Greenwashing per Knopfdruck

Am 24. April 2013 ist die mehrstöckige Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch eingestürzt.

Mehr als 1.130 Menschen starben bei diesem verheerenden Unglück, zahlreiche Verletzte verloren eine Hand, einen Arm oder ein Bein. Die Toten und Verletzten waren in erster Linie NäherInnen, die unter katastrophalen Bedingungen billige Kleidung für die westlichen Industrieländer produzieren.

Dieses Unglück hat schlagartig beleuchtet, wieso hiesige Modeketten T-Shirts und Hosen so billig anbieten können. Wir freuen uns, aber die damit zusammenhängende Umweltverschmutzung, die Tatsachen, dass die einfachen ArbeiterInnen mit ihrem Lohn nicht einmal ihre Existenz sichern können, keine Rechte haben und man von Gewerkschaften von den Arbeitgebern nichts hören möchte, wurden bis dahin (und wird es weitestgehend auch weiterhin) ausgeblendet.

Dies war laut Bundesentwicklungshilfeminister Müller (CSU) der Ausgangspunkt für eine Initiative, die für mehr Gerechtigkeit sorgen soll. Mehr als 6 Jahre hat er demnach Gespräche mit Modeketten und Lieferanten geführt, um Umwelt- und Sozialstandards zu verbessern.

Herausgekommen ist das Siegel „Grüner Knopf“. Um dieses Siegel für ein Textilprodukt zu erhalten, müssen insgesamt 26 soziale und ökologische Mindeststandards eingehalten werden. Die ökologischen Standards umfassen z.B. das Verbot von Weichmachern und anderen Chemikalien sowie Grenzwerte für Abwässer, die bei der Produktion entstehen. Und es muss nachgewiesen werden, dass menschenrechtliche, soziale und ökologische Verantwortung übernommen wird.

Die Unternehmen verpflichten sich etwa, Mindestlöhne zu zahlen, bestimmte Gesundheits- und Sicherheitsstandards einzuhalten und Kinderarbeit auszuschließen. Keine Frage, ein schwieriges Unterfangen, zumal es sich in unserer globalisierten Welt um internationale Lieferketten handelt. Aber letztlich weiß man schon lange, um was es geht und was sich ändern muss! Herausgekommen ist ein weiteres Siegel auf freiwilliger Basis, an dem sich zum Start 27 Unternehmen, u.a. Aldi Nord, Lidl, Rewe oder auch kleine Unternehmen wie Melaware, beteiligen. Weitere Unternehmen seien derzeit in der Prüfung.

Nun gehört der Minister Müller, im Gegensatz zu seinen CSU-Kollegen im Berliner Kabinett, nicht zu den inhaltslosen Lautsprechern oder gilt als Fürsprecher für eine Lobby. Man nimmt ihm sein Bemühen ab, auch wenn er das Ministerium betreut, welches medial bedauernswerterweise zu den am wenigsten beachteten gehört. Aber dieses Siegel ist ein Beispiel für eine Politik, die vorgibt sich für Gerechtigkeit und Fairness einzusetzen, letztlich aber nur Greenwashing betreibt.

Wirkungsvolle Kontrollmechanismen gibt es nicht, kann es auch gar nicht geben. Um das Siegel zu erlangen, müssen keine existenzsichernden Löhne, sondern lediglich die in den Produktionsländern vorgeschriebenen Mindestlöhne gezahlt werden. Ein Lieferkettengesetz, wie von vielen Entwicklungs- und Umweltorganisationen und Gewerkschaften gefordert, könnte hier Abhilfe schaffen, ist aber ebenso schwer zu kontrollieren. Ein guter Wille allein reicht nicht, hilft den NäherInnen in den Textilfabriken in Bangladesch und anderswo nicht weiter.

Um verbindliche Regelungen zu schaffen, die nicht vom freiwilligen Willen der Unternehmen abhängig sind, muss ein Bewusstseinswandel in der Politik stattfinden! Deshalb ist es wichtig, nicht nur Forderungen und Wünsche zu äussern, sondern in konkretes Handeln umzusetzen. Genau diese Anforderungen wollen wir als Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) umsetzen!

