„Gegen Hass, für Menschlichkeit – Dortmund bleibt bunt!“ Continue reading “Aufruf der PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ – Tierschutzpartei zur Demonstration gegen den AfD-Neujahrsempfang im Dortmunder Rathaus – 22. Februar 2026”
Category: LV Nordrhein-Westfalen
Die Linke & Tierschutzpartei kritisiert Ethikkommission – Trophäenjagd auf der Messe „Jagd & Hund“ weiterhin ungeprüft
„Blamabel. Peinlich. Einfach eine Nullnummer.“ Helmut Pruß, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion Die Linke & Tierschutzpartei, blickt fassungslos auf die Arbeit der städtischen Ethikkommission. Denn diese hat bislang eigentlich nichts zustande gebracht. So muss das traurige Urteil lauten, das aus einer offiziellen Antwort der Verwaltung hervorgeht– mehr als zwei Jahre, nachdem diese Kommission die Arbeit aufgenommen hat.
Helmut Pruß erinnert sich: „Schon im Kommunalwahlkampf 2020 hatte der damalige Oberbürgermeister Thomas Westphal zugesagt, eine unabhängige Ethikkommission einzurichten. Als die Debatte rund um die Messe Jagd und Hund im Stadtrat aufkam, wurde diese mit Verweis auf eine Prüfung durch eine Ethikkommission vertagt.“
Zur Erinnerung: Auf dieser Dortmunder Messe wird offensiv um Jäger*innen geworben, die gegen das nötige „Kleingeld“ in Afrika seltene Tierarten erschießen, um sich dann zu Hause einen Löwenkopf oder ähnliches übers Bett zu hängen.
Wegen der allgemeinen Empörung wurde das Versprechen auf eine Ethikkommission im Mai 2021 gegenüber Mitgliedern einer Tierrechtsgruppe erneut bekräftigt – in einem persönlichen Gespräch mit Ex-Oberbürgermeister Thomas Westphal. Das Gespräch ist fotografisch dokumentiert.
Trotz dieser Zusagen tagt die Kommission erst seit 2023. Protokolle oder Stellungnahmen haben den Rat bislang nie erreicht. Was bei diesen Tagungen besprochen wurde, bleibt also ein Geheimnis. Das einzige offizielle Ergebnis ist eine „lückenhafte Aktenlage“.
„Wir wissen, dass die Ethikkommission nicht nur ein einzelnes Thema behandeln sollte, sondern grundsätzlich für verschiedene ethische Fragestellungen im städtischen Kontext zuständig ist. Aber umso schlimmer ist es doch, dass es kein Ergebnis gibt. Zu nichts“, ärgert sich Angelika Remiszewski, Mitglied der Fraktion Die Linke & Tierschutzpartei.
„Doch ich bin bestimmt nicht die Einzige, der aufgrund der Berichterstattung zahlreicher Medien und Tierrechtsorganisationen erwartet hat, dass sich die Ethikkommission vor allem die ethischen Fragen rund um die Messe „Jagd & Hund“ und die dort beworbene Trophäenjagd kümmert.“
Vor diesem Hintergrund sieht die Fraktion Die Linke & Tierschutzpartei in der bisherigen Arbeit der Ethikkommission ein politisches Versagen. Denn sechs Jahre nach einem klaren Wahlversprechen zur ethischen Bewertung der Messe „Jagd & Hund“ liegen weiterhin keine Ergebnisse vor, während die Messe auch 2026 wieder Jagdreisen und Angebote zur Trophäenjagd präsentierte.
