Dr. Jane Goodall in Tübingen – Im Kampf gegen Tierversuche

Dr. Jane Goodall, britische Primatenforscherin, Buchautorin, Tierrechtlerin, ist die meisten Tage im Jahr rund um den Globus unterwegs und sensibilisiert die Menschen für Tiere und Natur. Solange sie lebt, sagte sie einmal, wird sie sich für Tiere und unseren Planeten einsetzen. Wer immer sie sieht und hört, ist beeindruckt von ihrer bescheidenen und mitreißenden Persönlichkeit. Mögen das Video viele sehen, besonders Politiker und Wissenschaftler, die immer noch Tierversuche entgegen jeder Vernunft und Erkenntnis vehement  verteidigen und für gutheißen.

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Aktuelle Statistik: 2.753.062 Tiere – Tierversuchszahlen unverändert hoch!

Auch 2015 gab es keinen nennenswerten Rückgang der Tierversuchszahlen. Insbesondere Versuche in der Grundlagenforschung und mit genmanipulierten Tieren nehmen zu. Die Zahlen müssen zudem eigentlich mal 2,5 genommen werden, denn insbesondere Mäuse und andere Nager, die auf Vorrat gezüchtet und damit überflüssig sind, werden getötet, ohne dass sie in einer Statistik auftauchen. Es gibt aber auch Vereine wie Mysecondlife, die überflüssige Versuchstiere retten und vermitteln. Mehr dazu hier.

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OB Palmer und Tierschutzpartei tauschen sich aus

Pressemitteilung der Stadt Tübingen:
Tübingen, 2. Dezember 2016

Zwei Vertreterinnen der Tierschutzpartei haben sich am Freitag, 2. Dezember 2016, mit Oberbürgermeister Boris Palmer im Tübinger Rathaus getroffen. In dem halbstündigen Gespräch haben die Bundesvorsitzende Sandra Lück und die baden-württembergische Landesgeneralsekretärin Patricia Kopietz dem Tübinger OB eine Online-Petition mit 24.000 Unterstützer-Unterschriften und einen offenen Brief gegen Tierversuche an Affen überreicht.

„Trotz sachlicher Differenzen sind wir uns völlig einig darin, dass alle Alternativen zu Tierversuchen finanziell sehr viel mehr Förderung verdienen“, sagte Boris Palmer nach dem Gespräch. Langfristiges Ziel müsse es sein, dass alternative Forschungsmethoden Versuche an Lebewesen überflüssig machen.

Anlage

Oberbürgermeister Boris Palmer hat die Unterschriftensammlung von Sandra Lück (rechts) und Patricia Kopietz (links) entgegengenommen.

Update: Affenversuche am MPI Tübingen

BAK Tierversuche informiert

Morgen, am Freitag den 02.12.2016 wird in Tübingen die Übergabe des offenen Briefes und der Online-Petition gegen die Affenversuche am MPI stattfinden.

Oberbürgermeister Boris Palmer wurde um eine Termin und eine Stellungnahme gebeten und der offene Brief mit 20 Bürger-Fragen wurde an die umliegenden Medien versandt.

Wir dürfen gespannt sein, ob Herr Palmer das Anliegen mit fast 25.000 Unterstützern persönlich von unserer Bundesvorsitzenden Sandra Lück entgegen nimmt.

Parallel wird von 10.00 bis 12.00 Uhr eine kleine Informations-Kundgebung am Marktplatz stattfinden, im Anschluss eine Demonstration vor dem Regierungspräsidium.

Bitte unterzeichnet noch jetzt die Petition, wenn ihr euch noch nicht daran beteiligt habt.

Erstes Video vom WIST-Kongress ist online

Wir waren dabei

Horst Wester, Sandra Lück und Dr. Heidi Stümges waren unsere Teilnehmer*innen des ersten WIST-Kongresses am 15. Oktober 2016 in Köln. Hier zum Bericht.

Ärzte gegen Tierversuche e.V., die Organisatoren*innen dieser wissenschaftlichen Veranstaltung, haben ein Video (4:52 Min) veröffentlicht, welches verbreitet werden soll, was wir selbstverständlich gerne tun!

