Mit dem Herbst beginnt die Igelzeit

Es ist kaum zu übersehen: Das Laub verfärbt sich, die Früchte der Bäume fallen allmählich ab. Das veranlasst viele Menschen, ihr Augenmerk verstärkt auf Igel zu richten.

Obwohl sich durch die Aufklärungsarbeit der Igelschutzvereine und auch durch die Arbeit der vielen engagierten Igelhelfer inzwischen die Kenntnisse über den Igel deutlich verbessert haben, gilt es doch noch immer weiter daran zu arbeiten, dass uns dieses erdgeschichtlich seit der Kreidezeit fast unverändert erhalten gebliebene Tier noch lange erfreut.

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Interview: “Veganer sind toleranter als Fleisch-Esser”

“Die Freiheit des Einzelnen hört aber dort auf, wo die Freiheit eines Anderen eingeschränkt wird. Zu den Anderen gehören für mich aber auch die Tiere.”

Chemiedoktorand Jens Hermes will, dass die Mensa der Uni Basel künftig nur noch vegetarische und vegane Menus anbietet. Das Fleischverbot sei nötig, um Tierleid zu verhindern. Der Studierendenrat der Körperschaft der Universität Basel will durchsetzen, dass in der Mensa künftig weder Fleisch noch Fisch angeboten wird. (Interview lesen)

100 Todeskandidaten der Natur

Die hundert am stärksten vom Aussterben bedrohten Arten der Erde (Pflanzen, Tiere und Pilzarten) haben mehr als 8.000 Forscher der IUCN (International Union for Conservation of Nature) jetzt erstmals auf einer Liste zusammengefasst. Nahezu alle auf der Liste stehenden Arten seien durch den Menschen in Gefahr geraten, berichten die Forscher. (Hier Artikel lesen)

Piemont: Jagd für zunächst ein Jahr ausgesetzt

Gewehre hängen am Nagel

Laut der Initiative zur Abschaffung der Jagd vom 09.09.2012 ist mit Anordnung vom 7. September 2012 die Jagd im italienischen Piemont für zunächst ein Jahr ausgesetzt. Der TAR, das oberste Gericht in Piemont, hat die Beschwerde gegen die Jagdzeiten 2012/2013 bestätigt, welche die Vereinigung zur Abschaffung der Jagd LAC (Lega per l’abolizione della caccia), Pro Natura und SOS Gaia eingereicht hatten. Die Jagd ist damit für die Jagdsaison 2012/2013, die am 16. September beginnt, ausgesetzt.

Für die Aussetzung der Jagd wurden drei Gründe genannt: Das Fehlen eines regionalen Wildlife Management Plans, eine fehlende Beurteilung der zu erwartenden Auswirkungen für das Natura 2000-Netz und die Nichtbeachtung der Stellungnahme der ISPRA für die Festlegung der Jagdzeiten.

“Für Wildtiere ist ein großer Sieg und ein großer Tag”, sagte Piero Belletti von Pro Natura.

Projektleiter/Projektleiterin für Auslands-Tierschutzprojekt gesucht!

TASSOs Partner-Tierschutzorganisation Sanfrancisco’s sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt für das Tierschutzprojekt „Pueblo de Perros“ in der Dominikanischen Republik einen Projektleiter/eine Projektleiterin. Die Tierschutzorganisation, die unter anderem Sterilisations- und Kastrationsaktionen durchführt, unterhält auch eine Auffangstation für verletzte und kranke Tiere.

Interessierte Bewerber sollten ein veterinärmedizinisches Studium absolviert haben oder ähnliche Qualifikationen mitbringen. Gute Sprachkenntnisse der spanischen und englischen Sprache sowie ein Führerschein sind ebenfalls unerlässlich. Bewerbungen werden bis zum 30. September 2012 von Sanfrancisco’s entgegen genommen. Weitere Informationen erhalten Sie (hier)

Gift in Mehl, Brötchen und Müsli: Alarmierende Ergebnisse von ÖKO-TEST

Insgesamt 20 Getreideprodukte hat ÖKO-TEST auf das Totalherbizid Glyphosat getestet. Das erschreckende Ergebnis: In 14 Produkten, also 70 Prozent der Proben, wurde Glyphosat nachgewiesen. Gefunden wurde das Gift nicht nur in Discounter-Billigwaren, sondern auch in Produkten bekannter Markenhersteller. (Hier Artikel von ÖKO-Test lesen)

Grausamer Hitzetod, wenn es keine Kühlung gibt

Wenn die Hitze bei hochsommerlichen Temperaturen unerträglich wird, kann Mensch sich in den meisten Fällen helfen und für ein wenig Abkühlung sorgen. Aber wie ergeht es den Tieren in der Massentierhaltung, wenn die Ställe überhitzt sind? Die “Zeit” stellt eine kleine Frage ans Veterinäramt: Wie viele Hühner krepieren in überhitzten Ställen? (Hier Artikel lesen)

Buchvorstellung – Attila Hildmann: Vegan for Fit

Attila Hildmann ist Deutschlands bekanntester Vegankoch. Zweimal hintereinander gewann er den Titel Bestes vegetarisches Kochbuch des Jahres . Millionen Zuschauer erlebten bei Stefan Raab, Stern TV und Co., wie man mit Kürbispommes, Nudeln aus Zucchini und Eis ohne Sahne und Milch selbst passionierte Nicht-Vegetarier begeistert und dabei abspeckt.

Erfreulich: Nerzfarm in Schleswig-Holstein muss nach Gerichtsurteil dieses Jahr schließen

Die knapp 30 Nerzfarmen halten sich nicht an die seit Ende 2011 geltenden Vorgaben

Gemäß der Tierschutz-Verordnung ist seit dem 12.12.2011 für jedes ausgewachsene Tier sowie für jedes Jungtier nach dem Absetzen 1 Quadratmeter Grundfläche vorgeschrieben. Die Gesamtkäfiggröße – es sitzen mehrere Tiere zusammen – muss mindestens 3 Quadratmeter aufweisen. Für die Umstellung hatten die Betreiber der Pelzfarmen fünf Jahre Zeit.

Insgesamt gibt es in Deutschland neben einer Fuchsfarm und einer unbekannten Zahl von Chincilla-Farmen noch etwa knapp 30 Nerzfarmen (lt. www.tierrechte.de), die die neuen Mindestanforderungen alle deutlich unterschreiten und somit illegal sind.

Da die Landesregierungen sowie die Veterinärämter offenbar weitgehend untätig sind, machen hier derzeit Tierschützer insbesondere vom Deutschen Tierschutzbüro bzw. dem Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. per Anzeigen Druck.

Nach einer Farm in Zirtow in Mecklenburg-Vorpommern muss nun die letzte Farm in Schleswig-Holstein in Schlesen (Plön) nach einem gestern erfolgten Urteil des Verwaltungsgerichtes Schleswig innerhalb von fünf Monaten schließen (http://www.tierschutzbuero.de/erfolg-nerzfarm-soerensen-muss-schliesen/).

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz strebt ein generelles Verbot der Pelztierhaltung wie in Großbritanien oder Österreich an. Den Tieren ist allerdings auch schon geholfen, wenn die bestehenden Farmen aufgrund der geltenden Mindestforderungen schließen müssen, weil sie – wie in der Schweiz – unrentabel werden.

Wir fordern selbstverständlich alle Landesregierungen auf, ihre Untätigkeit aufzugeben und die verbliebenen Farmen aufgrund des dreisten Nicht-Einhaltens der gesetzlichen Mindestanforderungen schließen zu lassen.