Welt-Vegetarier-Kongress im August 08 in Dresden

“Eine andere Welt ist möglich”: Dieses Wort von “attac”, der engagierten Bürgerprotestbewegung, neu interpretiert und entscheidend um die Welt der Tiere erweitert, ging mir als Fazit dieses beeindruckenden Dresdener Kongresses nicht aus dem Sinn.

Der ethische Grundgedanke des Vegetarismus/Veganismus – die Beendigung des Schlachtens von Tieren als Voraussetzung für eine Welt ohne Gewalt – zog sich wie ein roter Faden durch den gesamten Kongress. Es war eine wunderbare Erfahrung, ein paar Tage in der Gesellschaft von so zahlreichen Menschen verbringen zu können, die alle der Gedanke verbindet, dass es höchste Zeit sei, die Gewalt gegen die wehrlosen nichtmenschlichen Mitlebewesen zu beenden.

Rund 700 TeilnehmerInnen aus ca. 30 Ländern waren zu dem festlichen Anlass nach Dresden gekommen, denn dort fand vor 100 Jahren der erste Welt-Vegetarier-Kongress statt.

Diese Jubiläumsveranstaltung wurde im wahrsten Sinne zu einem Völker verbindenden Ereignis! Erstaunlich war auch die große Zahl von mehr als 80 ReferentInnen: aus Europa (Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Italien, Tschechien, Irland, United Kingdom), aus den USA, Kanada, Indien, Brasilien, Thailand und Indonesien. Im Programmheft stellten die Vortragenden sich selbst sowie die Schwerpunkte ihrer Arbeit im eigenen Land und die Inhalte ihrer Kongress-Beiträge vor. Beim Vergleich wurde deutlich, wie viele Aspekte die vegetarisch/vegane Lebensweise aufweist: Von der Philosophie der Tierrechte über die Ausbildung von Tierschutzpädagogen und das Verfassen von tierfreundlichen Kinderbüchern, von der Empfehlung pflanzlicher Kost zur Krankheitsverhütung, darunter auch Alzheimer-Demenz, und für eine bessere Konstitution von Leistungssportlern, bis hin zur Aufklärung über die katastrophalen Auswirkungen von Fast Food. Zitat: “McDonald´s ist der größte Verbraucher von Rindfleisch in den USA. Um den riesigen Bedarf zu decken, hat die größte Fast-Food-Kette der Welt Billigfleisch in Costa Rica eingekauft – und der Tropenwald stirbt”.

Die katastrophalen Auswirkungen, vor allem der Intensivtierhaltung auf die globale Erwärmung, wurden uns in dem holländischen Film “Meat the Truth” vor Augen geführt. Von unserer Seite besteht die Absicht – unser Vorsitzender Stefan B. Eck führte diesbezüglich schon weitreichende Verhandlungen mit der Nicholas G. Pierson Foundation – den Film für deutsche Kinos und TV-Stationen zu synchronisieren. Falls es zu einer Ausstrahlung bzw. zu Kino-Aufführungen käme, wäre dies einer der größten gesellschaftspolitischen Erfolge in der Geschichte unserer Partei. Damit wäre auch bei uns eine wichtige Lücke in der Aufklärung über den “Klimakiller Nr. 1”, die weltweite “Nutz”tierhaltung geschlossen, denn Al Gore “vergaß”, dieses brisante Thema in seinem Aufklärungsfilm über die heraufziehende Klimakatastrophe “Eine unbequeme Wahrheit” zu nennen. Mittlerweile soll er die von ihm selbst betriebene Intensivtierhaltung von Rindern aufgegeben haben…

Von besonderer Bedeutung für uns war der Donnerstagnachmittag: Esther Ouwehand stellte – in englischer Sprache und von mir ins Deutsche übersetzt – die holländische Tierschutzpartei vor; Stefan Bernhard Eck hatte einen Vortrag, unterstützt durch eine Power Point Präsentation vorbereitet, in der es vor allem um die Notwendigkeit politischer Parteien für Tierschutz und Tierrechte ging. Ralph Chaloupek, der Vorsitzende der österreichischen Tierrechtspartei, berichtete über die Gründung seiner Partei vor anderthalb Jahren. In sehr berührender Weise nahm er Stellung zu der Tatsache, dass nach nunmehr über 40 Tagen zehn seiner Freunde, als Terroristen abgestempelt, immer noch hinter Gittern sitzen – ein Skandal ohnegleichen! (Um ihre Solidarität mit den Gefangenen zum Ausdruck zu bringen, folgten viele Kongressteilnehmer dem Aufruf zu einer Demonstration vor dem österreichischen Generalkonsulat!) Ralph Chaloupek schloss seine Rede mit der Verkündung einer “Allianz” zwischen den drei vorgestellten Parteien – eine Idee, die von unserem Vorsitzenden im Vorfeld des Kongresses initiiert wurde.

