Schächtgemetzel zum diesjährigen Kurban Bayrami Opferfest im Lahn-Dill-Kreis verhindert!

Einem türkischen Metzger aus Aßlar, der vor Jahren schon wegen Begehr des betäubungslosen Schächtens vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe prozessierte, wurde zum diesjährigen Islamischen Opferfest untersagt (weitere) Tiere auf diese Art zu schlachten.

Mit 100 Rindern und über 2000 Schafen hatte Rüstem Altinküpe nach Angaben des Lahn-Dill-Kreises bis November 2008 schon mehr Tiere geschächtet als beantragt.

Altinküpe, u.a. Vorstandsmitglied der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen, wollte sich diesem Bescheid nicht beugen, scheiterte jedoch vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof, wie auch mit seinem Versuch per Eilantrag beim Verwaltungsgericht in Giessen am 5. Dezember 2008 doch noch eine Schächt-Ausnahmegenehmigung für weitere 470 Schafe und 45 Rinder zum Islamischen Opferfestbeginn am 8. Dezember zu erstreiten.

Auch sein erneuter Gang nach Karlsruhe war glücklicherweise erfolglos. Das Bundesverfassungsgericht lehnte den Erlass einer einstweiligen Anordnung aus formalen Gründen mit Beschluss vom 8. Dezember 2008 ab, so dass das große lukrative Kurban Bayrami-Schächtgemetzel im Schlachtbetrieb Altinküpe diesmal glücklicherweise nicht statt fand.

Damit ist das Verfahren zumindest in dieser Sache abgeschlossen – so Verwaltungsdirektor Reinhard Strack-Schmalor, der sich zusammen mit Landrat Wolfgang Schuster hier seit Jahren vehement im Sinne des Tierschutzes einsetzt.

Doch solches Engagement findet man nicht immer.

Erinnert sei an Jork, Landkreis Stade. Ohne Ausnahmegenehmigung wurde dort von einem türkischen Schlachter geschächtet. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. Nicht nur gegen den Inhaber, sondern auch gegen die Amtstierärztin des Kreises, Sybille Witthöft. Seit Jahren soll sie von dem illegalen Schächtgemetzel gewusst, aber nichts unternommen haben. Ein Zeuge: Wie am Fließband seien unbetäubte Schafe getötet worden. Die Betäubungszange, die jeder Schlachtbetrieb haben muss, habe wie ein Deko-Stück an der Wand gehangen. Etliche Frauen, Kinder und Männer seien zugegen gewesen. “Es war grauenhaft.”

Die Tierschutzproblematik “Schächten” wird allein von den Ländern, Kreisen und Veterinären geschultert. Und dabei werden sie von den Politikern schmählich im Stich gelassen. Unsere Volksvertreter thronen im warmen Berliner Elfenbeinturm und haben den „Schwarzen Peter“ betreff Entscheidungsfindung der Erstellung von Ausnahmegenehmigungen nach § 4a Abs.2 Nr.2 TierSchG zum betäubungslosen Schächten geschickt den unteren, total überlasteten Ordnungsbehörden in die Hände gedrückt.

Bereits seit dem Sommer 2007 brüten unsere Volksvertreter mit vorgeschobenen “verfassungsrechtlichen Bedenken” über einem Gesetzesentwurf, der geringfügige Verbesserungen für die Schächttiere bringen könnte. Und so steht und fällt zur Zeit allein mit den Behördenvertretern vor Ort die Entscheidung, ob den Schlachttieren ein Minimalschutz zugestanden wird, oder nicht.

Es besteht zwingend politischer Handlungsbedarf. An die Bundespolitiker aller Parteien ergeht in diesem Zusammenhang erneut die eindringliche Forderung, den bereits im Sommer 2007 vom Bundesrat eingebrachten Gesetzesänderungantrag (BT-Drucksache 16/6233) zum so genannten “Schächt-Paragraphen” 4a Abs.2 Nr.2 TierSchG, nicht länger auszusitzen – sondern endlich umzusetzen.

Dies auch im Sinne ernsthaften Integrationsbemühens. Denn anachronistisches betäubungsloses Schächten leistet öffentlicher Verrohung Vorschub, fördert die Etablierung einer abgeschotteten Parallelgesellschaft, desavouiert hier ernsthaft um Integration bemühte Gläubige und Bürger, ist religionswissenschaftlich nicht begründbar und weder mit dem Begriff “Religion” noch mit der hier geltenden Verfassungsethik vereinbar.

