Vom 20. – 22.11.2015 war der LV Baden-Württemberg mit einem Stand auf der Messe „veggie und frei von“ in Stuttgart vertreten. Diese zog (sogar am Freitag) viele Besucher an und es herrschte teils dichtes Gedränge in den Gängen. Es war schön zu sehen, dass vegane Ernährung immer mehr Anhänger findet und das Angebot neuer Produkte immer breiter und einfallsreicher wird. Continue reading “LV Ba-Wü auf der Messe „veggie und frei von“ in Stuttgart”
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35. Bundesparteitag aus Sicht des LaVo Ba-Wü
Wer am vergangenen Wochenende nicht in Düsseldorf auf dem Bundesparteitag war, hat einen sehr harmonischen und konstruktiven Parteitag verpasst. Es ist viel passiert. Für unseren Landesverband gibt es einige positive Neuigkeiten:
Es wurden wieder 3 Mitglieder unseres Landesverbandes (und auch Landesvorstandes) in den Bundesvorstand gewählt:
- Sonia-Ellen Hoesl – Landesschatzmeisterin und nun Beisitzerin im BuVo
- Dr. Jessica Frank – stellvertretende Landesschriftführerin und wieder Beisitzerin im BuVo
- Matthias Ebner – Vorsitzender im Landesvorstand Ba-Wü und wieder Bundesvorsitzender
Ebenso wurden alle Anträge vom höchsten Organ der Partei angenommen, die der Landesvorstand gestellt hatte:
- So haben wir unter “Haustiere” nun die Forderungen nach einem Sachkundenachweis für Tierhalter_innen und einer
- Katzenkastrationspflicht im Grundsatzprogramm sowie
- eine Konkretisierung des Satzungsparagrafen, der festlegt, dass Menschen, die so gar nicht zu den Wertvorstellungen unserer Partei passen, in diese nicht aufgenommen werden können.
Weitere Informationen zum Bundesparteitag folgen in Kürze.
150 Jagdgegner formieren sich gegen Bouffier
04. November 2015: Der verehrte Ministerpräsident Hessens, Volker Bouffier, lädt zur Gesellschaftsjagd und 150 Jagdgegner plus Presse kommen dieser Einladung nach.
Die lautstarken Proteste im Vorfeld ignoriert Herr Bouffier, die Kritik vom Bund der Steuerzahler, eine solche Unterhaltungsjagd, finanziert durch Steuergelder (ca. 22.000 Euro, ohne die Polizeipräsenz von rund 200 Beamten) , sei nicht mehr zeitgemäß und gehöre abgeschafft,tut er mit der Frage ab, ob die nichts Besseres zu tun hätten.
Diese Arroganz und Dekadenz straften die Demonstranten mehrerer Tierschutzorganisationen, u.a. Animal First und Peta, denen sich auch die MUT-Mitglieder nach Aufruf des BAKs Jagd & Angeln aus verschiedenen Bundesländern anschlossen, mit lautstarker Präsenz.
Auch wenn die Jagd unverantwortlicherweise trotz angekündigter Demonstration und des Jagsunfall-Risikos nicht abgesagt wurde, so gab es Erfolge auf Seiten der Tierrechtler zu verbuchen: Nur 45 von 120 geladenen Teilnehmern brachen überhaupt zur Jagd auf, pro Jäger durften 2 Tiere erlegt werden. Durch Störung der Jagd wurden „nur“ 33 Tiere getötet.
Herr Bouffier kündigt eine Wiederholung dieser blutrünstigen Veranstaltung an, seine Gegner werden sich erneut formieren und auch die Partei Mensch Umwelt Tierschutz wird wieder vor Ort sein.
Dürfen wir Sie lebendig häuten?
Landesverband Baden-Württemberg in Aktion
Welch besseres Motto hätte man am Horror-Tag “Halloween” wählen können, um auf den täglichen Horror der 89 Millionen Pelztiere, welche für die Mode leiden, leben und sterben, wählen können?!
Somit veranstalteten gestern zwei unserer Mitglieder des Landesverbandes Ba-Wü eine groß angelegte Anti-Pelzkampagne. Ausgerüstet mit einer Litfaßsäule, einem Infostand und drei Akteuren (für ein Horror-Theater- Szenario) standen wir mit Freunden und Bekannten in der Pforzheimer Innenstadt und schockten, klärten auf, berieten und hielten die Pforzheimer in Atem.
Wie immer gab es Beifall, Kopfschütteln, schiefe Blicke, Zuspruch, Fassungslosigkeit, Aufklärung und großes Interesse. Erreicht haben wir ca. 250 Pforzheimer und das mit nur 6 Leuten. Die Aktion war ein voller Erfolg und schreit geradezu nach einer Wiederholung.