Die positive Resonanz aus dem recht zahlreich erschienenen Publikum während der abschließenden Diskussionsrunde gab uns das gute Gefühl, politisch auf dem richtigen Weg zu sein. Auch Barbara Rütting, für die Grünen im Bayerischen Landtag, war anwesend und gab – wie schon in einem tags zuvor von ihr gehaltenen Vortrag – ihr Wohlwollen für unsere Partei zu erkennen. Erstaunlich genug – und schön für uns!

An etlichen Ständen gab es Vegetarisches “für den kleinen Hunger”; mittags und abends konnte man hervorragende vegetarische/vegane Menüs im Restaurant des Kulturpalastes zu sich nehmen. Vor allem das festliche Abschlussdiner am letzten Abend war ein wahres Glanzlicht! Der Koch bekam viel Beifall, hatte er doch das erste Mal im Leben ein veganes Essen “gezaubert”.

Unser gut besuchter Informationsstand war mit verschiedenen Wahlplakaten und Informationsbroschüren über die von uns vertretenen Themen attraktiv ausgestattet. Die anwesenden Mithelfer – darunter auch etliche Mitglieder des Bundesvorstandes – sammelten Unterstützungsunterschriften für Europa- und Bundestagswahl und diskutierten mit den BesucherInnen. Eine Besonderheit, die sehr gut ankam, hatte sich unsere “Event-Managerin” Sabine Jedzig für unseren Stand ausgedacht: In einem großen, mit Stroh ausgelegten Korb warteten 250 schmackhafte August-Äpfel darauf, von den Gästen in Empfang genommen zu werden. Ein junger Mann kommentierte diese Gabe mit der charmanten Bemerkung, dies sei ja ein leckerer erster Kontakt mit der Tierschutzpartei! Da haben wir wohl einen Wähler mehr gewonnen…

So kann Politik auch einmal richtig Spaß machen!

Esther Ouwehand in Dresden beim 38. Welt Vegetarier Kongress

In einem gemeinsamen Vortrag mit Esther Ouwehand, der niederländischen Parlamentsabgeordneten der “Partei für die Tiere”, mit dem Vorsitzenden Stefan B. Eck der deutschen Partei Mensch Umwelt Tierschutz und mit dem Vorsitzenden Ralph Chaloupek der österreichischen Tierrechtspartei wird auf dem 38. Welt Vegetarier Kongress in Dresden am Donnerstag von 16.00 bis 18.00 Uhr auf die Notwenigkeit politischer Tierschutzarbeit aufmerksam gemacht. Die niederländische Abgeordnete Esther Ouwehand wird dabei über die Erfolge ihrer Partei berichten, die in den Parlamentswahlen 2006/2007 zwei Sitze im Repräsentantenhaus und einen Sitz im Senat erringen konnten. Es war das erste Mal in der Geschichte, dass eine Tierrechtspartei in ein nationales Parlament einzog. Seitdem stehen Tierrechte und Tierschutz auf der Agenda niederländischer Politik. Neben einem informellen Gedankenaustausch über europäische Tierschutzpolitik mit ihren Kollegen der deutschen und österreichischen Tierschutzparteien wird Esther Ouwehand am Freitag Gut Heinrichshof in Kleinröhrsdorf besuchen, um sich über “artgerechte” und tierfreundliche Pferdehaltung in Deutschland zu informieren.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Stefan B. Eck
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Der Bundesvorsitzende zu Gast bei TIER.TV am 18. Juni 2008

Thema: Hauptsache Fleisch – Hinter den Kulissen der Grillsaison 2008

Mit Moderator Lars Walden diskutierten in “diskuTIER” über das brisante Thema: Tina Kaiser, eine engagierte Tierschützerin und Moderatorin, Tina Hölscher, Tierärztin und Mitglied bei “aktion tier menschen für tiere e.V.”, Mirco Dragowski, Tierschutzsprecher der FDP-Fraktion im Berlin und Stefan Bernhard Eck, Bundesvorsitzender der Partei Mensch Umwelt Tierschutz.

