Nach der Sturmflut: Wohin verschwinden all die Robben?

Nach den Sturmfluten an der Nordseeküste wurden viele junge Robben angespült. Einige Robben hatten Glück – sie wurden gerettet und versorgt, denn sie wurden von Helfer:innen wie Janine gerettet.

Doch nicht alle Robben haben dieses Glück… Während einige Tiere gerettet werden, sind andere weiterhin in Gefahr. Die Situation ist gerade komplex und unübersichtlich.

Robbenjäger sind im Dauereinsatz – viele Tiere werden eingesammelt. Wir wissen nicht genau, was danach mit den Tieren passiert – Transparenz fehlt. Wir fordern Aufklärung, Transparenz und echten Schutz für unsere Meeresbewohner.

In der Seehundstation Friedrichskoog werden derzeit nur Tiere aufgenommen, die Janine von Föhr und Amrum bringt. Dabei wurden nach der Sturmflut deutlich mehr Robben angespült – wo sind all die anderen? Die Angaben sind nicht transparent. Behörden und Stationen müssen offenlegen, was mit den Tieren passiert.

Was ihr tun könnt:

  • Fragt beim Umweltministerium Schleswig-Holstein nach, wie die Dokumentation abläuft und was mit den Robben passiert.
  • Fragt auch direkt bei der Seehundstation Friedrichskoog nach, wo all die anderen angespülten Tiere sind.
  • Teilt diesen Beitrag, damit noch mehr Menschen hinschauen. Jede Nachfrage zählt. Für Transparenz. Für die Tiere.

Selbstbestimmt bleiben – auch in der Psychiatrie!💬

Was ist eine Psychiatrische Willenserklärung?

→ Patientenverfügung für psychiatrische Krisen, Behandlungs-Entscheidungen im Vorfeld treffen (z.B. Kontakt-personen, Medikamente, Besuchs- und Informationsrechte Dritter, Gewohnheiten)

→ Wenn jemand entscheidungsunfähig wird: Vorsorgevollmacht für vertraute Personen und bindende Verfügung für Ärzt*innen

Angebote von Psywill:

  • kostenlose Beratung
  • Unterstützung beim Ausfüllen
  • Seminare für Betroffene, Fachkräfte & Bevollmächtigte

Ziele:

  • Selbstbestimmung sichern
  • Würde wahren
  • gesetzliche Betreuung gegen den Willen verhindern

Gemeinsam für mehr Selbstbestimmung in der Psychiatrie!

Korallenriffe für immer verloren!

Eine Schreckensmeldung ging vor einigen Tagen durch die Medien: Der erste Klimakipppunkt ist nach Ansicht von Experten erreicht; die Korallenriffe, die eine Gesamtfläche von rund 600.000 km haben, sind nicht mehr zu retten.

Das ist keine Kleinigkeit!

Die Riffe sind Brutstätte und Lebensraum eines Viertels aller im Meer lebenden Tierarten, die zeitgleich mit den Riffen verschwinden werden. Die Korallenriffe schützen die Kusten vieler Länder vor Erosion und Sturmschäden. Außerdem hängt der Lebensunterhalt von rund einer halben Milliarde Menschen von den Riffen ab.

Die Lage ist sehr sehr ernst. Es dürfen keine weiteren Klimakipppunkte mehr erreicht werden. Und auch um die Riffe sollte – trotz der Negativprognose – weiter gekämpft werden.

Es muss alles, wirklich alles für eine Dekarbonisierung getan werden. Es ist grotesk, dass wir heute über eine Rücknahme des Verbrennerverbots sprechen. Und das, obwohl wir 2024 einen Rekordanstieg von CO2 in der Atmosphäre verzeichneten. Nur mit regenerativer Energie gibt es eine Zukunft!

Jägersprache-><-Deutsch: "Sprengen"

Was heißt “sprengen“? In der Jägersprache bedeutet „einen Fuchs sprengen“: den Fuchs mit Erdhunden* aus seinem Bau herrauszutreiben — so, dass er draußen von wartenden Jägern erschossen werden kann.

Sprengen ist hier also ein Euphemismus für: Herausjagen → Erschießen. *Erdhunde = Hunde die gezielt für die Baujagd ausgebildet werden (z.B. Dackel oder Terrier). Ein Fuchs im Bau – und ein Wort, das alles verschleiert: ‚Sprengen‘ 🐕💨💀

Tatsächlich werden die Tiere herausgetrieben und draußen erschossen 🔫

Jägersprache verharmlost Gewalt.

Welche weiteren Begriffe kennt ihr, die die Realität verschleiern?

Die Doggerbank – Das Herz der Nordsee ist in Gefahr!

Die Doggerbank, die größte Sandbank der Nordsee, ist ein wertvoller Lebensraum für Schweinswale, Seehunde, Haie und viele andere Arten.

Obwohl sie seit 2017 als Meeresschutzgebiet gilt, ist dort zerstörerische Grundschleppnetz-Fischerei aber weiterhin erlaubt.

Die Netze verwüsten den Meeresboden und bedrohen die Artenvielfalt massiv.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland fordert Fischereiminister Alois Rainer auf, die Doggerbank endlich wirklich zu schützen.

Unterstütze jetzt die Petition für das Herz der Nordsee!
https://aktion.bund.net/doggerbank

Ocean Week – 5 Fakten zu unseren Meeren

Wir hatten eine spannende “OceanWeek” 🌊 – mit vielen neuen Eindrücken und Learnings über unsere Meere.