Das Video zur Aktion finden Sie hier.
Patricia Kopietz / Stellv. Landesschatzmeisterin
Fleischschalen-Aktion
Hinsehen, Nachdenken, Handeln…
Am vergangenen Freitag, den 09.10.2015, hat die Regionalgruppe Freiburg der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, eine Fleischschalen-Aktion durchgeführt, worüber die Presse berichtete und sogar ein richtiges Kampagnenvideo dazu veröffentlichte.
250.000 bei Demo gegen TTIP am 10.10.15 in Berlin
Am vergangenen Samstag haben ca. 25 Mitglieder unserer Landesverbände Baden-Württemberg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein zusammen mit einer Viertelmillion Menschen gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA zwischen der EU und den USA bzw. Kanada demonstriert. Vom Berliner Hauptbahnhof zogen die Demonstrant_innen teils durch die Innenstadt, teils aber aufgrund der enormen Masse an Menschen auch nur vorbei am Kanzleramt zur Siegessäule, wobei die komplette Straße des 17. Juni mit Menschen gefüllt wurde.
Im Vorfeld hatten über 100 Organisationen zu der Demo aufgerufen sowie Busse und Sonderzüge aus der ganzen Republik organisiert. Das hatte sie zur größten Demo des Landes seit 2003 gemacht, als gegen den Irak-Krieg demonstriert wurde, und es zeigt, dass die Masse der Bevölkerung diese Freihandelsabkommen ablehnt. In Berlin haben Tierrechtler_innen neben Milchbauern, Linke neben CSUler_innen und Gewerkschaftler_innen neben Unternehmer_innen dagegen protestiert, dass die Demokratie und der Rechtsstaat an die Großkonzerne dieser Welt verscherbelt werden.
Es kann nicht sein, dass Großkonzerne gegen demokratisch beschlossene Verbesserungen im Umwelt-, Tier-, Arbeitnehmer- oder Verbraucherschutz vor Schiedsgerichten, die aus Anwälten bestehen, klagen bzw. Schadensersatz bekommen können, weil etwa der Atomausstieg in Deutschland beschlossen wurde (siehe Vattenfall-Klage) oder Uruguay gegen das Rauchen vorgeht (siehe Philip Morris gegen Uruguay).
Genausowenig kann es sein, dass die Verhandlungen zu TTIP geheim sind und nicht einmal Abgeordnete des Bundestags volle Einsicht bekommen geschweigedenn der Souverän in einem demokratischen Staat, das Volk.
Weiterhin ist fatal an TTIP, dass mit dessen Beschluss nicht nur eine einmalige Regelung zementiert, sondern das Abkommen kontinuierlich weiterentwickelt würde, ohne dass demokratisch gewählte Vertreter_innen noch einmal darüber abstimmen müssten.
Aus diesen und weiteren Gründen sind mittlerweile viele Interessensgruppen auf beiden Seiten des Atlantiks klar gegen TTIP und dessen kleinen Bruder CETA. Dies wurde auch angesichts der unzähligen Redebeiträge verschiedenster Organisationen beim Aktionstag deutlich. Eine klare Abgrenzung fand lediglich nach rechts zu AfD, NPD, Pegida und ähnlichen braunen Gruppierungen statt.
Die enorme Masse an Menschen – 250.000 muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen – hat klar gemacht: Die Bevölkerung wird es nicht dulden, dass über ihre Köpfe hinweg Demokratie und Rechtsstaat verkauft werden und künftig noch mehr die Großkonzerne, vertreten durch deren Top-Manager_innen, Berater_innen und Lobbyist_innen, entscheiden welche Umwelt-, Tier-, Arbeitnehmer- und Verbraucherschutz-Standards gelten als ohnehin schon. Auch wir werden weiter gegen solche Freihandelsabkommen und für einen fairen Handel kämpfen.
Video von campact zur TTIP-Demo
Matthias Ebner
Bundesvorsitzender
Auslandstierschutz Türkei
Der LV Ba-Wü unterwegs
Dieses Jahr lud uns eine Facebook-Freundin in ihre Ferienwohnung in der Türkei ein, in der sie ein Gästezimmer hat. 2013 war unsere Gastgeberin in deren Nähe auf eine weitere Tierschützerin getroffen, die dort lebt und die sich dort bereits seit 2009 enorm für Tiere engagiert. Unsere Freundin war dann auch schnell mit dabei und ist bis heute stark involviert. Mittlerweile wurde ein Tierheim für Streunerhunde aufgebaut sowie mehrere Futterstellen eingerichtet. Es versprach also ein ganz besonderer Urlaub zu werden, in dem wir das Land entdecken und engagierte Menschen kennenlernen würden.