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PM: Bürgerinitiative „End the Cage Age“ gegen Käfighaltung übertrifft Ziel

Historisches Datum im Kampf für den Schutz von sogenannten Nutztieren: über 1,5 Millionen Unterschriften für Europäische Bürgerinitiative

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Gänseabschuss in Herne vorerst gestoppt!

Welche Rolle spielte die CDU-Umweltexpertin Barbara Merten bei der Jagdempfehlung?

Die Stadt Herne gibt den Abschuss der Nil- und Kanadagänse aufgrund starker Gewässer- und Uferverschmutzung ab dem 01.September bekannt.

Dabei hat die Stadt nicht mit den öffentlichen Reaktionen der Bürger gerechnet. Vergangene Woche protestierten unzählige Menschen gegen den städtischen Tötungsauftrag, veranlasst durch Stadtgrün und die untere Jagdbehörde.

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Erfolgreicher Landesparteitag in NRW

Der Landesparteitag in Nordrhein-Westfalen war eine Bestätigung der vergangen zwei Jahre intensiver Arbeit, in denen der alte Vorstand die Strukturen des Verbandes gestrafft und sich mit der Gründung von 22 Regionalgruppen und verschiedener Arbeitsgruppen, einer optimierten Social-Media-Arbeit, sowie der Berufung von themenspezifischen Sprecher*innen breiter und professioneller aufgestellt hat.

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Tauben im ISS Dome -Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung

Tauben im ISS Dome – Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Anordnung

Die Tauben im ISS Dome sorgen seit Wochen für Aufregung.
Durch Löcher in den Netzen gelangen einzelne Tiere immer wieder in den ISS Dome, finden den Weg jedoch nicht wieder hinaus. Nach Angaben von Tierschützern, die den Umstand seit geraumer Zeit beklagen, sind bereits etliche Tauben verendet.

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Tierschutzpartei fordert Rücktritt von Innenminister Reul

Geheimabsprachen zwischen Innenministerium und RWE zur Räumung Hambacher Forst

Hambacher Forst - Symbol des Protestes gegen die klimaschädliche Lobbypolitik von Herbert Reul
Hambacher Forst – Symbol des Protestes gegen die klimaschädliche Lobbypolitik

 

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Tierschutzpartei – Landesverband NRW fordert den sofortigen Rücktritt von Innenminister Herbert Reul als nötige Konsequenz aus dem Skandal rund um die Zwangsräumung von Baumhausdörfern im Hambacher Forst wegen angeblicher Verstösse gegen Bauordnung und Brandschutzbestimmungen im Herbst 2018.
“Als Tierschutzpartei haben wir uns von Beginn an solidarisch mit den AktivistInnen gegen die Rodung des Hambacher Forstes gezeigt, waren immer wieder auch mit führenden Parteimitgliedern vor Ort präsent,” so Sandra Lück, Landesvorsitzende der Tierschutzpartei NRW und Hambi-Aktivistin. Die Zwangsräumung der Baumhausdörfer unter fadenscheinigen Gründen war seitens der Tierschutzpartei in 2018 scharf kritisiert, ein Untersuchungsausschuss gefordert worden.

Rechtsgutachten bestätigen Zusammenwirken von NRW-Landesregierung und RWE
“Nun vorliegende Rechtsgutachten zeigen, dass die Vermutung, die NRW-Landesregierung habe nur einen Räumungsgrund gesucht, um ein RWE gegebenes Versprechen zur Fortsetzung der Rodung des uralten Hambacher Forstes zwecks Abbau der hoch umweltschädlichen Braunkohle einhalten zu können, genau richtig war,” erläutert Reiner Lück, Landesgeschäftsführer der Tierschutzpartei NRW, ebenfalls im Hambacher Forst bei Demonstrationen und Aktionen regelmäßig präsent. So seien nach Angaben von BaumhausbewohnerInnen eine Woche vor der Zwangsräumung wegen angeblichen Verstoßes gegen Bau- und Brandschutzvorschriften die in den Baumhäusern vorsorglich vorhandenen Feuerlöscher von der Polizei zwangsweise eingesammelt worden.