Betäubungsloses Schächt-Schlachten von warmblütigen Tieren ist zweifellos als vorsätzliche Tierquälerei einzustufen – sonst wäre diese Tötungsart laut regulärem Tierschutzgesetz nicht explizit verboten. Weltweit gilt “When you are in Rome, you have to do as Romans do”. Gilt das nicht in Deutschland? Oder sind hier manche gleicher als andere gleiche? Ist jemand schon benachteiligt, wenn er nicht per “Ausnahmegenehmigung” bevorteilt wird?

Unser Kommentar: Für religiöse Riten sollte kein Tier leiden. Wir sagen NEIN zum Schächten!

Dioxin in irischem Schweinefleisch

Die Chronik der Fleischskandale der letzten dreißig Jahre wird mit der gegenwärtigen Lebensmittelkrise aufgrund von Dioxin-verseuchtem irischen Schweinefleisch um ein weiteres Debakel verlängert. Es ist immer nur eine Frage der Zeit, und eine erneute Katastrophe bricht herein, in Form von Hormon- oder Antibiotika-verseuchtem Fleisch von vergifteten Tieren, von Futtermittelskandalen (Stichworte BSE, Nitrofen) oder von Tierseuchen wie Schweinepest, Geflügelpest, Maul- und Klauenseuche etc. Dies ist wahrlich ein Schrecken ohne Ende, der mit grausiger Regelmäßigkeit jeweils Hunderttausende von Tieren in apokalyptisch anmutenden Keulungsaktionen das Leben kostet.

Es stellt sich die Frage, wie lange die politisch Verantwortlichen noch einen Kurs weiterverfolgen wollen, der – objektiv betrachtet – gegen alle Vernunft spricht und für unsere “Nutztiere” und die Bevölkerung katastrophale Folgen nach sich zieht.

Aber in Krisen liegen auch Chancen: Irgendwann dämmert es wohl auch dem letzten Konsumenten, dass er sich durch das Fleisch auf seinem Teller, ohne es zu ahnen, schwere gesundheitliche Schäden zufügen kann. Von einer solchen Kehrtwende der Menschen würde außer den betroffenen Tieren und den Menschen selbst auch das Weltklima profitieren, das ja laut FAO zu etwa 18 Prozent durch die Methangase aus dem Verdauungstrakt von Milliarden von Wiederkäuern beeinträchtigt wird.

Damit der Paradigmenwechsel schneller vorankommt, empfiehlt die Partei Mensch Umwelt Tierschutz, in Anlehnung an die Anti-Rauch-Kampagnen, Warnschilder wie diese: „Fleischessen schadet Ihrer Gesundheit!“ oder wahlweise „Fleischessen kann tödlich sein!“ Sicher ungewohnt, aber den Realitäten angemessen!

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Margret Giese
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Enttäuschung der Inselstaaten über Klimakonferenz

Gemeinsam wollen die kleinen Inselstaaten gegen die großen Industrienationen im Kampf gegen die Verhinderung der Umweltkatastrophe durch die Klimaerwärmung vorgehen.

Die 14. Konferenz der Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC), die derzeit im polnischen Poznan über die Bühne geht, könnte zum Knackpunkt werden. Schon im Vorfeld geben sich die Vertreter der Zwergnationen frustriert über die Bereitschaft der Industrienationen und deren Angebote, die Auswirkungen zumindest finanziell abzufedern.

“Was uns an der Situation am meisten stört, ist die Tatsache, dass wir kaum Treibhausgase produzieren, allerdings diejenigen sind, die die Auswirkungen am schlimmsten zu spüren bekommen”, meint Nanette Woonton vom Pacific Communication Team des Pacific Regional Environmental Programme im pressetext-Interview. Die gesamte pazifische Region produziere nur 0,3 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen. “Wir sind allerdings die, die unter der Klimaänderung am meisten leiden”, erklärt die Journalistin, die auf den Cook Inseln lebt.

Statistiken, Fakten und Vorhersagen zeichnen ein düsteres Bild: Viele der Inseln im Pazifik ragen nur wenige Meter aus dem Meer. Ein Anstieg des Meeresspiegels würde dramatische Auswirkungen auf das Leben der Bewohner haben. Auch eine Zunahme von Extrem-Wetterlagen – etwa von Wirbelstürmen und Dürreperioden – würde das Leben auf den idyllischen Inseln unmöglich machen. “Wir müssen schon jetzt handeln”, unterstreicht Woonton. “Dazu brauchen wir Hilfe von außen und zudem brauchen wir auch die Zusicherung, dass jene, die dieses Szenario verursachen, dringend etwas dagegen unternehmen.”