“diskuTIER” ist Deutschlands erster und einziger Tierschutz-Talk, bei dem monatlich ein aktuelles Tierschutz-Thema mit prominenten Studiogästen aus Politik und Gesellschaft aufgegriffen wird.

Der Bundesvorsitzende machte in der Gesprächsrunde vor allem auf die Zusammenhänge von Massentierhaltung, Fleischkonsum und drohender Klimakatastrophe aufmerksam und forderte ein grundlegende Reform der EU-Agrar-Subventionen und die Einführung einer “Fleischsteuer”. Überraschenderweise waren die Zusammenhänge zwischen Erderwärmung und weltweiter Fleischproduktion dem FDP-Politiker Dragowski nahezu unbekannt.

Die Zuschauerreaktionen fielen dementsprechend aus. Hier einige Einträge aus den Webseiten des Senders:

“Besonders haben mir die Argumente und Ausführungen von Herrn Eck von der Tierschutzpartei gefallen.”

“Endlich mal eine Diskussionsrunde mit wirklichen Aussagen. Hier meine ich vor allem den Herrn von der Tierschutzpartei und die Tierärztin. Der Herr von der FDP wirkte auf mich allerdings etwas unwissend. Als Tierschutzbeauftragter sollt er eigentlich mehr Ahnung haben.”

“Besonders gut haben mir die Redebeiträge von Stefan Eck, Vorsitzender der Tierschutzpartei, gefallen. Er hat als einziger in der Runde auf die globalen Zusammenhänge zwischen Tierausbeutung und Klimaschutz sowie der Armut in der Dritten Welt deutlich hingewiesen.”

“Der Vertreter der Partei Mensch Umwelt Tierschutz sprach endlich die Tatsachen aus, die von anderen Politikern totgeschwiegen werden. Er verdeutlichte die Zusammenhänge zwischen Tierausbeutung, Profitmacherei, Naturvernichtung, Klimakatastrophe und der verlogenen Politik der großen Parteien, die unser Land bzw. unsere Erde an den Rand des Abgrunds gebracht haben.”

“Tolle Diskussionsrunde! Hier wurde wenigstens die Wahrheit gesagt. Was mich überraschte: der füllige Herr von der FDP – immerhin Abgeordneter und tierschutzpolitischer Sprecher seiner Partei – hatte ja keine Ahnung. Ein großes Lob an den Moderator Lars Walden, an Tina Kaiser, die Tierärztin und an Herrn Eck, der den Mut hatte, Tacheles zu reden.”

“Mit unserem Planeten geht es tatsächlich abwärts – und das hat der Diskussionsteilnehmer Stefan Bernhard Eck von der Partei Mensch Umwelt Tierschutz unmissverständlich deutlich gemacht. Schade, dass es in der FDP nicht solche Leute gibt!”

Auf Grund der großen Zuschauerresonanz wurde die Sendung am 16. Juli 2008 nochmals ausgestrahlt.

Skandalöses Vorgehen der Polizei gegen Tierschützer in Österreich

Mit Empörung hat die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei – die Nachricht aufgenommen, dass vor wenigen Tagen österreichische Tierschützer in einem brutalen Handstreich von bewaffneten Polizisten festgenommen wurden.

Bei Hausdurchsuchungen etlicher Tierschutzvereine zerstörte man mutwillig ganze Infrastrukturen durch Beschlagnahme von Spenderdateien, Computern, Fotoapparaten, Videos, Handys usw. Dies alles ohne konkrete Beweise für Straftaten irgendwelcher Art! Offensichtlich soll die erfolgreiche politische Arbeit z.B. des “Verein gegen Tierfabriken” – Abschaffung der Käfighaltung von Legehennen, Verbot von Käfighaltung von Kaninchen – seitens der Profiteure von Tierausbeutung von Grund auf lahmgelegt werden.

Es ist ein Skandal ohnegleichen, dass friedliebende Menschen, die sich mit ganzer Kraft für eine Welt einsetzen, die auch den Tieren die ihnen zustehenden Rechte einräumt, wie Schwerverbrecher behandelt werden! Um sich ihrer zu entledigen, werden sie kriminalisiert und widerrechtlich in die Terrorismusecke geschoben.

