokratie und Toleranz am 15. April in Köln

Das Jahr 2015 war geprägt von einer rasant steigenden Anzahl an Geflüchteten, die in Deutschland Schutz suchen, und einer Vielzahl von Aktivitäten unterschiedlichster Akteure, um Willkommenskultur vor Ort zu gestalten. Auf der anderen Seite wurden fremdenfeindliche Ressentiments und Vorurteile vermehrt sichtbar und wir erleben aktuell weiterhin einen deutlichen Anstieg von fremdenfeindlichen Übergriffen im gesamten Bundesgebiet.

Die Ereignisse der Silvesternacht in Köln und in weiteren Großstädten markieren eine Zäsur in der öffentlichen Debatte über Flucht und gelingende Integration.

Welche Auswirkungen üben die gewalttätigen Vorfälle aber auf das zivilgesellschaftliche Engagement aus? Nimmt die Unterstützung bei den und für die Engagierten ab, treten neue bzw. andere Fragestellungen bzw. Herausforderungen auf? Wie können Engagierte in den unterschiedlichen Bereichen diesen neuen Fragestellungen und Herausforderungen erfolgreich begegnen?

Mit diesen Fragen beschäftigten sich ca. 120 angereiste Teilnehmer. Eingeladen war auch der stellv. Generalsekretär der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, Martin Buschmann.

Es wurde zunächst klar herausgestellt, dass man die Ängste der Bürger durchaus wahrnehmen sollte. Ein „Wegdrücken“ der Bedenken sollte durch Diskussionen und Aufklärung ersetzt werden. Verängstigte Bürger sollten durchaus ernst genommen werden, um sie nicht in die Arme von Rechtsextremen zu treiben. Es hilft auch nicht, die Sorgen als „rechts“ zu stigmatisieren.

Fakten, Daten und Dokumente sollten genutzt werden, da die meisten Ängste zumeist völlig unberechtigt sind. Viele Bedenken entstehen heute durch Falschmeldungen im Internet (vor allem in den sozialen Medien wie Facebook). Diese werden dann unkontrolliert geteilt und kommentiert.

Dennoch sollte man ehrlich sein und die Probleme nicht leugnen oder romantische Bilder produzieren, so die Landtagsabgeordnete in NRW, Serap Güler.

Um den Flüchtlingen eine Perspektive in Deutschland zu geben, wurden diverse Projekte vorgestellt und Ideen eingebracht: Fahrräder verschenken, Gabelstablerführerschein finanzieren, Deutschkurse anbieten, Sportkurse anbieten, Schwimmen beibringen, die Flüchtlinge in die Tafeln integrieren, sich politisch gegen Rassismus und Terror engagieren, in den Schulen helfen, Senioren besuchen etc. Martin Buschmann hat u. a. die Idee, im Tierheim auszuhelfen, mit eingebracht. Die Reichweite, was man machen kann, um die Integration zu beschleunigen, ist riesengroß!

Martin Buschmann: „Als Mitglied des BAK MUT gegen Rechts war es mir ein persönliches Anliegen, bei dieser Konferenz mit dabei zu sein. Im Gegensatz zu denen, die nur von der multikulturellen Gesellschaft reden, lebe ich diese mit meiner asiatischen Ehefrau ja jeden Tag. Wenn wir die Gesellschaft in Deutschland davon überzeugen können, dass das funktioniert, dann wird es hoffentlich bald keine Ressentiments gegen Ausländer und Flüchtlinge mehr geben.“

Kein Segen für Tiermord!

Mehr als 120 Aktivist_innen demonstrierten am 26.03.2016 gegen die tierfeindliche Lehre der Kirche direkt vor dem Kölner Dom. Vertreter der Tierschutzpartei aus NRW, Baden-Württemberg und Hamburg waren dabei.

Die kirchlichen Festtage sind heute die größten Schlachtfeste der Welt! Was ist daran bitte christlich?

Vielen Dank an ALLE Teilnehmer_innen und Orgas!

Danke auch an die fleißigen Fotografen! (z.B. Thorsten Baumgärtner)

Die Geschichte Venezuelas – Ein Kampf um das Öl

Am 18. Februar 2016 hat die Botschaft von Venezuela ausgewählte Gäste zu einem interessanten Vortrag eingeladen, bei dem auch der stellv. Generalsekretär Martin Buschmann zugegen war. Mit dabei waren ca. 15 weitere Teilnehmer, die der Einladung der Botschaft folgten.