Delfine und Plastikmüll
In der kleinen Feriensiedlung gab es eine Bucht mit glasklarem Wasser, in der immer wieder Delfine gesichtet wurden. Wir selbst bekamen jedoch leider keine zu Gesicht. Weniger schön war, dass an diesem Strand leider, wie so oft überall auf der Welt, Plastikmüll herumlag. Dass einzelne Urlauber wie wir einige Teile davon entfernen ändert daran viel zu wenig. Es sind dringend mehr Aufklärung sowie staatliche Maßnahmen wie Pfand, Kontrolle und Strafen nötig.
Grausamer Fischfang und was man dagegen tun kann
Ebenfalls unschön war es, dass wir mitansehen mussten, wie ein Schnorchler Fische fing und in einer Plastiktüte an eine Bank hängte, wobei zudem nach und nach das ganze Wasser aus der Tüte lief. Wir versuchten ihm klarzumachen, dass die Fische so in Kürze ersticken würden, er sprach jedoch kein Englisch und wir kein Türkisch. Also nahmen wir die Tüte kurzerhand, trugen sie ans Wasser und füllten sie erneut. Schließlich verstand er unser Anliegen und beschwerte die Tüte mit einem Stein im Wasser, sodass die Fische nicht entkommen konnten, jedoch nicht zu ersticken drohten. Am liebsten hätten wir sie, nachdem er wieder rausschwamm, um wohl weitere zu fangen, befreit, doch so hätte er vmtl. künftig die Tiere wieder nicht mehr im Wasser, sondern an der Bank warten und damit qualvoll ersticken lassen. Derlei Leid vieler Tiere künftig zu verhindern erschien uns dann doch sinnvoller als 2 Fische zu retten, auch wenn es uns schwer fiel zu wissen, dass diese Fische bald getötet werden würden. In diesem Zusammenhang erscheint es geradezu pervers, dass für die industrielle Nahrungsmittelproduktion Milliarden Fische in riesigen Netzen gefangen und genauso dem qualvollen Erstickungstod ausgesetzt werden.
Hilfe für Streuner-Hunde und -Katzen
Natürlich nutzten wir unseren Urlaub, um unsere Gastgeberin zu den Futterstellen ihres Vereins zu begleiten und uns direkt vor Ort über die Situation der Streunertiere zu informieren. Uns erwartete das übliche Trauerspiel: Teils abgemagerte, verletzte und auf Grund ihrer schlechten Erfahrungen mit Menschen sehr scheue, vereinzelt aber auch zutrauliche Tiere.
Leider gibt es in der Türkei viele Hunde und Katzen, die unüberlegt zur vorübergehenden Unterhaltung der Familien angeschafft und dann – z.B. nach dem Urlaub – einfach auf die Straße gesetzt und ihrem Schicksal überlassen werden. Doch zum Glück trifft man dort auch auf aufopferungsvoll engagierte Menschen, die sich sehr über Futter- und Medikamentenspenden freuen und zur Not selbst auf viel verzichten, um Futter für “ihre” Tiere kaufen zu können.
Zur Unterstützung hatten wir 60 kg veganes Hunde- und Katzenfutter mit in die Türkei genommen. Dies war möglich, da die Fluglinie SunExpress, mit der wir flogen, Kooperationen mit ausgewählten Tierschutzvereinen hat, auf deren Bestreben hin die Fluglinie ihren Passagieren anbietet bis zu 30 kg Tierfutter kostenlos als Extragepäck mitzunehmen.
Dieses sowie weiteres Futter haben wir zu einer der Futterstellen gebracht, die Privatpersonen in Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein unserer Freundin betreiben. Wie man sieht haben sich Mensch und Tier sehr darüber gefreut.
Ein großer Erfolg des Tierschutzvereins ist, dass er in Zusammenarbeit mit den Futterstellen und einer Tierärztin aus der Region seit 2011 bereits 250 Hunde und 600 Katzen kastrieren bzw. sterilisieren konnte, finanziert durch Spenden. Dies ist ein besonders wichtiger Teil der Arbeit, da das Leid der Streunertiere nur dadurch langfristig vermindert werden kann.
Die Stadtverwaltung unterstützt dieses Engagement mit der Bereitstellung von Helfern und Fahrzeugen, Grundmedikamenten und Tollwutimpfstoff. Wertvolle Hilfe leisten die eingerichteten Futterstellen, an denen die Tiere angefüttert werden und Vertrauen aufgebaut wird. So ist ein Einfangen der meist scheuen Tiere durch die Aktivisten oder Tierfreunde, die an diesen Stellen die Fütterungen durchführen, möglich. Soeben ist eine Kastrationsaktion angelaufen, bei der bis zum Jahresende mindestens 200 weitere Straßentiere kastriert und geimpft werden sollen.