Wie dramatisch sich die Situation tatsächlich entwickelt, zeigt sich am Beispiel der ausschließlich aus Atollen bestehenden Malediven im Indischen Ozean. Der neu gewählte Präsident des Landes hat angekündigt, einen Teil der Einnahmen aus dem Tourismus zum Kauf von Land in Indien, Sri Lanka oder Australien zu verwenden (Malediven sparen aus Sorge vor Klimawandel für ein neues Land). “Wir hoffen, dass diese Konferenz in Polen nun diese Ungerechtigkeiten thematisieren und damit den Opfern oder jenen, die Risiken ausgesetzt sind, Hilfe zusagt”, so Woonton abschließend.Im Vorfeld hatten die Inselnationen unter Federführung der Malediven bereits ihren Ärger über die schleppenden Verhandlungen in Sachen Entschädigungen Ausdruck verliehen. Unterstützt wurden die Malediven von den Pazifikstaaten Kiribati, Tuvalu, Samoa, den Salomonen und Vanuatu.

Unser Kommentar: Wunderschöne Atolle  – bald ein Bild vergangener Zeit? Fleischkonsum jetzt stoppen und Klima retten!

Große Untersuchung der EU-Schweinehaltung: furchtbare Zustände

ECFA hat von März-September 2008 insgesamt 60 repräsentative Schweinebetriebe in 5 EU-Staaten besucht und flächendeckend Gesetzesübertretungen festgestellt.

Bei einer Studie der Zustände in den Schweinebetrieben der EU wurden überall tierquälerische Bedingungen und Gesetzesübertretungen gefunden. Die allermeisten Zuchtsauen leben in engen Gitterkäfigen, sodass sie sich nicht einmal umdrehen können. Die allermeisten Mastschweine sind in enge, überfüllte Buchten mit Vollspaltenböden ohne Stroh gesperrt.

Konkret wurde gefunden:

  • Fast 100% der Schweine hatten routinemäßig kupierte Schwänze – obwohl das in der EU verboten ist!
  • Sehr viele Betriebe hatten kein Beschäftigungsmaterial – obwohl das in der EU für seit 2003 gebaute Betriebe vorgeschrieben ist!
  • Weiterhin werden trächtige und säugende Zuchtsauen in Kastenstände gesperrt – in der EU noch bis 2013 erlaubt!

Die Studie wurde über einen Zeitraum von 6 Monaten (März – September 2008) durchgeführt und umfasste 5 EU-Staaten und insgesamt 60 Schweinebetriebe: 19 in Deutschland, 10 in Ungarn, 9 in Holland, 11 in Spanien und 11 in England. Der VGT hat bereits 2006 in Österreich eine große Studie mit 125 untersuchten Schweinebetrieben durchgeführt, und ähnliche Ergebnisse gefunden, siehe: http://www.vgt.at/schweine. Auf Basis der Resultate dieser beiden Studien ruft die ECFA die EU-Kommission und die Regierung von Österreich dazu auf, die EU-Richtlinien zu erfüllen und insbesondere sicherzustellen, dass den Tieren Beschäftigungsmaterial zur Verfügung gestellt wird, und dass die Schwänze der Ferkel nicht mehr routinemäßig kupiert werden. Sowohl die EU-Richtlinien als auch das österreichische Tierschutzgesetz müssen verschärft werden, um das Leid der Schweine zu verhindern.

Unser Kommentar: Alte Rede – wir brauchen ein EU-weites Verbandsklagerecht für Tiere. Und wer Tierquälerei begeht, gehört hinter Gitter!

Vortrag über Tierversuche und betäubungsloses Schächten bei “rechtslastiger” Studentenverbindung abgesagt

Der Landesverband Hessen der Partei Mensch Umwelt Tierschutz hat den geplanten Filmvortag über Tierversuche und betäubungsloses Schächten am 4.12.2008 bei der Studentenverbindung “Normannia – Leipzig zu Marburg” abgesagt.

