Das Schwein gehört zu den intelligentesten Säugetieren. “Man geht davon aus, dass Schweine mehr Kommandos lernen können als Hunde”, sagt Sandra Düpjan, die am Leibniz-Institut für Nutztiere in Dummerstorf seit vielen Jahren mit Schweinen arbeitet. Mit der Rüsselscheibe und den Zähnen untersuchen die neugierigen Tiere zielstrebig alles, was ihnen unterkommt”, sagt die Verhaltensforscherin.(Hier Artikel lesen…)
Month: June 2012
MUT-Medaille für Paul Watson
Um für die Rechte der Tiere zu kämpfen, bedarf es besonderer Zivilcourage!
Am 13.05.2012 wurde Captain Paul Watson, Gründer und Frontmann der Umweltgruppe Sea Shepherd, bei seiner Einreise am Frankfurter Flughafen auf Grund eines internationalen Haftbefehls aus Costa Rica festgenommen. In dem Haftbefehl wird ihm vorgeworfen, im Jahr 2002 bei einer Aktion gegen die Jagd auf Haie (Shark Finning) die Schifffahrt behindert zu haben.
Umweltexperten zufolge werden jedes Jahr 72 Millionen Haie beim Shark Finning getötet; den meisten werden bei lebendigem Leib die Flossen abgehackt und diese nach China exportiert, da sie dort als Delikatesse gelten. Die Haie werden nach dem Abhacken der Flossen wieder ins Meer geworfen, wo sie qualvoll zugrunde gehen.
Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz hat nach Bekanntwerden der Inhaftierung direkt gehandelt und Herrn Bundespräsident Gauck, Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel, Herr Bundesaußenminister Guido Westerwelle und Frau Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger angeschrieben und darum gebeten, sich bei der für die Inhaftierung verantwortlichen Behörde in Frankfurt dafür einzusetzen, dass Herr Watson umgehend aus der Haft entlassen wird!
Außerdem setzte die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ein deutliches Zeichen der Solidarität mit Paul Watson bei der Demonstration am 23.05.2012 in Berlin und damit auch ein klares Signal an die Bürger/innen dieses Landes, dass der Schutz der Weltmeere und ihrer Bewohner ganz oben auf der politischen Agenda stehen muss.
Paul Watson, der sich selbst als „effektiven“ Umweltschützer sieht, hat sich dem Schutz der Ozeane und vor allem der Wale verschrieben. Er führt seit über dreißig Jahren fast pausenlos Kampagnen auf hoher See durch, um gegen den illegalen Walfang, dem Fischfang mit Treibnetzen und Langleinen sowie dem Abschlachten von Delfinen und Robben vorzugehen. Seine Devise: „Wir sind hier, um schutzlosen Walen beizustehen. Wir wedeln nicht mit Transparenten. Wir schreiten ein.“
Damit Paul Watson mit seiner Besatzung von Sea Shepherd seine Kampagnen auf See durchführen kann, zählen Pierce Brosnan, Martin Sheen, Christian Bale, John Paul DeJoria, der Chef des Kosmetikunternehmens Paul Mitchell, Yvon Chouinard, die Gründerin des Outdoor-Ausrüsters Patagonia sowie Steve Wynn, ein Hotel- und Casinobetreibers in Las Vegas, zu seinen großzügigen Spendern und Unterstützern.
Beistand kam auch aus dem buddhistischen Tibet: 1986 kam ein Mönch an Bord und übergab Watson eine Holzfigur; ein paar Jahre später, 1989, begegnete Watson dem Dalai Lama, der ihm erzählte, dass er es war, der ihm die Holzfigur geschickt hatte. Die Figur ist „Hayagriva“ und der Dalai Lama wollte ihm mit dem Geschenk folgende Botschaft übermitteln: „Man darf nie jemanden Schaden zufügen, aber manchmal muss man ihm einen höllischen Schrecken einjagen.“ Man kann die Figur auch so interpretieren: Solange Paul Watson mit seinen Aktionen niemanden verletzt, steht der Dalai Lama hinter ihm.
“Captain Paul Watson ist der wohl aggressivste, entschlossenste, aktivste und effektivste Verteidiger der Wildnis”, sagte der kanadische Schriftsteller Farley Mowat einmal über den gebürtigen Kanadier Paul Watson. Das “Time Magazine” bezeichnete ihn im Jahr 2000 als “Helden des 20. Jahrhunderts”.
