STELLUNGNAHME

Stellungnahme des Bundesvorstandes der Partei Mensch Umwelt Tierschutz zu einer E-Mail mit ausländerfeindlichem Inhalt, die von dem Vorsitzenden des Landesverbandes Thüringen, Herrn Harald von Fehr, über seinen E-Mail-Verteiler am 30. März 2013 weitergeleitet wurde. Herr von Fehr erhielt diese E-Mail als Weiterleitung von einem uns unbekannten Absender; auch die ursprüngliche Absenderin und Verfasserin des ausländerfeindlichen Textes ist uns nicht näher bekannt.

Verständlicherweise hat die Weiterleitung besagter E-Mail durch Herrn Harald von Fehr sowohl außerhalb als auch innerhalb der Partei zu einer Welle der Entrüstung und zu starken Irritationen geführt.

Der Bundesvorstand der Partei Mensch Umwelt Tierschutz distanziert sich hiermit in aller Deutlichkeit von dem ausländerfeindlichen Inhalt dieser E-Mail und verurteilt deren Weiterleitung durch Herrn von Fehr aufs Schärfste, da wir in keiner Weise die Diskriminierung von Menschen bestimmter ethnischer oder religiöser Herkunft und rechtsradikales, fremdenfeindliches oder rassistisches Gedankengut tolerieren.

In unserer Parteisatzung weisen wir darauf hin, dass wir Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen ablehnen und uns für die Gleichstellung aller Mitbürgerinnen und Mitbürger in Deutschland einsetzen.

Bundessatzung § 2.3: Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz setzt sich bewusst für soziale Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft ein. Sie will den Sozialabbau, die Ausgrenzung bzw. Diskriminierung von Menschen verhindern und stattdessen die Voraussetzungen für faire Chancen und die Gleichstellung für alle Mitbürger schaffen.

Vor allem mit unserem Grundsatzprogramm machen wir deutlich, dass für uns an erster Stelle ein friedliches Miteinander aller Menschen – im Einklang mit unserer Umwelt und den Tieren – steht.

Der Bundesvorstand wird den Vorsitzenden des Landesverbandes Thüringen zu einer Stellungnahme auffordern und danach angemessene Maßnahmen in die Wege leiten.

12. April 2013, Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Der Bundesvorstand

Nachtrag: Harald von Fehr ist kein Mitglied mehr der Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Hinweis: Titelthema des GEO-Magazins Nr. 04/13 ist den Tieren gewidmet

Der Mensch und das Tier: Das Leben der “anderen”

Die einen lieben, die anderen quälen wir: Vielen Menschen ist nur das Beste recht für ihr Haustier, und dafür geben sie Millionen Euro aus. Auf der anderen Seite sperren wir Menschenaffen ein und mästen Schweine unter unwürdigen Bedingungen. Welchen Wert haben unsere Mitgeschöpfe für uns? Welchen Umgang sind wir ihnen schuldig? Eine Diskussion, die in die Frage mündet: Wie ähnlich sind sich Mensch und Tier? Zwei Geschichten für eine Orientierung auf heiklem Terrain. (hier)

Nachruf

Wir trauern um Waltraud Steinicke…

Waltraud Steinicke ist am 25. März im Alter von 71 Jahren verstorben. Sie erlag einer weit fortgeschrittenen Krebserkrankung, die erst vor wenigen Wochen festgestellt wurde.

Waltraud Steinicke war seit dem 01.11.1995 Mitglied in unserer Partei im Landesverband Baden-Württemberg. Sie engagierte sich in all diesen Jahren in vorbildlicher und herausragender Weise für den Tierschutz und für die Belange der Partei – nicht nur auf Landesverbandsebene, auch auf Bundesverbandsebene war sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv.

Ihr unermüdlicher Einsatz ging oft über ihre Kräfte hinaus; in Wahlkampfzeiten scheute sie weder Mühe noch Kosten, um die Ziele der Partei publik zu machen. Jedes Wochenende war sie für die Partei und für den Tierschutz unterwegs und hat bis wenige Tage vor ihrem Tode noch fast 200 Unterstützungsunterschriften für den Landesverband Baden-Württemberg gesammelt.

