Am 21.01.2026 hat das Parlament beschlossen, dass das Freihandelsabkommen Mercosur zur Überprüfung an den Europäischen Gerichtshof überstellt wird.
Ich habe aus Gründen des Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutzes für diese Überprüfung gestimmt. Das Freihandelsabkommen würde insbesondere den Import von Agrarprodukten in die EU fördern. Die Produktion in südamerikanischen Ländern ist aber oft nicht nachhaltig und entspricht nicht den europäischen Standards. So ist die Produktion von Rindfleisch und Soja in Südamerika ein Haupttreiber für Klimawandel und Biodiversitätsverlust. Vereinbarungen zu Tierschutzstandards und entsprechenden Kontrollen fehlen in dem Abkommen oder sind unzureichend. Zudem gibt es Bedenken bezüglich der Transparenz für Verbraucher*innen.
Daher begrüße ich den Entschluss des Parlaments, denn er sorgt für eine genaue Prüfung des Abkommens und könnte das Inkrafttreten in der aktuellen Fassung noch verhindern. Freihandelsabkommen sollten auch in Zeiten von US-Handelserschwernissen Umweltschutz, Tierwohl und Verbraucherschutz nicht gefährden.
Für den Beschluss haben auch Mitglieder rechter Parteien gestimmt. Daher möchte ich darauf hinweisen, dass die Überprüfung von demokratischen Parteien initiiert wurde und sich Abgeordnete aus sämtlichen Fraktionen aus jeweils äußerst unterschiedlichen Gründen gegen Mercosur positioniert haben.
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