Wir sind sieben Milliarden Menschen

Ressourcen sind begrenzt…

Am 31. Oktober 2011 erreichte die Weltbevölkerung die sieben Milliarden-Marke. Mit der Weltbevölkerung, die stetig wächst, wird auch der Bedarf an Wasser, Nahrung und Energie weiter wachsen.

Laut Schätzungen werden voraussichtlich bis zum Jahre 2050 bis zu zehn Milliarden Menschen die Erde bevölkern. Aber die Erde hat nur begrenzte Ressourcen.

In diesem Zusammenhang weisen wir nochmals auf die TV-Sendung auf 3sat hin; Scrobel diskutiert mit der Ethnologin Shalini Randeria und dem Bevölkerungswissenschaftler Rainer Münz, welche Folgen die Zunahme der Bevölkerung für unsere Erde und die Menschen haben wird.

Zur TV-Sendung “Scrobel”: www.3sat.de

Muslimisches Opferfest (KURBAN BAYRAMI) vom 06. – 09. November 2011

Pressemitteilung: “Menschen helft uns – um Himmels willen – lasst uns doch nicht im Stich!”

Barbarische Tierquälerei – zementiert zwischen altem Kult und gierigem Profitdenken!

Schächten – Glaube und Aberglaube hält wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht stand.

„Kampagnenbündnis“ kämpft für Aufklärung und ausnahmsloses Verbot des Schächtens sowie des Akkordschlachtens.

Wenn am 6. November 2011 das dreitägige muslimische Opferfest (KURBAN BAYRAMI) beginnt, müssen wieder ungezählte Schafe, Ziegen, Kälbchen und Rinder eines besonders qualvollen Schächttodes sterben. Leider finden Schächtungen auch sonst das ganze Jahr über statt, entweder illegal oder durch gerichtlich erstrittene „Ausnahmegenehmigungen“, die weiterhin und immer unbeschwerter zugestanden werden.

Auch das zu Fehlbetäubungen führende Schlachten im Akkord ist grauenhafter Alltag in den Schlachthöfen. Laut Schätzungen von Experten werden jährlich in Deutschland etwa 500.000 Schweine bei vollem Bewusstsein im kochenden Wasserbad verbrüht, während ca. 200.000 Rinder bei vollem Schmerzempfinden brüllend erleiden müssen, wie sie zerlegt werden. (Quelle: ARD Tagesthemen, 30.03.2010, 22:25 h)

Ein Zusammenschluss von Organisationen, Vereinen und tierfreundlichen Menschen mahnt nun eindringlichst einen achtsameren Umgang mit Tieren, speziell den „Schlacht“tieren an. Heute, im 21. Jahrhundert, sollten alle Menschen gemeinsam an der Zivilisation weiterarbeiten und nicht in die Barbarei archaischer Zeiten zurückfallen.

Diesem Langzeitprojekt, das mit jeweils wechselnden Aktionen (öffentliche Veranstaltungen, Anzeigenwerbung u. dergl.) durchgeführt werden soll, liegt ein 30-Punkte-Plan zugrunde, um alle Möglichkeiten der Aufklärung und des Protestes auszuschöpfen. Eine Unterschriftensammlung, sowohl an Informationsständen als auch ‚online’, an der bereits viele Tausende mitgemacht haben, läuft derzeit – und möglicherweise noch zwei weitere Jahre. Das Ziel sind eine Million Unterschriften!

Gleichzeitig muss die dringend nötige Aufklärung betrieben werden: Denn weder wird das betäubungslose Kehle-Durchschneiden von irgendeiner Religion gefordert noch wird Fleischverzehr überhaupt verlangt und weder wird Fleisch durch vorheriges Schächten völlig blutleer noch ist es dadurch „rein“ (koscher, halal). Im Gegenteil: Durch den langen qualvollen Todeskampf (laut Augenzeugenberichten bis zu 13 Minuten bei Schafen) werden besonders viele Stresshormone ausgeschüttet und außerdem gibt es kein Fleisch ohne Restblutmenge. Diese ist bei unbetäubt geschlachteten Tieren sogar noch etwas höher als bei vorher betäubten, wie wissenschaftliche Studien ergeben haben.