Aber auch eine solche Kumpanei von Staat und tierausbeuterischen Lobbyisten wird nicht von Dauer sein. Denn: Nichts lässt sich so wenig aufhalten wie eine Bewegung, deren Zeit gekommen ist. Nach der Befreiung der Sklaven und der Frauen ist nun das Ende der systematischen Ausbeutung der Tiere durch den Menschen das Gebot der Stunde. Der Weg der Tierschützer, Tierrechtler und Tierbefreier ist unumkehrbar – sie können auch nicht von bewaffneten Polizeieinheiten aufgehalten werden.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Margret Giese
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

24. April – “Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche”

Wer gehofft hatte, nach ständiger Zunahme von Tierversuchen in den letzten Jahren würde endlich ein Rückgang zu verzeichnen sein, sah sich getäuscht: Erneut sind die Versuchszahlen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen! Laut Bundeslandwirtschaftsministerium wurden 2 518 267 Tiere im Jahr 2006 in Versuchen “verbraucht”, und damit 105 589 Tiere mehr als im Jahr zuvor. Dass es eines Gedenktages bedarf, um an die tagtäglich weltweit gefolterten Versuchstiere zu erinnern, ist an sich schon ein Skandal. Kein Tierversuch hat je Schäden beim Menschen vorhersagen können – zu unterschiedlich sind die Reaktionen, wie sich an vielen Beispielen belegen lässt. Die Folgen für den Menschen waren zum Teil verheerend, von Contergan bis Vioxx. Dennoch werden nach wie vor Fördergelder in Millionenhöhe in Deutschland vergeben; allein über 30 Millionen Euro für den Bau neuer Versuchslabore. Tierversuchsfreie Forschung hingegen führt immer noch ein klägliches Schattendasein – kein Wunder bei gerade einmal 4 Millionen Euro staatlicher Mittel.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei – prangert diesen skandalösen Tatbestand an und fordert mit Nachdruck eine komplette Umschichtung der Fördergelder zugunsten tierversuchsfreier Forschungsmethoden. Diese sind nicht nur preiswert, sie sind auch in hohem Maße aussagekräftig.

Um die längst überfällige Abschaffung der in aller Regel grausamen Tierversuche zu unterstreichen, ruft die Tierschutzpartei dazu auf, die bisherige Bezeichnung “Internationaler Tag des Versuchstiers” aufzugeben zugunsten des neuen Namens mit der eindeutigen Forderung nach Abschaffung der Experimente an Tieren. Es ist nicht zuletzt auch ethisch unhaltbar, ihre Wehrlosigkeit brutal auszunutzen. Mahatma Gandhi: “Vivisektion ist nach meiner Auffassung das schwärzeste von allen schwarzen Verbrechen, deren sich der Mensch heute gegenüber Gott und seiner Schöpfung schuldig macht. Lieber auf das Leben verzichten, als es mit der Qual fühlender Geschöpfe erkaufen.”

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Margret Giese
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Verleihung der Mensch Umwelt Tierschutz-Medaille an die “Schüler für Tiere”

Mit einem feierlichen Festakt wird am 26. April 2008 auf dem 22. Bundesparteitag der Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei – die “MUT-Medaille 2007” für besondere Verdienste im Bereich Tierschutz und Tierrechte den “Schülern für Tiere” vom Gymnasium Rodenkirchen in Köln verliehen. Die “Schüler für Tiere” aus Köln sowie die “Schüler für Tiere” aus Wörth erhielten bereits Auszeichnungen von den jeweiligen Landesregierungen für ihren beispielhaften Einsatz für Tiere. Eines der Hauptanliegen der “Schüler für Tiere” ist die Aufnahme des Tierschutzgedankens in die schulischen Richtlinien und Lehrpläne, denn gerade der Tierschutzunterricht mit seiner Erziehung zum verantwortungsvollen Umgang mit unseren Mitgeschöpfen fördert die Empathiefähigkeit, wirkt Gewalttendenzen entgegen und leistet damit auch einen wertvollen Beitrag für einen sozialen Umgang mit den Mitmenschen. Frau Regina Kowalzick, die Initiatorin von “Schüler für Tiere” und Lehrerin am Gymnasium Rodenkirchen in Köln, wird in einem kurzen Vortrag über die Ziele des Projekts sprechen. Auch die 15-jährige Pressesprecherin der “Schüler für Tiere”, Andia Mirbagheri, wird über die Motive und Zielsetzungen der Projektgruppe referieren. Die jungen Tierschützer/innen, die stellvertretend für die ganze Gruppe die Medaille entgegennehmen, werden den Festakt mit der eigens für sie komponierten Hymne “Gerechtigkeit für Tiere” beschließen. Zu den Feierlichkeiten, die zwischen 13.30 Uhr und 14.30 Uhr im Musikübungszentrum 8 (MÜZ), Rödelheimer Straße 38 in 60487 Frankfurt /Main stattfinden, sind Gäste herzlich willkommen.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Stefan B. Eck
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UNO-Sonderberichterstatter Jean Ziegler zur Hungerkrise