Mit dem Tod von Waltraud Steinicke verliert die Partei Mensch Umwelt eines ihrer aktivsten Mitglieder. Sie hinterlässt im Landesverband Baden-Württemberg eine Lücke, die nur schwer zu schließen ist.

Frohe Ostern! Auch für Tiere?

Recherche: Grausame Tierqual in deutscher Kaninchenmast

Tausende Kaninchen landen zu Ostern nach einer grausamen Mast als Festtagsbraten auf dem Tisch vieler Bundesbürger. Bis zu 30 Millionen Kaninchen werden jedes Jahr in Deutschland gegessen. Jan Peifer und Stefan Klippstein (Deutsches Tierschutzbüro) haben tagelang recherchiert und fuhren durch ganz Deutschland. In Sachsen haben sie dann eine der größten Kaninchenmast-Anlagen in Deutschland gefunden, die Kaninchen vegetieren unter schlimmsten Zuständen in engen Käfigen. (hier lesen)

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz bedankt sich bei Stefan Klippstein und Jan Peifer für die unermüdlichen Recherchen, um die Bevölkerung über die Zustände in der Massentierhaltung aufzuklären. Wir bedanken uns ganz besonders dafür, dass drei Kaninchnen gerettet wurden und jetzt zur Vermittlung in ein liebevolles Zuhause warten.

Liebe Parteifreundinnen und Parteifreunde,

nachdem der Bundesrat am 22.03.2013 dem Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften zugestimmt hat, soll es in Kürze von Bundespräsident Joachim Gauck unterzeichnet werden und damit Rechtskraft erlangen. Das vorliegende Gesetz ist in vielen Punkten nicht mit der Europäischen Menschenrechtskonvention vereinbar.

Rechtsanwalt Dominik Storr hat im Namen von zahlreichen betroffenen Grundstückseigentümern in Deutschland einen Offenen Brief an Bundespräsident Joachim Gauck geschrieben, in dem er den Bundespräsidenten bittet, dieses Gesetz, das zweifelsohne ein Geschenk an die Jagdlobby darstellt, nicht zu unterzeichnen.

(Das Schreiben an Bundespräsident Gauck finden Sie hier.)

Machen Sie mit: Schreiben auch Sie an Bundespräsident Gauck und bitten Sie ihn, das Gesetz nicht zu unterschreiben oder schließen Sie sich der Online-Aktion von Rechtsanwalt Dominik an: (hier)

Kino-Hinweis zum Film “Unter Menschen”

“Am äußersten Ende Österreichs, direkt an der tschechischen Grenze befindet sich einer der besonderen Orte dieser Welt. Wie unter einem Brennglas treffen sich hier die moralischen Herausforderungen unserer Zivilisation: Schuld, Verantwortung und Wiedergutmachung. In einem verwilderten ehemaligen Safaripark, hermetisch von der übrigen Welt abgeschottet, leben 40 Schimpansen aus dem ehemaligen Versuchslabor des Pharmakonzerns Immuno. Infiziert mit HIV- und Hepatitisviren. Traumatisiert, verstört, hochaggressiv. Sie hassen Menschen und haben allen Grund dazu. Mit ihnen leben vier Pflegerinnen. Zwei davon waren schon im Versuchslabor als Betreuerinnen der Affen tätig.”

Im Münchener Kino „Monopol“ in der Schleißheimerstraße 127, läuft noch bis zum 02.04. diese sehr sehenswerte Dokumentation zum Thema Tierversuche, der Film „Unter Menschen“.

Alle Termine in München (hier)

Die bundesweiten Termine + Trailer zum Film: (hier)

Schadstoffbelastung der Ozeane

Warum wird Atom-Müll ausgeblendet?

Bei Spiegel-online erschien am 26.03.2013 ein Artikel über die Schadstoffbelastung der Ozeane mit PCB (polychlorierte Biphenyle) und DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan). „Schadstoffe, die einmal in die Tiefsee gelangen, sind mitnichten auf Nimmerwiedersehen verschwunden: Sie können noch nach Jahrzehnten nach oben und in die menschliche Nahrung gelangen“, wurde von Spiegel-online berichtet.

