11. November: Das St. Martinsfest

Alle Jahre wieder. Alle Jahre wieder dieses unsinnige und gedankenlose Blutvergießen an unseren mitfühlenden Mitgeschöpfen. Und das nur für einen kurzen Genuss im Mund: “Oh man, wie lecker.”

Jedes Jahr werden rund um den Martinstag vermehrt unzählige Gänse verspeist. Wir von der Tierschutzpartei schließen uns den Ausführungen der Tierrechtsorganisation Peta an, weil Gänse ganz bezaubernde und intelligente Vögel sind und wir appellieren deshalb an Ihr Mitgefühl: Sei barmherzig, denn Gänse gehören nicht auf den Tisch!

Mutige Mitglieder aus dem Landesverband Baden-Württemberg haben das Martinsfest zum Anlass genommen und haben in der Pforzheimer Zeitung eine Traueranzeige geschaltet, um auf das Leid der sogenannten „Martinsgans“ hinzuweisen. Wir finden, dass diese gelungene Aktion mit gutem Beispiel vorangehen sollte und Nachahmer finden möge. Gerade die kommende Zeit, das Weihnachtsfest, ist für solche Anzeigenschaltungen sehr geeignet, um den Menschen bewusst zu machen, was sie essen.

 

Ich bin Martin

 

O-Ton Bettina Jung, Bundesvorsitzende, Adoptantin von zwei wunderschönen Gänsen (siehe Foto): „Es ist wieder soweit – Martinstag! Neben dem Weihnachtsfest der schlimmste Tag im Jahr für die Gänse! Lasst sie nicht im Regen stehen! Beteiligt Euch nicht an ihrem Leid und esst sie nicht! Herzlichen Dank im Namen der Gänse!“

 

Bettinas Gänse erfreuen sich ihres Lebens
Bettinas Gänse erfreuen sich ihres Lebens!

Das Menschenrecht auf Wasser – Ecuador vs. Deutschland

Aufgrund einer Veranstaltung der AöW und des Botschafters von Ecuador am 29.10.2015 folgten 68 geladene Gäste, darunter Martin Buschmann, stellv. Generalsekretär der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, der Einladung nach Berlin.

Unter anderem sprach der Botschafter den Fakt an, dass in Ecuador der Zugang zu Wasser als ein Menschenrecht in die Verfassung aufgenommen wurde, um die Harmonie zwischen Mensch und Natur sowie auch die Rechte der Natur zu garantieren. Gerechte Aufteilung der Ressourcen mit der Priorität des menschlichen Bedarfes, der Hygiene und der Nachhaltigkeit. Dabei sprach sich der Botschafter klar gegen die Privatisierung von Wasser aus. Die Grundlage dafür sei, das Wasser als nationales Kulturerbe zu sehen und einen ökologischen Kreislauf sowie Zugang und Gleichheit in der ecuadorianischen Verfassung zu garantieren. Durch die Ausweitung der Wasserschutzgebiete und den Aufbau der Infrastruktur hat man dafür gesorgt, dass 2014 mittlerweile 78% der Wohnungen in Ecuador mit Trinkwasser versorgt werden.

Im Gegensatz zu Deutschland, wo immer mehr Wasserwerke privatisiert werden, entstand eine sehr rege Podiumsdiskussion. Nach vielen Privatisierungen steigen die Preise und die Gewinne werden kaum in die Wasser-Infrastruktur gesteckt, sondern nur an die Aktionäre ausgeschüttet. Auch der Konzern Nestlé ist weltweit bemüht, Wasserressourcen aufzukaufen und teuer zu verkaufen.
Der Botschafter von Ecuador wies darauf hin, dass dies unter dem heutigen Präsidenten Correa nicht denkbar wäre. Das wäre ein Verrat an der Verfassung und an den Menschen in Ecuador.

Daran sollten sich die Politiker im Bundestag einmal ein Beispiel nehmen!

150 Jagdgegner formieren sich gegen Bouffier

04. November 2015: Der verehrte Ministerpräsident Hessens, Volker Bouffier, lädt zur Gesellschaftsjagd und 150 Jagdgegner plus Presse kommen dieser Einladung nach.

Die lautstarken Proteste im Vorfeld ignoriert Herr Bouffier, die Kritik vom Bund der Steuerzahler, eine solche Unterhaltungsjagd, finanziert durch Steuergelder (ca. 22.000 Euro, ohne die Polizeipräsenz von rund 200 Beamten) , sei nicht mehr zeitgemäß und gehöre abgeschafft,tut er mit der Frage ab, ob die nichts Besseres zu tun hätten.