„Es geht nicht um Meinung oder Moral, sondern um Verantwortung für gefährdete Tierarten“, erklärt Helmut Pruß. „Während nach repräsentativen Umfragen von Kantar TNS in Deutschland 86 Prozent der Menschen die Hobbyjagd auf bedrohte Arten für nicht vertretbar halten, lehnen große Mehrheiten auch international Trophäenjagd ab: laut einer globalen Umfrage sprechen sich etwa 84–96 % in der EU und den USA sowie 64 % in Südafrika gegen Trophäenjagd aus.“
Pruß: „Wer untätig bleibt, versteckt sich nicht vor Recht, sondern vor politischer Verantwortung. Andere europäische Länder zeigen, dass Handeln möglich ist. In Italien wurde eine Jagdmesse geschlossen, weil Artenschutz höher gewichtet wurde als wirtschaftliche Interessen. Dortmund dagegen diskutiert seit Jahren und tut nichts. Die Stadt ist Eigentümerin der Westfalenhallen und trägt somit die Verantwortung für die Inhalte dieser Eigenmesse. Die Ethikkommission darf nicht zum Feigenblatt werden – ethische Bewertung ist eine Selbstverständlichkeit, wie sie auch in anderen Städten, Universitäten oder Unternehmen üblich ist. Man könnte fast glauben, dass ethische Bewertung nur eine Option für andere ist – Dortmund sammelt nur Erfahrungen.“
Quellen:
Deutschland: repräsentative Umfrage 2025
Südafrika: Ipsos-Umfrage 2023
USA: Humane Society 2023
Hier ist die Auskunft der Dortmunder Stadtverwaltung, unterzeichnet vom Oberbürgermeister, die am 12. Februar dem Rat vorgelegt wird. Es handelt sich um Antworten auf Fragen zur Ethikkommission, die die Fraktionen Die Linke & Tierschutzpartei sowie GRÜNE & Volt im Dezember gestellt hatten.
Zu 1: Die Ethikkommission der Stadt Dortmund wurde im Sommer 2023 durch die damalige Stadtspitze eingerichtet. Ziel war es, die Stadtverwaltung und die politischen Gremien bei ethisch sensiblen Fragestellungen zu beraten und gegebenenfalls Empfehlungen zu erarbeiten. Nach Prüfung der nach meinem Amtsantritt übernommenen Akten kann festgestellt werden, dass kein in Aussicht gestellter Bericht der Kommission vorliegt. Eine entsprechende Vorlage oder ein konsolidierter Bericht kann aufgrund der lückenhaften Aktenlage aktuell nicht zur Verfügung gestellt werden.
Zu 2: Eine vertiefte Beratung zur zukünftigen Ausrichtung, Arbeitsweise und organisatorischen Einbindung der Ethikkommission ist für das 2. Halbjahr 2026 vorgesehen. Ziel ist es, nach den Sommerferien 2026 einen Planungsstand vorzustellen, der klärt, wie die Arbeit der Kommission weitergeführt, strukturiert und zu berichtspflichtigen Ergebnissen geführt werden kann. Anschließend sollen die weiteren konzeptionellen Schritte und ein Zeitplan zur Vorlage der erarbeiteten Empfehlungen vorgelegt werden.
Zu wenig Förderung für bezahlbares Wohnen!
Baukosten und Mieten steigen, ein Pfeiler für bezahlbares Wohnen sind dabei geförderte, preisgebundene Sozialwohnungen. Doch wie seit Jahren, sank auch 2024 die Zahl der Sozialwohnungen in NRW: um ganze 11.000 auf ca. 464.000. Die Preisbindung fällt weg, oft nach 25 Jahren, zugleich werden zu wenige neue gebaut.
Was tut die Landesregierung? Diese plant laut Mieterbund für die sog. Wohnraumförderung 2026 nur 172 Mio. € ein, und das bei einem Landeshaushalt von ca. 112 Milliarden Euro.
Wir fordern:
- mehr Landesmittel für den Bau von Sozialwohnungen
- besser noch: Gründung einer Landeswohnungsgesellschaft wie in Bayern und Niedersachsen, um selbst Bauherr zu werden
Das Geld, das heute an Investoren geht, bliebe dem Land als reales Bauvermögen erhalten. Und die Sozialwohnungen würden nach 25 Jahren nicht aus der Preisbindung fallen!
Bauministerin Scharrenbach spricht gerne von höheren Zahlen bei den “Förderprogrammen”, diese beinhalteten aber u. a. die Eigentumsförderung und Modernisierungszuschüsse.
Quellen: mieterbund-nrw.de, wdr aktuell
Tierschützer dokumentieren wie jedes Jahr das Leid der Pferde im Kölner Rosenmontagzug.