Die Themen: „50 Jahre des Genfer Abkommens“ sowie die langen Grenzstreitigkeiten mit dem von Kolonialisten besetzten Guyana und Venezuela, die bereits seit 1899 bestehen. Bei diesem Grenzkonflikt haben sich Kolonialmächte wie Großbritannien, die Niederlande und Frankreich beteiligt.

Der Grenzkonflikt sollte eigentlich durch die Genfer Konferenz von 1966 erledigt sein. Wie die Realität aus der Sicht der Botschaft von Venezuela aussieht, habe ich so erfahren: Alle Daten wurden den Gästen in der Botschaft vorgetragen und Martin Buschmann exklusiv von der Botschaft von Venezuela frei zur Verfügung gestellt.

Die wichtigsten Daten:

1999: Die verfassungsgebende Versammlung von Venezuela beschließt einen Artikel, der die Entscheidung des internationalen Schiedsgerichtes von 1899, mit der das Esequibo Guayana zugesprochen wurde, für nichtig erklärt.

30. März: Offizieller Besuch Guyanas durch eine venezolanische Kommission aus 15 Mitgliedern, geleitet vom Außenminister José Vicente Rangel. Es werden die Aufgabenbereiche einer hochrangigen binationalen Kommission festgelegt.

3. Juli: Die venezolanische Regierung versendet eine Protestnote als Reaktion auf die Entscheidung Guyanas, Konzessionen im Meer zur Erschließung und Förderung von Erdöl an die Unternehmen CGX Energy, Exxon, Shell y Anadarko.

20. September: Es wird ein Treffen zwischen Mitgliedern des Außenministeriums, der UNO und Guyana abgehalten zur Überprüfung der Sachlage bezüglich der Gebietsstreitigkeit um das Esequibo, wobei die Bedeutung der Schlichtung durch den Generalsekretär betont wird und die Gründung einer hochrangigen bilateralen Kommission zur Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Soziales und Umwelt.

6. September: Guyana legt einen Antrag zur Erweiterung des Festlandsockels bei der UN-Kommission zur Erweiterung des Festlandsockels zur Erweiterung seiner Jurisdiktion über die 200 nautischen Meilen hinaus bis zu 350 nautischen Meilen – ein Verstoß gegen die Genfer Vereinbarung von 1966. Venezuela protestiert gegen diesen Antrag, der von der UNO abgelehnt wird.

30. September: Gemeinsame Erklärung der Außenminister von Guyana und Venezuela Carolyn Rodrigues-Birkett und Nicolás Maduro. Beide Minister erkennen die Festlegung der Seegrenzen zwischen beiden Staaten als anhängige Angelegenheit an und stimmen darin überein, dass zu dieser Festlegung Verhandlungen notwendig sind.

2013: 31. August: Präsident Nicolás Maduro sagt im Internationalen Konferenzzentrum von Georgetown während der Unterzeichnung der Vereinbarungen und der gemeinsamen Erklärung von Venezuela und Guyana Folgendes zum Esequibo: Glücklicherweise haben wir heute den Grundstein für die Vertiefung der humanen, kulturellen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit in all ihren Formen gelegt, als Grundlage zur weiteren Konsolidierung der friedlichen und freundschaftlichen Beziehungen sowie der Zusammenarbeit. Und genauso haben wir im Fall der Streitigkeit, die uns noch aus den Zeiten der Weltreiche verfolgt, das Schlichtungsverfahren mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen als bewährtes Verfahren ratifiziert, dies vor allem dank der Arbeit von Prof. Norman Girvan zur weiteren Verhandlung dieser Angelegenheit mithilfe des Internationalen Rechts.

2014 9. April: Schlichter Norman Girvan verstirbt. Aufgrund der Haltung Guyanas konnte kein Nachfolger bestimmt werden.

September: Guyana genehmigt dem Schiff Prospector die Durchführung geologischer Studien im Demerara-Block für das kanadische Unternehmen CGX Energy, ein weiterer Verstoß gegen die Genfer Vereinbarung.

2015: 26. Februar: Venezuela fordert von Guyana und Exxon Mobil die Einstellung ihrer Aktivitäten im Stabroek-Block.

3. März: Der Geschäftsträger der US-Botschaft in Guyana Bryan Hunt: „Die Vereinigten Staaten halten an ihrem Standpunkt bezüglich Guyana fest.”

5. März: Guyana stationiert das Bohrschiff Deepwater Champion im sogenannten Stabroek-Block.

25. März: Das Commonwealth stellt sich unterstützend hinter Guyana.

29. April: Der britische Hochkommissar erklärt öffentlich, dass das Schlichtungsverfahren aufgegeben werden und ein neuer Ansatz zur Beilegung der Gebietsstreitigkeit mit Venezuela gefunden werden sollte.