Diese Arroganz und Dekadenz straften die Demonstranten mehrerer Tierschutzorganisationen, u.a. Animal First und Peta, denen sich auch die MUT-Mitglieder nach Aufruf des BAKs Jagd & Angeln aus verschiedenen Bundesländern anschlossen, mit lautstarker Präsenz.

Auch wenn die Jagd unverantwortlicherweise trotz angekündigter Demonstration und des Jagsunfall-Risikos nicht abgesagt wurde, so gab es Erfolge auf Seiten der Tierrechtler zu verbuchen: Nur 45 von 120 geladenen Teilnehmern brachen überhaupt zur Jagd auf, pro Jäger durften 2 Tiere erlegt werden. Durch Störung der Jagd wurden „nur“ 33 Tiere getötet.

Herr Bouffier kündigt eine Wiederholung dieser blutrünstigen Veranstaltung an, seine Gegner werden sich erneut formieren und auch die Partei Mensch Umwelt Tierschutz wird wieder vor Ort sein.

Appell an Hannelore Kraft: Machen Sie sich für das Bleiberecht der Roma stark!

Noch heute gilt das Wort “Zigeuner” als Schimpfwort. Zigeuner sind die, die niemals sesshaft werden, sind die, die Leute über den Tisch ziehen und betrügen, sind einfach Außenseiter unserer Gesellschaft. Diese “Tradition der Missachtung” zieht sich über viele Jahrhunderte hinweg. Im III. Reich waren sie ebenso Opfer der nationalsozialistischen Diktatur wie die Juden und wurden ebenso verfolgt, missbraucht und getötet.

Roma und Sinti sind die korrekten Bezeichnungen für diese indoarischen Völkerstämme. Gerade die Roma haben in Gesamt-Europa einen schweren Stand. Sie sind zumeist im Balkan angesiedelt und fristen dort ein trauriges Dasein. So wurde zum Beispiel in Rumänien gestattet, dass Roma-Kinder die öffentlichen Schulen besuchen, allerdings sind diese Schulen in Bezirken, zu denen ein Roma keinen Zutritt hat.

Insgesamt entstammen viele Balkanflüchtlinge dem Stamm der Roma. Bei den serbischen Flüchtlingen reden wir von einer Größenordnung von 90%. Deutlich weniger kommen aus dem Kosovo, dort sind es nur 9%. Doch unabhängig davon ist es unmenschlich, diese verzweifelten Menschen, die in ihrem Herkunftsland keine Überlebensmöglichkeit haben, schon gar nicht im bevorstehenden Winter, dort hin zurück zu schicken, wo sie herkommen.

Was Deutschland für die Juden, von denen jedes einzelne Opfer des Nationalsozialismus zu betrauern ist, getan hat, sollte für die Roma recht und billig sein. Wenn Wiedergutmachung, dann an allen, die so gelitten haben und auch jetzt noch leiden. Denn für die Roma gibt es keinen Staat, der gegründet wurde, um die überlebenden Opfer der Katastrophe des III. Reichs aufzunehmen.

Am 9. November wird eine Veranstaltung unter dem Motto “Ist die Vergangenheit je vergangen?” in Düsseldorf stattfinden. Ein Gedenkzug wird sich um 15:00 Uhr vom Hauptbahnhof aus in Bewegung setzen und sich zum Landtag aufmachen. Als symbolischer Akt werden dort die braunen Wimpel abgelegt, mit denen Roma in der NS-Zeit gekennzeichnet wurden. Ein Akt der Trauer um die Toten, aber auch ein Akt der Befreiung von der Unterdrückung der Stigmatisierung.

Dies können wir nur unterstützen! Roma bedeutet Mensch – und wir alle sind Menschen und sollten endlich auch entsprechend handeln. Dementsprechend richtet die Partei Mensch Umwelt Tierschutz auch ein Unterstützerschreiben an die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft.

Dürfen wir Sie lebendig häuten?

Landesverband Baden-Württemberg in Aktion

Welch besseres Motto hätte man am Horror-Tag “Halloween” wählen können, um auf den täglichen Horror der 89 Millionen Pelztiere, welche für die Mode leiden, leben und sterben, wählen können?!

Somit veranstalteten gestern zwei unserer Mitglieder des Landesverbandes Ba-Wü eine groß angelegte Anti-Pelzkampagne. Ausgerüstet mit einer Litfaßsäule, einem Infostand und drei Akteuren (für ein Horror-Theater- Szenario) standen wir mit Freunden und Bekannten in der Pforzheimer Innenstadt und schockten, klärten auf, berieten und hielten die Pforzheimer in Atem.