Medizinischer Fortschritt ja, aber ohne Tierversuche!

Bitte alle Vorträge in ganzer Länge auf Video verfolgen.

Tierschutzpartei unterstützt erneutes Klageverfahren gegen Affenfolter am MPI Tübingen

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz / Tierschutzpartei unterstützt im Kampf gegen Tierversuche ein erneutes Klageverfahren von Jocelyne Lopez und unserer Bundesvorsitzenden Sandra Lück.

Beide haben in NRW bereits seit Jahren diverse Klageverfahren gegen die tierversuchsgenehmigenden Behörden unternommen. Im aktuellen Fall handelt es sich um eine Klage im Bundesland Baden-Württemberg.

Im Vorfeld wurde eine Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Regierungspräsidiums Tübingen wegen Täterschaft oder Teilnahme in Unterlassen an Verstößen gegen § 17 TierSchG (Tierquälerei), begangen durch die verantwortlichen Wissenschaftler des dortigen Max-Planck-Instituts (MPI) aufgrund von Genehmigungsbescheiden für die Primatenversuche am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik abgelehnt.

Daher übernimmt die Partei Mensch Umwelt Tierschutz die Finanzierung des nunmehr notwendigen Klageerzwingungsverfahrens.

Am 4. November 2016 reichte David Sanker, Anwalt für Tierrechte einen entsprechenden 19-seitigen Antrag beim zuständigen Oberlandesgericht Stuttgart ein.

Im Falle einer erneuter Ablehnung wird, wie bereits im Fall COVANCE/Münster geschehen, Verfassungsbeschwerde eingelegt werden.

Mit der Übernahme des Mandats für Tübingen weitet die Tierschutzpartei den juristischen Kampf gegen die Behörden auf verschiedene Bundesländer aus.

Wenn auch Sie uns helfen wollen, gegen die Affenfolter am MPI vorzugehen, können Sie uns mit einer kleinen Spende unterstützen, um den juristischen Weg für ein Ende der Qualen zu sichern.

Paypal: paypal@tierschutzpartei.de

Konto-Inhaber: Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bank: Ethikbank
BLZ: 830 944 95
Konto: 3 000 281
IBAN: DE34 8309 4495 0003 0002 81
BIC: GENODEF1ETK

Bitte vergessen Sie nicht, Ihre vollständige Adresse im Verwendungszweck Ihrer Überweisung anzugeben! Ohne diese Angabe können wir Ihnen keine Spendenquittung zuschicken.

Boris Palmer missbraucht sein Amt zugunsten der Affenversuche am MPI Tübingen!

Update zur Petition

31. Okt. 2016 — Erneute Ansprache an den Oberbürgermeister der Stadt Tübingen Boris Palmer in dieser Petition:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Palmer,

im Rahmen dieser Change-org-Petition haben mittlerweile mehr als 23.100 Bürger am 18. September 2016 Sie aufgefordert, zwei dringend erforderliche Maßnahmen in Bezug auf die Affenversuche am MPI Tübingen im Interesse der Allgemeinheit umgehend zu ergreifen.

Hier lesen und unterzeichnen.

 

Film-Vortragsreihe in Berlin zur Einführung in den Tierrechtsgedanken

Vom 04. bis 19. Oktober fand an der Technischen Universität Berlin eine Film-Vortragsreihe zur Einführung in den Tierrechtsgedanken statt, organisiert von der Tierrechtsgruppe Berliner Tierbefreiungsaktion (BERTA). Dabei sollten Vertreter von Ärzte gegen Tierversuche e.V., Chimaira AK (Arbeitskreis für Human-Animal Studies), ARIWA (Animal Rights Watch) sowie die Tierrechtsaktivistin und Philosophin Friederike Schmitz zu Wort kommen. Schwerpunkte lagen jeweils auf den Themen Tierversuche, Ethik und Politik, Defizite der Biohaltung, dem Zusammenhang zwischen Tiernutzung und Klimabeeinträchtigung sowie der Widerstandsfähigkeit von Tieren in Tiersprachexperimenten.