Weitere Informationen sind auf der Website des Vereins „TierArche – Nuh un gemisi“ zu finden sowie aktuelle Ereignisse auf der Facebook-Seite des Vereins.
Matthias Ebner, Bundesvorsitzender und Landesvorsitzender von Ba-Wü sowie
Dr. Jessica Frank, Beisitzerin im Bundesvorstand und stellv. Landesschriftführerin von Ba-Wü
Flüchtlingsdemo in Karlsruhe
Am vergangenen Samstag waren mehrere Mitglieder unseres Landesverbandes Baden-Württemberg der Aufforderung der Karlsruher Flüchtlingsinitiative gefolgt, an ihrer Demonstration gegen Abschiebung und Diskriminierung teilzunehmen. Zudem haben Matthias Ebner, einer unserer drei Bundesvorsitzenden und zwei Landesvorsitzenden in Baden-Württemberg, sowie Dr. Jessica Frank, Beisitzerin im Bundesvorstand und stellv. Landesschriftführerin, sehr gerne die Einladung angenommen, eine Rede zu halten, welche das unten stehende Video zeigt.
Wir unterstützen voll und ganz die Forderungen nach einer dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge und zügigen Integration in den Arbeitsmarkt, welche wir auch konkret in unserem Wahlprogramm zur Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016 festgeschrieben haben. Zudem lehnen auch wir explizit die vom grünen Ministerpräsidenten Kretschmann mitgetragene Einstufung mehrerer Balkanländer als sichere Herkunftsstaaten ab, denn gerade für Roma gibt es keine solchen. Vielmehr ist Diskriminierung, äußerste Armut und sogar Gewalt oft ihr Alltag auf dem Balkan.
Am kommenden Samstag wird unser Landesverband zudem auf der Demo “One World – Free People – Refugees Welcome” in Stuttgart präsent sein. Wir würden uns über weitere Unterstützung freuen.
Petition & Mahnwache gg. Wildtiere im Zirkus
Landesverband Baden-Württemberg in Aktion
Der in Freiburg gastierende Zirkus Charles Knie wirbt damit, einer der größten Zirkusse zu sein, der auch meisten Wildtiere mit sich führt. Darunter sind leider auch zahlreiche Tiger, Löwen und Elefanten. Um die Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen, dass man Wildtiere nicht artgerecht in einem Zirkus halten kann, haben zahlreiche Mahnwachen und Demos vor dem Zirkus Knie stattgefunden.

Auch die Partei Mensch Umwelt Tierschutz zeigte einmal mehr “Flagge” und setzt sich vehement für ein Verbot von Wildtieren in Zirkussen ein. Die Partei hat inzwischen die abgeschlossene Petition bei der Stadt Freiburg eingereicht, die fordert, künftig keine Zirkusse, die Wildtiere mit sich führen, in Freiburg auftreten zulassen – sprich keine Genehmigung zu erteilen. Dies wird – wie in der BZ zu lesen war – inzwischen auch geprüft. In vielen deutschen Städten ist dies bereits der Fall.
(Randbemerkung: Dass es auch anders gehen kann, zeigt der derzeit in Basel gastierende Circus Monti, der auf Nachfrage mitteilte, dass dieser seit zwei Jahren ganz auf Tiere in dessen Zirkus verzichte, und trotzdem sehr guten Zulauf hat – sicherlich auch durch eine besonders gute Show mit außergewöhnlichen ArtistInnen und Artisten.)
Mittelalterliches Sommerfest auf Gnadenhof bei Karlsruhe
Am vergangenen Wochenende war unser Landesverband mit einem Infostand auf dem mittelalterlichen Sommerfest des Gnadenhofs der AG Tierschutz Pferde & Co. in Pfinztal-Berghausen bei Karlsruhe präsent.
Bereits am Samstagnachmittag, unmittelbar nach Ende der Demo gegen Tierversuche vor dem Bundesverfassungsgericht, bauten wir unseren Stand in der Karlsruher Innenstadt ab, fuhren zum Tierschutzhof und bauten ihn dort wieder auf.
Der Gnadenhof-Verein hatte zu diesem Sommerfest eingeladen, um Spenden einzunehmen sowie Helfer und Paten für seine Tiere zu werben. Da der Hof sehr viel Arbeit macht und einen sehr hohen Finanzbedarf hat, ist er darauf dringend angewiesen.
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