Auch die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ist der Meinung, dass Paul Watson zu recht als Held bezeichnet werden kann: Paul Watson verteidigt seine Ideale von Gerechtigkeit mit Mut, Aufopferungsbereitschaft und Einsatzbereitschaft: „Helden sind Menschen, die für Andere oder im Namen einer Idee große Taten vollbringen und dabei ihr Leben wagen.“
Aus diesem Grund möchte die Partei Mensch Umwelt Tierschutz am 23. Juni 2012 auf dem 29. Bundesparteitag in Frankfurt am Main eine Sonder-MUT-Medaille an Paul Watson verleihen, da er sich in herausragender Weise für den Schutz von Leben einsetzt. Die heutige Zeit braucht Lebensschützer im umfassenden Sinne, insbesondere im Hinblick darauf, dass die Erde durch den Menschen bereits massiv geschädigt wurde und es globaler Anstrengungen bedarf, um „zu retten, was zu retten ist“.
Falls Paul Watson bis dahin noch nicht nach Costa Rica ausgeliefert wurde und er sich weiterhin gegen Kaution auf „freien Fuß“ in Deutschland befindet, wird er als Ehrengast auf diesem Bundesparteitag die MUT-Medaille selbst entgegennehmen können. Ansonsten wird ein Vertreter von Sea Shepherd seinen Platz einnehmen.
Rock for Animal Rights
MUT unterstützt Benefiz-Konzert
Am 06. und 07. Juli 2012 findet in Sandstedt-Offenwarden das Benefiz Open-Air-Konzert „Rock for Animal Rights“ mit 16 Bands statt. Veranstalter dieses außergewöhnlichen Events ist der Tierrechtsbund Aktiv e.V. aus Bremen.
Der Tierrechtsbund Aktiv e.V. wurde 2003 gegründet. Ein Hauptprojekt ist das Tierrechtszentrum in Sandstedt-Offenwarden. Das zweite große Projekt ist die monatliche TV- Sendung „Tier, Natur, Zukunft – Das Tierrechts- und Naturschutzmagazin“.
Um diese Projekte weiterführen und ausbauen zu können, wurde diese Benefiz-Veranstaltung ins Leben gerufen. Alle Einnahmen gehen zu Gunsten des Vereins.
Der Bundesverband der Partei Mensch Umwelt Tierschutz unterstützt neben verschiedenen Sponsoren dieses Open-Air-Festival.
Der Tierrechtsbund Aktiv e.V. sowie der Landesverband Bremen unserer Partei lädt alle Mitglieder hiermit herzlich ein, am 06. und 07. Juli 2012 mitzufeiern. Auch für das leibliche Wohl (natürlich vegan) ist bestens gesorgt. Voraussichtlich wird auch der Bundesvorsitzende Stefan Bernhard Eck anwesend sein.
Weitere Informationen sowie Übernachtungsmöglichkeiten siehe (Homepage) oder bei Herrn Andreas Zemke, Vorsitzender des Landesverbandes Bremen, erfragen.
“Versuchstier des Jahres 2012: Die “Atherosklerose-Maus”
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte hat die “Atherosklerose-Maus” zum Versuchstier des Jahres 2012 ernannt. In der Natur kommt diese Maus nicht vor, es handelt sich um ein genetisch verändertes Tier, das speziell für Tierversuche “erzeugt” wurde/wird.
Atherosklerose und die Folgeerkrankungen sind weltweit die häufigsten Todesursachen beim Menschen. Bei “normalen” Mäusen tritt diese Erkrankung nicht auf. Welche, aus Versuchen mit diesen Mäusen, gewonnenen Erkenntnisse auf die Humanmedizin übertragen werden könnten, wurde durch die Forscher bisher nicht dargestellt. Im Jahr 2010 wurden 704 000 gentechnisch manipulierte Mäuse in Deutschland in Tierversuchen eingesetzt. Wobei die Anzahl der Tiere, die für die Atherosklerose-Forschung eingesetzt wurden, nicht gesondert erfasst wird.