Die Tatsache, dass zum einen fast 80% der Bevölkerung das Schächten vehement ablehnt und zum anderen der Überschuss an Schächtfleisch ungekennzeichnet diesen Verbrauchern untergejubelt wird, wird früher oder später zu Reaktionen und/oder offenen Protesten führen. Es kann nicht sein, dass die aggressiven Forderungen einer Minderheit mehr wiegen als die psychische Verwundung einer tierfreundlichen Mehrheit, die Tierquälerei – sei es aus ethischen oder religiösen Gründen – zutiefst verabscheut. Wenn Politik und Justiz weiterhin diesen labilen, falschen Kurs fahren, sind mit Sicherheit einer echten Integration der Weg und die Zukunft versperrt.

Weitere Informationen auf: www.kampagnen-buendnis.de

Kontakte über info@kampagnen-buendnis.de oder Telefon 07166-1480 (Fr. Holst)

Frau Merkel und CDU-Wendehälse entdecken die “Würde der Arbeit”

“Der Mindestlohn verbaut Chancen auf mehr Beschäftigung. Deshalb ist er nicht sozial und nicht richtig.” (Angela Merkel CDU Mitte August 2009)

“Jede Art von Mindestlohn führt zu mehr Arbeitslosigkeit.” (Volker Kauder CDU Oktober 2006)

Bei der CDU geht es rund! Da fallen in diesen Monaten jahrzehntelang gehütete Dogmen am Fließband. Erst war es der Atomausstieg, der eigentlich nur eine Rücknahme der von Schwarz-Gelb beschlossenen Laufzeitverlängerung war, dann der Paradigmenwechsel in der Schulpolitik durch Frau Schavan (Stichwort Ausstieg aus der Hauptschule) und jetzt der Mindestlohn.

Der Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), der Karl-Josef Laumann, ist schon länger mit diesem Thema in seiner Partei auf “Tingeltour” gewesen. Aber der Arbeitnehmerflügel der CDU konnte sich bisher auch nicht ansatzweise gegen den Wirtschaftsflügel mit seiner Forderung nach einem Mindestlohn durchsetzen. Nun hat sich der Wind gedreht! Nicht nur die Mehrheit der Bevölkerung fordert einen Mindestlohn, mit dem a) Lohndumping verhindert und b) ein Auskommen mit dem Einkommen möglich ist, fernab staatlicher Subventionierung = Hartz IV. Inzwischen hat sich in mehreren Regionalkonferenzen offenbar die Meinung der CDU-Basis geändert und sie befürworten einen Mindestlohn oder eine “Lohnmindestgrenze”, wie es im Sprachgebrauch der Konservativen jetzt heißt. Schließlich muss man sich von den Gewerkschaften, SPD und der Linken ja irgendwie noch abgrenzen.

“Wir werden einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland nie mitmachen. Er würde eine Million Arbeitsplätze gefährden.” (Ronald Pofalla CDU Januar 2008)

Machtbewusst wie sie ist, hat sich die CDU-Vorsitzende Merkel der Mehrheit nun angeschlossen und eben die “Würde der Arbeit” entdeckt. Diskutiert wird ein Betrag von 7,-€ brutto die Stunde, den es – unabhängig von der Art der Tätigkeit – mindestens geben soll. Bei einer 40-Stunden-Woche würde das rund 1.200,-€ brutto im Monat ergeben. Als alleinstehende Person würde das einen Nettolohn von rund 900,-€ monatlich ausmachen und damit immer noch einen Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen auslösen.