Leider wurde nichts über die drohende Gefahr geschrieben, die durch die Jahrzehnte lange Entsorgung von Atom-Müll in den Weltmeeren wie ein Damoklesschwert über der Menschheit schwebt.

Radioaktive Abfälle wurden seit Beginn der Atomnutzung legal im Meer entsorgt, bis diese selbstmörderische Vorgehensweise zumindest für Feststoffe 1994 von der „International Maritime Organisation“ verboten wurde. Mehr als 100.000 Tonnen radioaktiven Abfalls wurde im Meer versenkt. Davon stammten aus Großbritannien rund 80 Prozent, gefolgt von der Schweiz, die bis 1982 schwach- und mittelaktive Abfälle aus Industrie, Medizin und Forschung in den Nordatlantik kippen ließen. Die USA haben gegenüber der Internationalen Atomenergiebehörde eingeräumt, von 1946 bis 1970 über 90.000 Container mit radioaktivem Abfall vor ihren Küsten entsorgt zu haben. Aus Deutschland wanderten einige hundert Tonnen Atommüll ins Meer.

Besorgniserregend sind auch die Mengen an atomaren Müll, die von der russischen Marine stammen. Bis 1993 hatte die Sowjetunion nach eigenen Angaben Atom-Müll mit einer Strahlung von insgesamt 2,4 Millionen Curie (89 Billiarden Becquerel) in den Ozeanen versenkt, darunter 18 Reaktoren aus U-Booten und einem Eisbrecher: 16 Reaktoren in die Karasee, davon noch sechs bestückt und 2 Reaktoren im Japanischen Meer. Nicht berücksichtig in diesen Zahlen sind die gesunkenen russischen U-Boote: die atomgetriebene K-219 sank 1986 mit Reaktoren und 30 Atomsprengköpfen auf den Meeresgrund, die atomgetriebene K-278 Komsomolez sank 1989 mit atomaren Sprengköpfen.

Meeresbiologen haben herausgefunden, dass freigesetzte Isotope über die Nahrungskette auch aus einer Tiefe von mehr als 5.000 Metern hinauf in Fischfangzonen gelangen können. Spätestens seit 2011 ist bekannt, dass inzwischen in den Versenkungsgebieten u.a. Plutonium 238 in Wasserproben, im Sediment und in Fischen nachgewiesen werden können. Die Halbwertzeit von Plutonium 238 liegt bei 87,7 Jahren. Wenige Millionstel Gramm Plutonium sind für den Menschen bereits tödlich.

In nicht allzu ferner Zukunft werden wir „strahlende Ozeane“ haben, wenn die Fässer, Reaktorwände und Raketensprengköpfe durchgerostet sind. Aber das ist nur einer von vielen „Mega-Crashs“, die auf die Menschheit zukommen werden. Und über „Mega-Crashs“ redet man nicht gerne…

Achtung: Igel!

Alle Jahre wieder im Frühling und Herbst…

Beim Verbrennen von Reisighaufen im Herbst und Frühjahr und beim Anzünden von Osterfeuern unbedingt beachten:

Falls man das vorhat, unmittelbar vor dem Verbrennen den Haufen unbedingt umschichten, um sicherzustellen, dass keine Igel und Blindschleichen usw. darin schlafen. Unzählige Igel verbrennen grausam, weil sie im Frühling oft noch im Winterschlaf liegen oder das ganze Jahr über ihren täglichen Schlaf dort halten und das Feuer nicht bemerken. Sie können nicht flüchten! Die Igel nutzen Holz- und Laubhaufen tagsüber als Schlafquartier, denn sie sind nachtsaktive Insektenfresser…

Viele Informationen findet man bei pro-igel (hier)

Trinkwasser – Gefahr durch Chemikalien?

Was weiß der Fisch von dem Wasser, in dem er sein Leben lang schwimmt?

