01. November “Weltvegantag”

Wer Frieden will, muss ihn auch leben…

Am 01. November ist “Weltvegantag”. An diesem Tag soll auf die vegane Lebensweise aufmerksam gemacht werden, die den Konsum von tierlichen Produkten aus ethischen Gründen ablehnt.

Veganer/innen verzichten auf Nahrungsmittel wie Fleisch, Fisch, Milch, Käse, Eier und Honig sowie auf alle Produkte, die aus Leder, Seide und Wolle hergestellt wurden.

Die vegane Lebensweise ist eine friedvolle Lebensform, da Umwelt und andere Menschen davon profitieren. Sie schützt Tiere um ihrer selbst willen, stärkt die eigene Gesundheit, schützt Regenwald und Meere, schont Wasser- und Landressourcen und vermindert das Artensterben sowie den Treibhauseffekt.

Kurz gesagt: der Veganismus trägt zum Frieden auf dieser Welt bei, den jeder auf seinem Teller täglich praktizieren kann.

Wenn Goldschätze zu Goldgräbern werden oder Einmal so richtig Schwein gehabt

Angela Mayr vom Amaro Hof möchte mit ihrem “sauschönen” Artikel allen zeigen, dass Schweine nicht nur sehr schlau, sondern auch sehr liebenswert sind. Sie sind ebenso beseelte Wesen wie beispielsweise Katzen und Hunde. Auf den Fotos kann man sehen, dass die kleinen Schweinekinder genauso gerne spielen und toben wie Welpen…

Mit ihrem Artikel möchte die Autorin und aktive Tierschützerin einen Beitrag für eine bessere Zukunft aller Schweine leisten.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz bedankt sich ganz herzlich bei allen Mitarbeitern vom Amaro Hof für ihren Einsatz für Tiere!

Hier lesen: Wenn Goldschätze zu Goldgräbern werden oder …

Ausnahmegenehmigung in Thüringen für Gifteinsatz zur Mäusebekämpfung

Im August und September diesen Jahres wurden in Thüringen kraft einer am 31.08.2012 erteilten Ausnahmegenehmigung das Gift Zinkphosphid und kraft einer am 24.09.2012 erteilten Ausnahmegenehmigung das Gift Chlorphacinon von Landwirten wieder großflächig ausgebracht, obwohl die großflächige Ausbringung der extrem gefährlichen Giftstoffe seit 2008 europaweit verboten ist.

Die als Pflanzenschutzmittel – es soll Gutes suggerieren – deklarierten Giftstoffe sind aus gutem Grund nicht mehr erlaubt, denn sie bringen nicht nur für die Feldmäuse um, sondern bringen für viele andere Wildtiere und Haustiere Qual und Tod. Darüber hinaus kommt es zu einer Verseuchung der Ackerböden und letztlich auch der Feldfrüchte.

Worum geht es: In Zyklen von ca. 5 Jahren, seit einiger Zeit auch in kürzeren Abständen, kommt es bei den Erd- und Feldmäusen zu einem deutlichen Populationsanstieg, was den Profit der Landwirte schmälert. Warum und was die Ursache dafür ist, hat sich von denjenigen, die dagegen nur an Gift denken, noch keiner Gedanken gemacht. Um Profit geht es auch den Firmen, die Abhilfe gegen das „Mäuseproblem“ mittels Gifteinsatz – Chlorphacinon und Zinkphosphid – versprechen.

Die Aufnahme von Chlorphacinon führt zum inneren Verbluten der Tiere, Zinkphosphid verbindet sich mit der Magensäure zu Phosphorsäure und führt zum Tod durch Lungenödem und schließlich zum Ersticken. – verbunden mit unbeschreiblichen – Schmerzen. Die Genehmigung solcher oder ähnlicher Giftstoffe darf jedoch nach § 15 Pkt. 3c Pflanzenschutzgesetz (PlSchG) bei Wirbeltieren, zu deren Bekämpfung das Pflanzenschutzmittel vorgesehen ist, keine vermeidbaren Leiden oder Schmerzen verursachen! (Wieso eigentlich wurden dann solche Gifte überhaupt genehmigt?)