Pressemitteilung des Netzwerks für Tiere Köln
Wie jedes Jahr wird auch in 2026 das Netzwerk für Tiere Köln das Leid der Pferde im Rosenmontagszug dokumentieren. An verschiedenen Stellen am Zugweg werden schon seit Jahren Foto,- und Filmaufnahmen der Reiter und der Pferde gemacht. Verstöße gegen das Tierschutzgesetz werden zur Anzeige gebracht und bildhaft belegt, dass man sich nicht – wie vom Festkomitee und den Reitercorps immer behauptet wird – an die Leitlinien hält.
Dieses Jahr freut sich das Netzwerk für Tiere Köln über einen neuen Rekordwert an Unterstützern, die mithelfen wollen. Es werden Spenden gesammelt, damit Flyer, Banner etc. gedruckt werden können und das „Filmteam“ des Netzwerks ist auf eine beachtliche Zahl angewachsen.
„Schon 2025 waren wir begeistert, wie viel Zuspruch wir inzwischen bekommen und auch wie viel Bildmaterial uns über Social Media zugespielt wurde“, verrät Natalie Steffen, die seit 2017schon gegen den Einsatz der Pferde im Rosenmontagszug kämpft. „Wir bekamen auch Lob von Mitgliedern einer KG, die sogar selber mit einem großen Reitercorps unterwegs ist“, ergänzt Steffen noch.
Sie ist der festen Überzeugung, dass das Thema immer weiter an Brisanz gewinnt und die Mehrheit der Jecken den Einsatz der Pferde immer kritischer sieht.
Besonders erfreut ist man in den Tierschutzreihen über das Statement gegen Pferde im Karnevalsumzug von Jacques Tilly, dem bekanntesten Bildhauer und Karnevalswagenbauer, der mit seiner Aussage dem Großteil der Befragten einer Umfrage aus der Seele spricht.
Auswertung gestartet – Über 300 Videos zu auffälligem Verhalten von Pferden im Kölner
Köln, 19. Februar 2026
Das Netzwerk für Tiere Köln hat den Einsatz von Pferden im Kölner Rosenmontagszug am 16. Februar 2026 erneut dokumentiert. Neben eigenen Teams entlang des Zugwegs wurden dem Netzwerk weit über 300 Videos aus der Öffentlichkeit übermittelt. Insgesamt liegen den Tierschützer:innen mehrere hundert Stunden Videomaterial vor.
Auswertung läuft – Anzeige nach Abschluss vorgesehen
Die Sichtung und Auswertung der Aufnahmen hat bereits begonnen. Nach Angaben des Netzwerks zeigen erste Sichtungen zahlreiche Auffälligkeiten im Verhalten einzelner Pferde. Nach Abschluss der systematischen Auswertung wird das Netzwerk die dokumentierten Fälle zur Anzeige bringen.
„Es ist beeindruckend, wie viel Unterstützung aus der Öffentlichkeit kommt. Die vielen Rückmeldungen aus Köln zeigen uns, dass wir mit unserem Protest einen Nerv treffen – und dass viele Menschen sich einen Rosenmontagszug ohne Pferde wünschen“, sagt Natalie Steffen vom Netzwerk für Tiere Köln.
Als Grundlage gilt das Tierschutzgesetz (§ 3 Satz 1 Nummer 1 und 6 TierSchG). Dort ist unter anderem untersagt, Tiere für Filmaufnahmen, Schaustellungen, Werbung oder ähnliche Veranstaltungen heranzuziehen, sofern dies mit Schmerzen, Leiden oder Schäden für das Tier verbunden ist.
Deutlich wachsender Rückhalt – Petition überschreitet 10.000 Unterschriften
Parallel zur Dokumentation verzeichnet das Netzwerk einen spürbaren Zuwachs an Unterstützung aus der Kölner Bevölkerung. Die Petition gegen den Einsatz von Pferden im Kölner Rosenmontagszug hat inzwischen mehr als 10.000 Unterschriften erreicht.
Pressekontakt: Natalie Steffen, presse@netzwerk-fuer-tiere-koeln.de
Stadttauben in Dortmund Online-Konferenz für Tierschutz-Aktive am 13.02.2026
Einladung für alle Menschen, Gruppen, Vereine und Initiativen, die sich in Dortmund und Umgebung aktiv für Tauben einsetzen:
Am Freitag den 13.02.2026 um 18:30 Uhr möchten wir euch zu einem Online-Meeting einladen.