Laut UNO-Sonderberichterstatter Jean Ziegler litten im Jahr 2000 rund 826 Millionen Menschen an Unterernährung. 10 Millionen Menschen sterben jährlich an den Folgen von Nahrungsmangel; jede Minute verhungern weltweit elf Kinder. Eine andere Quelle spricht sogar von 36 Millionen Hungeropfern pro Jahr. Jetzt prognostiziert eine neue UN-Studie, dass 2025 sogar 1,2 Milliarden Menschen an chronischem Hunger leiden könnten, doppelt so viel wie in ähnlichen Prognosen bislang angenommen. In Asien, Nordafrika, der Karibik und in Mittelamerika führte die Verzweifelung der hungernden Menschen zu massiven Unruhen, in Haiti kam es am 13. April d. J. zu einem Regierungssturz. Ursache sind die rasant steigenden Preise für Grundnahrungsmittel wie Reis, Mais und Weizen. Die Verknappung und die damit verbundene rapide Verteuerung hat bekannte Ursachen: Missernten durch den Klimawandel, höhere Energiepreise, eine stärkere Nachfrage nach Lebensmitteln in China, den durch staatliche Subventionen geförderten Biosprit-Boom, aber vor allem die Verwendung von Getreide und Soja als Futtermittel für so genannte Nutztiere. Fakt ist, dass der weltweite Fleischkonsum von 1961 bis heute von 71 Millionen auf 284 Millionen Tonnen gestiegen ist. Bis 2050 soll sich der Fleischverbrauch nach einer Prognose der UNO nochmals verdoppeln. Zur Erzeugung einer “tierischen Kalorie” werden etwa sieben pflanzliche Kalorien verbraucht. Dies bedeutet, dass riesige pflanzliche Nahrungsressourcen einem großen Teil der Weltbevölkerung entzogen werden, um sie in Fleisch und Milchprodukte umzuwandeln. Ohne eine grundlegende Veränderung unserer Ernährungsgewohnheiten wird der Welthunger weiter zunehmen und könnte neben wirtschaftlichen Problemen auch zur Bedrohung vieler Demokratien in den betroffenen Ländern führen.

“Die stetig wachsende Nachfrage nach Fleisch und Milchprodukten wird in naher Zukunft zu einem globalen Hungerchaos führen. Würden sich alle Menschen rein pflanzlich ernähren, wäre das Welthungerproblem vom Tisch”, so der Vorsitzende der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, Stefan Bernhard Eck.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei – plädiert seit ihrer Gründung im Jahre 1993 für eine nachhaltige und ethische “Agrarwende” mit der primären Forderung der Abschaffung jeglicher Tierzucht und Tierhaltung zur Nahrungsmittelerzeugung.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Stefan B. Eck
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Heimtückische Kormoranvernichtung – eine abstruse Idee

Angesichts eines weltweit drastischen Artenschwundes warnt die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Die Tierschutzpartei) eindringlich, weitere Tierarten zu dezimieren bzw. wegen angeblich vermuteter wirtschaftlicher Schäden zu vernichten, wie dies zurzeit mit der einzigen größeren Kormoranansiedlung im süddeutschen Raum, im Radolfzeller Aachried, von der Freiburger Bezirksregierung geplant ist. Danach sollen die Kormorane in einer oder evtl. mehreren kalten Aprilnächten mit Halogen-Scheinwerfern von ihren Brutnestern verscheucht und somit der gesamte Nachwuchs vernichtet werden.

Gleichzeitig vernichtet würden damit aber auch die Gelege vieler anderer Tiere, wie z.B. die in diesem Vogel- und Naturschutzgebiet in unmittelbarer Nähe brütender Rohrweihen, Kolbenenten, Zwergtaucher, Rot- und Schwarzmilane sowie weiterer seltener Singvögel.