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte möchte mit der Wahl Versuchtier des Jahres seit 2003 zum Einen auf die Situation der Tiere aufmerksam machen, aber auch auf die Förderung der tierversuchsfreien Forschung, wie z.B. sog. In-Vitro-Verfahren oder Computer-Simulationen, hinweisen. Die entsprechenden Forschungsgelder fließen nach wie vor fast ausschließlich in eine nachweislich ineffektive Art der Wissenschaft, die jährlich Millionen von Tieren massiven Qualen aussetzt. (Weitere Informationen hier)
01. Juni: Heute ist Weltmilchtag
Der Weltmilchtag wird am 1. Juni jährlich organisiert, um international für den Konsum von Milch zu werben. Er wurde von den Vereinten Nationen (FAO) und dem Internationalen Milchwirtschaftsverband (IDF) ins Leben gerufen und in über 30 Ländern veranstaltet. Milch soll als natürliches und gesundes Nahrungsmittel beworben werden. Aber wie steht es wirklich um die Milch und ihre „Produzentinnen“?
Damit eine Kuh Milch gibt, muss sie ein Kalb gebären. Sie wird im Alter von knapp zwei Jahren zum ersten Mal künstlich besamt und ist dann während ihres kurzen, leidvollen Lebens fast ohne Unterbrechung trächtig – auch während ihrer Trächtigkeit wird sie, bis auf einen kurzen Zeitraum vor der Geburt ihres nächsten Kalbes, gemolken. Ihre Milch bekommt aber nicht das Kalb, sondern der Mensch.
Während ein Kalb ca. 8 Liter Milch pro Tag trinkt, sind Kühe heutzutage so gezüchtet, dass sie 30 Liter Milch und mehr pro Tag in ihrem Organismus bilden. Diese enorme Milchleistung bei gleichzeitiger Trächtigkeit beansprucht den Körper der „Milchkuh“ in so hohem Maße, dass sie ihr natürliches Alter von ca. 20 Jahren nicht erreicht.
Durch Euterprobleme, Klauen- und Gelenkerkrankungen, Lähmungserscheinungen aufgrund von Kalziummangel, Labmagen-Verlagerungen und andere Gesundheitsprobleme lässt ihre Milchleistung oft schon nach dem dritten oder vierten Kalb nach und sie verlässt den Hof als „Schlachtkuh.
„Milchkühe“ leiden doppelt: Jedes Jahr erleben sie, wie man ihnen ihr Kalb wegnimmt; viele Kühe schreien tagelang nach ihren Kälbern, bevor sie sich in ihr Schicksal ergeben.
Braucht der Mensch Milch?
Ja – als Säugling die Milch seiner Mutter, Muttermilch. Später verursacht artfremde (!) Milch eine ganze Reihe von Gesundheitsstörungen. Dies wird von der Milchbranche gezielt verschwiegen! Die Werbung lässt uns glauben, dass uns Milch und Milchprodukte stark und leistungsfähig machen. Das Gegenteil ist der Fall:
1.Osteoporose
Milch verhindert nicht das Entstehen einer Osteoporose, sondern erhöht sogar das Risiko für Knochenbrüche (Gesundheitsstudie der Harvard-Universität/USA)
2. Kardiovaskuläre Erkrankungen
Milchprodukte – hierzu gehören Käse, Milch, Butter, Joghurt und Eis – sorgen für bedeutende Mengen an Cholesterin und Fett in der Nahrung und erhöhen das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen.
3. Krebs
Brust- und Prostatakrebs stehen in Verbindung mit einer erhöhten Menge an insulinähnlichen Wachstumsfaktoren (IGF-I). In wissenschaftlichen Untersuchungen wurde festgestellt, dass sich IGF-I in erhöhten Mengen im Blut von Personen befindet, die regelmäßig Milchprodukte zu sich nehmen. In einer aktuellen Studie zeigte sich, dass bei Männern, die die höchste Menge an IGF-I aufwiesen, ein vierfach erhöhtes Risiko besteht, an Prostatakrebs zu erkranken.
4. Diabetes
Epidemiologische Studien in verschiedenen Ländern zeigen einen starken Zusammenhang zwischen dem Konsum von Milchprodukten und dem Vorkommen von insulinabhängiger Diabetes.
5. Laktose-Intoleranz
Laktose-Intoleranz ist bei vielen Menschen verbreitet. Symptome können Magen-Darm-Verstimmungen, Durchfall und Blähungen sein.