Da bekanntermaßen immer wieder auch andere Tiere, darunter auch streng geschützte Arten, von diesen Maßnahmen betroffen waren, wurde 2008 per Gesetz europaweit verboten, Chlorphacinon offen auszubringen und die Verwendung von Zinkphosphid gänzlich verboten. Offen ausbringen heißt, die Gifte wie Dünger oder sogar zusammen mit dem Dünger auf Feldern zu verteilen.

Da jetzt aber angeblich „Gefahr in Verzug“ war (unabhängige Gutachter bemühte man erst gar nicht), wurde auf eine Ausnahmeverordnung zurückgegriffen, auf Paragraf 11 Absatz 2 Satz 1 Nr. 2 des Pflanzenschutzgesetzes: „Wenn eine Gefahr anders nicht abzuwehren ist, kann das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit kurzfristig das Inverkehrbringen eines Pflanzenschutzmittels für eine begrenzte und kontrollierte Verwendung und für maximal 120 Tage zulassen.“

Der grausame Tiermord und die Verseuchung der Ackerböden wurden damit erneut legalisiert, obgleich es sehr wohl möglich ist, diese spezielle suggerierte „Gefahr auch anders abzuwenden“.

Die Sondergenehmigungen wurden, genau wie 2007 auch, ohne jegliche Zustimmung oder Absprache mit Tier – und Naturschutzverbänden erteilt, was aber bisher bestritten wird. Dabei ginge es auch anders: Seit in England die Jagd auf Füchse verboten ist, hat es keine „Mäuseplage“ mehr gegeben.

Nicht die Mäuse, sondern die Jäger sind die Feinde der Bauern. Solange Füchse und alle anderen mäusefressende Prädatoren ganzjährig bejagt werden dürfen, ist es, neben der ethischen Verwerflichkeit, in keiner Weise gerechtfertigt von einer „Gefahr“ zu sprechen, „die anders nicht abzuwehren ist“. Diese großflächigen Mäusevergiftungsmaßnahmen sind Straftaten, die zu ahnden sind!

Unser Parteimitglied Harald von Fehr, Vorsitzender des Landesverbandes Thüringen und Vorsitzender der Unabhängigen Tierschutz-Union Deutschlands hat im 25.07.2012 Strafanzeige gegen Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz gestellt und aufgrund der großzügigen Ausnahmegenehmigung diese am 13.10 2012 auf das BVL erweitert.

16. Oktober: Welternährungstag

Das Hungerproblem bekommt man nicht in den Griff…

Der Welternährungstag oder Welthungertag findet jedes Jahr am 16. Oktober statt und soll darauf aufmerksam machen, dass weltweit viele Millionen Menschen an Hunger leiden. Der 16. Oktober wurde als Tag ausgewählt, weil am 16. Oktober 1945 die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO mit der Aufgabe, die weltweite Ernährung sicherzustellen, als Sonderorganisation der UNO gegründet wurde.

Laut einer in dieser Woche veröffentlichten Studie der FAO ist zur Zeit jeder 8. Erdenbürger unterernährt, 868 Millionen Menschen. Jährlich sterben allein 2,5 Millionen Kinder an den Folgen von Unterernährung. Die globale Landwirtschaft wäre laut FAO jedoch in der Lage, 12 Milliarden Menschen ausreichend zu ernähren. Warum geschieht das nicht?

Folgende Gründe sind hierfür u.a. verantwortlich:

Indien ist das Land mit den meisten Hungernden. Gleichzeitig gehört Indien zu den größten Getreideexporteuren der Welt. Ähnlich ist die Situation in Brasilien. Obwohl das Land der größte Exporteur von Soja ist, leiden dort knapp 25 Prozent der Bevölkerung an Hunger.

Die meisten Lebensmittel verschlingt die Fleischindustrie. Um ein Kilogramm Fleisch produzieren zu können, werden bis zu 16 Kilogramm Getreide benötigt. Etwa 50 Prozent der Ernten landen nicht auf dem Teller, sondern in den Trögen der Massentierhaltung. Bei der Produktion von Rindfleisch gehen so 90 Prozent der Nahrungsenergie verloren.

In Deutschland, dem weltweit drittgrößten Schweinefleisch-Produzenten, wurden 2011 rund 59 Millionen Schweine geschlachtet. Um die Menschheit mit Fleisch zu versorgen, werden etwa 47 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen der Erde in Anspruch genommen. Gleichzeitig ist die Fleisch- und Milchproduktion für 18 Prozent der Treibhausgase verantwortlich.

