Ägypten im Aufruhr – Muslimbrüder wollen sich mit Militärputsch nicht abfinden!

Nachdem das Militär den umstrittenen Muslimbruder und Präsident Ägyptens, Mohammed Mursi, aus dem Amt gejagt hat, stehen dem Land unruhige Zeiten bevor. Die Nation scheint gespalten, denn knapp über 50 Prozent des ägyptischen Volkes steht hinter der Muslimbruderschaft und dem gestürzten Mursi, der vor einem Jahr durch demokratische durchgeführte Wahlen an die Macht kam.

Es stellt sich die Frage, ob die Tatsache, dass ein Großteil der Bevölkerung mit der Amtsführung der Regierung nicht zufrieden war, eine Machtübernahme des Militärs rechtfertigen kann. Nach tagelangen Massenprotesten mit dutzenden Todesopfern hatte das Militär am Mittwoch Präsident Mursi entmachtet und gemeinsam mit seinem Führungskreis festgenommen. Nur wenige Stunden später wurde ein Übergangspräsident, der bisherige Vorsitzende des Obersten Verfassungsgerichts, Adli Mansur, eingesetzt. Er kündigte an, die Islamisten an der Regierung beteiligen zu wollen. Dies lehnten die religiösen Kräfte in einer Stellungnahme jedoch kategorisch ab.

Einerseits verurteilt die Partei Mensch Umwelt Tierschutz den Militärputsch als undemokratische Gewaltaktion, andererseits kann sie verstehen, dass ein Volk aufbegehrt, wenn die persönliche Freiheit durch religiöse Regeln gravierend beeinträchtigt wird. Religionen haben in der Geschichte der Menschheit zu einem immensen Blutbad geführt, und es sieht so aus, dass sich daran im 21 Jahrhundert nichts ändern wird.

Traurig, aber wahr….

WDSF-Pressemitteilung und Protestaufruf: Tierquälerei in der Türkei und blutige Delfintreibjagd in Japan – TUI bietet als erster Reiseveranstalter wieder Delfinarien in der Türkei an

(WDSF-02.07.2013) Nachdem der Reiseveranstalter TUI noch im letzten Jahr dem Hagener Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) zugesagt hatte, keine Delfinarien in der Türkei mehr anzubieten, wurde jetzt ausgerechnet das heftig kritisierte “Sealanya-Delfinarium” in Alanya wieder im Reiseprogramm aufgenommen.

Zehn Delfine waren dort im Jahr 2008 aus der grausamen japanischen Delfintreibjagd in Taiji für 280.000 US-Dollar importiert worden. Im Frühjahr 2010 starben vier Delfine unter mysteriösen Umständen.

In Taiji findet alljährlich eine blutige Jagd auf rund 2.000 Delfine statt. Die schönsten Delfine werden für den Verkauf an Delfinarien aussortiert, der Rest wird abgeschlachtet und landet in japanischen Restaurants und Schulkantinen. Der Oscar-prämierte Kinofilm “Die Bucht” mit dem Ex-TV-Flipper-Trainer und Delfinschützer Richard O’Barry ging 2010 um die Welt und sorgt immer noch für Entsetzen über das blutige Treiben der japanischen Fischer. O’Barry, der 2011 mit dem Medienpreis Bambi geehrt wurde und Mitglied im WDSF-Kuratorium ist, sagte jetzt zur TUI-Entscheidung: “Delfine sterben weltweit für Delfinshowtickets an denen Blut klebt.”

WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: “Das Sealanya-Delfinarium ist einer der Mörder von Tierschutzrechten. Dass TUI sich nun wieder an der Tierquälerei durch den Verkauf von Tickets beteiligt ist ein Skandal. Die Delfine leben dort unter katastrophalen Bedingungen in viel zu kleinen Betonbecken und verbrennen bei über 40 Grad in der prallen Sonne, da ein erforderlicher Sonnenschutz fehlt. Das angebotene Schwimmen mit Delfinen ist kommerzielle Ausbeutung und Stress für die Tiere. TUI fördert durch den Ticketverkauf die mörderische Delfintreibjagd in Japan, weil durch die Erlöse des Betreibers Delfine aus Wildfängen nachgekauft werden können.”

Alle großen deutschen Reiseveranstalter hatten seit 2010 entschieden, keine Delfinarientouren in der Türkei mehr anzubieten, nachdem das Wal- und Delfinschutz-Forum zuvor dokumentiert hatte, dass die Meeressäuger unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden.