Die Film-Vortragsreihe hat, bedingt durch die unterschiedliche Beleuchtung der Themen sowohl aus ethischer als auch wissenschaftlicher Sicht, nicht nur für Menschen, die sich zum ersten Mal mit dem Thema Tierrechte beschäftigen, bemerkenswerte und interessante Fakten und Denkanstöße geboten.

Der Vortrag von Friederike Schmitz zum Thema „Tiere essen? Ethik und Politik“ etwa beinhaltete zunächst eine zwar allgemeine, jedoch sehr einleuchtende, faktisch gut gesättigte Gegenüberstellung des natürlichen und durch den Menschen beeinträchtigten Lebensstils von Kühen, Schweinen und Hühnern. Fakten, die einen aufhorchen lassen und als Argumente gegen die gegenwärtigen Haltungsbedingungen von Tieren sowohl in konventioneller Haltung als auch in der Biohaltung gelten können, waren unter anderem, dass nichtdomestizierte Kühe bis zu 11 km pro Tag zurücklegen können, was allen domestizierten Kühen, die zu wirtschaftlichen Zwecken in konventionellen als auch in Biobetrieben benutzt werden, versagt bleibt. Schweine, die sehr reinliche Tiere sind, nehmen natürlicherweise mindestens 5 Meter Abstand von ihren Ausscheidungen, während domestizierte Schweine in wirtschaftlichen Betrieben gewöhnlich ihren Ausscheidungen gar nicht ausweichen können. Wichtig war es auch, den Fakt noch einmal ins Gedächtnis zu rufen, dass Hühner als zur Klasse der Vögel gehörend während der Brutzeit natürlicherweise nur 5 bis 20 Eier legen, wohingegen sie in wirtschaftlichen Betrieben bis zu 300 Eier jährlich legen müssen. Dies sind nur ein paar wenige Fakten, die allein schon deutlich machen, dass Tiere nach den gegenwärtigen Tierschutzverordnungen zu bloßen Waren und Produktionsmitteln herabgestuft sind und ihr natürliches und ihnen zustehendes, ursprüngliches Tiersein gar nicht mehr ausleben können.

Auch die weiteren Vorträge schlossen sich, obgleich sie thematisch eine andere Akzentuierung beinhalteten, dieser These an. Katharina Dornenzweig von Chimaira AK übte Kritik an der bereits empirisch in Zweifel gezogenen These, dass nur Menschen intentional handeln könnten, weil sie über ein Bewusstsein von sich selbst verfügten, während andere nichtmenschliche Tiere instinktiv handeln, da sie über ein Bewusstsein verfügten, das ihnen „nur“ die Erfahrung von Freude und Leid ermöglicht.

Wenn man sich beispielsweise klarmacht, dass Schimpansen, denen in heute ethisch zu recht umstrittenen Tiersprachexperimenten eine Zeichensprache angelernt wurde, jene Experimente nachweislich manipulieren konnten, also ihre eigenen Intentionen einbringen konnten, so lässt dies die Schlussfolgerung zu, dass andere nichtmenschliche Tiere wie Kühe, Schweine und Hühner möglicherweise ebenso zu intentionalem, Selbstbewusstseins-geleitetem Handeln fähig sind. Dies hätte aber zur Folge, dass die genannten nichtmenschlichen Tiere einem massiven Leid in der sogenannten Nutztierhaltung ausgesetzt wären, das nicht nur quantitatives, sondern vor allem qualitatives Gewicht hätte. Wenn der Kuhmutter das Kalb zu Zwecken der Milchproduktion entrissen wird, wäre das Leid umso größer, weil die Kuhmutter nicht nur instinktiv mitbekommen würde, dass es Leid verursacht, wenn das Kalb entrissen wird. Sie würde auch bemerken, dass sie es ist, der Leid zugefügt wird und deren Interessen massiv verletzt werden, welches sich den qualitativen Gefühlsempfindungen von Menschen ähneln würde.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die in der Film-Vortragsreihe vermittelt wurden, sind ein deutliches Ausrufezeichen und fordern uns Menschen mit besonderer Dringlichkeit dazu auf, unser Verhältnis und den entsprechenden Umgang mit allen anderen nichtmenschlichen Tieren grundsätzlich zu überdenken und Tierleid ernst zu nehmen. Unsere Berücksichtigung der besonderen Leidensfähigkeit von Tieren kann erst dann die Gestalt des Wissens annehmen, wenn jenes auch entsprechend praktiziert wird.