Dem Parteipräsidium war bekannt geworden, dass zwischen der oben genannten Studentenverbindung und den “Republikanern”, der als rechtsextrem eingestuften Zeitschrift “Junge Freiheit” sowie der “Republikanischen Jugend Hessen” eindeutige Kontakte bestehen. Aus diesem Grund wurde dem Landesverband Hessen der Partei Mensch Umwelt Tierschutz die Absage der Veranstaltung ausdrücklich nahegelegt. “Für unsere Partei”, so der Bundesvorsitzende Stefan Bernhard Eck, “die Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit strikt ablehnt und als Rückfall in die verbrecherische “braune NS-Gewaltherrschaft” verurteilt, kommt eine gemeinsame Veranstaltung mit der Studentenverbindung “Normannia – Leipzig zu Marburg” nicht in Frage. Wer sich für Tierschutz und für die Rechte Unterdrückter – egal ob Mensch oder Tier – politisch stark macht, dem sind jegliche Tendenzen, die zu Diskriminierung, Rassismus, Unterdrückung und Ausbeutung führen, ein Dorn im Auge. Angesichts unserer geschichtlichen Verantwortung hat die menschenverachtende Hetze in großdeutscher Manier der rechten Szene in unserer Gesellschaft nichts verloren.”

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz distanziert sich deshalb ausdrücklich von der Studentenverbindung “Normannia – Leipzig zu Marburg”.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Stefan B. Eck
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Bundesvorsitzender redet “Tacheles” bei TIER.TV am 12.11.2008

Thema: Wirtschaft vor Tierschutz? – Unsere Parteien und der Tierschutz

In Zeiten von Bankenkrisen, Börsecrashs, Rezessionsängsten und sinkendem Lohnniveau beschäftigt sich die Politik vorrangig mit wirtschaftlichen Problemen in unserem Land. Verständlich, die Wirtschaft muss schnell wieder ins Rollen kommen. Natur- und Tierschutz standen in Vergangenheit niemals ganz oben auf der Agenda, jetzt erst recht nicht, denn man ist bemüht, das angeschlagene Finanzsystem zu stabilisieren. Knapp ein Jahr vor der Bundestagswahl hat der Wahlkampf begonnen. Wer kommt an die Macht?

Spielen tierschutzpolitische Themen im Superwahljahr 2009 überhaupt eine Rolle? Welche Partei hat zum Thema Tierschutz was zu sagen?

“Ende gut, alles gut” – noch Stunden vor der Sendung stand alles auf der Kippe: Andrea Nahles (SPD) hatte im letzten Moment abgesagt. Sie hatte wahrscheinlich kalte Füße bekommen, da sie zum Thema Tierschutz Farbe bekennen sollte. Ulrike Höfken (MdB), tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen, sprang ein, und statt Dr. Gesine Lötzsch nahm Eva Bulling-Schroeter (MdB) teil, die tierschutzpolitische Sprecherin der Linken ist. Dritter im Bunde war Dr. agr. Peter Jahr (CDU), Tierschutzbeauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Unsere Partei wurde durch Stefan Bernhard Eck vertreten.

Moderator Lars Walden stellte zu Anfang die Kardinalfrage: Gab es Fortschritte oder Rückschritte im Tierschutz seit Antritt der Großen Koalition im Jahr 2005? Anhand von drei Beispielen erfuhr man von den Rückschritten auf der ganzen Linie. Thema “Hähnchen”-Mast: 30 Tiere statt vorher 25 pro Quadratmeter. Thema Tierversuche: Zwischen 2004 und 2006 eine Zunahme von 10 Prozent auf rund 2,5 Millionen verwendeter Tiere. Thema Hennenhaltung: Das Käfig-Verbot wurde am 07.04.06 durch den Bundesrat gekippt und die Mogelpackung “Kleingruppen-Haltung” beschlossen. Dabei handelt es sich nach wie vor um einen Käfig.

Bei der Stellungnahme von Herrn Jahr glaubte man seinen Ohren nicht zu trauen: Die Koalition habe sich nicht nur intensiv um Tierschutz bemüht und ihn positiv vorangetrieben, sondern nehme sogar eine Vorreiterfunktion in der EU ein! Herr Jahr, ein regelrechter Fan dieser Institution, wurde nicht müde, sie immer wieder ins Feld zu führen. In seiner Erklärungsnot versuchte er in seinem verwaschenen Sprachstil die Defizite der Regierung damit zu kaschieren, dass alle Maßnahmen auch von der EU übernommen werden müssten.

