Barbara Rütting mit 92 Jahren verstorben

“Weil es getan werden muss!” Das war Barbara Rüttings Leitmotiv. Sie setzte sich hartnäckig vor allem für Umwelt- und Tierschutz ein, ließ nie locker und passte sich dabei keinen widrigen Umständen an. Tierrechte waren ihr immer besonders wichtig. Sie war auch Unterstützerin der Tierschutzpartei, rief noch 2019 zur Wahl unserer Partei auf. Denn Barbara Rütting war ein durch und durch politischer Mensch. Sie wusste, dass sich die gesetzlichen Bedingungen ändern müssen, damit Tierquälerei, Artensterben, Naturzerstörung und soziale Ungerechtigkeiten endlich beendet werden.

Sie starb mit 92 Jahren, nach einem kämpferischen Leben für das Gute, Richtige und Notwendige. In Dankbarkeit für dein Lebenswerk, Barbara Rütting.

Werden wir aus der Corona-Pandemie lernen?

Die Pandemie des Coronavirus “SARS-CoV-2”, der zur Erkrankung Covid-19 führt, ist gefährlicher als lange Zeit vermutet wurde. Und zwar eher nicht für gesunde und junge Menschen, denn ihr Krankheitsverlauf zeigt wenig Symptome, sondern für ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen. Für sie kann Covid-19 lebensbedrohlich sein. Continue reading “Werden wir aus der Corona-Pandemie lernen?”

Die bewegende Rede von Joaquin Phoenix:

Ich bin jetzt gerade so unglaublich dankbar. Ich fühle mich nicht wie etwas Besseres als meine Mitnominierten oder sonst jemand hier, denn wir alle teilen dieselbe Liebe – die Liebe für den Film. Diese Ausdrucksform hat mir ein absolut außergewöhnliches Leben ermöglicht. Ich wüsste nicht, wo ich ohne sie wäre.

Das größte Geschenk aber, das mir und vielen anderen Menschen in dieser Branche zuteil wird, ist in meinen Augen die Möglichkeit, unsere Stimme für die Stimmlosen zu erheben. Continue reading “Die bewegende Rede von Joaquin Phoenix:”

Manifest: Worum geht es der internationalen tierschutzpolitischen Bewegung?

Wenn Sie diesen Text lesen, dann hatten Sie ihn sicherlich bereits: den einen Moment, in dem man mit all der Tierquälerei und Naturzerstörung, die man früher wie selbstverständlich hingenommen hatte, nichts mehr zu tun haben will. Der Moment, in dem man eine Art Offenbarung, jedoch durch und durch diesseitig, erlebt. Weil man einem fühlenden Wesen niemals mit eigener Hand solche schrecklichen Leiden antun würde Continue reading “Manifest: Worum geht es der internationalen tierschutzpolitischen Bewegung?”

Neuer Fleischskandal: kranke Rinder brutal geschlachtet

In der Fleischindustrie reiht sich ein Skandal an den nächsten. Dank der heimlich gemachten Aufnahmen in einem polnischen Schlachthof erfuhr die Öffentlichkeit vor wenigen Tagen von ungeheurlichen Vorgängen. Ein in Polen in Ausschnitten ausgestrahltes Video zeigt, wie offensichtlich kranke, auf dem Boden liegende Rinder nachts in eine Schlachterei geschleift werden. In dem Betrieb werden die Tiere dann getötet und zerteilt. Ihr Fleisch muss von Tumoren, Abszessen und Druckstellen befreit werden. Am nächsten Morgen zeichnet ein Veterinär einfach alle Papiere ab und die frisch verpackte Ware geht als unbedenklich klassifiziert in den regulären Versand an Supermärkte.

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Erneut europäischer Erfolg der niederländischen Tierschutzpartei: kürzere Tiertransporte, bessere Kontrollen und härtere Strafen

Der Transport lebender Tiere muss verkürzt werden, Tiere sollten nicht länger in Länder transportiert werden, welche die europäischen Tierschutzstandards nicht einhalten und Verstöße gegen die Tiertransportvorschriften der Europäischen Union (EU) müssen härter bestraft werden. Dies empfiehlt der Landwirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments diese Woche in einem Bericht, ebenfalls auf Initiative der niederländischen Tierschutzpartei.

