Das Meer ist keine Ware!

Sebastian Everding im Fischereiausschuss des Europaparlaments:

„Die industrielle Thunfischfischerei steht sinnbildlich für ein System, das Profit über Leben stellt – über das Leben der Menschen an Bord und das Leben im Meer. Wenn wir wirklich nachhaltige Meere wollen, müssen wir Ausbeutung in allen Formen beenden!

Unsere Ozeane sind lebenswichtige, komplexe Ökosysteme, die unzählige, teils noch unentdeckte Arten beherbergen. Sie zu schützen bedeutet, das Fundament allen Lebens auf diesem Planeten zu bewahren.“

Zum Welternährungstag: Wir fordern gesunde und tierfreundliche Ernährung in öffentlichen Einrichtungen

Heute ist der Welternährungstag! Wir nutzen dies als Anlass, um ein Umdenken bei der Essensversorgung in öffentlichen Einrichtungen zu fordern. Schulen, Krankenhäuser und Pflegeheime in Berlin sollen künftig ausschließlich gesundes, pflanzliches Essen anbieten – zum Schutz von Menschen, Tieren und Umwelt.

Eine aktuelle Studie im Lancet Planetary Health zeigt: Die Mahlzeiten in vielen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen tragen nicht zur Genesung bei, sondern gefährden durch ihren Nährstoffmangel und hohen Anteil tierischer Produkte die Gesundheit der Patient:innen [1]. Gleichzeitig belegen zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten, dass eine vollwertige vegane Ernährung das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und bestimmte Krebsarten deutlich senkt.

„Gesunde Ernährung darf keine Glückssache sein – schon gar nicht in Einrichtungen, die im Auftrag der öffentlichen Hand handeln“, sagt unser Landesvorsitzender Nico Poschinski. „Wer ernsthaft über Prävention und Gesundheit spricht, muss pflanzliche Ernährung in Schulen, Krankenhäusern und Pflegeheimen zur Norm machen. Alles andere ist kurzsichtig – ethisch, gesundheitlich und ökologisch.“

Wir verweisen darauf, dass eine konsequent pflanzliche Verpflegung nicht nur dem Wohl von Menschen dient, sondern auch Leid vermeidet und enorme Umweltvorteile bietet. Tierhaltung ist einer der größten Treiber von Treibhausgasemissionen und Ressourcenverbrauch – während pflanzliche Alternativen deutlich klimafreundlicher sind.

„Berlin könnte hier Vorbild sein“, so Poschinski weiter. „Eine Hauptstadt, die Verantwortung übernimmt – für Mensch, Tier und Umwelt. Wir fordern den Berliner Senat auf, den Welternährungstag zum Anlass zu nehmen, endlich mutige Schritte in der Ernährungswende zu gehen.“
 
 
[1] Vgl. Pörtner, L. M., Schlenger, L., Gabrysch, S., Lambrecht, N. J.: Dietary quality and environmental footprint of health-care foodservice: a quantitative analysis using dietary indices and lifecycle assessment data. The Lancet Planetary Health [DOI: 10.1016/j.lanplh.2025.05.004]

Sterilisation statt Jagd – Mitgefühl statt Gewalt !

Das Erschlagen eines Waschbären in Lemgo durch einen Jäger war definitiv nicht tierschutzkonform, das Hinzuziehen einer Tierärzt:in, von Veterinäramt oder Auffangstation wäre notwendig gewesen. Die Staatsanwaltschaft Detmold hat das Verfahren eingestellt.

“Dieser Fall zeigt erneut, dass das Tierschutzgesetz Tiere kaum schützt, sondern tierfeindliche Praktiken wie diese legitimiert”, so Daniela Klöpperpieper, Regionalleiterin Ostwestfalen der Tierschutzpartei.

Für eine Populationsreduzierung sind zudem Sterilisationsprojekte wie in Kassel geplant nachhaltiger, da es bei Bejagung zum sog. kompensatorischen Fortpflanzungseffekt kommt.

Unsere Forderungen:

  1. Grundlegende Reform von Tierschutzgesetz und Jagdrecht mit Überarbeitung der Ausnahmen im TschG, unangekündigten Kontrollen und höheren Strafen für Verstöße
  2. Sterilisations-/Kastrationsprojekte als tierschutzkonforme Populationskontrolle
  3. Überprüfung des Falls Lemgo durch das Landesministerium und Einbindung von Tierschutzorganisationen in Fragen des Wildtiermanagements
  4. Ablösung jagdlich geprägter Personen in behördlichen Tier- oder Wildtierämtern oder als Beauftragte durch fachkundige Natur-/Tierschützer:innen

Der Recycling-Mythos 🗑️♻️

Recyceln klingt erst einmal nach einer guten Lösung, um das weltweit produzierte Plastik wieder in den Produktionskreislauf zurückzuführen. Aber ganz so einfach ist das nicht!

❌ Plastik wird tausende Chemikalien zugesetzt – und genau die erschweren das Recycling enorm. Was es braucht, ist eine drastische Reduktion der Plastikproduktion, und zwar weltweit❗

Wie viel wird recycelt?