REACH-Kongress Oktober 2016 in Berlin

54 Millionen Tierversuche sind unter REACH zu befürchten!

„REACH“ ist die Abkürzung für Registrierung („Registration“), Bewertung („Evaluation“) und Zulassung („Authorisation“) von Chemikalien (Chemicals).

Die seit dem 1. Juni 2007 geltende REACH-Verordnung verlangt von Unternehmen, die einen chemischen Stoff in Mengen von mehr als einer Tonne pro Jahr herstellen oder importieren, diesen Stoff in einer zentralen Datenbank registrieren zu lassen. Für gefährliche Stoffe werden im Rahmen einer Risikobewertung die Bedingungen für einen sicheren Umgang ermittelt und den Verwendern mit dem Sicherheitsdatenblatt mitgeteilt. Zugleich sollen durch ein Zulassungsverfahren innovationsfördernde Anreize zur Substitution besonders gefährlicher Stoffe geschaffen werden.

Am 15. und 16. Oktober 2016 fand auf Einladung des Bundesinstituts für Risikobewertung in Berlin-Marienfelde der REACH-Kongress statt. 21 Experten berichteten 248 Teilnehmern in kurzen Fachvorträgen, inwieweit unter REACH gearbeitet wird und welche Vorteile dies für die Verbraucher hat.

Der Kongress hatte das Motto „Wissenschaft im Dienst des Menschen“. Als nutzenbringend wurde REACH für die Arbeitssicherheit, die Präsenz von Behörden bei Evaluierungen, Umwelt- und Verbraucherschutz genannt. Beispielsweise wird die Regulierung und Kennzeichnungspflicht bei Kosmetika einen Einfluss auf das Verbraucherverhalten zeigen. Zudem sei das Projekt international hoch angesehen.

Unter Tierrechtlern ist REACH vor allem im Zusammenhang mit Tierversuchen bekannt.

Dem Fachmagazin „Nature“ liegen Schätzungen vor, dass die geplante Chemierichtlinie unter REACH 54 Millionen (!) Tierversuche nötig sein lässt. Hier handelt es sich natürlich nur um eine geschätzte Anzahl.

Als Teilnehmer kommentiert Martin Buschmann (stellv. Generalsekretär):

„Vom Konzept bin ich nicht überzeugt. REACH an sich ist zum Schutz der Verbraucher eine gute Idee, allerdings ist es jetzt Aufgabe der Politik, die grausamen Tierversuche konsequent durch Alternativen zu ersetzen. Solange die ungeheuerliche Zahl von angedachten 54 Millionen Tierversuchen, die unter REACH zu befürchten sind, nicht vom Tisch sind, werden wir uns als Partei Mensch Umwelt Tierschutz klar dagegen positionieren müssen.“

Weitere Informationen:

www.aerzte-gegen-tierversuche.de

www.bfr.bund.de

 

Erster WiST-Kongress der Ärzte gegen Tierversuche am 15.10.2016

Dr. Aysha Akhtar in Bezug auf Tierversuche: In keiner Industrie würden wir eine dermaßen hohe Fehlerquote (92%) in der Entwicklung akzeptieren!

Am 15.10.2016 fand in Köln der erste WiST-Kongress der Ärzte gegen Tierversuche statt.

Unter dem Motto „Wissenschaft statt Tierversuche“ nahmen rund 250 Interessierte teil, größtenteils Angehörige der Human- und Tiermedizin, Uni-, Forschungs- und Behördenvertreter.

Unsere beiden Bundesvorsitzenden Horst Wester und Sandra Lück sowie Bundesvorstandsmitglied Dr. Heidi Stümges repräsentierten den politischen Zweig der Tierversuchsgegner und folgten den hochkarätigen Vorträgen nationaler und internationaler Wissenschaftler.