Auch das Risiko der Altersarmut würde damit nicht vermindert. “Um über die Rente einen Anspruch zu erarbeiten, der höher liegt als die heutige Grundsicherung im Alter, also die “Sozialhilfe”, müsste man 45 Jahre lang in Vollzeit mehr als 9,30 Euro brutto die Stunde verdienen.”, wird Markus Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in der Tageszeitung (taz) zitiert. Ein Mindestlohn von 7,-€ würde allerdings denjenigen etwas bringen, die wegen anderer Personen im Haushalt ohnehin über dem Hartz-IV-Niveau liegen. Das bedeutet: Ein Ehepartner geht für gutes Geld arbeiten, anderer Ehepartner macht einen schlecht bezahlten Teilzeitjob. Diese Konstellation kommt aber tatsächlich nicht so häufig in unserem Land vor, wie man sich das gemeinhin vorstellt. Immerhin beziehen derzeit 1,4 Millionen Menschen in Deutschland ergänzend Leistungen von den Jobcentern und Arbeitsgemeinschaften, obwohl sie einer sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigkeit nachgehen.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert schon seit langem einen branchenspezifischen Mindestlohn. Dies verhindert nicht nur sittenwidrige Arbeitsverhältnisse, sondern ist auch dem Prinzip “Gutes Geld für gute Arbeit” geschuldet. Das sich CDU/CSU/FDP hierzulande bisher standhaft gegen einen Mindestlohn gewehrt haben, zeugt einmal mehr davon, wie sich die Lobby der wirtschaftlich Stärkeren, der Konzerne dieser Parteien bedient. In Luxemburg gibt es einen Mindestlohn von 10,16 €, in Frankreich von 9,-€, in Großbritannien von 6,91 € und selbst in den USA darf niemand weniger als 5,47 € verdienen (Quelle: WSI-Mindestlohndatenbank 2011, Hans-Böckler-Stiftung). Es wird Zeit, dass auch Deutschland in der Wirklichkeit ankommt!

Am 03. November ist Hubertustag

Hubertusmessen – ein Frevel an der Schöpfung

Am 03. November jeden Jahres wird an den Heiligen Hubertus von Lüttich erinnert. Der Legende nach schwor der leidenschaftliche Jäger der Jagd ab, nachdem ihm in einer Vision ein Hirsch mit einem Kreuz im Geweih erschienen war. Er empfand dies als ein göttliches Zeichen, dass er von nun an in allen Kreaturen schützenswerte Mitgeschöpfe sehen solle.

Diese Geschichte einer radikalen Umkehr wird nicht nur von den Jägern, sondern auch von den Amtskirchen in übler Weise verfälscht. Anstatt Hubertus zum Schutzpatron der Tiere zu erklären, was allein sinnvoll wäre, missbrauchen ihn die Jäger bis heute, indem sie ihn als ihren eigenen Schutzpatron reklamieren. Die Kirchen widersprechen ihnen nicht – im Gegenteil: In ihren alljährlichen Hubertusmessen segnen Priester und Pfarrer die Jäger, ihre Waffen und – in etlichen Kirchen auch heute noch – die “Strecke” der getöteten Tiere. Dies grenzt zweifellos an Blasphemie.

Jährlich werden in Deutschland rund 5,5 Millionen Wildtiere von Jägern in Fallen gefangen, vergiftet, erschlagen und erschossen. Hierbei geht es nicht um Nahrungsmittelbeschaffung, sondern man frönt einer gewalttätigen Hobby- und Spaßjagd. Diese tierquälerischen Jagdbräuche werden auch von den Kirchen, die sich noch nie der Natur und der Tierwelt verpflichtet fühlten, gutgeheißen. Ethische und theologische Bedenken spielen dabei keine Rolle. Die Kirchen bedienen mit dem Kult rund um die Jagd eine Minderheit, die von der Mehrheit der denkenden und fühlenden Gesellschaft abgelehnt wird.

Hubertusmessen – ein unseliges, dunkles Kapitel in der Geschichte der Amtskirchen. Bei dem Heiligen Hubertus hat das Gewissen geschlagen und er wurde ein ernsthafter Christ. Wann endlich folgen Jäger und Kirchen ihm nach?

Literaturempfehlung: “Schwein gehabt?

Drama hinter verschlossenen Türen; Massentierhaltung von Schweinen

Annamaria Grabowski: “Ich habe mich den Tieren in der Massentierhaltung, hier besonders den Schweinen, zugewandt. Ich bin der Frage, was uns Menschen bewegt, Tiere in Massentierhaltung, Massentiertransporten, Massenschlachtanlagen zu bringen, nachgegangen. Entstanden ist dieses Buch, das auch eine Kulturgeschichte des Fleisches, des Fleischgenusses, aber auch der Gewalt ist. Vorgestellt wird auch die Situation derer, die in Schlachthöfen, auf Tiertransporten und Auktionshäusern für Farmtiere arbeiten; die Frage wird gestellt, welche Auswirkungen ihre Tätigkeit auf ihre Umwelt, die nähere und die weitere, haben könnte, welche Folgen chronische Gewalt an Tieren bei Tier und Mensch auslöst.

Vollständige Autorenvorstellung von A. Grabowski hier: www.schweingehabt.com