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Vegan: „Make Health Great Again!“

Pressemitteilung / 12.03.2018

Bereits vor drei Jahren empfahl das offizielle Beratungsgremium des amerikanischen Gesundheitsministeriums vegane Ernährung aus Gesundheits- und Umweltgründen. Die Amerikanische Ärztekammer spricht sich nun in einer Pressemitteilung dafür aus, in Krankenhäusern nur noch vegane Gerichte anzubieten.

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Alarmierender Rückgang der Pflanzen- und Tierarten

Das rasanteste Artensterben der Erdgeschichte betrifft nicht nur Wirbeltiere

Tier- und Umweltschützer schlagen Alarm! Etliche Tierarten sind in ihrer Existenz gefährdet. Schweinswale, Sterntaucher, Samtenten, seltene Algen und Schmetterlinge sowie eine ganze Liste an weiteren bedrohten Tier- und Pflanzenarten, die kürzlich vorgestellt wurde. Der Hauptgrund ist insbesondere die übermäßige Düngung in der Landwirtschaft. Und diese wiederum lässt sich auf die Massentierhaltung zurückführen, da hier die Ursachen für zu viel, zu giftigen und zu billigen Dünger zu suchen sind.

Keine Kontrollmechanismen, Ölverschmutzungen und Plastikmüll

Seit einiger Zeit gibt es zwar hunderte von Schutzgebieten, von denen einige wenige auch ein Übergreifen der gefährlichen Stoffe wie Phosphor oder Stickstoff in die Ostsee und Binnengewässer verhindern sollen. Aber es gibt überhaupt keine wirksamen Kontrollmechanismen, nichts wird von den notwendigen Vorgaben tatsächlich eingehalten. Und als wäre dies nicht schon gravierend genug, kommen noch weitere Umweltsünden hinzu, wie etwa massive Ölverschmutzungen durch Schiffe oder Plastikmüll und Mikroplastik.

Überfischung und Arten-Verdrängung

Die Überfischung führt überdies zu dramatischen Eingriffen in das Ökosystem mit unabsehbaren Folgen. Zusätzlich kommen durch so genanntes Ballastwasser der Seeschifffahrt Arten in unsere Breiten, die heimische Arten verdrängen können und das Ökosystem durcheinanderbringen. Aal und Dorsch sind beispielsweise mittlerweile sehr selten geworden, führt Corinna Cwielag vom BUND aus.

40 % weniger tagaktive Schmetterlingsarten wegen Überdüngung und Monokulturen

Forscher aus München haben den Rückgang der Artenvielfalt in einer sehr langfristig durchgeführten Studie anhand der Schmetterlinge nun genau ermitteln können: 1840 gab es noch 117 tagaktive Schmetterlingsarten in einer genau untersuchten Region, während es 2013 nur noch 71 Arten gab. Ein Rückgang von 40 % also (weitere Infos dazu bei der Senckenberg Gesellschaft in der Linkliste unter dem Artikeltext). Der mit Abstand größte Rückgang geschah dabei in den letzten Jahren und geht exponentiell weiter! Als Hauptgründe wird auch in dieser Studie wieder die Überdüngung angeführt, zudem konkret die Massentierhaltung, aber auch die Monokulturindustrie in der Landwirtschaft.

Pestizide, Parasiten, Klimawandel u. a. Probleme

Letzteres macht auch den Wildbienen zu schaffen, deren Bestand sich drastisch reduziert hat. Eine aktuelle Studie wies zudem nach, dass bereits kleinste Mengen von Insektiziden aus der Gruppe der Neonikotinoide sowohl Wild- und Zuchtbienen als auch Schmetterlinge stark schädigen, so dass sie ihre Orientierung verlieren. Eine andere neuere Studie belegt, dass Neonikotinoide süchtig machende Stoffe enthalten und Bienen daher Blüten, die dieses Gift enthalten, häufiger ansteuern als unbelastete Blüten. Aber auch der Parasit Apocephalus borealis, der Klimawandel, falsche Ersatznahrung der Imker (bspw. high fructose corn syrup, HFCS), der massenweise Einsatz verschiedener Pestizide, durch Züchtung geschwächte und für Krankheiten dadurch anfälligere Bienen, transgene Pflanzen und Mobilfunk sind weitere Einflussfaktoren, die derzeit untersucht werden.