  • Gerade einmal 9 % des weltweit anfallenden Plastikmülls werden recycelt
  • In Deutschland werden 40 % recycelt, der Rest wird verbrannt
  • Insbesondere das ,mechanische Recycling” wird eingesetzt
  • So wird z.B. Granulat hergestellt, das als Füllstoff eingesetzt werden kann
  • Aber das ist ziemlich ineffizient…

Ein Chemikalien-Cocktail!

  • Effektiver wäre es, Plastik in seine Ausgangsmaterialien zu zerlegen und so als Rohstoff wiederzuverwenden
  • Das Problem: In Plastik stecken mehr als 16.000 Chemikalien (!!)
  • Die vielen Zusatzstoffe lassen sich nicht herausfiltern und so kann das Plastik nicht in seine Grundstoffe zurückverwandelt werden
  • “Echtes” Recycling ist dadurch nahezu unmöglich

Welche Lösungen gibt es?

  • Nur eine radikale Reduktion der Inhaltsstoffe ließe es zu, Plastik wieder in den Produktionskreislauf zuriickzuführen
  • ABER: Die Ruckführung in den Produktionsprozess ist nur wenige Male möglich, denn mit jedem Recyceln nimmt die Rohstoffqualität ab
  • Auch kommt es z.B. durch Abrieb immer zu Emissionen
  • Daher brauchte es vor allem eine drastische Reduktion der Plastikherstellung
  • Das Scheitern des globales Abkommens gegen Plastikmüll in Genf hat jedoch gezeigt, wie weit wir noch von solch einschneidenden Schritten entfernt sind

Wieso ist Plastik iiberhaupt gefährlich?

  • Plastikabfälle zersetzen sich in Micro- und Nanoplastik
  • Diese kleinsten Teile töten Tiere und sind auch für den Menschen enorm schädlich
  • Sie dringen bis in die Zellen vor und überwinden sogar die Blut-Hirn-Schranke
  • Dazu kommt: Die Plastikproduktion tragt zur Erderwärmung bei

Heute ist World Cage Free Day – der internationale Aktionstag gegen die Käfighaltung. 🐥

Noch immer verbringen Millionen Tiere in Europa ihr Leben in engen Käfigen. Dabei hat die EU-Kommission bereits 2021 zugesagt, ein Ende dieser grausamen Praxis einzuleiten – doch bis heute wartet der Gesetzesentwurf.

Wir dürfen nicht zulassen, dass dieses Versprechen vergessen wird.

Sebastian Everding setzt sich im Europäischen Parlament dafür ein, dass Käfighaltung bald der Vergangenheit angehört – in ganz Europa.

✊ Für eine Zukunft ohne Gitter.

300 Millionen Tiere in Käfigen – Dies ist nicht nur ethisch bedenklich, sondern auch ökologisch problematisch. Forschung und Praxis zeigen:

Eine Zukunft ohne Kafighaltung ist möglich und notwendig – zum Wohl von Tieren, Menschen und Umwelt!

2021 versprach dic EU-Kommission, ein Gesetz gegen Käfighaltung vorzulegen. Bis heute fehlt der Entwurf. Wir bleiben dran, damit das Versprechen eingelost wird!

Eine Zukunft ohne Kafige ist möglich. Für ein Europa, das Tierleid nicht langer systematisch plant.

 

Rote Karte gegen Schliefenanlagen – Weltrekord für den Tierschutz in Dortmund

Am vergangenen Samstag, den 11. Oktober versammelten sich zahlreiche engagierte Menschen aus ganz Deutschland am Europabrunnen in der Dortmunder-City, um gegen die tierschutzwidrige Praxis der Schliefenanlagen und der Fuchsjagd zu protestieren. Continue reading “Rote Karte gegen Schliefenanlagen – Weltrekord für den Tierschutz in Dortmund”

Landtagswahlen Ba-Wü 2026

Zehn Jahre ist es her, dass die Tierschutzpartei in Baden-Württemberg zur Landtagswahl angetreten ist. Damals konnte man nur über die 70 Wahlkreise antreten. Eine Herkulesaufgabe für eine Kleinpartei. Zum Glück kam im Jahr 2022 eine Wahlreform in Ba-Wü, in welcher eine Zweitstimme, also eine Stimme für die Landesliste, eingeführt wurde. Ebenso wurde das Wahlalter auf 16 Jahre reduziert.

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Gedanken zum WeltVeganTag 2025

💚 Wenn die Welt vegan wäre … wäre sie eine bessere Welt – für uns alle! 🌍

🐥 Weniger Tierleid
Tiere müssten nicht mehr massenhaft leiden und grausam in Schlachthöfen sterben. Jedes Jahr werden weltweit rund 80 Milliarden Landtiere für den menschlichen Konsum getötet – Meerestiere nicht mitgezählt.
Eine vegane Welt wäre eine Welt ohne systematische Tierausbeutung. Continue reading “Gedanken zum WeltVeganTag 2025”