Hauptaugenmerk des Kongresses lag auf der Bilanzierung der fortgeschrittenen, tierversuchsfreien Methoden und der Frage: Wie valide ist eigentlich der Tierversuch?

So gab Andrew Knight (Professor für Tierschutz und Ethik, Direktor des Tierschutz-Zentrums der Universität Winchester / UK) beispielsweise eine aufschlussreiche Übersicht darüber, wie viele Studien im Namen der glorreichen Wissenschaft und der Humanmedizin im Tierversuch in Fachjournalen tatsächlich nur veröffentlicht werden und wie weniger erfolgreiche Forschungsreihen unter den Tisch fallen.

Hakan Sentürk (Professor und Leiter der Abteilung für Gastroenterologie der Universität Istanbul, Chefredakteur der Zeitschrift Turkish Journal of Gastroenterology) klärte unter anderem darüber auf, dass viele Tierversuche gar nicht als diese, sondern als klinische Studien gelistet werden und beeindruckte mit der Tatsache, dass sein Medizin-Journal als erstes und einziges in der Türkei auf Artikel mit und über Tierversuche verzichtet.

Aysha Akhtar (Amtsärztin im Büro für Terrorismusbekämpfung und neuartige Bedrohung in der US-Verwaltung für Ernährung und Medizin, Doktor der Neurologie und präventiven Medizin) stellte nicht nur die Frage, ob Tierversuche ethisch korrekt für Tiere und auch für Menschen sind, sie klärte über die niedrige Vergleichbarkeit der Ergebnisse in Tierversuchen auf. So gab sie Beispiele aus den unterschiedlichen Phasen: vom erfolgreichen Tierversuch, über den mäßigen Erfolg in den klinischen Studien bis hin zum anschließenden Versagen der neuartigen Medikamente beim Menschen.

Akhtar hinterließ einen prägnanten Satz: In keiner Industrie würden wir eine dermaßen hohe Fehlerquote (92%) in der Entwicklung akzeptieren!

Thomas Hartung (Professor für Pharmakologie und Toxikologie an der Universität Konstanz, Professor für toxikologischen Nachweis an der John Hopkins Universität Baltimore und Direktor des Zentrums für Alternativen zum Tierversuch USA und Europa) schaltete sich aus den Vereinigte Staaten per Telefonkonferenz zu. Er hielt einen Vortrag über die unterschiedlichen Wirkungen von Substanzen auf Mensch und Tier. Er erklärte beispielsweise, dass 23 von 32 Substanzen in Kaffee positiv auf Krebs an Ratten getestet wurden, obgleich der Konsum für den Menschen als unschädlich, in Maßen sogar als gesund gilt.

Außerdem gab er eine Aussicht auf die derzeitige Entwicklung sogenannter „Mini-Brains“, die künftig ein Novum in der Grundlagenforschung darstellen und die grausamen Versuche an Affen überflüssig machen könnten.

Dr. Mardas Daneshian von der Universität Konstanz gab einen Überblick über das Europäische Toxikologieprogramm und Anne Beuter (Professorin der Neurobiologie Montpellier/Frankreich) stellte Lösungsansätze der menschenbasierten Forschung vor.

Zu guter Letzt präsentierte Tobias Hasenberg (Diplom-Ingenieur der Biotechnologie der Firma TissUse in Berlin) den Multi-Organ-Chip und klärte über den aktuellen Entwicklungsstand und das angestrebte Ziel auf: „Human-on-a-chip“ – den kompletten menschlichen Organismus auf einem Chip nachzubauen, an dem künftig jede chemische Reaktion erprobt werden könnte. http://www.tissuse.com/science.html

Bei anschließender Podiumsdiskussion mit allen Teilnehmern kamen auch Befürworter von Tierversuchen sowie Experimentatoren zu Wort.

Sowohl die Organisation, als auch die Moderation des Kongresses waren ein sehr gelungener Auftakt und lassen auf Wiederholung hoffen, um weiter Impulse für die tierversuchsfreie Forschung zu geben und ein Forum für dessen Vertreter zu bieten!

Bleibt zu hoffen, dass wir unserer Forderung nach tierleidfreier Forschung einen Schritt näher gekommen sind.

Sandra Lück