Teilnahme-Link: https://w-hs.zoom-x.de/j/65155814725?pwd=o1PIwhAkUVUparPkRbgdknTS8PaXfy.1
Aktuell laufen glücklicherweise bereits erste Bestrebungen, den Taubenschutz in unserer Stadt zu verbessern. Uns als Tierschutzpartei liegt dieses Thema genauso am Herzen, deswegen brauchen wir eure Expertise und Erfahrung, um das bestmögliche für die Tauben zu erreichen. Gerne bringen wir eure Ideen und Wünsche direkt im Stadtrat politisch ein. Lasst uns gemeinsam in den Austausch gehen und für diejenigen in unserer Stadt sprechen, die selber keine Stimme haben.
Bitte gebt uns eine kurze Rückmeldung, ob ihr teilnehmen könnt.
Eurer Dortmunder Kreisverband der PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ – Tierschutzpartei
Schliefenanlagen schließen – das ist möglich!
Schliefenanlagen existieren im Verborgenen – hinter Zäunen, abseits der Öffentlichkeit.
In ihnen werden lebende Füchse für das Training von Jagdhunden zur Baujagd genutzt. Was das bedeutet: Continue reading “Schliefenanlagen schließen – das ist möglich!”
Kreisverband Dortmund der Partei Mensch Umwelt Tierschutz Tierschutzpartei weist Extremismusvorwurf von Oberbürgermeister Kalouti entschieden zurück
Dortmund, 27.01.2026 – Der Kreisverband Dortmund der Partei Mensch Umwelt Tierschutz Tierschutzpartei, unterstützt vom Landesverband NRW, reagiert mit deutlicher Kritik auf Aussagen, die Oberbürgermeister Kalouti in einem Interview gemacht hat, wonach die AfD sowie Die Linke und die PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ – Tierschutzpartei – pauschal als „extremistisch“ bezeichnet werden. Kalouti spricht dabei in seinen Aussagen ausdrücklich von „Die Linke“, gemeint ist jedoch die gemeinsame Fraktion Die Linke & Tierschutzpartei im Rat der Stadt Dortmund.
Extremismus ist eine anti-demokratische, intolerante Haltung oder Bewegung, die Demokratie und Grundrechte ablehnt und Gewalt oder Zwang zumindest billigt, um Ziele durchzusetzen. Ein Extremist ist eine Person, die solche Ansichten vertritt und die demokratische Grundordnung, Menschenrechte oder den Rechtsstaat ablehnt oder bekämpft.
Der Kreisverband betont ausdrücklich, dass er sich durch die Aussage persönlich angesprochen fühlt: „Im Rat der Stadt Dortmund bilden wir gemeinsam mit Die Linke eine Fraktion. Diese Zusammenarbeit basiert auf gemeinsamen demokratischen Werten und dem Ziel, Dortmund sozialer, ökologischer und tierfreundlicher zu gestalten. Die Unterstellung, wir seien Extremisten, ist eine gefährliche Verharmlosung von Rechtsextremismus und ein Angriff auf die demokratische Ratsarbeit.“
Helmut Pruß, Ratsmitglied der Partei Mensch Umwelt Tierschutz Tierschutzpartei, erklärt dazu: „Diese Gleichsetzung ist nicht nur sachlich falsch, sondern eine bodenlose Unverschämtheit. Als Fraktion im Dortmunder Rat arbeiten wir demokratisch, sachorientiert und im Interesse der Menschen, Umwelt und Tiere. Diese pauschale Extremismusbehauptung ist nicht nur falsch, sie ist ein Angriff auf unsere politische Arbeit und auf die demokratische Kultur in dieser Stadt.“
Zudem weist der Kreisverband darauf hin, dass Oberbürgermeister Kalouti als Oberbürgermeister zur politischen Neutralität verpflichtet ist. „Ein Oberbürgermeister darf nicht parteipolitisch diffamieren oder demokratische Parteien pauschal als extremistisch brandmarken. Seine Aufgabe ist es, die Stadt unabhängig und unparteiisch zu führen und den demokratischen Diskurs zu schützen.“
Der Kreisverband Dortmund der Partei Mensch Umwelt Tierschutz Tierschutzpartei fordert Oberbürgermeister Kalouti auf, diese Aussage zurückzunehmen und sich an seine Pflicht zur politischen Neutralität zu halten.