Damit bot er aber auch eine Steilvorlage für unseren Vorsitzenden, der die Äußerungen als lapidare Absichtserklärungen und politische Schönrednerei brandmarkte und bilanzierte, dass unter Merkel, Seehofer und Co. die Tierschutzpolitik immensen Schaden genommen hat. Seehofer sei eine Katastrophe für die Tiere gewesen und von seiner Nachfolgerin sei auch nichts Besseres zu erwarten. CDU und SPD würden sich immer dem Diktat der Agrarlobby beugen. Er konnte noch mehr punkten: Frau Höfken schoss ein Eigentor, indem sie beiläufig etwas Lobendes über “QS” (“Qualität und Sicherheit”) sagte, jenes Prüfsiegel, das für Fleisch von “Nutztieren” aus angeblich artgerechter Haltung vergeben wird. Durch Undercover-Reportagen hat sich herausgestellt, dass “Produkte” mit dem Prüfsiegel auch aus Betrieben mit unsagbar tierquälerischer Haltung stammen. Herr Eck konnte seine Bestürzung darüber nicht verbergen, dass, wie ihm durch einen “Informanten” zu Ohren gekommen war, Frau Höfken einen Sitz im Kuratorium von “QS” innehat. Sie bemühte sich, dies als Belanglosigkeit hinzustellen. Ein Schatten war auf das grüne Image gefallen, und dies war ihr sichtlich peinlich!

Auch Frau Bulling-Schroeter kam nicht ungeschoren davon. Beim Thema “Abstimmung über die Hennen-Käfighaltung” beharrte sie darauf, dass die damalige PDS dagegen gestimmt habe; offenbar war ihr nicht bekannt, dass das Gegenteil der Fall war. Sowohl Mecklenburg-Vorpommern als auch Berlin (damals SPD/PDS-Regierung) stimmten für die Beibehaltung der Käfighaltung. Sie täte auch gut daran, so unser Vorsitzender, sich über das “linke Engagement” in Richtung gigantischer Ausweitung von Massentierhaltung vor allem im Osten zu informieren.

Bis auf Herrn Jahr forderten alle Diskutanten die Einführung der Verbandsklage auf Bundesebene, denn nur dann besteht die Chance, dass der “Tierschutz im Grundgesetz” endlich zugunsten von Tieren umgesetzt werden kann. Die CDU ist dagegen! Kein Wunder – die Wirtschaft, sprich die Lobbyisten haben dort das Sagen. Und wie ist es mit dem Tierschutz bei den anderen Parteien? Die Erfahrung zeigt, dass, wenn es um Tiere geht, Wahlversprechen nach der Wahl leider oft zur Makulatur verkommen.

Fazit: Eine sehr informative Talk-Runde, bei der unser Bundesvorsitzender mit viel Fachwissen und Schlagfertig überzeugte.

Gorleben: Atommüll-Transport beendet – Debatte geht weiter

Kurz nach Mitternacht erreichte der Atommüll-Transport das Zwischenlager Gorleben. Begleitet von heftigen Protesten hat der elfte Transport mit hoch radioaktivem Atommüll aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague nach fast 80 Stunden Fahrt das Zwischenlager Gorleben erreicht.

Die elf Behälter mit Resten alter Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken trafen am Dienstag gegen 00.17 Uhr in Gorleben ein, fast einen Tag später als geplant. Nach dem Atommüll-Transport forderten Anti-Atom-Initiativen die Bundesregierung zum Ausstieg aus der Atomenergie auf. Sie kündigten weitere Proteste gegen ein mögliches Endlager für hoch radioaktiven Atommüll im Salzstock Gorleben an. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) kritisierte die Blockadeaktionen. “Das Besetzen von Gleisen können wir nicht akzeptieren”, sagte Gabriel.

Unser Kommentar: Die Gefahr einer atomaren Umweltkatastrophe wird akzeptiert, nicht aber das Besetzen von Gleisen. Verkehrte Welt!

CERN: Was bleibt ist ein fader Beigeschmack!

Im Teilchenbeschleuniger des Genfer CERN werden nach seiner Fertigstellung Versuche mit subatomaren Partikeln durchgeführt, die den Urknall simulieren sollen und neue Erkenntnisse über Materie, schwarze Löcher und zusätzlicher Raumdimensionen liefern könnten. Diese Experimente sollen zu Kollisionen von Teilchen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit führen, was zur Entstehung schwarzer Löcher führen könnte, die je nach wissenschaftlicher Betrachtung entweder vollkommen ungefährlich sind, oder den Bestand unserer Erde gefährden könnten.