“Dieses heimtückische Vorhaben ist eine abstruse Idee und ein eklatanter Verstoß gegen die Kormoran-Verordnung”, stellt Ingeborg Holst, Vorsitzende des baden-württembergischen Landesverbandes, fest und hat sich diesbezüglich mit einem Protestschreiben an das zuständige Regierungspräsidium gewandt. Diese spezielle Verordnung wurde nämlich “zur Abwendung erheblicher fischereiwirtschaftlicher Schäden durch Kormorane sowie zum Schutz der heimischen Tierwelt” erlassen. Wo aber bliebe bei dem geplanten Vorgehen der “Schutz der heimischen Tierwelt” – noch dazu in einem Vogelschutzgebiet von internationaler Bedeutung? Eindeutig wäre hier nicht der Kormoran, sondern der Mensch der große Schädling! Zudem müsste vor einem solchen Eingriff in die Natur der “erhebliche fischereiwirtschaftliche Schaden” erst einmal konkret belegt werden, was schwerlich gelingen würde.

Nach wie vor fordert unsere Partei, dass Naturschutzgebiete frei bleiben müssen von menschlicher Nutzung und frei von jeglicher Jagdausübung. Es darf nicht angehen, dass gewisse Interessenverbände – wie in diesem Fall Fischer, Angler und Jäger – bestimmen dürfen, inwieweit der Naturhaushalt zerstört und die Tierwelt in unverantwortlicher Weise verfolgt und vernichtet wird.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
Landesverband Baden-Württemberg
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Französische Küche bei der UNESCO als Weltkulturerbe

Der Sender NDR Kultur informierte seine Hörer kürzlich über den neuesten Einfall des französischen Staatspräsidenten Nikolas Sarkozy: Er habe sich, so hieß es, anlässlich seines Besuches einer Landwirtschaftsmesse spontan dazu entschlossen, die französische Küche bei der UNESCO als Weltkulturerbe anzumelden. Angesichts der Tatsache, dass ausgemachte Tierqual-Produkte wie Froschschenkel, Gänsestopfleber und Singvogel-Spezialitäten integrierende Bestandteile der “cuisine française” sind, kann ein derartig kulturloses Ansinnen eines Staatspräsidenten nur verwundern!

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei – appelliert mit Nachdruck an das Welterbekomitee der UNESCO, dem nachgerade abstrusen Anliegen des Herrn Sarkozy nicht stattzugeben. “Die leider in Frankreich immer noch begangenen Grausamkeiten an Tieren gehören zur Welt der Unkultur und sollten schnellstens der Vergangenheit angehören”, so die stellvertretende Vorsitzende der Partei, Margret Giese. In ihrem Schreiben an die UNESCO bittet sie darum, Herrn Sarkozy bei der Ablehnung seines Vorhabens ausdrücklich auf die selbstverständliche Tatsache hinzuweisen, dass Tierquälerei mit dem Kulturgedanken unvereinbar sei.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Margret Giese
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Hühner kratzen an Wulffs Image

Tierschutzpartei will hohen Stellenwert für Tierschutzpolitik

Ministerpräsident Wulff und die Legebatterien – das ist neben anderen Plakaten zu Schulpolitik, Hartz IV und Klimaschutz das besondere Thema eines Wahlplakates der Partei Mensch Umwelt Tierschutz. “Hennenknast ist artgerecht … meint Christian Wulff!” steht darauf. Die Landesregierung von Niedersachsen war 2006 federführend daran beteiligt, das Legebatterie-Verbot zu kippen. Dabei wurde mit dem Etikettenschwindel “Kleinvoliere” und “Kleingruppenhaltung” die Rückkehr zur Batteriekäfig-Haltung vertuscht. Fakt ist allerdings: Die so genannte “Kleinvoliere” bleibt ein tierquälerischer “Hennenknast” mit einer Höhe von 55 cm; die Grundfläche pro Tier wurde gerade einmal um die Größe eines Bierdeckels erweitert.

Diese “Tierqualpolitik” und etliche andere Versäumnisse der niedersächsischen Landesregierung werden bei der kommenden Landtagswahl das Votum der Wähler mit hoher Wahrscheinlichkeit beeinflussen, so die Vorsitzende Margret Giese des Landesverbandes Niedersachsen der Partei Mensch Umwelt Tierschutz. Auch die Politikverdrossenheit und die Verärgerung vieler Bürger über die etablierten Parteien dürfte beim Ergebnis eine Rolle spielen.

Bei Landtagswahlen in Niedersachsen tritt die Tierschutzpartei zum ersten Mal an. Sie lag bei der Europawahl 2004 mit 1,3 Prozent an 7. Stelle von 23 angetretenen Parteien.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
– Die Tierschutzpartei –
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Margret Giese
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