Messe Jagd & Hund in Dortmund bietet Bühne für Tierleid
Die Jagdmesse JAGD & HUND, die ab dem 27. Januar wieder in Dortmund durchgeführt wird, präsentiert sich erneut als internationales Forum für Jagd und angeblichen „Naturschutz“.
„Die Einladung hochrangiger Delegationen aus Botswana, Simbabwe und Namibia – darunter Minister*innen und Botschafter*innen – wird von Veranstaltern und Jagdverbänden als großer Erfolg inszeniert“, kritisiert Angelika Remiszewski, Ratsmitglied der Fraktion Die Linke & Tierschutzpartei in Dortmund – und zugleich Landesvorsitzende der PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei) in NRW.
Und sie ergänzt: „Aus Sicht der Tierrechtsbewegung zeigt diese Darstellung jedoch vor allem eines: die politische und wirtschaftliche Legitimation einer Praxis, die auf Tierleid, Tiertötung und kolonial geprägtem Jagdtourismus basiert.“
Jagd als „Entwicklungshilfe“ – ein Mythos
Angelika Remiszewski: „Die Messe vermittelt das Bild, Trophäenjagd sei ethisch vertretbar und ökonomisch notwendig. Doch diese Erzählung blendet zentrale Fakten aus. Die extrem ungleichen Macht- und Wohlstandsverhältnisse zwischen zahlungskräftigen Jägern aus Europa oder Nordamerika und den betroffenen Regionen des globalen Südens werden in Dortmund bewusst verschleiert.“
Die Fraktion Die Linke & Tierschutzpartei beruft sich auf unabhängige Analysen, die zeigen:
- Nur ein minimaler Anteil der Einnahmen aus der Trophäenjagd erreicht tatsächlich die lokalen Gemeinschaften. In manchen Fällen bleiben durchschnittlich nur rund 3 % der Gesamteinnahmen bei der Bevölkerung vor Ort.
- In Ländern wie Kamerun, Tansania oder Sambia versickern große Teile der Gelder in staatlichen Strukturen oder werden von Jagdfirmen vereinnahmt.
- Selbst wenn einzelne positive Beispiele hervorgehoben werden, bleibt der gesamtwirtschaftliche Nutzen marginal: Die Trophäenjagd trägt nur einen verschwindend geringen Anteil zur nationalen Wirtschaftsleistung bei und verbessert die Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung nicht nachhaltig.
Während Großwildjäger hohe Summen für Trophäen und exklusive Aufenthalte zahlen, würden vor allem Jagdindustrie, staatliche Stellen und internationale Jagdverbände wie der Internationale Jagdrat (CIC) profitieren. Die Menschen, die täglich mit den ökologischen und sozialen Folgen dieser Politik leben müssen, gingen weitgehend leer aus.
Ethische Verantwortung statt politischer Inszenierung
Angelika Remiszewski: „Aus tierrechtlicher Perspektive ist es ethisch nicht vertretbar, fühlende Individuen für Jagdtrophäen zu töten. Besonders problematisch wird es, wenn diese Praxis als Beitrag zu sozialer Entwicklung verkauft wird – obwohl die tatsächlichen Vorteile für die lokale Bevölkerung minimal sind. Statt ernsthafte Alternativen wie ökotouristische Modelle, lokale Mitsprache oder nachhaltige, nicht-tödliche Nutzung von Naturressourcen zu fördern, wird eine industriegestützte Tötungspraxis weiter politisch legitimiert und international vermarktet.“
Dortmund als Bühne für ein irreführendes Narrativ
Die offizielle Inszenierung auf der JAGD & HUND trage dazu bei, die Realität hinter einem wohlklingenden Narrativ von „Partnerschaft“ und „wirtschaftlicher Chance“ zu verbergen, kritisiert die Fraktion Die Linke & Tierschutzpartei. Damit würden die Interessen von Jagdlobby, Behörden und ausländischen Jägern über ethische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und den Schutz von Wildtieren gestellt.
Gemeinsame Fraktion im Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Mit der Unterzeichnung unserer Fraktionssatzung und des aktuellen Programms setzten wir am 15. Januar einen wichtigen formalen und inhaltlichen Startpunkt für die gemeinsame Arbeit im LWL.