Nach eigenem Bekunden wissen die Ingeneure in Genfer CERN überhaupt nicht, was bei einer Kollision letztendlich entstehen wird und welche Auswirkungen dies auf die Umgebung hat. Die Ansicht ist geteilt, das Risiko wird von den Physikern vollkommen unterschiedlich bewertet – je nach verwendeter Grundlagentheorie und eigener Berechnung. Technische Totalausfälle, etwa durch unerwartetes physikalisches Verhalten nach der Explosion, scheinen überhaupt nicht ins Kalkül gezogen worden zu sein. Es gab bereits Klagen gegen dieses Projekt, die abgewiesen wurden, weil die Beweise für eine Gefährdung der Erde nicht stichhaltig genug waren. Eigentlich sollten die Betreiber der Anlage vor Inbetriebnahme beweisen müssen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Katastrophe 0 Prozent beträgt. Dies könnte aber nur geschehen, wenn man bereits wüsste, was passieren wird. Und das weiß eben niemand! Die Forscher wissen eigentlich nur, dass sie nichts wissen.

Der Teilchenbeschleuniger ist die teuerste Maschine der Welt – sie hat bisher rund 2 Milliarden Euro gekostet – und vielleicht auch die gefährlichste. Ist es in einer Welt mit 923 Millionen Menschen, die laut UNO-Report massiv an Hunger und Unterernährung leiden, tatsächlich notwenig zu wissen, was beim Urknall vor rund 13,5 Milliarden Jahren geschah?

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Stefan B. Eck
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Esther Ouwehand in Dresden beim 38. Welt Vegetarier Kongress

In einem gemeinsamen Vortrag mit Esther Ouwehand, der niederländischen Parlamentsabgeordneten der “Partei für die Tiere”, mit dem Vorsitzenden Stefan B. Eck der deutschen Partei Mensch Umwelt Tierschutz und mit dem Vorsitzenden Ralph Chaloupek der österreichischen Tierrechtspartei wird auf dem 38. Welt Vegetarier Kongress in Dresden am Donnerstag von 16.00 bis 18.00 Uhr auf die Notwenigkeit politischer Tierschutzarbeit aufmerksam gemacht. Die niederländische Abgeordnete Esther Ouwehand wird dabei über die Erfolge ihrer Partei berichten, die in den Parlamentswahlen 2006/2007 zwei Sitze im Repräsentantenhaus und einen Sitz im Senat erringen konnten. Es war das erste Mal in der Geschichte, dass eine Tierrechtspartei in ein nationales Parlament einzog. Seitdem stehen Tierrechte und Tierschutz auf der Agenda niederländischer Politik. Neben einem informellen Gedankenaustausch über europäische Tierschutzpolitik mit ihren Kollegen der deutschen und österreichischen Tierschutzparteien wird Esther Ouwehand am Freitag Gut Heinrichshof in Kleinröhrsdorf besuchen, um sich über “artgerechte” und tierfreundliche Pferdehaltung in Deutschland zu informieren.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Stefan B. Eck
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Skandalöses Vorgehen der Polizei gegen Tierschützer in Österreich

Mit Empörung hat die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei – die Nachricht aufgenommen, dass vor wenigen Tagen österreichische Tierschützer in einem brutalen Handstreich von bewaffneten Polizisten festgenommen wurden.

Bei Hausdurchsuchungen etlicher Tierschutzvereine zerstörte man mutwillig ganze Infrastrukturen durch Beschlagnahme von Spenderdateien, Computern, Fotoapparaten, Videos, Handys usw. Dies alles ohne konkrete Beweise für Straftaten irgendwelcher Art! Offensichtlich soll die erfolgreiche politische Arbeit z.B. des “Verein gegen Tierfabriken” – Abschaffung der Käfighaltung von Legehennen, Verbot von Käfighaltung von Kaninchen – seitens der Profiteure von Tierausbeutung von Grund auf lahmgelegt werden.

Es ist ein Skandal ohnegleichen, dass friedliebende Menschen, die sich mit ganzer Kraft für eine Welt einsetzen, die auch den Tieren die ihnen zustehenden Rechte einräumt, wie Schwerverbrecher behandelt werden! Um sich ihrer zu entledigen, werden sie kriminalisiert und widerrechtlich in die Terrorismusecke geschoben.

Aber auch eine solche Kumpanei von Staat und tierausbeuterischen Lobbyisten wird nicht von Dauer sein. Denn: Nichts lässt sich so wenig aufhalten wie eine Bewegung, deren Zeit gekommen ist. Nach der Befreiung der Sklaven und der Frauen ist nun das Ende der systematischen Ausbeutung der Tiere durch den Menschen das Gebot der Stunde. Der Weg der Tierschützer, Tierrechtler und Tierbefreier ist unumkehrbar – sie können auch nicht von bewaffneten Polizeieinheiten aufgehalten werden.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
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Margret Giese
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