Geheime Besprechung mit RWE im Innenministerium vor Räumung und Polizeigroßeinsatz
“Es erschüttert das Vertrauen in den Rechtsstaat, wenn in den Medien zu lesen ist, dass nach Presserecherchen im Vorfeld des Polizeigroßeinsatzes eine Geheimbesprechung im Innenministerium unter Beteiligung von RWE sowie hochrangigen Vertretern des Innenministerium, darunter auch die Leiterin der Polizeiabteilung Lesmeister, stattgefunden hat,” verweist Landesgeneralsekretärin Elisabeth Maria van Heesch auf dahingehende NRZ-Berichterstattung. Die Essener Ratsfrau der Ratsgruppe Tierschutz/BAL hatte bereits wiederholt auch unter juristischen Gesichtspunkten das Agieren des Innenministers kritisch hinterfragt.

Überforderter Innenminister mit Wild-West-Methoden muss Verantwortung übernehmen
Die Tierschutzpartei fordert daher mit Nachdruck den sofortigen Rücktritt des verantwortlichen Innenministers Herbert Reul. “Der Innenminister ist nicht zu halten. Geheimabsprachen mit Industrieriesen und Energiekonzernen, rechtlich fragwürdige oder zumindest hinterfragbare Polizeigroßeinsätze auf Kosten der Steuerzahlenden, Entscheidungen nach Wild-West-Manier, Zwangsräumungen von UmweltaktivistInnen unter Einsatz harten körperlichen Durchgreifens seitens der Polizeikräfte – der Ministerpräsident Laschet muss diesen Innenminister des Amtes entheben, wenn dieser nicht freiwillig die Konsequenzen ziehen sollte,” so Sandra Lück. Dass der Innenminister insgesamt mit seinem Amt völlig überfordert sei oder auch Entscheidungen bar jedweden Fingerspitzengefühls treffe, zeigten auch weitere Beispiele wie die Ermittlungspannen im Missbrauchsfall Lügde, Anweisungen zur optischen Herkunftsbeschreibung von Tatverdächtigen und vieles andere.

29.7.: Erdüberlastungstag 2019

Würden alle Menschen leben wie die Deutschen, wären drei Erden notwendig. Der Unterschied von einem Kind zu einem Erwachsenen ist das Bewußtsein, daß nicht alles endlich ist, sondern es seine Grenzen hat. – Natürliche Ressourcen sind endlich. Das wird uns mittlerweile klar. Dennoch leben wir als wenn es sie ewig gäbe. Sie neigen sich dem Ende und wir kommen dem Zeitpunkt immer näher.

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Stammtisch NRW immer erfolgreicher

Neue Regionalgruppen – neue Stammtische!

NRW wächst weiter an

 

Erster Stammtisch der Regionalgruppe Aachen

Am 16. Juli 2019 fand der erste Stammtisch unserer noch recht jungen Regionalgruppe Aschen statt.
In gemütlicher Runde trafen sich die Mitglieder zu veganem Döner und gekühlten Getränken im PZ – Pfannenzauber Aachen.

Kennenlernen und persönlicher Austausch standen im Vordergrund, aber auch die Kommunalwahlen 2020 waren selbstverständlich ein Thema.
Der Aufbau in NRW schreitet stetig voran, mit vielen neuen und erfreulicherweise aktiven Mitgliedern sind wir seit einiger Zeit auch wieder der größte Landesverband.

So konnte auch die Regionalgruppe Ruhr beim vergangenen Stammtischtreffen im Cafe Fleischlos Essen einen Teilnehmerrekord verzeichnen und gleich 4 neue Mitglieder begrüßen
und auch die Regio Gelsenkirchen war beim monatlichen Treffen im Cookie’s Veggie Dorsten so erfolgreich, wie immer 🙂

Am Sonntag trifft sich die Regio Mönchengladbach auf dem CSD in Rheyd, im August die Regio Düsseldorf und die Regionalgruppe Dortmund.

Dienstagsangebot im veganen Treff “Pfannenzauber Aachen”

 

 

Weitere Termine sind im Kalender einsehbar.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit euch!