Die Unternehmenskommunikation von TUI teilte dem WDSF mit, dass das Sealanya-Delfinarium die festgelegten Kriterien für Tierschutz erfülle: „Die Nachfrage deutscher Urlauber nach einem Delfinarienbesuch ist groß und das Angebot wird rege genutzt und zwar unabhängig von der Qualität der Einrichtungen. Mit dem Verkauf der Tickets stellt TUI sicher, dass Urlauber ein kontrolliertes und zertifiziertes Delfinarium besuchen.“

Pikanterweise hatte sich TUI in den Jahren 2007 und 2008 an der Aktion “Year of the Dolphin” der Vereinten Nationen zum Schutz wildlebender Delfine werbewirksam beteiligt und setzt sich in seiner Firmenbeschreibung intensiv für die Nachhaltigkeit im Naturschutz ein.

Jürgen Ortmüller / WDSF-Geschäftsführer

Transatlantisches Verhältnis steckt in tiefer Krise – Kann man seinen Freunden noch trauen?

Dass US-Präsident Barack Obama mit Charme und Humor bei seinen „Freunden“ punkten kann, ist nicht neu. Erst vor zwei Wochen bei seinem Deutschlandbesuch legte er vor dem Brandenburger Tor lässig sein Jackett ab mit den Worten: “man sei ja unter Freunden”. Damals schien die Welt noch in Ordnung zu sein, denn seine Worte klangen nach einer vertrauensvollen und intakten Beziehung zwischen USA und Deutschland.

Zwei Wochen nach seinem Deutschlandbesuch wendete sich das Blatt, denn Berichte über eine massenhafte Ausspähung Deutschlands und anderer EU-Staaten sowie Regierungseinrichtungen der EU durch den Geheimdienst NSA haben das transatlantische Vertrauensverhältnis tief erschüttert und in eine Krise gestürzt.

Der derzeit flüchtende Edward Snowden, ehemaliger Mitarbeiter des Geheimdienstes NSA, der die Spionage in vielen EU-Staaten mit seinem Gewissen nicht mehr vereinbaren konnte, hat ausgepackt: Die NSA habe nicht nur milliardenfach deutsche Telekommunikationsdaten abgefangen, sondern es sollen auch Botschaften, die EU-Kommission und sogar Angela Merkels Dienstsitz abgehört worden sein.

Auch der britische Geheimdienst soll sich Zugang zu einem Glasfaserkabel-Netzwerk verschafft haben, über das der weltweite Telefon- und Internetverkehr abgewickelt wird. Unter dem Codenamen Tempora sollen dann große Mengen an persönlichen Daten mit dem US-Geheimdienst ausgetauscht worden sein. Dazu sollen Aufnahmen von Telefongesprächen, E-Mails, Facebook-Einträge sowie Websitebesuche gehören.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz verurteilt diese Geheimdienst-Aktionen aufs Schärfste, auch die scheinheilige Empörung der Bundesregierung, die von der Überwachung teilweise Kenntnis haben musste.

Smogalarm in Singapur – Palmöl-Produzenten verursachten Rekord-Smog

RdRDie Berliner Zeitung berichtete am 24. Juni 2013, dass in dem asiatischen Stadtstaat Singapur (Fläche ist so groß wie Hamburg) so hohe Smogwerte gemessen wurden, die es noch nie zuvor gab.

Das Gesundheitsministerium empfahl für den Aufenthalt im Freien Masken zu tragen, denn die Menschen klagten über Husten- und Würgereiz, der durch die extreme Luftverschmutzung verursacht wurde. Besonders kleine Kinder und ältere Menschen tragen gesundheitliche Probleme davon. In jedes Haus drang der allgegenwärtige Gestank, der nach Verbranntem roch. Im Nachbarland Malaysia wurden Schulen geschlossen.

Verantwortlich für die hohen Smogwerte in Singapur und im Nachbarland Malaysia waren riesige Brandrodungen in Indonesien; Plantagenbesitzer verschafften sich so neue Flächen für den Anbau von Ölpalmen. Die ganze Luft wurde damit in der ganzen Region verpestet. Die Polizei ermittelt nun gegen mehrere Firmen der illegalen Brandstiftung. (Video hier ansehen)

Palmöl wird weltweit für die Herstellung von Lebensmitteln und für Biokraftstoffe verwendet und ist ein Umweltdesaster riesigen Ausmaßes. Regenwald verschwindet, indigene Völker, Orang Utans sowie unzählige Säugetiere und andere Lebewesen verlieren ihren Lebensraum unwiederbringlich. Nach jahrelangem Anbau von Ölpalmen veröden ganze Landstriche und die Erde wird unfruchtbar.