Wusstet ihr, dass Grundschleppnetze ganze Lebensräume zerstören? Oder dass jedes Jahr Millionen Haie durch Finning und Beifang sterben – obwohl Finning in Europa verboten ist? 🦈

Unsere Ozeane stehen unter Druck – durch Überfischung, Verschmutzung und menschliche Eingriffe. Umso wichtiger: Wir alle können etwas tun! Vegan leben, aufklären, Strände sauber halten – kleine Schritte, große Wirkung. 💚

🎬 Filmtipp: Der neue David Attenborough-Film “OCEAN” – ein Augenöffner für alle, die unsere Ozeane lieben.

Das Meer ist keine Ware!

Sebastian Everding im Fischereiausschuss des Europaparlaments:

„Die industrielle Thunfischfischerei steht sinnbildlich für ein System, das Profit über Leben stellt – über das Leben der Menschen an Bord und das Leben im Meer. Wenn wir wirklich nachhaltige Meere wollen, müssen wir Ausbeutung in allen Formen beenden!

Unsere Ozeane sind lebenswichtige, komplexe Ökosysteme, die unzählige, teils noch unentdeckte Arten beherbergen. Sie zu schützen bedeutet, das Fundament allen Lebens auf diesem Planeten zu bewahren.“

Der Recycling-Mythos 🗑️♻️

Recyceln klingt erst einmal nach einer guten Lösung, um das weltweit produzierte Plastik wieder in den Produktionskreislauf zurückzuführen. Aber ganz so einfach ist das nicht!

❌ Plastik wird tausende Chemikalien zugesetzt – und genau die erschweren das Recycling enorm. Was es braucht, ist eine drastische Reduktion der Plastikproduktion, und zwar weltweit❗

Wie viel wird recycelt?

  • Gerade einmal 9 % des weltweit anfallenden Plastikmülls werden recycelt
  • In Deutschland werden 40 % recycelt, der Rest wird verbrannt
  • Insbesondere das ,mechanische Recycling” wird eingesetzt
  • So wird z.B. Granulat hergestellt, das als Füllstoff eingesetzt werden kann
  • Aber das ist ziemlich ineffizient…

Ein Chemikalien-Cocktail!

  • Effektiver wäre es, Plastik in seine Ausgangsmaterialien zu zerlegen und so als Rohstoff wiederzuverwenden
  • Das Problem: In Plastik stecken mehr als 16.000 Chemikalien (!!)
  • Die vielen Zusatzstoffe lassen sich nicht herausfiltern und so kann das Plastik nicht in seine Grundstoffe zurückverwandelt werden
  • “Echtes” Recycling ist dadurch nahezu unmöglich

Welche Lösungen gibt es?

  • Nur eine radikale Reduktion der Inhaltsstoffe ließe es zu, Plastik wieder in den Produktionskreislauf zuriickzuführen
  • ABER: Die Ruckführung in den Produktionsprozess ist nur wenige Male möglich, denn mit jedem Recyceln nimmt die Rohstoffqualität ab
  • Auch kommt es z.B. durch Abrieb immer zu Emissionen
  • Daher brauchte es vor allem eine drastische Reduktion der Plastikherstellung
  • Das Scheitern des globales Abkommens gegen Plastikmüll in Genf hat jedoch gezeigt, wie weit wir noch von solch einschneidenden Schritten entfernt sind

Wieso ist Plastik iiberhaupt gefährlich?

  • Plastikabfälle zersetzen sich in Micro- und Nanoplastik
  • Diese kleinsten Teile töten Tiere und sind auch für den Menschen enorm schädlich
  • Sie dringen bis in die Zellen vor und überwinden sogar die Blut-Hirn-Schranke
  • Dazu kommt: Die Plastikproduktion tragt zur Erderwärmung bei

Heute ist World Cage Free Day – der internationale Aktionstag gegen die Käfighaltung. 🐥

Noch immer verbringen Millionen Tiere in Europa ihr Leben in engen Käfigen. Dabei hat die EU-Kommission bereits 2021 zugesagt, ein Ende dieser grausamen Praxis einzuleiten – doch bis heute wartet der Gesetzesentwurf.

Wir dürfen nicht zulassen, dass dieses Versprechen vergessen wird.

Sebastian Everding setzt sich im Europäischen Parlament dafür ein, dass Käfighaltung bald der Vergangenheit angehört – in ganz Europa.

✊ Für eine Zukunft ohne Gitter.

300 Millionen Tiere in Käfigen – Dies ist nicht nur ethisch bedenklich, sondern auch ökologisch problematisch. Forschung und Praxis zeigen:

Eine Zukunft ohne Kafighaltung ist möglich und notwendig – zum Wohl von Tieren, Menschen und Umwelt!

2021 versprach dic EU-Kommission, ein Gesetz gegen Käfighaltung vorzulegen. Bis heute fehlt der Entwurf. Wir bleiben dran, damit das Versprechen eingelost wird!

Eine Zukunft ohne Kafige ist möglich. Für ein Europa, das Tierleid nicht langer systematisch plant.

 

Baujagd auf Füchse – eine grausame Tradition, die endlich enden muss!

Bei der Baujagd werden Füchse in ihren letzten Rückzugsorten aufgespürt, gehetzt und getötet. Dabei erleiden nicht nur Füchse, sondern auch die eingesetzten Jagdhunde schwere Verletzungen.

Was macht Baujagd so grausam?

  • Verletzungen und Leid auch für trächtige Füchse
  • Keine Chance zum Entkommen – Füchse werden in ihrem letzten Rückzugsort getötet
  • Ständige Gefahr für Jagdhunde, sich beim Graben zu verletzen.
  • Ethik und Recht werden mit Füßen getreten – diese Praxis verletzt grundlegende Tierschutzgesetze!

Deshalb sagen wir:

Die Baujagd ist brutal, unnötig und verstößt gegen alles, was wir an Tierschutz schätzen. Es wird Zeit, dass solche grausamen Methoden der Vergangenheit angehören!