Das Zweite Deutsche Fernsehen berichtete am 17.03.2013 um 13.30 Uhr in der Reihe „planet e“ über Chemikalien im Trinkwasser. Obwohl Grenzwerte eingehalten werden, was durch ständige Überprüfungen belegt ist, finden sich toxische Chemikalien in minimalen Konzentrationen.

Für viele dieser Chemikalien sind keine Grenzwerte festgelegt. Beunruhigender jedoch, dass diese Einzelbausteine Verbindungen eingehen, die überhaupt noch nicht erforscht sind, da nicht bekannt und in den unterschiedlichsten Gewässern selbst höchst variabel. Oder frei nach Albert Einstein: Was wissen wir von dem Wasser, das wir unser Leben lang trinken?

Besonders bedenklich in diesem Zusammenhang sind sogenannte Umwelthormone, deren Mikrovorkommen in Flüssen und Seen bereits ausreicht, Entwicklungsverzögerungen, Deformationen, Organschäden und Gewebserkrankungen hervorzurufen. Afrikanische männliche Frösche in mit Ethinylestradiol (einem Bestandteil der Antibabypille) kontaminiertem Wasser in hierzulande möglichen Konzentrationen veränderten binnen Stunden ihren Balzruf und wurden für Weibchen nachgewiesen sexuell unattraktiv.

Auch für menschliche Körperfunktionen lebenswichtige Schilddrüsenhormone werden beeinflusst.

Während in Deutschland und Mitteleuropa stark auf die Gewässerqualität geachtet wird, zumindest im wissenschaftlich möglichen und finanzierbaren Rahmen, gelten andernorts laschere Bestimmungen. In Indien wurden in den Flüssen nahe auch deutscher pharmazeutischer Industrien Antibiotikakonzentrationen gemessen, die höher sind als die Blutwerte eines Patienten, der gerade mit Antibiotika behandelt wird.

Daran angepasste resistente Keime, die keine Grenzen und Passkontrollen kennen, sind die Folge. Es wird immer schwieriger, bakteriellen Erkrankungen mit Antibiotika beizukommen.

Doch so weit muss man gar nicht reisen: Im Hochsauerland wurden im letzten Jahrzehnt 80.000 t mit perfluorierten Tensiden (PFT) belastetes Düngemittel ausgebracht. Nach Anwohnerbeschwerden wurde, ohne eine einzige Probe zu entnehmen, von amtlicher Seite geraten, den Dünger unterzupflügen, damit es nicht so stinkt. 2006 haben die Tenside Ruhr und Möhne erreicht, die Trinkwasserreservoirs für 4 Millionen Menschen in der Region.

Als Verursacher dieser chemischen Cocktail-Zutaten werden die Landwirtschaft und die Industrie genannt. Medikamente, deren nicht benötigte Bestandteile vom Menschen ausgeschieden werden, oder die bei Nichtgebrauch in der Toilette entsorgt werden statt im Hausmüll und der Müllverbrennung, sowie Rückstände von Reinigungsmitteln und Kosmetika tragen weiterhin zur Gewässerverseuchung bei.

Läuft es weiter so wie bisher, zahlen die klammen Kommunen und ihre Wasserversorger die immensen Kosten einer unbedenklichen Wasserqualität. Jede molekulare Struktur muss entdeckt und analysiert werden und erfordert im schlechtesten Falle eine eigene Ausfilterung.

Doch nicht die Verbraucher und Steuerzahler sollten zahlen. Die Verursacher müssen in die Pflicht genommen werden, die chemische und die Pharmaindustrie!

Im Filmbeitrag wird gefordert, nachhaltige bzw. „Grüne Chemie“ einzusetzen: Wenn der Entwicklungsprozess einer wirksamen Substanz abgeschlossen ist, ist es zu spät zu erforschen, wie sich diese aus dem Trinkwasser herausfiltern lässt. Gleich am Anfang einer Produktentwicklungskette sollen vollständig abbaubare Bestandteile getestet und eingesetzt werden, das macht den Cocktail am Ende weniger brisant.