7. Mai: Guyana verkündet, dass Exxon Mobil an der Küste des Esequibos im Strabroek-Block auf Öl gestoßen ist.

11. Mai: Nach den Parlamentswahlen in der Kooperativen Republik Guyana (amtl. Bezeichnung Guyanas) siegt der Präsidentschaftskandidat der Opposition David Arthur Granger.

10. Juli: Außenministerin Delcy Rodríguez wendet sich an den Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon und beantragt im Namen von Präsident Nicolás Maduro die Ernennung eines Schlichters für die Streitigkeit mit Guyana.

2016: 20. Januar: Der Minister für Bodenschätze von Guyana erteilt den Unternehmen Tullow Guyana und Eco Atlantic eine Lizenz für die Erdölsuche im Orinduik-Block über 1.802 km² in den Küstengewässern des Esequibo, deren Hoheit von Venezuela beansprucht wird.

Zusammenfassung der Position Guyanas: „In der Genfer Vereinbarung steht nichts, das eine Annullierung der internationalen Vereinbarung nahelegt, in der die Grenzen vor 116 Jahren gezogen wurden …“ Nichts in dieser Vereinbarung wird Guyana Teile seines Gebietes nehmen und das ist unsere Botschaft, darüber hinaus schauen wir auf den Generalsekretär der Vereinten Nationen, der die Funktionen erfüllen soll, die ihm durch die Genfer Vereinbarung übertragen wurden und diese Angelegenheit zu einem raschen und erfolgreichen Abschluss bringen soll. Wir haben die venezolanische Aggression und Belästigung ziemlich satt, ließ Präsident Granger verlauten. Durch die Genfer Vereinbarung hat der UN-Botschafter die Möglichkeit einer juristischen Beilegung der Streitigkeit. Guyana hat angedeutet, dass es eine solche Beilegung bevorzugt.

Daraus folgt:

1. Guyana erkennt nur die im Pariser Vertrag festgelegten Grenzen an.
2. Es ist nicht an einer Diskussion über die Willkür des Vertrages oder den Vertrag an sich interessiert.
3. Es ist nicht an einer Ausschöpfung sämtlicher Mechanismen zur Beilegung von Streitigkeit interessiert, sondern möchte direkt zur juristischen Beilegung schreiten.
4. Es ist nicht an einer Zusammenarbeit mit dem Ziel einer gemeinsamen Nutzung des Gebietes interessiert.
5. Auf Grundlage des Pariser Vertrages wird versucht, neue Gebietszugewinne zu erlangen.
6. Der Zugang über den Seeweg zu Öl aus dem venezolanischen Delta und die Bedrohung, die die Bolivarische Revolution für die imperiale Herrschaft darstellt, bringt mächtige Unterstützer des guyanesischen Vorhabens auf den Plan.

Kommentar von Martin Buschmann, stellv. Generalsekretär der Partei Mensch Umwelt Tierschutz: „Also geht es wieder mal um den Rohstoff ÖL! Vereinbarungen und Menschenrechte spielen dabei wieder einmal keine Rolle.“

Empfang zum 88.Geburtstag des Königs von Thailand – Die Partei MUT stand auf der Gästeliste

Der König von Thailand begeht am 08. Dezember 2015 seinen 88. Geburtstag. Dieses war der Anlaß der Thailändischen Botschaft in Berlin, am 01. Dezember 2015 im Palaissaal des Hotel Adlon die Geburtstagsfeier auszurichten und ca. 120 Gäste einzuladen. Die Botschafterin des Königreiches Thailand hielt eine sehr emotionale Rede über die sehr lange Freundschaft zwischen den beiden Völkern. Auf der Gästeliste standen Personen aus Politik, Kultur, der Wirtschaft sowie weitere Diplomatische Vertretungen in Berlin.

Ebenfalls auf der Gästeliste stand der stellv. Generalsekretär unserer Partei, Martin Buschmann: „Ich war sehr erstaunt und auch erfreut, als die Einladung vor einem Monat erhalten habe!“ Seine Frau (gebürtige Thai und ebenfalls Mitglied der Partei) hat ihn begleitet. „Das hat mit meiner Frau allerdings nichts zu tun. Ich wurde als Repräsentant der Partei eingeladen und durfte lediglich eine Begleitung mitnehmen. Dass ich auf der Gästeliste gestanden habe, ist ein Zeichen, dass wir international wahrgenommen werden und gefragt sind, auch wenn wir nicht im Bundestag sitzen!“, so Martin Buschmann.