Wie immer gab es Beifall, Kopfschütteln, schiefe Blicke, Zuspruch, Fassungslosigkeit, Aufklärung und großes Interesse. Erreicht haben wir ca. 250 Pforzheimer und das mit nur 6 Leuten. Die Aktion war ein voller Erfolg und schreit geradezu nach einer Wiederholung.

Das Video zur Aktion finden Sie hier.

Patricia Kopietz / Stellv. Landesschatzmeisterin

Veggieworld in Berlin vom 07.11. bis 08.11.2015

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu dürfen, dass wir am kommenden Wochenende, vom 07. bis 08. November, mit einem Infostand auf der Veggieworld in Berlin (Standnummer A 31) vertreten sein werden. Kommen Sie uns am Infostand besuchen und lernen Sie uns und unsere Themenschwerpunkte unserer politischen Arbeit kennen. Für ausreichend Infomaterial hat bereits die Bundesgeschäftsstelle gesorgt.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an die Landesvorsitzende Jacqueline Neubert in Berlin.

 

Doku: Die Wahrheit über Pelz

Wenn auch etwas kurzfristig angekündigt, so möchten wir doch heute noch auf die Dokumentation im NDR aufmerksam machen, weil sie zur Jahreszeit passt und immer noch viel zu viele Leute zu Pelzprodukten greifen.

Heute bei 45 Min: “Die Wahrheit über Pelz” um 22 Uhr im NDR Fernsehen.

Den Film können Sie jetzt schon in der Mediathek ansehen.

Achtung: Der Film enthält schwer erträgliche Szenen! Laut NDR finden Sie deshalb in der Mediathek eine jugendfreie Version, in der die entsprechenden Szenen verfremdet sind. Eine Version ohne Verfremdungen wird jeweils von 22 bis 6 Uhr in unserem Angebot zu finden sein.

Großer Erfolg gegen Stierkampf-Subventionen

Am 28.10.2015 hat das Plenum des EU-Parlaments den ersten Schritt Richtung Haushalt 2016 getan und unter anderem über die europäischen Agrarsubventionen abgestimmt. Erstmals sprach sich eine große Mehrheit für einen Änderungsantrag aus, der die Subventionierung der Landwirte, welche die Tiere für die grausamen Stierkämpfe züchten, unterbinden soll.

Das Parlament setzt hiermit endlich ein deutliches Zeichen für den Tierschutz!

Nun liegt es am Rat der Mitgliedsstaaten und letztendlich an der EU-Kommission, einen Beschluss umzusetzen, für den sich tausende von EU-BürgerInnen und Tierschutzorganisationen bereits seit Jahren einsetzen und somit den endgültigen EU-Haushalt 2016 ohne Subventionierung für die Stierkampfzucht festzulegen.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz hofft auf eine Umsetzung der Kommission im Sinne des Tierschutzes und wird die Entwicklung weiter verfolgen.

Gnadenplatz-Projekte

Immer wieder appellieren wir an zukünftige Herrchen und Frauchen, ein Tier zu adoptieren, statt zu kaufen. Eine Adoption schützt vor unseriösen Züchtern.

  • Man gibt einem geschundenen Wesen eine zweite Chance und das Recht auf ein sorgenfreies Leben zurück.
  • Man rettet in der Regel nicht nur dieses eine Leben, sondern schafft zeitgleich Platz für ein weiteres, bedürftiges Tier.
  • Die Adoption eines Tieres aus dem Tierheim garantiert in der Regel ein gesundes Tier, auch kann man vorab Informationen über den Charakter erhalten, um künftige Schwierigkeiten im Zusammenleben zu vermeiden.

Es gibt also viele Gründe, bei Wunsch nach einem tierischen Begleiter erst einmal das Tierheim aufzusuchen und dort Bekanntschaft mit den armen Insassen zu machen.

Was aber passiert, wenn der Mitarbeiter nonchalant mitteilt, man sei zu alt, um ein Tier zu adoptieren?? Man wolle vermeiden, dass das Tier in wenigen Jahren zurück käme, weil es Herrchen/Frauchen überlebt habe?

Auch dann sind Züchter und Ebay nicht die einzigen Optionen.

So hat zum Beispiel der Verein TSV Notpfote vor Jahren das Gnadenplatz-Projekt „Alte Hunde für alte Menschen“ ins Leben gerufen, dessen Beispiel das Tierheim Düsseldorf folgte und mit dem Nori-Projekt inzwischen ebenfalls erfolgreich „Senioren“ zusammenbringt.

Projekte dieser Art retten nicht nur vergessene Tierseelen, auch alte Menschen blühen häufig nochmal auf, wenn ihnen ein tierischer Begleiter im Alter zur Seite steht.

Bitte informieren Sie sich über Adoption und Gnadenplatz-Projekte.