Mehr als eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zur Erzeugung von einem Kilogramm Fleisch werden aber rund 15.000 Liter Wasser verbraucht.

Seit 1961 ist weltweite Fleischkonsum von 71 Millionen auf 284 Millionen Tonnen gestiegen – bis 2050 soll Berechnungen zufolge noch einmal doppelt so viel Fleisch gegessen werden. Experten für Getreidehandel schätzen den Anteil, den die Fleischproduktion an den steigenden Agrarpreisen hat, auf 85 bis 90 Prozent.

Ein anderer Grund für steigende Agrarpreise ist die verstärkte Nachfrage nach Biosprit – allein in Deutschland flossen im Jahr 2011 drei Millionen Tonnen Getreide zu Ethanol verarbeitet in die Autotanks.

Weitere Gründe für den Hunger in der Welt: Der Klima-Wandel, die Zerstörung von Ökosystemen, Landraub („Land Grabbing) bewaffnete Konflikte und der steigende Energieverbrauch- bei steigenden Bevölkerungszahlen.

Das Welthungerproblem bekommt man solange nicht in den Griff, bis man endlich einsieht, dass wir uns mit unserem Fleischkonsum den Ast absägen, auf dem wir sitzen. Mit anderen Worten: Es ist eine Frage für das Überleben der Menschheit, was auf dem Teller liegt!

Einladung zum Themenabend für den 16.11.2012 in Bamberg: Ausstieg aus der Massentierhaltung

ThemenabendbambergEs betrifft uns alle und nicht nur die zig Millionen sogenannter Nutztiere, die in naturfernen „Tierfabriken“ dahinvegetieren müssen, bevor sie ihr letzter Weg zum Schlachthaus führt. Die Kollateralschäden der Massentierhaltung sind auch hierzulande zu einer existenziellen Gefahr für uns Menschen geworden: nitratbelastetes Grundwasser, pestizidverseuchte Böden, Antibiotika in Fleisch- und Wurstwaren, multiresistente Krankheitskeime, für den Menschen gefährliche Tierseuchen, hochgiftiges Dioxin in Eiern und Hähnchenfleisch, Gammelfleisch und vieles mehr.

Dass die Massentierhaltung darüber hinaus auch für den dramatischen Rückgang der Artenvielfalt mit verantwortlich ist, für die Klimaerwärmung, die Regenwaldzerstörung und die Welthungerkrise – ja sogar für den stetigen Anstieg der Preise für Grundnahrungsmittel – wird zwar meistens von Politik, Fleischwirtschaft und Bauern beharrlich verschwiegen oder heruntergespielt, ist aber mittlerweile wissenschaftlich belegt.

Der Ausstieg aus der Massentierhaltung ist nicht nur eine moralische Verpflichtung gegenüber dem Mitgeschöpf Tier, sondern auch eine ökologische und ökonomische Notwendigkeit für unsere Gesellschaft, will sie nicht den nachfolgenden Generationen „Altlasten“ hinterlassen, deren Beseitigung nahezu unmöglich sein wird.

Wo:

Um das „Problem Massentierhaltung“ deutlich zu machen, veranstalten der Mitmachkreis „Tage ohne Fleisch“ und die Initiative „Naturschutz zum Mitmachen“ aus Bamberg am 16. November 2012 einen Themenabend mit Dia-Vortrag und anschließender Diskussion in der Wald-Gaststätte „Kunigundenruh“ in Bamberg Ost (zwischen Bamberg und Litzendorf). Beginn: 19:00 Uhr, Eintritt frei.