Skandal: Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz verkehrt Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ins Gegenteil!

Die Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft verletzt die Menschenrechte. Dennoch hat das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz den Eilantrag des Bio-Winzers Gänz aus Hackenheim zurückgewiesen. In diesem Eilverfahren ging es darum, ob die Grundstücke des Bio-Winzers vorläufig jagdfrei gestellt werden.

In der Pressemitteilung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz vom 26.6.2013 – also genau ein Jahr nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte gegen die Zwangsbejagung – heißt es: „Die Jagd aus Gewissensgründen ablehnender Grundstückseigentümer muss Jagdausübung auf seinen Grundstücken vorläufig weiter dulden“. Continue reading “Skandal: Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz verkehrt Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ins Gegenteil!”

Vorbereitung zur Enteignung!

Der “Fall Zypern” war die Blaupause…

Die EU-Finanzminister haben gestern, den 27.06.2013, die zukünftigen Regeln für den Umgang mit maroden Großbanken festgelegt. Systemrelevante Banken in Europa sollen künftig auf Kosten der Aktionäre, Gläubiger und Kunden “gerettet” werden – und erst in letzter Instanz vom Steuerzahler. Aktionäre von Banken, Bankanleihen-Besitzer und Kunden mit Guthaben über 100 000 Euro sollen bei einer finanziellen Schieflage zur Kasse gebeten werden, um die maroden Kreditinstitute mit Geld zu versorgen.

Die Einigung der EU-Finanzminister erinnert an die Zwangsenteignung der Kunden der Cyprus-Bank und der Laiki-Bank in Zypern im Frühjahr dieses Jahres.

Europaweit können sich die Sparer also darauf einrichten, dass sie geschröpft werden, wenn sich ihre Banken verzockt und die politisch Verantwortlichen versagt haben. Und versagt haben sie alle…

Bundeskanzlerin Merkel lobte die Einigung: “Wir kommen weg davon, dass die Steuerzahler immer wieder für die Banken geradestehen sollen.”

Merkel hätte besser geschwiegen, denn die geplante Zwangsenteignung der Sparer – für den Fall, dass eine Bank vor der Pleite steht – ist legalisierter Diebstahl!

Japan vor dem internationalen Gerichtshof in Den Haag

Australien und Neuseeland klagen für die Wale

Obwohl seit 1986 der kommerzielle Walfang weltweit verboten ist (Ausnahmen gibt es nur für indigene Völker), stellt Japan für angeblich wissenschaftliche Zwecke den grauen Ozeanriesen bis heute nach und verkaufen das Walfleisch, das in dem asiatischen Land als Delikatesse gilt, auf ihren heimischen Märkten.

Australien und Neuseeland wollen in Den Haag ein für allemal feststellen, dass der japanische Walfang nicht wissenschaftlichen Zwecken dient und gegen internationales Recht verstößt.

Für den Prozess wird eine fünfzigprozentige Aussicht auf Erfolg prognostiziert. Das Urteil des Gerichtshofs könnte noch in diesem Jahr und somit vor Beginn der neuen Jagdsaison im Januar 2014 fallen.

Wie auch immer der Prozess enden wird, Captain Paul Watson und seine Crew (Sea Shepherd International) halten sich zum Beginn der Walfangsaison bereit, um mit ihren Schiffen in der Antarktis die japanische Walfangflotte daran zu hindern, Wale zu jagen. „Wir planen unsere umfangreichste Aktion-Operation gnadenlos“, so Sea Shepherd – Sprecher Adam Burling.

Sollte durch den Internationalen Gerichtshof ein Walfangverbot für Japan ausgesprochen werden, gebe es trotzdem noch zwei Nationen die Walfang betreiben: Norwegen und Island. Beide Länder hatten 1986 offiziell Einspruch gegen das Walfang-Moratorium eingelegt und fühlen sich von daher nicht daran gebunden.