6. Kontaminierung
Synthetische Hormone, wie beispielsweise dass Rinder-Wachstumshormon BGH, werden bei Milchkühen weit verbreitet angewendet, um die Milchproduktion zu erhöhen. Dies führt häufig zu Euterentzündungen, deren Behandlung den Einsatz von Antibiotika erfordert. Spuren hiervon sowie Spuren des Wachstumshormons befinden sich – neben Pestiziden und anderen Medikamenten – in vielen Milchprodukten.
7. Gesundheit von Babys und Kindern
Milchprotein, Milchzucker, Fett und gesättigte Fettsäuren in Milchprodukten können ein Gesundheitsrisiko für Kinder darstellen und zur Entwicklung chronischer Krankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes und Arterienverkalkung beitragen. Dazu treten beim Konsum von Milchprodukten häufig Koliken auf. Auch die Babys, deren Mütter Kuhmilch zu sich nehmen, können an Koliken leiden. Hinzu kommt, dass die an Kühe verabreichten Antibiotika durch das Blut der Mutter in ihre Brustmilch und dann zum Baby gelangen. Auch die Verbreitung von Lebensmittelallergien ist auf den Konsum von Milchprodukten zurückzuführen, insbesondere bei Kindern. Eine aktuelle Studie bringt Aufschluss über Verstopfung bei Kindern. Die Forscher vermuten, dass der Konsum von Milchprodukten Darmentzündungen und starke Schmerzen beim Stuhlgang verursacht, was dann zu Verstopfung führt.
(Quelle: PETA)
Es ist ein gesundheitspolitischer Skandal ersten Ranges, dass auf der Website von Ministerin Ilse Aigner Milch als gesundes Nahrungsmittel propagiert wird.
Doku: 45 Min – Die Milch-Lüge
Wir alle kennen aus der Werbung Leistungssportler mit dem Glas Milch in der Hand oder die wertvolle Milch in der berühmten Kinderschokolade. Dass die Kuhmilch Krankheiten wie Neurodermitis, Asthma und Diabetes auslöst und befördert, erkennen die meisten Menschen nicht. Sogar Ärzte wissen es nicht besser. “45 Min – Die Milch-Lüge” macht sich auf die Recherchereise, um mit dem Mythos Milch aufzuräumen. (Textquelle: NDR)
Sendetermine für “die Milch-Lüge”
tagesschau24, 10. Juni 2012, 10:05 Uhr
NDR, 30.07.2012, 22:00 Uhr
Berechtigte Kritik?
Watson enttäuscht über fehlende Hilfe der Grünen
Am Montag, den 28.05.2012 veröffentlichte Paul Watson ein Schreiben im Internet, indem er seine Enttäuschung über das fehlende Engagement der Partei Bündnis90/Die Grünen zum Ausdruck brachte: „Sie haben beschlossen, absolut nichts zu sagen.”
Seltsamerweise veröffentlichten die Grünen genau einen Tag später einen knappen Artikel auf ihrer Internetplattform. Sie zeigen sich darin besorgt über die Verhaftung und die drohende Auslieferung des Umweltaktivisten und Gründers von Sea Shepherd. Auf europäischer Ebene kritisierte der Vorsitzende der grünen Fraktion im Europäischen Parlament, Daniel Cohn-Bendit, das Vorgehen der deutschen Behörden.
Einen Tag später nach der Demonstration, am 23.05.2012 in Berlin, auf der neben Mitgliedern der Landesverbände Hamburg und Berlin auch der Bundesvorsitzende Stefan Bernhard Eck war, konnte sich auch die Partei Mensch Umwelt Tierschutz die Bemerkung auf der Homepage nicht verkneifen, dass außer uns keine andere deutsche Partei in Berlin an der Demonstration für die Freilassung von Paul Watson teilnahm.
Es ist schon recht merkwürdig, dass gerade die Grünen, die mit 68 Abgeordneten im Deutschen Bundestag vertreten sind, nicht einmal mit einem einzigen Vertreter vor Ort war, um sich für Paul Watson einzusetzen.
Ihren Heimvorteil haben die Grünen in Berlin durch dieses Fehlen verspielt! Es ist klar, dass im Nachhinein kritische Stimmen laut werden.
Anscheinend, die Vermutung liegt nahe, ist den Grünen das Thema doch nicht so wichtig. Glaubhaftigkeit und konsequenter Einsatz für „ökologische Belange“ sieht unserer Meinung nach anders aus…