Besonders freut sich dabei unser Dortmunder Ratsmitglied Helmut Pruß über das Vertrauen, das ihm dabei entgegengebracht wurde: Als Direktkandidat der Fraktion Die Linke & Tierschutzpartei im Dortmunder Rat vertritt er ab sofort unsere Positionen bei der Landesversammlung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).
Für soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte, Tier- und Umweltschutz – gemeinsam und solidarisch.
Schliefenanlage Lemgo-Voßheide sofort schließen!
Sehr geehrter Herr Landrat Meinolf Haase,
hiermit beantragen wir die unverzügliche Schließung der Schliefenanlage Lemgo-Voßheide, da sie den baulichen Anforderungen nicht gerecht wird und dort Füchse unter tierquälerischen Bedingungen zu Übungszwecken eingesetzt werden.
Darüber hinaus beantragen wir, künftige Bau-, Nutzungs- oder Wiedereröffnungsanträge in Bezug auf diese Anlage nicht zu genehmigen, soweit diese dem Zweck der Ausbildung oder des Trainings von Jagdhunden an lebenden Füchsen dienen.
Weiterhin beantragen wir, die derzeit in der Anlage gehaltenen Füchse unverzüglich in die Obhut des Veterinäramtes des Kreises Lippe zu überführen, um ihr Wohl sicherzustellen und eine tierschutzgerechte Unterbringung, bzw. Weitervermittlung zu ermöglichen.
Begründung:
Die Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Füchsen in sogenannten Schliefenanlagen steht seit Jahren in der öffentlichen und fachlichen Kritik. Unabhängig von formalen Genehmigungen, wirft diese Praxis erhebliche Fragen im Hinblick auf das Staatsziel Tierschutz (Art. 20a GG*), sowie auf die Vereinbarkeit mit dem Tierschutzgesetz (§1, §2, §16a TierSchG*) auf. Dieses insbesondere im Hinblick auf vermeidbare Leiden, Stress und Angst der betroffenen Tiere.
Aus fachlicher und aus Sicht des Tierschutzes, besteht kein zwingender Bedarf für diese Form der Ausbildung, da tierschonende Alternativen zur Verfügung stehen (bspw. Everfox/ SIM-Fox). Zahlreiche Expertenstimmen aus Tier- und Naturschutz sehen die Schliefenausbildung am lebenden Tier daher als nicht mehr zeitgemäß an, sowie die Baujagd an sich als obsolet und grausam.
Vor diesem Hintergrund halten wir es für geboten, im Rahmen der Zuständigkeit des Kreises Lippe, ein klares Signal für den Tierschutz zu setzen, weitere Belastungen der betroffenen Tiere zu verhindern und die Füchse unverzüglich aus der Anlage herauszunehmen.
Zuletzt entspricht die Anlage nicht der nach neuestem Erlass des LANUV/LAVE Nordrhein-Westfalen vorgegebenen Größe.
Sofern die Anlage diese Vorgabe nicht erfüllt, liegt ein erheblicher baulicher Mangel vor, der für sich einen eigenständigen Schließungsgrund darstellt.
Wir bitten Sie daher, unserem Antrag zu entsprechen und uns über die getroffenen Maßnahmen zu informieren.
Hochachtungsvoll,
Verena Rautenberg
Unsere Hände für viele Pfoten e.V.Christiane Kressmann
Tierhilfe Lippe und Umgebung e.V.Daniela Klöpperpieper
PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZPaul Kuhlemann
Die PARTEI LippePeter Höffken
PETA Deutschland e.V.Vanessa Feeken
Animal Island e.V.Susanne Häger
Tierschutzverein Franziskushof e.V.Gabi Joormann
Netzwerk FuchsDr. Martin Steverding
Dipl. BiologeGitta Helak
Katzen in Not e.V.Michaela Latzel
Bürgerinitiative “Schliefenanlagen schließen!”Stephan Culemann
BUND LippeMargrit Dorn
Fairleben Gütersloh e.V.Tina Stücke
Tierschutzverein Piroschka Lippe e.V.Marita Marschall
Waild BürgerbündnisSandra Eßler
Hundesicherung Minden-Hannover-HildesheimKatharina Friess
Bielefeld Animal SaveAstrid Reinke
Achtung für Tiere e.V.Thomas Mitschke
Pro Fuchs Deutschland e.V.