„Ich hoffe auf ein positives Urteil der Richter in Den Haag“, so der Bundesvorsitzende Stefan Bernhard Eck, „aber sollte es gegen die Wale ausfallen, so wünsche ich meinem Freund Paul Watson eine gute Jagd… and no mercy.“

Wichtige Teilerfolge erreicht!

OMT22.06.2013Rund 200 Demonstranten/innen waren – dank der professionellen Organisation der Parteivorsitzenden Barbara Nauheimer – dem Aufruf der Partei Mensch Umwelt Tierschutz zur Demonstration „Tiermord für die Kunst, nicht mit uns!“ gegen das „Orgien Mysterien Theater“ von Hermann Nitsch gefolgt und protestierten mit Trillerpfeifen, Bannern und Parteifahnen am Samstag, den 22.06.2013, vor dem Haupteingang des Central-Theaters in Leipzig, um einen Verstoß gegen § 17.1 des Deutschen Tiersc

hutzgesetzes „in letzter Sekunde“ doch noch zu verhindern.

Video zur Demo ansehen: (hier)

Rund 20 Demonstranten/innen, die meisten davon Parteimitglieder (darunter die Bundesvorsitzende Barbara Nauheimer, der Bundesvorsitzende Stefan B. Eck, die Hamburgische Landesvorsitzende Bettina Jung), besuchten die Vorführung, um auch innerhalb der Räumlichkeiten des Theaters ihren Protest zum Ausdruck zu bringen. Barbara Nauheimer und Bettina Jung entrollten während der Blutorgie in unmittelbarer Nähe von Nitsch ein Protestbanner mit der Aufschrift „Tiermord für die Kunst, nicht mit uns!“. Beide wurden daraufhin durch die Ordnungskräfte aus dem Theater „entfernt“.

Erst am Donnerstag ließ unter dem Druck tausender Protestschreiben der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung, dem Intendanten Sebastian Hartmann einen Brief zustellen, mit dem deutlichen Hinweis, dass kein Tier zum Zwecke der Kunst getötet werden dürfe und die Regelungen des Tierschutzes eingehalten werden müssen. Unsere Partei hatte gegenüber dem Veterinäramt, der Ordnungsbehörde und der Intendanz des Central-Theaters klargestellt, dass im Falle einer Zuwiderhandlung gegen Paragraf 17.1 des Deutschen Tierschutzgesetzes eine Strafanzeige erlassen wird.

Hermann Nitsch musste sich seine blutigen „Requisiten“ aus einem örtlichen Schlachthof besorgen; es wurden also speziell für die Aufführung keine Tiere getötet. Außerdem wurde ihm vom Ordnungsamt untersagt, seine geplante Prozession mit Tierleichen in der Straße vor dem Theatereingang als Teil des Spektakels durchzuführen. Auch das geplante „Grillfest“ mit den Leichenteilen seiner obszönen Show wurde verboten.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz konnte zwar die Aufführung und „Entwürdigung“ der Tiere nicht verhindern, aber sie erreichte wichtige Teilerfolge: § 17.1 (DTschG)wurde beachtet und der Artikel 20a im Grundgesetz wurde durch die “Kunstaktion” von Nitsch nicht untergraben, so dass mit dieser Aufführung kein Präzedenzfall für ähnliche lebensverachtende Vorführungen geschaffen wurde.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz dankt ihren aktiven Mitgliedern, die aus Baden-Württemberg, Hamburg, Niedersachen, Bayern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen, Berlin, Sachsen-Anhalt und Sachsen nach Leipzig angereist waren. Unser Dank gilt auch den Leipziger Bürgerinnen und Bürgern, die sich an der Demonstration beteiligten und allen Tier- und Tierrechtsorganisationen die im Vorfeld unsere Demonstrationsaufrufe verbreitet haben und teilweise selbst vor Ort waren.

Die Stimme für die Galgos zieht ins Europaparlament – Demonstrationen in Straßbourg, Barcelona und Madrid

StrassburgAm vergangenen Samstag, den 8. Juni 2013, fanden sich ca. 500 Tierschützer und Tierrechtler, viele in Begleitung ihrer Hunde, überwiegend Galgos und Podencos, in Straßbourg ein, um die sog. “Schriftliche Erklärung für das Beenden der Folter und der Misshandlung von europäischen Windhunden” zu unterstützen. Organisator dieser Demonstration war die französische Tierschutzorganisation CREL.

Vollständiger Artikel hier.