“Grüne” Gentechnik

Auch die sogenannte “grüne” Gentechnik – Gentechnik auf dem Acker – beschleunigt das Artensterben. Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen hat in Nord- und Südamerika zu intensiverer Landwirtschaft und dem Einsatz größerer Mengen Herbizide geführt, was logischerweise wiederum die Artenvielfalt reduziert hat. Dies haben Behörden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Auswertung zahlreicher Studien bestätigt.

Durch den fortwährenden Einsatz von Herbiziden auf den Gentech-Plantagen werden nach und nach auch sogenannte “Unkräuter” resistent. Um sie zu töten, spritzen die Agrarindustriellen daher noch mehr Gift. Die Behörden der drei Länder sehen daher “deutliche Hinweise darauf, dass der Anbau der herbizidresistenten Gentechnik-Pflanzen den gegenwärtigen Artenverlust noch verschärft” und beklagen insbesondere auch die Ausrottung „unverzichtbare[r] Elemente“ der Nahrungsketten in den Ökosystemen.

Bienensterben in Mecklenburg-Vorpommern

Gisela Paasch, Imkerin aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte: „Im Oktober 2016 fiel mir an drei von vier Standorten ein nie zuvor dagewesenes Bienensterben auf. Der Verlust liegt mittlerweile bei 60 % und die übrigen Völker sind teilweise recht schwach. An allen drei Standorten haben drei verschiedene Landwirte im Oktober bienengefährliche Mittel der Kategorie B1 und B2 der Bienenschutzverordnung ausgebracht – zur Bekämpfung der Blattlaus im Wintergetreide und im Raps. Die Biene befliegt den Honigtau der Blattlaus! Die Mittel hätten also auf gar keinen Fall angewendet werden dürfen! Kurz darauf fing dann das Bienensterben an. Die Bienen wurden vergiftet, das ist für mich die traurige Wahrheit. An einem anderen Standort, an dem keine Ackerflächen behandelt wurden, sind keine Bienen-Verluste zu beklagen! Die Biene ist ein Bio-Indikator und zeigt uns an, wie es um unsere Umwelt steht.“

Honigbienen-Zucht

Zuchtbienen, die fatal anfällig sind für Krankheiten, sorgen derzeit für ein unfassbares Risiko unserer modernen Agrarindustrie, denn sollten unsere Bienen eines Tages durch eine Virus-Epidemie aussterben, wird es gravierende Auswirkungen für die Menschen haben, die wir alle sofort unmittelbar spüren – auch jene Menschen, die sich bislang nicht für Artenschutz interessieren. Und all die Problematiken, die wir vom Sterben der Bienen her kennen, treffen zumeist auch auf alle Insekten zu, die ebenfalls für Bestäubung sorgen. Dazu kommen die Auswirkungen auf Vögel und andere Tiere, deren Hauptnahrung aus Insekten besteht. Die Ausmaße und Kettenwirkungen sind enorm. Forscher gehen davon aus, dass wir uns inmitten des größten Artensterbens der Erdgeschichte befinden.

Tierschutzpartei wählen – Artenvielfalt schützen

Die Tierschutzpartei möchte dafür sorgen, dass es nicht dazu kommt, dass wir eines Tages keine Bestäuber unserer Pflanzenwelt mehr haben und dass die allgemeine Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen zurückgeht. Wir fordern ein umfassendes Artenschutzprogramm für Wildbienen, Schmetterlinge, Fische, Algen, Vögel und Meeressäuger und setzen uns für eine artenreiche Landwirtschaft mit einem deutlich reduzierten Anteil an monokultureller Agrarindustrie und einen Stopp giftiger Pestizide ein.

 

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