Die Referenten:

Stefan Bernhard Eck, Vorsitzender der Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Horst Wester, stellv. Vorsitzender der Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Ludwig Maier, Vorsitzender des Bundesarbeitskreises „Landwirtschaft, Tierschutz und Gentechnik“ der ödp (betreibt eine kleine Bio-Landwirtschaft mit Milchkühen)

Verbandsklagerecht in Bayern: Demonstration des Münchner Tierschutzvereins war ein voller Erfolg

HWMuenchenAm 11. Oktober 2012 hatte der Münchner Tierschutzverein zu einer Demonstration für die Einführung eines Verbandsklagerechts für anerkannte Tierschutzverbände in Bayern aufgerufen. Dabei geht es – genauso wie im Bereich des Natur- und Umweltschutzes bereits seit 2002 – darum, dass das Staatsziel Tierschutz (§ 20a des Grundgesetzes) endlich auch praktisch umgesetzt werden kann. Denn mit einem Verbandsklagerecht hätten erfahrene Tierschutzverbände endlich die Möglichkeit, vor Gericht eine Stimme für die wehrlosen Tiere zu ergreifen und sowohl direkt Verstöße gegen das Tierschutzgesetz anzuzeigen als auch Entscheidungen von Behörden, die den Gesetzen nicht entsprechen, neutral gerichtlich überprüfen zu lassen.

Zahlreiche Interessierte waren gekommen, um sich die jeweilige Position der im Landtag vertretenen Parteien CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen anzuhören. Erfreulicherweise durfte der LV Bayern in Person von Horst Wester ebenfalls für eine Einführung dieses Klagerechts plädieren. Ein herzlicher Dank gilt dafür den Organisatoren vom Münchner Tierschutzverein. Außer dem Vertreter der CSU sprachen sich erstaunlicherweise alle anderen anwesenden Politiker deutlich für eine Einführung aus. An diesen großen Worten müssen sie sich natürlich im kommenden Wahlkampfjahr messen lassen.

Sehr positiv war neben dem großen Interesse der anwesenden Zuhörer an einer Veränderung der momentanen Situation auch, dass der LV Bayern etliche Unterstützungs-Unterschriften sammeln konnten – ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer möglichen erfolgreichen Wahlteilnahme bei den Bundestagswahlen 2013. Vielen Dank an alle Helfer, die am Infostand beim Aufklären und Sammeln geholfen haben.

04. Oktober ist Welttierschutztag

Zum Umdenken und Handeln ist es nie zu spät…

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz möchte zum heutigen Welttierschutztag daran erinnern, dass jedes Jahr für den Konsum von Fleisch, Milch, Käse und Eiern weltweit 60 Milliarden Tiere gequält und getötet werden.

Das sind 60 Milliarden empfindungsfähige Lebewesen, die wie Menschen Freude und Schmerz, Glück und Unglück empfinden können. Deshalb sollte es für uns Menschen eigentlich selbstverständlich sein, Tieren mit Respekt zu begegnen und sie vor unnötigen Leiden zu bewahren.

Aber die Realität im Umgang mit Tieren in der Fleischproduktion oder auch bei Tierversuchen sieht anders aus und ist zutiefst beschämend für uns Menschen.

Schon der erste deutsche Bundespräsident, Theodor Heuss, kritisierte den Umgang mit den Tieren: „Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz überhaupt geschaffen werden musste.”

Jeder weitere Kommentar erübrigt sich…

Mit dem Herbst beginnt die Igelzeit

Es ist kaum zu übersehen: Das Laub verfärbt sich, die Früchte der Bäume fallen allmählich ab. Das veranlasst viele Menschen, ihr Augenmerk verstärkt auf Igel zu richten.

Obwohl sich durch die Aufklärungsarbeit der Igelschutzvereine und auch durch die Arbeit der vielen engagierten Igelhelfer inzwischen die Kenntnisse über den Igel deutlich verbessert haben, gilt es doch noch immer weiter daran zu arbeiten, dass uns dieses erdgeschichtlich seit der Kreidezeit fast unverändert erhalten gebliebene Tier noch lange erfreut.

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Interview: “Veganer sind toleranter als Fleisch-Esser”

“Die Freiheit des Einzelnen hört aber dort auf, wo die Freiheit eines Anderen eingeschränkt wird. Zu den Anderen gehören für mich aber auch die Tiere.”

Chemiedoktorand Jens Hermes will, dass die Mensa der Uni Basel künftig nur noch vegetarische und vegane Menus anbietet. Das Fleischverbot sei nötig, um Tierleid zu verhindern. Der Studierendenrat der Körperschaft der Universität Basel will durchsetzen, dass in der Mensa künftig weder Fleisch noch Fisch angeboten wird. (Interview lesen)